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aus http://www.manager-magazin.de/ebusiness/artikel/0,2828,14825…

Rettung dank Beisheim?

Die Hamburger Aktiengesellschaft soll offenbar teilweise
vom Internet-Dienstleister WWL Internet übernommen werden.
Hinter dem Nürnberger Unternehmen stehen die Gesellschaften
XL Venture und TellSell, die zur Holding von Otto Beisheim
gehören.

Hamburg - Ist das die Rettung für Kabel New Media? Der
Nürnberger Internet-Dienstleister WWL Internet AG will
offenbar Teile des Hamburger Konkurrenten übernehmen.
Man stehe "in Kontakt zu Unternehmen der Kabel New Media
Gruppe, mit deren vorläufigen Insolvenzverwalter Gespräche
geführt werden", teilte die WWL Internet AG in einer
Pressemittelung mit, die manager magazin.de vorab zur
Verfügung gestellt wurde.

Nach Recherchen von manager magazin.de sollen einige
hundert Mitarbeiter der Kabel New Media AG zu WWL
überwechseln und Großkunden wie BMW mitnehmen.
Peter Kabel soll offenbar ins WWL-Management eintreten.
Truthahn filetieren und dann an einer Frittenbude weiterverkaufen? Never, dem guten Geschmack zuliebe.
Das macht der Insolvenzverwalter hoffentlich nicht mit - und fragt mal bei BMW nach ob die Bock auf WWL haben.
WWL und Kohle ist auch kein Traumpaar.
Nilsson
Das Wort "teilweise" heisst die Mitarbeiter behalten ihre Jobs, die Aktionäre bekommen gar nichts. Toll!
Grosses Potential für KNM: Mehr als 6000 Filialen mit neuer Warenwirtschaft ausstatten:

Rewe baut moderne Warenwirtschaft

ZAM katapultiert Handelsgruppe ins 21. Jahrhundert - Eigenentwicklung statt Standardsoftware / Von Jörg Rode

Zum Aufbau eines modernen Warenwirtschaftssystems setzt die Rewe-Gruppe nicht auf eine Standard-Lösung, sondern Eigenentwicklungen. Ein entscheidender Schritt bei der stufenweisen Modernisierung wird der bereits in diesem Halbjahr startende Roll-Out des Systems ZAM (Zentrale Abbildung der Märkte).

"Wir erreichen damit eine Performance, die sich keiner unserer Mitbewerber heute leisten kann", erklärte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Hans Reischl bei der Jahrestagung der Gruppe in Bad Griesbach.

Bald arbeiten 4000 Filialen mit ZAM

ZAM ist das Herzstück der kommenden Warenwirtschaft der Rewe-Zentral AG, das die Daten der zentralen Warenwirtschaft, der Lagerverwaltungssysteme und der Märkte zusammenfassen und schneller sowie effektiver auswerten wird. In einem Jahr sollen bereits über 4 000 Märkte der Vertriebsschienen Penny, Minimal, HL und Idea an ZAM angeschlossen sein, erklärt Rewe-Sprecher Wolfram Schmuck.

Rewe ersetzt seine alte Warenwirtschaft nicht auf einen Schlag durch das neue System, sondern löst alte Teilkomponenten sukzessive durch neue ab.

Internet-Protokoll als Basis

Über die genaue Funktionsweise von ZAM hüllt sich die Rewe mit Hinweis auf Wettbewerbsvorteile in Schweigen. Schmuck erklärt aber, dass die Nachrichten-Übermittlung auf Basis des Internet-Protokolls TCP/IP erfolgen wird. Die Anbindung der Filialen wird über ein Virtual Private Network (VPN) im Internet erfolgen.

Für eine Datawarehouse-ähnliche Auswertung der Daten wird ZAM nach LZ-Informationen auf eine DB2-Datenbank von IBM zurückgreifen.

Auch Industrie soll profitieren

Nach Schmucks Angaben ist nicht geplant, Industrie-Partnern für Category Management oder CPFR (Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment) direkten Zugriff auf ZAM zu geben. Bestimmte Daten aus ZAM könnten aber über andere Systeme Herstellern zugänglich gemacht werden.

Bereits bei der Rewe Jahrestagung unterstrich Vorstandschef Reischl, dass Rewe jetzt "für zukünftige Technologieschritte im Hinblick auf die Vernetzung der gesamten warenwirtschaftlichen Prozesse" über das eigene Unternehmen hinaus "hervorragend aufgestellt" sei.

Z-Dispo läuft in 4000 Märkten

Erster Schritt der Modernisierung der Rewe Warenwirtschaft ist die weitgehend abgeschlossene Einführung des automatischen Dispositionssystems Z-Dispo, auch Zentrale Marktdisposition genannt. Z-Dispo generiert auf Basis der Scanner-Abverkaufsdaten bereits für mehr als 4 000 Filialen von Penny, Minimal, HL und Idea die Nachbestellungen der Lagersortimente Trocken, Tiefkühl, Drogerie und Nonfood.

Mit Hilfe von mobilen Datenerfassungs (MDE) Geräten können die Verantwortlichen der Filialen kurzfristige Änderungen der normalen Verkaufsmengen eingeben, etwa vor Feiertagen. Aufgrund der hohen Bedeutung exakter Artikelerfassung an der Kasse für die Genauigkeit der Bestellungen hatte Rewe die Einführung von Z-Dispo mit Schulungen für die Kassiererinnen gekoppelt.

Ebenso wie ZAM ist Z-Dispo eine Eigenentwicklung der Rewe Informations-Systeme (RIS). Hauptsitz ist Porz-Eil bei Köln, eine Entwicklungsabteilung ist in Rosbach.

Prisma prognostiziert Frische-Verkauf

Zurzeit ergänzt Rewe Z-Dispo um das Prognose-Werkzeug Prisma von Kabel New Media (ehemals Neurotec). Dieses modular aufgebaute Prognosesystem ermöglicht auf Basis von Verkaufshistorie und aktuellen Trends sowie durch den Rückbezug auf ganze Artikelgruppen wochentagsbezogene automatische Bestellungen auch für Frischwaren.

Auch saisonale Effekte, Aktionen und Ausreißer können berücksichtigt werden. Prognosen für neue Artikel sind durch den Vergleich mit Referenzartikeln möglich. Die Berücksichtigung der Wettersituation ist bei Kabel New Media in der Entwicklung.

Die Vorversion von Prisma wurde für Karstadt entwickelt. Heute ist das Prognosetool auch beim Drogeriemarkt-Filialisten Müller, Ulm, im Einsatz.

Toom wirtschaftet mit Dewas 3

Bei den Toom-Märkte, die größtenteils Streckenlieferungen von der Industrie erhalten, setzt Rewe im Rahmen der Warenwirtschaftsmodernisierung die Einführung von Dewas 3 von Superdata fort, die noch dieses Jahr abgeschlossen werden soll. Nach Angaben von Rewe-Sprecher Schmuck sollen auch diese Toom-Systeme mittelfristig in ZAM integriert werden.

Neben der Modernisierung der Warenwirtschaft hat die Rewe in den vergangenen Monaten Finanzbuchhaltung, Controlling und Immobilienverwaltung in Zentrale und Niederlassungen auf SAP/R3 umgestellt. In der Personalwirtschaft ist die SAP-Einführung geplant.

Ausserdem läuft seit einigen Wochen der Roll-Out eines Linux-basierten Kassensystems, mit dem erstmals alle Rewe-Märkte, einschließlich Billa und Rewe Dortmund, eine einheitliche Kassensoftware bekommen.
Zur Zeit ermittelt erstmal die Staatsanwaltschaft wegen Konkursverschleppung gegen Herrn Kabel. Und der soll jetzt ins WWL-Management einsteigen? Weil er die Anleger mit seinen Juble-Äußerungen so schön hinters Licht geführt hat?

http://www.ftd.de/tm/it/FTD12VG7TPC.html?nv=hptn
Otto Beisheim.

77 Jahre alt, Witwer und kinderlos. Geschätztes Vermögen: elf
Milliarden Mark
. Den Gründer des Metro-Konzerns plagt die
Frage, wem er das ganze Geld hinterlassen soll. Einen Teil seiner
Milliarden hat er deshalb jetzt in Berlin "eingemauert". Direkt am
Potsdamer Platz setzte er sich mit dem "Beisheim-Center"
sein eigenes Denkmal. Seine Zeit verbringt er am liebsten in
Florida oder er tummelt sich im Mediengeschäft - mit seinem
Freund Leo Kirch.

(Aus dem Berliner Tagespiegel)
Vielleicht adoptiert Otto Beisheim ja Peter Kabel und überlässt
ihm die eine oder andere Million. Allerdings hat der das ja
andererseits gar nicht nötig. Er soll ja noch vor dem
Insolvenzantrag Aktien im Wert von 100 Millionen Mark (oder
waren es Euro??) verkauft haben...
Peter Kabel soll zweimal Aktien verkauft haben. März 2000 nahe des Höchststandes für ca. 300 Mio DM und jetzt für ca. 100 Mio. DM.

Gar nicht so unschlau- wollen wir mal hoffen, daß er eine Versicherung wie Thomas Haffa hat.
bei w:o nimt die spielcasino-werbung in unerträglicher weise zu . na, warum wohl?! aktionäre als spielsüchtige krüppel. ich werde wohl auch noch einer.

trotzdem will ich niemanden den spaß verderben. nur ein denkanstoß.

cu



@ times:

Stimmt, mich nervt diese Werbung auch schon seit Tagen.
Openshopper:
Hast Du nen Schub? Rechne doch bitte mal aus, wieviele Aktien man verkaufen müßte, um 100 Mio "jetzt" zu bekommen???
Schwer verwirrt -

Nicky
Nette Zusatzinfo zu Peter Kabel aus dem Handelsblatt:

Eine weitere Strafanzeige gegen Peter Kabel stammt von
der Stuttgarter Sozietät Binz & Partner. Sie beschuldigt
Kabel wegen des Verdachts auf Untreue. Die Anwälte begründen
dies damit, dass der Vorstandschef gegen die Vermögens-
interessen der Aktionäre verstoßen habe.

Die Kanzlei hegt den Verdacht, der Firmengründer habe
geplant, das Unternehmen schleichend in die Insolvenz
zu treiben, um sich persönlich zu bereichern
. Die Sozietät
ist für Klagen gegen Vorstände von Aktiengesellschaften
bekannt. Sie hatte das Verfahren um die 60-Millionen-Mark-
Abfindung des früheren Mannesmann-Vorstandschefs Klaus Esser
angestoßen.
Eine kleine Ergänzung dazu aus der WELT:

Jurist Gralla erklärte, der Verdacht der Verschleierung von
Tatsachen und der Vorsätzlichkeit müsse überprüft werden.
Betroffen sei der Paragraph 283 BGB. Auch will Gralla die
Verkaufsbewegungen der Aktien von Kabel New Media wenige
Tage vor dem Insolvenzantrag überprüfen lassen. Hier sei das
Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel eingeschaltet. Peter
Kabel soll eigene Aktien verkauft und damit bis zu 100 Millionen
Mark erlöst haben, sagte Gralla. Sollten sich diese
Zusammenhänge als Tatsache erweisen, müsse das
Privatvermögen von Kabel für Schadenersatzansprüche
herangezogen werden können.

Der Aktienwert der Internet-Agentur Kabel New Media
erreichte im März 2000 – fünf Monate nach der Erstnotiz - 1,7
Milliarden Mark. Heute liegt er unter zehn Millionen Mark.
Toller Käufer:

WWL: Investoren legen nach
Datum: 03.08.01
(iBusiness) Die Eigner der WWL Internet AG haben das Eigenkapital der angeschlagenen Nürnberger Agentur um 3,5 Millionen Euro aufgestockt.

Bereits im Mai hatte die Beteiligungsgesellschaft XL Venture GmbH acht Prozent des angeschlagenen börsennotierten Online-Dienstleister WWL Internet AG übernommen und sie vor der drohenden Zahlungsunfähigkeit gerettet (iBusiness berichtete). Nun haben XL Venture GmbH zusammen mit den Miteigentümern, dem K900 Investmentfonds, der Syncotech Invest B.V., und der TellSell Consulting GmbH insgesamt 2,1 Millionen WWL-Aktien gezeichnet. Diese 2,1 Millionen Aktien sind neu geschaffenes Kapital. Nach der Kapitalerhöhung beläuft sich die Gesamtzahl der Aktien auf über zehn Millionen, so Unternehmenssprecherin Monika Sommer gegenüber iBusiness. Damit erhöht sich der Anteil dieser Investoren am Unternehmen, wobei die Syncotech Invest B.V. als größter Anteilseigner nunmehr 36 Prozent der Anteile hält.

Durch diese Transaktion seien der WWL Internet AG insgesamt 4,5 Millionen Euro zugeflossen. Das Unternehmen werde die neuen Mittel nutzen, um eine "aktive Rolle bei der Konsolidierung des Marktes der Internetdienstleister" zu spielen.
So ganz koscher ist WWL offenbar auch nicht.
Siehe folgende Meldung vom 2.4.2001:

Frankfurt (vwd) - Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel (BaWe)
prüft derzeit den Handelsverlauf der Aktie der WWL Internet AG, Nürnberg,
mit einer Marktanalyse. Eine Sprecherin der Behörde begründete dies am
Montag auf Anfrage mit dem auffälligen Umsatzanstieg im Vorfeld der am 26.
März veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens über das
Jahresergebnis 2000. Das Wirtschaftsportal "manager magazin ONLINE"
hatte am Montag berichtet, das BaWe prüfe einen
Verdachtsfall auf Insiderhandel bei der WWL Internet.

Vor der Veröffentlichung der ad-hoc-Mitteilung sind nach Angaben von
manager-magazin.de im elektronischen Xetra-Handel 60.000 WWL-Aktien im Wert
von mehr als 90.000 EUR gehandelt worden. Der Durchschnittswert der letzten
30 Tage zuvor habe sich auf 55.000 EUR belaufen. WWL Internet hatte in ihrer
Ad-hoc-Mittelung am 26. März unter anderem für das abgelaufene Geschäftsjahr
einen Jahresfehlbetrag von 23,515 (Vorjahr: minus 2,891) Mio EUR und ein
EBIT von minus 27,230 (minus 5,342) Mio EUR eingeräumt.
@ Roter Teufelskerl:

Stimmt. Jetzt seh ich`s auch...

Kleiner Tip: Man achte besonders auf die hohen Umsätze vor
der WWL-Meldung.




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