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Aviron weitet Verluste aus - 500 Beiträge pro Seite



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Im Zentrum des zweiten Quartals von Aviron steht die Verzögerung bei der Zulassung von FluMist, dem Impfstoff gegen Grippe. Die ursprünglich für 2001 erwartete Zulassung ist durch Zweifel des Sachveständigen-Gremiums der Zulassungsbehörde zumindest hinausgezögert worden. Damit kann das Mittel in der anstehenden Grippe-Saison keine Umsätze generieren.

Unter diesem Gesichtspunkt ist die Meldung bedeutsam, dass Aviron mit der FDA über FluMist diskutiert. Nach Abschluss dieser Gespräche und dem Eingang der kompletten Antwort der FDA Ende August wird sich das Unternehmen zu den Aussichten für das Geschäftsjahr 2002 äußern. Die Zulassung von FluMist hätte zu einem gewaltigen Umsatzanstieg geführt. Die Prognosen der Analysten gingen bislang von über 150 Mio. Dollar aus. Das Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, 2002 die Profitabilität zu erreichen.

Die Zahlen für das zweite Quartal sind angesichts des Wirbels um FluMist etwas in den Hintergrund gerückt. Der Verlust ist gegenüber dem Vorjahr auf 30,6 Mio. Dollar bzw. ein Dollar je Aktie angestiegen. Das liegt auf der Linie der Analystenerwartungen. Im zweiten Quartal 2000 hatte das Unternehmen einen Verlust von 18,1 Mio. Dollar ausgewiesen. Der Umsatz ist um 1,6 Mio. Dollar auf 4,7 Mio. Dollar geklettert. Der Löwenanteil davon geht auf Zahlungen von Kooperationspartner American Home Products zurück.

Die Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung, sowie die Kosten für die Vorbereitung des Markteintrittes von FluMist haben die Ausgaben in die Höhe schnellen lassen und das Minus zu verantworten. Da Aviron neben FluMist noch fünf weitere klinische Projekte betreibt, ist mit weiterhin hohen Ausgaben in diesem Bereich zu rechnen. Dabei kann sich das Unternehmen auf 493,7 Mio. Dollar Liquidität stützen, was ein ansehnliches Polster darstellt.

Ein Teil der Analysten hat mittlerweile die Gewinnschätzungen für die kommenden Jahre nach unten revidiert. Die Konsens-Schätzungen beliefen sich bislang auf einen Gewinn von 59 Cent je Aktie für 2002. Aktuell liegt der Durchschnitt bei 7 Cent je Aktie, wobei die Optimisten von 93 Cent und die Pessimisten von einen Verlust von 1,74 Dollar je Aktie ausgehen. Damit sind diese Prognosen mit großer Vorsicht zu genießen, bis sämtliche Analysten ihre Schätzungen der neuen Lage angepasst haben.

Autor: Alexander Apel (© wallstreet:online AG),13:28 03.08.2001



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