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Nasdaq übertrumpft den kurzfristigen Abwärtstrend - 500 Beiträge pro Seite



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Der weiterhin in einem Seitwärtsmarkt verlaufende Nasdaq übersprang am Donnerstag ihren kurzfristigen Abwärtstrend. Ob dieser Ausbruchsversuch jedoch von Erfolg gekrönt wird, darf angezweifelt werden. Denn gestern formte sich im Kursverlauf ein Hanging Man.

Bekannt aus der japanischen Kerzenchartanalyse, gilt der Hanging Man als Warnsignal für einen möglichen Umkehrpunkt. Der Hanging Man bildet sich durch einen kleinen oberen Kerzenkörper mit einem geringen oberen Schatten und einem langen unteren Schatten. Nach einem Hanging Man sollte jedoch die nächste Kerze abgewartet werden. Folgt eine schwarze Kerze mit einer tieferliegenden Eröffnung und einem Schluß unter dem Kerzenkörper des Hanging Man, ist die Trendwende bekräftigt. Im aktuellen Szenario muss man demnach zu Vorsicht raten, dem Kaufsignal durch den Bruch des Abwärtstrends zu folgen, wenn im heutigen Handel eine schwarze tieferliegende Kerze gebildet wird.



Der Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends (gelb), der sich momentan bei 2.060 Zählern bewegt, generiert eigentlich ein klares Kaufsignal. Wenn da eben nicht der Hanging Man eine Trendwende implizieren würde. Es könnte sich demnach wieder eine in den letzten Wochen so oft gesehene Rebreak-Reaktion zeigen.

Die Rebreak-Szenarien an der 2.000er Marke veranlassen nun auch dazu, die Widerstandszone zu erweitern und an die Grenzen der False-Break-Bewegungen (bei 1.930) zu legen. Bedeutend ist, dass sich der Index nach wie vor in einer Seitwärtsphase befindet.



Die Indikatoren stehen vermehrt auf der Seite eines Aufwärtsmarktes. Der Trendbestimmungsindikator Aroon signalisiert einen Seitwärtsmarkt. „Kaufen“ lautet der Rat des Trendfolgers MACD. Ebenso sendet der augenblicklich wichtigere ProjectionOscillator ein Kaufsignal. Für einen mustergültigen Ausbruchsversuch sind die Umsätze von Donnerstag zu schwach. Damit das Kaufsignal an Gültigkeit gewinnt, sollte das Volumen ebenso anziehen.

Als Widerstands- oder Unterstützungsbecken dient die Zone zwischen 2.080 und 2.100 Punkten. Ferner warten bei 2.200 und bei 2.250 Zählern Widerstandsmarken. Unterstützung bietet die 2.000 gefolgt von der 1.930er- und der 1.800er-Marke.

Fazit: Das Hin und Her des Marktes erfordert auch ein Hin und Her bei den Anlageentscheidungen. In einem trendlosen Markt können eben nur kurzfristige Bewegungen genutzt werden. Momentan sollte man auf Grund des Bruchs des kurzfristigen Abwärtstrends die Käuferseite favorisieren. Aufmerksam gilt es jedoch zu beobachten, ob der Hanging Man bestätigt wird.

Autor: Stefan Ochsenkühn (© wallstreet:online AG),13:58 03.08.2001



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