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Börsenexperete erwartet Crash an Wall Street
Frankfurt-Nach Ansicht des globalen Chefstrategen bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, Albert Edwards, wird es in der kommenden Woche zu einem Börsencrash an der New Yorker Wallstreet kommen. Edwards sagte der Tageszeitung ,,Die Welt“, am 7.August werde es einen Einbruch von über 20% geben. Als Auslöser für den Einbruch sieht der Experte laut ,,Welt“ die neuen US-Konjunkturdaten. So würden am nächsten Dienstag die Produktivitätszahlen für das zweite Quartal veröffentlicht. Eine neue Berechnungsmethode werde zu dem Resultat führen, dass es doch nicht so weit her sei mit dem amerikanischen Produktivitätswunder. Das Potenzialwachstum, in dem dem die Wirtschaft zulegen kann, ohne Inflation zu Produzieren, werde nicht wie bisher angenommen bei 3,5 %, sondern bei nur 2,5% liegen, zitiert ,,Die Welt“ Edwards.
(Quelle: KölnerStadtAnzeiger v. 3.8.01)
Ja ja, Herr Kleinwort hat gesprochen -hau
rash? der ist ohne Voranmeldung!
So so am 07.08.2001 wird die Wallstreet laut Ansicht des Chefstrategen bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, Albert Edwards, um 20% crashen. Als Chefstratege müsste er doch auch die genaue Uhrzeit des Chrashtermins kennen.

Ich empfehle folgende Strategie:

Am 06.08.2001 alle Werte verkaufen und am 07.08.2001 20% günstiger wieder einkaufen. Die Problematik ist nur, falls alle diese Strategie beherzigen, daß es schon am 06.08.2001 zu dem besagten Crash kommt. Also werde ich schon am 05.06.2001 alles verkaufen; aber pssssssst keinem weitersagen.


So eine Scheiße habe ich selten von einem Chefstrategen gehört!!!!!!!!!!
anstatt rumzumaulen solltet ihr euch mal ne meinung bilden,
warum der so was erzählt... bestimmt nicht ohne grund.

ich kann mir auch keinen reim drauf machen, aber am dienstag
wissen wir mehr...:eek:
Vieleicht eine Intrige von jemand der seinen job will.
Oder er hat die Schnauze voll und ist zum Renegaten
geworden.
@thehunter

was heißt hier rummaulen? Wer als Chefstratege einen Crash von 20% auf Termin voraussieht, hat wohl keinerlei Symphatien verdient oder heißt der Mann etwa Nostradamus?

Und was die Meinungsbildung betrifft, da hast Du dir schon selbst eine Antwort gegeben.

Meine Meinung ist, da die Börse die meisten Ereignisse vorwegnimmt, werden wir diesen Crash nicht erleben. Der Chefstratege hat wohl 95% Rentenpapiere und will noch billiger in Aktien umschichten.
Nö, glaube der will sich eher interessant machen.

Kommt der Crash nicht: Macht ja nix, hat eh keiner geglaubt ;)

Kommt er doch: Ein neuer Guru ist geboren ;)

Überhaupt: Vom Crash bis auf 2000 Punkte bis hin zu Propheten neuer Höchststände von 20.000 Punkten wird ohnehin alles vertreten, insofern eher gähn. :yawn:
@f50:

was mich nur stutzig gemacht hat war, dass er das öffentlich
bekannt gegeben hat... so was macht keiner ohne grund.

@kid:

ich glaube nicht, dass man es nötig hat, sich wichtig zu machen,
wenn man chefstratege bei wasserstein perella ist...
dann ist man nämlich schon wichtig!

aber das dementi ist ja schon da... jeder der bescheid wissen
sollte, weiß jetzt bescheid, jetzt kann man die aussage
ja wieder widerrufen... man will ja nicht schuld an einem
crash sein...
03.08.2001



D R E S D N E R B A N K

Knatsch um Crash-Vorhersage


Helle Aufregung um eine angebliche Absturz-Prognose. Hat Albert Edwards, globaler Chefstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, wirklich vor einem nahen Crash an der Wall Street gewarnt? mm.de hat nachgefragt.

Hamburg - Ein Zeitungsartikel sorgt für Wirbel an der Börse. Am Freitag morgen hatte "Die Welt" berichtet, der globale Chefstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein, Albert Edwards, habe für die kommende Woche einen Crash an der Wall Street prophezeit. Die Meldung sorgte für erhebliche Unruhe. Nachdem die Prognose den ganzen Tag über heftig diskutiert worden war, sah sich die Bank am Abend zu einer Stellungnahme veranlasst. Tenor: Edwards sei falsch zitiert worden.



"Am Dienstag Crash an der Wall Street"
Eine neue Berechnungsmethode für die Wirtschaftsleistung soll an den US-Märkten zu einem massiven Kurseinbruch führen. ...mehr




Wörtlich heißt es in der Mitteilung des Investmenthauses: "Unsere Bank sagt ihren Kunden nicht, dass wir einen Crash von 20 Prozent in der nächsten Woche vorhersagen. Wir haben keinen 20-prozentigen Einbruch an den Märkten vorher gesagt. Es gab kein Statement von uns, dass wir einen Crash prognostizieren." Insofern sei die Aussage des Artikels falsch.

Diesen Vorwurf allerdings weist der Verfasser des inkriminierten Berichts entschieden zurück. "Welt"-Redakteur Holger Zschäpitz gegenüber manager-magazin.de: "Dieses Dementi geht völlig an der Sache vorbei. Wir haben nie behauptet, die Bank hätte ihren Kunden gesagt, dass sie einen `Crash von 20 Prozent` vorhersagt. Daher erübrigt sich diese Richtigstellung. Ich habe lediglich die Äusserungen Albert Edwards` wiedergegeben, und diese Zitate sind absolut korrekt."

Neue Berechnung des Wachstums

Nach Darstellung des Journalisten stützt sich sein Artikel im wesentlichen auf ein Begleitschreiben, das Edwards einer Studie beigefügt hatte. Sie befasst sich mit den am 7. August zur Veröffentlichung anstehenden US-Produktivitätskennziffern ex agrar.

Eine neue Berechnungsmethode, so die Kernaussage des Textes, werde zu dem erschreckenden Resultat führen, dass es nicht weit her ist mit dem amerikanischen Produktivitätswunder. Das Potenzialwachstum, in dem die Wirtschaft zulegen könne, ohne eine Inflation zu produzieren, werde nicht wie bisher angenommen bei 3,5 Prozent liegen, sagte Edwards. "Es dürfte nur 2,5 Prozent ausmachen."

"Das Risiko eines Wertpapiercrashs ist hoch"

Die zu erwartende Revision kommentierte Edwards mit den Worten: "Das `Neue Paradigma` der USA wird an diesem Tag offiziell wegrevidiert. Das Risiko eines Wertpapiercrashs ist hoch."

Zschäpitz dazu: "Das Entscheidende war das interne Begleitschreiben, das der Studie beilag. In diesem Brief, der unserer Redaktion schwarz auf weiss vorliegt, bringt Edwards klar zum Ausdruck, dass seiner Meinung nach ein Crash zu erwarten ist." Dafür spräche die Schlussfloskel, mit der das Schreiben endete. Edwards, so Zschäpitz` Darstellung, verabschiedete sich nach seiner düsteren Vorhersage mit den Worten: "Good Night".

War der bisherige Einbruch erst der Aperitif?

Das Dementi der Unternehmensführung von Dresdner Kleinwort Wasser ist aber auch aus einem anderen Grund mit Vorsicht zu genießen. Albert Edwards ist für seine kritische Einschätzung bekannt. Ende Februar warnte er bereits in einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor weiteren Einbrüchen an den internationalen Aktienmärkten.

Die Zeitung zitiert den Analysten mit den Worten, der Kurseinbruch des Nasdaq-100-Index um 55 Prozent seit Anfang 2000 sei "nur der Aperitif" gewesen. Die Aktien seien weiterhin zu teuer, und der lange Konjunkturboom in den USA habe die Einsicht für die Realität viel zu spät aufkommen lassen. Sein Fazit: Die zweite Phase der Kurseinbußen habe gerade erst begonnen.

Eigenwilliger Humor ist Edwards` Markenzeichen

Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass es sich bei der Angelegenheit um ein Missverständnis ganz besonderer Art handelt. Albert Edwards ist für seinen eigenwilligen Humor bekannt. 1996 taufte er in einer Länderstudie die Wirtschaftspolitik des malaysischen Ministerpräsidenten in "Noddy-nomics" um - eine Analogie auf die "Reaganomics" der 80er Jahre und eine Anspielung auf eine britische Cartoon-Figur, die damals vor allem bei Kleinkindern sehr beliebt war.

Dieser Scherz kam bei den Betroffenen gar nicht gut an. Malaysia war außerordentlich ungehalten und drohte hinter den Kulissen mit Konsequenzen. Die Investmentbank musste schließlich sämtliche Kopien der Studie aus dem Verkehr ziehen und vernichten.

Clemens von Frentz
Dresdner-Chefstratege steht mit Crash-Prognose allein da

Experten erwarten am Dienstag kein Börsendebakel - Negative Zahlen schon in den Kursen enthalten

Von Holger Zschäpitz

Frankfurt/Main - Der Chefstratege Albert Edwards hat mit seiner Crashprognose, die die WELT exklusiv veröffentlichte, einen großen Stein in den Finanzteich geworfen. Hohe Wellen schlug die Vorhersage, dass es in der kommenden Woche zu einem Einbruch an der Wall Street von über 20 Prozent kommen wird. Doch an den Märkten war von den Wellen nur noch wenig zu spüren. Der Dax erholte sich von anfänglichen Verlusten wieder. "Alle reden über die Crashprognose, aber keiner nimmt das wirklich ernst", begründete ein Händler. "Einen Börsenkrach kann man gar nicht exakt vorhersagen. Zudem kann es einen Crash, über den alle reden, nicht geben."
Als Auslöser für den erwarteten Börsenkrach hatte Edwards neue US-Konjunkturzahlen, die in der kommenden Woche nach einer neuen Berechnungsmethode veröffentlicht werden sollen, ausgemacht. Die neu berechneten Produktivitätszahlen würden das US-Wirtschaftswunder der letzten Jahre als Schwindel enttarnen und eine komplette Neueinschätzung der Ökonomie erforderlich machen. "Die Diskussion um die Berechnung der Produktivitätszahlen ist nicht neu", sagte Gertrud Traud von der Bankgesellschaft Berlin. "Hier wird kalter Kaffee aufgebrüht."

Tatsächlich gibt es seit Jahren auch hier zu Lande eine Diskussion um die exakte Messmethode. In den USA wird zur Ermittlung der Produktivitätszuwächse der Rückgang der PC-Preise mit eingerechnet, in Deutschland nicht. Nach Angaben der Bundesbank macht dies in Deutschland ein geringeres Produktivitätsniveau von 0,5 Prozentpunkten aus. Im High-Tech-Land USA dürfte sich die Neuberechnung noch stärker in der Statistik niederschlagen.

Doch die meisten Experten können sich nicht vorstellen, dass dies einen Börsenkrach hervorruft. Dagegen spreche auch, dass sich Alan Greenspan zuletzt optimistisch zur Produktivität geäußert hatte. "Der US-Notenbankpräsident müsste eigentlich die revidierten Zahlen schon kennen", so Traud. Auch Henrich Maaß von der WestLB erwartet keinen Börsencrash von der Veröffentlichung der Produktivitätsdaten - nicht einmal eine besonders große Überraschung: "Wenn man weiß wie sich das US-Bruttoinlandsprodukt entwickelt hat, kann man Rückschlüsse auf die Produktivität ziehen", sagte Maaß. Das enttäuschende US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal sei die eigentliche Überraschung gewesen. Rückschlüsse über die Produktivität seien von den Aktienmärkten zu einem großen Teil schon berücksichtigt worden.

Viele sehen in der Crashprognose von Edwards den Versuch, sich in die Öffentlichkeit zu bringen und Geschäft an Land zu ziehen. Denn Analysten verdienen daran, wenn Marktteilnehmer auf eine Empfehlung ihre Aktien verkaufen. Auch die Deutlichkeit seiner Worte spreche dafür. "Für mich klingt Edwards wie ein Prophet, der sagt, dass am Tag X die Welt untergeht und vorher noch schnell eine Bibel verkaufen will", sagt Traud.

Andere Strategen wollen einen politischen Hintergrund nicht ausschließen. Vor dem Hintergrund der Eingliederung der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) in den Allianz-Allfinanzkonzern könnten die Investmentbanker gezielt versuchen, ihre Bitterkeit über die nicht erfolgte Ausgliederung von DKW mit öffentlichkeitswirksamen Studien zu demonstrieren.


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