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Der Arbeitsmarkt der USA bietet einen Hoffnungsschimmer - 500 Beiträge pro Seite



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Die Arbeitslosigkeit in den USA hat im Juli nicht weiter zugenommen. 4,5 Prozent der Amis haben keinen Job, 4,7 Prozent Arbeitslose haben Volkswirte erwartet. Auf den ersten Blick nichts Besonderes, doch schaut man genauer hin, sind die Zahlen eine kleine Sensation.

Die Arbeitslosenquote ist seit Ende des vergangenen Jahres, als sie bei 3,9 Prozent lag, kontinuierlich nach oben geklettert. Und das konnte niemanden wundern: Nicht nur High-Tech-Unternehmen haben Massenentlassungen vorgenommen. Auch die Old Economy blieb nicht verschont. Dazu kommt, dass vom Verbrauchervertrauen über die Auftragslage der Industrie bis zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal alles auf eine weitere wirtschaftliche Abschwächung hindeutet. Da machen die Arbeitsmarktdaten Hoffnung.

Was ist passiert? Die USA zeigen erneut, dass sie in der Lage sind, relativ schnell neue Stellen zu schaffen. Weniger Bürokratie und niedrigere Löhnen machen das möglich. Vor allem im schlecht bezahlten Dienstleistungssektor sind so noch Reserven drin. Nur dort wurden im Juli mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet.

Dennoch bleibt Skepsis angebracht. Die Zahl der Arbeitsplätze ist zwar höher ausgefallen als prognostiziert, doch sie ist de facto weiter gesunken. Die Massenentlassungen bei Motorola, Lucent oder DaimlerChrysler werden nicht voll aufgewogen. Und was bedenklicher ist: Entlassen werden auch gut bezahlte Spezialisten, eingestellt werden zum Großteil schlecht bezahlte Arbeiter. Die Kaufkraft insgesamt sinkt dadurch. Das könnte sich mit etwas Verzögerung auf den Konsum übertragen.

Doch damit soll das positive Signal aus dem Arbeitsministerium nicht schlecht geredet werden. „Der Arbeitsmarkt wird zur Achillesferse der USA“, war vor ein paar Monaten an dieser Stelle zu lesen. Die Zahlen von heute lassen hoffen, dass sie nicht reißt.

Autor: Thorsten Sauter (© wallstreet:online AG),18:50 03.08.2001



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