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Infomatec: WestLB im Kreuzfeuer - 500 Beiträge pro Seite



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I N F O M A T E C

Hilfestellung von der Bank

Die konsortialführende WestLB soll den Aktienkurs der Skandalfirma aktiv
unterstützt haben.

München - Die WestLB Westdeutsche Landesbank Girozentrale hat das
am Neuen Markt notierte Software-Unternehmen Infomatec nach dessen
Börsengang im Sommer 1998 angeblich über die sonst üblichen
Hilfestellungen hinaus unterstützt.

Wie die Zeitung "Euro am Sonntag" in ihrer Ausgabe vom 5. August
berichtet, liegt ihr eine schriftliche Vereinbarung vor, derzufolge die
WestLB sich verpflichtet hat, die Papiere des zwischenzeitlich insolventen
Unternehmens insbesondere in den ersten Monaten nach dessen
Börsengang in ihren Publikationen zur aktiven Kursunterstützung zu
berücksichtigen.

"Selbstverständlich", so heiße es in der Vereinbarung, würden die
hauseigenen Analysten der WestLB auf die Veröffentlichung von
Unternehmensmeldungen "mit entsprechenden Kommentaren und
Empfehlungen" reagieren.

Das geschah dann auch. Einige Beispiele:

Ende Oktober 1998: Die Bank bestätigt ihre bis dahin schon mehrfach
geäußerte Kaufempfehlung für Infomatec und begründet dies mit dem
technologischen Vorsprung des Unternehmens in den Bereichen
E-Commerce-Software und E-Service-Software für alle
Wirtschaftsbereiche.

Anfang Februar 1999: Die Analysten der WestLB zeigen sich weiterhin
sehr optimistisch für das Augsburger Unternehmen. Seit dem Börsengang
habe sich der Aktienkurs zwar bereits vervierfacht, dennoch sei für die
kommenden Monate "eine überdurchschnittliche Kursentwicklung" zu
erwarten.

Anfang Februar 1999: Die Bank legt noch einmal nach. Ihr Kaufargument
für die Aktie: Das Unternehmen sei in der Vergangenheit vor allem durch
Übernahmen gewachsen. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen werde
nun eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Durch das starke Wachstum in den
Bereichen Internet-Netzwerke und Surfstations-Software könnte sich
Infomatec in den kommenden Jahren zu einem der größten IT-Dienstleister
in Deutschland entwickeln.

Für alle Skeptiker hat die Bank noch ein besonders griffiges Argument
parat: Ihre beeindruckende Gewinn-Prognose für Infomatec. Das
Softwarehaus, so die Aussage, werde nach einem Ergebnis von 9
Pfennigen je Aktie in 1997 und geschätzten 30 Pfennigen je Anteilschein im
Jahr 1998 im laufende Geschäftsjahr voraussichtlich einen Gewinn je Aktie
von 1,72 DM erzielen.

Anfang Mai 1999: Wieder meldet sich die WestLB zu Wort. Wieder teilt
sie mit, dass sie eine überdurchschnittliche Kursentwicklung bei Infomatec
erwartet. Das Argument diesmal: Die angekündigte 19,9 prozentige
Beteiligung an der amerikanischen Firma Boca Research. Die Akquisition
stelle einen wichtigen Schritt in der Globalisierungsstrategie von Infomatec
dar. Außerdem sei Anteilspaket mit einem Kaufpreis von acht Millionen
US-Dollar noch vergleichsweise günstig gewesen. Die Einstufung für die
Aktie: unverändert "Outperformer". Es folgten zahlreiche weitere
Empfehlungen, die ähnlich positiv ausfielen.

Ein Sprecher der WestLB sagte zu dem Sachverhalt auf Anfrage, sein
Institut habe alle rechtlichen Vorschriften beachtet. Allerdings sei eine
konsortialführende Bank beim Börsengang eines Unternehmens auch
verpflichtet, einen Markt für das Unternehmen zu schaffen.

Am kommenden Montag beginnt in Augsburg ein weiterer Prozess gegen
Infomatec, in dessen Verlauf die beiden Geschäftsführer Gerhard Harlos
und Alexander Häferle vernommen werden sollen.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,148452,00.…

.
@ Alexandria

Du alte(r) Basher

Du Held! Wir sind stolz auf Dich!
Tja, das war`s dann wohl.
Tschüss, Infomatec AG, Friede Deiner Asche.
Hat Spass gemacht mit Dir.
Vor allem die unglaublichen Pushereien mit Förtsch in der 3sat-Börse.
Wird mir ewig unvergesslich bleiben.
Und die Kanaillen von der WestLB bepissen sich vor Lachen...


Augsburg (vwd) - Die insolvente Infomatec Integrated
Information Systems AG, Augsburg, beendet nach Auskunft des
Insolvenzverwalters ihre Geschäftstätigkeit am 31. August 2001.
Wie Rechtsanwalt Christian Plail von der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schneider, Kloss & Partner am
Freitag zu vwd sagte, wird die für diesen Tag angesetzte
Hauptversammlung nicht stattfinden. Zudem werde auch die
Bekanntgabe der Zweitquartalszahlen entfallen. +++ Andreas
Plecko

vwd/24.8.2001/apo/sa

24. August 2001, 14:13


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