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Nasdaq100: Zwischentief bei knapp unter 1.600 Punkten - 500 Beiträge pro Seite



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Tagesausblick Nasdaq100-Index (NDX) für Donnerstag, 09. August


Kurzfristiger 14-Minuten-Chart mit Wellenabzählung:

Kurzfristiger Daily-Chart NDX:


In der ersten Handelshälfte konnte der Index am wichtigen Support bei 1.680 Punkten noch stoppen. Leider war die Aufwärtsbewegung bedeutend kürzer und schwächer als vermutet. Somit gelang es auch nicht, diese Chartmarke zu verteidigen. Mit dem Break wurde ein kurzfristiges Verkaufssignal generiert, wobei das insbesondere auch wichtige Implikationen auf Tagesbasis hat.

Wie bereits mehrfach an diese Stelle erwähnt, würde ein Break dieser Marke das bisherige Szenario sofort zu Fall bringen. Dieses sah nämlich so aus, dass nach dem Aufwärtsimpuls die Gegenbewegung seit Donnerstag vergangener Woche nur eine Konsolidierung im Rahmen einer Wave 2` darstellt. Da aber der NDX in der gestrigen Sitzung sowohl das 61.8%-Fibonacci-Retracement gebrochen hat, als auch wieder in den Abwärtstrend zurückgekehrt ist, wurde dieses sofort hinfällig.

Übergeordnet war damit klar, dass die Korrektur seit dem Mai-Hoch immer noch andauert. Bekanntermaßen ist ausgehend vom Top bei über 2.000 kein negatives Impulsmuster zu erkennen. Folglich handelt es sich dabei um den Bestandteil einer komplexen Korrektur. Fast alle Einzelbewegungen innerhalb dieser Korrektur weisen selbst nur drei Subwaves auf. Mit dem Tief im Juli endete bekanntermaßen eine Welle c. Da es sich dabei nicht um den Endpunkt der Korrektur handelt, kommt somit auf Grund des Dreieck-Musters auch nur ein Triangle in Frage.

Demnach endete mit dem letztwöchigen Hoch erst die Welle d dieses Triangles. Da der Aufwärtsimpuls des Moves von 1.581 bis auf 1.767 Zähler trotz der gestrigen Entwicklung nicht zu verleugnen ist, kann es sich somit nur um eine Wave c` einer Flat-Korrektur handeln.

Insgesamt klingt diese Wellenaufschlüsselung wahrscheinlich ziemlich schwierig und komplex - ist sie auch. Aber: Das Ergebnis lautet, dass der NDX momentan eine Welle e ausbildet. Diese sollte innerhalb der Dreiecksbegrenzungen einen Tiefpunkt markieren. Wie Sie aus dem obigen Tageschart erkennen können, befindet sich die untere Begrenzung (in Abhängigkeit des Zeitpunktes, wann diese erreicht wird) bei rund 1.540-1.550 Punkten.

Diese Chartmarke dient somit als Maximalziel für die aktuelle Tieferbewertung. Typischerweise ist aber eine Welle e i.d.R. kürzer, als die vorhergehende Wave d. Oft wird ein Wellenlängenverhältnis von 61.8% oder 76.4% erreicht, sodass dort auch die Idealkursziele liegen.

Bestätigt wird die Welleneinordnung als Triangle von den kurzfristigen Kursmuster. Wie bereits zuletzt erwähnt, ist der Downmove bis zum Dienstags-Tief eindeutig nur korrektiv. Folglich ist eine impulsive Wellenbewegung sehr unwahrscheinlich, sodass es sich nur um einen dreiwelligen Downmove handeln kann (daher auch die ursprünglich positive Erwartung).

Wie bereits erwähnt, sollte mit dem gestrigen Anstieg eine kleine Welle b` beendet werden. Bekanntermaßen wurde das anvisierte Kursziel leider nicht erreicht. Trotzdem ist eine Abzählung des Move 1.684-1.711 als Wave b` möglich und sinnvoll. Der Downmove in der gestrigen zweiten Handelshälfte ist eindeutig impulsiv.

Das bedeutet, dass sobald fünf Subwaves vorliegen, der NDX theoretisch wieder nach oben blicken kann. Denn dann ist auch das Gesamtmuster vollständig.

Sehr kurzfristig sollte der Index heute in der ersten Handelshälfte zunächst wieder schwächer notieren. Ein Rückgang bis auf 1.602 Punkte wäre nicht überraschend. Abhängig von dem Tiefpunkt dieses Downmoves ergibt sich dann auch die Erwartung der weiteren Entwicklung am heutigen Tag. Würde der NDX bei 1.605 und knapp darüber bereits wieder nach oben abdrehen, so besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei noch nicht um das endgültige Tief handelt. Zwar würde eine mehrstündige Gegenbewegung bis 1.640 folgen, der kurzfristige Abwärtstrend aber intakt bleiben.

Gelingt dem entgegen aber eine Trendwende bei 1.593 (als 138%-Extension der Wave a`) oder bei 1.576 (als 162%-Extension der Wave a`), so kann davon ausgegangen werden, dass der NDX in der Tat bis Wochenschluss wieder deutlich ansteigt.

Übergeordnet liegt der entscheidende Widerstand allerdings bei rund 1.680 Punkten. Dort verläuft (in Abhängigkeit vom Zeitpunkt) dann auch die wichtige Baissetrendlinie, die es wieder zu überwinden gilt. Erst wenn das gelingt, würde das aktuelle Verkaufssignal neutralisiert und ein deutliches Kaufsignal dem entgegen stehen.

Markttechnik: Sehr kurzfristig ist die Markttechnik eindeutig überverkauft. Dies spricht für eine deutliche Erholung (30-40 Punkte?) spätestens in der zweiten Handelhälfte.

Fazit: Nach einem neuen Tief bei knapp unter 1.600 Punkten sollte der NDX zunächst einmal eine Gegenbewegung auf den jüngsten Downmove ausbilden. Insbesondere die Höhe dieses Lows gibt Aufschluss darüber, ob der Abwärtstrend bestehen bleibt oder nicht. Erwarteter Tagestrend: volatile Seitwärtsbewegung

 

 



Autor: Mathias Onischka (© wallstreet:online AG),10:38 09.08.2001



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