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Hornblower Fischer BioStocks Daily 09.08.2001 - 500 Beiträge pro Seite


ISIN: US2939041081 | WKN: 873997
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Neuigkeiten zur Enzon Pharmaceuticals Aktie


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Erneut ließen schlechte Wirtschaftsnachrichten die Kurse nach unten rauschen! Sowohl der bereits am Montag nachbörslich nicht näher konkretisierte und wage Ausblick Cisco Systems (CSCO, WKN 878841) als auch ein Einblick in das „Beige Book“ der FED, worin alle wichtigen Konjunkturdaten der letzten zwei Monate aufgelistet sind, sorgten bei den Anlegern für starke Verunsicherung und lösten am Mittwoch eine Verkaufswelle aus. V.a. die Aussage der FED, dass man sich im produzierende Sektor bereits mitten in einer Rezession befinde und diese sich auch möglicherweise auf andere Wirtschaftsbereiche ausdehnen könnte, verunsicherte die Investoren stark. Zum anderen gab es aber auch Positives aus dem Beige Book zu berichten. So fielen z.B. die Lagerbestände des U.S.-Großhandels im Juni um 0,2%, wohingegen die Lagerbe-stände einen Monat zuvor noch um 0,3% angestiegen waren. Damit konnten auch die Erwartungen der Marktbeobachter deutlich geschlagen werden, die eher mit einem Anstieg gerechnet hatten. Die Zahlen verdeutlichen, dass im Monat Juni die U.S.-Industrie vermehrt neue Aufträge erhalten hatte und dadurch vermehrt aus den Lagerbeständen verkauft wurde. Trotzdem überwogen am Mittwoch die Ängste vor einer Rezession und die Indizes verloren deutlich an Boden. So musste der Nasdaq zum Ende der Sitzung 61,43 Punkte auf 1966,36 Zähler abgeben, schloss aber auf der charttechnisch wichtigen Unterstützung. Ebenso schlimm erwischte es den Amex Biotechnology Index, der um 16,52 Punkte (-3,22%) auf 497,14 Punkte fiel und sich immer mehr der wichtigen Unterstützung bei 480 Punkten nähert, wobei aber die 500er Marke noch Widerstand liefert.

Hiobsbotschaft für die Aktionäre der Bayer AG (WKN 575200). Der Pharma- und Chemieriese zog aufgrund eines Berichts der FDA sein Cho-lesterinsenker Baycol/Lipobay vom Markt zurück und warnte als Folge zudem vor dem Ergebnis für das Gesamtjahr 2001. In dem Bericht der FDA wurde Lipobay in Kombination mit dem Wirkstoff Gemfibrozil mit 31 Todesfällen in den USA in Verbindung gebracht; außerdem traten vermehrt vorher nicht bekannte Nebenwirkungen auf. Die Rücknahme des Mittels wird, wie der Finanzvorstand Werner Wenning bekannt gab, starke Einflüsse auf das Finanzergebnis für das Jahr 2001 haben, da Lipobay mit einem jährlichen Umsatz von 650 Mio. EUR zum umsatzstärks-ten Medikament des Konzerns zählt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen nicht in der Lage, das bereits Ende Juni nach untern korrigierten Ertragsziel von 3 Mrd. Euro einzuhalten. Im Anschluss an diese Meldung hagelte es von Seiten einiger Analystenhäuser negative Kommentare und eine Reihe von Abstufungen. Die Aktie fiel im Laufe des Tages auf ein neues 52 Wochentief und schloss den Handel am Mittwoch mit einem Minus von 17,20% bei 37,55 EUR.

Schlechter Quartalsbericht von Onyx Pharmaceuticals (ONXX, WKN 900778). Demzufolge schrieb das Unternehmen mit einem Minus von 0,32 USD pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr (Plus 0,10 USD pro Aktie) erneut rote Zahlen. Die Umsätze brachen im selben Zeitraum von 9,0 Mio. USD auf 5,3 Mio. ein, was das Biotechnologieunternehmen v.a. auf eine im Jahr 2000 erfolgte einmalige Meilensteinzahlung in Höhe von 3,7 Mio. USD von Warner Lambert, einer Tochter von Pfizer (PFE, WKN 852009), zurückführte. Zudem verkündete Onyx, dass es von Warner-Lambert alle Rechte für die Entwicklung und Vermarktung des Mittels ONYX-015 zur Tumorbehandlung durch direkte Injektion zurückerhalten hat, was auf den ersten Blick positiv klingt, sich bei zweiten Hinsehen aber als Kostenfalle und natürlich nicht technologievalidierend für Onyx herausstellt. Onyx stürzte in der Sitzung am Mittwoch um mehr als 20% auf 6,98 USD ab.

Aktie im Blickpunkt: Enzon (ENZN, WKN 873997)
Der Kooperationspartner Schering-Plough (SGP, WKN 850469) gab gestern bekannt, dass man von der FDA die Zulassung für eine kombinierte Therapie aus PEG-INTRON und Rebetol, die auch Ribavirin genannt wird, zur Behandlung von Hepatitis C bekommen hat. Diese Art der Medi-kamentenkombination stellt zur Zeit für ca. 4 Mio. U.S.-Bürger die effektivste Art der Therapie gegen Hepatitis C dar . Nutznießer dieser Zulas-sung ist auch Enzon, da es erst durch deren PEG-Technologie ermöglicht wurde, aus Schering-Ploughs Intron A PEG-INTRON herzustellen, das länger im Körper wirkt und somit erheblich patientenfreundlicher ist. Durch die Zulassung hat Schering-Plough nun einen Vorsprung von ca. 1 Jahr gegenüber dem Schweizer Konkurrenten Roche (RO VX, WKN 851311), der mit Pegasys ebenfalls ein PEG-modifiziertes Interferon gegen Hepatitis C in der Produktpipeline hat und erst vor wenigen Tagen die erste Zulassung des Medikamentes in der Schweiz bekommen hatte. Die Aktien von Enzon konnten in einem schlechte Marktumfeld deutlich um 8,07% auf 64,96 USD zulegen. Auf Grund dieser zwar erwarteten, aber dennoch äußerst positiven Nachricht bestätigen wir unser „Kaufen“-Rating für Enzon (Stopp-Loss: 50 USD).

Nähere Angaben zu den besprochenen Werten, sowie weitere Brancheninformationen finden Sie in dem monatlich erscheinden Biotechnologie-Börsenbrief Hornblower BioStrategy, Probeexemplar anfordern unter: www.hornblower.de/biostrategy/index.phtml

Hornblower Fischer AG
Börsenstraße 2-4
60313 Frankfurt
www.hornblower.de

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Autor: Hornblower Fischer (© wallstreet:online AG),10:57 09.08.2001



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