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Ausblick: Die Woche am Gesamtmarkt

Je länger der Abschwung an den Aktienmärkten dauert, desto eher werden kleine Aufschwünge von Investoren dankbar als Anzeichen für eine offenbar echte Wende aufgefasst - ein Anstieg des Dax wie am Freitag oder die bessere Stimmung, die der Ifo-Geschäftsklimaindex andeutete. Doch bisher zeigen sich nur wenige Signale für eine Trendwende.
Im Gegenteil: Zumindest drei Risiken lasten unverändert auf der Zukunft der Märkte. Da ist zum einen die Verflechtung der Weltwirtschaft. Sie hat weltweit für Aufschwung gesorgt, als es der US-Wirtschaft gut ging. Jetzt wirkt der Zusammenhang ebenfalls - nur negativ: Die Amerikaner importieren weniger aus Asien; die wiederum drosseln ihren Import auch aus Europa. Im Hintergrund lauert zudem noch immer das Pulverfass Argentinien. Die Gefahr, dass das Land seine Schulden nicht mehr bezahlen kann, besteht weiter.

Warten auf Wirkungen
Zweitens scheinen die sieben Zinssenkungen in den USA, auf die Investoren soviel Hoffnung gesetzt hatten, noch nicht zu wirken. Zwar dauert es immer mindestens ein halbes Jahr, bis sie tatsächlich die Konjunktur ankurbeln. Aber weil auf den Unternehmen enorme Schulden lasten und sie mit dem geliehenen Geld zuviel Kapazitäten aufgebaut haben, kann es sein, dass die Auswirkungen diesmal noch deutlich länger ausbleiben. Denn ein Anreiz für Investitionen ist das billige Geld in einer solchen Situation nicht.
Der dritte Grund für Skepsis liegt in der steigenden Arbeitslosigkeit in den USA. Bisher hat der amerikanische Verbraucher unverdrossen Geld für Konsum ausgegeben und so die US-Wirtschaft gestützt. Dass er angesichts der Kündigungswelle weiter so ungerührt seine Kreditkarten zückt, ist ziemlich unwahrscheinlich. Damit sieht es für die US-Konjunktur weiter wackelig aus.

Zahlen, die diese Befürchtungen in der bevorstehenden Woche zerstreuen könnten, sind nicht in Sicht. Am Montag legt die niederländische Fortis Zahlen vor. Am Dienstag folgen Beate Uhse, ThyssenKrupp, Jenoptik und Umweltkontor. Tags darauf berichten die MDax-Werte WCM und AWD über ihre Ergebnisse, T-Online veranstaltet seine Halbjahrespressekonferenz. Am Donnerstag wird mit Spannung auf das Ergebnis der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) gewartet. Zudem veröffentlichen die Münchener Rück, Primacom und Koenig & Bauer Ergebnisse. Am Freitag werden der Auftragseingang der US-Industrie im Juli, der Chicagoer Einkaufsmanagerindex für August und Daten für das Verbrauchervertrauen von der Uni Michigan erwartet.


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