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Finanzministerium plant Besteuerung für Risikokapitalgeber

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die durch die Krise der New Economy gebeutelte Branche der Risikokapitalgeber fürchtet besteuert zu werden. Das berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Hintergrund sind Pläne im Bundesfinanzministerium sowie in Landesregierungen, die Bedingungen für die geltende Steuerfreiheit der so genannten Venture-Capital- und Private-Equity-Fonds zu verschärfen.

Nach Angaben aus der Wagniskapitalbranche sollen dem Bericht zufolge Venture-Capital-Fonds künftig als gewerblich tätige Unternehmen eingestuft werden, wenn sie an einer einzelnen Firma mehr als 25 Prozent halten. Damit würden die Veräußerungsgewinne eines Fonds steuerpflichtig. Bislang galten die meist als Kommanditgesellschaft konstruierten Fonds als vermögensverwaltende Personengesellschaft und waren daher für den Investor steuerfrei.

Gleichzeitig wollten die Finanzministerien bei den Initiatoren der Fonds, das sind die Venture-Capital-Gesellschaften, die bislang steuerfreie erfolgsabhängige Gewinnbeteiligung (carried interest) besteuern, hieß es weiter. Diese mache den Großteil des Verdienstes der Fondsmanager aus, erklärten Branchenkenner.

In Koalitionskreisen hieß es, die Steueränderungen sollten, wenn sie umgesetzt würden, unter anderem Ausfälle der Länder bei den Gewerbesteuereinnahmen im Zuge der Unternehmenssteuerreform kompensieren.

Das Kieler Finanzministerium hat nach Angaben der "Welt" offenbar bestätigt, dass auf Bund-Länder-Ebene über Besteuerungspläne für die VC verhandelt werde. Eine Sprecherin des Bundesfinanzministerium kommentierte diese Informationen nicht. Allerdings wurde der Branchenverband BVK darüber informiert, dass in den nächsten Wochen Details der Pläne bekannt gegeben werden sollen. Einige Gesellschaften drohen nun mit dem Abzug ihrer Fonds aus Deutschland./jh/
Dann wird es statt VC-Fonds eben VC-Aktiengesellschaften geben. Kapitalgesellschaften können nämlich ab 2002 Veräußerungsgewinne steuerfrei vereinnahmen.

Andererseits: Steuerpflicht von Veräußerungsgewinnen bedeutet natürlich auch, daß Veräußerungsverluste ebenfalls steuerbar sind (d.h. gegen Gewinne verrechnet werden können). Könnte in heutiger Zeit auch interessant sein.


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