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Linux-basierte Set-Top-Box aus Deutschland


galaxis technology kooperiert mit Softwareunternehmen convergence


Der Decoderspezialist galaxis technology ag und das Softwareunternehmen convergence integrated media GmbH schlossen am 30. August 2001 auf der Berliner Funkausstellung einen Vertrag in Millionenhöhe ab. Dabei will galaxis erstmals das von convergence entwickelte LINUX-basierte Betriebssystem für digitale Set-Top-Boxen, "LINUX TV", einsetzen. Die Spitzengeräte der Serie sollen auch kompatibel zur Multimedia Home Plattform (MHP) sein.

Damit werden die Set-Top-Boxen in der Lage sein, neben digitalem TV auch interaktive JAVA-basierte Multimediadienste sowie Internet-Funktionen darzustellen. Neben der Decoderhardware liefert galaxis auch universelle Softwarekomponenten, die LINUX TV auf der Set-Top-Box antreiben. Die Geräte werden von galaxis international für Satelliten- und Kabelmärkte und für das terrestrische Fernsehen DVB-T angeboten. Das Lübecker Unternehmen beliefert weltweit Pay-TV- und Kabelnetzbetreiber mit digitalen Set-Top-Boxen für digitales Fernsehen.

"Wir erfüllen die Kundenanforderungen an Stabilität, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit. E-Mail, SMS, MP3 und neuartige interaktive Dienste finden auf LINUX-TV- und galaxis-Decodertechnik eine optimale Basis. Darüber hinaus entwickeln wir bereits neue Services wie SMS2TV, die Videorekorderprogrammierung über das Handy", so Bernd Curanz, Geschäftsführer der convergence integrated media GmbH.

"In LINUX TV von convergence findet unser modulares Matrix-Hardwarekonzept seine Entsprechung in der Software. Wir sind in der Lage, auf Basis von LINUX TV jeden gewünschten Standard, jedes Verschlüsselungssystem und API-System mit einem maßgeschneiderten Decoder zu verwirklichen; sei es MHP, Open TV, Liberate oder andere Konzepte, die der Markt verlangt", erklärt Winfried M. Klimek, Vorstandsvorsitzender der galaxis technology ag.

Zu den Großkunden der galaxis technology ag gehören unter anderem die arabische Viacom-Beteiligung Showtime und der japanische Pay-TV-Anbieter JSTV. Ferner entwickelt und produziert galaxis digitale Kabeldecoder für den Kabelnetzbetreiber PrimaCom und nahezu alle Netzbetreiber Finnlands.
Wessen Fertigstellung wird noch eine Weile dauern?
Die Fertigstellung der Galaxis Boxen und die der MB-Boxen?

BM
schön und gut - auch nur eine meldung - und
papier ist bekanntlich geduldig. in diesem
zusammenhang gilt zu bedenken, daß in lübeck
dieselben schaumschlägher sitzen wie in hildesheim,
vielleicht (hh, entschuldigen sie bitte)
@schrottc

ALLE Geräte, die Galaxis liefern will, werden wieder eingezogen (und wohl verschrottet), wenn IRGENWANN BIS 2006 für diese Kunden endlich MHP Boxen zur Verfügung stehen. Weil es nämlich HEUTE NIRGENDWO MHP-Boxen gibt. (Achtung, nicht "MHP-ready, MHP-compliant etc etc.).

Die meisten am Markt befindlichen Boxen haben, ANDERS ALS DIE MBX 1000 , überhaupt keine CPU (für Java und MHP), sondern nur einen MPEG2-decoderchip. Daher die "Verschrottungen". Die MB 1000 kann jahrelang mit Software-Updates remote gepflegt werden. das modulare design beinhaltet u.a. ZWEI Rechnereinheiten: eine MPEG2- decodereinheit UND eine Motorola-CPU für die Computing-Aufgaben.

Hört sich schon ganz anders an , als Dein Beitrag!

Gruß Costolyna
Guten Tag!
@pechsuse
"es wird noch eine Weile dauern bis zur Fertigstellung"
Das wissen wir. Mindestens fünf Monate.

@serious
Kein Problem. Ich habe es nicht schützen lassen.
Ein Fehler, vielleicht. :)
Im Übrigen sind scheinbar wirklich die ganzen Boxenhersteller
von Gesocks durchsetzt. Ganz wie in Hildesheim.

@Visionistin costolyna
"ALLE Geräte, die Galaxis liefern will, werden wieder
eingezogen..."
Ah ja. Warum will man dann erst liefern?

Guten Tag!
Hubert Hunold
@cos.....


immerhin musst du zugeben, das die wenigstens was ausliefern, ich kenne einen boxenhersteller in hildesheim, der hat zwar jede menge kunden die richtig scharf auf eine box sind, er kann nur nicht liefern...........

sollte man galaxis und mbx zusammenbringen der eine hat kunden der andere die boxen?

gruss rsreifen
HH

vielleicht - ....hätten Sie es sich schützen
lassen sollen.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß es auch
seriöse Unternehmen geben soll (vielleicht),
deren Unternehmenszweck u.a. tatsächlich die
Produktion und der Vertrieb von Boxen darstellt
anmstelle vielfach unterstelltem Erzeugen heißer
Luft. Nicht als Gesocks nämlich könnte man
bezeichnen Echostar, Digenius, Force, Humax,
Hyundai, Micronik, Philips, Panasonic, Sagem,
Samsung, Strong, Thomson....vielleicht....,
denn diese Unternehmen leisten in Italien, USA,
Frankreich etc. teilweise hervorragende Arbeit
und LIEFERN.

Aber was erzähle ich Ihnen - sicher ist Ihnen das
bekannt (nicht nur vieelciht)
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IFA Set-Top-Boxen-Entwickler in Nöten

Für einige Entwickler von Set-Top-Boxen mit erweiterten Multimedia-Funktionen (DVD, Internet, interaktives Fernsehen) scheint die auf der IFA als marktöffnender Standard umjubelte Multimedia Home Platform (MHP) zu spät zu kommen. Neben der Hildesheimer MetaBox AG, die schon seit längerer Zeit für Schlagzeilen in der Wirtschaftspresse sorgt, stecken die Paderborner Axcent AG und die in Bad Vilbel ansässige Multimedia Technologies AG in der Krise.
Axcent hat den MediaTV-Receiver entwickelt, den Grundig als Personal Videorecorder (PVR) Selexx vermarktet. Der wegen seines bedienerfreundlichen Konzepts oft gelobte DVB-Recorder fand jedoch bisher nicht genügend Abnehmer. Von den für das erste Halbjahr 2001 anvisierten 10.000 Geräten konnte Grundig noch nicht einmal 6.000 Stück absetzen. Bei Axcent betrachtet man Grundig inzwischen wohl als den falschen Partner. Die Nürnberger haben offenbar genug eigene Probleme, die sie an offensiven Vermarktungsstrategien und marktgerechten Preisen hindern.

Ursprünglich wollte die Axcent AG auf der IFA die zweite Generation ihres MediaTV-Konzepts vorstellen, doch dazu kam es nach dem am 17. August gestellten Insolvenzantrag nicht mehr. Aber für MediaTV2 gibt es schon einen neuen Partner: Die Lamaqq GmbH präsentiert auf dem Astra-Stand in Halle 1.2a einen entsprechenden personalTV-Recorder. Axcent gibt sich wohl auch deshalb optimistisch, Investoren für eine Auffanggesellschaft finden zu können.

Auch über die Multimedia Technologies AG hört man in Branchenkreisen, sie sei in extremen Zahlungsschwierigkeiten. Tatsächlich haben die MultiMedia-Technologies-Töchter Multimedia Online AG, MultiMedia Systems AG, MultiMedia Electronics GmbH und MultiMedia Sales GmbH bereits Ende Juli Einzel-Insolvenzanträge gestellt. Voraussichtlich wird die MultiMedia Technologies AG ihre insolventen Töchter auffangen, sofern sich neue Investoren finden. Eigentlich wollte die AG auf der IFA ihr MediaPortal der zweiten Generation demonstrieren, trat dann aber kurzfristig zurück. Immerhin gibt es für das Gerät bereits einen neuen Vertriebspartner. Auf dem Stand der Hamburger SM Electronic GmbH findet man das MediaPortal jetzt unter der Marke "Skymaster" (Halle 2.2a, Stand 05).

Dessen ungeachtet präsentieren andere Hersteller wie Nokia (Mediaterminal), Micronik (MovieNet 1500), Galaxis (x-treme) oder Fujitsu Siemens (Activy) ihre aufgebohrten DVB-Receiver. Doch überall zeigt man sich sehr verhalten, wenn es um die Einschätzung der derzeitigen Marktchancen für diese Geräte geht. Micronik zum Beispiel siedelt den MovieNet-DVR vorsichtshalber vorrangig im Business-Bereich an, wo es mit seinem LAN-Connector vorhandene Netzwerkressourcen nutzen kann. Die gleiche Zielgruppe sieht auch Galaxis für x-treme und den nur im Hinterzimmer zu bestaunenden Prototyp einer MHP-Box auf Linux-Basis.

Kaum ein Hersteller rechnet offenbar damit, in naher Zukunft größere Stückzahlen der neuen Receiver-Klasse an private Endkunden absetzen zu können, zumal viele der neuen Funktionen bisher nur einer Minderheit bekannt sind. Die Nachrichten über insolvente Mitbewerber dürften die Sorgenfalten der Produktmanager noch ein wenig vertiefen. (law/c`t)

www.heise.de
in Ordnung.

mit nachstehender Meldung aus www.set-top-box.de
dürte sich die Episode HEISSE LUFT, PART II
internordisch aufgelöst haben - oder wie sehen Sie
das, Herr Ngo ?

Nun ja, zumindest die mögliche Stückzahl war nicht
an den Haaren herbeigezogen, vielleicht - oder sollten
die Lübecker nun in Hildesheimer Fußstapfen geraten sein ?

- - - - -


Finnlands Kabelindustrie setzt auf Galaxis-Digitalreceiver

24.08.2001 - Der Lübecker Hersteller präsentiert eine feste Liefervereinbarung mit fast allen finnischen Netzbetreibern.

Nachdem Finnland bei Handys und Internetanschlüssen bereits weltweit eine Musterrolle spielt, sollen jetzt die Kabelhaushalte ähnlich konsequent und zügig mit digitaler MHP-Technologie aufgerüstet werden. Bei den dazugehörigen Decodern wurden die finnischen Kabelnetzbetreiber in Lübeck fündig: Die Galaxis technology ag ist mit fast allen Netzbetreibern der High Tech-Nation handelseinig. 750.000 der insgesamt 900.000 Kabelhaushalte Finnlands werden in den nächsten Jahren mit Decodern von Galaxis ausgestattet. Dabei sollen die Geräte den zukünftigen europäischen Programmierstandard für interaktives Fernsehen MHP (Multimedia Home Plattform) unterstützen. Bis zur für Frühjahr 2002 erwarteten vollständigen Definition des MHP-Standards werden die finnischen Netzbetreiber vorab Galaxis-Decoder einsetzen, die mit dem Betriebssystem Open TV arbeiten. Die Geräte werden später von den Betreibern ausgetauscht. Die Verschlüsselungstechnik stammt vom norwegischen Anbieter CONAX, mit dem Galaxis bereits in Großbritannien und Deutschland Digitalprojekte verwirklicht hat.

Zu den Galaxis-Kunden gehört unter anderem der größte finnische Medienkonzern Helsinki TV, der auch die Kabelnetze in weiteren Städten wie Turku und Tampere beliefert. Ferner unterzeichnete Galaxis einen Vertrag mit dem finnischen Verband 3KTV, dem mehr als 20 Kabelnetzbetreiber angehören. Mit weiteren Netzbetreibern, darunter in Vaasa bestehen Einzelabkommen. Die Ausrüstung der Kabelnetze mit Galaxis-Decodern erregte in Finnland großes öffentliches Interesse. Unter anderem berichteten mehrere Fersehsender über das finnisch-deutsche Technologiekonzept.

Der Galaxis-Vorstand Winfried M. Klimek kommentiert: "Wir sind stolz, in einem Land reüssieren zu können, das weltweit für Kompetenz in Kommunikationstechnologie steht. Dieser Erfolg unterstreicht auch die grenzüberschreitende wirtschaftliche Dynamik des Ostseeraums - insofern knüpfen wir an jahrhundertealte hanseatische Traditionen an."

In Skandinavien wurde Galaxis bereits 1996 aktiv. So setzte der später von Canal+ und Telenor übernommene Pay-TV Betreiber Multichoice auf Decodertechnik aus Lübeck. In den Ausbau der finnischen Kabelnetze ist Galaxis bereits seit geraumer Zeit in aller Stille involviert.
http://www.digitv.de

30.8.2001 14:57
digenius liefert 100.000 Settop-Boxen an Wenzel Media B.V.
[FPoe] Berlin - Das niederländische Medienunternehmen Wenzel Media B.V. hat mit der digenius technology GmbH einen Vertrag über die Lieferung von 100.000 Settop-Boxen auf der Basis des digenius tv OS und der tvbox Systemplattform unterzeichnet.

Die Geräte werden im Rahmen der europaweiten Vermarktung des digitalen Programmangebotes Sex-TV über Astra 19,2º Ost ab 1. Oktober geliefert.

Sex-TV bietet ab dem 1. November 2001 als einziger Sender in Deutschland Abonnements für ein Programmangebot mit pornographischen Inhalten an. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich gegen Vorlage eines Personaldokuments mit persönlicher Übergabe im Einzelhandel. Die Vereinbarung beinhaltet auch die Erweiterung des digenius tv OS um zusätzliche Funktionen, die den Anforderungen des Jugendschutzes Rechnung tragen und den legalen Vertrieb der Programminhalte erst ermöglichen.

Mit dem Einsatz der tvbox-Plattform setzt Wenzel Media als erster und bisher einziger Betreiber eines in Deutschland vertriebenen Pay-TV-Angebots vollständig auf offene internationale Standards für alle Inhalte und programmbegleitende Dienste.

Im Rahmen des Auftrags wird digenius ab Dezember 2001 einen zusätzlichen Produktionsstandort in Sachsen-Anhalt einrichten, der in Zukunft diese und andere Produkte fertigt.

Das Amsterdamer Unternehmen Wenzel Media B.V. ist ein Anbieter von erotischen Inhalten in allen modernen Median. Der Betreiber von qualitativ hochwertigen interaktiven Inhalten im Internet und im Telefonnetz verfügt über langjährige Erfahrungen im TV-Bereich als Berater diverser europäischer Content-Provider.
@costolyna
Wenn man sich anschaut, daß Met@box 500.000 Boxen nach Israel liefern will, muß man sich fragen, woher nehmen die diese Absatzzahlen bei ca.1,62 Mio.Haushalten in Israel oder über welchen Zeitraum liefern die diese Boxen? Desweiteren wie ist das Vertragswerk gestrickt, muss es erfüllt werden? Diese wichtigen Rahmenbedingungen sind nicht offengelegt worden!
Kann der MHP-Standard so implementiert werden, wie er noch definiert wird im Detail mit all seinen Spezifikationen?
Das ist übrigens auch der Grund dafür, daß die Met@box 1000 bisher noch überhaupt nicht mit MHP produziert sein konnte...
Macht es Dir keine Sorgen, daß mit der Vorstellung der Phoenix in 12/2000 ("Pünktlich zum Produktionsstart..."-lol) und 3/2001 die Fachwelt seitens Met@box getäuscht wurde?
Wird die Software auf einer neueren KAOS weiterlaufen (lol: Wurde mal von Domi behauptet!!!) oder wird man nicht eher Linux und Javakomponenten (schon wegen MHP) zurückgreifen müssen?
Wird das eine um 2/3 geschrumpfte Belegschaft überhaupt schaffen können?
Alleine, wenn ich mir die technischen Spezifikationen, das Unternehmen selber und den Israelauftrag anschaue, halte ich diese ganze Sache für sehr unrealistisch oder vielleicht für sehr realistisch, nur mit einer anderen Motivation als der Boxenproduktion...
@Schachfrucht

Allein das krude Gefasel mit dem Softwareupdate über BOT!
Wäre dem so, hätten die Herren eine lieferfähige Metabox
und könnten die MHP-Updates einfach einspielen.
Es widerspricht sich einfach alles, was aus Hildesheim kommt.
Dieser Schwachsinn mit den Prozessoren, den Costolyna
hier verbreitet! Wo gab es das schon einmal, dass Prozessor-
leistung länger als 2 Jahre genügt hat und nicht von immer
ressourcenhungrigerer Software verdrängt wurde! Oder
kommen über BOT auch neue Prozessoren? Wie verkaufe ich
in 3 Jahren neue Geräte und verdiene Geld, wenn die Phönix
bis in alle Ewigkeit ihren Dienst tut? Mit Content? Ha! Mit
der Vermarktung von Filmen? Noch ein Ha! Mit Prozessorkar-
ten? Hahaha! Mit Kassensystemen? Flurrollendhunold!

Lange genug hat Domeyer mit diesen und anderen Lügen sein
Potemkinsches Dorf aufrechterhalten können, jetzt kann der
Spinner zusehen, wie der Markt vor seiner Nase aufgeteilt
wird! Doktorchen aus Hitzacker kann er vielleicht noch blenden,
das war es dann aber auch!
Sicher sitzt er in Hildesheim und faselt über die kleinen Stück-
zahlen, die digenius technology GmbH liefert. Er hatte ja
500.000 Stück! Nein, das wäre zuviel verlangt, dass er das
glaubt, der wußte schon, was er tat.

Hubert Hunold
@costo:

Ich finde es eine Frechheit von dir, Domeyers Aussagen im MBX-Forum wörtlich zu übernehmen und als deine eigene darzustellen.
Und noch eine drauf!
Aus dem Spiegel

Internet trifft Fernsehen: Nokia setzt eine(n) drauf
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Videos on Demand, Internet, Fernsehen - alles in einem Gerät. Mit dem
Mediaterminal glaubt Nokia, die eierlegende Wollmilchbox erfunden zu
haben. Doch einige Fragen bleiben offen.

Von Alexander Stirn


Es sind Zahlen, die das finnische Unternehmen gerne anführt: Drei
Stunden am Tag sitzt der durchschnittliche Deutsche laut Nokia vor
dem Fernseher, im Internet surft er dagegen gerade einmal 17 Minuten.
Zu wenig.

Was also liegt näher, als die Couch Potatoes nicht nur zum Zappen,
sondern auch zum Klicken zu animieren. Der Fernseher mit
Internetanschluss, die augenblickliche Krönung der viel beschworenen
Konvergenz, soll auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa)
endgültig den Durchbruch feiern. Kaum ein Fernsehhersteller, der zu
seinen Topprodukten nicht auch noch eine Tastatur mitliefert.

Der faule Fernsehfan, so die Idealvorstellung, schaut abends in die
Glotze und wechselt, sobald er sich langweilt, zu digitalen
Informationen - ins altbekannte Internet. Hans-Christoph Quelle
glaubt nicht an derartige Visionen. "Die Leute wollen keine Tastatur
im Wohnzimmer", sagt der Nokia-Verkaufschef im Gespräch mit SPIEGEL
ONLINE.

Mehr noch: Die Leute wollten eigentlich gar keinen Computer, kein
Internet im Wohnzimmer - zumindest keines, das an die derzeitige
Ausprägung des World Wide Web oder an die PC-Welt erinnere. "Das
Wohnzimmer gehört der Familie, der Unterhaltung", sagt Quelle. "Dort
will niemand eine Powerpoint-Präsentation erstellen."

Ein neues "Look and Feel" muss also her. Im Wohnzimmer der Zukunft
soll ein Computer digitales Fernsehen, Festplattentechnologie und
Internet (am besten über DSL) bündeln, er darf sich allerdings nicht
wie ein PC anfühlen und darf nicht derart kompliziert sein -
zumindest nicht in der Logik von Nokia.

Folgerichtig hat Hans-Christoph Quelle den Begriff "Internet-TV" aus
seinem Wortschatz gestrichen, spricht viel lieber von "TV and more".
Die eher unscheinbare Set-Top-Box, die Nokia bereits auf der Cebit
angekündigt und nun einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat,
soll neben herkömmlichem Fernsehen Webseiten anzeigen, Videos aus dem
Netz oder von der Festplatte liefern und Netzwerkspiele ermöglichen.
Die eierlegende Wollmilchbox eben.

Technikvorstand Helmut Stein verspricht zudem keine Wartezeit beim
Booten, keine Sanduhren, nichts, was den gemeinen Fernsehzuschauer
abschrecken könnte. Stein: "Den Benutzer braucht auch nicht zu
interessieren, wo der Content herkommt."

Der Traum vom T-Commerce

Möglich macht das eine übersichtlich gehaltene Navigation, die auf
einer horizontalen Liste verschiedene Themengebiete anbietet. Wählt
der Zuschauer beispielsweise "Musik" erscheint ein vertikales Menü,
das unter anderem den Fernsehsender Viva, Internetradio, MP3-Files
auf der Festplatte und passende Internetshops anbietet - Stein träumt
vom "T-Commerce", dem TV-Kommerz. Ob der überzeugen kann, nachdem
klassischer E-Commerce und mobiler M-Commerce in der Krise stecken,
muss sich erst zeigen.

Gesteuert wird die Oberfläche mit einer auf den ersten Blick normalen
Fernbedienung, die auch so zu handhaben ist. Wer dennoch Buchstaben
braucht, kann die Fernbedienung aufklappen und findet eine kleine
Tastatur.

Normale Internetseiten - Nokia präsentiert auf der Ifa unter anderem
ein Angebot des Bertelsmann-Buchhändlers BOL - sehen auf dem
Fernsehschirm unbrauchbar aus. Die Schrift ist klein, die geringe
Pixelzahl der Bildröhre zwingt zum horizontalen Scrollen. Die Seiten
sind einfach nicht für das TV gemacht. Eigens für das Mediaterminal
programmierte Seiten kommen dagegen sehr gefällig daher. Real-Videos
können problemlos integriert werden, auch handelsübliche Plug-ins
sind kein Problem.

Nokia gibt Programmmierern einen Styleguide mit Vorschlägen zu
Schriftgröße und Ähnlichem zur Hand. Mehr nicht. "Wir machen da keine
Vorgaben", so Quelle zu SPIEGEL ONLINE. Ob Webmaster allerdings große
Lust haben, ihre Seiten - nach HTML, dem Handy-Standard Wap und einer
möglichen Version für Handhelds - auch noch für eine kleine
Minderheit von TV-Box-Besitzer zu programmieren, ist mehr als
fraglich.

Hier soll das Geschäftsmodell, das sich Nokia für das Mediaterminal
ausgedacht hat, Abhilfe schaffen. Wer seinen Content dort mit einem
festen Eintrag präsentieren will, muss zahlen. "Wir setzen nicht auf
eine, sondern auf viele kleine Subventionierungen", sagt Stein. Und
wer auf dem Terminal vertreten sein will, muss selbstredend auch
entsprechenden Seiten programmieren.

Reich mit Boxen?

Ohnehin ist der Markt für Set-Top-Boxen (benannt nach ihrem Platz auf
dem Fernsehgerät) hart. Kirchs D-Box, ebenfalls von Nokia gebaut,
konnte nie den wirklichen Durchbruch feiern. Und der ehemalige
Börsenstar Metabox war zwar gut im Ankündigen, steht jetzt allerdings
vor der Insolvenz. Hans-Christoph Quelle ("Einer allein ist mit
Set-Top-Boxen in Deutschland noch nie reich geworden") gibt sich
dennoch optimistisch: Die vielen Partner und die Menüführung werden
zum Erfolg beitragen

Und die so genannte Open Source: Das Mediaterminal, das Anfang 2002
in Deutschland auf den Markt kommen soll, läuft unter dem
Betriebssystem Linux und unterstützt andere offene Standards wie
HTML, die Websprache Javascript oder die neue interaktive
Fernsehplattform MHP.

Unter der schwarzen Abdeckung soll ein Celeron-Prozessor mit
mindestens 500 Megahertz arbeiten. Mittels mehrerer Schnittstellen
(USB, Firewire) können zum Beispiel externe Festplatten, CD- oder
DVD-Brenner angeschlossen werden. Der Speicherplatz, der zum Teil an
die Partner abgetreten werden muss, scheint mit 40 Gigabyte
allerdings etwas knapp bemessen - besonders für Videos.

Immerhin: Die Partner sind in Sicht. Eine Absichtserklärung wurde,
wie Nokia auf der Ifa bekannt gab, unter anderem mit der
HypoVereinsbank, mit dem Otto-Versand und dem Reiseveranstalter TUI
abgeschlossen. Mehrere Millionen, so ist zu hören, müssen die Partner
auf den Tisch legen, um ihren Eintrag auf der Benutzeroberfläche
(prominent und unveränderbar) zu bekommen.

Auf diese Weise soll der Preis von ursprünglich 2300 Mark auf unter
1000 Mark gedrückt werden. Denn, da ist Quelle Realist, die wenigsten
Käufer würden in den Laden gehen und gezielt ein Mediaterminal
verlangen. Wenn die Box aber nur wenig teurer ist als herkömmliche
Satellitenreceiver, zusätzlich aber neue Empfangskanäle eröffne,
könnte die Entscheidung zu Gunsten Nokias ausfallen. 300.000 Stück
wollen die Finnen im ersten Jahr verkaufen, doch man sieht Quelle an,
dass das ein ehrgeiziges Ziel ist.

Noch eine Gefahr lauert: Spätestens beim Blick auf die
Telefonrechnung werden die Käufer merken, dass die Set-Top-Box am
Internet hängt. Ob allerdings Netzneulinge, die mit dem Mediaterminal
angesprochen werden sollen, gleich zu Beginn ihrer Internetkarriere
eine Flatrate wählen, erscheint doch eher unwahrscheinlich
....jetzt wissen wir auch, wozu die Holländer 100.000 Boxen von Digenius brauchen.......lol



Deutschsprachiger Pornokanal startet auf Astra

31.08.2001 - Sex-TV sendet mit holländischer Lizenz.

Was Premiere World gerne seit langem senden würde, aber laut Mediengesetz nicht darf, will nun der neue Pay-TV-Kanal Sex-TV den Astra-Haushalten anbieten, nämlich Hardcore pur. Sex-TV sendet ab 1. November rund um die Uhr digital auf Astra 19,2 Grad Ost. Tagsüber gibt es ein unverschlüsseltes Infoprogramm, ab 20 Uhr wird verschlüsselt. Die Hardcorefilme laufen dann bis 6 Uhr in der Früh. Als Verschlüsselungssysteme kommen vorerst Conax und Mediaguard zum Einsatz, später ist eventuell zusätzliche auch Betacrypt und Irdeto geplant.

Neben Sex-TV gibt es im Erotik-Bouquet auch den Pornokanal für Schwule, Gay-TV. Im Januar soll im Bouquet noch ein dritter Kanal starten. Sämtliche Sendungen werden in deutscher Sprache angeboten, weitere Sprachversionen sind holländisch und englisch.

Sex-TV ist ein Angebot der Amsterdamer Wenzel Media B.V., einem Erotikanbieter im Multimediabereich. Der Betreiber von qualitativ hochwertigen interaktiven Inhalten im Internet und im Telefonnetz verfügt über langjährige Erfahrungen im TV-Bereich als Berater diverser europäischer Content-Provider.

Das Jahresabo soll 399 Mark kosten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird es ab Oktober es ein Komplettpaket aus Abokarte, Receiver und Conax-CI-Modul für 1199 Mark bei Digenius geben. Die Wenzel Media B.V. hat auf der IFA bei dem Receiverhersteller 100.000 Set-Top-Boxen bestellt.
Ist Met@box jetzt eigentlich gerettet?

Wahrscheinlich nicht, oder?

Aber in 3MOnaten - 900 Jahren kommt ja die Box.


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