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Gericom: Prognose ist zu toppen

(gatrixx) "Ich kann selbstverständlich nicht ausschließen, dass wir zum Jahresende etwas über unserer Planung liegen." Dies sagte Gericom-Vorstand Hermann Oberlehner auf der Internationalen Funkausstellung gegenüber gatrixx. Eine konkrete Erhöhung der Prognose lehnte er jedoch ab.
Hintergrund sind die guten Halbjahreszahlen des österreichischen Notebook-Herstellers. Er hatte den Umsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 84 Prozent gesteigert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) legte um 121,5 Prozent zu. Für das traditionell starke vierte Quartal rechnet das Unternehmen noch mal mit einem deutlichen Absatzschub.

Bisher vertreibt Gericom seine tragbaren Computer vor allem in Deutschland, Österreich, Großbritannien und Frankreich. Noch vor dem Weihnachtsgeschäft sollen die Märke in Belgien, den Niederlanden und Spanien erschlossen werden. Neuestes Produkt: ein Notebook mit integriertem Telefon. (hh)


30.08. - 09:11 Uhr


Exclusiv-Interview



Dieses Exklusivinterview mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gericom AG, Hermann Oberlehner, führte gatrixx ausschließlich für die Sparkasse Aurich-Norden.

Bitte beachten Sie auch unsere Exklusiv-Analysen.

Portrait:

Die österreichische Gericom AG entwickelt, produziert und vermarktet Produkte aus dem Bereich der mobilen Computer- und Kommunikations-Technologie. Neben LCD-Bildschirmen, Desktop- und GPS-Computern, Personal Digital Assistants (PDA) sind dies vor allem Notebooks. Die Herstellung läuft in eigenen Produktionsstätten, aber auch als Fremdproduktion in Taiwan. Vertriebspartnerschaften bestehen mit zahlreichen Handelsketten.
Sie haben in den ersten sechs Monaten 2001 Ihren Umsatz um 84 Prozent steigern können. Ihr Gewinn vor Steuern und Zinsen, das EBIT, stieg um 121,5 Prozent. Was waren die größten Wachstumstreiber?

Wir haben uns mit unseren Notebooks ganz auf den deutschen und europäischen Geschmack eingestellt. Das schlägt sich in unseren Absatz-Zahlen nieder.

Was zeichnet Ihre Notebooks aus?

Unsere Notebooks haben eine hohe Ausstattung bei einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Darin äußert sich unsere Strategie der flachen Hierarchien und der damit verbundenen niedrigen Kosten. Da wir nur ein Lager unterhalten und keinen Außendienst haben, belaufen sich unsere Kosten auf 5 bis 6 Prozent vom Umsatz.

Sie sind außer in Deutschland und Ihrer österreichischen Heimat vor allem in Frankreich und Großbritannien aktiv. Wie sind die beiden letzteren Länder am Umsatz beteiligt?

In Großbritannien erwirtschaften wir 9 Prozent und in Frankreich 3 Prozent unseres Umsatzes. In beiden Ländern schreiben wir schwarze Zahlen.

Sie wollen Ihre europäische Expansion fortsetzen. Welche Märkte stehen ganz oben auf Ihrer Liste?

Das sind die Niederlande, Belgien und Spanien. Hier werden wir gemeinsam mit unseren internationalen Handelspartnern noch 2001 aktiv. Erste Aufträge aus diesen Ländern liegen bereits vor. In diesem Zusammenhang ist besonders unser neues europäisches Service-System zu erwähnen. Dabei war unser Vorbild das Service-Angebot von Dell. Nach der Einführung des neuen Systems kann ein deutscher Nutzer seinen Laptop über das Servicenetz von Gericom beispielsweise auch vor Ort in Spanien reparieren lassen.

Mit welchem Auslandsumsatz rechnen Sie in den nächsten Jahren?

Derzeit erwirtschaften wir außerhalb Österreichs 80 Prozent unseres Umsatzes. 60 Prozent entfallen auf Deutschland, 20 Prozent auf das übrige europäische Ausland. In den nächsten Jahren wollen wir unseren europäischen, nicht-deutschen Umsatz auf 25 bis 30 Prozent ausbauen.

Sie haben zum Halbjahr deutlich mehr als die Hälfte Ihres geplanten Umsatzes eingefahren. Nun kommen das starke vierte Quartal und die zusätzlichen Erlöse im Ausland dazu. Müssten Sie Ihre Umsatzprognose da nicht erhöhen?

Wir stehen nach wie vor zu unserer Aussage, wonach wir ein Umsatzwachstum von 40 Prozent für 2001 anstreben. Unser Ziel ist es, das Unternehmen organisch aufzubauen und zu festigen, den Stand zu sichern. Das ist uns wichtiger als ein noch schnelleres Wachstum. Ich kann selbstverständlich nicht ausschließen, dass wir zum Jahresende etwas über unserer Planung liegen.

Ist das als Anhebung der Umsatzprognose zu verstehen?

Nein. Wir sind uns nur sicher, dass wir unsere Prognose einhalten werden. Wenn es dann mehr wird, freut es uns und unsere Aktionäre.

Mit welchen Gewinnmargen rechnen Sie?

Wir rechnen mit einer EBIT-Marge von 4,95 Prozent. Dazu ist zu sagen, dass wir teilweise unsere Produkte direkt verkaufen und die Margen außerhalb Deutschlands deutlich höher sind. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb wir im Ausland so schnell profitabel sind.

Was ist künftig von Gericom Neues zu erwarten?

Die Notebooks der neuen Generation werden nicht mehr so viel Speicherplatz benötigen. Dafür steht die Möglichkeit im Mittelpunkt, die Geräte ständig online zu halten. Selbstverständlich wird es neue Funktionen beim Notebook geben. Bei beidem sind wir auf einem guten Weg. So haben unsere Akkus eine Laufzeit von fünf Stunden. Dank eines in das Notebook eingebauten Puffers von fünf Minuten kann man den Akku bei laufendem Betrieb wechseln und so zehn Stunden online bleiben. Zum Weihnachtsgeschäft werden wir ein Notebook mit integriertem Telefon anbieten.

Neuerungen und gute Zahlen sind das eine. Den Anleger interessiert aber vor allem der Kurs der Gericom-Aktie. Mit welcher Entwicklung rechnen Sie hier?

Für mich ist in erster Linie wichtig, dass die Firma läuft. Wenn dann der Kurs den Erfolg des Unternehmens widerspiegelt, ist alles in Ordnung. Leider ist das momentan am Neuen Markt nicht so. Darauf habe ich jedoch keinen Einfluss. Aber unser Kurs hat ja in letzter Zeit wieder deutlich zugelegt.

Herr Oberlehner, vielen Dank für das Gespräch.

(c) 2001 gatrixx
nicht nur die Umsatzprognose ist zu toppen, auch der derzeitige Aktienkurs ist es, mir langsam rätselhaft, wie ungebrochen der Abwärstrend verläuft, trotz der Phantasie, die momentan in der Aktie steckt...
wie sieht es mit internen Haltefristen bei Gericom aus, ist da eventuell was ausgelaufen?- Antwort erbeten...
fledo
@fledo

Die Haltefrist für Altaktionäre läuft nach Auskunft von Gericom/IR-Abteilung am 20.11.2002 ab,
von der Seite her betrachtet keine Gefahr!

Grüße
Hans-Jürgen (H.J.)


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