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Goldreserven der Zentralbanken - 500 Beiträge pro Seite


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Kleinere Zentralbanken verleihen Hälfte ihrer Goldreserven

London, 31. August (Bloomberg) - Zentralbanken, die bei ihren Goldverkäufen keinen Begrenzungen unterliegen, haben mehr als die Hälfte ihrer Goldreserven verliehen, berichtete die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Das sind gute Nachrichten für den Goldmarkt, denn somit können größere Mengen des Edelmetalls nicht unerwartet auf den Markt kommen und einen "Preisschocks" auslösen.
Während sich führende Industrienationen und der Internationale Währungsfonds (IWF) dazu verpflichtet haben, sich aus dem Goldleihgeschäft zurückzuziehen oder ihre Goldleihen zu begrenzen, halten andere Länder wie China und Russland laut IWF 5066 Tonnen Gold. Etwa 2580 Tonnen davon sind ausgeliehen, schätzte Giacomo Panizzutti, Leiter Devisen und Gold bei der BIZ
Die Sorgen, dass die Goldverkäufe und -leihen jener Zentralbanken, die nicht an Vereinbarungen gebunden sind, den Metallpreis, der sich bereits schon jetzt nahe eines 20- Jahrestiefs befindet, weiter unter Druck bringen könnten, sei fehl am Platz, erklärte Panizzutti. "Selbst wenn sich einige dieser Inhaber dazu entschliessen sollten, ihre Bestände zu verkaufen, dürften die Auswirkungen auf den Goldpreis nur minimal sein," schrieb der BIZ-Beamte im Alchemist, einer Publikation der London Bullion Market Association.
Laut IWF halten Zentralbanken weltweit insgesamt 32.500 Tonnen Gold. Beinahe die Hälfte davon gehört den 15 europäischen Ländern, die den so genannten Washington-Vertrag unterschrieben haben. Dieser schränkt ihre Verkäufe und Goldleihen von 1999 bis 2004 ein. Die USA, Japan und der IWF selbst kontrollieren weitere 37 Prozent. Ein Goldverkauf oder -verleih sei jedoch nicht geplant, erklärten sie. Der übrige Anteil von etwa 15 Prozent befindet sich in den Händen von zwölf Ländern, darunter Indien, Venezuela, Australien und die Türkei. Angesichts deren früherer Haltung ist es unwahrscheinlich, dass diese ihre Goldreserven verkaufen, folgerte Panizzutti.
Damit bleiben noch 2363 Tonnen Gold von 60 Zentralbanken, angeführt von China und Russland. Dderen Absichten seien unklar, führte er aus. Während dieser Betrag die weltweite Goldnachfrage für mehr als neun Monate abdecken könnte, macht es der bereits verliehene Goldbetrag jedoch unwahrscheinlich, dass diese Banken zur gleichen Zeit grosse Mengen Gold verkaufen, erklärte Panizzutti. "Zwischen heute und 2004, wenn der Washington Vertrag ausläuft, dürften wir keine Preisschocks erleben," erklärte er.
Die Zentralbanken haben weltweit insgesamt rund 4700 Tonnen Gold verliehen. Die Unterzeichner des Washington-Vertrags stellen davon 2119 Tonnen, schätzte Panizzutti. Private Verleiher haben weitere 500 Tonnen Gold bereit gestellt, berichtete er. Die Goldleihekosten für einen Monat hielten sich seit der letzten Woche bei 0,4 Prozent, das ist das niedrigste Niveau seit Februar 2000. Goldleihesätze, die im März kurzzeitig auf über sechs Prozent anzogen, halten sich nun seit rund sechs Wochen unter einem Prozent. Die europäischen Länder werden den Washington Vertrag im Jahr 2004 voraussichtlich erweitern und den Betrag der Goldverkäufe, nicht aber der Goldleihen verringern, erklärte Panizzutti.
Die in Basel beheimatete BIZ, die von 49 der weltweit grössten Zentralbanken kontrolliert wird, ist zum Teil für die Regulierung von internationalen Banken zuständig. Darüber hinaus fungiert sie als Treuhänder und Hinterlegungsstelle für internationale Zahlungen.Am Freitag stieg der Goldpreis zur sofortigen Lieferung in London um 0,27 Prozent auf 276,00 Dollar

Nachzulesen unter: quote.bloomberg.com


gz: wühlmaus
Dieser Artikel ist ein Auszug eines Artikels der FT. Dort wird noch geschrieben, dass der Autor privat und nicht in offizieller Funktion der BIZ schreibt, obwohl auch in jenem Artikel quasi eine Relation zur BIZ hergestellt wird, ohne diese jedoch in irgendeiner Form dafür federführend machen zu können. Bloomberg lässt nun dies einfach aus und dadurch entsteht der Eindruck, das Schreiben entstamme vollumfänglich der Federführung und der Verantwortung der BIZ. Überhaupt geht es meiner Meinung nach dem Autor wahrscheinlich im wesentlichen nur darum, die Gesamtmenge des weltweit ausgeliehenen Goldes von quasi offizieller Seite möglichst niedrig darzustellen. Dabei werden aber praktisch all die verschiedenen Bilanzierungstricks und Hintertüren einfach weggelassen, sodass wiederum kein definitives Bild entstehen kann. Solange die Zentralbanken ihren Goldbestand in den Büchern (Keine Aufschlüsselung Physischer Goldbestand zu Goldleihen, bzw. Zusammenfassung von Gold u n d Goldforderungen zu e i n e r Bilanzposition) sozusagen verschleiert darstellen können, ja solange ist man eben auf Schätzungen angewiesen. Und die reichen von fünf- bis fünzehntausend Tonnen. Die ganze Geschichte ist meiner Meinung nach wahrscheinlich nur eine erste, in dieser Form schlauerweise rechtlich jedoch nichts vorwegnehmende Antwort der BIZ auf die Howe/GATA Klage gegen die BIZ u. a. in den USA.

Gruss

TFischer
@TFischer

bleibt jetzt die Frage, warum Bloomberg hier eine eigene Politik verfolgt, wer hier schon wieder seinen Daumen draufhat.Ist ja schon wichtig, was die in ihrer Nachricht unterschlagen.

Und interessant ist auch, daß dies nun nicht mehr durch Reuters kommt.

Ich habe aus dem Artikel übrigens einen anderen Eindruck herausgewittert. Nämlich der Eindruck, die BIZ ginge davon aus, das Washingtoner Abkommen werde nach 2004 weitergeschrieben.

Sicher ist: goldene Ohrringe kann man nur aus Gold, nicht aus CDRs dengeln. Irgendwann geht denen auch das auszuleihende Gold aus.

Wir sollten etwas mehr Entwicklungshilfe an Indien zahlen.

SEP
hmm, dieser artikel verwirrt mich :confused:
hier wird mehrfach betont, dass es keine "preisschocks" geben wird. aha.
weiterhin wird behauptet das washington agreement könnte 2004 verlängert werden. interessant.
der krug soll also solange zum brunnen gehen bis er bricht :D:D:D

wenn die goldillusion nach 2004 immer noch funktioniert, ziehe ich den hut und gratuliere den offiziellen.
diese leistung wäre ungefähr gleichzusetzen mit den weltwundern der antike *g*
Scheint sich um ne nette Beruhigungspille zu handeln. Wir sind also auf dem richtigen Tripp.
Gruß Basic
kleine Unstimmigkeiten?

"...begrenzen, halten andere Länder wie China und Russland laut IWF 5066 Tonnen Gold. Etwa 2580 Tonnen davon sind ausgeliehen, schätzte Giacomo Panizzutti, Leiter Devisen und Gold bei der BIZ..."

"...Damit bleiben noch 2363 Tonnen Gold von 60 Zentralbanken, angeführt von China und Russland..."

Mir erscheinen die genannten Zahlen doch recht willkürlich.
Die gesamte Aussage des Artikels bleibt im Dunkeln und der Informationsgehalt ist unbestimmt.

Hauptsache Gold bleibt irgendwie im Gespräch?

Ciao,
Dago
...Hauptsache Gold bleibt irgendwie im Gespräch?

Eben gerade nicht - durch den Artikel wird es ja als uninteressant dargestellt.

Gruss

TFischer
@TFischer
vielen Dank für die Worte
ich habe das ganze schon mal irgendwo gelesen
aber man vergisst soviel und im Alltags-Stress
und verliert manchmal auch kurzfristig die Orientierung.

Diese Orientierungshilfe sollte man sich einprägen.
Dabei werden aber praktisch all die verschiedenen Bilanzierungstricks und Hintertüren einfach weggelassen, sodass wiederum kein definitives Bild entstehen kann. Solange die Zentralbanken ihren Goldbestand in den Büchern (Keine Aufschlüsselung Physischer Goldbestand zu Goldleihen, bzw. Zusammenfassung von Gold u n d Goldforderungen zu e i n e r Bilanzposition) sozusagen verschleiert darstellen können, ja solange ist man eben auf Schätzungen angewiesen
Kleine Verflechtungen am Rande.
Zitate aus dem USA Goldboard
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AEL (09/03/01; 08:16:31MT - usagold.com msg#: 60724)
Panizzutti

interesting posts from the lwside1 (yahoogroups) board today:

Date: Mon, 03 Sep 2001 04:17:03 -0000
From: "Carlos Ramirez" <pleiotropik@hotmail.com>
Subject: Re: The BIS Fires the First Shot

Doing a google search for Panizzutti, Giacomo P. of the BIS didn´t show up in the first pages... But Frederic Panizzutti did. What does Frederic P. do? He is one of the officials at MKS investment... this company is active in trading gold bullion. I´m pretty certain that this is purely a coincidence and no BIS official would pass inside information to a relative or a person that just happened to carry the same surname.

LOL.

Here´s the link.

http://www.mips1.net/MGDmds.nsf/UNID/NBEN-4JHM5H?OpenDocument

---------------------

Date: Mon, 3 Sep 2001 15:35:36 +0200
From: "Hugh Whinfrey" <trader@svarsmaal.dk>
Subject: Sv: Re: The BIS Fires the First Shot

Carlos notes:

> Doing a google search for Panizzutti, Giacomo P. of the BIS didn´t show up =
> in the first pages... But Frederic Panizzutti did. What does Frederic P. do?=
> He is one of the officials at MKS investment... this company is active in t=
> rading gold bullion. I´m pretty certain that this is purely a coincidence an=
> d no BIS official would pass inside information to a relative or a person th=
> at just happened to carry the same surname.
>
> LOL.
>
> Here´s the link.
>
> http://www.mips1.net/MGDmds.nsf/UNID/NBEN-4JHM5H?OpenDocument


Bingo. Paydirt. See:

http://www.mks.ch/company/finance.html

Snippit:

"Core business : gold trading

This same sense of innovation and development to meet changing requirements is evident in MKS
Finance`s core business - gold trading. MKS is today one of the leading trading groups in the
increasingly important markets of the Far East, India and the Middle East and is an
international Associate member of the LBMA. It handles approximately 80 per cent of all gold
officially imported into Saudi Arabia and is responsible for an increasing volume of new
business in the emerging markets in Asia. The close historical integration between gold and
finance meant gold markets were the proving ground for financial innovation. MKS Finance has
been in the forefront of this activity. From plain vanilla spot and forward trading MKS Finance
is now actively involved in a wide range of much more sophisticated activity. The range includes:

location, purity and quality swaps
risk assessment, forwards, options, hedging and EFPs
forward leasing arrangements and deferred accounts
gold notes, loans and mine finance arrangements

Sophisticated and increasingly complex financially engineered products will continue to
develop. MKS will be at the centre of these developments, offering a full range of services in
both gold and foreign exchange markets."

Hugh

+++++++++++
Gruß Basic


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