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Dow Jones: Abwärtsszenario bleibt intakt - 500 Beiträge pro Seite


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Zum Zeitpunkt des SEB-AnlageFlash vom 24. August deutete sich aufgrund des charttechnisch negativen Bildes bereits der Ausbruch aus dem absteigenden Dreieck nach unten an. Der Dow Jones hatte es bis dato nicht geschafft, aus dem Abwärtstrendkanal signifikant auszubrechen. Vielmehr orientierte er sich stetig an der oberen Begrenzungslinie (des Abwärtstrendkanals), wohin gegen es der Index jedoch nicht mehr schaffte, die obere Begrenzung des Dreiecks wenigstens anzutesten.

Immerhin kam von den Indikatoren noch kein eindeutiges Warnsignal für den bevorstehenden Ausbruch. Am gleichen Tag schien es auch tatsächlich, als ob der Dow Jones nun eher nach oben tendieren wollte. Allerdings war die Erholung mit diesem Tag dann auch schon vorbei. In vier Abwärtsperioden wurde nicht nur der Ausbruch aus dem absteigenden Dreieck vollzogen, die 9.975er Unterstützung, die aus der Nackenlinie der Doppel-Boden Formation vom März/April dieses Jahres resultierte, konnte auch nicht gehalten werden. Da der Dow Jones am Freitag nicht mehr oberhalb dieser Marke schloss, muss mit dem nachhaltigen Durchbruch unter diese Linie gerechnet werden.

Das technische Umfeld hat sich im Zuge dieser Entwicklung verschlechtert. So tendieren die Trendindikatoren MACD und Momentum im negativen Bereich nun wieder deutlich nach unten. Beide Indikatoren haben dabei die Niveaus der mehrere Wochen andauernden „Dreiecksphase“ unterboten. Der signifikante Aufbau von Abwärtspotenzial bzw. –dynamik wird damit angezeigt. Die Overbought/Oversold-Indikatoren RSI und Stochastiks sind aus den neutralen Bereichen in Richtung Überverkauft-Zonen abgedriftet, haben die Extremzonen jedoch noch nicht erreicht. Daher liegt kurzfristig noch weiter Abwärtspotenzial vor. Die Volatilität hat sich mit dem Ausbruch aus dem Dreieck erhöht und liegt heute bei 152,20 (144,49) Punkten. Auch dies sollte eher als Untermauerung der Abwärtsbewegung gedeutet werden.

Auf Sicht der kommenden fünf Handelstage erwarten wir die Fortsetzung der Abwärtsbewegung innerhalb des Abwärtstrendkanals. Die untere Begrenzung des Kanals liegt bei 9.630 Punkten (fallend). Diese Marke wird wohl das Ziel sein. Da der Markt zunehmend in einen überverkauften Zustand läuft, wird eine technische Korrektur einsetzen. Diese sollte Potenzial bis zum 9.975er Widerstand (Phänomen der Umkehrung) haben. Am (nun) grundsätzlich vorliegenden Abwärtstrendszenario wird sich also nichts ändern.

Autor: Holger Galuschke, SEB

Autor: (© wallstreet:online AG),11:27 03.09.2001



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