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Johnson & Johnson: Studie lässt Experten schwärmen - 500 Beiträge pro Seite


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Ein medizinisch-technologischer Fortschritt auf dem Gebiet der Behandlung von Herzerkrankungen sorgt für Furore. Die erhoffte Verbesserung könnte sich als erheblicher Wachstumsimpuls auswirken.

Cordis, die Medtech-Sparte des Pharmariesen Johnson & Johnson trumpft mit einer starken Studie auf: Die medikamentös ummantelten Stents des Unternehmens geben Anlass zur Hoffnung auf einen großen Schritt in der Medizintechnik, der die Behandlung von Herzpatienten entscheidend verbessern könnte.

Bei so genannten Stents handelt es sich um winzige Gefäßprothesen, die zur Öffnung verkalkter Arterien benutzt werden. Diese Behandlungsweise soll durch die Kombination mit einem medizinischen Wirkstoff entscheidend verbessert werden: Die bisher häufig auftretende Neuverschließung der Arterien soll durch ein Antibiotikum verhindert werden.

Glaubt man der Studie, hat diese Technologie die an sie gesetzten Erwartungen erfüllt: Keiner der Testpatienten, die den neuen Cypher-Stent implantiert bekamen, musste eine erneute Verschließung der Arterien erleiden. Bei Patienten, denen die bisher üblichen Stents eingesetzt wurden, trat dieser Rückfall noch in 26 Prozent der Fälle auf. Das Ergebnis der Studie fällt damit noch positiver aus als erwartet, obwohl vor kurzem schon durchgesickert war, dass man mit guten Ergebnissen rechnen konnte .

Ärzte und Analysten sind jedenfalls begeistert: Von Seiten der Mediziner ist zu hören, dass das neue Produkt sehr viel versprechend sei und die Therapiemöglichkeiten für Infarktgefährdete entscheidend verbessern könne. Allerdings seien die 210 Testtage noch etwas zu kurzfristig - der gute Trend müsse sich noch in Langzeitstudien bewahrheiten. Das Investmenthaus Merrill Lynch geht davon aus, dass die ummantelten Stents auf Grund dieses Testergebnisses nach ihrer Marktzulassung sofort stark wachsende Umsätze verzeichnen werden. Die Zulassung in Europa wird für Anfang 2002, die in den USA für Anfang 2003 erwartet.

Der Stent-Markt, der momentan ein Potenzial von etwa 2,3 Mrd. Dollar hat, könnte sich laut Analysten in den nächsten drei bis vier Jahren verdoppeln. Im Zukunftsgeschäft dreht sich dann ohne Zweifel alles nur noch um die medikamentös ummantelten Stents. Johnson & Johnson besitzt nun in diesem Feld einen entscheidenden Vorsprung vor der Konkurrenz, deren Aktienkurse entsprechend reagieren: Hauptrivale Guidant verliert 2,3 Prozent auf 35,30 Dollar.

Die Johnson & Johnson-Aktie legt jedenfalls massiv zu: Es geht um 6,4 Prozent auf 56,10 Dollar herauf. Die gesamte Pharmabranche nimmt diesen Aufwind mit. Der maßgebliche US-Pharmaceuticals-Index gewinnt ebenfalls rund 2 Prozent.

Autor: Peter Grimm (© wallstreet:online AG),10:20 05.09.2001



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