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Auf dem Höhrpunkt kaufen - auf dem Tiefpunkt verkaufen - 500 Beiträge pro Seite


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Dies ist kein Jammer-Thread, sondern der nüchterne Versuch, einem bestimmten Phänomen auf den Grund zu gehen: Dem Traden zum falschen Zeitpunkt.

Mir ist unzählige Male das passiert, was ich heute Abend mit Exodus erlebt habe. (Natürlich weiß ich, daß exds eine Zockeraktie ist, aber das ist hier unerheblich: )
Ich warte also bei sinkenden Kursen Tag für Tag ab, "verkneife" mir das Einsteigen bis zum Ende des Verkaufsdrucks, lese alle Threads und Analysen, die greifbar sind, und beobachte heute schließlich, daß sich die Aktie gegen den allgemeinen Trend stabilisiert und langsam zulegt.

Wenige Minuten nach dem Kauf (relativ kleine Position von 1000 Stck.) drehen die Indizes so deutlich ins Minus, daß auch exds davon beeinflußt wird - ich verkaufe mit 60 Euro Verlust - und wiederum kurz danach erholen sich die Indizes von ihren Tiefs (DOW von -110 auf -45, Nasdaq entsprechend), und ich stelle fest, daß ich auf dem Tief verkauft habe.

Das alles ist weder eine Tragödie noch geht´s um eine größere Summe, nur:
Das Muster tritt mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder auf. Ich habe es in den letzten Wochen sicher ein Dutzend mal fertig gebracht, den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt zum Kaufen / Verkaufen zu erwischen.

Noch habe ich genug Bares zur Verfügung, aber ich würde schon gern herausfinden, ob das alles nicht doch mehr als ein Zufall ist.



Bitte um Kommentare!


Gruß
Ich glaube,an dem Spruch "Hin und her,macht Taschen leer" ist schon was wahres dran.Ist mir auch schon passiert,vor allem wenn man zu oft auf die Kurse starrt.

Gruß

charles
Dieses Phänomen kennen wohl alle : Teuer kaufen dann billig verkaufen. Ist mir zuletzt mir der Telekom gelungen.

Aber das ist ein rein psychologisches Moment : Die zählst nur die roten Ampeln, nicht die grünen. Wie oft war es schon, daß Du einigermaßen gut gekauft und verkauft hast.
Der Mensch neift dazu, das zu vergessen, und tendiert dazu,
aus den negativen Erfahrungen zu verallgemeinern und sich dann nicht zu trauen ( zu investieren ).

Ich kenne das nur zu Genüge und jeder andere hier wahrscheinlich auch. An der Börse gibt es nur zwei Möglichkeiten : Ex oder Arschloch. Fifty-Fifty also.
Ich nehm anscheinend auch immer die falsche Möglichkeit.

NewMax
Vor ein paar Monaten wurde überall geschrieben : gesunde Kurse liegen im Bereich 1/3 bis 2/3 unter AZH ,
bei nun 90% unter AZH dürften viele werte geschenkt sein
Z.B. Bargeldbestandswert zu Kurswert 2:1 = 50% Didcount ,
in 2 Jahren zeichnen die Charts vermutlich ein V - und ein wert von heute 5,- hat dann 200 bis 500% zugelegt - was mach es dann noch auf das absolute Tief bei 4,- bis 4,50 zu warten wenn es ebenso im gleichen zeitraum auf 8,- sein könnte ???
entweder Geduld und Ruhe haben oder der Börse den Rücken Kehren
Nach meiner Erfahrung setzt einen das Starren auf den Schirm dermaßen unter Druck, dass man sich dann durch den Kauf bzw. Verkauf Entlastung verschafft. Offenbar geht es vielen ähnlich, sonst würde der Markt nicht unmittelbar danach drehen.

Für mich, versuche ich mich auf die Schlußkurse zu disziplinieren, was aber auch nicht immer gelingt. So vermeide ich zumindest, während des Tages auf Candles zu handeln, die am Abend wieder verschwunden sind.

Irgendwie sind wir wohl alle falsch "gewickelt". Man müßte sich dazu zwingen, diese Kurzschluß-Handlungen systematisch zu bekämpfen.

Ich denke, das ist eines der interessantesten Themen überhaupt.

Gruß

JLL
Probier`s doch mal mit Bottomfishing:

Du setzt eine (vernünftige) Kauforder rein die deutlich unter dem aktuellen Stand ist. Sozusagen deinen Wunschpreis. Am besten knapp über oder unter bisherigen Tiefs. Das machst du bei mehreren Kaufkandiaten (die du natürlich vorher auf Termine und Substanz abgecheckt hast) gleichzeitig.

Jetzt wartest du einfach ab, ob das Limit greift oder nicht. In keinem Fall setzt du deine Limits höher. Greift keines deiner Limit - kein Problem du hast zwar kein Geld verdient aber auch nichts verloren. Falls aber eine Aktie in deine tiefliegende Falle geht, dann hast du sehr gute Chancen den Tiefststand erwischt zu haben. Beim Verkaufen machst du das jetzt andersherum. Um dein Risiko zu minimieren verkaufst du grundsätzlich gleich wieder wenn die Aktien mehr als 3-5% unter deinen Einkaufspreis sinken sollte. Nicht warten bis du bei -20% liegst weil zufällig das Ding komplett abkackt.

Das Problem ist das man immer gleich kaufen will und Angst hat seine Chance zu verpassen. Wenn man sagt: "jetzt ist das Tief erreicht jetzt kaufe ich sofort" liegt man meistens falsch.
@DerMusiker

Das gleiche Problem habe ich am Anfang auf gehabt.
Mittlerweile handele ich nicht mehr so extrem kurzfristig,
sondern eher nach dem 3-Monats-Zyklus (Ende März, Juni, September, Dezember).
(Ich glaube, das hängt mit den Verfallstagen bei Termingeschäften (3facher Hexensabbat etc.) und
der Depotreinigung von Fondsgesellschaften zum Quartalsende zusammen. Wer weiß mehr darüber ? )
Zu den Zeitpunkten gibt es regelmäßig lokale Tiefststände,
bei denen es sich lohnt, kurzfristig (also ca. 1 Monat) investiert
zu bleiben - auch wenn es manchmal schwer fällt,
und man immerzu das Gefühl hat, es geht wieder bergab und man muß verkaufen.


GauJones
Traden will gelernt sein, heutzutage kriegen das nur die echten Profis hin.

Ich habe auch einige Versuche gestartet und habe damit in der Mehrheit Verluste produziert. Ist auch kein Wunder, bei diesem Umfeld und ohne dieses Handwerk von grundauf gelernt zu haben.

Also muss man üben, das dürfte ja dem Musiker aus der Kindheit noch bekannt sein. (Ich weiß, dass man später kaum noch probt, außer bei den Auftritten :-))) )

Ich mache im Augenblick im Trading nur Sandkastenspielchen und bin immer froh, wenn ein Imaginär-Trade danebengeht. Die Sandkastenspielchen werden jedoch dokumentiert und so originalgetreu wie möglich gespielt.

Ansonsten ist zurücklehnen angesagt, warten bis die letzten MDAX-Werte ausgestoppt werden und sich freuen, dass das Depot nur einstellig im Minus liegt - seit Jahresanfang.
Gruß Prof
Danke für alle bisherigen Antworten!

Trotzdem gehen sie mir noch nicht "tief" genug.
Wenn ich fragen würde, "um wieviel Ecken muß man denken", wäre das zu platt. Ich werde in den nächsten Tagen ein paar Gedanken und Vermutungen formulieren und hoffe auf konstruktive Kritik.

Aber auf #6 komme ich mit Sicherheit noch zurück - die Strategie scheint mir sehr erfolgversprechend, unter der Maßgabe großer Selbstdisziplin.


Bis neulich!
Das Bottom-Fishing hat aber auch seine Schwierigkeiten:

1. Von mehreren Aktien auf der Auswahlliste erwischt man fast systematisch die Schwächsten.

2. Man kauft in einem intaken Abwärtstrend, tendenziell beim Erreichen neuer Tiefstkurse - ist auch nicht Jedermann`s Sache.

3. Auch hier ist man von der Entscheidung, wann lasse ich mich ausstoppen nicht entbunden. Natürlich wiederum mit der Gefahr hierfür ausgerechnet den Tiefpunkt zu erwischen.

Ansonsten allseits Gute Nacht.

Gruß

JLL
Jll: Wichtiger Beitrag!

Seht mal, wo heute morgen Exodus steht (nur, ums noch mal zu erwähnen, da exds mein Beispiel war).

Bis bald :)


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