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Nasdaq rutscht weiter in den Keller - 500 Beiträge pro Seite


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Die Nasdaq legt in der zweiten Handelshälfte zwar zu, kommt aber dennoch nicht mehr an den Schlusskurs von gestern heran. Eine Reihe kritischer Analystenberichte und ein insgesamt nervöser Markt sind die Gründe. Da hilft es nur wenig, dass die US-Produktivität sich weiterhin auf einem hohen Niveau bewegt.

Der Nasdaq Composite verliert 12 Punkte oder 0,7 Prozent auf einen Stand von 1.759 Zähler. Die Umsätze legen stark zu. Die Lethargie der Händler, die in den vergangenen Wochen zu spüren war, ist vorbei. Das deutet darauf hin, dass demnächst größere Indexbewegungen anstehen.

Tageschart Nasdaq Composite

Die Produktivität der amerikanischen Industrie hat im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet 2,1 Prozent zugelegt, Volkswirte sind von 2,0 Prozent ausgegangen. Im ersten Quartal lag die Steigerungsrate bei 2,5 Prozent. Damit bestätigt sich, dass die USA nach wie vor trotz der wirtschaftlichen Schwäche sehr effektiv arbeiten. Das ist wichtig, denn dadurch bleibt auch bei steigenden Löhnen die Inflation unter Kontrolle. Und höhere Gehälter sind die Voraussetzung, damit die Verbraucher konsumieren. Gerade hier haben die jüngsten Zahlen zum Verbrauchervertrauen Besorgnis ausgelöst.

Die Anleger bleiben nervös. Kursanstiege sind nur kurzfristig, zurzeit reicht die Energie kaum einmal für einen ganzen Tag. Gewinne werden meist schon intraday wieder realisiert, Verluste genauso schnell begrenzt. Es fehlen weiterhin Fundamentaldaten, die eine nachhaltige Erholung der Wirtschaft erkennen lassen. Dazu kommt, dass das dritte Quartal demnächst zuende geht. Deshalb werden in den kommenden Wochen erfahrungsgemäß viele und auch wichtige Unternehmen aus dem High-Tech-Bereich Ergebniswarnungen veröffentlichen. Warum da im Vorfeld Aktien kaufen?

Diese Angst ist bei Cisco zu spüren. Der Netzwerkausstatter verliert 5,4 Prozent auf 14,88 Dollar und damit in sieben Tagen rund 20 Prozent seiner Bewertung. Cisco hat zuletzt einen Gewinnrückgang von mehr als 95 Prozent bilanziert, und es sieht nicht so aus, als sei die Talfahrt gestoppt. Das zieht den gesamten Netzwerksektor nach unten, der im Schnitt 5,2 Prozent abgibt. Das hängt auch mit einem Bericht von Morgan Stanley zusammen, der davon ausgeht, dass die Investitionen im Telekom-Sektor weiter schwach bleiben.

Merrill Lynch bringt den Markt unter Druck, indem die Investmentbank Telekom-Titel abstuft. Ericsson, Motorola und Marconi gehören dazu. Letzterer verliert rund 20 Prozent.

Hewlett-Packard verliert am zweiten Tag in Folge massiv. Der Computerhersteller notiert 8,6 Prozent schwächer mit 17,25 Dollar, Folge der angekündigten Akquisition des Konkurrenten Compaq.

Microsoft legt 2,4 Prozent auf 57,45 Dollar zu. Der Softwarekonzern bekräftigt am Abend seine Bilanzprognose für das Gesamtjahr. „Wir hatten vorausgesagt, dass wir im Geschäftsjahr 2001/2002 einen Umsatz zwischen 28,8 Mrd. Dollar und 29,6 Mrd. Dollar sowie einen Anstieg des operativen Gewinns um 8 Prozent verzeichnen werden“, sagte Finanzchef John Connors am Nachmittag auf einer Technologiekonferenz in Boston.

Autor: Thorsten Sauter (© wallstreet:online AG),22:23 05.09.2001



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