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Montag, 24. September 2001
Taliban provozieren USA
Pakistan zieht Diplomaten ab


Die radikal-islamischen Taliban haben das Büro der Vereinten Nationen in der afghanischen Stadt Kandahar besetzt und alle UN-Verbindungen in andere Städte des Landes unterbunden. Das berichteten UN-Vertreter im pakistanischen Islamabad. Ein Taliban-Sprecher wies die Darstellung zurück und betonte, Polizeikräfte seien zum Schutz der Einrichtung dorthin verlegt worden.

UN-Angaben zufolge übernahmen die Taliban auch die Führung von zwei privaten Hilfsagenturen, die unter UN-Schutz arbeiteten.

Die UN hatten nach den Terrorangriffen in den USA ihr ausländisches Personal aus Afghanistan abgezogen. Vor Ort abrbeiteten allerdings lokale Mitarbeiter weiter.

Scharfe Töne in Richtung USA

Im Konflikt mit den USA hat die Taliban-Regierung unterdessen eine härtere Gangart eingeschlagen und deren Rückzug aus der Golfregion gefordert. "Amerika sollte sich nichts vormachen", sagte Taliban-Chef Mullah Mohammad Omar in einer in Kandahar verbreiteten Stellungnahme. Weder ein Mord an Osama bin Laden noch an ihm selbst würde die USA aus ihrer Krise befreien.

Zugleich forderte Omar eine Änderung der Nahost-Politik der USA und ein Ende ihrer "palästinenserfeindlichen Politik". Andernfalls würden sich die USA mit einem "blutigen Krieg" konfrontiert sehen.

Taliban stürzen oder nicht?

In der US-Regierung herrscht unterdessen offenbar Uneinigkeit darüber, ob die Taliban im Zuge eines Militärschlags gegen den Terrorismus gestürzt werden sollen. Diese Absicht nannte die nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice am Sonntag in einem Fernsehinterview mit Fox News. Außenminister Colin Powell widersprach der Darstellung.

"Die Taliban haben ein unterdrückerisches und schreckliches Regime aufgebaut. Dem afghanischen Volk ginge es viel besser ohne sie. Wir werden sehen, welche Mittel uns zur Verfügung stehen, um das herbeizuführen", sagte Rice. Dagegen meinte Powell, die US-Regierung konzentriere sich darauf, die Terroristen zu finden und ihre Unterstützungslinien zu kappen. "Es ist nicht eines unserer Ziele, das Regime zu beseitigen", sagte Powell in einem Interview mit ABC.

Powell kündigte "in Kürze" ein Dokument an, das die Beteiligung des mutmaßlichen Topterroristen Osama Bin Laden an den Terroranschlägen in den USA belegt. Solche Beweise fordern zahlreiche islamische Staaten, bevor sie sich zu einer konkreten Hilfestellung bei der bevorstehenden Militäraktion bereit erklären.

Pakistan zieht Diplomaten aus Kabul ab

Pakistan hat unterdessen sein gesamtes Botschaftspersonal aus der afghanischen Hauptstadt abgezogen. Pakistan habe alle Diplomaten und Angestellten aus Sicherheitsgründen vorübergehend abgezogen, verlautete aus dem afghanischen Außenministerium in Islamabad. Pakistan galt bislang als enger diplomatischer Verbündeter des Taliban-Regimes, hat den USA aber bereits Unterstützung im Falle eines Militärschlages gegen Afghanistan zugesagt.
Keine Panik, die Amerikaner lassen sich nicht von den Taliban provozieren. Die Schwachmaten sollten jedoch Ihre Klappe nicht so weit aufreißen.
die reisen nur deswegen ab, weil die nordallianz nur
noch 30 km vor kabul steht, und die sind bekanntermaßen nicht gut auf die pakistani zu sprechen :)
Meiner Meinung nach deutet der Abzug auch auf einen Militärschlag in den nächsten Stunden/Tagen hin. Als "Verbündeter" der USA hat Pakistan sicherlich einen kleinen Hinweis auf einen Luftschlag erhalten. :)


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