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Gleich um 22:30 Uhr im WDR- Fernsehen:Scharon, der Schlächter von Beirut - 500 Beiträge pro Seite



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Blutige Vergangenheit
Ariel Sharon und die Massaker von Beirut

24.9.2001 um 22.30 - 23.15 Uhr

Autor: Fergal Keane
Redaktion: Dierk L. Schaaf

Unter dem Kommando von Ariel Scharon dringen 1982 israelische Truppen in den Libanon ein und besetzen Beirut. Unterstützt werden sie von christlichen Falangisten. Ihnen überlassen sie die palästinensischen Flüchtlingslager Sabra und Schatila. Unter den Augen des israelischen Militärs richten die Falangisten in diesen Lagern ein grauenhaftes Massaker an. Sie töten mehr als 800 Menschen - darunter Frauen, Kinder und Greise.
Ariel Scharon musste deshalb 1983 als Verteidigungsminister zurücktreten. Heute ist er israelischer Ministerpräsident. Er bestreitet weiterhin jede persönliche Verantwortung für diese Greueltaten. Fergal Keane geht in seiner aufsehenerregenden Dokumentation noch einmal allen Hinweisen auf die Verstrickung Scharons in dieses Verbrechen nach. Bis zum heutigen Tag ist deswegen niemand angeklagt worden. Die von Keane befragten Zeitzeugen und neue Dokumente legen den Schluss nahe, dass Ministerpräsident Scharon für dieses Massaker verantwortlich ist und vor ein internationales Kriegsverbrechertribunal gestellt werden müsste.


Warum wurde dieser Kriegsverbrecher und Terrorist noch vor keinem Tribunal angeklagt?
@Punk24,
dieser alte Käse ist nun wirklich zigmal hochgekaut worden!

Wer sich da noch einen ablutschen kann, von mir aus!!

Jagger2000
Sabra und Shatila


Chronologie der Ereignisse in Kurzform:

Quelle www.pallast-publisher.com/massaker.htm



Dienstag, 14.09.82: Der designierte libanesische Präsident Beschir Gemayel fällt einem Attentat zum Opfer. Gemayel war auch Chef der »christlichen« Milizen Libanons.

Mittwoch, 15.09.82: Begin (israelischer Ministerpräsident) sendet ein Telegramm an den Vater des Ermordeten und teilt mit, daß er »über die verbrecherische Ermordung des großen Patrioten und mutigen Kämpfers für Freiheit und Unabhängigkeit Libanons schockiert ist«. Die israelische Armee besetzt Beirut.

Donnerstag, 16.09.82: Die israelische Armee umstellt auch die Flüchtlingslager Sabra und Shatila, läßt jedoch bewußt Eingänge offen, durch die sich Soldaten der Falange und »christliche« Milizen (auch Mitglieder der Haddad-Miliz) Libanons Donnerstag Nacht Zutritt verschaffen können. Ein furchtbares Massaker der Falangesoldaten und »christlichen« Milizen an den wehrlosen Palästinensern beginnt am Donnerstag. Zahl der Opfer nach späteren libanesischen Schätzungen und Vermutungen der PLO: Zwischen 1200 und 3500 Tote. Die genaue Zahl der Toten läßt sich nicht ermitteln, weil viele Leichen aus den Lagern mit unbekanntem Ziel abtransportiert werden.

Freitag, 17.09.82: Das Massaker hält den ganzen Tag an und geht noch in der Nacht zum Samstag weiter. Der Spiegel Nr. 39 vom 27.09.82 berichtet auf Seite 141: »Zwei Stunden später nähert sich der norwegische Diplomat Gunnar Flakstadt dem Lager Shatila. Er will Berichte prüfen, nach denen in den Lagern gekämpft wird. Er sieht, wie ein Bulldozer, die Schaufel voller Leichen, aus dem Lager fährt.«

Samstag, 18.09.82: Das Massaker an den Palästinensern ist zu Ende. Der Spiegel Nr. 39 berichtet weiter: »Samstagvormittag: Nach etwa 36 Stunden Dauer ist das Morden zu Ende, gleichen die Lager apokalyptischen Friedhöfen, auf denen die Leichen am Boden liegen, einzeln von Bulldozern zusammengeschoben und halb verschüttet.« Schreckliche Fotos, die später von den vorgefundenen Opfern gemacht wurden, bestätigen dieses Zitat.

Montag, 20.09.82: Das Massaker wird weltweit bekannt und stößt auf große Empörung. Die israelische Regierung bestreitet offiziell jede Beteiligung. Im Lager wurden furchtbar entstellte Leichen, die von den Milizionären notdürftig verscharrt worden waren, entdeckt. Es wird bekannt, daß die immer sehr gut informierte israelische Regierung bereits am Freitag vom Massaker Kenntnis erhalten hat. Demnach hat sie – nach dem gegenwärtigen Stand der noch recht spärlich vorhandenen Erkenntnisse – sich wegen bewußt unterlassener Hilfeleistung mitschuldig gemacht, weil sie viele Stunden nichts unternahm, um das Massaker zu beenden.

Mittwoch, 22.09.82: Der israelische Politiker Peres sagte: »Man muß kein politisches Genie sein, um angesichts des aufgestauten Hasses nach dem Mord an dem designierten libanesischen Präsidenten und Milizen-Chef, Beschir Gemayel, die Folgen vorherzusehen.« Scharon, israelischer eisenharter nationalistischer Verteidigungsminister, »um Lügen nie verlegen« (siehe Der Spiegel Nr. 40 v. 04.10.82 S. 147/150), soll nunmehr zugegeben haben, daß er die christlichen Milizen nicht nur gewähren ließ, sondern unterstützt habe. Das israelische Parlament, die Knesseth, entscheidet sich gegen eine offizielle Untersuchung des Massakers.

Zitat aus dem Kölner Stadt-Anzeiger, 23.09.82 Seite 6 Beirut/Jerusalem (dpa/ap): »Unterdessen sprach sich das israelische Parlament gegen eine öffentliche Untersuchung des Massakers aus. ... Zuvor hatte Verteidigungsminister Scharon eingeräumt, daß die israelischen Streitkräfte die christlichen Milizen in gewissem Maß unterstützt hätten. Scharon gab auch erstmals öffentlich den Anfangszeitpunkt der Aktion zu. Danach waren die Christenmilizen bereits am Donnerstagabend in die Lager eingedrungen. Nach Aussagen Scharons hätten die Israelis mit Leuchtbomben aus Flugzeugen das Gebiet für die Aktion erhellt.«

Samstag, 25.09.82: Im Kölner Stadt-Anzeiger erscheint ein Sonderbericht von Peter Gerner zu den Aufräumarbeiten in den Lagern Sabra und Shatila. Es wird den Lesern klar, daß die Palästinenser bestialisch umgebracht worden sind (Beispiel in dem Bericht: Eine Schwangere wurde aufgeschlitzt und ihr Baby geköpft).

Montag, 26.10.82: Israels Verteidigungsminister Scharon hat öffentlich bekannt, daß er den Befehl zum Einsatz der christlichen Falangisten in den Palästinenserlagern Sabra und Shatila gegeben hat.
So weit die kurzgefaßte Chronologie. Gibt es zuverlässige Augenzeugen- bzw. weitere Tatsachenberichte, die über jüdische Verantwortung Auskunft geben? Die taz (die tageszeitung) vom Freitag, dem 8. Oktober 82, berichtet unter »Rekonstruktion eines Massenmordes – Was geschah in Sabra und Shatila?«. Zitate:

»Eine französische Krankenschwester aus dem Acca-Krankenhaus, das dem südlichen Eingang der Lager gegenüber liegt, bemerkt in den Morgenstunden (Mittwoch, 15.09.82) israelische Panzer und dies vor dem Krankenhaus, direkt an der Grenze der Lager. Andere Augenzeugen sehen ein paar Meter weiter, in der Umgebung der kuwaitischen Botschaft, israelische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge. Etwa 700 Meter weiter nördlich, am Stadion Camille Chamoun, das im Westen an den Lagerkomplex angrenzt, stehen ebenfalls israelische Panzer. Sabra und Shatila sind umzingelt.«

»Die libanesische Armee hatte bis zum Vortag die Lager umstellt gehalten und mehrfach Waffen konfisziert. Eilfertig zieht sich die Armee zurück, als die Israelis nach Beirut vordringen. „Wir erhielten in der Nacht Befehl, uns in die Kasernen zurückzuziehen", berichtet ein libanesischer Soldat.«

»Gegen 15 Uhr fragt Israels Generalstabschef Eytan über Funk an, ob die Milizen bereit seien, die Lager „von Terroristen zu säubern". Etwa eine Stunde später werden auf der Hauptstraße von Sabra-Shatila Panzerfahrzeuge ausgemacht. Die Israelis verhängen eine Ausgangssperre für alle von ihnen besetzten Gebiete. General Drori ordert den Kontaktoffizier der libanesischen Milizen, mit der Aktion zu beginnen. Um fünf Uhr findet am Flugplatz ein Appell der Miliztruppen, an dem angeblich auch Generalstabschef Eytan teilnimmt, statt. Die Milizionäre bekommen von den Israelis Kartenmaterial und Luftaufnahmen der Lager. Fast genau um 17 Uhr (Anmerkung des Verf.: Donnerstag, 16.09.82) betreten die „christlichen" Milizen von einer Kette von Sandhügeln aus, die das Lager im Westen zur kuwaitischen Botschaft und zum Stadion hin begrenzen, Shatila. Das Massaker beginnt.«

»Israels Generalstabschef Eytan erklärt später in einem Rundfunkinterview, seine Männer seien westlich der Lager stationiert gewesen, also eben dort, von wo das Massaker seinen Anfang nahm, und hätten von dort aus die Milizen nicht überwachen können.«

»Die israelischen Truppen hatten ihr Hauptquartier unweit der kuwaitischen Botschaft aufgeschlagen und in drei zerstörten Appartmenthäusern Beobachtungsposten errichtet. Vom 6. Stock der alten libanesischen Offiziersresidenz aus konnten sie die Straßen und Gassen der Lager perfekt beobachten. Die Kriegsschäden in dem Lager erlauben einen unverstellten Blick. Auf den Hügeln am Westrand von Shatila saßen israelische Soldaten auf ihren Panzern und schauten auf das Geschehen hinab, eine Beobachtung, die nicht nur zahlreiche Augenzeugen, sondern auch ein US-Diplomat (gegenüber der Zeitschrift Newsweek) bestätigt. Die israelischen Leuchtraketen, die die Gegend in helles Licht tauchten, wurden von fast allen Vierteln Beiruts aus gesehen. Ein israelischer Soldat, am Rand der Lager auf Posten, gab gegenüber der „Jerusalem Post" zu, mit seiner Mörsereinheit 2 Leuchtraketen pro Minute über die Lager gefeuert zu haben.«

»Mehrere Augenzeugen sehen Munitionskisten mit hebräischer Aufschrift auf den Straßen.«
»Um halb acht tagt das israelische Kabinett und genehmigt den Einsatz „Falangistischer Milizen", der bereits im Gang ist, um die Lager zu „säubern".« An dieser Stelle muß ausführlicher erklärt werden, was mit „säubern" wirklich geplant war. Dazu ein weiterer Augenzeugenbericht aus der taz:

»Bis in die Abendstunden donnerte um uns herum das Artilleriefeuer. Wir haben unsere Kinder genommen und uns nicht vom Fleck bewegt. Dann, gegen 6 Uhr, haben sie uns aus dem Haus geholt. Sie brachten uns, Gewehr im Anschlag, zu einem Keller Richtung Stadion. Auf den Straßen war es von den Leuchtraketen taghell. „Stellt euch hier an der Wand auf", haben sie uns schließlich befohlen. Wir haben geweint, sie sagten zu uns: „Seid froh, daß wir euch haben und nicht die Juden. Wir sind besser als die Juden", sagten sie, und dann haben sie die Männer vor unseren Augen erschossen. Meinen Mann und zwei meiner Söhne, und die vier Nachbarskinder auch. Ihr Blut lief die Wand hinab. Ein Freund war noch hinter uns hergerannt und wollte mir Windeln bringen für mein Baby. Den haben sie neben meinen Söhnen erschossen. Sie haben noch versucht, die Toten zu begraben, aber das war ihnen in der engen Gasse wohl zu schwierig. Da haben sie Matratzen über die Leichen geworfen (Anmerkung des Verf.: Dieses überhastete „Verscharren" von Leichen ist in mehreren Presseberichten übereinstimmend erwähnt). Draußen waren sie mit Bulldozern bei der Arbeit und sie warfen Handgranaten in die Häuser. Uns haben sie dann in einen Raum gesteckt, vielleicht 15 Frauen und 30 Kinder. Da drinnen haben sie die meisten Mädchen gefesselt, auch eine alte Frau, und mit denen haben sie gemacht, was sie wollten. Sie hatten Gewehre, große Messer und Pistolen. Im Raum waren schon an die 20 Tote, eine Frau haben sie regelrecht in der Mitte durchgeschlagen, und ein 9 Monate altes Kind, dessen Familie sie schon ermordet hatten, hat eines dieser Schweine noch in den Bauch geschossen und dann erwürgt. Andere wurden aus dem Raum geholt und draußen erschossen.

Wir saßen neben den Toten, die sie noch nach Geld und Schmuck durchsuchten. Wenn die ein Armband haben wollten, hackten sie der Toten die Hand ab. Wir waren die ganze Zeit bewacht, es war ein ständiges Kommen und Gehen von Soldaten. Auf einigen Uniformen habe ich die Zeder der Falangisten erkannt, auf den anderen stand etwas, was ich nicht lesen konnte. Die meisten sprachen arabisch, den Akzent der Gegend östlich von Beirut. Ich kenne die Sprache, habe 5 Jahre in Bourj Hammozud gelebt. Aber es waren auch große, blonde dabei, die sprachen nicht arabisch. Andauernd kamen Lastwagen an, da luden sie Essen, Obst und Mineralwasser und Munition ab und brachten es in den Raum. Dann machten sie noch Witze: „Willst du Schweinefleisch?" fragte der eine seinen Kumpanen. „Ich schieße dir das beste Schwein, das ich finden kann."«

Das jüdische Israel war für das Massaker verantwortlich. Eine Schlußbemerkung: Israel hat sich die Hände nicht beschmutzt, sondern die Drecksarbeit anderen überlassen.

Die Bibel war – traditionsgemäß – im modernen Israel immer noch kein Ansporn, moralisch zu handeln.

Im Kölner Stadt-Anzeiger 29.09.82, Seite 4, berichten Steven Hindy und Kate Doria über den Fortgang der Ereignisse – diesmal der aktiven Unternehmungen der israelischen Soldaten: »Verwüstete Privatwohnungen, mit Kot verschmierte Moscheen und geplünderte Krankenhäuser kennzeichnen nach Berichten von Augenzeugen den Weg der israelischen Besatzungstruppen in West-Beirut. Auf dem Flughafen, in Schulen und Mietskasernen nahmen die Soldaten alles an sich, was nicht niet- und nagelfest war. Auch Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen waren vor dem Zugriff der Soldaten nicht sicher. ... Umliegenden Geschäften ging es nicht besser. ... Ein Polizeibeamter der Hauptwache teilte mit, er wisse von mindestens 50 Klagen über Autodiebstähle durch Israelis.« Mir scheint es jetzt notwendig, an Ben Gurion und die Staatsgründung Israels am 14. Mai 1948 zu erinnern: »Hier schuf das jüdische Volk eine nationale und universelle Kultur und schenkte der Welt das Ewige Buch der Bücher.«

Einer von mehreren späteren Berichten ist die PeP-Meldung des Kölner Stadt-Anzeigers Nr. 165/2 1990: Überschrift: »Scharon ruft erneut zum Mord an Arafat auf«. Zitat: »Jerusalem – Zur Ermordung von PLO-Führer Arafat hat Israels Handelsminister Scharon gestern erneut aufgerufen (Anmerkung des Verf.: Der Mordaufruf gegen Salman Rushdi geht in die gleiche Richtung und unterscheidet sich nicht vom Verbrechen des Mordaufrufs Scharons.). Er sagte, wenn Verteidigungsminister Rabin einen konkreten Plan zur Beendigung der Initifada und zur „physischen Vernichtung der PLO-Führung" anbieten könne, dann werde er die Forderung Rabins nach einer Erhöhung des Militärbudgets nicht nur unterstützen, sondern noch erweitern.«

Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, daß Scharon die »physische Vernichtung« gefordert hat, was immer mit »Töten« übersetzt werden muß, und weil er 1982 zur Zeit des Massakers in Sabra und Shatila der verantwortliche Verteidigungsminister war, dürfte die »physische Vernichtung« der Palästinenser in den Lagern Sabra und Shatila sein Gesamtvernichtungskonzept vollständig erklären. Die Mehrheit der Juden in Israel hat sich diesen Hardliner über demokratische Wahlverfahren gewünscht.

Israels Unmenschlichkeit gegenüber den Palästinensern zeigt sich weiter am Themenkomplex »Israelische Verbrechen gegen die Menschlichkeit« (beinhaltend »Kritik von Menschenrechtsorganisationen an Israel«, »Kritik der Völkergemeinschaft an Israel« und »offizielle Billigung von Verstößen gegen Menschenrechte in Israel durch oberste israelische Gerichte«). Zeitungsartikel, die Verbrechen der Israelis belegen, sind praktisch unzählbar. Hier einige ausgewählte Beispiele:

»Israelische Soldaten erschießen einen achtjährigen Jungen (Kölner Stadt-Anzeiger 12.06.89) ... Im palästinensischen Flüchtlingslager Dschebelija im Gaza-Streifen haben israelische Truppen am Wochenende einen achtjährigen Jungen erschossen. Am Sonntag starb ein 15jähriger Junge an den Schußverletzungen, die er bei demselben Zwischenfall erlitten hatte. Er ereignete sich, als 200 Araber gegen neue, computerlesbare Ausweise demonstrierten. Jugendliche hätten die Soldaten mit Steinen beworfen, diese hätten daraufhin geschossen. ...«

»Knochenbrecher mit Degradierung bestraft (Kölner Stadt-Anzeiger 25.04.91) ... Gegenstand der Anklage war ein Zwischenfall zu Beginn der Intifada: Israelische Truppen unter dem Befehl Meirs rückten am 21. Januar 1988 in das Dorf Hawara ein und nahmen zwölf Einwohner mit. Die Gefangenen wurden in einen Zitrushain geschleppt, wo die Soldaten ihnen systematisch Hand- und Fußknochen brachen ... «

»Schwere Vorwürfe gegen Israel hat die Londoner Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International erhoben (Kölner Stadt-Anzeiger rtr-Bericht vom 04.02.93). In einem Beitrag für die Menschenrechts-Kommission der Vereinten Nationen Genf warf Amnesty den israelischen Behörden fortgesetzte „systematische" Folter von Palästinensern in den Untersuchungshaftanstalten in den besetzten Gebieten vor. Drei Palästinenser seien noch in der Haft gestorben, einer kurz nach der Freilassung. Mit Schlägen und Elektroschocks seien rund 200 Häftlinge in der Chiam-Haftanstalt in der von Israel beanspruchten Sicherheitszone mißhandelt worden. Viele Erschießungen von Palästinensern ließen die Mutmaßung zu, daß es sich in Wirklichkeit um Exekutionen handele. Zugleich wurde auf die Tötung von 120 Palästinensern bei Zwischenfällen in Westjordanland und Gazastreifen 1992 hingewiesen.«

»Verwundete Freischärler erhalten Todesschuß (Kölner Stadt-Anzeiger 14.02.95) ... Jüngster Anlaß für scharfe Kritik an der Armee war ein vom israelischen Fernsehen ausgestrahlter Film, der zeigt, wie ein verletzt am Boden liegender Palästinenser von Soldaten erschossen wird ...«

»Mordvorwurf gegen israelische Armee erhoben (Kölner Stadt-Anzeiger 16.02.93) ... Die palästinensische Menschenrechtsgruppe El Hak, ein Zweigverband der Internationalen Juristenkommission, wirft der israelischen Armee vor, in den vergangenen Wochen sechs Araber ermordet zu haben. In allen Fällen seien die Männer nach ihrer Festnahme erschossen worden, ohne daß sie zuvor Widerstand geleistet hätten. El Hak zufolge wurde am 27. Januar ein Araber in Gaza auf offener Straße von einem Soldaten erschossen, nachdem er in einem Haus festgenommen worden war. ...«

»Geheimdienst: Tod nach Folter war Arbeitsunfall ... (Kölner Stadt-Anzeiger 1./2.05.95) Ein Angehöriger des israelischen Geheimdienstes Schin Beth hat eingeräumt, daß Mitarbeiter in der vergangenen Woche einen 30jährigen Palästinenser zu Tode gefoltert haben. „Auch wenn man sich an alle Regeln hält, kann es Arbeitsunfälle geben", zitierte die israelische Zeitung „Jedioth Achronot" am Sonntag den namentlich nicht genannten Schin-Bet-Mitarbeiter.«

»Rabin verurteilt Erschießung Kriegsgefangener (Kölner Stadt-Anzeiger 17.08.95) ... Wie der frühere israelische General Arye Biro bestätigte, haben er und ein anderer Offizier, in der Sinai-Wüste 49 ägyptische Gefangene erschossen. Er habe den Befehl gehabt, schnell vorzurücken und keine Soldaten zur Bewachung der Gefangenen gehabt. ... Ein israelischer Militärhistoriker sagte zudem, Soldaten unter dem Kommando des jetzigen Wohnungsbauministers Ninyamin Ben Eliezer hätten im Krieg des Jahres 1967 rund 300 ägyptische Kriegsgefangene getötet, die sich zuvor ergeben hatten.«

»Palästinenser starb an Folgen von Folter (Kölner Stadt-Anzeiger 29./30.04.95) ... Der in israelischer Haft gestorbene Palästinenser Abdel Samad Harisat ist den Folgen von Mißhandlungen erlegen, die ihm beim Verhör zugefügt wurden. ... der Mann ... sei durch die Sicherheitspolizei Schin Bet 20 Minuten lang geschlagen und getreten sowie mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen worden. Laut Regierungserlaß ist Schin Bet befugt, bei Verhören „angemessenen körperlichen Druck" auf Häftlinge auszuüben. Regeln werden nicht veröffentlicht ... «

»Schweigende Zeugen der Folter (Kölner Stadt-Anzeiger 14.08.96) ... Ohne das stille Mitwirken des medizinischen Gefängnispersonals aber, ist die Gefangenenhilfsorganisation überzeugt, könnte dieses System der Anwendung kontrollierter Zwangsmittel nicht funktionieren. Die Folter findet statt „unter konstanter medizinischer Überwachung" – so auch der Titel des ai-Berichts (Anmerkung des Verf.: ai = Amnesty International). ... Die ärztliche Aufsicht dauert freilich während der Vernehmung an, und je nach Befund werden die Methoden modifiziert.«

»Israels höchster Gerichtshof billigt Folter (Kölner Stadt-Anzeiger 17./17.11.96) ... Der höchste israelische Gerichtshof hat dem Inlandsgeheimdienst Schin Beth ausdrücklich die Anwendung physischer Zwangsmittel erlaubt ...« (Mord im Staatsauftrag gilt mittlerweile sogar auch in Frankreich als selbstverständlich (Kölner Stadt-Anzeiger 25.08.94). ... drei goldene Regeln für „Homo-Aktionen" [Anmerkung des Verf.: Hier sind die staatlichen Mordaktionen gemeint]: Über sie wird vom Staatschef persönlich entschieden, sie geschehen nie auf französischem Terrain und dürfen sich nicht gegen einen französischen Staatsbürger richten.«)

»Monatelang ohne Urteil in Haft – Israel mißachtet Menschenrechte in besetzten Gebieten« (Kölner Stadt-Anzeiger 14.12.89)«

»Mißhandlung der Araber macht große Freude – Schüler zeigen keine Reue nach Prügelaktion (Kölner Stadt-Anzeiger 17.05.88) ... 60 Oberschüler und Mitglieder der paramilitärischen „Gadna"-Jugendbewegung waren zu Hilfsarbeiten in einem Militärlager bei Ramallah auf der Westbank abgeordnet, als einige von ihnen Zutritt erhielten zu einem dortigen Gefangenenlager. „Wir fragten, ob wir ‘frei zuschlagen’ dürften", erinnert sich Yuval mit selbstsicherm Ton. Und der verantwortliche Soldat habe in etwa geantwortet: „Meinetwegen, warum nicht?" Zwei von ihnen hätten dann auf arabische Gefangene eingeschlagen, die gefesselt und mit verbundenen Augen am Boden saßen. Später seien sie wieder vorbeigekommen, und „ich habe den einen sofort wiedererkannt. Ich habe ihm sofort die Augenbinde heruntergezogen und ihm einen Boxhieb ins Gesicht gegeben. Er begann um Gnade zu flehen, daß ich nicht schlagen solle, aber ich habe ihm ins Gesicht geschlagen." Auch auf einen anderen Gefangenen habe er eingeschlagen: „Ich ergriff ein Winkeleisen und hab’ ihn damit fast totgeschlagen. Der sah aus wie ein Teig, ein Klumpen von Knochen und Fleisch, als ich mit ihm fertig war. Mensch, die habe ich alle mit Schlägen auseinandergenommen."... «

Die Menge entsprechender Presseberichte ist derart groß, daß es jetzt genügen muß, die Namen der Organisationen, die Kritik übten, zu vermerken: Amnesty International, Internationale Juristenkommission, Palästinensische Menschenrechtsgruppen, Israelische Menchenrechtsgruppe B’tselem, Middle East Watch, Internationales Rotes Kreuz, Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen, Weltgesundheitsorganisation, israelische Friedensorganisation Peace Now, UN-Kommission zur Abschaffung von Rassendiskriminierung, Generalversammlung der Vereinten Nationen, Antifolterausschuß der Vereinten Nationen, Europaparlament.

Abschließend ein Zitat aus »Medico« 2/93, dem Rundschreiben der »medico international« (Anmerkung des Verf.: medico international ist eine uneigennützige internationale Gemeinschaft von Ärzten für die medizinische Versorgung in der Dritten Welt): »Als Volk sind die Palästinenser von Ausrottung bedroht.« Ich sehe diese Situation genau so.
Hi Punk24,

der Unterschied bei den Kriegsverbrechern liegt in der

Nasenlänge begründet.
Bezeichnend ist, dass gerade dieser Sharon aktuell ein Treffen Perez/Arafat unter fadenscheinigen Gründen verhindert.

Jagger, dass Du zu einer differenzierten Betrachtungsweise der Nahost-Problematik intelektuell nicht in der Lage bist, hast Du hier schon mehrfach bewiesen.Lass es doch einfach...
Ist es jetzt ein Beweis für die differenzierte Betrachtung des Nahost-Problems, diesen alten Käse aus durchsichtigen Gründen wieder hochzuholen!???

Soll ich die Ermordung unschuldiger israelischer Sportler 1972 in München wieder hochholen??

Du bist ein besonders übler Depp, der unter dem Mantel angeblicher Gerschtigkeit das Feuer schürt!

Zumal jeder weiß, daß die Schweine, die den Terrorangriff in NJ zu verantworten haben, nur Araber, Islamisten,Moslems (wie du sie immer nennen willst)waren und sonst niemand!

Jagger2000
@Punk24

Aktuelle Berichte besagen dass Sharon angesichts eines drohenden eigenen Machtverlusts gar keine andere Wahl mehr hat als Peres das Treffen zu erlauben. Der alte Fuchs Arafat hat sie mal wieder alle eingepackt.

Könnte sogar gut gehen.
Jagger, für Mediziner nochmal zum mitschreiben:

Es geht hier nicht um das Attentat in NY. Bitte nicht die Dinge wirr durcheinanderwerfen. Es geht um einen Kriegsverbrecher, der nicht nur in der Vergangenheit schwere persönliche Schuld auf sich geladen hat, sondern auch heute noch alles tut, um einen Frieden in Israel/Palästina zu verhindern. Ich weiß noch nicht mal, wie man dieses Land nennen soll. Beide dort lebenden Völker haben einen legitimen Anspruch auf ihre Heimat. Frieden zu für beide Seiten akzeptablen Bedingungen ist die einzige Lösung. Ich sage ausdrücklich nicht, dass die Palästinenser keine Schuld auf sich geladen haben.
die dümmsten kälber, wählen ihre schlächter selber.

immerhin standen vor 4 wochen 70% der israelis hinter sharon.
mag sein, daß dem einen oder anderen nach dem furchtbaren attentat von nyc der arsch auf grundeis geht und sich eine klitzekleine opposition formiert.
aber an sich war die wahl dieses kriegstreibers unakzeptabel. da verstehe ich die israelis beim besten willen nicht.
ich glaube, daß bush/sharon erheblich zu der katastrophe beigetragen haben und stelle die these auf, daß unter al gore/barak oder peres das wtc massaker nicht passiert wäre.

cosecha
@cosecha und andere Schwachmaten:

Es gab unter Rabin - vor Barak - eine tolle Friedensbewegung in Israel! Diese ist von den palästinensischen Vollidioten ala Hamas, Djiad,Hisbollah zerbombt worden! Der Rest ist Reaktion!

Jagger2000
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Deine wievielte ID ist das? Verpiss Dich einfach.:mad: oder poste hier unter Deiner Haupt-ID.
@cosecha

Bush ist noch nicht lange genug im Amt - die Wahl von Sharon wurde, wenn überhaupt, von der Clinton-Administration gesponsort.

Derzeit übt Bush massiven Druck auf Sharon aus um diesen Bulldozer endlich mal Richtung Frieden zu bewegen.
@#3 Jagger2000

wieso zahle ich dann noch für "alten Käse" von vor 1945?
wieso zahlt deutschland noch für "alten Käse" von vor 1945?
sharky007,
das ist richtig, dieser massive druck aüßert sich jedoch erst seit der eigenen gefährdung.
bush hat sich nach der amtsübernahme bekanntlich erst einmal massiv aus dem nahostkonflikt herausgehalten, nachdem clinton scheiterte.

p.s. ich bin durchaus ein u.s.friend.

cosecha
@sabbel,

als erstmal: DU zahlst wahrscheinlich gar nix, weder für vor 45 und noch für nach 45!
Du bist entweder zu jung oder arbeitslos, also kannst du nix zahlen!

Also red nicht so Müll!

Jagger


PS: Für das, was wir den Juden angetan haben, können wir gar nicht genug zahlen, egal, ob wir damals schon gelebt haben oder nicht!
@jagger2000

was du juden angetan hast, kann ich nicht beurteilen,
du möglicherweise schon.


ich habe juden nichts angetan.

was war denn z.b. mit den 6-7 milliarden dm zahlungen an die
ehemaligen zwangsarbeitern. (bitte jetzt keine diskussion über die
zahlung als solches) ursache hierfür lag vor 1945.
hey jagger2000,

noch niemals war ein möglicher frieden zw. israel und palästina so nah wie bei barak und arafat, bis sharon auf den besagten berg marschierte.

im prinzip ist dies aber auch scheißegal.

die welt sah, was fanatismus auslösen kann.
dies könnte jederzeit auch in israel passsieren.
vielleicht denkt sharon jetzt ein wenig differenzierter.

ich habe das wtc chaos eigentlich in israel erwartet.

cosecha
@cosecha

In der Tat hat bislang weder Einmischung noch heraushalten was gebracht. Ich war auch immer der Meinung sich aus Konflikten rauszuhalten die uns nichts angehen wäre besser. Leider klappt das nicht da uns diese Konflikte wohl wieder einholen.

Vielleicht hilft es sich nicht einseitig einzumischen sondern auf beide Seiten Druck Richtung Frieden auszuüben. Derzeit sind die USA die einzigen die dies vermögen.

Ich hoffe jetzt nur dass Arafat seine Leute genügend unter Kontrolle hat um Sharon beim Wort zu nehmen. Ein paar Tage Frieden als erster Schritt zu umfassenden Verhandlungen können doch nicht so schwer sein.
auf den nah-ost-konflickt bezogen gehören für mich
juden und araber in einen sack gesteckt, und die
amis und britten in den anderen sack.

beide säcke dann kräftig aneinander hauen......
@sabbel,

das deutsche Volk ist mE auf alle Ewigkeit schuldig! Und wenn irgendwelche Erbsenzähler das anders sehen, das ist mir egal!

@cosecha,
der Frieden war zwischen Rabin und Arafat ganz nahe! Nur: der Arafat ist ein dreckiger heuchler, der auf der einen Seite Frieden predigt und auf der anderen Seite die Terror-Kommandos favorisiert!

Jagger
@ #26 Jagger2000

deine aussage zeugt von einer gewissen kindlichen naivität.
wenn du in der schule mal geschichte hast, dann gib gut acht.
leider ist dies recht schwer, da israel den totalen waffenstillstand fordert. da es bei den palästinensern aber radikale islamisten gibt, die sich der aufforderung arafats zur waffenruhe nicht beugen wollen, stellt sich hiermit ein problem.

ich persönlich denke auch, druck auf arafat und sharon ist ein richtiger weg, aber dieser internationale druck führt nur dann zu einem ergebnis, wenn nie "gedrückten" die neuen positionen glaubhaft und überzeugend weitervermitteln, so als ob wirklich sie fortschritte wollen.

????????

funktioniert das ?

cosecha
@Jagger: Ich bin alles andere, als ein Rechter, aber die ewige Schuld, die Du hier allen Deutschen einredest ist eine Frechheit.ICH HABE ALS DEUTSCHER VERANTWORTUNG VOR UNSERER GESCHICHTE, ABER KEINE SCHULD. Irgendwas in Deinem Kopf scheint nicht zu stimmen...unfassbar...:mad:
jagger findest du nicht das Israel Gebiete besetzt,wo sie nichts verloren haben :confused:

auf alle Ewigkeit schuldig???--- hmh
@mike

Dann müsste er ja nach deiner Darstellung ein Zwilling von Sharon sein, zumindest geistig.:eek:
jagger2000,
so ganz richtig ist das nicht was du sagst.

arafat hat in früheren zeiten terroristen inhaftiert.
erst nach sharons "bergpredigt" wurden diese freigelassen und die verhaltensweisen ggüber des teerrors änderten sich.

cosecha
@Punk24,
du bist ein Rechter reinsten Wassers! Du hast leider keine Gefühle, weder Fingerspitzen.., noch Schuld.. noch sobnstirgendwelche <gefühle!

Und du kapierst auch nix!

Damit bist du nur doof, aber davon haben wir hier genug!

Jagger2000
bitte den Jagger nicht mit Fakten konfrontieren, das wirft sein Weltbild durcheinander.
@jagger2000
es ist schon sehr spät.
ich denke es ist besser, wenn du jetzt ins bett
gehst, und morgen noch einmal über alles nachdenkst.
jaggi-baby kann es sein das du ein Juden-Trauma hast???

lief bei deinem "ersten Mal" gerade Dalli-Dalli im TV :laugh:
s o r r y

ich habe vielleicht gedacht, auf diesem thread ernsthaft über die nahost problematik diskutieren zu können.

aber einige nerven mich leider ungemein.
(du doof, du auch)

sharky007 und andere, gibt es einen andern thread zum effizienten austausch?

cosecha
@antarra:)
dir antworte ich jetzt nochmal,obwohl ich schon im bett war!

Sharon ist nicht mein Mann! Ich hab auf Rabin geschworen, Barak war in Ordnung! Der eine hat physisch nicht überlebt, der ander politisch nicht!Und weshalb? Wegen dieser Terroristenschweine auf der palästinensischen Seite!

Also, das was die Palästinenser jetzt haben, müssen sie selbst verantworten!

Mick
Als Hänschen Rosenthal zum "Sie sind der Meinung,das war ....Spitzeeeeeeeeeeeeeeaufrief,hat er aber nicht dich gemeint,also gibts keinen Grund für den Fanatismus :D

grüsschen
@cosecha

Das Thema ist derzeit emotional sehr belastet und deshalb wird wohl jeder Thread schnell auch ein Forum von Beschimpfungen.
ich geh jetzt auch ins Bett sonst kommt der WO-Besen noch
:laugh:


gruss an alle Menschen
gut, dass ich keine erbsünde und nur eingeschränkte sippenhaft
habe. ich habe ja auch die "gnade der späten geburt".

allen eine friedvolle nacht.
n8 sabbel:-)
eigentlich ist dies schade.

natürlich kannman sich auf einem thread aber auch einmal privat austauschen, ohne auf andere antworten, sofern nicht diskussionswürdig, einzugehen.

gerade ist meine lady zurückgekommen und ich mache jetzt schluß.

cosecha
Zunächst einmal: Ich habe die Nase von solchen Diskussionen in einem Börsen-Board wirklich gestrichen voll. Ich denke, das hat hier wirklich nichts verloren.

Aber wenn schon, dann sollte doch festgehalten werden, daß Kriegsverbrechen und Mord nicht verjähren sollten. Auch dann nicht, wenn die Verbrecher Juden sind und sicher ein grausames Schicksal hinter sich haben.

Selbst erleidete Grausamkeiten rechtfertigen in keinem Fall solche Massaker. Und daß das ganze als "alter Käse" qualifiziert wird, wirft wohl ein deutliches Licht auf den, der das sagt. Zumal die Perversion dieser Verbrechen darin bstand, sie nicht selbst zu begehen, sondern sich unbeteiligt zurückzulehnen und die Täter wissentlich auf die Opfer zu hetzen. (Ihr wisst doch - Vorsatz ist auch, wissentlich eine Tat in Kauf zu nehmen).
Ich muß sagen, ich verstehe, daß es viele schmerzt, daß der Täter von damals heute Regierungschef sein kann und - im Geiste von damals - den Frieden im Nahen Osten offensichtlich bewußt behindert.

Aber nochmals: ich glaube auch, das hat eigentlich in einem Börseorientierten Board nichts verloren.
Widerspruch ssailor. Das sofa ist für alle Themen da. Das ist schon seit Jahren so.....

Dafür ist es das Sofa...;)
@ssailor

prinzipiell gebe ich dir recht. und deswegen hat w:o einen
bereich "sofa" eingerichtet, wo man sich auch mal über
andere dinge austauschen kann. auch denke ich, dass das nahost-problem
auswirkungen auf das börsengeschehen hat. wenn ich mal so
zurückspinne, und mir vorstelle, juden und araber würden in frieden
miteinander leben, ob es dann ein wtc-terror in new-york gegeben hätte?
ich weiss es nicht,aber ich denke auch in der richtung mal nach.

n8 mfg sabbel:-)
Okay, okay, Ihr habt ja recht. Hab wohl etwas überreagiert.
So unreflektierte und unüberlegte Meinungen wie etwa der "alte Käse" tun halt weh und irgendwie wird man dessen überdrüssig

tut mir leid, Freunde. Sofa soll Sofa bleiben!
Das Massaker ist von Milizen begangen worden. Massaker waren nie das Instrument der israelischen Palästinenserpolitk und des Militärs - die Geschehnisse von Beirut passen nicht in das Bild. Scharon rückte damals deshalb in die Kritik, weil er die Lager nicht richtig gesichert hatte und man ihm vorwarf, er hätte die Milizen besser unter Kontrolle halten müssen.

Ihn als "Schlächter von Beirut" zu titulieren ist widerlich. Aber was will man von Menschen erwarten, die zwar über wenig Politikkenntnisse, aber über eine extrem fanatische Ansicht verfügen.

Wie soll ich Euch Israelfeinde hier im Thread zukünftig titulieren: Terroristenfreunde oder Antisemiten? Andersrum: Seit Ihr links- oder rechtsextrem?

Ich habe beobachtet, dass der Hass auf Israel die einzige (wirklich die einzige!) Gemeinsamkeit der beiden extremistischen Ausprägungen ist.

Carlo
@Mick: <Sharon ist nicht mein Mann! Ich hab auf Rabin geschworen, Barak war in Ordnung! Der eine hat physisch nicht überlebt, der ander politisch nicht!
Konform! ;) Rabin hatte den Willen zum Frieden. Andere auch israel. Politiker und anders Interessierte leider nicht. :(

Gruss
dick :)

@W:O: Sperrt den user babbaluu und vergleicht seinen nick mit der IP der gesperrten nicks "baby-baby", "Baby-Baby", "Baby-Baby", "Ready-to Rock", "stockpig", "Häuptling Winnetou" etc.

Danke und Gruss
dickdiver
Ich verstehe nicht, wie hier überhaupt eine Diskussion möglich ist. Selbstverständlich sollte sich Scharon vor einem Gericht verantworten und dabei sollte es sich um das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag handeln. Es ist eine Schande für Israel, daß man damals die Massaker zugelassen und bis jetzt Scharon nicht vor Gericht gestellt hat. Da ist es auch keine Entschuldigung, daß in den Staaten ringsum ebensolche und schlimmere Verbrecher frei rumlaufen, weil das eine Verbrechen mit den anderen juristisch nichts zu tun hat. Jede Schuld ist individuell.

Ich bin übrigens kein Israelfeind. In der Regel sehe ich Israel in berechtigter Notwehr handeln. Das gilt jedoch nicht für die Siedlerpolitik und erst recht nicht für ein solches Massaker wie damals im Libanon. Und die Verantwortung Scharons dafür ist erwiesen. Noch wichtiger wäre es natürlich, auch der Falange-Führer habhaft zu werden, die die eigentlichen Verbrecher sind.
Sharons Verantwortung ist erwiesen? Du tätest mir einen Gefallen, wenn Du das belegst.
"Zitat aus dem Kölner Stadt-Anzeiger, 23.09.82 Seite 6 Beirut/Jerusalem (dpa/ap): »Unterdessen sprach sich das israelische Parlament gegen eine öffentliche Untersuchung des Massakers aus. ... Zuvor hatte Verteidigungsminister Scharon eingeräumt, daß die israelischen Streitkräfte die christlichen Milizen in gewissem Maß unterstützt hätten. Scharon gab auch erstmals öffentlich den Anfangszeitpunkt der Aktion zu. Danach waren die Christenmilizen bereits am Donnerstagabend in die Lager eingedrungen. Nach Aussagen Scharons hätten die Israelis mit Leuchtbomben aus Flugzeugen das Gebiet für die Aktion erhellt.«"

Die Entschuldigung Scharons dazu war meines Wissens, daß es ihm nur darum ging, daß die Falange die Lager von Terroristen säubern. Aber es damit klar, daß er

1. die Kontrolle über die Militäraktion hatte,

2. der Falange Zutritt zu den Lagern gewähren ließ,

3. die Falange also am Massaker hätte hindern können, aber es unterließ.

Genau wegen einer ähnlichen Konstruktion wird Milosevic in Den Haag der Prozeß gemacht. Es reicht dort, daß er in verantwortlicher Position Massaker hätte verhindern können, aber dies unterließ, um ihn dafür verantwortlich zu machen.
:laugh: man kann mick ja viel vorwerfen, aber kindliche Naivität ??? :laugh: ich schmeiß mich weg :laugh:


Ich wäre eher für Altersschwachsinn :D


:cool: pp
Zu Punkt 1. stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

Zu Punkt 2. stimme ich ebenfalls zu, ohne seine Zustimmung wäre der Zugang wohl unmöglich gewesen. Allerdings ist nie geklärt worden, ob er von dem Ziel, ein Massaker durchzuführen, gewusst hat. Und es ist meines Wissens nie unabhängig geklärt worden, ob die Christenmiliz überhaupt mit dem Ziel eines Massakers das Lager betreten hat oder ob im Lager irgendeine Eskalation stattfand, die nicht beabsichtigt war, was ich persönlich für viel wahrscheinlicher halte.

Zu Punkt 3. soweit ich weiß, ungeklärt.

Zu Milosevic gibt es selbstverständlich einen entscheidenden Unterschied, nämlich den Zeitfaktor. Wenn sich im Verlauf von ca. 5 Jahren eine ganz Reihe von Zwischenfällen ereignen, kann man sehr wohl davon ausgehen, dass Lernprozesse bei ihm einsetzen und er solches künftig zu verhindern sucht. Hinsichtlich Sharon ist es ein einziges Geschehnis, dass sich innerhalb kurzer Zeit abspielte.

Was er wusste, ob er die Lage richtig einschätzte, das wissen wir nicht.

Ich bin mir sehr sicher, dass er nicht wissentlich Milizen in das Lager ließ, damit die dort wahllos Menschen abschlachten. Das macht keinen Sinn, die Schaden für Israel wäre in jedem Fall viel zu groß.

Für die Palästinenser ebenso wie für viele Deutsche hingegen ist die Situation sonnenklar. Die blenden dann rasch noch die Milizen als Täter aus, rücken Sharon in die Rolle des Schlächters und schon steht die gewünschte Argumentation.
Carlo Disagio, ich kann mir gut vorstellen, daß Scharon das Massaker, so wie es dann ablief, ursprünglich nicht wollte, eben weil es dem Image Israels schadete. Es ist möglich, daß er eine Situation geschaffen hatte, in der gegen kampffähige Palästinenser vorgegangen werden sollte (auch schon ein Kriegsverbrechen) und diese dann außer Kontrolle geriet. Darauf hätte er schnell mit einem Eingreifen israelischer Soldaten reagieren müssen. Das hat er unterlassen, vielleicht, indem er sich selbst beruhigte, indem er sich sagte, jetzt sei es eh zu spät. Das sind aber alles Spekulationen, die nur ein Verfahren klären könnte. Und auch, wenn es so war, dann fällt diese Fehleinschätzung doch in die Verantwortung von Scharon. Er hätte das Massaker abbrechen können und müssen.

Du redest über Scharon jetzt in der Rolle eines Verteidigers, ich in der Rolle eines Staatsanwaltes. Ich bin der Meinung, das Material gegen Scharon würde Untersuchungen zu einer Anklageerhebung rechtfertigen. Ob er tatsächlich schuldig gesprochen würde, kann ich nicht abschätzen. Aber ich glaube es schon und würde eine Anklage gegen ihn sehr begrüßen, wie auch gegen die meisten Regierungen in den Nachbarstaaten. (Daß da noch größere Kaliber rumlaufen, etwa in Syrien und im Irak, aber auch bei den Palästinensern und im Libanon, vergessen viele gern.)
Aus Aktuellem Anlass hier ein Artikel aus der SZ-Online:


Beirut


Autobombe tötet Ex-Geheimdienstchef

Elie Hobeika soll für Massaker 1982 in palästinensischen Flüchtlings-Lagern verantwortlich sein.
Von Heiko Flottau



(SZ vom 25.01.2002) – Der frühere Kommandant der maronitisch-christlichen Bürgerkriegsmilizen im Libanon, Elie Hobeika, ist am Mittwoch in Beirut einem Autobombenanschlag zum Opfer gefallen. Bei dem Attentat kamen mindestens drei weitere Libanesen, unter ihnen Hobeikas Leibwächter, um.

Der 45-Jährige gilt als einer der Verantwortlichen für das Massaker 1982 in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila, bei dem die Christenmiliz Forçes Libanaises (Libanesische Streitkräfte) bis zu 800 Menschen massakriert hat.

Im Frühjahr 1982 war die israelische Armee unter der Führung von Verteidigungsministers Ariel Scharon bis nach Beirut vorgedrungen, um die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) und Jassir Arafat aus der libanesischen Hauptstadt zu vertreiben. Die PLO führte damals vom Libanon aus einen Guerillakrieg gegen Israel.

Nach der israelischen Invasion lag die Kommandogewalt über Beirut bei Scharon. Die christlichen Milizen unter Hobeika standen unter der direkten Aufsicht der israelischen Armee und damit Scharons. Überlebende des Massakers haben Scharon wegen Mitschuld an den Morden vor einem belgischen Gericht in Brüssel verklagt. Das Gericht will bis Ende März entscheiden, ob es den Fall annimmt.

Drei Tote in Autonomiegebieten

Hobeika hatte kurz vor seinem Tod eine Delegation belgischer Politiker empfangen und ihnen gegenüber seine Unschuld beteuert. Er sei aber bereit, hatte Hobeika gesagt, beim Prozess in Brüssel auszusagen. Nach Ansicht der libanesischen Regierung hat der israelische Geheimdienst Mossad den Mord organisiert, um einen für Scharon unliebsamen Zeugen auszuschalten.

Scharons Sprecher David Baker sagte, die israelische Regierung reagiere nicht auf den Fall Hobeika. Andere machen Palästinenser für das Attentat verantwortlich, die sich für das Massaker rächen wollen.

Der Mord an Hobeika erinnert an die schlimmsten Zeiten des libanesischen Bürgerkrieges (1975 bis 1990). Nach der israelischen Invasion im Frühjahr 1982 waren am 21.August 1982 die PLO und Arafat über die nordlibanesische Stadt Tripolis nach Tunis gebracht worden. Damit hatte Scharon sein Kriegsziel erreicht. Nach Ansicht Scharons blieben aber in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila „Terroristen“ zurück.

Bei einem Treffen mit Israels Verbündeten, dem christlich-maronitischen Staatspräsidenten Pierre Gemayel und dessen Sohn Baschir Gemayel hatte Scharon nach Informationen der britischen Zeitung Guardian folgende Forderung erhoben: „Sie müssen handeln, damit es keine Terroristen mehr gibt. Sie müssen die Lager säubern.“

Kurz nach diesem Treffen, im September 1982, wurde der inzwischen zum Präsidenten gewählte Baschir Gemayel vermutlich im Auftrag Syriens ermordet. Scharon beschuldigte die Palästinenser des Attentates auf seinen Verbündeten. Kurze Zeit später drangen die Forçes Libanaises unter ihrem Geheimdienstchef Hobeika in die Lager ein.

Unterdessen dreht sich die Spirale der Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern weiter. In den Autonomiegebieten wurden am Donnerstag drei Palästinenser getötet – zwei von ihnen starben bei einem versuchten Selbstmordattentat in der Nähe einer jüdischen Siedlung im Gazastreifen. Zu dem versuchten Attentat, bei dem die Bombe offenbar zu früh zündete, bekannte sich die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP).

In einer Erklärung hieß es, die Aktion sei die Antwort auf die israelische Besatzung, die Blockade der palästinensischen Städte und die Tötung von vier Hamas-Mitgliedern. Bei einem Gefecht zwischen israelischen Soldaten und Palästinensern in Ramallah starb zudem ein Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte. In den letzten Jahren hatte er sich aus dem öffentlichen Leben zurück gezogen.
Zitat:
"Der 45-Jährige gilt als einer der Verantwortlichen für das Massaker 1982 in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila, bei dem die Christenmiliz Forçes Libanaises (Libanesische Streitkräfte) bis zu 800 Menschen massakriert hat. "

Schön, daß das mal so erwähnt wird: nix Juden, nix Moslems, nein, der Glaube des guten alten Abendlandes wird hier angeführt.

fondast


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