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@alle Pazifisten: In diesen Thread bitte Alternativen zum Kampfeinsatz in Afghanistan - 500 Beiträge pro Seite



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Liebe Mitbürger,

mir fällt es schwer deutsche Soldaten in den Krieg ziehen zu sehen. Bisher konnte mir noch kein Gegner des Einsatzes schlüssige Alternativen zu dem Einsatz der Nato in Afghanistan nennen. In diesen Thread möchten bitte die Gegner einer deutschen Kampfbeteiligung in Afghanistan ihre Alternativen aufführen.

Folgende Einschränkungen möchte ich angeben:

-Die Alternative muß praktikabel sein

-Die Alternative muß eine ausreichend große Chance zur Bekämpfung des Terrorismus und somit zur Ergreifung von Osama bin Laden bieten. Durch die Vorgabe dieser Voraussetzung fallen leider auch Alternativen weg, wie "Man lade Osama bin Laden zu einem Gerichtsverfahren in den Irak ein" usw.

-Die Handlungsalternative kann nicht mit "man hätte (vor einem Jahr usw.) Folgendes machen sollen: 1.,2.,3. usw." anfangen. Wie auch die größten Phantasten wissen, leben wir in der Gegenwart und können die Vergangenheit nicht mehr ändern.

- Bitte keine Antworten, die zu viel Feigheit oder Weltfremdheit zeigen wie "Ich habe soviel Angst, daß ich meine (unsere) Freiheit nicht verteidigen möchte ODER AUCH "bin Laden ist sicher so erschrocken über das eigene Tun, daß er in Zukunft brav sein wird".

-Verzicht auf persönliche Beleidigungen, wie "Du sitzt ja im Gegensatz zu den Kämpfenden, daheim im warmen Sessel usw.". In diesem Zusammenhang möchte ich auch keine Fragen beantworten, wie "wärst du denn bereit dein Leben für Freiheit, Demokratie,Menschenwürde und Deutschland zu geben". Nehmt einfach an, daß diese Frage für mich nur eine sich slbst Beantwortende sein kann.

- ich bitte auch von Kommentaren abzusehen, "wie im Verhältnis zu den Untaten der Amis, Briten usw. muß Herrn bin Ladens Vorgehen verstanden werden". Die Diskussion eben genannten Punktes bitte ich auf einen anderen Thread zu verlagern.


Alle Spaßvögel bitte ich diesen Thread möglichst zu verschonen, auch ich werde meinen schwarzen Humor in Anbetracht der bisher in diesem Konflikt verstorbenen Menschen und noch Versterbenden Einhalt gebieten.


Gruß Benchmarkbeater
es gibt kaum eine alternative ,weil die fehler alle aus der vergangenheit stammen und heute erst sichtbar und fühlbar werden,so werden deutsche für die fehler der amis und ihre eigene unterführfigkeit sterben und bezahlen.
Die Fragestellung ist völlig daneben. Zuerst muß geklärt sein:

-Welche Gefahr geht für Deutschland (Dt.) aus?
--Welche zukünftig bei Kampfeinsätzen?

-Ist diese Gefahr mit Krieg in Afghanistan zu bekämpfen?
--Wenn ja; Warum?

-Ist Bin Laden Symtom oder Ursache?
--Wenn es schlicht ein Symtom ist, wo liegt die Ursache?

So, die Fragen darfst du beantworten, bevor irgendwer beantwortet, warum dt. Soldaten in den Kriegseinsatz gehören oder nicht.

danke

wbb
glaubst Du wirklich, dass Dir bei diesen Einschränkungen noch ein vernünftiger Mensch antwortet. Du gibst die Antworten ja schon vor, die Du hören möchtest, alles andere akzeptierst Du sowieso nicht.

Aber, um jetzt mal einen sinnvollen Vorschlag zu bringen, sollte sich jeder mal die Thesen der Zukunftsforscher in den USA zum Krieg gegen Afghanistan durchlesen. Alle von denen sind gegen eine kriegerische Auseinandersetzung, weil es keine Sieger sondern nur Verlierer geben wird. Der Bericht kam vor 3-4 Wochen im Fernsehen und hat mich in meiner Meinung bestätigt, dass auch in den USA sehr viele vernünftige Leute leben, deren Meinung aber leider eben nicht so gern gehört wird.




Hier mal ein paar mögliche Szenarien:

Zukunftsforscher sieht vier Szenarien nach Terror-Anschlägen in USA
Datum: Thursday, 04.October. @ 21:09:50 MEST
Thema: Gesellschaft Heute und Morgen.


Niedergang oder friedliches Miteinander ?

Hamburg - Der Zukunftsforscher Matthias Horx hat nach den verheerenden Terroranschlägen in den USA vier Szenarien für die Zukunft der Welt entwickelt. Möglich sei erstens ein "Djihad Zeitalter" des weltweiten Niedergangs und der Eskalation des Terrors. Im zweiten Bild, dem "Globalisierung Plus"-Szenario, wächst der Planet durch die Krise zusammen. In der dritten Möglichkeit zerfällt die Welt in Wohlstandsinseln, viertens sei ein Hochsicherheitszeitalter möglich.

Wie Horx darlegt, werde die Realität in den kommenden zehn Jahren eine Mischung der Szenarien sein - wobei jedoch eine der Prognosen überwiege.

Im Wesentlichen beschreiben Horx` Szenarien zwei Entwicklungen: "Nimmt die Zahl und Heftigkeit der Terroranschläge zu - oder ab?" und "Erhöht die globale Anti-Terror-Koalition ihre Geschlossenheit oder zerfällt sie?" Würde das Szenario des "Djihad Zeitalters" wahr, so werde die Welt in den kommenden Jahren von einer schleichenden Eskalation der Gewalt mit Tausenden toter Soldaten und ziviler Opfer heimgesucht. Das weltweite Anti-Terror-Bündnis würde zerfallen. Die Weltgesellschaft drohe in eine schwere Depression zu fallen.

Fundamentalisten isoliert

In dem Szenario "Globalisierung Plus" führen die USA in dem Gedankenexperiment des Forschers einen strategisch klugen Feldzug gegen den Terror. Trotz einiger Anschläge werden bei dieser Prognose islamistische Fundamentalisten in die Isolation getrieben. Das Trauma des Terrors führe zu einem neuen Weltbewusstsein: Toleranz und friedliches Miteinander würden bis 2010 ein großes Terrain erobern.

Welt zerfällt in Wohlstandsinseln

Bei Horx` Prognose der "Großen Separation" zerfällt die Welt in Folge der Terroranschläge in Wohlstandsinseln: Ein geschwächtes Amerika müsse seine Weltmachtstellung an China abtreten, die arabische Welt werde zur chronischen Bürgerkriegszone. Es kommt zur Renationalisierung. Die Wohlstandsinseln: Skandinavien, die Schweiz, Japan, China, Osteuropa und Südamerika.

Im vierten Szenario wird ein "Sicherheits-Zeitalter" entwickelt. Demnach verwickelten sich die USA und ihre Verbündeten nach weiteren schweren Terroranschlägen in lange militärische Auseinandersetzungen, die keine echten Resultate bringen. Es entsteht eine "Normalität des Terrors", bei der sich die Menschen an scharfe Sicherheitskontrollen im Alltag gewöhnen würden.


Cash
Was kann diesen Prozess stoppen?
Gegengewalt sicher nicht oder nur kurzfristig. Es hilft m.E. nur der Dialog. d.h. ich muss die Motivationen, Gefühle und Gedanken des fremden Wesens (Krebszelle/Fanatiker) verstehen und sie in seinem Kontext und Glaubenssystem respektieren. Die fundamentalistischen Islamisten fühlen sich subjektiv und objektiv bedroht vom westliche Leben, Denken und Handeln. Sie fühlen sich durch die permanente Einmischung in ihre Angelegenheiten und die Besetzung des heiligen Landes (Saudi-Arabien und Jerusalem) zutiefst gedemütigt und dazu von ihren eigenen Glaubensbrüdern isoliert, weil diese sich dem Westen und der USA unterordnen bzw. mit diesen kooperieren. Dies mag aus westlicher Sicht rückständig und nicht zeitgemäss sein, ist aber nicht an uns, dies zu beurteilen. Jeder soll so leben wie er es für richtig hält, solange er dem Nachbarn nicht mit seiner Lebensweise schadet. Jeder Staat, jede Religion, jede Gemeinschaft hat ein Recht selbst herauszufinden, ob ihr (Glaubens-) System funktioniert. Nicht Zeitgemässes (wie zum Beispiel der Kommunismus) wird von selbst früher oder später abgesetzt. Fanatismus, Gier, Egoismus kann sich ein einer so öffentlichen vernetzten Welt nicht lange halten.

Wir können dafür sorgen, dass Fanatismus, Gier und Gewaltbereitschaft in uns und um uns herum verstanden und aufgelöst werden und wir mit besserem Beispiel vorangehen; ein besseres Leben vorleben und den Dialog suchen mit den anders Denkenden und Glaubenden. Das Christentum hat selbst lange genug mit dem Schwert und Gewalt missioniert, Andersdenkende ausgerottet oder in ihrem Glauben vergewaltigt. "Wir Westler" oder besser die aus unseren Reihen agierende Christen waren da nicht weniger zimperlich als die islamistischen Fundamentalisten heute. Beide fühlen sich bedroht von Andersdenkenden, sie fühlten sich im Recht und hatten einen alleinseligmachenden Anspruch. Beide Systeme haben eine Heilige Schrift auf die sie sich beziehen und die als Rechtfertigung ihres Glaubens und ihrer Taten dient.

Das Christentum ist bereits dabei sich selbst zu überholen bzw. an Anhängern zu verlieren. Moslems werden auch moderater. Ihnen sind die Fundamentalisten genauso fremd wie uns. Lassen wir sie einfach in Frieden ihre (teils menschenunwürdigen) eigenen Erfahrungen machen (Afghanistan, Iran Irak). Sie müssen aus sich selbst heraus ihren Weg finden und merken, dass wir alle in einem Boot sitzen und Gewalt nur Gegengewalt erzeugt. Die USA sind nicht unschuldig an dem Hass der ihnen entgegenschlägt, sie haben dazu beigetragen u.a durch Gier, Egoismus und eine anmassende Selbstherrlichkeit was richtig, Recht und Unrecht ist. Das rechtfertigt natürlich nicht die terroristischen Mittel der Gegenseite, aber es sollte zum Um- und Nachdenken anregen - bevor man genauso blind und fanatisch - zurückschlägt. David Luczyn
Hmmmmm, es ist ja nett von dir, wenn du nach Antworten fragst, dabei aber dann vorschreibst, wie diese auszusehen hat :-))
Aber gut, lass es mich versuchen:

Es gibt keine Alternative!

Aber ich weiß genau so gut, dass Bomben auch nicht den Frieden herbeiführen werden.
Ich denke, da sind wir einer Meinung - oder brauchst du Beispiele? Irak - Somalia - Vietnam - Korea - Jugoslawien... brauchst du mehr?

Das eine ist so schlimm wie das andere. Allerdings sollten wir einander nicht die Ernsthaftigkeit absprechen, wie Konflikte zu lösen sind.

Marco
Ich habe meine Aufforderung EXTRA mit Einschränkungen versehen, weil ich die Diskussion nicht ins Beliebige abgleiten lassen möchte.

Sollten meine Vorgaben für einen Pazifisten wirklich eine Antwort unmöglich machen, so sollte derjenige über die Qualität der Antwort nachdenken.

Bitte keine Unterstellungen. Wer nicht glaubt, daß ich eine andere praktikable Handlungsalternative wie die bisher von der Nato gewählte suche, möge einfach bei seiner Meinung bleiben.

Gruß Benchmarkbeater
Es gibt im Augenblick keine regulären Entscheidungen um die Sache friedlich zu lösen.
Ich halte einen begrenzten Einsatz mit Spezial-Truppen, um Bin Laden zu fassen, noch immer für möglich. Aber ein Krieg ist ein Krieg, und das wird es.
@Benchmark

Deinem letztes Posting entnehme ich, dass Du ein elendiger Besserwisser und Dummkopf bist. Für mich ist die Diskussion damit beendet.

Cash
Du scheinst Schwierigkeiten mit #3 zu haben, Benchmarkbeater, ich denke aber die Reihenfolge ist klar, erst wird geklärt, was es bringt, dann, was es uns bringt und ganz am Ende, was wir dazu leisten.

Denk mal darüber nach.

wbb
die weltpolitik entwickelt sich immer mehr zurück und immer mehr kriege werden zur angeblichen konfliktlösung ausgetragen,auch die politische grundstruktur wird immer konservativer (unter grüner politik wird krieg geführt ,,die spd war in ihren wurzeln eine antikriegspartei).der pazifismus ist tot ,da es keine ausführende kraft(demos ,parteien usw. )im großen stil mehr gibt und die weltfronten sich immer mehr verhärten,unter anderem durch wirtschaftliche unausgewogenheiten.
Die Amis sollen die Fresse halten und sich auf ihre Insel der Glückseeligkeit verpissen und dort von mir aus ihren Way of Life durchziehen bis zum Ende. Jedes andere Land dieser Welt hat schon mehr Leid ertragen müssen als die Amerikaner. Im Gegenteil, meistens waren es die Amerikaner die aus wirtschaftlicher Gründen oder Kriegsgeilheit anderen Ländern und deren Bewohner massives Leid zugefügt haben. Übrigens ist Amerika das Land das im letzten Jahrhundert in die meisten Kriege verwickelt war. Warum? Was ist den bisher eigentlich schlimmes passiert? Gut, New York war erschreckend( Mein ehrliches Beileid an alle Betroffenen). Milzbrand? Bis jetzt liegen noch keine Beweise vor, daß die arabische Welt dafür verantwortlich gemacht werden kann ( US-Extremisten? ).
Wieso ist die Auslieferung eines Osama bin Ladens an ein neutrales Land mit Gerichtsverhandlung so unannehmbar?
Warum flippen unsere Politiker aus und handeln wie blöde Sandkastenkinder ( haust du mich, hau ich dich)?
Jede Art von Rechtsstaat und besonnener Beurteilung wird hinweggefegt. Warum? Weil in NY zwei Häuser eingestürzt sind?
Warum hat in unserem Land jeder gesagt: Wenn der Bush an die Macht kommt, gibts Krieg? Jetzt passiert es und alle schreien jawohl.
Was war das überhaupt für eine beschissene Präsidentschaftswahl letzten November. In jeder Bananenrepublick hätten die neutralen Beobachter ( Us-Amerikaner?) Neuwahlen angesetzt. Aber im Land der unbegrenzten Möglichkeiten?
Wer will diesen Krieg eigentlich? Die Araber?
Warum passieren eigentlich jetzt keine weiteren Anschläge der Araber, obwohl nun zumindest oberflächliche Gründe dafür vorhanden wären? Weil auf einmal die Geheimdienste zu gut funktionieren?
Na ja, soll die West-Allianz ruhig noch ein paar Monate in Afghanistan Cowboy spielen und dann, wenn man merkt das es so nicht funktioniert, ja dann schmeissen wir halt einfach ein A-Bömbchen und Ruhe ist. Und weil das ja so gut geklappt hat, dann machen wir das selbe halt auch noch mit dem Irak und dem ganzen anderen Gesocks.....

Wann lernen die Amerikaner endlich, dass Sie nicht Ihre Art der Weltanschauung jedem Volk und jeder Kultur aufdrücken können. Da mangelt es den Amis daran wofür sie sich mit am meisten rühmen .... Toleranz!!!!
Die Taliban haben angeboten, Osama Bin Laden an den Gerichtshof in Den Haag auszuliefern.

Die Amis fürchten nichts mehr, als einen fairen Prozess vor einem unabhängigen Gericht und einen Freispruch aus Mangel an Beweisen. (ich bin überzeugt, daß er schuldig ist, aber das reicht halt nicht, wenn man es ernst meint mit Menschenrecht und Demokratie)

Natürlich gehört bin Laden für immer hinter Gitter. Aber auch auf dieses islamische Riesenarschloch müssen wir rechtsstaatliche Grundsätze anwenden, sonst sind wir keinen Deut besser als der Turbanterrorist.

Aber es macht halt mehr Spaß Hurra zu schreien, als das Hirn zu benutzen.
@quatschbomber....die taliban haben angeboten....
was für ein quatschbomber .... du glaubst doch diesen
idioten wohl kein wort !!!!!!!!
Bombardieren ist halt einfacher wie effizienter Geheimdiensteinsatz oder Austrocknung der finanziellen Mittel.

Außerdem braucht der gemeine Amerikaner (und scheinbar auch viele Deutsche) sichtbare Erfolge (die visuelle Zerstörungskraft explodierender Benzinbomben ist unbestritten beeindruckend) - sonst glaubt er seine Regierung ist handlungsunfähig.

Das ganze ist ein Fake - am Ende werden 60000 tote afghanische Zivilisten stehen und eventuell ein toter Bin Laden - und der Terror wird unabhängig von diesen Ereignissen weitergehen oder aufhören.
Fassen wir doch zusammen:

Alternativvorschlag aus einem Zitat von DerCashProphet war, den Dialog mit den islamischen Ländern zu betreiben und sie gewähren zu lassen. Das scheint mir kein wirksames Mittel, um Al Qaida an weiteren Aktionen zu hindern.

Quatschabsorber bietet an, die Taliban beim Wort zu nehmen und Bin Laden an Den Haag ausliefern zu lassen. Problem hierbei ist:
1. Die Taliban haben nie angeboten, Bin Laden an Den Haag auszuliefern.
2. Das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist gar nicht zuständig.
3. Die Taliban können Bin Laden nicht ausliefern, weil seine Al Qaida eine weitgehende Kontrolle über die Taliban haben.

Also bislang noch keine Alternative zum Krieg.
Die Machtgier radikaler Islamisten ist wohl unverkennbar! Wollen wir uns ihr unterwerfen, Kultur und Wohlstand ablegen und fürderhin für die Mullahs und die Reichen unter den Islamisten (wie Bin Laden) arbeiten?
Ich bin gegen Bombenabwürfe, da die Zielgenauigkeit fragwürdig ist und man ja sagte, man möchte die Zivilpersonen möglichst verschonen.

Ich finde es auch nicht gerade schön, Soldaten aus allen möglichen Ländern in den Krieg zu schicken. Andererseits ist meine Meinung hier, Soldat ist Soldat, wer sich dafür entscheidet Soldat zu werden, weiß, dass die Möglichkeit besteht in den Krieg ziehen zu müssen.

Daraus ergibt sich meine Frage, ist ein Krieg notwendig ? Für mich persönlich ein klares Ja. Ich sehe unsere Moral- und Grundwerte nicht nur in Frage gestellt sondern tatsächlich gefährdet und sich dagegen zu wehren ist notwendig oder mit anderen Worten, ich erwarte von den Politikern und Soldaten uns diesen Schutz zu geben, für den sie ja auch bezahlt werden.

Vergleicht doch mal die Feuerwehrleute mit Soldaten, hinkt etwas aber prinzipiell ist ein Vergleich möglich. Von den Feuerwehrleuten verlangt man doch auch in brennende Gebäude zu gehen, Menschen zu retten, ggfls. unter Einsatz des eigenen Lebens (Siehe WTC). Die können auch nicht einfach die Augen schließen und später einen Scheck als Kostenbeitrag schicken.

Und es geht hier um mehr als bin Laden oder Afghanistan, es geht um unsere Werte, unsere Zukunft, die Zukunft unserer Kinder usw.

Mein Fazit ist also, so viele Soldaten wie möglich und notwendig und zwar schnellstens. Wieso sollen die Taliban-Kämpfer stärker sein ? Nur wegen dem Glauben ? Also ich glaube durchaus, dass auch wir Soldaten haben, die an unsere Werte und Maßstäbe glauben.

Ansonsten noch ein schönes Wochenende,
DW
Außerdem: wer jetzt nicht in den Krieg gegen den islamistischen bzw. gegen den Terror im allgemeinen zu ziehen bereit ist, wird nach Machtübernahme durch denselben eben für ihn in den "heiligen" Krieg ziehen müssen. Ich bezweifle also, daß wir eine Alternative haben.
@ forzim

Du schreibst, dass die bisherigen Diskussionsbeitraege
keine Alternative zum Krieg anbieten. Im ersten Moment
wollte ich Dir da schon uneingeschraenkt zustimmen, mich
ueberzeugen diese Alternativen auch nicht. Dennoch:
es sind Alternativen, die andere Prioritaeten setzen,
meiner und vermutlich auch Deiner Ansicht nach die
falschen und sie erfuellen wohl in der Tat nicht die
Forderungen des Eingangspostings, unsbesondere nicht
die Forderung
"Die Alternative muß eine ausreichend große Chance zur Bekämpfung des Terrorismus und somit zur Ergreifung von Osama bin Laden bieten. Durch die Vorgabe dieser Voraussetzung fallen leider
auch Alternativen weg, wie "Man lade Osama bin Laden zu einem Gerichtsverfahren in den Irak ein" "

Dennoch muss die Frage erlaubt sein, ob denn die militaerische
Loesung diese Forderung besser erfuellt. Ich habe darauf
keine Antwort, hoffe irgendwie, dass es funktioniert, ueberzeugt
bin ich allerdings nicht.
Wenn man aber zu dem Ergebnis kommt, dass die militaerische
Loesung auch nicht praktikabel ist und dass alle Alternativen
keine wirklichen Alternativen sind, was dann?

So sehr mich die Fragen im Eingangsthread beschaeftigen und
so gerne ich darauf eine Antwort haette, diejenigen, die
sagen, das seien die falschen Fragen, haben auch gute
Argumente. Deshalb laesst sich die Frage

Bieten die aktuellen militaerischen Aktivitaeten eine
ausreichend grosse Chance zur Bekaempfung des Terrorismus
oder wenigstens zur Ergreifung von Osama bin Laden?


eben nicht getrennt von den Fragen im Eingangsposting
behandeln. Das dumme fuer mich ist nur, dass ich gerade
auf diese Frage keine Antwort habe, ich hoffe, wir haben
sie wenigstens in fuenf Jahren?!

Xiangqi
xiangqi, man kann gleichzeitig für Maßnahmen gegen die Al Qaida und die Taliban sein und dabei auch militärische Maßnahmen befürworten und trotzdem fragen, ob zur Zeit alles richtig gemacht wird. Da jeder Fehler machen kann, können diese auch in einem Krieg geschehen. Ich halte z.B. den Abwurf von Lebensmitteln für einen Fehler. Der Kriegseintritt der westlichen Staaten war vielleicht zu früh, da er nicht gut geplant erscheint. Außerdem wird zuwenig darüber diskutiert, wie Afghanistan nach einem Krieg befriedet werden könnte. Sicherlich nicht, indem man die Nordallianz die Macht übernehmen läßt. Auch der König ist keine Lösung. Auch die Art der eingesetzten Bomben ist vielleicht falsch, aber das weiß ich nicht. An der Grundfrage, ob man überhaupt einen Krieg betreiben soll, ändert das aber aus meiner Sicht nichts.
forzim, ich sehe das ja im wesentlichen genauso, wenn auch
mit einigen Zweifeln. Unklar ist mir auch, wie denn eine
realistische Formulierung der Ziele dieses Krieges
aussehen koennte

Xiangqi
Über Alternativen haben die Amerikaner bestimmt nachgedacht, das setze ich mal voraus. Offensichtlich haben sie aber keine zündende Idee gehabt.

Eines scheint mir aber sicher: eine Vorstellung wie es nach dem Krieg weitergehen wird, hat niemand.

Um eine Lösung zu finden, muß man wohl die ganze Sache etwas weiträumiger betrachten und sich überlegen: was wollen die Fundis und warum. Alles was der Westen auch tun kann, steht doch den Zielen der Fundis entgegen. Denn diese streben eine rein islamische Welt an und dort hat der Westen wohl keinen Platz.

Meines Erachtens kann es nur eine Zukunft geben, wenn der Westen mit dem gemäßigtem Islam zusammen arbeitet. Die islamischen Fundis können nur die islamischen Gemäßigten in den Griff kriegen, aber nicht der Westen und mit Krieg schon gar nicht.

Mein persönlicher Meinung für eine Alternative, die ich aber leider selbst für unrealistisch halte sähe folgendermassen aus: Der Westen muß den gemäßigten Islam weitaus stärker in den momentanen Krieg mit einbeziehen. Der Krieg sollte das Ziel haben, die Taliban soweit zu schwächen, daß eine Besetzung möglich ist. Pakistan muß weitgehend von islamischen Truppen besetzt und verwaltet werden unter Federführung der UNO. Danach kann man daran gehen, daß Land aufzubauen und dem Volk Stück für Stück wieder Selbstverantwortung zu geben. Das wird lange dauern, wohl solange bis eine Generation herangewachsen ist, der etwas daran liegt zu bewahren, was mühsam aufgebaut wurde.
Gruß
giffyd
Mmmh....Alternativen zum Krieg in Afghanistan?
Vielleicht kein Krieg in Afghanistan?


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