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Ist Abtreibung Mord? - 500 Beiträge pro Seite



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Eine junge Frau aus meinem Freundes -u. Bekanntenkreis hat abgetrieben. Die junge Dame ist 24 Jahre alt, gesund und hatte die letzte Zeit häufig wechselnde Beziehungen.
Die Meinungen im Freundeskreis sind gespalten. Die einen sagen: Ich bin für Abtreibung; Jeder kann mit seinem Körper tun was er will;
Andere sagen: Keiner hat das Recht (ungeborenes) Leben auszulöschen;

Ich selber habe mir über dieses Thema bisher nie Gedanken gemacht. Muss mir oft die Meinungen der Anderen anhören und bin dann hin- und hergerissen. Mal denke ich: Richtig, es ist Ihr Körper und Sie allein ist dafür verantwortlich. Andererseits denke ich dann wieder: Sie ist aber auch für das heranwachsende Geschöpf in Ihrem Bauch verantwortlich.
Hätte aber wieder Verständnis für eine Abtreibung, wenn eine Schwangerschaft durch Vergewaltigung (ist hier nicht der Fall) zustande kommt. Fehlende wirtschaftliche Absicherung ist mE wiederum keine Rechtfertigung, usw...

Wie gesagt, es ist nicht einfach sich eine konkrete Meinung dazu zu bilden.
Wie denkt Ihr über dieses Thema? Kann man pauschal sagen, Abtreibung JA oder Nein?

Grüsse
carpaccio :)
Carpaccio, als Frau sieht man das immer anders als Männer. Drum wirds da schon nie eine Übereinstimmung geben. Ich halte es persönlich aber für unmöglich einer Frau ein Kind oder eine Geburt aufzuzwingen, für die sie -egal aus welchem Grund- nicht reif oder in der Lage ist. Ein Kind soll ein zusätzliches Leben sein, erwünscht und nur dann hat das Kind auch eine Chance eine schöne Kindheit zu erhalten. Auch eine Adoption wird keine Lösung sein, eine Frau die man zwingt zu gebären, wird wohl wenig Rücksicht auf die Gesundheit des ungeborenen Lebens zu nehmen.
DW
nein !!!

es ist mord ein kind in die welt zu setzten das man hasst
aus gründen wie z.b vergewaltigung armut und und und ....
Ja oder nein kann ich hierbei nicht sagen.
Ich glaube aber, dass es sich eine Frau nicht leicht macht und mal ebenso Abtreibt. Ich denke aber das Abtreibungen möglich sein müssen, allerdings mit einiger Beratungszeit.
@ nino@:
Armut? Wie definierst Du Armut, wenn Du meinst, daß man wegen eigener Armut ein ungeborenes Kind hassen kann? Da gäbe es in meiner Familie fast nur gehaßte Kinder, die nie geboren worden wären...
Also wenn mann die Bibel als Maßstab nimmt ist es sicher Mord....such doch mal nach Stellen in Gottes Wort!
Wer Abtreibung als Mittel der Verhütung benutzt, handelt unverantwortlich. Abtreibung ist Mord nach meiner Meinung. Ich habe selber ein behindertres Kind, hätte also Gründe gehabt abzutreiben. Es ist ´sowie so skandalös, daß man bei Behinderten bis kurz vor der Geburt das Kind "wegmachen" kann.
@ Newboarder:
Die Bibel würde ich da auch nicht unbedingt zu Rate ziehen, weil`s da auch schon so`n paar Fanatiker gab, die den folgenden Satz wörtlich genommen haben:
"Wenn dir aber dein rechtes Auge Ärgernis schafft, so reiß es aus und wirf`s von Dir." (Mt. 5, 28 o.ä.)
Es gibt da auch die in den USA berühmte Geschichte vom traditionsverhafteten Fundamentalisten, der gerne das "Bibel-Orakel" befragte, die Bibel zufällig aufschlug und genau das tat, was er las. Einmal schlug er wahllos auf und las:
"Und Judas erhängte sich."
Das gefiel ihm nicht so richtig, weshalb er eine Passage im nächsten Evangelium aufschlug:
"Gehe hin und tue das gleiche!"

Nee, nee, die Bibel kann ziemlich gefährlich sein in solchen Fragen...
Warum wählt man beizeiten nicht den einfacheren Weg und verhütet richtig? Eine Entscheidung, für oder gegen ein Kind, sollte ausnahmslos vor der Zeugung getroffen werden. Es sind erwachsene Menschen, die hier verantwortlich zeichnen. Wissen sie nicht, was sie tun (die Unregelfälle von Vergewaltigungsopfern ausgenommen)?

Es ist menschliches Leben, das höchste Gut auf Erden und niemand hat das Recht, es willkürlich zu beenden.

Hierüber kann es gar keine Diskussion geben, sie verbietet sich schon von selbst.

Gruß
Glückspfennig
@Glückspfennig
Also, nur mal so:
- ich kenne einige sog. tropi kinder, d. h. trotz Pille. Argumentation hinkt somit. Oder nimm Teenager-Schwangerschaften, die gar nicht wissen , wie man richtig verhütet.

Zudem: ob das schon menschliches Leben ist oder nicht, da kann man durchaus verschiedener Meinung sein.

Und das Frauen Abtreibung als Ersatzverhütungsmittel nehmen, ist doch Quatsch. Eine Abtreibung ist immer mit einer zumindest physischen und in 90 % der Fälle auch mit einer starken psychischen Belastung verbunden und somit zum "Pille fressen" sicher keine Alternative.

@all

Niemand ist wohl für Abtreibung, sondern allenfalls für das Recht auf Abtreibung. Und bis auf ein paar religiös Verwirrte wird das grundsätzliche Recht auf Abtreibung , wohl heute niemand mehr bestreiten können.

Über die Grenzen läßt sich allerdings trefflich streiten.

Gruß

jem
Was hat bitte das Ganze bitte hier zu suchen? Roussel hat zwar RU 486 entwickelt, aber wollt Ihr damit die Kursentwicklung der Aventis Aktie erklären/voraussagen?
@jem,
genauso ist es!

Und diese ewige Gleichsetzung von Abtreibung mit Mord ist ziemlich daneben!

Jagger
@Auryn, @Glückspfennig (übrigens, ein guter username),

ich bin in dieser sache voll und ganz gleicher auffassung.
will dies nicht weiter kommendieren.

-michaoj
@ jem

Es gibt an Verhütungsutensilien auch noch einiges anderes am Markt, es muss nicht immer die berühmte Pille sein, die nachweislich auch immer die unterschiedlichsten Nebenwirkungen mit sich bringt.

Wenn Teenager ungewollt schwanger werden, dann hat hier die Aufklärung durch Elternhaus und persönlichem Umfeld versagt. Die Antwort hierauf kann aber nicht heißen, dass ich menschliches Leben abtreibe!

Leben, das gezeugt wurde, ist auch Leben und zwar Menschliches, und für meine Begriffe von der ersten Minute an. Alles andere ist Rechtfertigungsgesuche, um Töten zu dürfen, damit das Gewissen wieder befriedet ist.

Ich bin übrigens kein religiöser Mensch.

Gruß
Glückspfennig
Ein lohnendes Thema, wenn Männer darüber diskutieren, was Frauen dürfen sollen.

Ohne die Gründe genauer zu analysieren, warum Frauen abtreiben wollen, bleibt die Diskussion sowieso halbherzig.

Wer will Frauen das Recht absprechen, über ihren Körper selber zu entscheiden? Sie tun es schon seit Jahrhunderten, illegal oder legal!

Die Frage ist doch nur...kann es ein Arzt tun, oder muß die Frau zum Pfuscher gehen?

Alles andere ist Augenauswischerei!

Ihr lieben männlichen Abtreibungsgegner...sorgt dafür, dass die Früchte Eurer Liebe geboren werden können, das wäre schon ein super Beitrag! (Es gehören immer Frau und Mann dazu, direkt oder indirekt, wenn es um diese Entscheidung geht!)

Quirli
Noch was für den glücklichen Pfennig:

Verhütungsmittel:...Was für ein Theater, soll ein Mann ein Kondom benutzen! :eek:
@ Quirli

"Wer will Frauen das Recht absprechen, über ihren Körper selber zu entscheiden? Sie tun es schon seit Jahrhunderten, illegal oder legal!"

NIEMAND!!!

Aber ganz nebenbei entscheiden sie damit auch gleich noch über einen zweiten Körper/Mensch. Wer aber gibt ihnen, den Frauen, das Recht, über "ihn" zu entscheiden?

Es ist Leben, von der ersten Minute an, Zweifel können hier garnicht bestehen. Denn dieses Leben beginnt sofort zu wachsen, zu gedeihen und sich zu entwickeln. Biologisches Wachstum kann von daher nur dort beobachtet werden, wo bereits Leben vorliegt.

Konnte ich Dir damit helfen, quirliges Quirli?

Wer sagt Dir denn, dass ich ein Mann bin??? :D

Gruß
Glückspfennig
@GP....meinst Du, die meisten Frauen wüssten das nicht?

Sie haben schon immer dieses Recht für sich in Anspruch genommen, auf welchem Weg auch immer, und werden es wohl auch weiterhin tun! Das ist die Realität, ob sie uns gefällt oder nicht!

In einer kinderfreundlichen Gesellschaft, würden es aber weniger tun, davon bin ich überzeugt! Also zeigen wir doch nicht mit unserem moralischen Finger auf die bösen bösen Frauen! So ändert sich nichts, in dem Sinne, in dem Du es Dir wünschst!

Ob Du ein Mann bist, ist wohl irrelevant! Aber vielleicht outest Du Dich ja! ;)
Über dieses Thema gab`s schon soo viele Diskussionen, auch hier im Board! Es sind immer dieselben Argumente, die mit Vehemenz von beiden Seiten vorgetragen wird!
Es wurde alles, aber auch alles schon gesagt!

Es gab auch hochqualitative Bundestags-Diskussionen zu diesem Thema.

@Quirli,:) Superbeitrag!!!

Das geilste fanbd ich immer, wenn diese verlogenen heuchlerischen Rechten im Bundestag vehement gegen die Abtreibung gewettert haben, aber ihre freundinnen oder Töchter ganz selbstverständlich nach Holland zur Abtreibung geschickt haben!

Diese Doppelmoral kotzt schon an!

Jagger

PS: ich habe vier Kinder, hätte meine Frau NIE zur Abtreibung zwingen wollen, wenn sie`s gewollt hätte, hätte ich`s nicht "VERBOTEN", wie auch???!!!Das wäre gelebte Toleranz, nicht dieser bigotte Schrott!
Das was @Jagger da anspricht ist wirklich das letzte. War beim Memminger Arteibungsprozeß doch auch so: ein beisitzender Richter oder wars der Sta hat seine Freundin zum abtreiben gedrängt.

Die verlogene Doppelmoral ist das widerlichste an der ganzen Abtreibungsdiskussion.

Wann fängt Leben an? Mit der Befruchtung? :confused:

Ist es das gleiche,. ob ich einen Säugling kille oder die Abtreibungspille nehme?

Nicht!

Na also.

:rolleyes:

jem
@darkwich

überlege dir mal, dass ein kind ab dem zeugungszeitpunkt eine eigene, von der mutter zwar körperlich abhängige, seinem wesen nach aber unabhängige entität ist, in der das potenzial für ein leben liegt, wie du es geniesst (oder auch nicht), vielleicht für ein reichhaltigeres, sicher aber für eines mit hoffnungen.

welche gründe auch immer für eine abtreibung sprechen mögen, es bleibt eine güterabwägung, bei der das zu tötende leider keine mitsprachemöglichkeit hat.

aus meiner sicht sind abtreibungen morde ... die fragwürdigen bestimmungen des zeitpunktes, wann menschliches leben beginnen möge, euphemismen, die die tat erleichtern.

wenn es die westliche welt mit ihrer (guten) ethik ernst nähme, sorgte sie dafür, dass ALLE kinder mit offenen armen empfangen würden, das hiesse, es müsste dafür gesorgt werden, dass sie in Würde mit oder ohne ihre leiblichen mütter gedeihen können.

viele derer, denen leidliche lebensbedingungen gegönnt waren, dürfen nun aber ihre stimme erheben, um solches denen zu verwehren, die nicht gefragt werden ... und wollen ihnen nicht einmal eine chance lassen, ihren weg zu finden.
@nino@

ich glaube, du wirfst da einige begriffe durcheinander.
mord ist nicht das, was du denkst.
@ jem

"Wann fängt Leben an? Mit der Befruchtung?" Richtig!! "Ist es das gleiche,. ob ich einen Säugling kille oder die Abtreibungspille nehme?" Es ist das gleiche, was Du geändert hast, sind nur die Waffen u. Instrumente! Das Resultat ist dasselbe.

@ Jagger

"PS: ich habe vier Kinder, hätte meine Frau NIE zur Abtreibung zwingen wollen, wenn sie`s gewollt hätte, hätte ich`s nicht "VERBOTEN", wie auch???!!!Das wäre gelebte Toleranz, nicht dieser bigotte Schrott!"

Sicher, verbieten kann man soetwas nicht, aber man muss auch nicht seine Einverständniserklärung dazu abgeben, hierzu zwingt Dich auch niemand! Und die Begriffe: "Gelebte Toleranz" finde ich in dem Zusammenhang völlig fehl am Platz. Da ist die "Toleranz" gegenüber dem "Dritten" im Bunde, dem ungeborenen Leben, irgendwie ganz abhanden gekommen. Merkwürdige Toleranz, im Austausch einer zwischenmenschlichen Beziehung zweier erwachsener Menschen, mit der Folge, dass ein dritter auf der Strecke bleibt.

@ Qurli

"@GP....meinst Du, die meisten Frauen wüssten das nicht?" Doch, natürlich wissen das die meisten Frauen, dennoch handeln sie aber wider besseres Wissen.

"Sie haben schon immer dieses Recht für sich in Anspruch genommen, auf welchem Weg auch immer, und werden es wohl auch weiterhin tun! Das ist die Realität, ob sie uns gefällt oder nicht!"

Etwas, das man schon seit Ewigkeiten für sich in Anspruch nimmt, wird nicht allein aus dieser Tatsache heraus, automatisch zum "Recht". Und richtig, diese Realität gefällt mir nicht. Unsere kinderfeindliche Gesellschaft mitsamt ihren Individuen hat halt in den letzten 30 Jahren, die Prioritätenliste gehörig umgestaltet. Kinder (das Wertvollste einer Gesellschaft), stehen hier nicht mehr ganz oben, dafür steht persönlicher Reichtum u. Selbstverwirklichung einer Spassgesellschaft obenan. Wer heute fünf oder sechs Kinder in der Familie hat, wird mitunter als assozial bezeichnet. Da läuft doch irgendwas ganz schwer aus dem Ruder in der Gesellschaftsentwicklung.

Wichtig ist einfach nur, dass man für sein eigenes bescheidendes Leben die Prioritäten richtig setzt. In meinen Augen kann es keine, wie auch immer geartete soziale Notlage geben, die es mir nicht erlaubt, mein Kind leben zu lassen. Was die Gesellschaft (zeig, was du hast) dazu sagt, interessiert mich in dem Moment nicht. Funktionierende Familien haben etwas Wertvolles, dass man für kein Geld dieser Welt kaufen kann. KINDER!!

Gruß
Glückspfennig
"Es gibt kaum ein aktuelles Problem in unserer Gesellschaft, dessen öffentliche Diskussion so sehr von Heuchelei, Vorurteil und Rationalisierung bestimmt ist wie das Abtreibungsproblem:

Man beschwört das Lebensrecht der "ungeborenen Kinder" - und spricht sich gleichzeitig für eine Fristen- bzw. Beratungsregelung aus.

Man plädiert für eine Bestrafung jenseits der Dreimonatsfrist - und kann keinen einzigen relevanten Unterschied zwischen Früh- und Spätabtreibung nennen.

Man duldet massive und langdauernde Quälereien von gewissen Lebewesen (Tieren) - und regt sich auf über die schmerzlose Tötung von anderen Lebewesen (Föten), deren Fähigkeiten weit weniger entwickelt sind.

Man behauptet, die vorgegebene Menschenwürde des Fötus zu schützen - und macht sich nicht klar, daß hinter dieser "Menschenwürde" allenfalls die religiöse Glaubensannahme der "Gottesebenbildlichkeit" steht.

Man will durch ein Abtreibungsverbot die Entstehung menschlichen Lebens fördern - und propagiert gleichzeitig Empfängnisverhütung.

Man zitiert die Gesundheitsgefahren der Abtreibung - und vergißt, daß diese nicht größer sind als die Gesundheitsgefahren der Entbindung.

Man spricht von der "Widernatürlichkeit" der Abtreibung und ihren Folgeneurosen - und bedenkt nicht, daß es nicht Aufgabe des staatlichen Strafrechts sein kann, Bürger vor den Gewissensfolgen ihrer selbstgewählten "Sünden" zu bewahren.

Wer den Fötus als "Menschen" bezeichnet, sollte ihn auch - mit allen Konsequenzen - als Menschen behandeln.
Nicht derjenige schafft Gefahren, der lediglich geborenen menschlichen Wesen Menschenrechte und Gleichbehandlung zugesteht; sondern diejenigen schaffen Gefahren, die Menschenrechte und Gleichbehandlung für einige Wesen, obwohl diese in ihren eigenen Augen Menschen sind, willkürlich einschränken.

Das fundamentale Prinzip, wonach jedem "Menschen" und jedem "Kind" - ob jung oder alt, ob behindert oder nicht - die gleichen Grundrechte zustehen, muß unantastbar bleiben."

Nachwort von "ABTREIBUNG IM SÄKULAREN STAAT" von Norbert Hoerster (suhrkamp-Verlag)

Keiner sollte sich an der Debatte beteiligen, OHNE dieses Buch gelesen zu haben.

Mit den Voraussetzungen eines säkularen Staates ist nur eine uneingeschränkte Freigabe der Abtreibung vereinbar.
Alles andere wäre heuchlerisch, speziesistisch und inkonsequent.

dipsy
@Glückspfennig
>...Wer heute fünf oder sechs Kinder in der Familie hat, wird mitunter als assozial bezeichnet. Da läuft doch irgendwas ganz schwer aus dem Ruder in der Gesellschaftsentwicklung. ....<

Stimmt! Leider! :(

Gruss
carpaccio :)
@plotin

Leider kann ich dir ganz und gar nicht zustimmen. Ich habe selbst einen Sohn, der mittlerweile 15 Jahre
ist und der trotz Pille kam. Ich habe mich damals, weil zu jung und unüberlegt und eigentlich auch ein
Kind wollend, dafür entschieden. Mir war damals und lange Zeit nicht bewusst, wie sehr Kinder leiden,
wenn die Eltern ihr eigenes Leben nicht in Griff bekommen.

Bei mir war es das wohl leider mittlerweile übliche...
Zu jung geheiratet, Mann arbeitsloser, prügelnder Trinker.
Eltern wohnen in anderem Bundesland. Wohin mit Kind ?
Krippen keinen Platz frei, schon gar nicht bis um 18.00 h..
Also Kind zu Tagesmutter. Prügeleien mit Mann, Scheidung.
Tagesablauf:
um 6 aufstehen, Kind schnellstens fertig machen, zur Tagesmutter (40 Minuten Stau) bringen.
In die Arbeit gehen. Mittagspause dazu verwenden Brei, Windeln etc. einzukaufen.
Um 17.30 h aus Arbeit raus, mit Glück um 18.00 bei Tagesmutter, Kind in Empfang nehmen,
nach Hause, endlich um 18.45 h daheim. Kind füttern, wickeln. Selbst was zu Essen machen,
Kind ins Bett bringen, selbst was essen. Totmüde und endfertig ins Bett fallen.
Und das Tag für Tag. Als mein Sohn 6 Monate alt war, hab ich ihn schon bei 4 Kindergärten
angemeldet. Leider war 2 Jahre und 2,5 Jahre später kein Platz frei, auf den Wartelisten waren
zum Teil noch über 20 Kinder vor uns.

Ich kann dir nur sagen, dass ich keinerlei Möglichkeit hatte, mein eigenes Kind zu erziehen,
Einfluss zu nehmen, das war alles immer fremden Leuten überlassen. Wenn ich einmal auf eine
Geburtstagsfeier eingeladen war oder eine Party, bin ich, wenn überhaupt, nur mit schlechtem
Gewissen hingegangen, weil das von der wenigen Zeit mit meinem Sohn auch noch was weggenommen
hat. Mein Leben ist dabei fast den Bach runtergegangen, mein Sohn hat darunter gelitten, weil
sein Vater kein Interesse an ihm hatte und seine Mami immer mehr arbeiten musste. Es hat ja
mit Schulbeginn nicht aufgehört. Hortplätze, ha, ein Traum. Also eine Privatschule. Das heißt
aber noch mehr Geld ranschaffen. Es ist ein Teufelskreis und mein Sohn hat dann die üblichen
Probleme der Kinder von "Alleinerziehenden" mitgemacht.

Ich liebe mein Kind, ohne jeden Zweifel. Er hatte es aber nicht verdient, in so ein Umfeld
zu setzen. Er hatte als Kind keine Chance auf eine Familie, auf Nestwärme, war ständig in
einer "Abschiebesituation"... wohin mit dem Kinde..
Und du meinst, so ein kleines Menschenkind hat ein "lebenswertes" Leben ? Ich nicht.

Ich denke so wie du redest, so reden nur solche, die vom "echten" Leben mit Kindern keine
Ahnung haben. Ein Kind ist eine Verantwortung und wenn man sein eigenes Leben nicht im Griff
hat und keine Zukunft für das Kind schaffen kann, dann ist es ein Verbrechen am Kind
Schau doch mal unsere Straftäter an, deren Umfeld.. Da wäre es besser gewesen, die Krankenkassen
würden die Pille zahlen oder sonstwas, die meisten sind unerwünschte Kinder.
So, mehr gibts von mir nicht zu dem Thema.

Das Fazit ist, diejenigen, die keine Kinder haben, wissen sowieso immer alles besser.
DW
ich finds so schön mal einer Meinung mit Jagger zu sein,das ich das unbedigt kundtun wollte :-))

mfg Bella
>Und du meinst, so ein kleines Menschenkind hat ein "lebenswertes" Leben ? Ich nicht. <

Frage doch einfach mal Deinen Jungen ob er "gerne lebt".

Grüsse
carpaccio :)
@Darkwitch:)

Hut ab! Soviel Ehrlichkeit und schonungslose Offenheit würde ich mir hier im Sofa öfter wünschen!Eine beeindruckende Schilderung, die diesen ganzen Pharisäern mal zum Nachdenken verhelfen sollte!Klasse!

Bella, es ist nie zu spät!:):)

Mick
@carpaccio

Auch wenn es das Kind nicht umbedingt merkt. es tut trotzdem seine Gesellschaftliche Pflicht. Es gibt in jedem Leben Hoch und Tiefs.Und mit der einem schlechteren Lebenslauf sinken die Ansprüche. Aber man darf niemals bevor das Leben stattgefunden hat hierüber Entscheiden ob es gut oder schlecht wird.;)
Ich kann und will nach wie vor nicht sagen, Abtreibung ist okay oder Abtreibung ist verwerflich.
Aber, ich finde schlechte wirtschaftliche Voraussetzungen dürfen kein Grund für eine Abtreibung sein. Dann z.B. hätten weder meine Grosseltern noch meine Eltern -während des 1. bzw. des 2.Weltkrieges- geboren werden dürfen.

Grüsse
carpaccio :)
@carpaccio:
Deine Meinung ist genau die völlige Mainstream-Meinung, welche völlig unakzeptabel ist.

denn:
ENTWEDER
Hat ein ungeborenes Kind ein RECHT AUF LEBEN, dann gibt es KEINE Diskussionen über Güterabwägungen (dann zählt nur "Leben der Frau in Gefahr - juristisch "Notstand")

ODER ein ungeborenes Kind hat KEIN Recht auf Leben, dann sind auch die Gründe für eine Abtreibung legitim.

Du musst Dich ja erstmal fragen, WARUM Menschen überhaupt ein Recht auf Leben haben sollten.
Wenn Du das mal durchdenkst, wirst Du feststellen, dass KEIN Grund auf den Fötus zutrifft.

dipsy
carpaccio,

ich habe die gleichen gedanklichen Schwierigkeiten bei dem Thema wie Du. Ich denke aber, dass es keine pauschale Haltung dazu geben kann, sondern dass jeder Fall 100% individuell gelagert ist. Meine Meinung hat sich allerdings, seit ich selber Vater bin, zwangsläufig zu einer tendenziell eher ablehenden Haltung entwickelt, denn gerade wer noch kein Kind hat weiß überhaupt nicht, was er verpaßt!

ge4teilter
carpaccio,

ich habe die gleichen gedanklichen Schwierigkeiten bei dem Thema wie Du. Ich denke aber, dass es keine pauschale Haltung dazu geben kann, sondern dass jeder Fall 100% individuell gelagert ist. Meine Meinung hat sich allerdings, seit ich selber Vater bin, zwangsläufig zu einer tendenziell eher ablehenden Haltung entwickelt, denn gerade wer noch kein Kind hat weiß überhaupt nicht, was er verpaßt!

ge4teilter
..
Sicher lebt mein Kind gerne, zumindest ist mir nichts Gegenteiliges bekannt. Nichtsdestotrotz gehe ich davon aus, dass wenn ich noch 2, 3 Jahre gewartet hätte, viele viele Dinge nicht hätten so geschehen müssen.

Und hinweisen möchte ich noch, dass das mit dem Recht der Mutter etc auch noch so zu sehen ist, dass wenn bei der Geburt es Probleme gibt, das Leben der Mutter ! zu retten ist und nicht das des Kindes. Wenn der Frau also hier das Vorrecht über die beiden Leben gegeben wird, ist es doch nur logisch, dass sie auch entscheiden kann, ob ja oder nein.

@Jagger :)
@ dipsy

"Du musst Dich ja erstmal fragen, WARUM Menschen überhaupt ein Recht auf Leben haben sollten.
Wenn Du das mal durchdenkst, wirst Du feststellen, dass KEIN Grund auf den Fötus zutrifft."

Ich finde Deine Haltung zum Thema anmaßend und schlicht menschenverachtend! Ein Fötus kann sich nicht artikulieren und befindet sich in der Entwicklung, die ja solches erst irgendwann ermöglichen soll. Hieraus leitest Du nun ein Recht ab, diesem Fötus, das Leben zu verweigern, weil seine Entwicklung sich noch in einem Anfangsstadium befindet??? Ich finde das unfassbar!!

Glückspfennig
Worum diskutiert Ihr hier eigentlich ???
Ich würde mir von keinem Menschen auf der Welt vorschreiben lassen ob ich ein Kind austragen sollte oder nicht .
Und glaubt mir - egal wie - ich würde mich nicht dazu zwingen lassen.
Niemand hat das Recht dazu über meinen Körper zu bestimmen.
Das wäre mir noch nicht mal eine Diskussion wert.
Als Mann der sich darauf beschränken kann vielleicht monatlich ein paar Scheine zu löhnen und ansonsten wenig davon betroffen ist kann man gut & laut tönen.
Diejenigen die sich über ungeborene Embryonen aufregen , sollten sich um solche Kinder kümmern bzw. spenden oder eine Patenschaft übernehmen die täglich zu Hunderten verhungern.

:kiss: Gaby

Kümmert Euch um die Lebenden bei den Toten ist es eh zu spät.
@Glückspfennig

So isset.
Wer artikuliert die Interessen derer, die sich nicht äußern können? Klar sollten Männer da nicht allzu vorlaut sein, aber das Recht auf Leben kann jeder aus seinem Lebenswillen ableiten. Und diejenigen, die das nur eingeschränkt äußern können, müssen geschützt werden..

Wynt
@Glückspfennig:
Genau so ist es. Aus welchem Grunde sollte denn bitte ein Fötus ein Recht auf Leben haben, welches ein Huhn, ein Schwein oder ein Hirsch anscheinend nicht beanspruchen kann?

Den "eingeschränkten Lebenswillen", den WYNT meint, haben jedenfalls nicht nur Menschen. Schau mal über den Tellerrand.

Der einzige Grund ist, weil der Fötus Mitglied der Spezies Homo Sapiens ist. Aber aus DIESEM Grund dem Fötus ein Recht auf Leben zuzusprechen, ist speziesistisch. Es erhebt ein biologisches Merkmal, welches ethisch völlig irrelevant ist, für bedeutend. Aber Hautfarbe, Geschlecht, Spezies, das spielt in der Ethik keine Rolle, wenn sie ehrlich und konsequent sein soll. Punkt.

Ein Recht auf Leben für die Großen Menschenaffen, für Delphine und Wale, dafür kannst Du mich gewinnen. Und wenn das erreicht ist, können wir über Lebewesen reden, welche bewusst, aber nicht selbstbewusst sind.

Hört endlich auf, euch kleinkariert einzubilden, dass es schon was besonderes ist, ein Mensch im biologischen Sinne zu sein. Das ist ein religiöser Aberwitz und sorgt dafür, dass manche wirklich ernsthaft das Leben eines 12 Tage alten Embryos verteidigen und dabei ein Schnitzel essen. Ein Treppenwitz.

Gegen Rassismus, Sexismus und Speziesismus, that`s the way.

dipsy
@darkwich

du hast hast von deinem hintergrund erzählt, ich erzähl` jetzt von meinem:

mein sohn wurde im alter von fast fünf jahren von einem auto(fahrer) getötet. das ist etwas, was z.b. in deutschland fast jeden tag passiert und auch so eine "mordgeschichte" ist, denn viele dieser tötungen sind schlicht und ergreifend auch das ergebnis einer güterabwägung, bei der die kinder ebenso nicht mitreden können.

in diesem zusammenhang hab` ich mir besonders intensiv gedanken über die freiheiten erwachsener (die das leben von kindern fordern) gemacht, aber auch natürlich, wann das leben meines sohnes begann, und wann es endete.

du sprichst die situation überforderter eltern an: ich finde das auch unerträglich. aber heißt die konsequenz: schau, die ersten jahre deines lebens kriegst du nicht die beste, vielleicht auch eine schlechte (ACHTUNG: DAS IST RELATIV!!) umgebung, und daher töten wir dich lieber??
Man nimmt diesen wesen damit die möglichkeit, im erwachsenenalter ihr glück zu suchen (und sooo schlecht sind die bedingungen in D nicht, und schliesslich gibt`s den weg des freitods, wenn das wesen selbst zu einer solch negativen sicht gelangt).

auf dem hintergrund der abendländischen Ethik, die sich in der RATIFIZIERTEN UN-Konvention der Rechte des Kindes kondensiert, ist (ich tue das) viel härter zu fordern, dass föten und kindern UNABHÄNIGIG von deren herkunft hilfe zu leisten ist. das würde z.B. heissen, dass die leiblichen Eltern so gefördert werden, dass sie ihr kind sorglos erziehen können, oder, wenn die eltern das nicht können oder partout nicht wollen, die kinder in adäquaten einrichtungen gedeihen können.

Statt dessen aber schiebt man den Singles Steuererleichterungen in den A... .

Ich weiss nicht recht, ob ich das Doppelmoral nennen wollte ... es scheint mir zu harmlos ... und im Strassenverkehr und seinen Opfern (Wer opfert wen für was???) wird`s noch deutlicher:

Es ist ein Problem der Macht. Der Masse wird mit der Rechten die Grundsätze hochgehalten, damit sie leise ist, um - warum, weiss ich noch nicht recht - mit der Linken zu schlachten.
@dispy

erkennst du denn unterschiede zwischen mensch und tier??? die gibt es !!! (nur manche haben das noch nicht so recht realisiert, weswegen wir noch in unseren anfängen des menschseins stehen)

aber vielleicht hilft uns ein anderer gedanke: die natur kennt keine ethik (das unterscheidet sie von der kultur) ... es ist dort durchaus üblich, andere zu fressen, und da kommen wir her. für die natur hat ein individuum sein dasein erfüllt, wenn es sich fortgepflanzt hat.

ich überlege mir seit einiger zeit ernsthaft, nicht mehr das fleisch von jungtieren zu essen: ich hatte nämlich eine begegnung mit einem angler, der einem anderen, der einen jungen fisch gefangen hatte, sagte: give him a chance.

mir ist schon klar, dass die industrialisierte viehzucht ein solches anliegen ad absurdum führt ... aber wäre das nicht ein anfang, auch die würde von tieren - die sie haben - zu respektieren?
Nein,
dispy kennt die Unterschiede zwischen Mensch unf Tier nicht, und er lernt auch nicht dazu!Leider!
Ansonten wird`s blöd hier, unnötig!

Jagger
Das ist die Diskussion "Wer Tiere unter den Menschen stellt ist genauso schlimm, wie ein Rassist"-Teil 3. :rolleyes:

Dabei schmeckt Schnitzel viel besser als Fötus.

jem
Ja dipsy, genau soetwas hab ich nun erwartet von Dir. Wenn ich persönlich über meinen Tellerrand schaue, dann sehe ich dipsy, ein Mensch, der in einer Soße aus Verbitterung u. Verachtung schwimmt, selbst unfähig den Tellerrand zu erreichen, um seinen Horizont zu erweitern. Dieses Thema schafft Dich noch und scheint Dir schlaflose Nächte zu bereiten.

"Ein Recht auf Leben für die Großen Menschenaffen, für Delphine und Wale, dafür kannst Du mich gewinnen. Und wenn das erreicht ist, können wir über Lebewesen reden, welche bewusst, aber nicht selbstbewusst sind."

Erst dann?? Warum nimmst Du eine Reihenfolge und Einstufung vor? Wer gibt Dir das Recht dazu? Kann man es nicht parallel und gleichzeitig anstreben? Achte doch einfach alles Leben und hör auf mit dem "Daumen-rauf und Daumen-runter Spiel" Du sprichst von Großen Menschenaffen, Delphinen und Wale. Wundervolle empfindsame Geschöpfe, die wie jede andere Kreatur, ebenso einen Lebenswillen verspüren. Dann gelangst Du in Deiner Kette einer Rangfolge beim Menschen, und gebrauchst plötzlich die Umschreibung "Lebewesen" (wie von einem anderen Stern). Die Reihenfolge bastelst Du Dir zusammen in Eigenregie, weil irgendwelche anderen Menschen, Delphinen und Walen das Lebensrecht nicht zugestehen?? Du räumst dem Großen Menschenaffen ein Lebensrecht ein, setzt Dich dafür mit Inbrunst ein, würdest aber dann wieder Unterschiede anbringen, wenn er sich noch im embryonalen Alter befinden würde?? Wie kann er denn GROSS werden, um von Dir das Lebensrecht zu bekommen, wenn Du ihn schon als Embryo "abtreiben" würdest? Genau hier mache ich eben keine Unterschiede. Leben ist Leben, ob als Embryo oder Großer Menschenaffe!!

Ja, ein Embryo ist bewusst, real in seiner Existenz. Und das Schönste ist, wenn Du ihn leben lässt, kann er sich sogar zu einem selbstbewussten Menschen entwickeln. Ein Vorgang, der Dir als Mensch, irgendwann von Deinen Eltern ebenfalls über ein Lebensrecht eingeräumt wurde. Schön, dass es Dich gibt. War es Glück, Schicksal oder Zufall, oder der Wille Deiner Eltern?

Irgendwie verfolgst Du eine ganz merkwürdige Logik, die ich auch bei guten Willen, nicht nachvollziehen kann.

Gruß
Glückspfennig
@Glückspfennig:
Ich weiss, dass sich das ungewöhnlich anhört, kenn ich ja nun schon lange (nicht nur hier aus dem Board).

Aber lieber Glückspfennig, es tut mir leid, was ich sage, ist trotzdem wahr, nein, schlimmer noch, es ist OFFENSICHTLICH wahr.

Aber da der Mensch, eingebildet wie er nun mal ist, irgendetwas braucht, über das er sich erheben kann, sind das jetzt momentan eben mal alle anderen Spezies (früher gehörten auch noch manche schwarzen Menschen zu den Tieren, oder während des Holocaust gehörten die Juden zu den Tieren für die Nazis.)

Dies sind alles Einordnungen, welche aber nicht okay sind.
Das bedeutet NICHT, dass es keine Hierarchien gibt. Es heisst nur, dass die Hierarchien momentan noch nicht stimmen.

Die Frage nach dem Lebensrecht ist sehr kompliziert, wenn man wirklich auch das versteht, was darunter gemeint ist.
Es ist übringens nicht so, dass dies bedeutet, dass eine Tötung eines Lebewesens, welches Empfindungen hat, aber nicht selbstbewusst ist, kein Unrecht ist. Aber es gibt gute Gründe dafür, das es ein erheblich kleineres Unrecht ist und Rechtfertigungen zu finden sind.

Ich sage ja auch nur: Wenn hier manche Leute glauben (und das tun sicherlich die meisten hier, auch viele der Moralapostel a`la Jagger), dass nicht jedes Tier ein Lebensrecht hat, dann hat es der Fötus mit Sicherheit auch nicht.
Nur sind die Rechtfertigungen, einen Fötus zu töten, wohl meist viel höher einzustufen, als die Rechtfertigungen, lieber Fisch als Tofu zu essen. Und solang es letzteres gibt, verstehe ich nicht die Aufregung über ersteres.

Und noch was, Glückspfennig, dies ist nicht menschenverachtend. Es ist einfach Ethik in einer universalen Form.
Was würdest du zu einem Nazi sagen, der sagen würde, es wäre "Arierverachtend" auch die Interessen und Gefühle der Juden zu berücksichtigen?
Geht dieser Vorwurf nicht ins Lächerliche über?

dipsy
Und gleich noch ne Frage hinterher an alle:

- Warum werden Menschen, die sich für Embryos einsetzen, geachtet, aber Menschen, die sich für weitaus komplexere Lebewesen einsetzen lächerlich gemacht?

- Warum wird beschimpft und sich lustig gemacht, anstatt mal ehrlich und ohne Vorurteil sich zu fragen, ob die eigene Meinung überhaupt ehrlich und ohne Vorurteil gebildet wurde?

- Soll es ein Zeichen von Moral oder Aufklärung sein, dass neue Gedanken als ketzerische behandelt werden?

- Würde sich Karl Popper nicht im Grabe rumdrehen?
wo bin ich hier eigentlich?
jagger hat recht. dieses thema wurde schon öfters durchgehechelt.

abtreibung mord?
hat irgend ein mensch vielleicht vergessen das wir das jahr 2001 schreiben?
hängt sie auf, die frauen, die sich für abtreibung entscheiden. steinigt sie, was besseres haben sie nicht verdient!

wo leben wir eigentlich?. wer gibt auch nur irgendeinem menschen das recht, einen stab über frauen zu brechen, die sich füreine abreibung entscheiden?

meistens sind es doch die männer, die mit hoch erhobenem zeigefinger drohen und von mord sprechen. das sind aber zum größten teil männer, die nicht in der lage sind, ein kondom zu benutzen. nicht weil sie nicht können, sondern weil sie nicht wollen.
es ist doch viel einfacher die verhütung der frau zu überlassen und ungestört seinem vergnügen nachzugehen.

jede frau soll und muß über sich selbst entscheiden.ob sie nun abtreibt oder nicht. ich denke das sich keine frau leichtfertig für eine abtreibung entscheidet. und sie alleine muß mit den eventuellen seelischen folgen leben.

abtreibung mit mord auf eine stufe zu stellen ist eine unverschämtheit!!!

da fällt mir ein: sollte "mann" doch mal ein kondom benutzen, weil "frau" drauf besteht - ist dann der mann des mordes schuldig? und die frau die anstifterin?

fängt leben schon im kondom an?

dbv
Daß es hier nicht um Abtreibung als Verhütungsmittel geht, ist wohl klar. Ich bin selbst kein Freund der Abtreibung, für mich selbst käme das wohl nicht in Frage, aber ich kann mir durchaus Situationen vorstellen, wo eine Abtreibung die bessere Alternative ist - allerdings nach eingehender Beratung. Eine Abtreibung darf nie leichtfertig vorgenommen werden, allerdings gehe ich davon aus, dass sich wohl die wenigsten betroffenen Frauen da zu wenig Gedanken machen. Ich bin froh, daß es die theoretische Möglichkeit der Abtreibung gibt, damit keine Frau mehr gezwungen ist, sich im Ausland in Gefahr zu begeben, so sie denn abtreiben will.
@DBV,
>da fällt mir ein: sollte "mann" doch mal ein kondom benutzen, weil "frau" drauf besteht - ist dann der mann des mordes schuldig? und die frau die anstifterin?

fängt leben schon im kondom an?
<

Sind denn dann alle W*chser auch Mörder? ;) :D

Grüsse
carpaccio :)
@dvb: die abtreibenden frauen entscheiden eben nicht nur über sich selbst.

@carpaccio: hast du jemals bio-unterricht genossen? die männliche samenzelle konstituiert noch kein individuum

und tschüss.
@Plotin
>carpaccio: hast du jemals bio-unterricht genossen? die männliche samenzelle konstituiert noch kein individuum <

Ich verstehe nicht warum Du diese Frage an mich richtest! :confused:
@carpaccio

wegen deiner frage in nr. 51, aber ich sehe: der rechte adressat ist wieder dbv oder vdb oder wie der heisst.
(sorry)
@pilotin

DBV soviel zeit muß sein.

aber wenn du noch nicht einmal in der lage bist, meine id richtig zu lesen, oder zu wiederholen - wie sollst du dann fähig sein, mein posting zu verstehen.

ich wünsche dir allzeit geschützte schüsse
damit du nie über abtreibung nachdenken mußt.

dbv
@alle

Habe recht gerne die Diskussionen hier verfolgt. Jetzt wird es mir allerdings zu blöde und ich werde mich hier verabschieden. Das Ganze hat weder mit Sachlichkeit noch mit der Aventis Aktie zu tun (über die ich mich eigentlich informieren wollte!).

Wenn Ihr hier posted, dann haltet Euch doch bitte zumindest an die regeln, die auf der rechten Seite der Textbox ganannt sind(insbesondere Punkt 2 - Beleidigungen).

Einen schönen Tag noch.
@MOEMMEL

wer bist du denn, das du dich erdreistest uns auf die boardregeln aufmerksam zu machen?

wir haben dich nicht gerufen und schon garnicht um deine meinung gebeten.
du befindest dich hier auf dem sofa, und wir sagen was wir wollen.
wenn dir unser ton nicht paßt gehe dahin wo du hergekommen bist.

ohne gruß
DBV
Und hier noch einfach zum Nachdenken:

Ein Professor fragt seine Medizinstudenten, was man im folgenden Fall tun solle: "Der Vater hat Syphilis, die Mutter TBC. Sie haben bereits vier Kinder gehabt. Das erste ist blind, das zweite starb, das dritte ist taub, das vierte ist tuberkulosekrank. Die Mutter ist mit dem fünften Kind schwanger. Die Eltern sind zu einem Schwangerschaftsabbruch bereit. Was meinen Sie?" Die meisten Studenten entscheiden, daß die Mutter die Abtreibung machen lassen sollte. "Gratuliere! Sie haben soeben Beethoven ermordet", antwortet der Professor.

Was sagen denn hier im Board, die Freunde der klassischen Musik zu diesem losen Fallbeispiel? Ein Beispiel, das auf einfache Weise geeignet ist, aufzuzeigen, wie fatal es sein kann, wenn der Mensch Wertmaßstäbe, denen er Unterschiede beimißt, zw. Embryonen und den daraus sich entwickelnden "komplexen" Menschen anbringt. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Niemand kann einen Menschen "besitzen" und in willkürlicher Art über sein Leben bestimmen, dies gilt auch für das Quälen und Töten von Tieren, denen ich ebenfalls eine Würde und Daseinsberechtigung zu gestehe!

Gruß
Glückspfennig
@DBV und Jagger2000

sehr sachlich; wirklich sehr sachliche Argumente.

Viel Glück mit Euren Aktienanlagen!
@Moemmel
hattest Du Dich nicht schon verabschiedet? Kannst es halt doch nicht bleiben lassen, ne? ;)

Userinfo

allgemein
Username: Moemmel
Registriert seit: 08.12.2000
User ist momentan: Online seit 20.11.2001 09:35:53
Threads: 0
Postings: 4
Interessen keine Angaben


Klasse! 50% Deiner gesamten Postings in nur einem Thread. Hast Du sonst noch was zu tun, ausser hier rumzulungern? ;) :D

Grüsse
carpaccio ;)
@carpaccio:
Interessantes Thema, dass Gottseidank nicht allzu biestig ausgefochten ist. Ich (ein Mann) weiss da auch keine vernünftige alles beantwortende Antwort und meine beste Freundin hat das auch zweimal gemacht, ohne lange darüber zu reflektieren. Vielleicht stellt sich die Frage für die Menschheit auch noch zu früh, da wir als Menschheit moralisch viel eindeutiger kategorisierbare Probleme noch nicht geklärt haben, zB die verhungernden Kinder in der dritten Welt.
Im Prinzip gibt es 7 Stadien, bei denen sich eine Grenziehung anbieten würde, das Embryo/Baby als Menschen anzusehen.

1. Die befruchtete Eizelle
2. Die Schmerzemfindungsfähigkeit
3. Die optische Erkennbarkeit als menschliches Lebewesen
4. Die technische Möglichkeit als eigenständiges Lebewesen zu leben (Frühlinge, zur Zeit 26 Wochen))
5. Die Geburt
6. Die Bewusstwerdung des Kindes
7. Die Überschreitung der geistigen Kapazität der eines ausgewachsenen Schimpansen, die ja durchaus für Tierversuche zB bei Hep C-Studien verwendet werden (mangels Alternativen).

Die Position der Kirche, Nr.1, lehne ich ab, denn die Natur macht so etwas von selber sehr häufig, d.h. Gott hat/hätte das selber so eingerichtet (befruchtete Eizellen weren sehr häufig nach einigen Tagen dann doch wieder abgestossen). Mit der Ru-Pille habe ich keine moralischen Probleme. Ab 4 kringelt sich auch bei mir alles zusammen, aber viele Argumente pro Abtreibung liessen sich ganz einfach auch bis Stufe 7 erweitern.
3. entspricht in etwa der aktuellen Regelung, ist aber das IMHO willkürlichste von allen Kriterien.

Alle, die hier einfache eindeutige Antworten anbieten, liegen meinesachtens falsch, vielleicht wäre aber auch eine Vertagung dieser Frage angebracht, bis uns die kulturelle Evolution ein wenig weitergebracht hat.
Ein guter Beitrag, puhvogel.
Und du stellst die Frage richtig. Es geht um irgendeine Eigenschaft, die ethisch bedeutsam ist, und sonst um gar nichts. Auch freut mich dein Gedanke mit dem Schimpansen sehr, denn er zeigt, wie sehr wir menschenzentriert sind, ohne es überhaupt Begründen zu können. Gut, die entscheidende Frage bleibt also: Was sind gute Gründe für ein "Recht auf Leben"?
Das ist die theoretische Frage und dann natürlich noch die praktische Durchführbarkeit.

Ein Vorschlag wäre wohl die Entstehung des Selbstbewusstseins, ungefähr ab dem 12. Monat nach der Zeugung. Auf der PRAKTISCHEN Ebene kämen wir dann auf die Grenze "GEBURT", da sie der klarste und einsichtigste Punkt ist.

@Glückspfennig:
Dein Beitrag geht wieder völlig am Thema vorbei. Es geht hier nicht um Eugenik, sondern um Abtreibung. Das sind zwei paar Schuhe.
Wenn Du sagst, "dann gebe es diesen Menschen nicht", dann sag das bitte auch bei jeder Empfängnisverhütung. Auch DADURCH wird das Leben eines Menschen verhindert.

Es ist auch typisch, wenn Studenten (wie schlaus) sagen, hier sollte abgetrieben werden (bei dem behinderten Beethoven). So ein Käse. Das ist ja wohl extrem behindertenfeindlich. Man kann nicht gesunden Föten das Lebensrecht zusprechen und behinderten Föten nicht. Das geht ja wohl nicht. (Wird zwar faktisch in Deutschland so gemacht, ist aber ethisch und juristisch sehr bedenklich).

Nein, der Witz ist, WENN ich für eine völlige Freigabe der Abtreibung bin, dann ist auch der Grund für eine Abtreibung unwichtig.

Übrigens, schlauer Glückspfennig: Wenn du schon mit Beethoven kommst, vielleicht hätte ja eine legale Abtreibungsmöglichkeit auch Hitler verhindert. Also komm nicht mit Beispielen, die mit dem Problem gar nix zu tun haben.

dipsy
@ dipsy

"@Glückspfennig:
Dein Beitrag geht wieder völlig am Thema vorbei. Es geht hier nicht um Eugenik, sondern um Abtreibung. Das sind zwei paar Schuhe.
Wenn Du sagst, "dann gebe es diesen Menschen nicht", dann sag das bitte auch bei jeder Empfängnisverhütung. Auch DADURCH wird das Leben eines Menschen verhindert."

Eines Menschen, der noch garnicht gezeugt wurde, das ist eine ganz andere Ausgangsbasis, lieber dipsy. Auch zwei paar Schuhe, guter dipsy. Ein Mensch, der nicht real ist, nicht existent ist, kann auch keine Gewissenskonflikte heraufbeschwören. Die Fragestellung des Professors an die Studenten war nicht mit der Feststellung verbunden, dass es sich bei der Schwangerschaft um das Heranwachsen eines behinderten Kindes handelt. Diese Vermutung wurde vielmehr durch die Studenten eigenständig transportiert, auf Grund dessen sie dann ihr Urteil gefällt haben. Wer aber gab ihnen die Gewissheit für ihre Vermutung??? Am Thema vorbei?? Denke ich nicht, denn gerade die Behinderung eines Ungeborenen ist oft Anlass für Eltern, eine Schwangerschaft abzubrechen, eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

Über die Hälfte aller Schwangerschaften sind am Anfang unerwünscht. Die Annahme des Kindes ist ein Entwicklungsprozeß, der mit der Schwangerschaft beginnt. Die meisten anfänglich nicht gewünschten Kinder werden mit genausoviel Liebe angenommen wie die sogenannten Wunschkinder. Wunschkinder machen sogar häufig Erziehungsschwierigkeiten, wenn sie den überspannten Vorstellungen der Eltern nicht entsprechen.
Der Bauch ist ein Teil der Mutter. Das Kind aber nicht. Es ist ein einmaliger und eigenständiger Mensch mit eigenen körperlichen und geistigen Anlagen, die vom Augenblick der Befruchtung an eingeprägt worden sind. Das Kind ist bei der Mutter zu Gast, um von ihr Herberge und Nahrung zu erhalten.

Es ist geradezu zynisch, ärmeren Bevölkerungsschichten bei der Tötung ihrer Nachkommen behilflich sein zu wollen, statt ihnen berechtigte Unterstützung zukommen zu lassen. Außerdem beweisen die Statistiken, daß die Mehrzahl der Abtreibungen von gut bis mittelmäßig Verdienenden vorgenommen wird ( Selbstverwirklichung der Spassgesellschaft, Du erinnerst Dich?) und die Sozialhilfeempfänger das "Angebot zur kostenlosen Tötung" ihrer Kinder kaum annehmen.

Eltern haben die Pflicht zu überlegen, ob sie es verantworten können, einem Kind das Leben zu schenken.Diese Überlegungen müssen aber vor der Zeugung eines Kindes angestrengt werden.Wer verantwortungsvoll liebt, wird sich vor der Ehe einer geschlechtlichen Begegnung enthalten. Eheleute haben die Freiheit, in bestimmten Zeiten auf die geschlechtliche Vereinigung zu verzichten, so sie denn ihren Triebhaushalt im Griff haben. Ist ein Kind empfangen, hat die Frau kein Recht, den Tod dieses Kindes zu beschließen. Über das Leben eines anderen Menschen zu verfügen, zu entscheiden, ob er getötet werden soll oder nicht, ist nicht Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung.

Gruß
Glückspfennig
http://www.netzeitung.de/servlets/page?section=585&item=1700…
....
Ein Teil der Mutter

Im Judentum ist das vorgeburtliche Leben keine eigene Person, sondern Teil der Mutter. «Ist der Kopf hervorgekommen, so darf man ihm nichts mehr tun», heißt es im Babylonischen Talmud. Auch in Japan hat das vorgeburtliche Leben noch keinen individuellen Rang.

In der abendländischen Ethikgeschichte ging übrigens die katholische Kirche noch bis 1869 von der vollen Menschwerdung erst am 80. Tag nach der Zeugung aus.

......

Man sieht, Moral ist nichts Absolutes, sondern ein Teil der aktuellen Kultur .
Ich weiss aber auch, dass im späten Mittelalter Frauen immer hingerichtet wurden, wenn sie ihren Säugling ermordeten.


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