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Dax Aktien Strategie der Woche, 09.12.2001 - 500 Beiträge pro Seite



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Grafiken zu den Texten sind unter http://www.bullchart.de/dax-eingang.php zu finden.

Liste der Einstufungen:
Aktien Kaufempfehlungen: AdidasSalomon, Bayer, BMW, DeutscheBank, Epcos, Infineon, MünchenerRück, Siemens, ThyssenKrupp, VW
Empfehlungen für Short Positionen (Puts): Fresenius
Auf Signal achten: DaimlerChrysler, Degussa, Lufthansa, Schering
Nur kurzfristige Empfehlungen oder keine Empfehlung: Allianz, BASF, Commerzbank, Dax, Post, Telekom, EON, Henkel, Hypovereinsbank, Linde, MAN, Metro, MLP, DowJones, Preussag, RWE, SAP


Highlights:
Es war eine erfolgreiche Woche für meine Dax Empfehlungen. Zum Teil wurden exakt die Einstiegskurse für meine Kaufempfehlungen erreicht (VW), zum Teil haben sich Kaufempfehlungen überdurchschnittlich gut entwickelt (Adidas). Auch für Trader war etwas dabei (SAP).

Ein Kaufsignal hat es bei der Deutschen Bank gegeben, was wegen eine gewissen Leitfunktion der Aktie positiv für den Gesamtmarkt ist. Auch Infineon hat ein Kaufsignal geliefert, woran sicher die amerikanische NASDAQ nicht ganz unschuldig ist, die in dieser Woche einen kräftigen Widerstand knacken konnte. Als dritter neuer Kaufkandidat ist Siemens diese Woche hinzugekommen. Auch diese Aktie ist ein Dax Schwergewicht, und auch dies ist positiv für den Gesamtmarkt zu werten. Leider gibt es auch eine negative mittelfristige Vorgabe aus den USA durch einen weiteren starken Rückgang bei den Tbonds. Somit ist noch keine Vorentscheidung für die Zeit nach dem Jahreswechsel gefallen.

Für mein Musterdepot war die Woche nicht so erfolgreich, und ich musste einen kleinen Verlust hinnehmen. Auffällig ist, daß ich in dieser Woche aus meinem auf den Gesamtmarkt ausgelegten System weniger neuer Signale erhalten habe, als in den Vorwochen. Das könnte darauf hindeuten, daß der aktuelle Aufschwung beginnt, an Marktbreite zu verlieren, was ein Zeichen für ein sich näherndes Ende wäre.

Kommentare zu den Dispositionen des Musterdepots sowie die Auflistung aller (auch der nicht gehandelten) Signale stelle ich in einem bis auf weiteres kostenlosen Newsletter zusammen. Wer diesen beziehen möchten, der kann sich durch ein Mail an

Mail@StatistikFuchs.de

in den Verteiler aufnehmen lassen.

Alle Transaktionen des Musterdepots und der aktuelle Stand können unter dem folgenden Link nachvollzogen werden:

http://www.aktienboard.com/bullish/musterdepot.php?s=&action…" target="_blank" rel="nofollow"> http://www.aktienboard.com/bullish/musterdepot.php?s=&action…


Die Auswahl in diesem Depot ist die Darstellung einer persönlichen Meinung und keine Handlungsaufforderung.


1.) Kauf Empfehlungen

AdidasSalomon: Ich hatte 78,30 als erstes Kursziel angegeben. Dieser Wert wurde exakt als Tageshoch am Donnerstag erreicht. Schon am Freitag jedoch kam der Ausbruch darüber bei nachgebendem Dax. Somit ist Adidas die einzige Dax Aktie auf 2-Jahreshoch und bleibt weiterhin eine starke Kaufempfehlung. Das nächste Kursziel liegt nun bei 103, dem Hoch des Jahres 1999. Adidas war meine erste Kaufempfehlung nach dem September Crash, und es ist fast optimal gelaufen: Mein empfohlenes Einstiegslimit bei 62 wurde noch erreicht, danach ging der Kurs ohne zurückzublicken nach oben. Den Stop ziehe ich auf 68,61 nach. Kursrückgänge bis 75 können für Nachkäufe genutzt werden.

Bayer: Die Aktie hatte im November ein Kaufsignal durch Vollendung einer SKS gegeben. Das erste Kursziel ist 43, wo der im Sommer gebrochene langfristige Aufwärtstrend seit Anfang der 90er Jahre verläuft. Der Stop liegt bei 31,50 und kann nachgezogen werden, wenn in den nächsten Tagen ein neues Hoch gemacht werden sollte.

BMW: Die Aktie hält weiter Kurs auf das ATH, wo es sehr spannend wird. Gelingt der Ausbruch darüber, wäre eine schnelle Bewegung bis über die 50er Marke möglich. Den Stop ziehe ich auf 36 nach.

DeutscheBank: Die Deutsche Bank hat in dieser Woche eine Kaufsignal gegeben ! Der starke Widerstand bei 74 und die 30 Wochen Linie wurden überwunden. Ganz Vorsichtige warten noch ab, ob der 2001er Abwärtstrend, der aktuell auf dem aktuellen Kursniveau liegt, ebenfalls überwunden wird. Ich werte dieses Kaufsignal zudem als positive Vorgabe für den Gesamtmarkt und somit als erstes Zeichen, daß es nach der Jahresend Rallye weiter nach oben gehen könnte. Wer überlegt, sich zum Jahreswechsel Puts auf den Dax oder auf Einzelwerte daraus zuzulegen, sollte also die Deutsche Bank im Auge behalten.

Epcos: Ein erstes Kursziel für diese Kaufempfehlung liegt bei 70, welches zeitgleich mit einem Dax Stand von 5500 zum Jahresende erreicht werden könnte. Der Stop liegt momentan unter der rechten Schulter bei 46,99 und kann nach Erreichen eines neuen Hochs nachgezogen werden.

Infineon: Der starke Widerstand bei 25 wurde am Mittwoch mit Macht überwunden, was man als Kaufsignal durch "Runaway Gap" sehen kann, zumal damit auch die 30 Wochenlinie überwunden wurde. Zum Einstieg sollte man eine halbe Position sofort einnehmen, und die zweite Hälfte bei einem Kursrückgang zukaufen (der aber wahrscheinlich noch nicht mal mehr die 25 erreichen wird).

MünchenerRück: Sollte diese Aktie den bei 320 verlaufenden langfristigen Abwärtstrends überwinden, kann man vorhandene Long Positionen prozyklisch erweitern, bzw. neue Positionen eingehen. Wer aber das stark oszillierende Verhalten der Aktie kennt, der ist bereits in den letzten Wochen antizyklisch eingestiegen. Der Stop liegt bei 279.

Siemens: Die Aktie hat den Abwärtstrend nach Vollendung des Doppeltops im September 2000 überwinden können,und damit ein Kaufsignal gegeben. Für den Einstieg sollte man die Hälfte der Position sofort kaufen, und für die zweite Hälfte einen (wahrscheinlich nicht alzu starken) Kursrückgang abwarten.

ThyssenKrupp: Die Aktie hatte einen starken Widerstand bei 14, die 30 Wochenlinie und den mittelfristigen Abwärtstrend überwunden, was ein Kaufsignal war. Hier kam nur derjenige zum Zug, der sofort eingestiegen war. Nachzügler sollten jetzt zwischen 15,50 und 16 zugreifen. Das
Kursziel ist nun 20,60, den Stop ziehe ich auf 13,99 nach.

VW: Bei der VW Aktie hatte ich in diesem Jahr des öfteren danebengegriffen, doch nun habe ich einen Volltreffer gelandet. Ich hatte den Bereich für Käufe von 46-48 angegeben, der Tiefkurs vom Montag lag exakt bei 47,10. Trader, die auf kurzlaufende Calls gesetzt hatten, konnten bereits am Mittwoch schöne Gewinne mitnehmen. Das erste Kursziel für mittelfristige Positionen ist nun 60, den Stop setze ich bei 44,20.


2.) Verkauf Empfehlungen

Fresenius: Die aktuelle Konsolidierungsformation könnte sich zu einen "bear flag" ausweiten. Bei einem Ausbruch daraus nach unten (unter 70) kann man daher prozyklisch die Short Position ausbauen bzw. neue eingehen. Fresenius hat in diesem Jahr keine oder sogar eine negative Korrelation zum Dax. Der Stopp liegt bei 75,01, das erste Kursziel sehe ich bei 63.


3.) Vor mittelfristigen Signalen

DaimlerChrysler: Nach einer V-Umkehr und einer über dem Dax Schnitt liegenden Kursbewegung seit den September Tiefs ist der deutsch-amerikanische Konzern zum wieder einmal davor, die Wende des jahrelangen Abwärtstrends zu schaffen. Eine Überwindung de kürzlichen Hochs bei 50,20 wäre für mich nun ein mittelfristiges Kaufsignal. Ich hatte die Aktie im Sommer etwa bei diesem Wert nach der missglückten SKS Wende verkauft, und mir viel Nerven dadurch gespart, dass ich den Sturz bis 30,40 nicht mitgemacht habe. Aber allen potenziellen Bullen sei gesagt: Noch ist es nicht so weit, der Bereich zwischen 48 und 50 stellt einen starken Widerstand dar und die 30 Wochen Linie markiert momentan exakt die Untergrenze dieser Zone.

Degussa: Der Wert ist neutral einzustufen. Er hat aber durchaus das Potenzial, sich die Voraussetzungen für ein Kaufsignal zu schaffen. Etwa bei 30,8 verläuft der Abwärtstrend des Jahres 2001. Wird dieser überwunden, können bereits erste Käufe getätigt werden.

Lufthansa: Hier zeichnet sich zur Zeit eine ähnliche Entwicklung wie bei Epcos ab. Durch die schiere Kraft der Umkehrbewegung könnte die Aktie, die mit am stärksten vom September Crash betroffen gewesen war, bald zum Kaufkandidaten werden. Bei 16,50 verläuft ein sehr starker Widerstand, dessen Überwindung dieses Kaufsignal wäre.

Schering: Entwickelt sich die Aktie zum "ewigen Talent" ? Sie zögert mit der Überschreitung der 62, was ein Kaufsignal wäre. Damit bildet sich ein ausgedehntes "ascending triangle" aus. Aber im Gegensatz zu einem "symetrical trianlge" verliert diese Formation zur Spitze hin nicht an Kraft. Daher wird es vermutlich nach einem Ausbruch über 62 sehr schnell gehen. Die Aktie hatte im September Crash das März Tief nicht unterschritten, und damit die langfristige technische Stärke halten können.


4.) Nur für kurzfristige Trades (1 Tag - 3 Wochen)

Allianz: Die Aktie zählt in der momentanen Jahressend Rallye nicht zu den stärksten, ist aber auch kein Short Kandidat. Daher am besten meiden oder Optionen schreiben.

BASF: Die Aktie kämpft momentan mit ihrer 150 Tage Linie. Gelingt es ihr, darüber zu springen, geht der kürzlich empfohlene Trade auf der Basis von Dezember Calls mit dem Ziel 46-47 auf. Laufzeit noch maximal eine Woche ! Für mittelfristige Anleger besteht kein noch kein Handlungsbedarf, allerdings würde das Überschreiten der 150 Tage Linie eine Voraussetzung für ein Kaufsignal schaffen.

Commerzbank: Die Aktie ist neutral mit negativem Unterton einzustufen und würde bei einem neuen Tiefstkurs (unter 16,70) wieder zum Short Kandidaten. Eine Umkehr nach oben ist momentan eher nicht abzusehen, da die relative Performance zum Dax weiterhin schwach ist.

Dax: Mein Timing für die "Weihnachtseinkäufe im Dax" für Anfang der letzten Woche war nicht schlecht, auch wenn die 4800 nicht erreicht wurden. Der Dax lässt sich momentan sehr gut mit einem "Kanal Trading" behandeln. Die Untergrenze dieses Aufwärts Trend Kanals liegt nun über 4800 die Obergrenze über 5200 (aktuell also Trading Positionen teilweise verkaufen). Natürlich kann man die Vorgaben des Dax auch für das Timing zum Kauf und Verkauf von Einzelwerten verwenden. Ich halte an meinem seit Wochen propagierten Szenario fest: Jahresendrallye bis in den Bereich 5400/5500, danach ist alles offen.

Post: Es sieht jetzt sehr nach einer längeren Seitwärtsbewegung in der Trading Range zwischen 15,30 und 16,50 aus. Die einzige Taktik, die dabei funktioniert ist das Schreiben von Optionen. Ich vermute aber (ohne dies geprüft zu haben), daß momentan auch keine hohe Prämien mehr zu erzielen sind.

Telekom: Die Aktie läuft zur Zeit in einem Trendkanal zwischen 18,10 und 21,80, was aber nur von Kurzfristtradern ausgenutzt werden kann. Vorsicht, bei 20,50 könnte sich ein kleines Doppeltop ausbilden ! Für mittelfristige Dispositionen sehe ich aktuell keinen Handlungsbedarf.

EON: Weiterhin empfiehlt sich bei diesem Wert der Verkauf von Optionen. Momentan können z.B. gut 52,50er Januar Puts verkauft werden.

Henkel: Die Aktie ist in einem wenig dynamischen Seitwärtstrend gefangen. Damit sollte man nichts tun oder bestenfalls Optionen schreiben. Momentan empfiehlt sich ein Put Verkauf.

Hypovereinsbank: Diese Aktie ist neutral einzustufen. Der kurzfristige Aufwärtstrend sieht zwar recht schön aus, aber der Wert ist im Verhältnis zum Dax schwach und die 30 Wochen Linie ist weit entfernt (bei 44,98). Für eine Bankenspekulation sollte man sich momentan ausschließlich an die Deutsche Bank halten, und die Commerzbank und Hypovereinsbank vergessen.

Linde: Der Wert ist momentan neutral bis leicht positiv einzustufen. Ein signifikantes, dann aber auch langfristiges Kaufsignal würde sich erst bei Überwindung eines sehr lange laufenden Abwärtstrends ergeben, der momentan knapp unterhalb von 54 verläuft.

MAN: Die Aktie ist neutral einzustufen und bei 24/24,40 verläuft ein starker Widerstand. Allerdings würde die Überwindung dieses Widerstandes, Idealerweise nach einer bestimmten Anlaufzeit, nun ein Kaufsignal bedeuten.

Metro: Diese Short Kandidat hat nun seinen Stop Punkt überwunden und ist damit neutral einzustufen. Sofern noch nicht erfolgt, Puts bitte sofort verkaufen, da nicht mehr mit einem nennenswerten Kursrückgang gerechnet werden kann.

MLP: Der Aufwärtstrend sieht schön aus, allerdings war die Aktie im Sommer auch sehr schwach. Genau deshalb hat sie ihre 30 Wochen Linie noch nicht erreicht und genau deshalb gibt es besserer Kaufkandidaten im Dax. Daher sehe ich keinen Handlungsbedarf.

DowJones: Ich sehe die Entwicklung ähnlich wie beim Dax mit einer Zielzone bei 10300 bis 10500. Mittelfristig gibt es wegen einer starken privaten Verschuldung und vielen Entlassungen amerikanischer Firmen aber noch einige Probleme für die USA als Lokomotive der Weltkonjunktur. Der kürzliche Einbruch der US TBonds (Terminkontrakt auf 30jährige US Staatsanleihen) ist ein deutliches Anzeichen auf ein baldiges Ende der "Zinsparty", was für die Zeit nach dem Jahreswechsel für Dow und Dax eher negativ ist. In dieser Woche sind die Tbonds nun weiter eingebrochen, was leider nichts gutes erwarten lässt. Ebenfalls negativ ist die Reaktion der Wall Street auf die schwachen Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Normalerweise werden schwache Arbeitsmarktdaten wegen Zinshoffungen vom Aktienmarkt mit Kurssteigerungen "gefeiert". Aber die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen sind wohl insgesamt verflogen, die FED hat ihr "Pulver verschossen".

Preussag: Die Aktie weist zwar einen beeindruckenden kurzfristigen Aufwärtstrend auf. Da sie jedoch unter der 30 Wochen Linie notiert, besteht keine Aussicht auf ein mittelfristiges Kaufsignal.

RWE: Ähnlich wie EON befindet sich die Aktie in einem Seitwärtstrend ohne Aussicht auf mittelfristige Signale. Auch dieser Wert ist damit zum Schreiben von Optionen geeignet, z.B. der Verkauf von Januar Puts.

SAP: Hier ist meine Trading Empfehlung bei Überschreiten der 135 voll aufgegangen. Das Kursziel von 155 wurde schnell erreicht, so daß die Position mittlerweile glattgestellt worden sein sollte. Bei SAP wurde das März Tief im September Crash nicht unterschritten, was ein Zeichen von Stärke ist. Ein Überschreiten des Abwärtstrends bei 155 wäre nun eine mittelfristiges Kaufsignal, zumal dann auch die 30 Wochen Linie überwunden wäre.


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Der vorausgehende Text enthält Strategien für DAX Aktien, die aus der Analyse von Charts entwickelt wurden. Die Grundstrategie hinter den Überlegungen ist dabei die "Trendfolge". Für die gegebenen Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen kann keinerlei Haftung übernommen werden. Der Kauf von Aktien und Derivaten beinhaltet ein hohes Risiko. Die angegebenen Stopkurse dienen zwar zur Risikokontrolle. Es kann aber nicht garantiert werden, daß diese Kurse unter tatsächlichen Marktumständen auch erzielt werden können. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß es in Einzelfällen zu wesentlich schlechteren Ausführungen kommen kann. Der Leser sollte sich vor Befolgen einer Empfehlung immer ein eigenes Urteil unter Hinzuziehung weiterer Informationsquellen bilden, und sich eine für seine persönlichen Verhältnisse passende Strategie zum Umgang mit dem enthaltenen Risiko zurechtlegen.

Erläuterungen:

1.) Begriffe

- Long: Kaufen
- Short: Verkaufen
- Call: Kaufoption, Kaufoptionsschein
- Put: Verkaufsoption, Verkaufsoptionsschein
- Option, Derivat: Überbegriffe für Call und Put
- ATH: All Time High (Allzeit Höchstkurs)
- ATL: All Time Low (niedrigster jemals erreichter Kurs)
- Hausse: Mittelfristig anhaltender Kursanstieg
- Baisse: Mittelfristig anhaltender Kursverfall
- GD-nnn (z.B GD-100): Gleitende Durchschnittslinie aus dem Mittelwert der Kurse der jeweils letzten nnn Tage.
- Oszillatoren: Eine Gruppe von Indikatoren für Seitwärtstrends
- oszillieren: regelmäßiges Hin- und Herschwanken von Aktienkursen
- ADX: Indikator, der die Trendstärke eine Aktie oder eines Indexes mißt
- prozyklisch: In Richtung des Trends handelnd. Ein Kauf erfolgt direkt nach einem Ausbruch nach oben, ein Verkauf nach einem Ausbruch nach unten. Zu diesem Zeitpunkt laufen kurz- und langfristiger Trend in die gleiche Richtung. Die Trefferquote bei probzyklischem Handeln ist höher als bei antizyklischem Handeln, die Einstiegskurse sind allerdings ungünstiger.
- antizyklisch: Gegen den (kurzfristigen) Trend handelnd, allerdings in Richtung des langfristigen Trends. Ein Kauf erfolgt nach einem Kursrückgang gegen einen steigenden Trend, ein Verkauf nach einem Kursanstieg gegen einen fallenden Trend. Zu diesem Zeitpunkt laufen kurz- und langfristiger Trend also in verschiedene Richtungen. Die Einstiegskurse bei antizyklischem Handeln sind besser als bei probzyklischem Handeln, die Trefferquote ist allerdings niedriger.

2.) Sonstiges

"Short Aktien" (Leerverkauf von Aktien): Gibt es in Deutschland nach meinem Wissen nicht, zumindest nicht für Kleinanleger. Aber alle Aktien, die unter "Short Aktien" und "Long Put" stehen, die sich in einem Depot befinden, sollten aus charttechnischer Sicht verkauft werden.

"Short Put", "Short Call": Stillhalterstrategien, die prinzipiell für die Aktien geeignet sind, die oben unter "Nur für Kurzfristige Trades" eingestuft werden. Wegen hoher "Margin" Anforderungen sind solche Strategien jedoch für Kleinanleger meist nicht möglich. Margin heißt "Sicherheit", und meint meist ein zu hinterlegender Geldbetrag. Eine Ausnahme bilden die sogenannten "exotischen" Optionen, für die jedoch oft überhöhte Gebühren verlangt werden. Weiterhin müssen bei diesen Strategien Analysen der Volatilität (d.h. der durchschnittlichen Schwankungsbreite der Aktien) angestellt werden, was ich hier nicht tue.

"Long Call" und "Long Put" erwartet eine signifikante Bewegung in den nächsten 1-2 Monaten aus charttechnischer Sicht (d.h es fließen keine Überlegungen zur Volatilität ein).

Statt der Strategie "Long Call", kann immer auch die Strategie "Long Aktien" angewendet werden, wenn die Verwendung von Optionen nicht gewünscht ist. Umgekehrt ist die Strategie "Long Aktien" nicht automatisch auch als "Long Call" geeignet. Bei "Long Aktien" wird ein langfristiger Kursanstieg erwartet, der eventuell erst nach Verfall der Option einsetzen kann.

"Trendfolge": Weithin akzeptierte Strategie an den Finanzmärkten. Die Trendfolge geht von der Annahme aus, das es zu einem beliebigen Zeitpunkt wahrscheinlicher ist, daß ein bestehender Trend sich fortsetzt, als daß er aufhört oder sich umkehrt.

"Stop Kurs": Kurs, bei dem eine Position ohne zu Zögern aufgelöst wird. Strategie zur Verlustbegrenzung und damit zur Erhaltung des Kapitals für bessere Investment Chancen. Das Erreichen eines Stop Kurses bedeutet in der Regel, daß ein zuvor angenommener Trend nicht mehr existiert, und steht damit auch in unmittelbarem Zusammenhang mit der Trendfolge Strategie.

"Kurzfristiger Stop Kurs": Ein Kurzfristiger Stoppkurs gilt als ausgelöst, wenn der
Kurs intraday unter (bzw. bei Short Kandidaten über) dem genannten Kurs gelegen hat. Ein kurzfristiger Trader geht aber auch eine ausgestoppte Position erneut ein, wenn die weitere Entwicklung dies nahe legt.

"Mittelfristiger Stop Kurs": Ein mittelfristiger Stoppkurs gilt als ausgelöst, wenn der Schlusskurs unter (bzw. bei Short Kandidaten über) dem genannten Kurs gelegen hat. Nicht näher klassifizierte Stoppkurse sind als mittelfristige Stopkurse zu betrachten.

"Langfristiger Stop Kurs": Ein langfristiger Stoppkurs gilt als ausgelöst, wenn der Schlusskurs eine ganze Börsenwoche (von Montag bis Freitag) unter (bzw. bei Short Kandidaten über) dem genannten Kurs gelegen hat. Diese Handhabung ist auch für Anleger geeignet, die sich nicht täglich mit der Börse beschäftigen (können).
Hallo Statistikfuchs,

vielen Dank für den qualitativ wieder sehr hochwertigen Beitrag! Wie siehst Du Zeit- und mittelfristiges Kursz. bei SIE.? Komme auf ungefähr 85€ mittelfristig.

Schönen Gruß
shadow75
Hallo StatistikFuchs!

Dein Dax spielt gerade mit Deinen 30-Wochendurchschnitten. Gegenwärtig sind beide MAs Widerstände im Dachs!


Immer wieder erbaulich zu lesen, Deine SonntagsPflichtBeilage!
Auch wenn Du der Experte bist (zweifelsohne)...sehe ich charttechnisch eher Aufwärtspotenzial bei Fresenius, habe mich mit Calls eingedeckt. Schauen wir mal!
@StatistikFuchs

ich suche die Dax-Schlusskurse der letzten 4-8 Wochen. Hast du eine Idee, wo ich die finden kann.

Gruß brima2
Hey, bisher hält sich der Looser Fresenius aber ganz gut...


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