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Kann ein Fondsmanager langfristig überhaupt die Benchmark outperformen? - 500 Beiträge pro Seite



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In diesem Forum sind ja relativ viele Mathematiker unterwegs. Deshalb meine Frage:

Kann ein Fondsmanager langfristig (!!!) überhaupt die Benchmark outperformen?

Meiner Meinung nach geht das gar nicht, denn der Fondsmanager müsste ja jeden Tag genau die Werte übergewichtet haben, die an diesem Tag besser laufen als die Benchmark. Das mag über eine gewisse Zeit klappen, aber z.B. auf 5 oder 10 Jahre gesehen, scheint mir das - praktisch geshen - unmöglich!

Bei Nebenwerten mag das funktionieren, da z.T. nur sehr wenige Fondsmanager (Gurus - Ochner, Förtsch, etc.) am Markt agieren und sich die Kurse durch ihre Favoriten selber machne und nebenbei noch die Werte pusher, so dass die Kurse der favorisierten Aktien aufgrund desse besser laufen als der Index.

Dies funktioniert Aktien mit großer Kapitalisierung dann schon weniger gut.....
das sollten auf jeden fall einige können, z.B. Kaldermorgen hat das mit seinem DWS VB I ja geschaft. Sicher wäre es eigentlich möglich, denn mit mehr dynamik und charttechnik anstelle analysen, wäre es machbar. aber um erfolgreich besser als der Markt zu sein, sollte man unabhängig vom Markt sein, sprich auch in fallenden Kursen Gewinne erzielen können. --> Hedge Fonds
Also der DWS VB I hat gar keine richtige Benchmark. Herr Kaldemorgen hat auch viele Technologietitel fernab von DAX oder Euro Stoxx in seinem Portfolio. Deshalb lief er auch immer besser als reine DAX oder Euro Stoxx Fonds.

Ein weiterer Grund, warum man z.B. mit einem DAX-Fonds den DAX selbst nicht schlagen kann, ist, dass ein Fonds nie zu 100,00% investiert ist, d.h. die Kursanstiege können nie vollständig mitgemacht werden!
...dazu kommen noch die Fondsgebühren.

Ich sehe die Fondsbranche ja auch kritisch, dennoch ist es natürlich möglich. Wenn wir annehmen, dass 30% der Fonds besser sind als ihre Benchmark, dann wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fonds zehn Jahre nacheinander seinen Vergleichsindex outperformed 6:1.000.000 - wenn man davon ausgeht, dass es keinen Zusammenhang zwischen vergangener und zukünftiger Performance gibt, d.h. er im zweiten Jahr wieder genau mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% besser ist. Ziemlich bescheiden.

In Wirklichkeit sieht das natürlich nicht ganz so schlimm aus. Zum einen gibt es doch einen (wenn auch nur schwachen) Zusammenhang zwischen bisheriger und zukünftiger Performance, zum andern verschwinden schlechte Vergleichsfonds vom Markt, und ganz wichtig: Man muss ja nicht jedes Jahr oder jeden Tag Bester sein, um über zehn Jahre betrachtet besser zu sein als der Index. Ein gutes Jahr kann neun durchschnittliche veredeln.

Also, ja, natürlich geht das, sowohl theoretisch wie auch praktisch. Warum auch nicht? Ändert nur nichts daran, dass es die meisten eben nicht schaffen. Und das man es meist auch nicht schafft, die wenigen vorab zu erkennen, was das Ganze auch nicht besser macht.

Stromgegner, kein Mathematiker

*** Mein Strom kommt aus dem Hamsterkäfig ***
hey,

ich studier bischen mathe und wollt nur mal sagen dass die "6:1.000.000 " falsch sind!

(fehler in der rechnung von stromg.: der fondsmanager muß ja nicht in jedem einzelnen der 10 jahre den index ausperformen um an ende der 10 jahre den index ausperformed zu haben, wenn der fondmanager in 9 jahren besser lieg und nur in einem schlechter dann steht er nach 10 jahren wohla uch besser da!!!)
Wieviele Hamster braucht man zur Versorgung eines 4 Personen Haushalts ?
@sosiehtsaus

Na ja, ein wenig Mathe hatte ich auch mal, auch im Studium. Nebenbei achte ich allerdings (manchmal) ziemlich auf das, was ich da schreibe... Da steht: "... Wahrscheinlichkeit, dass ein Fonds zehn Jahre nacheinander seinen Vergleichsindex outperformed..." und weiter: "... und ganz wichtig: Man muss ja nicht jedes Jahr [...] Bester sein, um über zehn Jahre betrachtet besser zu sein als der Index." Wäre vielleicht besser gewesen, statt "zehn Jahre nacheinander" "zehn aufeinanderfolgende Jahre" zu schreiben, aber eindeutig isses eigentlich auch so. Also, irgendwie finde ich, da ist kein Fehler in der Rechnung - wir sind schlicht und ergreifend einer Meinung.

@WSJReader

Viele. Ich habe mal spaßeshalber überschlagen, dass alle Hamsterlaufräder in Deutschland soviel Leistung bringen könnten wie ein ein mittelgroßes Windrad (500kW). Allerdings grob überschlagen, fraglich sind sowohl die Zahl der deutschen Hamster, ihre Laufleistung wie auch der Wirkungsgrad des Generators. Kommt mir jetzt noch reichlich optimistisch vor.

Problematisch wird es im Haushalt vor allem, wenn viel Leistung auf einmal abgerufen wird. 21kW für den Durchlauferhitzer bereitzustellen, fordert schon einiges an Hamsterleistung. Da reicht es schon nicht mehr, nur das Dachgeschoss mit Hamsterkäfigen auszubauen.


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