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Stimmungen an den Märkten - 500 Beiträge pro Seite



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So hier ist eine Analyse die private und Institutionelle Anleger befragt was sie erwarten.
Ob bullish, neutral,bearish




Gesunde Skepsis
Nicht überraschend: die kurzfristige Aktienmarktstimmung hat sich weiter eingetrübt. Wie in der letzten Woche angedeutet, stand der Kampf um wichtige technische Unterstützungen im Vordergrund. Im Wochenverlauf wurden bei DAX und S&P die Marken gerissen, beim Euro-STOXX nur kurzzeitig. Zu Wochenschluss kann man bei allen genannten Indizes keinen nachhaltigen Bruch der Supports feststellen. Die Stimmung dagegen ist gesunken und der Anteil der "Zaungäste" (neutrale Votings) unverändert hoch. Als Fazit heißt dies: die Lage ist besser geworden.
In den Dezember-Kommentaren sowie zu Jahresbeginn wurde an dieser Stelle schon der mögliche "Fahrplan" für die ersten Wochen besprochen. Die erwarteten zwei Korrekturwochen liegen nun also hinter uns. Die Chancen, dass es bis zum Monatsende / Mitte Februar wieder zu besseren Kursen kommt, sind vor dem oben beschriebenen Stimmungshintergrund unverändert gegeben.

Zu den Zinsmärkten: hier sei besonders auf die Sonderanalyse der Woche verwiesen. Es scheint, dass trotz möglicherweise schlechter als erwartet ausfallender Inflationsdaten für Januar der Markt derzeit noch abgesichert ist, da die Institutionellen auf eine weitere EZB-Zinssenkung "warten" und deshalb noch keine grundsätzliche Verkaufsbereitschaft zeigen.

Bei den Devisen ist bei USD-JPY ein sehr hoher, mittelfristiger Optimismus zu verzeichnen. Zwar liegen die Mittelfristwerte "nur" bei 43% bullish, allerdings gibt es nur 1 negatives Voting, der Rest ist neutral und bullish!

Nachzulesen
und mit graphischer Darstellung

unter:

http://www.animusx.de/
http://www.sentix.de/


mfg Heiko:)
So hier die Sonderanalyse zur Zinsentwicklung und erwartung.


Die privaten Investoren zeigen bei Ihrer Meinung eine fast perfekte Normalverteilung mit einer gewissen Tendenz zu Zinssteigerungen. Auffallend ist der große Unterschied in der Zinserwartung zwischen den Privaten und den Institutionellen, die eine signifikante Verschiebung in den Erwartungswerten in Richtung Zinssenkung aufweisen. Allerdings: größeren Zinssenkungsspielraum sehen auch die Institutionellen nicht.
Ein möglicher Grund für diese unterschiedliche Sicht könnte die Einschätzung der Leitzinserwartungen sein, denn die Institutionellen erwarten mehrheitlich noch eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte. Hier endet aber dann die Phantasie, so dass es sich bei den erwarteten Zinssenkungen am langen Ende um einen "Run-Up" im Vorfeld der erwarteten EZB-Zinssenkung handeln dürfte.
Vielleicht liegt die unterschiedliche Zinseinschätzung aber auch in der Tatsache begründet, dass die Institutionellen stärker auf die Konjunktur- und die Privaten eher auf das Preisniveau achten. Denn beide haben eine ähnliche Wahrnehmung des allgemeinen, deutschen Preisniveaus und haben den Eindruck, dass die Preise spürbar angezogen sind. Zwei Schlussfolgerungen könnte man hieraus ziehen: a) sobald die Konjunktur weiter an Fahrt gewinnt bzw. nach der erwarteten EZB-Zinssenkung könnte es zu stärkeren Verlusten (= Zinssteigerungen) kommen und b) leicht schlechter ausfallende Inflationsdaten für Januar werden wohl erwartet und dürften nur im Falle einer wirklich schlechten Zahl (also deutlich schlechter als Konsensus) für Kursverluste sorgen








mfg Heiko:)
aktuelle Einschätzung zum DAX

DAX: Ausbruch aus der Range 4872 - 5352 abwarten
von Holger Struck, M.M.Warburg & CO

Wird es das vielfach prognostizierte, freundliche Börsenumfeld für deutsche Standardaktien im ersten Halbjahr 2002 wirklich geben ? Der Blick auf den Chartverlauf des DAX und einige Standardwerkzeuge der markttechnischen Analyse läßt den Betrachter momentan doch einigen Respekt vor dem Kursrisiko entwickeln.

Der recht steile Aufwärts-Tertiärtrend seit dem Sell-Off im September 2001 ist ganz eindeutig nicht mehr intakt. Dies muß umso mehr als ernstzunehmende Indikation angesehen werden, weil die ehemals noch steilere Aufwärtstrendlinie bereits mehrfach angepaßt werden konnte, d. h. mit der Zeit immer flacher einzuzeichnen war. Diese Art der Anpassung war „methodisch legitim“, solange es dem DAX stetig gelungen war, nacheinander auf höherem Niveau liegende Bewegungshochpunkte im Chart zu hinterlassen. Über die Jahreswende hinweg hat sich nun jedoch mit den Höchstständen von 5341 (6. Dezember) und 5352 (4. Januar) ein charttechnisches Doppeltop ergeben, das wenig unterhalb der gleitenden 200-Tage-Durchschnittslinie (5360 Punkte) bis auf weiteres einen klaren Widerstand darstellt. Zuvor war es dem DAX nicht gelungen, den heute bei 5427 Punkten anzutreffenden, sekundären Abwärtstrend vom Beginn des Jahres 2001 (rot) zu durchbrechen – ganz zu schweigen von der momentan gar nicht zur Debatte stehenden, primären Abwärtstrendgeraden vom Höchstkurs aus dem Jahr 2000. Halten wir also fest: Solange die Doppelspitze bei 5341 / 5352, die 200-Tage-Linie bei 5361 und etztlich der Sekundär-Abwärtstrend bei 5427 nicht überwunden sind, müssen wir uns über mittel-fristig und nachhaltig höhere Kurse des DAX nicht allzu viele Gedanken machen. Eher gelten die genannten Marken als „Wenn-dann-Bedingungen“.

Zumindest vorerst ist auch das Rückschlagspotential recht klar zu definieren und glücklicherweise als begrenzt anzusehen: Die Tiefpunkte vom November und Dezember des letzten Jahres bei 4878 und 4872 liegen mit dem Hochpunkt des vorausgegangenen Oktobers bei 4874 auf beina-he identischem Niveau und fungieren ganz klar als statische Unterstützung horizontaler Natur. Nach dem besagten Trendbruch und den (zuletzt) nicht mehr steigenden Bewegungshochpunkten sollte der technisch orientierte Investor aber auch einen Blick auf die Fibonacci-Retracements der Aufwärtstendenz seit September 2001 werfen. Sie liegen alle eine Etage tiefer, so daß erst mit der eingekreisten Zone rechts im oberen Chart ein möglicher Auffangbereich für den Fall rückläufiger DAX-Kurse vorliegt. Die gültigen Retracementmarken, die spätestens bei Unterschreiten der Unterstützung um 4872-4878 charttechnische Relevanz erlan-gen, lauten auf: 4660 (38,2-%-Korrektur), 4446 (50-%-Korrektur, Orientierungscharakter) und letztlich 4232 (61,8 %-Korrektur des vorausgegangenen Gesamtanstiegs).

Vorerst ist der DAX also in einer Seitwärtszone mit oberer Begrenzung bei 5341 / 5352 und Untergrenze bei 4872 – 4878 festgefahren. Immerhin eine Trading-Range von 475 Indexpunkten oder – bezogen auf das untere Ende – nahezu 10 Prozent. Nach dem zweiten Teil des Doppel-Tops hat der Index seinen etwas unscheinbar anmutenden, doch für Trading-Zwecke unschlagbaren (im Sinne einer Optimierung) 7-Tage-Durchschnitt mit einem Verkaufssignal nach unten verlassen. Dieses Verkaufssignal ist trotz des Kursanstiegs zum Ende der vergangenen Woche weiter intakt. Die 7-Tage-Glättung verläuft derzeit bei 5092 Punkten und ist weiterhin fallend. Auch der Blick auf den unterhalb des Preischarts dargestellten MACD in seiner Standardeinstellung mahnt derzeit eher zur Vorsicht. Dieser eher träge reagierende Trendfolgeindikator, divergiert bereits seit dem DAX-Hoch bei 5217 Punkten im No-vember 2001 mehrfach negativ. Dieses auf exponentiell gewichteten, gleitenden Kursdurchschnitts-linien basierende Meßkonzept des Trends vollzieht also seit einigen Monaten die neuen Höchstkur-se des reinen Chartings nicht mehr mit, was negativ zu interpretieren ist. Außerdem gibt der Indika-tor auch bei isolierter Betrachtung momentan ein klassisches Verkaufssignal, indem die Signallinie dieses Modells oberhalb der Nullinie von oben nach unten geschnitten wird.

Im Fazit ist der DAX eindeutig in seiner Trading-Range von 4872 - 5352 gefangen. Der Ausbruch in die eine oder andere Richtung ist eine Frage der Zeit und wird neue markttechnische Fakten schaffen. Indikatoren und Trading-Konzepte mahnen derzeit zur Vorsicht, zumal nach dem Trendbruch auch die Fibonacci-Retracements allesamt erst unterhalb der Trading-Range-Untergrenze zu finden sind. Die momentan am Boden liegende Trenddynamik (gemessen über Indikatoren wie Aroon und ADX) beginnt aktuell wieder leicht zu steigen. Bei zuletzt allerdings eher rückläufigen Kursen muß aber auch das mit Sorge, zumindest aber mit Vorsicht betrachtet werden. Die typische Frühjahrsrallye scheint aktuell zumindest eine zeitliche Verzögerung zu erfahren.






mfg heiko:)


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