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Aus der FTD vom 21.1.2002 www.ftd.de/handelszeiten
Verkürzung der Handelszeiten wird wahrscheinlicher
Von Tim Bartz, Frankfurt

Die Deutsche Börse erwägt Finanzkreisen zufolge eine Verkürzung der Handelszeiten. Auf der Sitzung des Sekundärmarktausschusses am Donnerstag werde die Börse einen Vorschlag unterbreiten, um auf die Kritik der Banken an den verlängerten Handelszeiten zu reagieren, heißt es in den Kreisen. Eine Börsen-Sprecherin sagte, es gäbe keine konkrete Pläne.



Werner Seifert, Vorstand der Deutschen Börse


Die Börse hatte im Juni 2000 den Handel um zweieinhalb Stunden bis auf 20 Uhr ausgedehnt. Diskutiert werden soll nun ein Modell, wonach der von Institutionellen dominierte Xetra-Handel in Dax-Aktien bereits um 17.30 Uhr per Schlussauktion endet. Am Neuen Markt könnte dagegen wie bisher bis 20 Uhr gehandelt werden, da hier der Anteil der Privatanleger wesentlich größer sei. Dem zuwider laufen allerdings Pläne, den Terminhandel mit Dax-Futures auf Eurex bis 22 Uhr auszudehnen.


Aufsichtsräte machen Druck


Der Sekundärmarktausschuss berät die Börse und prüft Vorschläge. Beschlusskraft hat aber nur der Börsen-Vorstand. Dem Ausschuss gehören Vertreter von Banken, Wertpapierhändlern und Kursmaklern an. "Auch der Aufsichtsrat (AR) hat die Börse aufgefordert, Vorschläge in Sachen Handelszeiten zu machen", sagte ein AR-Mitglied der FTD. "Die müssen sich jetzt endlich bewegen."


Zwar dämpfen Ausschuss-Mitglieder die Hoffnung auf kürzere Handelszeiten. Beschlussreif sei noch nichts, die Pläne seien noch unausgegoren. Dennoch ist klar, dass die Börse reagieren muss. Vor allem die Banken kritisieren die hohen Zusatzkosten: Betreuerbanken ("Designated Sponsors"), die den Handel in ihnen anvertrauten Aktien liquide halten müssen, zahlen hohe Zuschläge für die Besetzung der Handelsräume in den Abendstunden.


Die Börse hatte die Handelsausdehnung im Zuge der Börseneuphorie beschlossen. Inzwischen ist das Interesse der Anleger am Späthandel aber deutlich gesunken. Frankfurt fürchtet, bei einer Verkürzung Umsatz an die sechs deutschen Regionalbörsen zu verlieren, sofern diese nicht mitziehen. In deren Reihen gibt es zwar Gesprächsbereitschaft, aber auch die Ansicht, die längeren Handelszeiten beizubehalten.


Ebenfalls im Sekundärmarktausschuss auf den Tisch kommen dürfte das Thema Feiertagshandel. Dieser rechnet sich nach Bankenauskunft nur an Feiertagen, an denen auch die anderen europäischen Börsen geöffnet sind. Seit zwei Jahren findet in Deutschland an den gesetzlichen Feiertagen Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam sowie am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, Börsenhandel statt.



Modifiziertes Sponsor-Rating


Ferner heißt es, die Börse denke über eine Modifizierung des Ratingverfahrens für die Betreuerbanken nach. Angedacht seien so genannte Liquiditätsklassen. So könnten die Anforderungen an die Banken noch stärker differenziert werden. Im Dezember hatte die Börse das maximale Mindestquotierungsvolumen von 5000 auf 2000 Aktien gesenkt.


In das Rating gehen Umsatz, Quotierungsdauer und die Spanne zwischen dem Angebot auf der Kauf- und der Verkaufseite eines Sponsors ein. Unberücksichtigt bleibt, wie stark die Banken in einzelnen Titeln aktiv sind. Im liquiditätsintensiven Neuen Markt benötigen Firmen zwei Betreuerbanken, in Smax und MDax jeweils eine, im Dax keine.


Auch über die Absicht der Börse, den Banken das Xetra-Handelssystem für deren internen Börsenhandel zur Verfügung zu stellen, wird im Sekundärmarktausschuss vermutlich gesprochen. Die Börse würde dann eine Gebühr einstreichen und damit teilweise den Rückgang des selbst abgewickelten Auftragsvolumens kompensieren. Die Kursmakler und die Börsenaufsicht haben allerdings Bedenken, dass dadurch die Liquidität zersplittert werden könnte.



© 2002 Financial Times Deutschland , © Illustration: FTD
Hoffentlich wird verkürzt. Wie soll ich sonst von meiner Sucht loskommen?

Wenn die Banken nicht mehr am Abend mitspielen, dann wird der Neue Markt noch verrückter! Verkürzen!!!
WIESO EIGENTLICH HANDELSZEITEN VERKÜRZEN?
Im Gegenteil, man sollte die Handelszeiten bis 22.00 Uhr verlängern!
Damit wir Deutsche endlich mitmischen können wenn sich in Amerika die Kurse bewegen.
Und nicht ohnmächtig zusehen müssen wenn Der DJ und NASDAQ-Future Turbolenzen vollzieht.
Sind doch kaum Umsätze. Du kaufst am Abend den Schrott und am anderen Morgen wird der Kurs fertig gemacht, weil die Banken wieder dabei sind.
Frankfurt, 21. Jan (Reuters) - Die Deutsche Börse<DB1Gn.DE> plant nach Angaben einer Sprecherin derzeit keine Verkürzung der Handelszeiten. "Es gibt dazu keine konkreten Pläne", bekräftigte eine Sprecherin der DBAG am Montag frühere Äußerungen der Börse zu diesem Thema. Einen Zeitungsbericht, dem zufolge der Sekundärmarktausschuss der Börse sich am Donnerstag mit diesem Thema befassen werde, kommentierte sie nicht. Seit längerem wird in Frankfurter Bankenkreisen über eine Verkürzung der Handelszeiten diskutiert. Die zu Boomzeiten des Aktienhandels im Juni 2000 auf 20.00 Uhr ausgedehnten Öffnungszeiten des Börsenhandels sind vielen Instituten nach 17.30 Uhr angesichts dünner Umsätze zu teuer.
Ein Mitglied des Börsenrates der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), der einer solchen Veränderung zustimmen müsste, rechnet nicht damit, dass sich bei den Handelszeiten in kürze etwas tun wird. "Das ist zwar schon Thema gewesen, aber es befindet sich alles noch in der Frühphase", sagte das Börsenrats-Mitglied, dass namentlich nicht genannt werden wollte.
Die Financial Times Deutschland hatte am Montag berichtet, der Sekundärmarktausschuss werde sich mit einer Art Stufenmodell für die Börsenöffnungszeiten beschäftigen. Danach soll der Handel auf dem elektronischen Handelssystem Xetra mit Dax-Werten um 17.30 Uhr mit einer Schlussauktion enden, am Neuen Markt könnte dagegen bis 20.00 Uhr weitergehandelt werden. Finanzmarktkreisen zufolge ist dies eines von mehreren Modellen, die am Donnerstag auf der Agenda des Ausschusses stehen.
ben/rbo



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Monday, 21 January 2002 13:14:47
RTRS [nL21330276]
Die Deutsche Börse wird sicher wieder die schlechteste Alternative wählen. Wie damals mit den Delisting-Regeln. Was Vernünftiges kriegen die nie hin.
@Wachauge
So seh ich das auch,also am Abend ein paar Stunden wegnehmen ,totale Scheiße.Lieber am Morgen 5 Std. weg und am Abend 2 Std. dazu.Vor 15:30 passiert hier doch sowieso meistens nicht viel .
Gruß Taboa
@ TaBoa

Mein Vorschlag:
Börsenbeginn D:10.00 Uhr
Mittagszeit D:14.00 - 15.00 Uhr
Börsenschluss: D 22.30 Uhr

So kommt jeder zu seinem Recht!

Ohne Amerika läuft doch sowieso nichts bei uns.

Und jedesmal wenn Deutschland schliesst beginnt das große Bangen, geht es rauf oder runter in den USA.
Mit diesen Börsenzeiten können wir nicht mehr tun als ohnmächtig darauf warten was da auf uns zukommt.
So wichtig sind die Amerikaner nun auch wieder nicht.
Wir würden sie sehr überraschen, wenn wir unsere Handelszeiten nicht mehr von den der Wall Street abhängig machen. Wieso auch?
Der Euroraum beherbergt 350 Mio Einwohner. In den USA leben 280 Mio.
Die Amis sind sowieso bekümmert, das die EZB die Zinsen nicht senkt, so wie sie es wünschen.
Es wir auch noch die Zeit kommen, da fakturieren wir die Öl Bestellungen nur noch in Euro.
Der Zukunftsmarkt Altervorsorge wird die europäischen Aktienmarkte immer unabhängiger von den amerikanischen machen.
Ich gebe zu, vieles ist noch Zukunftsmusik, aber irgendwann muß man ja mal anfangen und die paar Zocker am Abend dürfen úns nicht aufhalten.

Gruß GjT


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