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Jim Rogers - 500 Beiträge pro Seite



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Liebe Kollegen,

The Nose hatte die Gelegenheit mit Jim Rogers zusammenzutreffen, der im Laufe seiner "Welttournee" auf Einladung der Raiffaisenbank auch in Wien weilte. The Nose war just an diesem Tag auch in Wien und ließ sich diese einmalige Chance nicht entgehen.

Im folgenden bezieht sich The Nose ausschließlich auf die Meinugn von Jim Rogers und läßt diese unkommentiert. Es ist nicht sichergestellt, dass die gesammelten Eindrücke fehlerfrei wiedergegeben werden. Es handelt sich keinesfalls um die persönliche "Nose-Meinung".

Zum Ablauf: Es fand im Vorfeld eine kurze Präsentation der Raiffaisen Landesbanken Wien und Niederösterreich statt, die von verantwortlichen Managern (Wertpapier) gehalten wurde. Dann erhielt Jim Rogers das Wort. "He made his point" und danach stand er für eine offene Diskussion mit dem Auditorium zur Verfügung.

Zur Person: Jim Rogers, Anlegerlegende, befindet sich seit 1999 noch bis vorraussichtlich 2002 auf einer Welttournee, u.a., um neue Anlageideen zu generieren. Jim Rogers ist strikter Verfechter des Bottom-Up Ansatzes.

Der heisseste Tip, den er uns auf den Weg mitgeben wollte, war, dass Rohmaterialien wieder im Kommen sind. Nach einer sehr langen, bärigen Periode meint er nun die Trendwende zu erkennen, weil die nachfrage in den bärigen Jahren stets konstant gestiegen ist, und zwar mehr als Einsparungen mittels Erfahrungskurve hergeben würden.

So hält Jim Rogers z.B. Zuckerplantagen für ein goldrichtiges Investment.

Die Einschätzung Jim Rogers zu folgenden Regionen:
- Europe: Gute Chancen in der Ölindustrie. Skurrilerweise durch die US-Amerikanische Politik begünstigt. Island hält er für eine hochinteressante Region, v.a. unter demographischen Gesichtspunkten (sehr junge Bevölkerung, erwachende Economy). Alles in allem sieht er allerdings in Gesamteuropa keine interessanten Stocks, da sie überteuert sind. JR schätzt auch die politische Lage in Europa als unsicher ein (meint, Ungarn würde innerhalb der nächsten 5 Jahre mit mindestens einem Nachbarland im Krieg liegen).

Ausserdem gibt er dem Euro eine sehr schlechte Chance, weil er zwar auf einem soliden Fundament gebaut hätte werden sollen, dieses aber durch die Politik der WWU-Länder untergraben wird und letztenendes wahrscheinlich an der Implementierungsphase scheitern wird.

Während das 19. JH das JH der Briten, das 20. JH das JH der Amerikaner war, so wird das 21. JH das JH der Chinesen sein.

Chancen sieht er weiters in der dramatisch sich verändernden Rolle der Frau in vielen Fern-Ost Märkten. Auch den Iran hält er für sehr interessant, weil eine sehr junge Bevölkerung vorhanden ist, die mit MTV etc. aufgewachsen ist.

Indien und Australien seien auch zu beobachten, aufgrund seiner bullishen Prognosen des Rohstoffmarktes.

kurz zu den Internetwerten: Wer Internetaktien haben möchte und noch nicht eingedeckt ist, der möge nach JR doch bitte eine Internet-AG gründen und sich selbst mit Aktien versorgen, da sie in der stock exchange zu teuer sind.
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Möge aus diesen Meinungen jeder seine Inspiration erhalten, in jenem Maße, in dem er sie für sinnvoll hält.
Einen guten Riecher wünscht

The Nose


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