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Seaexplorer AG - vorbörslicher Wert - 500 Beiträge pro Seite


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Habe mal wieder schlechte Erfahrungen mit einem "Vertriebsbüro" gemacht. Die Seaexplorer Ag sollte, soweit es sich um eine seriöse Firma handelt wirklich nicht mit solchen "Drückern" zusammenarbeiten!

Wie immer werden "tolle" Zeichnungszertifikate" mit Sonderpreisen für Schnellzeichner verschickt. Man wird sogar zu einer Aktionärsversammlung eingeladen, doch wehe man möchte echte Zahlen!

Ein Verkäufer erzählt von Millionen-Werten, der Andere von Verlusten in diesem Jahr und ausgeglichenen Ergebnis im nächsten Jahr.

100% Kursgewinn mit dem Börsengang werden einem am Telefon versprochen, doch schriftlich will man natürlich nichts rausgeben.

Auch ein versprochener Rücknahmekurs ist mehr als dubios.

Und sollte man nicht hell auf begeistert sein und besteht auf die Zahlen in schriftlicher Form wird das Verkaufpersonal schnell patzig.
Nachdem ich jetzt in 3 Tagen die dritte Anfrage hatte, ob ich denn nun mal kaufen wolle, wurde der Hörer aufgeschmissen, weil ich auch schon genervt war und die Forderung nach Zahlen wiederholte.

@webmaster
Ein Board über diese Firmen sollte man mal einrichten. Denke wir werden immer die selben Namen lesen.

Ach ja das Vertriebsbüro:
SEAG Investor Relation Büro:
E-mail: aktien@seaexplorerag.de

Wickrathberger Strasse 10
41189 Mönchengladbach

Telefon 02166 - 855007
Fax 02166 - 855022

Niederlassung:

Odenkirchener Staße 163
41236 Mönchengladbach
Tel: 02166 -12684-0
Fax: 02166 - 12684-70
http://www.seaexplorerag.de
+Hey Stevie,

das kommt mir alles sooooo bekannt vor.

Wurde von diesen "Typen" auch schon des Öfteren telefon. belästigt - oder sollte man es mit Humor sehen & "BELUSTIGT" sagen???

Von Aktien & Börse haben diese Telefon-Drücker auch nicht die geringste Ahnung.

Auf meine Frage nach einem aktuellen Verkaufsprospekt reagierten die "Verkäufer" fast schon beleidigt, gem. dem Motto: "Was wollen Sie denn damit? Wir haben doch noch den Prospekt von 1999(!!!!)..."

Das sagt ja schon wohl alles.

Ebenso die Frage nach einem Geschäftsbericht ("Ist noch nicht ganz fertig gestellt... Da steht auch nicht viel mehr drin, als ich Ihnen schon erzählt habe... Was bringt Ihnen denn ein Geschäftsbericht? Selbst bei großen (DAX-) Unternhemen bringt Ihnen ein Geschäftsbericht und eine Bilanz nicht viel, die bilanzieren ja eh wie sie wollen & betrügen ihre Aktionäre... blablabla").


Scheint echt `ne üble Abzocke zu sein...

Deshalb auf jeden Fall: FINGER WEG von dieser "Geldanlage".

gru$ reini ;-)
Diese Drücker haben es tatsächlich fertiggebracht, über einen Zeitraum von ca. 2 Monaten jeden Tag (!!!) zweimal bei mir anzurufen. Das alles, weil ich ein einziges Mal blöd genug war, denen meine Adresse und Telefonnummer mitzuteilen.

Allerdings bin ich mit ISDN gesegnet, so dass ich einfach nicht mehr abgenommen habe, wenn die Nummer aus Mönchengladbach angezeigt wurde. Fraglich nur, wie nötig die SeaExplorer die Aktienverkäufe hat, wenn man sogar bei so offensichtlichem Desinteresse meinerseits immer wieder eine Kontaktaufnahme versucht.

Finger weg von dem Laden!
Zum Thema Sea Explorer AG gibt es folgendes zu berichten:
Es gibt viele Gerüchte die von ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens in Umlauf gebracht werden, alles schmarn.
Auch wenn ich euren Blödsinn lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Wenn ihr doch alle so schlau seit nennt mir doch mal ein Unternehmen welches im Privat Placement Aktien zurückkauft?
Presse
Spiegel vom 03.09.01
SPIEGEL ONLINE - 02. September 2001, 16:23
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,154605,00.html
Schatzsuche

"Schauder durch alle Glieder"

Vor 118 Jahren starben etwa 400 Auswanderer beim größten zivilen Schiffsdrama in deutschen Gewässern. Taucher bergen nun die Fracht des Dampfers "Cimbria" - ein Millionen-Unternehmen. Die Spezialisten fanden in der Nordsee bisher Mengen von Porzellan und suchen den Safe.
Für gewöhnlich sind die acht jungen Männer zuständig fürs Grobe: Carsten Thörmer etwa hatte zuletzt unter Wasser die Uferböschung des Dortmund-Ems-Kanals neu befestigt; sein Tauchkollege Christof Valland überprüfte im Schlamm des Klärwerks von Hagen Abflussrohre, als er den Ruf an die Nordsee erhielt.
30 Meter unter der Wasseroberfläche müssen sich die Berufstaucher jetzt ganz sachte Handbreit um Handbreit voranarbeiten. "Filigranes Handwerk statt grober Drecksarbeit" sei das, sagt Valland, und immer könne er damit rechnen, gleich ein Stück jenes Schatzes zu finden, den er und seine Kollegen auf dem Grund der mörderischen See suchen - ein "euphorisches Gefühl".
Es war in einer Januarnacht des Jahres 1883, die Position: 53 Grad 53 Minuten Nord und 6 Grad 24 Minuten Ost, also 37 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Das rund hundert Meter lange Auswandererschiff "Cimbria", beim Stapellauf einer der größten Dampfer des Reiches und "eines der besten Schiffe unserer Hamburgischen Dampferflotte", wie der "Hamburgische Correspondent" trauerte, kollidierte mit einem englischen Schiff. Der Dampfer der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft (Hapag) sank innerhalb weniger Minuten.
437 Menschen ertranken im eiskalten Wasser, die meisten Auswanderer, so eine Zeitung damals, "die sich nach den Gestaden der neuen Heimat sehnten": Flüchtlinge, die über Hamburg nach New York wollten.
118 Jahre danach setzen wieder Menschen viel Hoffnung in die "Cimbria": Die Aktionäre der badischen Sea Explorer AG finanzieren die aufwendigste Bergungsaktion in deutschen Gewässern. Denn das Dampfschiff hatte nicht allein arme Flüchtlinge an Bord, sondern auch reiche Passagiere in der Ersten Klasse und vor allem eine wertvolle Ladung im Rumpf.
Die Taucher hoffen auf Tonnen von Porzellan, wertvollem Spielzeug, geschliffenem Glas und auf Goldmünzen. Denn das hieße satte Prämien für die am Erfolg beteiligten 15 Wrackarbeiter.
Bis zu den ersten Herbststürmen Mitte Oktober wollen die Spezialisten mit Hightech und Millionenaufwand all das heraufholen, was die Offiziere bei der größten deutschen Schiffskatastrophe in Friedenszeiten aufgeben mussten.
In den ersten Tagen stießen Sea-Explorer-Leute schon auf Tassen und Terrinen, Teller mit blauem Rand und handgemalten Holunderbeeren, auf Rasierschaumschalen und poussierliche Porzellanpüppchen. Sie fanden rund 20 Elfenbeinzähne unbekannter Herkunft, Blusenknöpfe aus Perlmutt und Vasen aus dem Hause der Firma Schwalb, fast alles noch gut erhalten. "Keine davon", sagt Firmenleiter Klaus Keppler, 63, "würde ich unter 10 000 Mark verkaufen." Denn das Bedürfnis nach Geschirr mit Geschichte sei groß.
Und die wahren Schätze liegen noch unter Wasser: In schwarzen Körben haben die Männer bereits Tassen mit gekreuzten Schwertern deponiert, das Zeichen für Meissener Porzellan. Was die Arbeiter aber am meisten elektrisiert, ist die Tatsache, dass viele Kisten noch völlig intakt sind. Je tiefer sie ins Wrack eindringen, desto häufiger finden sie unbeschädigte Ladung. Keppler kalkuliert, dass er mindestens das Doppelte der Bergungskosten von rund zwei Millionen Mark wieder einnehmen kann.
Im günstigsten Fall könnten über 50 Millionen Mark übrig bleiben - sollte sich etwa die Reisekasse des Industriellen Moritz Strauß, 53, wiederfinden. Einer der großen Spielzeughersteller seiner Zeit wollte nach Amerika expandieren. Unter Deck hatte er nicht nur kistenweise Puppen und Miniaturküchen aus Porzellan verstauen lassen, im 500 Kilogramm schweren Safe der Offizierskabine sollen auch Goldmünzen in Massen liegen.
Von solchen Reichtümern konnten die zusammengepferchten Auswanderer im Zwischendeck nur träumen. 120 Mark, damals ein kleines Vermögen, hatte jeder von ihnen für die Passage nach Amerika bezahlt. Die menschliche Fracht war ein glänzendes Geschäft für Reeder aus Bremen und Hamburg. Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts erreichte die Auswanderungswelle einen Höhepunkt.
Besonders Juden aus Russland, Galizien oder Ungarn wollten mit Schiffen wie der "Cimbria" auch vor den Pogromen in ihrer Heimat fliehen. Doch ebenso drängten sich Weltenbummler, Glücksritter und Deutsche, die ihre ausgewanderten Verwandten in Amerika besuchen wollten, in den engen Etagenbetten des "Cimbria"-Zwischendecks zusammen.
Sie alle finden sich auf den historischen Verlustlisten der Katastrophe: Helene Weege, 35, etwa betrieb in Berlin ein Putzgeschäft. Sie hatte sich von ihrem Mann getrennt und machte sich mit dem 5-jährigen Alfred und der 10-jährigen Bertha auf den beschwerlichen Weg, um im Land der unbegrenzten Träume eine neue Existenz zu gründen.
Für einige Stunden waren die drei unter Deck mit veritablen Berühmtheiten zusammen: Red Jacket, ein 26-jähriger Sioux-Indianer, war mit fünf Stammesgenossen an Bord. Sie hatten die Bleichgesichter etwa im Berliner Panoptikum mit folkloristischem Liedgut amüsiert, nun zog es Red Jacket, seine Frau Sunshine und den Medizinmann Crow-Foot wieder in die Heimat.
In der zweiten Kajüte fuhren die Geschwister Rommer aus dem württembergischen Biberach. Zither- und Gitarrenspieler Georg, 28, und die Sängerinnen Auguste, 26, und Katinka, 22, hatten als "Schwäbische Singvögel" bescheidene Karriere daheim gemacht, nun hofften sie, im Land der Dollars ihr Vermögen zu mehren.

Die Berlinerin Weege, die Indianer, die schwäbischen Musiker, sie alle starben in dieser nebligen Nacht des 19. Januar 1883: Eine gute Stunde nach Mitternacht hatte der Kapitän der "Cimbria" langsame Fahrt befohlen. Denn über die Nordseewellen trieben dichte Nebelschwaden. An Bord des Stolzes der bis vor kurzem noch auf Segelschiffe setzenden Hapag waren rund 90 Mann Besatzung und rund 400 Passagiere; im Bauch des Schiffes lagerten 59 Postsäcke und 1200 Tonnen Fracht.
Urplötzlich brach nördlich von Borkum der englische Kohlendampfer "Sultan" aus dem Nebel, auf dem Weg von Hull nach Hamburg. Die Kapitäne der beiden Schiffe versuchten noch Ausweichmanöver, da rauschte die "Sultan" aber auch schon mit solcher Macht in die Backbord-Seite der "Cimbria", dass sich die Eisenplatten nach innen bogen. Der Bug des Frachters zermalmte vier "Cimbria"-Passagiere, Wassermassen stürzten ins Schiff.
Der leckgeschlagene Stahlkoloss kippte auf die Seite. Vielen Passagieren, besonders aus den feinen Oberdecks, gelang es zwar noch, sich ins Freie zu hangeln. Aber von acht Rettungsbooten ließen sich nur vier benutzen. Davon kenterten zwei sofort, weil zu viele Menschen hineinsprangen. "Überall schwammen, laut jammernd, Passagiere und Mannschaften durcheinander, kreischende Weiber, schreiende Kinder, ein wildes, furchtbares Bild der schrecklichen Todesangst", erzählte ein Überlebender.
Ein Pärchen, so berichtete die "New York Times" damals, habe sich in Panik die Gurgeln durchgeschnitten, um wenigstens beieinander zu sterben. Eine ältere Frau sei von einer Welle weggeschwemmt worden, während sie Klagelieder sang. 15 Minuten nach der Kollision sank die "Cimbria" schließlich mit dem Bug voran auf den Meeresgrund.
Kaum mehr als 60 Menschen überlebten, 17 davon hatten sich elf Stunden lang an einem noch aus dem Wasser herausragenden Mast festgeklammert, bis ein Segelschiff sie endlich auffischte.
Der Untergang der als äußerst sicher geltenden "Cimbria" berührte die Menschen in ganz Deutschland; es war eines dieser nicht für möglich gehaltenen Desaster moderner Verkehrsmittel, wie sie auch heute noch die Öffentlichkeit schocken.
Ein Künstler komponierte damals eine Moritat ("Schauder drängt durch alle Glieder, wenn man liest von ,Cimbria`"), Schiffsexperten forderten technische Neuerungen. Die Opposition bedrängte den Reichskanzler mit strengen Fragen, und wohlhabende Bürger riefen zur Spendenaktion für "die Nothleidenden", die Opfer und Hinterbliebenen auf.
Gut 90 Jahre lang blieb die "Cimbria" danach verschollen, von starken Strömungen fast begraben im Sand der Nordsee. 1974 stieß das Suchschiff "Wega", das Informationen für die Seekarten sammelte, auf das Wrack. Doch eine Bergung wäre damals ohne das entsprechende Gerät nahezu unmöglich gewesen.
Sea-Explorer-Vorstand Keppler hat das Kapital und das Know-how. Seine Firmen bergen nicht nur seit Jahren gesunkene Yachten oder gekenterte Flussbagger, im Mai spürte er auch vor Haiti lange gesuchte Wracks auf, die womöglich im 17. Jahrhundert zur Flotte des Piraten Sir Henry Morgan gehörten ( SPIEGEL 34/2001).
Vor zwei Wochen ließ er genau parallel zur "Cimbria" die Bergungsplattform "Buzzard" verankern, größer als eine Turnhalle. Rund um die Uhr senkt seitdem ein Kran Taucher in einem Korb auf den Grund der Nordsee. Zwei Schläuche versorgen die Spezialisten dort unten mit Sauerstoff und Licht, in einem dritten Strang läuft ein Telefonkabel. An schlechten Tagen lässt ihnen die Nordsee fünf Meter Sicht, mal ist die See aber auch so aufgewühlt, dass sich die Männer nur vorantasten können. Nach 60 bis 90 Minuten müssen die Männer jeweils wieder nach oben, zwölf Stunden später folgt der nächste Tauchgang.
An vielen Stellen kämpfen die Taucher mit einem Gemisch aus Sand und Muscheln, oft so fest wie Beton. Zwischen einem Mastfuß und der Ankerwinde, exakt in Höhe der Stelle, an der einst die "Sultan" die "Cimbria" rammte, haben sie die Spanten aufgebrochen. Mit so genannten Druckspülern wühlen sie sich nun von oben in den Bauch des Schiffes vor. Spezielle Sauger halten die Wege frei.
Von dem Drama der 437 Getöteten hat die See nichts übrig gelassen. Die beiden oberen Decks, in denen sich Passagiere und Besatzung aufhielten, hat das Meer komplett weggeschwemmt. "Und alle anderen menschlichen Reste", sagt Taucher Christoph Schmidt etwas burschikos, "haben die Fische aufgefressen."
Um vor dem Herbst die Arbeit geschafft zu haben, setzen die Leute auf der "Buzzard" nun auf die Hilfe von "Roman". Der Unterwasserroboter kann baggern, graben, spülen und heben - alles ferngesteuert von einem Computer-Container auf der Plattform.
Was Roman und die Taucher nach oben fördern, soll später einmal in einer Wanderausstellung gezeigt werden. Erstes Ziel von Chefberger Keppler bleibt es aber, seine Aktionäre zufrieden zu stellen, auch wenn Archäologen die Schatztaucher immer wieder als Plünderer schmähen.
Doch Keppler braucht vor allem das Wohlwollen der Geldgeber für kommende Unternehmungen. In den nächsten zwei Jahren will Sea Explorer zehn weitere untergegangene Schiffe ausschlachten. Weltweit gibt es noch rund 100 000 Wracks zu bergen - so einige davon mit wertvollen Ladungen.
Bevor seine Taucher vor Borkum in die Tiefe gingen, hatten Kepplers Rechercheure herausgefunden, dass sich auch bei der "Cimbria" der Aufwand lohnen könnte: Das Wrack ist mit modernen Methoden zugänglich, die Ladung größtenteils wasserresistent - in der Expertise eines Wrackexperten heißt es, die Chance, das Frachtgut "unversehrt aufzufinden, dürfte somit gut sein". Überzeugt hatten Keppler schließlich Informationen, nach denen die "Cimbria" auf ihrer letzten Fahrt mit 800 000 Mark versichert war - dreimal so hoch wie auf einer normalen Fahrt.
Theoretisch gehören Schiff und Ladung noch der Hapag oder jenen Versicherungen, die damals für einen Teil des Schadens zahlten. Doch von Hapag-Lloyd hat Keppler grünes Licht bekommen. Dafür soll das Unternehmen etwa jenen Serviettenring mit der Inschrift "Hapag" bekommen, den Taucher Valland in der vergangenen Woche unter Wasser fand. Die Hamburger hätten es sowieso schwer, ihre Ansprüche durchzusetzen, weil sie mehr als 100 Jahre lang nichts getan haben, ihr Eigentum wiederzufinden. Und die Versicherungen existieren schon längst nicht mehr.
So abgesichert, lässt es sich Keppler nicht nehmen, einige der kostbaren Stücke eigenhändig nach oben zu bringen. "Herrlich", platzt es immer wieder aus ihm heraus, und er putzt mit seiner Hand schwarzen Schlier von handbemaltem Porzellan.
Nur der Koch auf der "Buzzard" ist mit der Ausbeute bisher nicht zufrieden: Als die Taucher vier geschlossene Flaschen hochbrachten, setzte sich Hartmut Albrecht feierlich seine Kochmütze auf und entkorkte eine der Flaschen in der Hoffnung auf einen wirklich gut gelagerten Wein. Doch der Pulle entwich nur übler Gestank - etwa so, sagt Albrecht, als wäre das Getränk "gemixt aus faulen Eiern".
UDO LUDWIG

BZ vom 03.09.01







Süddeutsche vom 31.08.01

Schiffsbergung in der Nordsee

Auf der Suche nach den Reichtümern der „Cimbria“

Ein Kölner Unternehmen taucht in einem längst gesunkenen Wrack / Weitere Vorhaben sollen Firma auch für Anleger reizvoll machen


Von Guido Kleinhubbert
In der Nacht des 19. Januars 1883 hat sich dichter Nebel über die Nordsee gelegt. Kapitän Julius Hansen gibt Befehl, die „Cimbria“ nur mit halber Kraft Richtung Westen treiben zu lassen; vorbei an Juist und Borkum, gemächlich Richtung New York, wo das Passagierschiff in einigen Tagen anlegen soll. Die Sichtweite beträgt kaum noch 50 Meter, als der Mann auf dem Ausguck plötzlich ein grünes Signallicht sieht: ein anderes Schiff. Schnell, viel zu schnell, hält es auf die „Cimbria“ zu. Der alarmierte Steuermann reißt das Ruder herum – doch zu spät. Wie ein wildes Tier frisst sich der fremde Dampfer in den Bauch der „Cimbria“. Die Passagiere werden vom Krachen jäh aus dem Schlaf gerissen und versuchen, aufs Oberdeck zu gelangen – schreiend, übereinander stolpernd, in panischer Angst. 15 Minuten später sind fast alle tot: Die „Cimbria“ ist untergegangen und mit ihr 430 Menschen – genau an der Position 53 Grad nördlicher Breite, 6 Grad östlicher Länge.
Ziemlich genau an dieser Stelle befindet sich Klaus Keppler im August und September 2001 und hofft auf gutes Wetter, Finderglück und das große Geld. Er und 16 andere Männer sind gekommen, um zu heben, was noch Brauchbar ist von der „Cimbria“. Damit das gelingt und Kepplers Kölner Bergungs-Firma, die „Seaexplorer AG“, auf ihre Kosten kommt, haben zwei Schlepper eine fast fußballfeldgroße Plattform von der holländischen Küste aus hierhin gezogen. Etliche Seemeilen vorher ist sie schon am Horizont zu erkennen – rechts die Mannschaftskabinen, links ein Kran, dessen Arm etwa 15 Meter hoch in den Himmel ragt. Die Wellen schlagen wild an die Stahlstützen, die fest auf dem Meeresgrund verankert sind.
Suche selbst nachts
Man könnte die Plattform für eine Bohrinsel halten, wären da nicht die beiden rostigen und mit Algen übersäten „Cimbria“-Anker, die Kepplers Leute auf der Plattform abgelegt haben. Hier wird nicht nach Öl, sondern nach den Überresten einer großen Tragödie gesucht – und das in Tag- und Nachtschicht. Wenn die Dünung nicht zu stark ist, taucht alle 110 Minuten ein anderes Team-Mitglied von der Plattform aus 29 Meter tief bis zum Wrack hinab. Diejenigen, die an der Oberfläche bleiben, achten auf die Sauerstoffzufuhr, überprüfen die Sauger, mit denen die Fundstücke von Sand und Muscheln befreit werden, und halten telefonisch Kontakt zum Taucher. Und manchmal, wie vorige Woche, dringt ein lauter Jubelschrei durch die krächzende Leitung des Telefons.
Der Grund dafür lagert in zwei mit Salzwasser gefüllten Bottichen. Keppler schnippt seine daumendicke Zigarre weg und holt aus einem der Behälter einen Teller hervor – einer der ersten, die ans Tageslicht befördert wurden. Der Teller ist weiß mit schwarzem Rand und Kleeblatt-Applikationen. Er ist leicht verwaschen, aber heil. Liebhaber bezahlen für so etwas Unmengen, ist sich Keppler sicher. Als nächstes greift er eine Terrine aus dem Bottich und hält sie gegen das gleißende Sonnenlicht. „Gebrüder Schwalb, Karlsbad, 1879“, ist auf der Rückseite eingraviert. „Ist das nicht schön“, fragt er, als noch mehrere andere Teller und zwei kleine Biedermeier-Figuren hinzukommen.
Ein stolzes, befriedigtes Lächeln legt sich dabei auf Kepplers sonnengegerbtes Gesicht. Was sicher auch damit zu tun hat, dass dort unten noch 300 Tonnen mehr Porzellan, Keramik und Glas herumliegen, die die „Cimbria“ einst vom Hamburger Hafen aus nach Amerika verschiffen sollte. Keppler und sein Team haben gute Chancen, einen Großteil davon schadlos an die Oberfläche zu bringen. Mehrere komplette Geschirr-Service haben die Männer schon freigelegt. Der Kran muss sie nur noch nach oben hieven. Auf einem der Teller hat einer der Taucher gekreuzte Schwerter entdeckt – das Zeichen der Manufaktur Meißen.
Fünf Millionen Mark soll das gehobene Porzellan auf Auktionen erbringen - und damit fast dreimal so viel, wie das gesamte Unternehmen kostet. Die Hamburger Hapag-Reederei, der die „Cimbria“ gehört, war eine Bergung selbst zu aufwendig und hat sämtliche Rechte an die „Seaexplorer AG“ abgetreten - ab jetzt verdient nur noch Kepplers Firma an den Fundstücken.
Taucher gehen an die Börse
Der Chef ist vom Erfolg des Unternehmens und dem Bergungsgeschäft so überzeugt, dass er seine Firma im kommenden Jahr sogar an die Börse bringen will. „Die Aktionäre können sich freuen“, sagt er. Schon jetzt sei die Aktie auf dem grauen Markt von fünf auf 8,70 Euro gestiegen. Besonders für Anleger, die vom Neuen Markt frustriert sind, sei die Aktie attraktiv, heißt es bei der „Seaexplorer AG“. Die Anlage klinge exotisch, berge aber wesentlich weniger Risiken.
Theoretisch könnte die Aktie Investoren nämlich eine lange Freude bereiten: Experten gehen davon aus, dass in den Weltmeeren noch rund 100 000 gesunkene Schiffe samt wertvoller Ladung liegen. Mit ihrer Spezial-Technik könnte die „Seaexplorer AG“ zumindest diejenigen legal plündern, die in erreichbarer Tiefe liegen: ungefähr 3000. Allerdings muss erst einmal herausgefunden werden, wo die Schiffe genau liegen. Historiker, die für die vor vier Jahren gegründete Firma arbeiten, versuchen anhand von alten Seekarten, Gerichtsurteilen und Logbüchern Licht ins Dunkel der Schiffskatastrophen zu bringen. Die Feinarbeit erledigen dann auf dem Meer so genannte Sidescan-Anlagen und Peilsender. Dank dieser Technik lässt sich das Meer genau abtasten. In einigen Fällen ist das sehr erfolgreich gelungen. Fünf bis sechs gefundene Wracks wollen Keppler und sein Team in den kommenden Jahren ausräumen. Unter anderem den 1886 untergegangenen Luxusliner „Prins Frederic“, der Silbermünzen im Wert von vielen Millionen Mark an Bord haben soll.
Abgeschlossen sind die Arbeiten am Intan-Wrack im südchinesischen Meer und am Seeräuberschiff „Merchant Jamaika“ vor der Küste Tahitis. Eine Ausstellung mit den gefundenen Artefakten ist schon in Planung. Die „Seaexplorer AG“ will dabei an den Erfolg der „Titanic“-Ausstellung anknüpfen, die vor drei Jahren 1,5 Millionen Besucher in die Hamburger Speicherstadt gelockt hat. Eine Rechnung, die aufgehen könnte. Denn seit das bekannteste Schiff der Welt in opulenten Kino-Bildern auf den Meeresgrund gesunken ist, sind viele Menschen von solchen Havarien fasziniert.
Wenn es um die „Cimbria“ geht, wird bei der Seaexplorer AG daher auch gerne von der „deutschen Titanic“ gesprochen. Tatsächlich bietet der Untergang genügend Stoff für einen spannenden Film oder eine rührselige Ausstellung. Da waren die Männer und Frauen, die sich nach dem Untergang stundenlang an den aus dem Wasser ragenden Masten geklammert haben und dann doch den Kältetod gestorben sind. Da wäre das Menschen verachtende Verhalten an Bord der „Sultan“ – jenem Schiff, das das große Loch in das Vorschiff der „Cimbria“ gerissen hat.
Geschichte eines Dramas
Obwohl die „Sultan“-Crew die Angstschreie gehört haben muss, tat sie nichts, um die Schiffbrüchigen zu retten. Und da wären die vielen Paradiesvögel, die sich an Bord befanden. Die „Schwäbischen Nachtigallen“ zum Beispiel, eine Volksmusikgruppe, die in Deutschland schon viele Fans hatte und nun auch in den USA für Furore sorgen wollte. Oder die sechs Indianer, die im Berliner Panoptikum aufgetreten waren und eigentlich schon weit vorher die Heimreise antreten wollten. Doch dann erkrankte einer von ihnen schwer und die Männer kamen überein, die Rückfahrt nach Amerika zu verschieben - ein tödlicher Entschluss.
Schicksale, die für Ausstellungen taugen, aber sie werden sich kaum dokumentieren lassen. Über die Jahre sind die beiden oberen Decks vollständig vom oft stürmischen Meerwasser weggespült worden - und mit ihnen wohl all das, was an die Menschen erinnert, die am 18. Januar 1883 an Bord der „Cimbria“ gingen. Sie stammten zum größten Teil aus Osteuropa und wollten, voll von Träumen vom besseren Leben, nach Amerika auswandern.
Die Taucher werden ihre Koffer und Kleidung wohl nicht finden. Sie werden wohl auch nicht auf die Tomahawks und den Federschmuck stoßen, den die Indianergruppe mit aufs Schiff gebracht hatte – Artefakte, die Seaexplorer- Sprecherin Monika Wetzke zu gern in die Ausstellung integrieren würde: „Das wäre für die Ausstellung echt klasse“, sagt sie. Ein Serviettenring mit dem Hapag-Emblem ist bisher das einzige Fundstück, das von den Menschen an Bord auch benutzt wurde, er soll direkt in die Ausstellung gehen. Als er aus dem Wasser gefischt wird, nimmt Klaus Keppler seine blaue Schirmmütze ab und sagt: „Hiermit verneigen wir uns noch einmal vor den Opfern dieser schrecklichen Katastrophe.“
Weil das Meer die Passagierdecks und natürlich auch die Leichen der Opfer vollständig weggefressen hat, erinnert unter Wasser wenig an die eigentliche Katastrophe, die hinter der Bergung steckt. „Das ist auch gut so“, sagt Berufstaucher Kurt Rhode. Der 38-Jährige, der so freundlich lächeln und noch viel besser Friesisch kann, ist jedes Mal begeistert, wenn er ans Wrack tauchen kann. Sonst ist er hauptsächlich in Hafenbecken unterwegs und bekommt dort selten Schönes zu Gesicht. Jetzt aber, 29 Meter tief auf dem Grund der Nordsee, blitzt ihm ständig weißes Porzellan aus dem Schlick entgegen. „Das ist ein geiles Feeling“, sagt er, „da gibt es nichts.“

Die Welt vom 07.07.01
Schatzsucher entdecken Piratenschiff in Karibik

Internationales Expeditionsteam entdeckt das Schiff des Freibeuters Henry Morgan

Köln - Rund 350 Jahre schlummerte das Piratenschiff "Merchant Jamaica" im Karibischen Meer. Nun hat ein internationales Expeditionsteam das englische Seeräuberschiff entdeckt. "Es handelt sich mit 98-prozentiger Sicherheit um das Schiff des Freibeuters Henry Morgan", sagte Expeditionschef Klaus Keppler. Die moderne Schatzsuche steht damit vor einem neuen großen Fund.
Bereits 1999 sorgte Kepplers Firma Sea Explorer AG für Aufsehen. Auf dem Grund des Golfs von Biskaya entdeckte der 62-jährige Taucher, Ingenieur und Unternehmer den holländischen Luxusliner "Prins Frederik". Im Mai nun startete ein zwölfköpfiges Team aus Historikern, Tauchern und Kameraleuten zur Suche vor Haiti. Moderne Sonartechnik tastete den Meeresboden ab. Schließlich fanden die Entdecker das Piratenschiff am Außenriff der Insel Ile à Vache.
Henry Morgans englisches Handelsschiff "Merchant Jamaica" war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts vor Haiti gesunken. Morgan (1635-1688) kämpfte als englischer Seeräuber gegen die spanischen Kolonien in Amerika. Seinen berüchtigten Blutzügen fiel 1671 die Stadt Panama zum Opfer. Keppler glaubt fest, dass es sich bei dem Wrack um das Morgan-Schiff handelt: "Identifiziert haben wir einen Topfdeckel, der eindeutig aus England zwischen 1650 und 1670 stammt." Auch Schiffsbeschläge und andere Artefakte kämen aus dem England des 17. Jahrhunderts. Nur der letzte Beweis fehle noch.
Bei Wissenschaftlern sorgt die moderne Schatzsuche mit hochmoderner Ortungstechnik für Skepsis. "Vor allem im angelsächsischen Raum tummeln sich auch viele reine Abenteurer ohne Rücksicht auf Verluste", sagt der Historiker Albrecht Sauer vom Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Aber auch professionelle Expeditionen unter Leitung privater Unternehmen sichern nach Auffassung Sauers selten eine ausreichende wissenschaftliche Fund- und Lagedokumentation. "Uns schmerzt, dass Objekte und Erkenntnisse oft unwiederbringlich verloren gehen." dpa

07.07.2001 BILD ONLINE - Aktuell
Ein Kanonenrohr des Piratenschiffs „Merchant Jamaica“, entdeckt von einem deutschen Schatzsucher
Haiti/Köln – Er war kein schöner Pirat mit Charme, Kopftuch und Augenklappe, dieser Henry Morgan (1635–1688). Sondern ein Fiesling, unglaublich fett und ebenso brutal: Wer nach seinen Raubzügen nicht mit ihm bis zum Umfallen Rum trinken wollte, dem schoss er eine Kugel in den Kopf. Freibeuter Henry Morgan (1635 – 1688): Er war der Schrecken der Spanier
Die Kanonen seines Schiffes „Merchant Jamaica“, mit dem er im Auftrag der Engländer Spaniens Kolonien in Amerika überfiel, spien Tod und Verderben aus. 1671 legte Morgan die Stadt Panama in Schutt und Asche. Dafür kassierte er umgerechnet 10 Millionen Mark – und ging als „Nationalheld von Jamaika“ in die Geschichte ein. Er starb mit 53 als Vize-Gouverneur der Insel. Die Merchant Jamaica sank in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts vor Haiti. Jetzt, 350 Jahre später, wurde sie (aller Wahrscheinlichkeit nach) von Schatzsuchern entdeckt. Der deutsche Expeditionschef Klaus Keppler (62): „Identifiziert haben wir einen Topfdeckel, der eindeutig aus dem England zwischen 1650 und 1670 stammt.“ 12 Taucher, Wissenschaftler und Kameraleute untersuchten das Wrack. Aber leider, leider: Große Mengen Gold- oder Silber fanden sie nicht an Bord.
































Vergangene Presseberichte
DEUTSCHE PRESSE/GERMAN PRESS
BILD am Sonntag, 4.7.99
Millionenschatz im Meer - Deutsche wollen ihn bergen
Vor 109 Jahren sank die „Prins Frederik“ in der Biskaya -
an Bord: 400 000 Silbermünzen
... Über 100 Jahre suchten Engländer, Franzosen und Schweden das Wrack der “Prins Frederik“ - erfolglos. Doch jetzt ist dem deutschen Schatzsucherteam ”Ja- de-Peilschiff“ um Bergungsleiter Klaus Keppler der Durch- bruch gelungen: „Wir haben den Schatz der “Prins Frederik“, sagt er stolz.
... Das Problem: Niemand wußte genau, wo das Schiff untergegangen war. Auf einer Fläche von 1800 Quadratkilometern liegen 68 Wracks, darunter 18, die der „Prins Frederik“ sehr ähnlich sehen. „Von Bord des Bergungsschiffes „Terschel- ling“ wurde jeder Quadratzentimeter mit Ultraschallscannern abgetastet, bis wir im Juni 1998 ein Wrack entdeckten, daß der „Prins Frederik“ ähnlich sah. Wir ließen ferngesteuerte Roboter mit Unterwasserkameras auf den 170 m tiefen Meeres- grund hinunter, fuhren durch die Räume, vorbei an uralten Kacheln der Badezim- mer bis in den Maschinenraum. Nach dem Vergleich der Maschine mit alten Origi- nalfotos waren wir sicher. Es ist unser Schiff!“
Rund 1,5 Millionen Mark hat die Entdeckung des meistgesuchten Wracks der Welt gekostet, die Bergung der Ladung wird noch einmal die gleiche Summe ver- schlingen. Doch dafür werden Keppler und sein Team reich entlohnt: „Wenn sich herausstellt, daß die Münzen von noch älterer Prägung sind, kann sich der Wert leicht von 20 auf 40 Millionen Mark verdoppeln.
... Doch Klaus Keppler glaubt, daß das noch längst nicht alles ist. „Wir werden noch auf viele Geheimnisse stoßen. ... Wir wissen auch nicht, was uns im Post- raum oder im Weinkeller erwartet. Es wird noch sehr spannend ...“
Der Spiegel 29/1999
Eine Art Meisterstück
... Keppler, Hauptanteilseigner der Jade Peilschiff GmbH, will den Millionen- schatz, der mit der „Prins Frederik“ unterging, jetzt heben.
.... Die Fracht war so wertvoll, daß sich fünf Schiffsversicherer das Verlustrisiko geteilt hatten. Neben den Tru- hen voll Silbermünzen waren in einer mit dicken Eisenplatten ausgekleideten Kammer im Heck Postsendun- gen sowie großen Mengen Bargeld und Goldbarren gelagert, die die mitreisenden Kaufleute als Be- triebskapital für ihre Geschäfte in Fernost benötigten. Der gesamte Versicherungs- wert von Schiff und Fracht wird mit über 200 000 Pfund Sterling veranschlagt. Das sind nach heutiger Kaufkraft ungefähr 40 Mio. Mark.
Vor Klaus Keppler haben Schatzsucher aus Schweden, Frankreich und Großbri- tannien versucht, die „Prins Frederik“ zu orten.
... Klaus Keppler ist ein kühl rechnender mittelständischer Unternehmer, der seine Chancen abwägt, bevor er seinen Einsatz placiert. Er sagt: „Das Schatzsuch-Bu- siness ist ein Geschäft wie jedes andere. Risiko und Ertrag müssen zueinander passen.“ Wer zuviel wagt, muß damit rechnen, daß er untergeht und nicht wieder auftaucht.
Natürlich macht es mehr Spaß, in der Karibik nach spanischen Gold-Galeonen zu tauchen. Aber sie sind schwer zu finden und viel schwieriger zu bergen. Die „Prins Frederik“, sagt Keppler, sei ein sicheres Objekt. “Ordentliche Fracht, günstige La- ge, keine rechtlichen Komplikationen”.
... Die Konzernleitung von Nedlloyd hat auf einen Anteil am Ertrag des Bergungs- unternehmens verzichtet. Mit einer Einschränkung: Sie will die Schiffsglocke der „Prins Frederik“. Die hat Klaus Keppler ihr versprochen.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) 15.6.99
Deutsche bergen alten Silberschatz aus
Schiffswrack vor Frankreich
400 000 Silbermünzen liegen seit über 100 Jahren in einem Schiffswrack auf dem Grund des Golfes von Biscaya....
... Bei drei Gelegenheiten versuchten Taucher-Expeditionen aus England, Schweden und Frankreich in der Vergangenheit erfolglos, an den Schatz heranzukommen. Das im Auftrag einer deutsch-holländischen Investo- rengruppe tätige deutsche Unternehmen Jade Peilschiff ist nun dem Ziel sehr Nahe. Mit Hilfe eines Roboters und Videokameras ist genau festgestellt worden, wo der Schatz in dem Wrack lagert. Bei der Bergung soll, wie bei Arbeiten an der gesunkenen „Titanic“ vorgegangen werden....
Gelingt es, den Schatz zu heben, wird eine große internationale Versteigerung angesetzt. Die Schiffsglocke kommt dabei nicht unter den Hammer. Das Versicherungsunternehmen Loyds hat sie sich als Andenken ausgebeten.
Badische Zeitung, 12.6.99
Freiburger Schatzsucher wurde in der Biskaya fündig
400 000 alte Silbermünzen sollen schon bald aus dem Wrack der vor 100 Jahren gesunkenen „Prins Frederik“ geborgen werden.
... Klaus Keppler, Berufstaucher mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Bergung von Hochseeyachten, die im Auftrag der Versicherungen aus den Meeren dieser Welt zu bergen sind, ist Mitinitiator und Mitinhaber des professionellen Schatzsuchunternehmens „Jade Peilschiff“.
... Der mit einem Bergeunternehmen in Sasbach beheimatete Klaus Keppler ist Partner des im schwäbischen Herrenberg geborenen Herbert Linkesch, der als Filmschaffender im Rahmen einer Serie über die Schätze dieser Welt Feuer für die aufregende Arbeit der Bergeunternehmen gefangen und den Quereinstieg in das Schatzsuchgeschäft gewagt hat.
Seither werden immer wieder Millionen Mark von risikofreudigen Anlegern gestellt, um den Traum vom schnel- len Reichtum zu verwirklichen. Im Südchinesischen Meer wurde bereits eine chinesische Dschunke geborgen. Die wertvolle Fracht wird derzeit vermarktet. 13 000 Teile, alte Münzen, Schmuck und jahrhundertealtes chine- sisches Porzellan. ....
Der spektakuläre Fund der Prins Frederik“ wird nach der Bergung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit prä- sentiert und vermarktet. Mit den zu erwartenden Millionen werden weitere Bergungsunternehmungen finanziert. Denn für Klaus Keppler ist die „Prins Frederik“ erst der Anfang. Keppler: „Heute haben wir mit hochleistungsfä- higen Computern und anderem modernsten Unterwassergerät erstmals die technischen Möglichkeiten, um wirklich erfolgversprechend an die Suche und Bergung all der gesunkenen Schätze heranzugehen.“ Auf Tau- sende wertvoller Schiffsladungen gibt es mehr oder weniger konkrete Hinweise. Dank der neuen technischen Möglichkeiten geht Klaus Keppler davon aus, das „in wenigen Jahren die wichtigsten heute bekannten Schät- ze geborgen sind.“
Das bunte Journal
Millionenschatz im Schiffstresor
Nach über 100 Jahren ist das Geheimnis der „Prins Frederik“ in der Biscaya gelüftet.
Kölner Stadt Anzeiger, 12./13.6.99
Die Jagd nach dem Schatz im Atlantik;
Kölner orteten gesunkenes Schiff. Die 1890 in der Biskaya gesunkene „Prins Frederik“ soll 400 000 Silbermünzen an Bord haben.
Bremer Nachrichten, 25.6.99
Millionenschatz in 180 m Tiefe?
Kölner wollen 400 000 Silbermünzen von niederländischem Dampfschiff im Atlantik bergen.
Schweriner Volkszeitung, 25.6.99
Auf Schatzsuche im Atlantik
Kölner wollen 400 000 Silbermünzen bergen.
Weser Kurier, 25.6.99
Kölner wollen 400 000 Silbermünzen von niederländischem Dampfschiff im Atlantik bergen.
Stuttgarter Zeitung: 3.7.99
Herrenberger sitzt auf 400 000 alten Münzen
Nach jahrzehntelanger Forschung das Wrack des Passagierdampfers „Prins Frederik“ entdeckt: Jetzt soll Schatz gehoben werden.

INTERNATIONALE PRESSE/
INTERNATIONAL PRESS
The Times, England
Shipwreck to give up 20 m Pound treasure and solve a mystery.
A shipwrecked Dutch liner at the centre of a maritime controversy is about to give up ist treasure, 400000 silver coins valued at up to 20 million Pound. The Prins Frederik sank in the Bay of Biscay after colliding with a British merchant vessel, the Marpessa, on June 25, 1890.
Yesterday a German company specialising in underwater prospecting said it had put in place the equipment needed to recover the coins from the ship, which is located last month with the help of a British historian, Nigel Pickford.
... British, French and Swedish treasure hunters tried and failed on five occasions to locate the Prins Frederik. In 1997, Klaus Keppler ans Herbert Linkesch of Jade made a sixth attempt, aided by Mr. Pickfords research. They found 38 wrecks in a 1.500 square metre area, of which one appeared to correspond to the Scottish-built Prins Frederik.
International Express, London, England
Deep-sea treasure hunt nets Briton a fortune in silver
Salvage experts are close to recovering a multi-million pound treasure trove, thanks to a British historian’s persistence.
... Maritime expert Nigel Pickford has spent 18 years investigating the wreck of the Prins Frederik, a Dutch steamship which sank in the Bay of Biscay more than a century ago after colliding with the British liner Marpessa
... Now robots and underwater cameras appear to have confirmend his research in naval records and maritime charts.
.... Mr. Pickford said: „It is too early to make forecasts, but I hope the German effort is going to work. It will be the same sort of operation as the ohne conducted to recover treasure from the Titanic..
De Telegraf, Niederlande, 16.6.99
De vloek van de zilverschat
Ook zesde bergingspoging van stoomschip Prins Frederik voor Franse kust gestaakt
De Telegraf, Niederlande, 26.05.99
Bergingspoging Nederlandse zilverschat
Algemeen Dagblad, Rotterdam/Niederlande, 16.6.99
Duits bedrijf duikt naar Nederlandse rijksdaalders









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