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MLP
ISIN: DE0006569908 | WKN: 656990 | Symbol: MLP
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MLP hat die Abwärtstrendlinie überwunden. MACD, RSI und Mioneyflow sind ebenfalls positiv.
MLP überwindet nächsten Widerstand bei 78 EUR, der Kursspielraum liegt jetzt bei 85-90 EUR.
hallo miteinander

mische auch schon seit 1 Jahr bei mlp mit.

eines möchte ich gerne mal erfahren: Warum gibt es regelmäßig so starke intraday-Kursausschläge, also schnell Kurs nach oben , dann wieder schnell runter. das fällt mir gerade bei mlp auf.
gibts da eine Erklärung?

cu die jacky
Schätze, daß hat damit zu tun, daß MLP eine der Lieblingsaktien der Shorties ist.
Das KGV von MLP ist wie bei den DAX-Werten IFX und EPC jenseits von Gut & Böse. Das hält aber keinen Fondsmanger davon ab, damit zu zocken. Ob bullisch kaufen oder bärisch shorten, die Jungs ziehen da alle Register. Das gilt natürlich für alle leqiden Werte, besonders aber bei Werten mit extremer Überbewertung, da volatiler.
Wo Gewinne eingefahren werden, werden aber auch entsprechende Verluste (Nullsummenrechnung) gemacht.
MLP ist für mich momentan so ein bischen charttechnisch geshen im Niemandsland. Bis knapp 90 ist noch Luft für die Bullen und sollte es eine kleine Osterrally in den nächsten Handelstagen noch geben, so ist mit entsprechender Übertreibung auch ein Kurs von eben 90 denkbar, der für mich allerdings dann sofort zum shorten genutzt wird. Falls allerdings iorgendwas schweinisches aus der Terrorecke kommt, sind innerhalb von ein paar Handelsstunden auch Kurse unter 50 (!) denkbar, da viele schon wieder in fetten Gewinnen stehen.
Fazit : Eigentlich kein Kauf, da schon heftig bewertet. Jetzt aber short gehen, ist auch gefährlich, weil man evtl. von den Bullen niedergerannt wird. Also weiterhin zuschauen.;)
Immer wieder die gleichen stupiden Argumente.

MLP ist die Aktie, die sich in D. in den letzten 10 Jahren am besten entwickelt hat und auch weiterhin überdurchschnittlich wächst.

Aber seitdem MLP im DAX ist, meinen die Shorties, alles sei eine Frage von KGV, und Maßstab aller Dinge sei Allianz.
Anscheinend macht sich keiner von denen die Mühe, bei MLP mal hinter die Kulissen zu schauen.
also,

als ex-mlpler weiß ich, wie das unternehmen funktioniert - auf sicht der nächsten zehn jahre wird es alle dax-un positiv outperformen; allerdings wird es nach erreichen der 90er marke erst mal noch mal bis 60 runtergehen, der shorties wegen; vielleicht geht das rauf und runter auch das ganze jahr so weiter, dann gibt es aber nur noch eine richtig norden!
Ausbruch scheint entgültig geschafft zu sein. Die nächsten Hürden liegen bei 85-90 Euro jetzt.
Dienstag 9. April 2002, 15:48 Uhr
MLP stellt ungebremstes Wachstum in Aussicht



(neu: Aussagen aus Pressekonferenz, Details, Aktienkurs)
Frankfurt, 09. Apr (Reuters) - Der Heidelberger Finanzdienstleister MLP will die Dividende erhöhen und hält an seinen Wachstumserwartungen für dieses und das kommende Jahr fest.

An die Aktionäre sollen nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat 0,50 Euro je Aktie ausgeschüttet werden nach 0,38 Euro ein Jahr zuvor. Vorstandschef Bernhard Termühlen stellte für 2002 und 2003 ein anhaltendes Gewinnwachstum um jeweils 30 Prozent ANZEIGE

in Aussicht. "Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres war erfreulich", sagte er. Im nächsten Jahr soll der Gewinn vor Steuern auf 250 (Vorjahr: 150,7) Millionen Euro steigen. Die Expansion ins europäische Ausland wolle MLP 2003 mit Frankreich fortsetzen. Übernahmen erteilte Termühlen erneut eine Absage. Der Aktienkurs kletterte um 5,8 Prozent auf 76,20 Euro.

Im vergangenen Jahr erfüllte MLP mit einem nach endgültigen Zahlen um 31 Prozent auf 150,7 Millionen Euro gestiegenen Gewinn vor Steuern seine Wachstumsziele. Eine niedrigere Steuerquote ließ den Jahresüberschuss sogar um 60 Prozent auf 98,9 Millionen Euro steigen. Die Gesamterlöse kletterten um 29 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.


MEHR KUNDEN, FILIALEN UMND BERATER

Für das laufende Jahr plant der auf Hochschulabsolventen spezialisierte Finanzdienstleister mit 195 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern, erneut 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Kunden soll gleichzeitig auf 550.000 von 453.000 Ende 2001 steigen, Ende 2003 sollen es 665.000 sein. Die Zahl der Geschäftsstellen will MLP 2002 um mindestens 75 auf mehr als 400 ausbauen, zwölf Monate später auf 500. Über 4000 Finanzberater sollen dort dann für MLP arbeiten, 2250 waren es Ende letzten Jahres. 2001 hatte der Finanzkonzern 125 Filialen eröffnet. MLP verkauft über Finanzberater Finanzierungs- und Vorsorgeprodukte und betreibt eine Bank.


RIESTER-RENTE SOLL NEUGESCHÄFT BEFLÜGELN

Größter Umsatzträger war mit 378,4 (291,5) Millionen Euro erneut der Finanzdienstleistungsbereich. Allein um 40 Prozent sei durch den Boom bei der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit das Neugeschäft mit Lebensversicherungen gestiegen, das allein 230 Millionen Euro ausmachte. In diesem Jahr erwartet Termühlen überdurchschnittliche Zuwächse mit der Riester-Rente. Bis zu 400 Riester-Verträge würden jeden Tag von MLP-Kunden unterzeichnet, rund Tausend sollen es Ende des Jahres täglich sein. Dies könne das Neugeschäft um bis zu 20 Prozent höher ausfallen lassen als gewöhnlich, sagte Termühlen.

Die Expansion will MLP zumindest bis Ende dieses Jahrzehnts ohne Akquisitionen stemmen. "Wir sind der Ansicht, dass wir über das Jahr 2010 hinaus organisch wachsen können", sagte der MLP-Chef. 25 Prozent des Umsatzes sollen in acht Jahren aus dem Ausland kommen, von den 400.000 "sehr vermögenden Privatkunden" mit über 400.000 Euro Vermögen in Deutschland will der MLP-Chef dann 40.000 zu seinen Kunden zählen. Derzeit sind es 4000, die Hälfte davon solche, die noch als Hochschulabsolventen geworben wurden. Die Konzentration auf gut verdienende Akademiker sei "eine logische Weiterentwicklung". "Ich bin zuversichtlich, dass wir in drei Jahren über ein anderes MLP reden", sagte Termühlen.


SPRUNG IN DIE USA FÜR 2005 ANVISIERT

Nach dem Markteintritt in Spanien will MLP im nächsten Jahr den französischen Markt in Angriff nehmen, 2004 werde vermutlich Italien hinzukommen. "Irgendwann werden wir ein europäischer Player sein müssen und daraus Wachstum generieren", stellte der Vorstandschef in Aussicht. Einen vorsichtigen Schritt in die USA wolle MLP 2005 unternehmen.

Die von langer Hand geplante Änderung der Konzernstruktur steht nach Angaben des Unternehmens kurz vor dem Abschluss. Eine Kapitalerhöhung um 29,4 Millionen auf 108,6 Millionen Euro werde in Kürze ins Handelsregister eingetragen, sagte eine Sprecherin. Vorstandschef Termühlen werde dann 15 Prozent, Firmengründer und Aufsichtsratschef Manfred Lautenschläger 32 Prozent an der MLP AG halten. Zuletzt hatten beide zusammen 32,5 Prozent gehalten. Im Gegenzug bringen die beiden jeweils 49,9 Prozent an den vier Töchtern MLP Leben, MLP Versicherung, MLP Vermögensverwaltung und MLP Login in die Holding ein, die dann 100 Prozent an diesen Gesellschaften hält.

Bei MLP-Mitarbeitern, die zu 99 Prozent ein Umtauschangebot für MLP-Leben-Aktien angenommen hatten, liegen dann neun Prozent der Anteile. Der Streubesitz werde damit in absoluten Zahlen leicht steigen, sagte ein Sprecher.

axh/ked

Quelle: Yahoo! Finanzen
MLP will im Private Banking bis 2010 Marktanteil von 10 Prozent

Frankfurt (vwd) - Die MLP AG, Heidelberg, will ihre noch kleine Position im Private Banking in den kommenden Jahren stark ausbauen. MLP baue hier eine Bastion auf, deren positive Ergebnisse sich bereits in den nächsten drei Jahren deutlich zeigen dürften, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Termühlen auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Frankfurt. Im Geschäft mit den sehr vermögenden Privatkunden, die auf 400.000 Haushalte in Deutschland geschätzt werden, habe MLP bislang einen Anteil von einem Prozent mit einem verwalteten Vermögen von 300 Mio EUR.



Bis 2010 soll der Marktanteil über Kooperationen mit Banken und dem Aufbau eines entsprechenden Mitarbeiterstamms auf zehn Prozent zunehmen. Wie Termühlen ausführte, ist dieser Markt zersplittert und weise keine ausgeprägte Wettbewerbssituation auf. Deshalb werde es auch keinen Kampf um Marktanteile geben. Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte zudem die Internationalisierungsstrategie des Finanzdienstleisters als Vorbereitung künftigen Wachstums. So soll noch im laufenden Jahr das Geschäft in Frankreich aufgenommen werden, gefolgt vom Markteintritt in Italien. Für 2005 sei ein vorsichtiger Einstieg in den US-Markt geplant, wurde betont.



Naturgemäß sei das Wachstum in den noch relativ jungen Auslandsgesellschaften (Österreich, Schweiz, Niederlande, Spanien, Großbritannien) mit rund 60 Prozent stärker als im Inland, meinte Termühlen. Dennoch dürfte das organische Wachstum in Deutschland in den kommenden Jahren stark genug sein, so dass vom Ausland noch kein signifikanter Umsatzbeitrag zu erwarten sei. Bis 2010 solle der Auslandsumsatz rund 25 Prozent zu den Konzernerlösen beitragen, hieß es weiter. +++ Eddy Holetic


vwd/9.4.2002/eh/bb

9. April 2002, 13:23
Dienstag 9. April 2002, 19:15 Uhr
MLP hat in diesem Jahr 20.000 Riester-Rentenverträge abgeschlossen




FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Marschollek, Lautenschläger und Partner AG (MLP) hat in diesem Jahr bislang 20.000 "Riester-Verträge" abgeschlossen. Jeden Tag würden 300 bis 400 Verträge abgeschlossen, sagte der Vorstandsvorsitzende des im DAX gelisteten Unternehmens, Bernhard Termühlen, am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt./mur/ck/bi

Quelle: Yahoo! Finanzen
Dienstag 9. April 2002, 13:36 Uhr
ROUNDUP: MLP will organisch wachsen - Keine Zukäufe geplant



FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP) will in den kommenden Jahren aus eigener Kraft überdurchschnittlich wachsen. Bis 2010 sollen der Umsatz und der Gewinn jährlich um 30 Prozent wachsen, sagte Vorstandschef Bernhard Termühlen am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Zukäufe seien dabei nicht geplant.
Das Wachstum werde organisch sein, sagte Termühlen. Mit dazu betragen werde die Expansion ins über die deutschen Grenzen hinaus. ANZEIGE

"Langfristiges Wachstum sehen wir auch in unseren Auslandsaktivitäten." Rund 8 Prozent der Erlöse in 2001 werden dort erwirtschaftet. MLP ist neben Deutschland in den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Österreich und Spanien aktiv.

TERMÜHLEN: `EXPANSION OHNE ZUKÄUFE`

"Unser Ziel ist es, pro Jahr einen neuen Markt außerhalb Deutschlands in Angriff zu nehmen", sagte der Manager. Ganz oben auf der Agenda stünden Italien und die USA im Jahr 2005. Mit den Campus-Universitäten seien die Staaten hervorragend für die MLP-Expansion geschafften, sagte Termühlen. MLP werde wie im Inland auch dabei auf Zukäufe verzichten.

Der Heidelberger Finanzdienstleister bietet seine Produkte vor allem Studenten und jungen Akademikern an. MLP will sich nun verstärkt um die sehr vermögenden Kunden bemühen. Von den insgesamt 400.000 in Frage kommenden Haushalten würden derzeit 4.000 von MLP betreut, sagte Termühlen. Bis 2010 solle diese Zahl auf 40.000 Haushalte steigen. Dazu wolle MLP ihre Kooperationen in dem Bereich ausweiten.

MLP WILL EIGENSTÄNDIG BLEIBEN

Termühlen pochte in seiner Rede auf die Eigenständigkeit der Heidelberger: Eine Übernahme von MLP sei nicht möglich. "Da sind die Hauptaktionäre gegen." Nach der geplanten und am gestrigen Montag vom Vorstand Aufsichtsrat beschlossenen Kapitalerhöhung wird Termühlen gemeinsam mit Aufsichtsratschef Manfred Lautenschläger 47 Prozent der MLP-Aktien halten.

Für das laufende Jahr rechnet MLP mit einem Vorsteuerergebnis im Konzern von 195 Millionen Euro. 2003 solle des Vorsteuerergebnis bereits 250 Millionen Euro betragen. Über den Verlauf des ersten Quartals zeigte sich Termühlen zugeknöpft. "Die ersten Monate des laufenden Jahres haben sich erfreulich entwickelte", sagte er lediglich. die Zahlen will MLP am 21. Mai publizieren.

TERMÜHLEN: `WECHSEL IN DEN DAX WAR RICHTIG`

Den Wechsel in den DAX bezeichnete MLP "in der Summe als wichtigen Schritt". MLP werde davon profitieren. Die Aktie der Heidelberger hatte in den vergangenen Monaten deutliche Kursschwankungen verzeichnet."Wir sind ein wenig geschüttelt worden. Aber das gehört wohl beim Erwachsenwerden dazu."

Termühlen deute an, dass die Dividende bei einem erfolgreichen Geschäftsverlauf auch 2002 wieder angehoben werden könnte. Für 2001 will MLP eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie ausschütten. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 0,38 Euro je Titel ausgezahlt. Der Konzern hatte am Dienstagmorgen ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,05 Euro nach 0,68 Euro im Vorjahr bekannt gegeben. Von dpa-AFX befragte Experten hatten im Durchschnitt mit einem EPS von 1 Euro gerechnet.

Das Wachstum sei von allen Geschäftsfeldern getragen worden. "Ausreißer nach unten gab es nicht", sagte Termühlen. Den höchsten Anteil am Gewinn hatte die MLP Finanzdienstleistungen./mur/sh


Quelle: Yahoo! Finanzen
@powerstocker

<als ex-mlpler weiß ich, wie das unternehmen funktioniert >

Das würde mich als mlp Kunde doch sehr interessieren :-)

Ich habe ein paar kleinere, punktuell attraktive Sachen bei denen.
Meistens aber finde ich deren Politik etwas hausbacken. Das Schlechtreden jedweder Eigeninitiative des Kunden stört mich gewaltig. Auch einige Bekannte von mir sind vor allem extrem angenervt von dieser Aufschwatzmentalität und dem Motto "Nach Inflation braucht selbst jeder Müllmann eine Reserve von 5 Millionen Euro im Rentenalter, damit er nicht betteln gehen muß, und deshalb machen wir jetzt erstmal eine Lebensversicherung!". Da argumentiert ja selbst die Durchschnittssparkassenschalterfrau rationaler, professioneller und individueller.

Ich frag mich desöfteren, wo die gigantischen Gweinnsteigerungen herkommen sollen, denn nach eigenen Angaben zielt MLP doch auf den gehobenen Kundenkreis/Akademiker usw ab. Daß sich davon so viele beschwaafeln lassen und angeblich die komplette Rundumversorgung durch MLP erledigen lassen, wundert mich doch etwas.

Grüße

tmm
@ TMMaster

Daß Du als ex-mlpler kein gutes Haar an Deinem ehemaligen
Arbeitgeber läßt, ist bezeichnend.

Bist Du im Unfrieden aus dem Unternehmen ausgeschieden?
War man mit Deinen Leistungen nicht zufrieden? Oder hast Du nicht genügend Provisionen erwirtschaftet?
Hast Du uns hier Deine Vorgehensweise geschildert und schließt nun von Dir auf andere?

Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Unternehmen wie MLP
diese ständigen Steigerungen mit den von Dir geschilderten Methoden erzielt.

Übrigens hat beim 3 sat - Börsenspiel Independant Research
heute MLP zu 75,00 € in sein Muster-Depot aufgenommen.

Gruß

N.
@Nobody III


Da hast Du etwas verwechselt. Powerstocker war der ex-Mlpler. Ich bin nur Kunde bei denen. Daher auch meine Frage...

Wie überall hängt es natürlich sehr von den individuellen Betreuern ab.

MLP hat sicherlich einige gute Ansätze in der Philosophie. Bei einigen Versicherungen fühlt man sich tatsächlich recht gut aufgehoben und die Zusammenarbeit mit namhaften Gesellschaften wie Fidelity oder Frankfurttrust geht auch in Ordnung. Wenn jemand seine ganze Kohle von einem Finanzdienstleister verwalten lassen will, soll er das machen.
Was mich nur arg stört, ist, daß zunächst zwar angeblich alles sehr individuell und kundenspezifisch betrachtet wird, im Endeffekt aber trotzdem immer nach Schema F argumentiert wird, nach dem Motto, mindestens 3 Lebensversicherungen utopischer Höhen braucht der Mensch.
Falls danach wider Erwarten noch Geld übrig sein sollte, wird jedwede finanzielle Eigeninitiative des Kunden grundsätzlich in den Dreck gezogen. Die dabei verwendeten Wortspiele gleichen sich auf verblüffende Weise (durch Umzug hat sich bei mir die zuständige Filiale geändert, viel verändert hat das an der Wortwahl nicht). Wenn jemand schon Aktien besitzt (von Optionsscheinen wollen wir gar nicht erst anfangen), wird dies grundsätzlich als "Spielgeld" abgetan, und der Kunde hätte ja sowieso keine Zeit sich darum zu kümmern, die professionellen Verwalter machen das alles natürlich viel besser. Die ganzen Aktionen rochen mir stets schwer nach gezielter Mitarbeiterschulung, bis hin zum auswenig gelernten Satzbau.

Nichts gegen Dachfonds oder ähnliche Konstruktionen. Wer soetwas haben will, soll es bekommen, durchaus auch von mlp.
Aber bei den normalen Banken (da können manche noch so schimpfen) ist es mir zumindest noch nicht passiert, daß man einen Biotechfond kaufen möchte und den Berater erstmal davon überzeugen muß, daß man wirklich keine neue KFZ Versicherung braucht....
Sehr nervig auch das extrem agressive Nachboren, wo man denn bisher sein Geld liegen hat, und bitte genau, welcher Betrag welches Institut, um danach alles direkt in die Datenbank einfüttern zu können, da ist ja selbst das Finanzamt lässiger.
(Falls man als mlp Kunde mal sehr entspannt und gut drauf ist und der Berater das Gespräch auf die Vorteile einer Fondsvermögensverwaltung bringen will, kann man sich auf einen netten Nachmittag gefaßt machen. Wer es wagt einzuwenden, daß man eigentlich keinen Wert auf eine Dachkonstruktionen legt, wenn man die Fonds auch direkt kaufen könnte, bekommt promte Antwort : "WAAAS, die mlp Vermögensverwaltung ist doch kein Dachfonds , NEIN da sitzen nur die absoluten Obergurus und die können das alles soooo viel besser, das ist mit einem Dachfonds in keinster Weise zu vergleichen."
"Die jährlich Zusatzgebühren fallen aber trotzdem an, sehe ich hier gerade".
"Das schon , aber das ist dafür auch alles ganz toll , bla bla bla....." So geht das dann mindestens noch eine halbe Stunde.)



Vielleicht hört sich das etwas übertrieben an und ich will in keinster Weise unterstellen, daß die ganze Sache unseriös wäre - ansonsten hätte ich schon alle bestehenden Verträge dort gekündigt. Das mlp Konto z.B. bietet beipielsweise eine wirklich respektable Guthabenverzinsung, bei der die größte Anzahl der Banken kaum mithalten kann.

Mich wundert dabei eben nur, daß diese Verkäufer-Masche offenbar so gut funktioniert, Umsätze und Gewinne produziert und dabei zu solch guten Bewertungen an der Börse führt.(Die Ledergarnituren im Foyer sind natürlich auch ganz toll...).
Denn diejenigen, die wirklich nicht mehr wissen wohin mit der Kohle (das ist ja der eigentlich favorisierte Kundenbereich), müßten sich IMO durch die geschilderte Aufschwatzmentalität derart in die Ecke gedrängt fühlen, daß ich mir nur schwer vorstellen kann, daß so viele Leute dort massiv Kapital verwalten lassen.

Grüße

tmm


[Schau an, cymer 6.8 % im Plus, intel 2.1 % im Minus, naja egal...ist ja sowieso nur Spielgeld .....gehe nicht über los und ziehe keine 4000 DM ein ]
Sorry TMMASTER,

wenn ich da etwas verwechselt habe.

Powerstocker als ex-Mlpler scheint aber doch eine ganz gute
Meinung von dem Unternehmen zu haben.

Du schreibst ganz richtig:

"Wie überall hängt es natürlich sehr von den individuellen Betreuern ab."

Wenn Du so unzufrieden mit dem MLP-Repräsentanten bist, warum sprichst Du nicht mal ganz offen mit ihm über Deine
Bedenken?
Die Chance solltest Du ihm geben, bevor Du Dein Leid eine
Etage höher beklagst, falls Du mit ihm nicht klargekommen bist.

Probier es doch mal auf diese Weise. Manchmal redet man aneinander vorbei, weil sich niemand traut, Klartext zu sprechen.

Es kommt auch darauf an, wer die Gesprächsführung übernimmt.
Als Kunde mußt Du Dich doch nicht unterbuttern lassen.

Letzten Endes bist Du doch der Chef im Ring.

Wenn Dir ein Vertreter sagt:

"Leute, eßt ......., 10 Millionen Fliegen können sich nicht
irren",

dann wirst Du das ja auch nicht befolgen.

Gruß

N.
@ TMMaster

Welche Fonds und Dachfonds empfiehlt MLP zur Zeit ?
Frankfurt Trust und Fidelity haben ja eine recht breite Auswahl.
Welche ํZusatzkosten MLP-seitig fallen an ?
Wie sagte einmal einer im Scherz über die MLP-Beratung zu mir:

"Egal ob Du oben Hunde, Katzen oder Hühner reinwirfst, unten kommt immer das MLP Vorsorgemanagement bzw. eine Fondspolice raus."

zu se2707

MLP empfiehlt keine Einzelfonds - würde die Berater wohl überfordern - , sondern gemanagte Pläne. Zusatzkosten ca. 1% p.a. - Tatsächlicher Mehrwert :???
@ sisyphus
1.) Und aus welchen Fonds wird für den gemanagten Plan gewählt ?
2.) Gibts Rabatte auf den Ausgabeaufschlag, oder behält den auch MLP ?
@nobody

Naja, gegen die Berater persönlich hab ich eigentlich gar nichts. Nur bleibt eben der Eindruck, daß sehr stark schubladenmäßig, streng nach Firmenschulung beraten wird, das stört mich und daher paß ich als Kunde wohl nicht ganz in das mlp Rundum Glücklich Konzept.
Ansonsten kann ich nicht klagen. Einmal gab es eine kleine Unstimmigkeit bei einer Buchung vom Konto, was schnell und unproblematisch geklärt werden konnte, alles ist wirklich nicht schlecht - diesen Eindruck will ich nicht hinterlassen.

Nur eben Vorsicht walten lassen beim Eingehen von längerfristigen Verpflichtungen (LV und Co), da wird oft sehr großzügig kalkuliert.


@sysiphus

<....unten kommt immer das MLP Vorsorgemanagement bzw. eine Fondspolice raus>

genau das meinte ich :-)


<MLP empfiehlt keine Einzelfonds - würde die Berater wohl überfordern >

Mit diesem Thema ist bei(m) MLP(Berater) tatsächlich kein Blumentopf zu gewinnen.

Warum eigentlich nicht ?
Bei der (so oft mit trägem Dorfcharakter belasteten) Sparkasse bekomme ich das komischerweise ohne Probleme, und das zumindest bei der hiesigen Filiale sehr kompetent und dabei unaufdringlich .
Wenn sich einer den ganzen Tag mit Finanzanlage beschäftigt, kann man doch eigentlich erwarten, daß derjenige auch mal einen Kommentar zu marktgängigen Produkten äußern kann, ohne direkt die MLP Schublade oben rechts aufzuziehen. Vor allem in diesem Punkt sehe ich Nachholbedarf bei dem Finanzdienstleister.

<...sondern gemanagte Pläne. Zusatzkosten ca. 1% p.a. - Tatsächlicher Mehrwert :???>

Muß man differenzieren. Sehr gerne wird die Lebensversicherungsvariante (MLP Berater schreit auf.....Vorsorgemanagment!...naja...mir egal, im Prinzip jedenfalls etwas absolut vergleichbares) genommen.

Hier kann ich nicht direkt Zusatzkosten im Vergleich zu anderen Gesellschaften entdecken, obwohl die Aufteilung des Kapitals auf mehrere sehr anständige Fonds unterschiedlicher Fondsgesellschaften aufwändiger erscheint und recht interessant aussieht. Das finde ich O.K.
Die generellen Leistungen bzw Kosten z.B. bei der Berufunfähigkeit gehen auch in Ordnung . Mag sein, daß man bei irgenwelchen Direkt Discount Versicherungen noch niedrigere Gebühren rausschlagen kann, aber generell sieht die Sache recht gesund aus.

Anders sehe ich es bei der Fondsverwaltung. s.u.


@se2707

Die Zusatzkosten hab ich nicht im Kopf, weil ich dieses Produkt nicht haben wollte. Aber so grob bewegten sich die Kosten im selben Rahmen, wie man es auch von anderen Banken gewöhnt ist, wenn man einen Dachfonds kauft. Leg mich nicht fest, aber so ca 1.5 % als Hausnummer waren es meine ich. Was mich an dieser Lösung definitiv nicht überzeugen kann ist, daß ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie ausgerechnet die Jungs im Dachfonds das bessere Händchen haben sollen als z.B. der Analyst, der einen weltweit anlegenden gemischten Fonds verwaltet. Da sehe ich keinen Unterschied in der Kompetenz, nur daß man dem "Dachdecker" noch zusätzlich Gebühren in den Rachen wirft.
Positiv an der Sache ist mir lediglich der recht geringe Eingangsbetrag für eine komplette Vermögensverwaltung in Erinnerung geblieben. Das bewegte sich meine ich um die 50.000 DM, jedenfalls deutlich unter dem Betrag, den andere hierfür erwarten.


Wenn man sich dann anschaut, was bei solchen Produkten anschließend im Depot landet, rauft man sich wahrscheinlich die Haare (Daimler, VW, Microsoft, Siemens, Novartis....na super.....wie einfallsreich) und dafür dann noch jährlich Gebühren zahlen, nein danke.

Das muß aber jeder selbst wissen. Für jemanden, der tatsächlich keine Lust oder Zeit für die Materie aufbringen will, mag die Sache durchaus sinnvoll sein.

Solchen Strategien begegnet man natürlich auch bei anderen Gesellschaften. Ich für meinen Teil faß mir dann aber desöfteren an den Kopf und frage mich, warum man nicht selbst so dreist ist, und einfach die Firmen mit der größten Marktkapitalisierung nimmt, davon diejenigen herauspickt, von deren Namen selbst unsere Großeltern schonmal gehört haben und das Paket dann als passiv gemanagten Growth Fonds verscherbelt.





Grüße

tmm
@ TMMaster

Dass klingt so als würde der MLP Berater schon vor der Beratung genau wissen was der Kunde braucht - Produkte mit der höchsten Provision. Aber das würde ich als Berater genau so machen!

Die Anlage in Fonds ist nicht sehr transparent. 90 % aller Fonds schaffen ihren Benchmark nicht. Wenn das ganze noch durch Dachfonds Gebühren und die MLP Beratungsgebühren belastet wird, dann dürften die Erträge in den nächsten Jahren nicht über Sparbuchniveau hinauskommen. 2001 haben die von MLP verkauften Fonds schon durchschnittlich 6 % Verlust erwirtschaftet - vor Gebühren.
@se2707

Zu Deinen Fragen weiß ich leider nichts genaues.

Woher hast Du das durchschnittliche Ergebnis der von MLP verkauften Fonds?
@ sysiphus

MLP Lebensversicherung.

Bei den Kapitalanlagen heißt es auf Seite 84 des GB 2001:
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen Ende 2000: 667,7 Mio Euro.

Ausgewiesen wird ein negatives Ergebnis von -42,7 Mio Euro, das entspricht auf einer durchschnittliche Rendite von -6,4 %. Schon in 2000 erwirtschafteten die Kapitalanlagen mit + 3,6 MIo Euro weniger als 1 % Rendite. Leider geht nicht daraus hervor zu welchem Anteil das Geld in Aktien, Anleihen etc. angelegt wurde.

Angenommmen je die Haelfte wurde in festverzinsliche Anlagen zu 4 % und Aktien gehalten, dann komme ich fuer den
Aktienanteil auf eine negative Rendite von -16,8 % fuer 2001. Informationen über die Fonds fehlen leider, so daß ein Vergleich mit der Benchmark nicht möglich ist. Ich nehme an ein Vergleich wird von MLP auch nicht gewünscht.

Was mich auch interessiert: Welcher Anteil der Kundengelder wird über diese Fonds in MLP - Aktien angelegt.

Detail am Rande: MLP hat den gleichen Wirtschaftsprüfer wie die Securenta AG, bekannter als Göttinger Gruppe.
@se2707

Ich bin kein LV-Bilanzierungsspezialist, aber ich glaube nicht, daß man das so einfach rechnen kann!

Vielleicht kann sich hierzu ja mal eine berufene Stimme melden.
@ sysiphus

Wenn der eine oder andere MLP-Kunde hier mitliest, dann kann er ja mal auf seine Jahresabrechnung der LV-Fonds Police schauen. Zieht man die in 2001 geleisteten Beiträge ab, dann müßte ja ersichtlich sein, ob am 31.12.2001 mehr oder weniger Geld da ist als ein Jahr zuvor.

Leider schweigt sich der Geschäftsbericht zu diesem Thema aus.
@se2707

Es muß aber auch das Neugeschäft bezahlt werden. Provisionen werden ja hauptsächlich in den ersten Jahren belastet. Die fehlen dann am Vermögen.

Ich denke die Managementleistung ist schwer zu messen.
@ sysiphus

Hier im Board wird immer wieder behauptet MLP verteilt die Provisionen über mehrere Jahre. Im Geschäftsbericht konnte ich allerdings keinen Hinweis finden.

Bei der Vermögensanlage lässt sich die Managementleistung sehr leicht messen. Man errechnet die Rendite pro Jahr und vergleicht sie mit dem entsprechenden Benchmark.
Ein interessanter Artikel aus der ftd.de, der erklärt warum die Fondskonstruktionen von MLP nur unterdurchschnittliche bis schlechte Ergebnisse erzielen. Sofern sich das bei den Kunden rumspricht, ist das MLP Wachstum in Deutschland vorbei.




ftd.de, Mo, 29.4.2002, 2:00
Fonds: Es zieht unter den Dächern
Von Martin Diekmann

Einst wurden Dachfonds als Investment der Zukunft gepriesen. Bisher konnten sie diese Erwartungen nicht erfüllen.



Gute Mischung bei der Auswahl der Unterfonds


Dachfonds sind ein noch relativ junges Produkt: Die ersten kamen - nach einem Fehlstart in den sechziger Jahren - vor etwa vier Jahren auf den Markt, mittlerweile gibt es rund 300 dieser Fondskonstruktionen. Auch während der Börsenschwäche riss die Flut an Dachfonds-Neuemissionen nicht ab. Die Nachfrage blieb bisher allerdings hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem gelten die Produkte vor allem bei den Fondsgesellschaften als Investment der Zukunft. Als eine Art Vermögensverwaltung für den Kleinanleger angepriesen, ist die potenzielle Klientel dementsprechend groß.

Das Prinzip, das einem Dachfonds zugrunde liegt, ist einfach: Ein Dachfonds ist ein Oberfonds, der in mehrere Einzelfonds investiert. Hinter diesen sogenannten Zielfonds verbergen sich Aktien-, Renten-, Geldmarkt- oder Indexfonds, die wiederum auf verschiedene Branchen, Märkte und Länder setzen. Durch diese doppelte Risikostreuung soll das Geld der Anleger möglichst sicher und gleichzeitig lukrativ angelegt werden.


Grundsätzlich wird zwischen drei Gruppen von Dachfonds unterschieden: offensiv ausgerichteten Fonds mit einem hohen Aktienanteil, Produkten mit einem annähernd ausgeglichenen Anteil an Renten und Aktien sowie Dachfonds, die in der Hauptsache auf Rentenpapiere setzen und dementsprechend eine eher defensive Strategie verfolgen. Letztere stellen die risikoärmste der drei Gruppen dar, haben aber auch das geringste Aufwärtspotenzial



Minus durch Missverständnis


Im Unterschied zu den von den Investmentgesellschaften prognostizierten glänzenden Aussichten konnte die Dachfonds-Branche die Erwartungen bisher nicht erfüllen. Das liegt vor allem an den Performancewerten, denn die sehen bei den meisten Fonds mau aus. Nur wenige Dachfonds liegen auf Sicht von drei Jahren im Plus, was zugegebenermaßen natürlich auch ein Ergebnis der schlechten Börsenverfassung ist. Andererseits ist das enttäuschende Abschneiden zu einem Großteil einem Missverständnis zuzuschreiben. Durch die Ankündigung der Investmentgesellschaften, "nur in die besten Fonds zu investieren", wurde bei Anlegern der Eindruck erweckt, Dachfonds schnitten im Vergleich zu Einzelfonds generell besser ab - ein guter Dachfonds würde also einen normalen Aktienfonds mühelos outperformen können.


Dass das nicht passieren kann, liegt in der Natur der Sache: Denn die auch Fund of Funds genannten Dach-Produkte dürfen höchstens zehn Prozent ihrer Gelder in einen Zielfonds investieren, jeder Dachfonds setzt also zwangsläufig auf mindestens zehn verschiedene Zielfonds. Selbst wenn es einem Fondsmanager gelingen würde, die zehn besten Produkte seines Anlagegebiets auszuwählen, würde er rein rechnerisch die besten Aktienfonds nicht schlagen können.



Hohe Kosten


Dazu kommt noch die nicht enden wollende Gebührendiskussion: "Dachfonds sind zu teuer", sagen die Kritiker. Auffällig ist, dass dieses Argument meistens von Vermögensverwaltern ins Feld geführt wird. Die haben in der Regel kein Interesse daran, ihren Kunden ein einziges Investment zu verkaufen, mit dem diese ihren gesamten Vermögensaufbau bewerkstelligen können. Denn Verwalter verdienen mit dem Verkauf von Einzelfonds über Ausgabeaufschläge und Bestandsprovisionen mehr Geld.


Dennoch ist das Argument hoher laufender Kosten nicht von der Hand zu weisen. In der Tat sind Dachfonds häufig teurer als herkömmliche Investmentfonds. Das trifft insbesondere auf solche Produkte zu, die sich nicht nur auf konzerneigene Zielfonds konzentrieren, sondern auch Fonds anderer Gesellschaften unter ihr Dach nehmen. Für diese konzernfremden Fonds fallen zusätzliche laufende Gebühren an, die die "Dächer" an ihre Anleger weitergeben. Zwar erheben auch konzerneigene Zielfonds laufende Gebühren. Der Gesetzgeber verbietet den Investmentgesellschaften aber, diese zusätzlich zu den Kosten für den Dachfonds dem Anleger anzulasten. Begründet wird dies damit, dass es sich andernfalls um eine "doppelte Kostenbelastung" handeln würde. Was allerdings - aus Sicht des Anlegers - bei einem Investment in konzernfremde Fonds auch der Fall ist.


Noch ist nicht klar, ob sich die Investition in konzernfremde Fonds für Anleger überhaupt lohnt. Zwar haben Dachfondsmanager damit in der Tat die Möglichkeit, "in die besten Fonds der Welt" zu investieren. Nur: Ob ihnen dies auch gelingt, ist fraglich. Bisher gibt es jedenfalls keinen messbaren Performance-Unterschied zwischen den "intern" und den "extern" investierenden Dachfonds.



Strategien gefragt


"Man kann sich grundsätzlich die Frage stellen, ob es Sinn macht, nur auf die Fonds zu setzen, die gerade die Hitlisten anführen", sagt Thorsten Heymann, Dachfondsmanager bei der Dresdner Bank-Tochter DIT. "Denn oft sind die Spitzenreiter nur kurze Zeit ganz oben, um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Schließlich führt kaum ein Fonds über Jahre hinweg die Ranglisten an." Heymann plädiert deshalb für eine klare Strategie innerhalb der Dachfonds: "Eine nachvollziehbare Ausrichtung ist nützlich für Anleger, sodass sie auf den ersten Blick erkennen können, was sie von ihrem Produkt zu erwarten haben."


Das heißt, dass ein Manager nicht einzig darauf aus sein sollte, aus einer Rangliste die besten Fonds herauszufischen, sondern überlegt, welche Märkte in Zukunft gut "laufen" werden. Schließlich nützt womöglich der beste Europa-Fonds nichts, wenn sich für die Region in den kommenden Monaten schlechte Perspektiven abzeichnen.


Gefahr droht den meisten Dachfonds nach wie vor von der Performance-Seite. Sollte sich deren Wertentwicklung mittelfristig nicht spürbar verbessern, könnten Anleger dem Fondskonstrukt bald ganz die kalte Schulter zeigen. Triftige Gründe dafür gäbe es, wie Rolf Drees, Pressesprecher bei der Union Investment in Frankfurt sagt, durchaus. "Zur Diversifikation ist ein Dachfonds gut geeignet. Fragt sich nur, ob ein international anlegender Fonds nicht genauso gut oder sogar besser wäre. Denn wer sein Geld in einem klassischen breit investierenden Aktienfonds mit Blue-Chips anlegt, erhält ein risikoärmeres Produkt, als wenn er einen speziellen Dachfonds kauft, der das Geld seiner Anleger ausschließlich in hochriskante Wachstumsfonds steckt."
@se2707

Nenne mir doch bitte mal ein MLP-Produkt, welches auf Dachfonds aufbaut.
Ich kenne keines.

Viele Grüße
HSellsch
Das MLP Vermögenszuwachskonzept und Vermögensverwaltungskonzept funktioniert wie ein Dachfonds. MLP berät den Kunden bei der Auswahl der Fonds. Es fallen Gebühren für den Fonds (Ausgabeaufschlag, Verwaltungs- und Managementgebühren an) und für die Leistung von MLP an. Die Leistung des Dachfonds wird hier durch MLP erbracht.
(siehe S. 38 GB 2001 und unter mlp.de "Geldanlage und Konto" Artikel "In die Zukunft streuen" )
MLP ist hoffnungslos überbewertet und wir mit Sicherheit
noch diese Woche unter 60 Euro fallen einen Einstieg würde
ich nicht vor 52 Euro raten.

Ambobobo

kleiner Tip schaut euch mal an wie Gold steigt
und Aktien fallen da sollten die Glocken leuten
raus aus Aktien !
@se2707

<2001 haben die von MLP verkauften Fonds schon durchschnittlich 6 % Verlust erwirtschaftet - vor Gebühren.>

Fairerweise muß man natürlich berücksichtigen, daß 2001 generell nicht so sonderlich rosig verlaufen ist und auch andere Fondsgesellschaften/Aktien nicht gerade toll performed haben.


Ansonsten aber völlig Deiner Meinung.


Grüße

tmm
@se2707 #32

Ich habe mir sowohl den GB 2001,S.38 als auch den Artikel auf der Homepage angeschaut. Ich habe keinen Hinweis auf Dachfonds gefunden.

Zu den erwähnten Gebühren : Die Kunden der Vermögensverwaltung kaufen die Fonds zum Rücknahmepreis (also ohne Ausgabeaufschlag). Damit fahren die Kunden zunächst billiger, als bei einem Direktinvestment. Nun zieht MLP eine sogenante Beratungsgebühr auf alle Neuinvestitionen ein. Diese beträgt je nach investiertem Vermögen zwischen 2 und 5%. D.h. selbst nach Abzug der Beratungsgebühr fährt der Kunde immer noch nicht schlechter, als bei einem Direktinvestment. Dann gibt es noch die jährliche Verwaltungsgebühr mit 1,3%. Und nur diese zahlt der Kunde mehr, als beim Direktinvestment. Dafür muss sich der Kunde aber auch nicht um die Verwaltung kümmern.

@ambobobo

Ob MLP wirklich überbewertet ist, werden die kommenden Quartalsberichte zeigen. MLP hat basierend auf dem aktuellen GB ein KGV01 von ca. 66. Hält das bisherige Wachstum an, dann bedeutet das für 2002 ein KGV von ca. 50 und für 2003 von ca. 40.
Am Wachstum zweifel ich nicht. Ob die Börse bereit ist, ein KGV03 von 40 zu bezahlen, das ist doch hier die Frage. Kurzfristig stimme ich zu, dass man Kurse unter 60 und vielleicht auch nochmal unter 50 sehen wird. Spätestens bei der Unterstützung von 46 EUR ist MLP aber wieder moderat (Im Verhältnis zum Wachstum) bewertet.
Ich bin seit 1995 MLP-Aktionär. Was aktuell passiert ist eine Seitwärtskonsolidierung zum Abbau des KGV unter hoher Volatilität. Das habe ich inzwischen zweimal miterlebt. Meine Empfehlung : unter 60 sollte man Kaufen. unter 50 ist MLP ein muss (Nach aktueller Einschätzung des Wachstums)

Grüße
HSellsch
@ TMMaster

Du hast vollkommen recht, daß 2001 für viele Fondsgesellschaften nicht rosig verlaufen ist. Um die Performance der von MLP empfohlenen Anlagen einzuschätzen müsste man wissen, welchen Aktienanteil die empfohlenen Anlagen haben und in welche Märkte investiert wurde. Mein Fonds, der Astra 977700 hat in 2001 6 % plus geschafft.

@ HSellsch

Ich habe auch nicht geschrieben, daß MLP Dachfonds verkauft, sondern daß MLP die gleichen Leistungen wie ein Dachfonds anbietet. MLP stellt für die Kunden verschiedene Fonds zusammen und es fallen 2mal Gebuehren an. Die spannende Frage wird in Zukunft sein, ob die Kunden bereit sind weiterhin 2 - 5 % einmalige Beratungsgebühr und 1,3 % jährliche Verwaltungsgebühr zu zahlen, wenn das erzielte Ergebnis negativ oder stark unterdurchschnitllich ist.
IAS für Versicherer


Analysten kritisieren neue Bilanzregeln


Die derzeit diskutierten Änderungen der Bilanzregeln nach IAS für Versicherer können zu Kursabschlägen bei den Assekuranz-Konzernen von mindestens 15 Prozent führen, schreiben die Analysten der WestLB Panmure in einer Studie.


ali DÜSSELDORF. Der Grund: Durch die neuen Bewertungsregeln nach dem „fair value“ würden die Ergebnisse der Unternehmen „unvorhersehbar“ werden. In Folge dessen würden die Kapitalkosten für Versicherer steigen, was ihre Kurse drücken wird.

Der Hintergrund: Bis 2005 sollen alle börsennotierten Unternehmen nach dem International Accounting Standard (IAS) bilanzieren. Derzeit werden Vorschläge für Detailregeln für die Versicherungsbranche diskutiert.

Erste Entwürfe sehen vor, dass Versicherer grundsätzlich nach dem „fair value“ bilanzieren müssen; das bedeutet, Kapitalanlagen und auch die Schadenrückstellungen müssen zu Marktwerten in der Bilanz angesetzt werden. Veränderungen dieser Werte, z.B. der Wert der Aktien- und Rentenanlagen, würden dann unmittelbar auf die Gewinne durchschlagen.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass ein Versicherer Gewinne aus Verträgen im Akquisitionsjahr voll verbuchen kann. Beispiel: Bei einem 30 Jahre laufenden Lebensversicherungsvertrag könnten die Gesellschaft alle erwarteten Einkünfte aus diesem Vertrag im Jahr des Abschlusses der Police verbuchen – sprich Gewinne, die erst in der Zukunft anfallen werden. „Damit werden Gewinne zum Spielball von internen Unternehmensanalysen, die extern nur schwer nachvollziehbar sind“, schreiben die WestLB-Analysten. Gerade vor dem Hintergrund der Enron-Pleite sei diese Regelung sehr kritisch zu sehen.

Hans-Jürgen Säglitz, Rechnungslegungsexperte beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, beruhigt: „Wir befinden uns noch mitten in der Diskussion. Ich bin optimistisch, dass unsere Kritik Gehör finden wird.“ So haben die Versicherungsverbände Japans, Deutschlands und den USA bereits ihre Kritik in einem Brief an das International Accounting Standards Board eingereicht.

Neben der Schwierigkeit, die Gewinne aus langlaufenden Verträgen korrekt zu prognostizieren, verweist der GDV-Experte auf ein anderes Problem: „Wie sollen zum Beispiel Schadenrückstellungen zu Marktwerten in der Bilanz angesetzt werden, wenn es dafür überhaupt keinen Markt gibt?“

Der weitere Zeitplan für die Bilanzregel-Änderung nach IAS sieht vor, dass im vierten Quartal diesen Jahres ein Entwurf stehen soll. Im kommenden Jahr soll dann die endgültige IAS-Fassung verabschiedet werden.

Quelle: Handelsblatt


Kommentar: MLP betrifft diese Regelung zweifach:
1.) Die MLP-Lebensversicherung. Hier wollen ja die Minderheitsgesellschafter noch die Anteile in handelbare MLP Aktien umtauschen. Sicher nicht ohne Grund. Nachteilig ist das für die bisherigen MLP Aktionäre, da das Angebot an frei handelbaren Aktien erhöht wird. Im allgemeinen fallen dadurch die Preise.
2.) MLP als Vermittler von Verträgen. Durch die geplante Regelung könnten die Gewinne in den Abschlußjahren der Verträge aufgebläht werden. Daß ein großer Teil der abgeschlossenen LV-Vertraege gar nicht bis zur Fälligkeit durchgehalten werden, stört dann nicht weiter, wenn die Aktien vorher verkauft werden. Ein großer Vorteil für Insider!
@se2707

zu 1)
Die Mehrheitsgesellschafter der MLP-Lebensversicherung haben die Anteile der Minderheitsgesellschafter bereits durch Tausch in MLP-Stammaktien übernommen. Hierzu wurde ein öffentliches Übernahmeangebot abgegeben. Der Tausch der MLP-Leben-Aktien in MLP Stämme führt also in Zukunft zu keinem höheren Freefloat. Die Minderheitsgesellschafter haben ihre MLP-Stämme am 08.04 erhalten, wodurch der aktuelle Verkaufsdruck zur erklären sein könnte.

zu 2)
könnte so kommen.

Viele Grüße
HSellsch
aus dem Aktionärsbrief Nr. 20 2002, Seite 3:

"Kein Technologiewert, aber dennoch zu teuer ist MLP (WKN 656 990, 62,5 E.). Die Bewertungsproblematik ist ihnen bekannt. Hinzu kommt die eine oder andere Ungereimtheit in der Bilanz selbst. Zudem verdichten sich Indizien auf eine neue Spekulationswelle einiger Hedge Fonds, die MLP Titel im großen Umfang verkaufen wollen. Das Restrisiko reicht bei 44 Euro."


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