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Bristol-Myers: Vanlev-Studie verursacht Kursrutsch - 500 Beiträge pro Seite



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Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb muss sich nach einer schwachen Studie der experimentellen Herzarznei Vanlev grundlegende Gedanken um seine Zukunft machen: Ein Blockbuster-Produkt mit Jahresumsätzen bis zu 3 Mrd. Dollar sollte Vanlev werden. Jedoch konnte das Medikament in einer Testreihe gegen Herzversagen nicht besser abschneiden als ein bereits auf dem Markt befindliches, preiswertes Generikum. Und bei der Anwendung gegen zu hohen Blutdruck bleiben Sicherheitsbedenken.

Die Folgen sind drastisch, da es in Bristol-Myers Produktpipeline nicht gerade rosig aussieht: Wahrscheinlich muss Bristol nach dem Scheitern von Vanlev bis 2004 warten, bis neue Medikamente reif für den Markt sind – allesamt sind aus Umsatzgesichtspunkten nicht so lukrativ wie Vanlev. Von den Ergebnissen des Unternehmens ist daher in nächster Zeit nicht sehr viel zu erwarten: Wegen des Ablaufs einiger Patente, soll der Gewinn schon im ersten Quartal des laufenden Jahres zwischen 10 und 15 Prozent schlechter ausfallen als im Vorjahresquartal.

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Gerade wegen der schlechten Zukunftsaussichten will Bristol-Myers das Medikament jedoch noch nicht aufgeben: Weitere klinische Studien sind geplant. Bei Forschern besteht Hoffnung, dass Vanlev das Risiko von Herzattacken oder Schlaganfällen bei Herzpatienten senken kann. Wenn Bristol-Myers das mit neuen Tests belegen kann, hätte das Medikament eine Chance auf den Markteintritt. Lukrativer für das Unternehmen ist jedoch der Verkauf von Vanlev als Bluthochdruckmittel. Obwohl Tests hier durchaus Wirkung gezeigt haben, trat bei wenigen Patienten eine gefährliche allergische Reaktion auf. Die Lösung dieses Sicherheitsproblems wird Bristol-Myers mit Daten aus weiteren Testreihen beweisen müssen, wenn Vanlev auf den Markt kommen soll.

Die Aufgabe ist schwer, der Pharmakonzern befindet sich in einer komplizierten Lage. Dementsprechend reagierte der Aktienkurs am Vortag: Mit einem Kursrutsch um 15,6 Prozent auf 41,08 Dollar erreichte das Bristol-Myers-Papier ein Vier-Jahres-Tief. Der Kursrutsch löst sogar schon erste Übernahme-Spekulationen am Markt aus: Analystin Barbara Ryan von der Deutschen Bank Alex Brown sieht die Schweizerische Novartis als potenziellen Interessenten an. Eine Übernahme ist nach ihrer Meinung das einzige Ereignis, das der Bristol-Aktie in nächster Zeit wieder zu Kursgewinnen verhelfen könnte.

Autor: Peter Grimm (© wallstreet:online AG),11:53 21.03.2002

Bristol-Myers als Übernahmekandidat?

Ich denke, dies ist eine interessante Spekulation. Ich bin jedoch der Meinung, dass nicht Novartis sondern Merck der Käufer sein wird. Die Produktpipeline ist sicherlich nicht so schlecht wie die Herren von WO sagen.

Damit würde die größte Pharmafirma der Welt entstehen.
Übrigens hat Buffett gestern groß bei BMS eingekauft!
woher weißt du von dem Einstieg ? Kannst Du das belegen ?
Mich persönlich würde es sehr wundern, wenn W.B. bei BMS einsteigt. Oder hat der mittlerweile auch ein Medizinstudium hinter sich gebracht ?

Danke
Buffett ist schon seit über 20 Jahren an BMS beteiligt. Falls es dich interessiert schau in des Berkshire-Hathaway-Jahresberichten nach. Ein weiteres Anzeichen dafür ist das Buch "Buffettology" von Mary Buffett. Dort sind auch Beteiligungen aufgelistet. Für einen Einstieg in den letzten Tagen sprechen die Orders an der NYSE Bände!!

MfG Vaxgenie
im Jahresbericht 2000 von Berkshire ist im gesamten Text nie von Bristol Myers Squibb die Rede.

Bitte also um Belege. Danke
habe gerade den Jahresbericht 2001 von Berkshire runtergeladen, auch da kein Wort von einer Investition in BMS.
Im übrigen, eine Firma mit einem PEG von über 2 (vor dem Kursrutsch) ist alles andere als unterbewertet, so daß mir persönlich ein Engagement von Buffet extrem unwahrscheinlich erscheint. Das wäre nicht der Buffet, so wie ich ihn bislang einzuschätzen gelernt habe, der auf eine Idee spekuliert.
Bitte, was habe ich übersehen. Ich bin gerne bereit zu lernen.
Oder war Deine Äußerung ein Bluff ? Wozu dann ?
hi
ich bin nahe dran bmy zu kaufen und ich denke an den Kursturz von elililly vom August 2000, ich habe damals
knapp danach gekauft. Lilly war vom Höchstkurs 120€ auf
89€gefallen(war vom Handel ausgesetzt) und es ging noch unter knapp 80€, Erholung bis 102€. De Höchstkurs wurde nie wieder erreicht, in der Kurrsschwäche jaufte sich Martin Ebner(Pharmavision)in Lilly ein.(verlagert seine Anteile von Roche nach Novartis) Ähnliches könnte Bei BMY bevorstehen: Fundamental war bei Lilly damals von Gericht bestätigt worden, Prozac (Blockbuster) verliert endgültig sein Patent, Neuroletikum Zyprexa wird es nicht gleich ersetzen...
ich warte dennoch bei BMY einen weiteren Kursrückang ab, da ich besten falls eine kurze Erholung erwarte, und nicht nochmal ähnlich bei lilly zu früh kaufe: bedenklich macht mich auch der heute noch niedere € Kurs,da lauert Gefahr, deshalb die Angabe der lilly Kurse in €. S
Schöne Grüße
mcdine

Ps.: die Geschichte wiederholt sich( zuerst als Tragödie, dann als Farce)
Zu Buffett: Was kann ich dafür, wenn im Jahresbericht die BMS-Aktie in die Kategorie Others fällt?

Zu Eli Lilly: Es bestehen große Unterschiede zwischen Lilly und BMS.

1. Buchwert
2. KGV
3. Verbrauchermonopol
4. Cash-Flow

WEITERS geht es BMS nicht so schlecht, wie es allgemein behauptet wird. (Thema Medikamente)
also, überall wo "others" draufsteht, ist Bristol Myers Squibb drin ?

Bitte um Zitat eines öffentlich zugänglichen Dokumentes bezüglich der Beteiligung von Buffet an BMS. Auch in der "Buffetology" finde ich keinen Hinweis. Bitte Angabe von Schriftstück, Seitennummer, Erscheinen, Verlag etc.

Vielen Dank für Deine Mühe
Hallo fettinsky,

in der Buffett-Biographie "Von bleibendem Wert" steht, daß Buffett 1993 957.200 oder 0,2% der ausstehenden Aktien von Bristol-Myers Squibb gekauft hat. Weiter ist dort zu lesen, daß Buffett auf der Jahreshauptversammlung 1997 erklärte während der Gesundheitsreformkrise vor ein par Jahren Aktien eines Pharmakonzerns gekauft zu haben.

Weiteres über ein Engagement von Buffett weiß ich nicht, bin aber der Meinung BMY nicht ausschließlich an der Zulassung von Vanlev und der Zusammenarbeit mit Imclone zu bewerten. Es könnte sich m.E. um eine Kaufgelegenheit aus der Kategorie "wenn große Unternehmen stolpern" handeln.

Grüße
Benzini
Danke Benzini.

Endlich ein Mann, der sich auskennt. BMY ist, meines Erachtens und auch einiger großer Fonds (Ordern in USA), deutlich unterbewertet. Vanlev und Erbitux kommen halt 2 Jahre später auf den Markt. Übrigens steht in Buffettology etwas übers BMY. Hat jemand das Buch nicht gelesen?

MfG: Vaxgenie

PS: Heute Harald-Schmidt ansehen! DAS GENIE kommt Garry Kasparov, der beste Schachspieler aller Zeiten!!!
nach Bekanntgabe des Debakels habe ich es gewagt bei 37€
einzusteigen;weiß jemand über BMY short positionen bescheid?
Ob sich jetzt eine Übernahme ankündigt?
.....und mein einstiegskurs ist 27€ und bei der dab habe ich 37 stück. interessiert das jemanden?:yawn:


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