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Killt die Digitalisierung die Medienbranche? - 500 Beiträge pro Seite



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Nur so ein Gedanke, der mich gerade beschäftigt...

ich habe immer mehr die Befürchtung, dass die Digitalisierung der Medien die Branche killt.

Was es heute schon alles gibt:
- Musik wird sowieso nur noch kopiert. Entweder direkt die CD oder MP3 aus dem Internet ziehen

- Die aktuelle Computergerneration ist leistungstark genug für Filme. Vieles wird noch als Video-CD kopiert, immer mehr kommen jetzt aber DVD-Brenner. Breitband-Internet erlaubt auch das kostenlose Herunterladen von ganzen Spielfilmen aus dem Internet

- Digitale Videorecorder erlauben es sogar blutigen Anfängern Filme digital aufzuzeichnen und die Werbung beim täglichen TV-Programm zu überspringen

- Alle gängigen Softwareprogramme (Office und Games) erhält man ebenfalls bei den Tauschbörsen.

- Kopierprogramme wie CloneCD oder Movie Jack machen das Kopieren zum Kinderspiel

- Firewalls und Spezialprogramme filtern sogar die Werbung aus dem Web aus

Konsequenz I: Immer weniger Leute bezahlen die Medien die sie konsumieren und immer weniger Leute konsumieren Werbung als Gegenleistung für kostenlose Medien

Konsquenz II: Immer mehr Medienfirmen haben dicke Probleme.

So gerne ich selbst die eine oder andere Möglichkeit nutze muss ich mich nachdenklich fragen, wohin das ganze führt.

Einen Gewinner für die nächsten Jahre gibt es schon: Medienrechtler! :laugh:
Bekommen wir einen Medien-Kommunismus? Medien gehören dem Volk und werden frei verteilt? Die Revolution der Digital-Kopierer? Die Güterverteilung in den Händen der Gesellschaft? Jeder erhält den gleichen Zugang zu den Medien?

Mich würden Eure Meinungen interessieren...
Naja es wird ja eifrig an DRM gearbeitet (DigitalRightsManagment).............
´Nur das dauert JAAAAAAAAhre...........
Der Markt bereinigt sich selbst. Dringend nötig, daß man sich von allen digitalen Medien kostenlose Proben besorgen kann, bevor man kauft.

Das Angebot ist viel zu groß. Wird der Schrott nicht mehr verkauft (weil die Käufer schon vorher wissen, was drin ist), wird das Angebot stark zusammenschrumpfen. Übrig bleibt dann nur noch das, was wirklich das Geld wert ist, das man dafür bezahlt.

Grüße, fs
... langfristig wird man das Problem nur über zusätzliche Gebühren auf die Speichermedien und Kopiergeräte lösen können. Das Kopieren läßt sich weder technisch noch gesetzlich verhindern.

Grüße, fs
@fsch

#5 ist eine gute Antwort und vielleicht wirklich die einzige Lösung. Eine sehr gute Antwort sogar.

Eine große Marktbereinigung finde ich weniger gut. Dann haben wir nur noch Mainstream. Das wäre ein kultureller Verfall.
@LuckyDay,

ja. Aber bei #5 ist das Hauptproblem die "gerechte" Verteilung der Erlöse an die Künstler/Entwickler.

Grüße, fs
40% der verkauften cd`s sind bereits heute raupkopien !

im bezahlfernsehen sieht es übrigens auch nicht anders aus.
da werden digi boxen umgestrickt und über softwareupdates
freigeschaltet.die anleitung und programme gibts im internet kostenlos.

die bereits modifizierten boxen kann man auch problemlos bei ebay ersteigern.

das in den griff zu bekommen wird wohl nicht möglich sein.
wenn man sieht, für welchen Schrott man heute viel Geld zahlen muss, brauch man sich nicht wundern, dass keiner mehr bereit ist, dafür auch noch zu bezahlen.

z.B. Musik:

Der "Künstler" bekommt doch das allerwenigste vom Kuchen ab. Für eine CD kassieren eine ganze Menge Leute ab. Und das Perverseste daran ist, dass ausgerechnet die Firmen das meiste kassieren, die sog. Kopierschutzmechanismen verkaufen :-)). Für ein Lied, das mir gefällt, muss ich auch noch 10 andere mitfinanzieren, die ich gar nicht hören will. So kann ich dann für ein Lied 15 bis 20 Euro zahlen für eine CD, das ich dann vielleicht auf meinem Player gar nicht anhören kann, weil der Kopierschutz das verhindert. Wenn ein Musiker, oder eine Band gut ist, dann wird sie auch durch Konzerte und Life-Auftritte gut verdienen.

z.B. Filme:

Hier sehe ich überhaupt keine Gefahr, weil das Kino ganz einfach nicht zu ersetzen ist. Nur für die Zweitverwertung über DVD`s oder übers Fernsehen wird es (zum Glück) eng. A-Movies werden immer ein gutes Geschäft sein und der Rest sollte vielleicht gar nicht erst gedreht werden. Vielleicht kann man die notleidenden Stars ja auch ein wenig mit Spenden Unterstützen :-))

z.B. Pay-TV:

Hier stimmen die Relationen auch nicht. Was hier für die Rechte hingeblättert wird ist schon fast kriminell. Und ich meine nicht nur die Übertragungsrechte für sog. Sport-Events. Und die deutschen Eigenprodktionen... igitt. Schlechte Schauspieler + schlechtes Drehbuch = Schrott. Dafür sind die monatlichen Raten ganz einfach zu hoch.


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