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Wir bauen uns einen Verdunstungskühlschrank in´s Büro! - 500 Beiträge pro Seite



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Der Verdunstungs-Kühlschrank

Ein nigerianischer Erfinder hat ein einfaches, aber wirksames und den Gegebenheiten Afrikas angepasstes System entwickelt, um Büroangestellte während der Arbeitszeit frisch zu halten.

Sie sind teuer und, sollten Gas oder Elektrizität fehlen, ohnehin nutzlos: Klimaanlagen - weshalb sie im ländlichen Afrika kein weit verbreitetes Haushaltsgerät sind. Einen Weg, das Verderben der Büroangestellten durch die große Hitze zu verhindern, hat jetzt der nigerianische Kleinunternehmer Mohammed Bah Abba gefunden, Spross einer Töpferfamilie. Dabei kam ihm das gesammelte Wissen seiner Vorfahren zugute.

Angeregt von irdenen Gefäßen, die früher dazu dienten, Wasser zu kühlen, nahm er zwei zylindrische Tongefäße von unterschiedlichem Durchmesser und stellte sie ineinander. Der Durchmesser der beiden Gefäße ist so zu wählen, dass die zu kühlende Person im inneren=kleineren Topf bequem Platz hat. Den Zwischenraum füllte er mit nassem Sand und hielt ihn feucht, sodass beide Töpfe klamm blieben. Den inneren Behälter deckte er mit einem feuchten Tuch ab, platzierte die Gefäße jeweils in Arbeitshöhe vor die Schreibtische.

In dieser Anordnung verdunstet das in der Sandschicht gespeicherte Wasser an der Außenwand des großen Topfes, und die entstehende Verdunstungskälte senkt die Temperatur im kleinen Gefäß, in dem sich der Büroangestellte befindet, um mehrere Grad.

Ein solches Kühlsystem hemmt die Vermehrung schädlicher Mikroben und, so zeigte sich, ist in der Lage, auch Tomaten und Paprikaschoten drei Wochen frisch zu halten, Auberginen sogar bis zu 27 Tage.

Abbas Idee wurde in diesem Jahr mit einem Rolex-Preis für Unternehmungsgeist ausgezeichnet - und erwies sich außerdem als sehr erfolgreich: Mittlerweile wurden rund 12 000 Stück des umgerechnet etwa 90 Pfennig kostenden Ton-in-Ton-Kühlers gefertigt. Im ländlichen Jigawa im Norden Nigerias verwenden ihn nach Schätzung Abbas derzeit drei Viertel der Unternehmen wie Siemens, Daimler-Chrysler und IBM. Und schon bald will der Erfinder damit auch vier benachbarte Bundesstaaten Nigerias beliefern.

aus www.geo.de
HubertHunold,

12000 x 90 Pfennig? Das sind sage und schreibe 10.800 DM. Ich denke, wir sollten vor einem Investment mal die weitere Entwicklung abwarten!

:D

g4
Bei uns hätte das keine Zukunft, weil wir haben ja keine Büropygmäen...
@ge4teilter
Sind Sie verrückt? :eek:
Der Mann hat Siemens und Daimler auf der Kundenliste und
macht mehr Umsatz, als manches Unternehmen am Neuen
Markt. Wenn es Herrn Abba gelingt, qualifizierte Mitarbeiter zu
finden und vielleicht sogar ein Franchiseunternehmen auszu-
rollen, dann liefert er bis Kühlungsborn, vielleicht. :laugh:
Geben Sie Ihren Tip bloss nicht dem RichManMaker, sonst ist
hier morgen die Hölle los! :laugh:

Hubert Hunold
Hubi,

möglicherweise irren Sie hier ein wenig. Vom Umsatz her hängt ihn manches NM-Unternehmen noch ab, sicherlich nicht aber nicht bei der Ertragslage! :D

Wir sollten ihn weiter beobachten!

P.S. Das Exportmodell ist natürlich größer, so daß auch der normdeutsche Durchschnittsbüromensch mit 1,69 m Größe und 106 kg Gewicht hineinpaßt!

:D

g4
Noch ne Frage: Wie lange hält sich dann so ein durchschnittlicher Sesselfurzer darin frisch?
Gibt es ein Pfandsystem? - Wegen der Entsorgung...


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