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Merck / Medco

Es sollte der größte Börsengang des Jahres werden. Merck wollte 20 Prozent am hauseigenen Pillenhändler Medco platzieren - warum scheint zumindest der Presseabteilung des Pharmagiganten nicht klar zu sein.

Das war nicht die einzige Panne. Mitten in der Zeichnungsfrist hat Medco eingeräumt, dass insgesamt 12,4 Mrd. $ an nicht eingenommen Selbstbehalten als Umsatz verbucht wurden. Schon richtig, dass die dann als Kosten verrechnet wurden. Analysten wussten über die Praxis längst Bescheid. Noch dazu ist sie nach US-GAAP zulässig, behauptete zumindest der zuständige Wirtschaftsprüfer aus dem Hause Andersen. Trotzdem ungeschickt, die Karten erst im letzten Moment auf den Tisch zu legen.

Die bittere Pille müssen Mercks Aktionäre schlucken. Von der erhofften Medco-Bewertung mit 6,6 Mrd. $ können sie jetzt nicht mal träumen. Selbst 5,15 Mrd. $ wären beim Spartengewinn von 257 Mio. $ großzügig.

Merck selbst könnte eine Entschlackungskur gut vertragen. 2002 läuft der Patentschutz auf Umsatzrenner wie Prilosec oder Prinivil aus. Auch die Entwicklung kränkelt. Für den Hoffnungsträger Arcoxia wird die Zulassung wohl erst im zweiten Halbjahr 2003 beantragt. Andere neue Produkte sind noch in der frühen Entwicklungsphase.

Der kranke Mann aus New Jersey ist deswegen mit dem knapp 16fachen des laufenden Gewinns seinen Symptomen gerecht bewertet. Klar könnten Zukäufe einige Schwächen in der Forschung ausgleichen. Aber so schlecht, wie Merck beim Verkaufen ist, weiß man nicht, ob man darauf hoffen soll.

Quelle: http://www.ftd.de/bm/bo/1026117324572.html?nv=hpm

Weitere Finanzseiten: http://www.Capitalmarkt.de
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