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Der Deutsche Aktienindex ist mit deutlichen Abschlägen in den aktuellen Dienstag-Handel gestartet. Nach den sehr guten Vorgaben der US-Börsen vom gestrigen Tag scheinen die Anleger die satten Gewinne des Montag-Handels auf dem Parkett der Frankfurter Börse mitnehmen zu wollen.

Der DAX30 verliert nach einer Stunde Handel über 2,4 Prozent auf 3.769 Punkte, der MDAX gibt ebenfalls 0,6 Prozent auf 3.455 Punkte ab.

Für einen weiteren Dämpfer sorgte heute Volkswagen. Der Automobilhersteller meldete heute die Zahlen für das vergangene Halbjahr. Den Angaben des Unternehmens zufolge ging der Umsatz um 3,2 Prozent auf 44,06 Mrd. Euro zurück. Beim operativen Ergebnis musste sogar ein Rückgang um 4 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro hingenommen werden. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 3,64 Euro nach 3,84 Euro im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr des Jahres lieferte der Volkswagenkonzern 2,5 Mio. Fahrzeuge aus und damit 5,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Fahrzeugabsatz von knapp unter 5 Mio. Fahrzeugen. Damit hat der Konzern seine Erwartungen für das Gesamtjahr gesenkt und teilte mit, dass einErgebnis vor Steuern in der Größenordnung von 4 Mrd. Euro erreicht werden soll.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, hat der Softwarekonzern SAP seinen Vertriebschef und Leiter der Region Amerika und Japan, Léo Apotheker, in den Vorstand berufen, womit dieser das achte Vorstandsmitglied werden wird. Das Unternehmen wird die Personalie nach Angaben des Blattes heute bekannt geben. Durch die Berufung möchte der Vorstand demnach mehr Einsicht in die Vertriebsprobleme bekommen.

Das Medizintechnik-Unternehmen Fresenius Medical Care konnte im ersten Halbjahr 2002 seinen Umsatz um 3,4 Prozent auf 2,44 Mrd. Dollar erhöhen Das EBIT verbesserte sich um 6,0 Prozent auf 344,0 Mio. Dollar. Der Gewinn nach Steuern vor außerordentlichen Aufwendungen stieg um 27,0 Prozent auf 149,0 Mio. Dollar oder 1,55 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr 2002 senkt Fresenius Medical Care jedoch seine Prognose. Das Unternehmen erwartet nun ein wechselkursbereinigtes Umsatzwachstum von 6,0 Prozent. Der Gewinn nach Steuern wird nur noch auf 300,0 Mio. Dollar geschätzt, statt 350,0 Mio. Dollar.

Der Münchner Chiphersteller Infineon gab bekannt, dass man gemeinsam mit AMD und UMC eine einheitliche Plattform-Technologie für die hochvolumige Produktion von Logik- Chips mit Strukturgrößen von 65 nm und 45 nm auf 300-mm-Wafern entwickeln wolle. Jedes der drei Unternehmen wird Entwicklungskapazitäten und Know-how bereitstellen, um gemeinsam eine einheitliche Plattform-Technologie zu entwickeln, die von jedem Unternehmen an seine spezifischen Fertigungs- und Produkt-Anforderungen angepasst werden kann.

Wertpapiere des Artikels:
FRESEN.MED.CARE AG O.N.
SAP AG ST O.N.
VOLKSWAGEN AG ST O.N.


Autor: (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media GmbH),10:09 30.07.2002



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