Freundliche Tendenz an den Börsen wird sich fortsetzen - 500 Beiträge pro Seite



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Trotz der schwachen Freitagsbörse wird sich der Aufwärtstrend fortsetzen. Bisher hat es lediglich eine zögerliche Korrektur der Übertreibung nach unten gegeben. Der Pessimismus ist immer noch sehr hoch. Die Qualität der Aktienbesitzer ist eine völlig andere wie die vor zweieinhalb Jahren. Die unerfahrenen, ängstlichen und zittrigen Anleger haben sich längst verabschiedet. Die Wirtschaft ist längst nicht so schlecht wie häufig geschildert. Mittlerweile zeigen auch schlechte Nachrichten nur kurzzeitig marginale Wirkung. Die Zinsen sind niedrig und bleiben niedrig. Gerade die bedauerliche Flutkatastrophe zeigt die wirkliche Stärke der Bevölkerung.
Auch dies wird sich in der Wirtschaft wiederspiegeln. In den USA ist es nach dem fürchterlichen Anschlag im letzten Jahr nicht anders. Die Tugenden rechtfertigen diesen Optimismus. Blicke man zurück in die Geschichte, nach dem fürchterlichen Weltkrieg. Hätten unsere Eltern und Großeltern nicht erst recht verzweifeln müssen. Nein, sie haben ein wundervolles Land aufgebaut. Auch diesmal wird es einen neuen Schub in der wirtschaftlichen Entwicklung geben. Es werden sich einige Strukturen wandeln, auch dies war in der Vergangenheit häufig so. Das es in der Vergangenheit zu Übertreibungen, zu Geschehnissen mit erheblicher krimineller Energie gekommen ist, siehe z.B. Comroad, Worldcom, ist bekannt und bedauerlich. Steigt die Börse wieder, kommen die Anleger auch zurück, auch die Zeit hilft Wunden heilen. Ich selbst erinnere mich noch an den bestimmten Tag im Oktober 1987. Bei jenem Crash schien auch die Welt unterzugehen. Heute wird es zuweilen nur als Unterbrechung im Bullenmarkt gewertet. Der Überfall Iraks auf Kuwait zu Beginn der 90er Jahre war viel bedrohlicher, als ein eventueller jetztiger Irakkonflikt Als damals die Amerikaner eingriffen stieg die Börse zur Verblüffung vieler erheblich, und auch da ist die Welt nicht untergegangen. Ich interessiere mich wenig für Tagestendenzen, diese vorhersagen zu wollen ist eine Sache der Spieler, und das ist ein Glücksspiel. Auch als antizyklischer Anleger bin ich mit einer Anzahl von Investments im Verlustbereich, und habe auch einige Male das Geld in den Sand gesetzt. Trotzdem werde ich mit Aktienanlagen besser schlafen als mit Puts, Leerverkäufen oder dergleichen. Meine Börsenerfahrung sagt, das man die Grundlage für die besten Gewinne beim Einkauf macht. Und billig sind Aktien nur, wenn das Umfeld betrübt ist. Psychologisch ist es leider so, das die unerfahrenen Anleger lieber mit Verlust verkaufen als gegen die weitläufige Meinung kaufen. Ich habe in den letzten Wochen,
wiederholt das Ende des Bärenmarktes in meinen Postings postuliert. Auch wenn die Tendenz am Freitag nachgebend war bleibe ich bei dieser Einschätzung. Die Märkte werden in den kommenden Monaten und Jahren wieder deutlich steigen.
Die freundliche Tendenz wird noch freundlicher wenn unser Gerhard erst seine nachfolgende Rede halten kann ;-)

"User DieSense" schrieb:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wie zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode versprochen, haben wir die Vorschläge der Hartz-Kommission zügig umgesetzt. Die Arbeitsämter wurden zu Job-Centern umgebaut und, nachdem die Zahl der Arbeitslosen im Sommer 2004 die 6-Millionen-Grenze überschritten hatte, personell derart aufgestockt, daß wir die Arbeitslosenzahl um 0,11583 Prozentpunkte verringern konnten.
Wir waren auf dem richtigen Weg.
Durch die mehrfache Verschiebung der geplanten Steuerreform zur Entlastung unseres Mittelstandes -bedingt durch mehrfache heftige Regenfälle- ist bedauerlicherweise die Zahl der Insolvenzen in diesem Bereich drastisch angestiegen so daß sich unsere Job-Center trotz hervorragender Arbeit nicht mehr in der Lage sehen, geeignete Stellen anzubieten.
Dies vor Allem, nachdem die Stützen der deutschen Wirtschaft, Daimler-Benz, Siemens, Porsche, RWE, Thyssen-Krupp und Linde ihre Produktion komplett ins benachbarte Osteuropa verlagert haben.
Wir dürfen aber nicht vergessen, daß wir damit die von uns mitgetragene Osterweiterung der Europäischen Union zu einem vollen Erfolg werden ließen. Die Menschen in der Tschechei, Slowakei, in Polen und in Ungarn genießen zwischenzeitlich Vollbeschäftigung.
Wir werden nun bemüht sein, die Vorschläge der Künast-Kommission reibunglso umzusetzen, die uns zum führenden europäischen Anbieter von Öko-Produkten werden lassen.
Die Künast - Kommission ist zum ergebnis gekommen, daß sich dadurch bis zu 3 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen lassen werden.
Sollte sich die Zahl der Arbeitslosen nicht bis 2010 auf 6 Millionen reduziert haben, so bin ich es -auch altershalber-nicht mehr wert, gewählt zu werden.
Der einzige Mist auf dem nichts wächst, ist der Pessimist. -
@revierparadies

bzgl. Schröder bin ich kein Pessimist, sondern REALIST !!
wir sprechen uns am Dienstag wieder :-) Da schauen wir mal ob die Qualität der Aktienbesitzer eine völlig andere ist......
@Politicus

kannst Du zu dieser Grafik eine Quelle angeben ?

mfg
Dr.Mike
Gebe ich mir eine Mühe, Positive Ausblick von revierparadies zu kritisieren. Ich gehe mittel- bis langfristig weder Long noch Short, also bin neutral.
- Aufwärtstrend kommt in DAX erst ab etwa 5000 Punkten, letzte Monat ist nur ein Spiel von Großen.
- Wo ist Übertreibung nach unten? War DOW etwa nicht in Jahr 1995 bei 4000 und 1982 bei 800? Oder hat Wirtschaft in letzten 20 Jahren 1000% zugelegt? Nicht ein Mal 100% Prozenten – also DOW ist mit 500% überbewertet.
- Wo sind Pessimisten? Viele sind entweder optimistisch oder spielen optimistisch
- Über Qualität der Aktienbesitzer kann ich nur lachen. Erfahrene und kompetente Anleger nur spielen jetzt. Unkompetente machen langfristige Anlagen. Institutionelle sind keine Aktienbesitzer – sie sind nur schlechte Verwalter.
- Wirtschaft geht nicht so schlecht? Seit 1929 war es noch nicht schlechte als jetzt. Überkapazitäten und Konkurrenz sind noch längst nicht raus. Wirtschaftwunder 90 Jahren hat Wirtschaft an die Grenze gebracht. Zahlreiche Blasen drohen zu Platzen.
- Ob und wie Börse jetzt auf Nachrichten reagiert, ist völlig egal. Einen Tag kann auf Börse alles ändern.
- Bevölkerung und Börse haben nichts miteinander zu tun. Börse ist nur ein Spiel, wie Casino. Und Spielregeln diktieren die Größen.
- Politiker sind jetzt so unkompetent und unfähig, wie selten zuvor
- Altersvorsorge in Aktien ist eine Pyramide. Es wird fallen frühe als meistens denken.

Fazit: Kleinanleger hat auf Börse nichts zu suchen, nicht einmal als Fondsparer. Börse ist nur für spekulieren und spielen, und kleinenleger werden immer Verlierer.
Börse ist manipuliert. Werbung für die Börse ist ähnlich wie Werbung für Cola oder Big Mac.
Mit Wirtschaftsrealität hat Börse auch nicht so viel zu tun. Börse spielt Zukunft – Zukunft ist eine Prognose.
@ tsekh: Erzähl mir jetzt auch noch, das wir zwischen 1939 und 1945 einen Wirtschaftsboom hatten?
@revierparadize
Kriegen sind extra zu betrachten. Amis haben in 2 Weltkriegen seine Macht ausgebaut, indem sie in Europa seine Waffen verkaufen. Jetzt stehen Kriege gegen USA vor. Wie manche sagen, Frage ist nicht ob, sondern wann ein Verrückte in USA eine Atombombe zündet. Dann kann man alle Long Positionen nur abschreiben.
Übrigens in 1939 und 1945 war DOW etwa gleich bei 160 Punkten, zwischenzeitig bei 95.
@tsekh - Ich verstehe. Dann ist Adolf Hitler vermutlich durch amerikanische Waffenexporte an die Macht gekommen, und da die Amerikaner weiter Waffen exportieren wollten, sind sie dann in den zweiten Weltkrieg mit eingestiegen,um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Unfälle in Hiroshima und Nagasaki (Japan) beruhten vermutlich auf einen Fehler bei der Luftzustellung von Waffenexporten. Ich versuche nur ein wenig, den hervorragenden Beitrag zu interpretieren.
@politicus - Dieses Schaubild ist mir bekannt, demnach sollte die Baisse erst in den Anfängen stehen. Ich würde das Bewertungsniveau der Aktienmärkte für streitbar halten, wenn wir ein Zinsniveau von 10-12 % hätten. Noch nicht mal dieser Faktor ist in diesem Poster berücksichtigt. Und es gibt noch sehr viel andere Faktoren die nicht berücksichtigt sind. Solche Statistiken dienen der allgemeinen Verwirrung, weil sie zweckdienlich dargestellt werden und durch die Betrachtungsweise täuschen.
@revierparadiese
Nicht nur Amis, auch Europäischer Kapitalismus hat Schuld an Zweite Weltkrieg. Die haben zuerst Hitler verursacht, danach unterstützt und unterschätzt.
Mit Atombombe werden Amis auch jetzt nicht viel zögern, wenn es um große Macht geht.
Amis nur reden gut, wenn es um fremde Interessen geht. Sind amerikanische Interessen betroffen, spielt Rest von Welt für sie keine Rolle.
Mit seiner Politik haben Amis jetzt Welt an die Grenze von Weltkrise gebracht.
Hallo Politicus,

akzeptiert, aber aus welchen Quellen hast du z.B. die Dividendenrendite des S&P ?

In jedem Fall finde ich Deine Grafik beängstigend deutlich und aussagekräftig und wer davor die Augen verschließt ...

Hast Du denn für Dich daraus die Schlußfolgerung gezogen, konsequent short zu gehen ?

mfg
Dr.Mike
Hallo Dr.Mike, hier meine Daten-Quellen:

http://www.bea.doc.gov/

http://www.economagic.com/

http://www.econ.yale.edu/~shiller/data.htm

Short gehen tue ich nicht wirklich (Risiken schwankungsbreiter Märkte etc.), allerdings gehe ich zur Zeit keinerlei Longpositionen in den etablierten Indizes ein. Denn das Sicherheitsnetz (akzeptable Dividendenrenditen) fehlt fast vollkommen.

Dividendenstarke und hochprofitable Einzelwerte wie beispielsweise konservative Ölaktien und Edelmetallaktien bilden die Ausnahme.

Kurzfristig lässt sich mit Sentiment-Trading sicher auch der eine oder andere Euro machen.

Langfristig überlege ich, spätestens nach dem nächsten deutlichen Einbruch der Märkte einen 5-Jahres-Sparplan in breit gefächerten etablierten Weltfonds aufzustellen (Tempelton, Pioneer tec.) sowie preisgünstigen Zertfikaten mit Dividendenanrechnung. Damit hoffe ich, einen guten Durchschnittskurs während einer möglicherweise langwierigen Bodenbildungsphase zu erreichen.
Hallo Politicus,

vielen Dank für Deine Mühe und ich hoffe, ich gehe Dir nicht auf die Nerven. Unter Deinen Quellenangaben habe ich schon einige recht interessante Zahlenreihen gefunden, wie z.B. die Entwicklung der Verschuldung in den USA. Kannst Du vielleicht die Herkunft der S&P Dividendenrendite noch etwas genauer angeben ?

Mit meinen recht mäßigen Englischkenntnissen tue ich mich leider auch immer etwas schwer beim Suchen einer speziellen Angabe, die nicht gleich auf der Startseite offenkundig ist.

Besten Dank vorab
Dr.Mike
Hallo Politicus,

noch eine Nachfrage, in Deiner Grafik hattest Du ja eine Angabe der S&P müsse noch 80 % fallen ...

Bei welchen Indexständen siehst Du denn "den nächsten deutlichen Einbruch der Märkte" weitestgehend abgeschlossen, sodaß man davon ausgehen könnte, dann würde eine "möglicherweise langwierige Bodenbildungsphase" erreicht sein ?

mfg
Dr.Mike
Fällt der S&P 80% vom Top, was einem Stand von ungefähr 300 Punkten entspricht, dann wäre die Dividendenrendite mit Sicherheit attraktiver, so dass wieder Luft nach oben das ist. Und das sieht die Börse als vorausschauender Markt gerne. Gleichwohl würde das einer Wirtschafts- und Börsendepression entsprechen, aus die der Markt gerade im Hinblick auf möglich japanische Verhältnisse meines Erwartens nach nur nach einer längeren Bodenbildungsphase entkommt. Die genauen Tiefs sind fast unmöglich zu erwischen, daher ein Sparplan, der die statistische Abweichung vom Index-Durchschnitt im Vergleich mit einer Einmal-Anlage reduziert.
Schau mal auf der Shiller-Seite in die Excel-Tabelle. Dort sind Dividendensummen für den S&P enthalten, auf seiner Homepage finden sich auch Erläuterungen dazu (z.B. bzgl. kleiner Ungenauigkeiten aus den frühen Börsenjahren). Die Rendite ergibt sich ja dann sofort aus Summe / S&P-Stand.
Aktuelle Dividendenrenditen kannst du auch errechnen, indem du den S&P total return (der die Dividenden enthält) durch den S&P teilst und dann entsprechend umrechnest.
Dennoch sollte die Gesamt-Dividendenrendite nicht alleine über die Bewertung des Marktes entscheiden. Sie stellt aber meiner Meinung nach ein untrügliches Zeichen für das Steigerungs-Potenzial in den Bewertungen dar.

Du kannst dir gerne meine anderen Charts unter http://wwwprofis.de/politicus ansehen, z.B. hat der Markt bzgl. GDP-Wachstum zwar auch noch 50% Down-Potenzial nach unten, aber er erscheint demnach längst nicht so überbewertet.
Hallo Politicus,

habe die Quelle dank Deiner Angaben inzwischen gefunden. Die rein rechnerische Erstellung ist mir schon bekannt. Was bedeuten denn die 3 Spalten "Real" hinter dem Consumer Price Index in der Tabelle.

Die Spalte Dividend und Earnings sind ja vermutlich was die einzelnen Monatsangaben anlangt so zu verstehen, daß es die jeweils auf das Jahr bezogenen Gewinne und Dividenden sind, aber aufgrund der aktuell in dem jeweiligen Monat vorhandenen Angaben der Unternehmen oder Informationen. Ist das richtig so ?

Ich habe mir mal die verschiedenen Quellen angesehen. Der wesentliche Unterschied von heute mit hohem KGV (z.B. im Vergleich zu 82 als dem letzten Umkehrpunkt mit hoher Dividendenrendite) ist sicher der, daß damals die Zinsen hoch waren und heute niedrig sind.

Nachdem für die nächste Zeit wohl kaum mit wesentlich steigenden Gewinnen der Wirtschaft zu rechnen ist, große Zinssenkungsspielräume auch nicht mehr bestehen (dort wo sie bestanden und genutzt wurden wie in Japan nichts geholfen haben) müßte es noch einiges Gefährdungspotential geben in Verbindung mit der bereits jetzt noch etrem niedrigen Dividendenrendite.

Siehe dazu auch folgende Adresse von Prof. Dr. F. Malik. Von ihm gab es in einem anderen Thread mal eine Wiedergabe eines Interviews in der FAZ (DJ Abwärtspotential bis auf 1000). Das wurde dann natürlich total zerrissen, aber der Mann scheint mir doch sehr überlegt zu argumentieren.

http://www.mom.ch/cgi-bin/mhsnews/titel/news.pl?FUNC=LIST&TP…

Lies Dir mal ein paar dieser M.o.M.-Aktuell durch. Man muß allerdings m.E. sich dort mit e-mail-Adresse anmelden.

Vielleicht kannst Du ja mal auf Deiner Website noch eine Grafik erstellen wie die erste, bei der zusätzlich die Zinsentwicklung als dritte Kurve eingetragen ist.

Aufgrund aller dieser Angaben neige ich doch dazu im Hinblick auf den DJ mittelfristig Short zu gehen

mfg Dr.Mike
Dr.Mike, nur kurz als Info: Die "real"-Spalten beziehen sich auf inflationsbereinigte Größen.
Danke für den Link, werde mir das mal in Ruhe ansehen.

Der Dow als Leitindex und Stütze der Pensionsfonds ist meiner Meinung mindestens genau so stark von Überbewertungen betroffen wie der marktbreite S&P. Allerdings sind gerade dort einige sehr marktbeherrschende und konjunkturrobuste Unternehmen wie Procter & Gambel, die im Index hoch gewichtet sind.

Bis demnächst...


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