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Dow Jones 5000 Pkt.......Xau 1000$ - 500 Beiträge pro Seite



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Der Herbst wird grauenvoll für die Aktionäre. Für die meisten. Keine Angst, die 5000 werden wir noch nicht sehen. Nicht diesen Herbst. Wir werden wohl noch ein paar Jahre warten müssen. Aber die Richtung steht. Das gleiche gilt für’s Gold.

Im Herbst wird man erkennen das die schon einmal hinausgeschobene Erholung auch
dieses mal nicht eintreten wird. Zur Zeit lebt die Börse nur und ausschließlich von der Hoffnung. Die Gewinnsteigerungen die die Firmen zur Zeit vorweisen können sind größtenteils auf Optimierungen im Fertigungsprozess, Vertrieb oder im Einkauf zurückzuführen. Wahres Wachstum muss mit steigenden Umsätzen einher gehen.
Man wird bald erkennen das dass nicht der Fall ist. Weiter sinkende Kurse werden dafür sorgen das der Konsum nicht anspringen wird. Die nächsten Jahre werden so von der Angst begleitet werden wie die 90ger von der Gier begleitet wurden. Unterstützt durch die neue Technologie Internet, die ein unbegrenztes Wachstum versprach. So wie einst die Eisenbahn und dann die Industrialisierung.
Die Psychologie der Menschen ist heute aber die gleiche wie vor 100 oder 50 Jahren. Und nun, nachdem bald die Hoffnung wieder enttäuscht werden wird, kommt die Angst. Die Spirale wird sich weiter drehen. So wie die letzten hundert Jahre und auch davor. Und weil die Psychologie gleich bleibt, bleibt auch das Anlageverhalten, gesteuert durch Angst und Gier, gleich. Und zwei Dinge verkörpern zum einen das Risiko, zum anderen die Sicherheit.

Aktien und Gold.

Die Großen Haussen starteten immer bei einem DOW-Gold-Ratio (DGR) von unter 5. Die letzte Hausse mit beginn der 80ger bei ca.1,5 und endeten in der Übertreibungsphase z.b. 1929 mit 15 oder ende der 60ger mit 28. Das absolute Top hatten wir 1999 mit ca. 40. Heute sind wir bei ca. 28.
In der Vergangenheit fand in den darauf folgenden Jahren eine Anpassung von Gold und Aktien auf einen DGR kleiner 5 statt. Dieser könnte wie das oben genannte Szenario aussehen.

Natürlich mit immer wiederkehrenden Erholungen die auch im Index mal gute 20% ausmachen können.

So hat jeder seine Thesen. Ich für mein Teil glaube an die Psychologie der Massen. Und die wird sich in den nächsten Jahren so an den Börsen wiederspiegeln.

Profitieren wird, wer sich langfristig Gold oder Goldmienen ins Depot legt. Das was wir in den letzten Monaten beim Gold gesehen haben, ist meiner Meinung nach erst der Anfang.


Um den DGR zu berechnen, Teilt einfach den DOW durch den Goldpreiß.


Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie spüren offenbar klarer und sensibler als viele Befürworter der freien Marktwirtschaft, daß Gold und wirtschaftliche Freiheit untrennbar sind, daß der Goldstandard ein Instrument freier Marktwirtschaft ist und sich beide wechselseitig bedingen. Um den Grund ihrer Feindschaft zu verstehen, muß man zunächst die Rolle des Goldes in
einer freien Gesellschaft verstehen.
Geld ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es ist der Rohstoff, der als Tauschmittel dient, der von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird und der von daher als Bewertungsmaßstab und zur
Wertaufbewahrung für das Sparen dient. Die Existenz eines solchen Rohstoffes ist Voraussetzung für eine arbeitsteilige Wirtschaft. Wenn die Menschen keinen objektiv bewertbaren Rohstoff hätten, der allgemein als Geld akzeptiert werden kann, so wären sie auf primitiven Naturaltausch
angewiesen oder gezwungen, autark auf Bauernhöfen zu leben und auf die unschätzbaren Vorteile der Arbeitsteilung zu verzichten. Wenn die Menschen kein Mittel zur Wertaufbewahrung, d.h. zum Sparen hätten, wären weder eine langfristige Planung, noch ein Austausch möglich.

Welches Tauschmittel von allen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert wird, kann nicht willkürlich bestimmt werden. Zunächst sollte das Tauschmittel dauerhaft sein. In einer primitiven Gesellschaft mit geringem Wohlstand könnte Weizen ausreichend „dauerhaft" sein, um als Tauschmittel zu
dienen, da alle Tauschvorgänge nur während der Ernte oder unmittelbar danach stattfinden würden, ohne daß große Werte gelagert werden müßten. Aber sobald Wertaufbewahrung bedeutsam wird, wie in zivilisierten und reicheren Gesellschaften, muß das Tauschmittel ein dauerhafter
Rohstoff sein, üblicherweise ein Metall.

Ein Metall wird üblicherweise deshalb gewählt, weil es gleichartig und teilbar ist. Jede Einheit ist die gleiche wie jede andere und es kann in beliebiger Menge verformt und vermischt werden. Wertvolle Edelsteine z.B. sind weder gleichartig noch teilbar. Noch wichtiger ist: der als
Tauschmittel gewählte Rohstoff muß ein Luxusgegenstand sein. Das menschliche Bedürfnis nach Luxus ist unbegrenzt und deswegen werden Luxusgüter immer nachgefragt und auch immer akzeptiert. Weizen ist ein Luxusgut in einer unterernährten Gesellschaft, aber nicht in einer Wohlstandsgesellschaft. Zigaretten würden normalerweise nicht als Geld dienen, aber nach dem 2. Weltkrieg wurden sie in Europa als Luxusgut
betrachtet. Der Begriff Luxusgut beinhaltet Knappheit und hohen Wert pro Einheit. Da es einen hohen Wert pro Einheit besitzt, läßt sich solch ein Gut leicht transportieren. Eine Unze Gold z.B. hat den Wert von 1/2 Tonne Eizenerz.

Auf den ersten Stufen einer sich entwickelnden Geldgesellschaft mögen mehrere Tauschmittel benutzt werden, da zahlreiche Rohstoffe die jeweiligen Anforderungen erfüllen können. Mit der Zeit wird jedoch ein Rohstoff alle anderen verdrängen, weil er größere Akzeptanz findet. Die
Vorliebe für das, was der Wertaufbewahrung dienen soll, wird sich auf den am meisten verbreiteten Rohstoff konzentrieren, was diesen wiederum noch mehr Akzeptanz finden läßt. Diese Entwicklung wird sich verstärken, bis dieser Rohstoff zum einzigen Tauschmittel wird. Der Gebrauch eines einzigen Tauschmittels hat große Vorteile, und zwar aus den gleichen Gründen wegen deren eine Geldwirtschaft einer Naturaltauschwirtschaft
überlegen ist. Es ermöglicht einen Austausch in ungleich größerem Umfang. Ob dieses eine Medium nun Gold ist, Silber, Muscheln, Vieh, oder Tabak, ist beliebig und abhängig von dem Umfeld und der Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft. In der Tat wurde dies alles zu verschiedenen Zeiten als
Tauschmittel verwendet. Sogar in unserem Jahrhundert wurden zwei bedeutende Rohstoffe, nämlich Gold und Silber, als internationales Tauschmittel benutzt, wobei Gold das beherrschende wurde. Gold, das sowohl künstlerischen als auch funktionalen Gebrauch findet und relativ
knapp ist, wurde immer als Luxusgut betrachtet. Es ist dauerhaft, leicht zu transportieren, gleichartig, teilbar und hat deshalb bedeutende Vorteile gegenüber allen anderen Tauschmittel. Seit Beginn des 1. Weltkrieges ist es praktisch der einzige internationale Tauschstandard.

Wenn alle Güter und Dienste in Gold bezahlt werden müßten, wären große Zahlungen schwierig zu bewerkstelligen und dies wiederum würde bis zu einem gewissen Grade den Umfang der Arbeitsteilung und Spezialisierung einer Gesellschaft begrenzen. Die logische Fortsetzung der Entwicklung
eines Tauschmediums ist es daher, ein Banksystem und Kreditinstrument (Banknoten und Einlagen) zu entwickeln, die als Stellvertreter funktionieren, aber in Gold umtauschbar sind. Ein freies, auf Gold gegründetes Banksystem ist in der Lage, Kredit zu gewähren und so Banknoten (Währung) und Guthaben zu schöpfen, entsprechend der Produktionserfordernisse der Wirtschaft. Individuelle Goldbesitzer werden durch Zinszahlungen dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr
Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muß der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten. Dies ermöglicht es dem Banker, mehr als seine Goldanlagen auszuleihen (d.h., er hält Forderungen auf Gold statt wirkliches Gold als Sicherheit für seine Einlagen). Aber der Umfang der Ausleihung, die er vornehmen kann, ist nicht willkürlich. Er muß es in ein Gleichgewicht zu seinen Reserven und dem aktuellen Stand seiner Investionen bringen.

Benn Banken Geld ausleihen, um produktive und profitable Unternehmen zu finanzieren, werden die Ausleihungen rasch zurückgezahlt und Bankkredit ist weiterhin allgemein verfügbar. Aber, wenn die mit Bankkredit finanzierten Geschäfte weniger profitabel sind und nur langsam
zurückgezahlt werden, spüren die Banker schnell, dass ihre ausstehenden Darlehen zu hoch sind im Verhältnis zu ihren Goldreserven und sie fangen an, mit neuen Ausleihungen zurückhaltender zu sein, üblicherweise, indem sie höhere Zinsen berechnen. Dies begrenzt die Finanzierung neuer
Unternehmungen und erfordert von den bestehenden Schuldnern, daß sie ihre Gewinnsituation verbessern, bevor sie Kredite für weitere Expansionen bekommen können. Daher wirkt unter dem Goldstandard ein freies Banksystem als Hüter von ökonomischer Stabilität und ausgeglichenem Wachstum.

Wenn Gold von den meisten oder gar allen Nationen als Tauschmittel akzeptiert wird, so begünstigt und fördert ein ungehinderter freier Goldstandard weltweit die Arbeitsteilung und einen umfangreichen internationalen Handel. Obwohl die Tauscheinheiten (Dollar, Pfund, Franc etc. ) von Land zu Land uneinheitlich sind, so funktionieren die Wirtschaften der einzelnen Länder doch wie eine einheitliche Wirtschaft, wenn die Einheiten alle in Gold definiert sind und sofern es keine Behinderungen für Handel und freie Kapitalbewegungen gibt. Kredite, Zinsen und Preise
reagieren dann nach gleichartigen Mustern in allen Ländern. Wenn zum Beispiel die Banken in einem Land zu großzügig Kredit gewähren, gibt es in diesem Land eine Tendenz zu fallenden Zinsen, was die Goldbesitzer veranlasst, ihr Gold zu Banken in anderen Ländern zu verlagern, wo es höhere
Zinsen bringt. Dies wird unmittelbar zu einer Knappheit an Bankreserven in dem Land mit den lockeren Kreditbedingungen führen, was wieder zu strengeren Kreditbedingungen und zu einer Rückkehr zu wettbewerbsgerechten höheren Zinsen führt.

Ein vollkommen freies Banksystem und ein damit übereinstimmender Goldstandard wurde bisher noch nie verwirklicht. Aber vor dem 1. Weltkrieg war das Banksystem in den Vereinigen Staaten (und dem größten Teil der Welt) auf Gold gegründet, und obwohl die Regierungen zuweilen
intervenierten, war das Bankgeschäft doch überwiegend frei und unkontrolliert. Gelegentlich hatten sich die Banken, aufgrund zu schneller Kreditexpansion, bis an die Beleihungsgrenzen ihrer Goldreserven exponiert, worauf die Zinssätze scharf anzogen, neue Kredite nicht gewährt
wurden und die Wirtschaft in eine scharfe, aber kurze Rezession fiel (im Vergleich zu den Depressionen von 1920 und 1932 waren die Konjunkturabschwünge vor dem 1. Weltkrieg in der Tat milde). Es waren die begrenzten Goldreserven, die eine ungleichgewichtigte Expansion der Geschäftstätigkeit stoppten, bevor sie sich zum Desaster entwickeln konnte, wie es nach dem ersten Weltkrieg geschah. Die Korrekturphasen
waren kurz und die Wirtschaft fand schnell wieder eine gesunde Basis für weitere Expansion.

Aber der Heilungsprozess wurde als Krankheit fehlinterpretiert. Wenn der Mangel an Bankreserven einen Konjunkturabschwung bewirkte - so argumentierten die Wirtschaftsinterventionisten - warum finden wir dann nicht einen Weg, um den Banken zusätzliche Reserven zur Verfügung zu stellen, so daß sie nie knapp werden müssen. Wenn die Banken unbegrenzt fortfahren können, Geld zu verleihen - so wurde behauptet - muß es keine Konjunkturrückschläge mehr geben. Und so wurde 1913 das Federal Reserve System organisiert. Es bestand aus 12 regionalen Federal
Reserve Banken, die nominal zwar privaten Bankern gehörten, die aber in Wirklichkeit vom Staat gefördert, kontrolliert und unterstützt wurden. Von diesen Banken geschöpfter Kredit wird praktisch (nicht gesetzlich) von der Steuerkraft der Bundesregierung unterlegt. Technisch blieben wir beim
Goldstandard; Privatpersonen war es noch erlaubt, Gold zu besitzen und Gold wurde auch noch als Bankreserve benutzt. Aber jetzt konnte zusätzlich zum Gold auch noch von den Federal Reserve Banken geschöpfter Kredit (Papiergeldreserven) als legales Zahlungsmittel dienen, um die Einleger zu befriedigen.

Als die Konjunktur in den Vereinigten Staaten 1927 einen leichten Rückschlag erlitt, schöpften die Federal Reserve Banken zusätzliche Papiergeldreserven in der Hoffnung, damit jeder Knappheit von Bankreserven zuvorzukommen.

Katastrophaler jedoch war der Versuch der Federal Reserve, Großbritannien zu helfen, welches Gold an uns verloren hatte, weil die Bank von England sich weigerte, die Zinsen steigen zu lassen, wie es der Markt erfordert hätte (dies war politisch unerwünscht). Die Argumentationslinie der
beteiligten Instanzen war wie folgt: Wenn die Federal Reserve massiv Papiergeldreserven in die amerikanischen Banken pumpt, würden die Zinsen in den Vereinigten Staaten auf ein Niveau fallen, das mit dem in Großbritannien vergleichbar ist. Dies würde dazu führen, daß die englischen
Goldabfluesse gestoppt würden und politische Unannehmlichkeiten, die mit einer Zinsanhebung verbunden sind, so vermieden würden. Die „Fed" hatte Erfolg: Sie stoppte die Goldverluste, aber gleichzeitig zerstörte sie fast die Weltwirtschaft. Der übertriebene Kredit, den die Fed. in die Wirtschaft pumpte, floß in den Aktienmarkt - und löste einen fantastischen spekulativen Aktienboom aus. Verspätet versuchten die Federal Reserve Beamten die Überschußreserven abzusaugen und es gelang ihnen schließlich, den Boom zu brechen. Aber es war zu spät: 1929 war das spekulative Ungleichgewicht so überwältigend, daß dieser Versuch einen scharfen Rückgang noch beschleunigte mit einem daraus folgenden Zusammenbruch des Geschäftsvertrauens. Im Ergebnis brach die amerikanische Wirtschaft ein.

Großbritannien ging es noch schlechter und statt die vollen Konsequenzen der vorherigen Fehlentscheidungen zu akzeptieren, verließ es 1931 den Goldstandard komplett und zeriss so völlig das Netz von Vertrauen, das noch geblieben war, was zu einer weltweiten Serie von Bankzusammenbrüchen führte. Die Weltwirtschaft verfiel in die große Depression der 30er Jahre.

Mit der gleichen Logik, der sich auch die vorangehende Generation bediente, argumentierten die Interventionisten, daß in erster Linie der Goldstandard verantwortlich war für das Debakel, das zur großen Depression führte. Wenn der Goldstandard nicht existiert hätte, so argumentierten sie, hätte Englands Abgehen von Goldzahlungen in 1931 nicht die Bankzusammenbrüche in der ganzen Welt verursacht. (Die Ironie dabei war, daß wir seit 1913 keinen Goldstandard mehr hatten, sondern so etwas wie einen „gemischten Goldstandard", gleichwohl wurde die Schuld aufs Gold geschoben)

Aber die Gegnerschaft gegen den Goldstandard in jeder Form - durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern - wurde von einer viel subtileren Erkenntnis gespeist - nämlich der Erkenntnis, daß der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten (dem Wahrzeichen der Wohlfahrtsstaaten). Wenn man den akademischen Sprachschleier einmal wegzieht, erkennt man, daß der Wohlfahrtsstaat lediglich ein Mechanismus ist, mit welchem die Regierungen Vermögen der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft konfiszieren, um zahlreiche Wohlfahrtsprojekte zu finanzieren (unterstützen). Ein großer Teil der Vermögenskonfiskation erfolgt durch Steuereinziehung. Aber die Wohlfahrtsbürokraten haben schnell erkannt, daß die Steuerlast begrenzt werden mußte, wenn sie an der Macht bleiben wollten und daß sie auf massives deficit spending ausweichen müssen, d.h. sie müssen Geld borgen, indem sie Staatsanleihen auflegen, um im großen Stil Wohlfahrtsausgaben zu finanzieren.

Unter einem Goldstandard wird der Kreditumfang, den eine Wirtschaft verkraften kann, von den realen Sachwerten der Wirtschaft begrenzt, weil jedes Kreditverhältnis letztlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert ist. Aber Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt,
sondern nur durch das Regierungsversprechen, aus künftigen Steuereinnahmen zu bezahlen. Sie können daher nicht ohne weiteres von den Finanzmärkten aufgenommen werden. Eine große Menge neuer Staatsanleihen kann der Öffentlichkeit nur zu ständig steigenden Zinssätzen verkauft werden. Deshalb ist staatliche Schuldenfinanzierung unter einem Goldstandard eng begrenzt. Die Abschaffung des Goldstandards
ermöglichte es den Verfechtern des Wohlfahrtsstaates, das Banksystem für eine unbegrenzte Kreditexpansion zu mißbrauchen. In Form von Staatsanleihen haben sie Papiervermögen erzeugt, welches die Banken, nach einer komplexen Folge von Schritten, wie Realvermögen als Sicherheit akzeptieren, gleichsam als Ersatz für das was früher eine Einlage in Gold war. Der Inhaber einer Staatsanleihe oder eines auf Papiergeld gegründeten Bankguthabens glaubt, er hat einen gültigen Anspruch auf Realwerte. In Wirklichkeit sind aber mehr Ansprüche auf Realwerte im Umlauf, als Realwerte vorhanden sind.

Das Gesetz von Angebot und Nachfrage läßt sich nicht aufheben. Wenn das Angebot an Geld (Ansprüchen) im Verhältnis zum Angebot von realen Guetern in der Wirtschaft steigt, müssen die Preise unweigerlich steigen. Das heißt, Erträge, die von den produktiven Teilen der Gesellschaft
erspart wurden, verlieren in Gütern ausgedrückt an Wert. Unter dem Strich der Bilanz ergibt sich dann, daß dieser Verlust genau den Gütern entspricht, die von der Regierung zu Wohlfahrts- und anderen Zwecken erworben wurden mit dem Geld aus Staatsanleihen, die über Kreditexpansion der Banken finanziert wurden.

Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht
wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d. Ü.). Wenn z. B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.

Salut
Les nicht so viel "Sicheres Geld" oder "Value Investor"!!!!

Aber ich bin ähnlicher Meinung!!!
hey..shorties .kauft..kauft..alles..jetzt !!

Put..Put..Putttt..die Hühner

:):):)
Der C&P hat wohlweislich den Namen des Autoren des zweiten Artikels vergessen.
Alan Greenspan :D
Dann muss es ja stimmen. :laugh:

-
Ich habe auch etwas zu C&P, weil ich so bös bin. :D Den Autor kenne ich leider nicht. Der Text ist auch diverse mal kopiert worden, der Autor dabei verloren gegangen.

_________________________________________
Folgt auf die Aktienblase jetzt eine Goldblase ?

Der große Spekulations-Zyklus besteht bekanntermaßen aus drei Teilen, hier am Beispiel von Aktien:

Kaufe Aktien in moderaten Mengen über einen größeren Zeitraum, so daß der Preis nicht oder nur langsam steigt.
Schaffe ein Aktienklima, damit die breite Masse "in Aktien geht". Die steigende Nachfrage treibt die Kurse hoch. Verkaufe die Aktien mit Gewinn, nicht zuviele auf einmal, sonst stagniert der Kurs.
Sobald das Spekulationsfieber erst einmal grassiert, kann man sich ruhig zurücklehnen. Die "Blase" bildet sich von allein.
Nachdem der "Rahm abgeschöpft" ist, verschwindet das Aktienklima meist wieder. Ein paar "kleine" Betrügereien sind ganz nützlich, fördern sie doch den Stimmungsumschwung bei der Masse.
Löse eine handfeste Panik aus, damit die Masse ihre Aktien Hals über Kopf verkauft. Der Kurssturz trägt sich selbst. Sobald die Kurse im Keller sind, kaufe die Aktien solider Firmen billig auf.

Dieser dritte Punkt ist ziemlich wichtig - nur so kommen die Aktien zu ihren "Eigentümern" zurück. Außerdem winkt hier der größte Gewinn - sofern die Kleinanleger wirklich "wie die Hasen" aus dem Aktienmarkt fliehen, ohne darauf zu achten, was sie da eigentlich verkaufen.
Denn im Gegensatz zu Gold werfen (solide) Aktien eine Dividende ab!
Und deswegen erinnert mich die Aktion an das Märchen vom "Hans im Glück". Es ist der Versuch, den Kleinanlegern ihre zwar überteuert gekauften, aber doch nicht ganz wertlosen Aktien abzuschwatzen gegen völlig nutzloses Gold, pardon: "später wertlose Aktien und Anleihen" gegen "wirkliche Ersparnissicherheit" (SPIEGEL).

Dummerweise sind die Anleger inzwischen etwas mißtrauisch geworden. Wenn sich also jetzt Analyst XYZ hinstellt: "Aktien sind doch nur etwas für alte Herren, die Zukunft steckt im Gold!", wer würde ihm noch glauben?
Man muß also geschickter vorgehen. Also werden langsam Meldungen lanciert, der aktuelle Goldpreis sei manipuliert, "künstlich" niedrig gehalten. In der Hoffnung, daß Onkel Heinz sich unwahrscheinlich clever vorkommt, wenn er jetzt schlußfolgert: "wenn der Preis künstlich niedrig gehalten wird, das geht bestimmt nicht lange gut - Gold wird also demnächst teurer, das ist vielleicht doch ein sicheres Geschäft, mal sehen: wieviel hab` ich denn noch auf dem Sparbuch".

Es lohnt sich, die Beiträge der FAZ und des SPIEGEL einmal in aller Ruhe zu lesen, und auf ihre unterschwellige Wirkung hin zu untersuchen.

Zunächst werden die "Fakten" vorgestellt und eine gewisse "Vertraulichkeit" vermittelt. Dabei knüpft man geschickt am Frust der geprellten Kleinanleger an:
Die FAZ bestätigt damit, dass die Nachrichtenagenturen falsche Informationen verbreiten. Dies ist auf die gewaltigen Interessen der Investmentbanken und Hedge Fonds zurückzuführen. Die Mehrzahl der Schätzungen über die Shortpositionen liegt bei etwa 8000 t Gold. Ein Anstieg des Goldpreises nur um 100 $/oz würde für die Halter der Shortpositionen einen Verlust von 25 Mrd $ bedeuten. Es liegt auf der Hand, dass diese finanziellen Interessen dazu verleiten, den Nachrichtenagenturen falsche Informationen über Gold zuzuspielen, um den Preis nach unten zu drücken.

Onkel Heinz: "Wahnsinn: wer jetzt Gold kauft, macht nicht nur einen guten Reibach, nein, er kann auch diesen Aasgeiern eins auswischen!" :laugh:

Es gibt eine klare und umfangreiche Manipulation der Zentralbanken, großen Spekulanten und den internationalen Investmentbanken, die den Goldpreis auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gedrückt haben. Das wiederum bietet für vorausschauende Investoren die beste Kaufgelegenheit seit Mitte der 70er Jahre.

Onkel Heinz: "Na, wenn das so klar ist, da kann doch nichts schief gehen. Und der SPIEGEL sagt es ja auch:"

Spiegel, 2/01) Kommentar: Es ist mehr als deutlich, daß der Goldpreis tatsächlich manipuliert ist, um einmal eine Pleitewelle von Spekulanten und damit einen Systemzerfall zu verhindern und um die Anleger weiter in später wertlose Aktien und Anleihen zu drängen.

Onkel Heinz: "Fiese Schweine sind das. Aber zum Glück ist das ja nun rausgekommen..." :laugh:

Wir dürfen gespannt sein, ob die Klage vom zuständigen Richter in Boston angenommen wird. Dann müßten Greenspan und die Vertreter der Investmentbanken unter Eid aussagen. Vor allem aber wird es in den nächsten Wochen interessant zu beobachten, wie die Medien reagieren.

Die Erwähnung der Justiz schafft ein gewisses Gefühl von "Rechtsstaatlichkeit".
Das wiederum ist ein Trick aus der Mottenkiste: da wurde gerade erst die Klage eingereicht, und bis der zuständige Richter entschieden hat, ob er sich mit solchem Schwachsinn überhaupt beschäftigen möchte, köchelt man das Thema in den Medien gar.

Noch eine kleine Portion Mißtrauen gesät:
Offiziell verweigert das Basler Institut - ebenso wie die Deutsche Bank - jeden substanziellen Kommentar, die US-Notenbank ließ eine Anfrage zu der Klage unbeantwortet.,
und damit die nächste - sehr klare Aussage - übertüncht:
Die Vorwürfe sind happig: "Minengesellschaften, ihre Arbeiter und Eigentümer werden durch den niedrigen Goldpreis in den Ruin getrieben", sagt Howe.

Tja, Onkel Heinz, da wirst Du wohl den armen, ruinierten Minenbesitzern ein wenig unter die Arme greifen müssen... :laugh:


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Aber lassen wir Onkel Heinz ruhig noch ein wenig vom großen Reichtum träumen und schauen wir uns den nächsten Köder an:
Es gibt eine wachsende Zahl von abtrünnigen Einzelgängern überall in der Weit, antizyklische Investoren, die die Zeichen an der Wand sehen und ruhig, aber aggressiv Gold zwischen 270 und 320 $/oz aufkaufen. Zu diesen zählen einige extrem reiche und langfristig orientierte Investoren in Amerika, Europa, dem Mittleren Osten und Südostasien, die die Verwundbarkeit des Finanzsystems und die unbeschreibliche Überbewertung der US-Aktien erkannt haben.

Nun, so "aggressiv" können sie Gold nicht aufgekauft haben, sonst wäre der Preis schon eher explodiert. Der Rest stimmt wahrscheinlich (Teil 1 des Spekulations-Zyklus!) - und da sollte Onkel Heinz eigentlich stutzig werden: der "Einzelgänger"-Trip funktioniert nämlich nur, solange die Masse draußen bleibt!
Und da fragt man sich doch: warum drucken die Massenblätter FAZ und SPIEGEL ausgerechnet jetzt solche Meldungen?

Aber, aber, Onkel Heinz, wer wird denn da auf einmal anfangen, lange nachzudenken? - Willst Du etwa Deine große Chance verpassen?
OK, ein bißchen zögern darfst Du ja, denn: Wenn das Weltfinanzsystem kollabiert und der Goldpreis in die Stratosphäre explodiert, wird es keine wirkliche Rolle spielen, ob das Gold bei 280, 320, 360 oder 400 $/oz gekauft wurde.
Aber wirklich nur ein bißchen, sonst ist der Zug weg: Wenn die globale finanzielle Implosion beginnt, werden nur wenige Anleger die Chance haben, in Gold zu investieren. Bereits jetzt gibt es Engpässe bei der weltweiten Versorgung mit Goldmünzen. Wenn die Krise beginnt, werden über Nacht keine Münzen mehr erhältlich sein.

Deutlicher kann man es eigentlich nicht formulieren: die Lager quellen über, und der Marketingchef greift in die Trickkiste: "LETZTE GELEGENHEIT!". Das kennt man eigentlich vom Flohmarkt und bunten Werbeblättchen.

Die Verkäufe von US-Goldmünzen haben sich in den letzten 18 Monaten vervierfacht und erreichen das höchste Niveau seit 19 Jahren.
"Bereits Tausende zufriedene Käufer!" :laugh:

Und als ob das alles nicht reichen würde, gibt`s noch einen Nachschlag: Große Teile der Goldproduktion liegen in der Verlustzone, so dass die Goldproduktion durch Minenschließungen demnächst sinken wird.

Damit auch der Dümmste begreift, daß Gold jetzt bald wirklich mächtig knapp sein könnte.
Aber wenn sich alle ins Zeug legen, und fleißig "Schnäppchen" kaufen, vielleicht rutschen die Minen ja wieder in die Gewinnzone...

Für den gebildeteren Wohlstandsbürger darf natürlich eine Kalkulation nicht fehlen. Da können Multi-Level-Marketing-Experten glatt vor Neid erblassen:
Nur "50" Millionen auf wirkliche Ersparnissicherheit bedachte europäische Kleinanleger oder Sparbuchbesitzer bekunden ihren Willen zum Kauf von jeweils nur 10 Goldmünzen zu je einer Unze, und der Goldpreis würde regelrecht explodieren.

Man beachte den geschickt getarnten Konjunktiv!!
Der ganze Satz, so wie er dasteht, ist nämlich grammatisch falsch.
Richtig wäre: "Nur 50 Mio ... Kleinanleger, die ihren Willen ... bekunden, und der Goldpreis würde ... explodieren." oder: "Falls nur 50 Mio ... Kleinanleger ihren Willen ... bekundeten, dann würde der Goldpreis ... explodieren."

Aber dieser sprachliche "Lapsus" erlaubt, ein paar Sätze später aus den 50 Millionen potentiellen Käufern echte "Kaufwillige" zu machen:
Alle 50 Millionen Kaufwillige zu beliefern (=15.550 Tonnen) ist nicht möglich, da sogar weltweit diese Menge an Goldmünzen nicht zur Verfügung stünde.

Bezeichnenderweise liefert der Artikel im letzten Teil dem aufmerksamen Leser auch gleich noch die Begründung, warum er besser die Finger vom Gold lassen sollte - zumindest als "wirkliche Ersparnissicherheit":
Wenn, rein theoretisch, alle verfügbaren Goldbestände ca. 32.000 t der Noten- und ca. 13.000 t der Investmentbanken auf den Markt geworfen werden, sinkt der Goldpreis ins Bodenlose, vielleicht annähernd auf Null.

Ob die FAZ dann auch groß "Manipulationen am Goldmarkt" titeln würde?


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Die ganzen Zahlenspiele am Ende des Artikels sind durchsetzt mit Milchmädchen-Rechnungen. Zum Beispiel die Idee, bei einem explodierten Goldpreis die Staatsschulden tilgen zu können:
Der theoretische Goldpreis, um die Gesamtverschuldung der BRD zu tilgen, müßte dann bei 15.300$ pro oz. liegen.

Zum einen ist dieser Preis pure "Phantasie". Mag sein, daß einige Goldminen bei $300/oz nicht rentabel sind - spätestens bei $1000/oz. dürften sich die Förderung wieder lohnen. Und bei $10.000/oz. könnte sogar die Goldgewinnung aus Meereswasser ins Blickfeld rücken. So hohe Goldpreise ließen sich also bestenfalls nur sehr kurzfristig erzielen.

Und zum anderen reichen die Ersparnisse der vielen Onkel Heinz überhaupt nicht aus, um die 2,3 Bio DM für die Schuldentilgung aufzubringen. Die Reichen werden sich aber so teures Gold kaum aufschwatzen lassen...
:laugh:

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