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Aussenpolitik Schröders ist ein Desaster - 500 Beiträge pro Seite



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Gerade auf der Pressekonferenz zur Irak-Krise, fragte ein Journalist, ob Deutschland den Allieirten den Luftraum und deutsche Basen zur Verfügung stellen würden. Scheinbar unvorbereitet auf solch kritische Fragen, wich Schröder aus, er könne nicht zu jedem "kleinen Detail" eine Antwort geben. Der Journalist hackte jedoch weiter nach, das dies eine sehr wichtige Frage für unsere Aliierten sei. Indirekt würde sich so auch Deutschland am Krieg gegen den Irak beteiligen.


Ein Hampelmann, dieser Schröder
quelle www.welt.de

unter forum (kommentare von redakteuren)


Der Irak und das I-Wort

Zur großen Koalition aller Parteien gegen eine deutsche Beteiligung an der Beseitigung Saddam Husseins - Kommentar

Von Alan Posener

....
Ein Wort nehmen unsere Politiker dabei nicht in den Mund: Das I-Wort. Von Israel ist tunlichst nie die Rede. Dabei weiß jeder, dass sich Saddams Massenvernichtungswaffen zuallererst gegen den Judenstaat richten, und dass Israel dagegen keinen Schutz hat als die Drohung mit atomarer Vergeltung. Saddam träumt davon, als neuer Saladin in die Geschichte einzugehen - und sei es als größter Selbstmordattentäter aller Zeiten, der das eigene Volk mit in den Abgrund reißt. Amerika hat klar gemacht, dass es zu seinen "Freunden" steht; damit ist im Kontext des Nahen Ostens vor allem Israel gemeint. Wie ist es mit Deutschland? Ist der Verteidigungsminister bereit, auch in Tel Aviv die Behauptung zu wiederholen, vom Irak gehe keine Gefahr aus? Empfindet Deutschland die Drohung eines erneuten Holocaust an den sechseinhalb Millionen, die in den engen Grenzen Israels leben, als etwas, das auch dieses Land angeht? Oder ist wieder einmal Wegsehen angesagt?


was würde schröder in solch einem falle machen? :rolleyes:
Das Problem ist, dass Schröder (aus wahlpolitischen Gründen) etwas anderes sagt, als er meint.

Schröder mein, dass er Irak nicht angreifen will, nur um Sadam Hussein auszulöschen.

Er sagt jedoch, dass er in KEINEM Fall Truppen nach Irak schicken möchte, um hiermit alle Wähler anzusprechen, die grundsätzlich gegen einen Krieg sind.

Wenn Israel angegriffen werden sollte oder ein UN-Mandat vorliegt, würde er sagen, dass Deutschland natürlich seinen Freunden hilft, wenn diese Angegriffen werden.

Wenn das so zutrifft, wäre das meiner Meinung nach ein Betrug an den Wählern.

Die CDU/CSU hat hier eine wesentlich vernünftigere Außenpolitik, die nicht im Vorfeld Optionen ausschließt und auch auf einem gemeinsamen Weg mit der EU ziehlt. Auch die CDU/CSU will keinen Krieg - jedoch werden hier die Wähler auch nicht angelogen, dass es im Extremfall zu kriegerischen Maßnahmen kommen kann ob nun direkt oder indirekt.
Er würde genau das sagen, was er seit Anfang an versucht klar zu machen: Er will erzwingen, dass die Waffeninspekteure ihre Arbeit im Irak wieder aufnehmen können. Er will jedoch keine davon unabhängige, militärische Abenteuer eingehen.
Aussenpolitisch ist das ein Desaster: Schröders Aussagen bedueten schlichtweg nur eines. Nämlich das er, weil er seine Haut retten will, bereit ist, seine Freunde im Stich zu lassen. Nicht umsonst spricht man von uns Deutschen schon als "German Sissies". :(
@someone:

Echt? Schröder ist für eine Beteiligung der Bundeswehr an militärischen Angriffen auf den Irak, sofern diese der Durchsetzung von Waffeninspektionen dienen?

Halte ich für eine vernünftige Position. Habe sie nur so noch nie von ihm gehört.
Thierri,
warum diese Wortverdrehereien?
Ich denke Du hast unter anderem `das Duell` gesehen.
Schröder sagte sehr deutlich: Deutschland wird sich nicht an einem Krieg der USA beteiligen, dessen Ziel es ist, Saddam Hussein zu stürzen.
Deutschland fühlt sich durch die UN gebunden. Militärischen Druck auf Irak auszuüben, um Inspektoren ins Land zu bekommen, hat er explizit befürwortet.
Nochmal: Kein Krieg aus dem Antrieb, Saddam zu beseitigen.
Es wird ein Krieg abgelehnt, der aus diesem Antrieb heraus geführt wird. Keine Beteiligung an einem Krieg zur Veränderung einer politischen Konstellation.

Eine Unterstützung der UN zur Durchsetzung der Resolutionen wurde klar zugesagt.

Ist das schon zu kompliziert?
04092002 Bild.de

US-Botschafter kritisiert Deutschland

Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, hat vor einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen Deutschland und den USA gewarnt. Grund: Die ablehnende Haltung der Bundesrepublik zu einem möglichen Krieg gegen den Irak.

Deutschland drohe sich mit seiner Position außerdem in der Europäischen Union zu isolieren, sagte Coats.
Thierri,
Du schreibst:"Nicht umsonst spricht man von uns Deutschen schon als "German Sissies". "

Wenn Du meinst, Außenpolitik sollte nach dem Gesichtspunkt gemacht werden, daß man nachher als Held dasteht, der sich was getraut hat. Wenn Du meinst, Außenpolitik wäre das richtige Feld, um zu zeigen, `wer den Größten` hat,
dann frag` mal bei der FDP, ob sie Dich wirklich als Mitglied haben wollen.
Genscher würde Dich dafür ohrfeigen. Garantiert!
Mann, ziehe diese Partei nicht so in den Dreck, indem Du Dich ständig in ihre Nähe rückst!
Ihr Verbrecher! Lebenslanger Knast steht euch zu! Hier geht`s nicht darum, Freunde im Stich zu lassen, sondern sich an einem Verbrechen nicht zu beteiligen. Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass Bush vorhat, eine irakische Demokratie oder Republik zu errichten. Es gibt etliche Staaten, in denen es schlimmer aussieht. Es geht nur um Öl und darum von anderen Problemen abzulenken. Und Schröder ist nicht mehr bereit, sich in die Riege dieser Kriegsverbrecher einzureihen. Wer Krieg fordert, fordert den Tod unzähliger Menschen. Und das ist nicht notwendig.
Ihr fordert einen Krieg - für mich seid ihr Verbrecher.
gletscher,
daß Coats verlauten läßt "Deutschland drohe sich mit seiner Position außerdem in der Europäischen Union zu isolieren, sagte Coats.", ist seine Aufgabe.

Momentan vertritt jedoch ausschließlich Großbrittannien einen ähnlichen Standpunkt wie die USA.


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