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Das Ende der Baisse - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo,
ich bin seit langer Zeit sehr pessimistisch gegenüber den Aktienmärkten eingestellt und glaube auch nicht an eine baldige Erholung.
Meine Überlegung ist nur, wie lange die Baisse noch anhalten wird.
John Templeton bspw. geht von einer Abwärtsbewegung aus, die in etwa die Hälfte der Zeit des Aufschwungs andauern könnte. Das wären dann in etwa noch 6 1/2 Jahre, denn 2 1/2 Jahre haben wir hinter uns, und die Hausse startete Anfang der 80er.
Jedenfalls schenke ich Statements von Leuten wie Templeton, die über eine enorme Erfahrung verfügen, immer sehr viel Beachtung.
Nun ja, was meint Ihr ?
Auch in einer Baisse gibt es Aktien die steigen. Genauso wie in einer Hausse nicht alle Aktien steigen. Wenn man nicht gerade auf Indices setzt ist sekundär ob wir uns in einer Baisse oder einer Hausse befinden.
Also sowas, wieso schenkt ihr denn Leuten Gehör, die keine Ahnung haben? Die Baisse endet genau diesen Freitag, nicht gewusst? Schnell noch rein in CALLs bevors zu spät ist.
@RadiRadiesel
" Also sowas, wieso schenkt ihr denn Leuten Gehör, die keine Ahnung haben?..."
Machen wir ja nicht. Deshalb folgen wir auch nicht Deiner Empfehlung :D
Thread: Warum die Indizes fallen werden.


Die Panikphase hat begonnen

Der angesehene technische Analyst Paul Desmond hat die Kurshistorie der letzten 70 Jahre an Wall Street untersucht, um herauszufinden, wie man einen bevorstehenden Boden an den Märkten erkennt. Desmond hat eine Regel gefunden, die nach seinen Angaben mit hoher Sicherheit eine Bodenbildung anzeigt. Diese Regel wurde im gestrigen Handel erstmals in der gegenwärtigen Baisse erfüllt.

Verkürzt gesagt hat der Analyst und Börsenbriefschreiber entdeckt, dass von einem finalen Sell-Off ausgegangen werden kann, wenn 90 Prozent des gehandelten Volumens auf fallende Aktien entfällt (Downside Volume) und die insgesamt erzielten Kursverluste (Points Lost) mindestens 90 Prozent der Summe aus allen Kursgewinnen und -Verlusten ausmachen. Sind diese Kriterien erfüllt, spricht Lowry von einem 90 Percent Downside Day.

Am Dienstag entfiel 92,2 Prozent des gehandelten Volumens auf fallende Aktien und die Points Lost erreichten einen Wert von 94,2 Prozent. Damit wurde die Bedingung für einen finalen Sell-Off erfüllt. Beim bisherigen Jahrestief der amerikanischen Indizes im Juli war das nicht der Fall und im vergangenen September auch nicht.

Neue Tiefststände

"Damit haben wir ein starkes Signal, dass sich erst jetzt richtige Panik unter den Investoren ausbreitet und die Juli-Tiefs noch einmal deutlich unterboten werden", kommentierte der Börsenprofi die gestrige Sitzung.

An der Nasdaq wurden noch nicht beide Kriterien erfüllt. Das Downside-Volumen lag zwar bei 94,2 Prozent, die Points Lost aber nur bei 88,5 Prozent. "In der Nasdaq stehen die Paniktage noch bevor", urteilt der Experte.

Die gute Nachricht: Erst mit 90 Prozent Downside Days erhält die Börsen einen brauchbaren Boden für einen nachhaltigen Kursanstieg. Die schlechte Nachricht: Es kann eine ganze Reihe derartiger Handelstage geben, bevor der Trend dreht. Dies ist nach Desmond der Fall, wenn es zu 90 Percent Upside Days kommt, also sozusagen Panikkäufen. Dass wir davon noch ein gutes Stück entfernt sind, merkt sicherlich jeder.

© 04.09.2002 www.stock-world.de
Der Mann ist sicher short.

Zu welchem Gangstersyndikat gehört der denn?
Zu Merrill Lynch?
ftd.de, Do, 5.9.2002, 3:00
Einstige Highflyer in der Krise
Von Martin Diekmann

Aktienfonds mussten in der Baisse schwere Verluste hinnehmen. Doch mit Blick auf die Altersvorsorge führt langfristig kein Weg an ihnen vorbei.



Selbst die Besten bieten nur Magerkost


Statt Euphorie Ernüchterung, statt Erfolgserlebnis Frust. Nach den Kursstürzen an den Weltaktienmärkten lecken Aktienanleger ihre Wunden. Viele kehrten Dividendenpapieren den Rücken. Zwar sprechen die Verantwortlichen in der Fondsbranche ungern über Mittelabflüsse. Hinter vorgehaltener Hand ist aber schon mal die Rede davon, dass Investoren Beträge in Milliardenhöhe abgezogen haben. Wer entgegen all den guten Ratschlägen Fondsanteile auf Kredit gekauft hatte, für den bedeutete der Kursverfall nicht selten den finanziellen Ruin.

Enttäuschung und Wut sind verständlich, denn bereits jetzt ist klar, dass es Jahre dauern kann, bis die Verluste kompensiert sind. Doch eines ist auch klar: Mit Blick auf die Altersvorsorge führt an Aktienfonds langfristig kein Weg vorbei. Dabei liegt hier die Betonung auf dem Wort langfristig.



Finger weg von einstigen Wachstumsbranchen


Als Lehre aus den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit sollten Investoren bei der Fondsauswahl noch stärker darauf achten, welches Produkt am ehesten ihren Anlagezielen entspricht. Das heißt: Finger weg von Technologie-, Internet-, Telekom- und anderen (ehemaligen) Wachstumsbranchen. Denn die einstigen Lieblinge sind zum gezielten Vermögensaufbau allenfalls als Beimischung geeignet. Mehr als zehn Prozent sollte ihr Gesamtanteil am Depot nicht betragen.


Das Hauptaugenmerk sollte vielmehr auf international investierenden, breit diversifizierten Aktienfonds liegen. Damit konnten Anleger in den vergangenen zehn Jahren Renditen von 200 Prozent und mehr erzielen - allen Börsenflauten, Kursstürzen und Horrormeldungen über Bilanzfälschungen zum Trotz.


Doch selbst bei optimalen konjunkturellen Rahmenbedingungen schafft nicht jeder Aktienfonds eine herausragende Performance. Zudem bedeutet eine gute Wertentwicklung in der Vergangenheit beileibe nicht, dass der Fonds auch in Zukunft mit positiven Ergebnissen aufwarten wird.



Die entscheidenden Punkte bei der Auswahl:


Von entscheidender Bedeutung ist die Anlageregion. Weltweit oder europaweit anlegende Fonds sollten auf der Liste ganz oben stehen. Diese global investierenden Fonds sind bei einem Börsenaufschwung zwar in den meisten Fällen nicht in der ersten Reihe zu finden. In dieser Zeit laufen ihnen Themen- oder Regionenfonds den Rang ab. Dafür müssen breit streuende Fonds in schwachen Börsenphasen aber nicht so viele Federn lassen.


Natürlich achten Anleger bei der Auswahl der Fonds besonders auf die in der Vergangenheit erzielte Performance. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, allerdings sollte der Fokus auf der langfristigen Entwicklung eines Fonds liegen. Dazu betrachtet man am besten die Wertentwicklung der vergangenen fünf oder zehn Jahre. Nur so kann man relativ sicher sein, dass ein Fonds seine positive Performance nicht kurzfristigen spekulativen Investmententscheidungen des Managements verdankt, sondern dass der Manager in der Lage ist, ein langfristig gutes Ergebnis zu erzielen. Aufschluss kann unter Umständen der Blick auf einen Langfristchart geben, etwa wie volatil, das heißt schwankungsanfällig, der Fonds in der Vergangenheit war. Eine Information, die man aus den reinen Performance-Zahlen nicht ableiten kann. Volatile Fonds sollten jedoch nur Anleger in die nähere Auswahl ziehen, die auch mit starken Schwankungen leben können.


Uneinigkeit herrscht bei Experten über die Bedeutung des Anlagestils. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen: "Growth" und "Value". Während Growth-Fonds auf wachstumsstarke Aktien aus den Bereichen Telekommunikation, Computer oder Software setzen, suchen Value-Produkte nach substanzstarken Unternehmen, die an der Börse unterbewertet sind.


Grundsätzlich performen Growth-Fonds immer dann gut, wenn an den Börsen die Sonne scheint, die Aktienkurse also auf breiter Front und über längere Zeit steigen. Dagegen schneiden Value-Fonds besser ab, wenn - wie derzeit etwa - die Märkte als zu teuer und korrekturgefährdet gelten. Laut einer Untersuchung von Merrill Lynch, die die Jahre von 1927 bis 2001 umfasst, haben Value-Fonds gegenüber Growth-Fonds in diesem Zeitraum zwar die Nase vorn. Betrachtet man aber nur die vergangenen zehn Jahre, hat sich die Wertentwicklung beider Stilkategorien nach Angaben von Merrill weitestgehend angenähert.


Klar ist jedoch, dass immer nur ein Anlagestil die Nase vorn haben kann. Anleger, die auf mehrere Fonds setzen, sollten deshalb darauf achten, dass sie nicht in Fonds nur einer Kategorie investieren. Dabei ist Vorsicht geboten, denn nicht immer lässt der Fondsname zweifelsfrei auf den Anlagestil schließen: So investieren beispielsweise sowohl der Fidelity Europan Growth als auch der Templeton Growth in Value-Aktien.


Erfolg oder Misserfolg eines Fonds werden zwangsläufig mit dem Namen des Fondsmanagers in Verbindung gebracht. Denn er entscheidet über die Auswahl der Aktien. Vorsicht sollten Anleger deshalb immer dann walten lassen, wenn ein erfolgreicher Fondsmanager seinen Stuhl räumt. Oft ist eine schwächere Performance die Folge.


Nach der Recherche gilt es, den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg zu finden. Das ist naturgemäß ein heikler Punkt, denn kaum ein Anleger schafft es, den Tiefpunkt zu erwischen. Für langfristig orientierte Investoren bietet sich ein schrittweiser Einstieg an. Das geht am besten mit einem Sparplan, wie ihn mittlerweile fast jede Investmentgesellschaft oder Bank anbietet. Für einen monatlichen Festbetrag ab 50 Euro erhalten Investoren je nach Börsenlage mal mehr, mal weniger Fondsanteile für ihr Geld.


Damit spielt die Frage des optimalen Einstiegs keine entscheidende Rolle mehr, denn über die Jahre ergibt sich ein optimaler Durchschnittskurs, bei dem Anleger nur in einem Fall schlecht abschneiden: wenn die Kurse an den Aktienmärkten über die gesamte Dauer des Sparplans weiter fallen.



© 2002 Financial Times Deutschland , © Illustration: FTD

URL des Artikels: http://www.ftd.de/bm/ga/1030954733379.html


burakiye
:D
Und, was bringt das nun Neues?
Reicht das denn nicht, wenn man das (fast) jeden
Tag in den gängigen Wirtschaftszeitungen zu lesen bekommt?

Herzlichst - Trenuk01 - The One And Only
Allgemein !

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so nun hab ich diverses in diese Seite intigriert
damit erspaar ich mir das suchen für die Zukunft ! :roll:

hier das Meisterwerk http://mitglied.lycos.de/oegeat2/kurseinbreuche/


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