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Wo bekomme ich sofort Pockenimpfstoff für meine Kinder her ? - 500 Beiträge pro Seite



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Schließlich ist in unverantwortlicherweise die "Allgemeine Impfpflicht gegen Pocken" in Deutschland abgeschafft worden, sodass unsere Kinder diesen Schutz grundsätzlich nicht mehr besitzen und schutzlos irgendwelchen wahnsinnigen Mogulen ausgesetzt sind.

Zudem war mehrfach in der Presse zu lesen, dass die Bundesregierungen es versäumt haben, auch nur annahernd die notwendige Menge an Impfstoff für den Fall der Fälle bereitzuhalten.

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"Der Spiegel"
POCKEN -"Es gibt nicht mehr genug Impfstoff"

SPIEGEL ONLINE sprach zum Jubiläum mit Professor Reinhard Burger, Chef der Abteilung für Infektionskrankheiten am Berliner Robert-Koch-Institut.
(http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,75736,00.html )
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Ärzte Zeitung,

Keine Impfstoffe gegen Pocken, Pest und Anthrax

In Deutschland sind Impfstoffe gegen die meisten biowaffentauglichen Erreger weder zugelassen noch verfügbar

BERLIN (mut). Sollte es in Deutschland einen Anschlag mit Krankheitserregern geben, müßten Vakzine aus anderen Ländern importiert werden. Aber weltweit gibt es kaum noch Impfstoffreserven.

Gegen Pocken, Pest und Anthrax gibt es in Deutschland derzeit keine Impfstoffe. Dies teilen das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Sera und Impfstoffe in Langen mit. Vakzine gegen Milzbrand und Pest sind dagegen in den USA, Kanada und Rußland zugelassen, aber kaum noch vorhanden.

Ein Antiserum gegen Botulismus-Toxin ist in Deutschland noch in geringen Mengen vorhanden, Impfstoffe gegen das Toxin sind in den USA und Großbritannien in klinischer Prüfung.

Gegen Pocken verfügt die Weltgesundheitsorganisation über 500 000 Impf-Einheiten, die USA etwa über 14 Millionen.

Für Marburg-, Ebola- und Lassavirus-Infektion gibt es weltweit noch keine Impfstoffe, teilen RKI und PEI mit.

Sollte Deutschland Impfstoffe benötigen, die bisher nicht zugelassen sind, dann muß das Paul-Ehrlich-Institut die Vakzine zunächst auf Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit prüfen. Dazu sei das Institut sofort in der Lage, heißt es in einer Mitteilung. Auch in Krisensituationen müsse sichergestellt werden, daß gesunde Menschen durch eine Impfung keinen Schaden erleiden.

Das RKI hat eine zentrale Informationsstelle zu Biowaffen eingerichtet. Tel.: 0 18 88 / 7 54 34 30.


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Bioterror: Die Pockenpanik

Herbert Hasenbein 10.11.

USA bestellen 50 Millionen Dosen Impfstoff

280 Millionen Dosen Impfstoff müssen her, damit die amerikanische Bevölkerung der zweiten Welle des Bioterrorismus, nämlich den Pocken, stand halten kann. (Vgl. [[Local Link]] Schily warnt vor Panik rund um Bioterror, [[Local Link]] Biopanik)Die amerikanische Regierung hat 50 Millionen Impfstoffdosen beim britische Unternehmen [[External Link]] Acambis PLC geordert und verhandelt mit weiteren Herstellern. 15 Millionen Vakzine, die 1972 übrig blieben, weil das Impfprogramm in den USA auslief, sind für Militär und Ordnungskräfte sowie den ersten Schub der Bioterroristen [[External Link]] reserviert.
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@Panikratte
...schick´ sie halt zur Bundeswehr (bzw. Fremdenlegion), dann ist die Impfung kostenlos und du kannst sorgenfreier leben!
@ Gletscherratte


Du bist ein VIP / Soldat ? Nein !

Dann gibts auch keinen Impfstoff !
ist doch kein Problem wenn die Deutschen ausgerottet werden, wir entsprechen dem amerikanischen Wunschbild ja grad sowieso nicht mehr.

Und das restliche Europa (natürlich ausser England (die wissen wohl was läuft)) gleich dazu. Stört eh bloss. Und was Amerika mit Störenfrieden macht ist ja allgemein bekannt.

Und Deutschland=Schurkenstaat ist ja auch nicht ganz falsch.

Für unsere Politiker gibts bestimmt genug Impfstoff. Dann haben die ihre grundlegenden Reformen und können nochmal ganz neu anfangen.

Vielleicht klappts ja diesmal besser!
... die ruhige Hand hat nach dem 11. September versäumt auch hier was zu tun. Wir brauchen endlich wieder Politiker die handeln und keine Quatschköpfe.
Ich habe wegen dieser Sache schon mal vor ca. 9 Monaten beim R.Koch-Institut angerufen: Bei uns ist es UNMÖGLICH, sich als "Zivilbevölkerung" (somit auch Deine Kinder) gegen Pocken impfen zu lassen!
Scherzhaft wurde mir gesagt, ich sollte es mal bei einem USA-Urlaub vorort versuchen - das könnte klappen!

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Zum Nachdenken für Akte X - Fans:
Sollten so nicht in den Invasionfolgen gezielt einige Völker markiert oder andere ausgerottet werden...
@ Micky,

bei der 98er Volkszählung in den USA haben 44% (!) der registrierten US-Bürger als originäre Abstammung "deutsch" angegeben.

Elternmord? - Glaub´ich nicht ! ;-)
1. Warum die Panik. Pockenviren lagern nur noch in Paris und in den USA. Woher soll ein Schurkenstaat die bekommen.

2. Wenn du so Angst vor Pocken hast, dann mach Urlaub auf dem Bauerenhof. Eine Ansteckung mit dem Kuhpockenerreger (das Tier auf der weide, nicht der w.o.-user) macht dich immun.
Gletscherratte,

Du machst Dich STRAFBAR !

Es handelt sich hierbei um verbotene Arzeinmittel (Drogen) bzw. sogar möglicherweise gefährliche Viren. I.S.des StGB forderst Du hier dazu auf, Dir diese gefährlichen Stoffe anzubieten, damit Handel zu treiben bzw. zu verbreiten, wo diese illegal erhältlich sind!

....
Schlimm, nicht wahr?!
@ Sturzflug,

ha,ha,ha

so sollte es gewesen sein, aber (mittlerweile auch ganz offiziell)es haben sich sämtliche Militärs (Ost, West, Juden,Araber,Chinesen,Inder, etc..)nette "Vorräte" auf Lager gelegt!
Das Robert Koch Institut hat eine zentrale Informationsstelle zu Biowaffen eingerichtet.


Tel.: 0 18 88 / 7 54 34 30.


Quelle:Ärztezeitung
spiegel-önline.de

BIO-TERRORISMUS

Bundeswehr ordert massenhaft Impfstoff gegen Pocken

Von Severin Weiland

Um gegen Angriffe mit Pockenviren gewappnet zu sein, bestellt die Bundeswehr eine Million Dosen Pockenimpfstoff, wie SPIEGEL ONLINE vorliegende Papiere belegen. Der Liefertermin für die erste Tranche habe nichts mit einem möglichen Feldzug der USA gegen den Irak zu tun, erklärt das
Verteidigungsministerium.

[Freiwillige Grippeimpfung: Die Deutschen sind gegen vieles geschützt, gegen Pocken nicht]
DPA

Berlin - Das Ausschreibungsverfahren mit der Nummer "Q/B41G/2G490/2C128" ist in einem dringlichen Tonfall gehalten. "Die oben genannten Liefertermine", schreibt das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz, "müssen unbedingt eingehalten werden." 500.000 Dosen Pockenimpfstoff seien mit "Liefertermin November 2002", weitere 500.000 Dosen mit "Liefertermin Februar 2003" zu beschaffen.

Damit der Ankauf zügig abgewickelt wird, hat die Behörde in der Ausschreibung zum "beschleunigten, nicht offenen Verfahren" gegriffen. Die beschränkte, europaweite Auswahl auf ganze fünf Anbieter von Pockenimpfstoffen begründet das Bundesamt mit einem knappen Satz: "Der Liefertermin für die ersten 500.000 Dosen Impfstoff (November 2002) muss sichergestellt werden."

Merkwürdiger Zeitpunkt für die Impfbestellung


DPA

Bundeswehr-Übung in Kuweit: Die Hardthöhe dementiert einen Zusammenhang zwischen Impfbestellung und US-Plänen für einen Irakfeldzug
Ist das plötzliche Tempo im Bundesamt für Wehrtechnik ein Zufall? Merkwürdig ist der Zeitpunkt der Beschaffungsmaßnahme allemal: Nach Ansicht von Experten könnte der Feldzug der USA gegen den Diktator Saddam genau in den Zeitraum zwischen November und Februar fallen.

Das Bundesverteidigungsministerium weist derartige Verknüpfungen zurück. Man beteilige sich "grundsätzlich nicht an Spekulationen um Angriffspläne auf den Irak", heißt es in einer schriftlichen Antwort an SPIEGEL ONLINE. Die Beschaffung des Pockenimpfstoffes sei "seit längerem in Abstimmung mit dem Bundesministerium des Inneren und dem Bundesministerium für Gesundheit geplant". Bei der Aufteilung in zwei Tranchen habe die "Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln" aus dem Etat des Bundesministeriums für Verteidigung "im Vordergrund" gestanden.

Bereits seit dem Frühjahr 2000 wollen die drei Behörden Schutzmaßnahmen gegen den Erreger der Pockenerkrankung erwogen haben. Nach den Terrorangriffen am 11. September seien die Anstrengungen der Bundesregierung "intensiviert" worden, so das Wehrministerium.

In der Tat war nach den ersten Meldungen über eine mögliche Biobedrohung das Bundesgesundheitsministerium aktiv geworden. Im November kaufte die Behörde zum Preis von rund 60 Millionen Euro (120 Millionen Mark) sechs Millionen Impfdosen in der Schweiz auf - um wenigstens einen kleinen Teil der Zivilbevölkerung im Notfall gegen Pockenviren schützen zu können. Auch die Bundeswehr sollte für alle Fälle einen Grundstock bereitstellen.

Die jetzt vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung georderten Pockendosen reichen aus, um alle Angehörigen der Truppe gegen die Pocken zu schützen - neben den rund 338.000 Soldaten auch die rund 140.000 Zivilbeschäftigten. Doch eine Massenprävention ist vorerst nicht geplant. Es sei "derzeit" nicht beabsichtigt, Angehörige der Bundeswehr gegen den Erreger der Pocken zu impfen, lautet die Antwort der Hardthöhe.

Zivilbevölkerung weitestgehend ungeschützt


[Impfung: In den USA werden mehr als fünf Milliarden Dollar für den Pockenschutz ausgegeben]
DPA
Impfung: In den USA werden mehr als fünf Milliarden Dollar für den Pockenschutz ausgegeben
Mit der Anschaffung von einer Million Impfdosen ist die Bundeswehr im Notfall besser geschützt als die Zivilbevölkerung. Seit Monaten streiten sich Bund und Länder um den Kauf weiterer Mittel. Um flächendeckende Impfungen an den rund 80 Millionen Einwohnern der Bundesrepublik durchzuführen, müsste Serum im Wert von rund 420 Millionen Euro gekauft werden. Doch Länder und Bund schieben sich die Zuständigkeiten gegenseitig zu: Der Bund hält die Pockenimpfung für eine Aufgabe des Katastrophenschutzes, womit die Anschaffung des Serums in die Zuständigkeit der Länder fiele. Die Länder ihrerseits verweisen auf den Zivilschutz - und der ist Sache des Bundes.

Dabei wäre Eile wohl angebracht. Sicherheitsexperten wie Hans-Ludwig Zachert warnen seit langem vor den Gefahren eines Pockenangriffes. Es sei bemerkenswert, mit welcher "befremdlichen Gelassenheit" die meisten Deutschen und vor allem die für die Innere Sicherheit zuständigen Behörden mit der Bedrohung durch Bioterrorismus umgingen, stellt der frühere Präsident des Bundeskriminalamtes konsterniert fest.
#1
Na, ob das unverantwortlich war, können wir beide wohl nicht beurteilen, jede Impfung beinhaltet ein Risiko.
Und gegen was alles willst Du deine Kinder impfen lassen?
@ walhal,

na, wogegen impft man wohl mit Pockenimpfstoffen?

a) Genitalpilz
b) Hämorrhoiden
c) Schweissfüße
d) Erdbeben ?
#16
Bleib mal sachlich, so schlau bin ich schon lange!
Noch mal zum besseren Verständnis: Es gibt Unmengen anderer Viren, gegen die auch nicht geimpft wird, die aber eingesetzt werden könnten.Ebola z.B.
Lies mal den Artikel unten und achte bitte darauf, dass dies nicht nur D betrifft!
Die Pocken - eine Erfolgsgeschichte in neuem Licht
Neue Impfstoff-Forschung - Verzögerte Vernichtung der Virenbestände
Eigentlich wollte man die Pockenviren vor rund zwei Jahren als Krankheitserreger definitiv eliminieren. Man ging davon aus, dass keine Pockenviren in Hände Unbefugter gelangt waren. Die Amerikaner stellten sich jedoch gegen eine Vernichtung der letzten Viren-Bestände in den Labors. Vor dem Hintergrund der heutigen Angst vor terroristischen Anschlägen mit biologischen Waffen erscheint dieser Entscheid in neuem Licht.

Von Herrmann Feldmeier, Professor für Tropenmedizin an der Freien Universität Berlin

Eigentlich sollte der 30. Juni 1999 der Höhepunkt einer medizinischen Erfolgsstory werden, eines grandiosen Triumphs der Biomedizin: die Vernichtung jener letzten Vorräte von Pockenviren, die seit zwei Jahrzehnten als Relikte einer vergangenen infektionsmedizinischen Epoche in den Tiefkühltruhen eines amerikanischen und eines russischen Forschungsinstituts lagern. Doch aus dem feierlichen Schlussakt für einen Krankheitserreger, der die Menschheit seit mehr als2500 Jahren begleitet, wurde nichts. Die amerikanische Regierung ignorierte die Forderung derWeltgesundheitsorganisation (WHO) und beschloss, den Pockenviren nicht den «Hahn» mitdem flüssigem Stickstoff «abzudrehen». Die lapidare Begründung lautete, es bestehe noch weiterer Forschungsbedarf, ehe man die letzten Virusvorräte vernichten könne.

2002 als neues Datum
Die WHO machte gute Miene zum bösen Spiel, setzte eine Expertenkommission ein, die die Fortschritte bei der Erforschung des Variola-Virus überprüfen sollte, und verlangte, dass die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta und die russischen Vector-Laboratorien in Nowosibirsk - die beiden Einrichtungen mit den verbleibenden Restbeständender hochinfektiösen Erreger - ihre Forschungsaktivitäten miteinander abstimmen. Als neue letzte Frist wurde der 31. 12. 2002 festgelegt - dann müssen die Arbeiten abgeschlossen sein und die letzten Viren ein für alle Mal aus den Hochsicherheitslabors verschwinden.

Ob dieser Termin eingehalten wird, ist im Licht der terroristischen Anschläge vom 11. September äusserst fraglich, war doch schon die Argumentation, zusätzlicher Forschungsbedarf sei notwendig, fadenscheinig. Der eigentliche Grund für die Absage an die WHO war offensichtlich die Angst der USA, dass Terroristen heimlich aus russischen Tiefkühltruhen abgezweigte Pockenerreger als B-Waffen gegen die amerikanische Bevölkerung einsetzen könnten. Diese Befürchtung hat durch die jüngsten Anschläge mit Anthrax in Florida, Nevada und New York eine gewisse Berechtigung erhalten. Und im Nachhinein wird klar, dass die Gesundheitsbehörden der USA einfach Zeit gewinnen wollten, um Gegenmassnahmen für den Fall zur Hand zu haben, dass Pocken bei einem terroristischen Anschlag mit B-Waffen gezielt freigesetzt werden.

Ein solcher terroristischer Einsatz könnte nämlich katastrophale Folgen haben. Die Simulationder Ereignisse bei der Freisetzung von Pockenviren durch B-Waffen-Terroristen wird in denUSA inzwischen nicht nur von den Bundesbehörden, sondern auch von Landkreisen und Städten durchgespielt. Das Drehbuch solcher Szenarien ist ausgesprochen beunruhigend. Geht man davon aus, das bei einem Terrorakt nur etwa 100 Menschen infiziert werden, so sprengt die daraus resultierende Epidemie schnell die Kapazitäten der vorhandenen medizinischen Infrastruktur.

Nur wenige Spitäler sind vorbereitet
Ein grosser Teil der Patienten wäre schwer krank und müsste stationär versorgt werden. Um eine Ausbreitung des Virus über die Luft zu vermeiden, muss die Behandlung aber in Räumengeschehen, die mit einem Unterdrucksystem ausgerüstet sind. Nur wenige Krankenhäuser verfügen über eine solche Infrastruktur. Zudem hat kaum einer der derzeit praktizierenden Ärzte je einen Pockenkranken gesehen. Bei einem Ausbruch müssten die Mediziner also erst einmal geschult werden, die richtige Diagnose zu stellen.Gleichzeitig muss aber mit der Impfung von Kontaktpersonen begonnen werden (die Impfung wirkt nur dann, wenn die Vakzine innerhalb von vier Tagen nach der Ansteckung verabreicht werden). Die fehlende Infrastruktur, die mangelnde Ausbildung der Ärzte und die derzeit knappen Impfvorräte machen es wahrscheinlich, dass eine zweite Welle von Pockenfällen auftreten würde. Da für jede Ersterkrankung mit 10 bis 25 Sekundärfällen zu rechnen ist, wären innerhalb von zwei Wochen bereits 1000 bis 2500 Patienten zu versorgen.

Prüfung des Impfstoffes
Massenimpfungen des medizinischen Personals und der Bevölkerung sind in einem solchen Fall unausweichlich, was dazu führt, dass die Impfreserven innerhalb weniger Tage aufgebrauchtwären. Das Pockenvirus hätte sich aber vermutlich innerhalb von Wochen oder Monaten über das ganze Land ausgebreitet. Die Todesfallrate nach einer gezielten Freisetzung des Variola-Virus schätzen Fachleute daher auf mindestens 30 Prozent.

Als Erstes liessen die Amerikaner daher den vorhandenen Impfstoff, der seit 20 und mehr Jahren in staatlichen Depots lagert und von dem noch rund 15 Millionen Impfdosen vorhanden sind, auf seine Wirksamkeit überprüfen. Als Untersuchungen in der Abteilung für Impfstoffforschung der Medizinischen Hochschule von St. Louis zeigten, dass zumindest die «neueren» Chargen des «Vakzine-Restpostens» ihre Wirksamkeit behalten hatten, wurde als Nächstes einauf den ersten Blick obskur anmutendes Experiment angeordnet: 20 Probanden erhielten den Impfstoff unverdünnt, je 20 weitere die Vakzine in einer Verdünnung von eins zu zehn beziehungsweise eins zu einhundert in physiologischer Kochsalzlösung.

Verdünnung soll helfen
Der Hintergedanke des Verdünnungsexperiments liegt auf der Hand. Ein Vorrat von 15 Millionen Impfdosen reicht nicht, um bei einem zielgerichteten terroristischen B-Waffen-Anschlag -beispielsweise bei der Freisetzung von Pockenviren als Aerosol in der U-Bahn von New York - einen ausreichend grossen Teil der Bevölkerung vorbeugend impfen zu können. Würde der noch vorhandene sogenannte Dryvax-Impfstoff auch in verdünnter Form zuverlässig vor einer Pockenerkrankung schützen, wären die vorhandenen Vorräte dagegen eine beruhigende Reserve.

Mittlerweile ist klar, dass der alte Dryvax-Impfstoff auch nur als Zwischenlösung gedacht war. Ineinem Auftrag, der in der Geschichte der pharmazeutischen Industrie ohne Präzedenz ist, haben die Centers of Disease Control and Prevention Anfang 2001 die Firma OroVax Inc. in Cambridge, Massachusetts, verpflichtet, 40 MillionenDosen einer neuen Generation einer Pocken-Vakzine herzustellen. Die ersten Chargen müssen Mitte 2004 geliefert werden. Dafür bekommt die Firma 343 Millionen Dollar und erhält zusätzlich ihre Entwicklungskosten erstattet. Diese 40 Millionen Impfdosen dienen ausschliesslich zumSchutz der Zivilbevölkerung und werden in regelmässigen Abständen erneuert. Dem amerikanischen Staatssekretär für Gesundheit, Tommy Thompson, ist dieser Termin nun offensichtlich nicht früh genug. Im Gesundheitsausschuss des Senats sagte er kürzlich, seine Behörde werde alles daran setzen, dass die 40 Millionen Impfdosen bereits Mitte 2002 zur Verfügung stehen.

Neue Medikamente
In der Zwischenzeit hat auch das Pentagon die Notwendigkeit erkannt, sich, 11 Jahre nachdem die Pockenimpfung bei Soldaten abgeschafft wurde, erneut mit Impfstoffvorräten einzudecken. Über die Anzahl der Impfdosen und die Höhe der Kosten ist allerdings nichts bekannt. Amerikanische Wissenschafter haben die Zeit genutzt, umdie Forschung am Variola-Virus auf ein maximales Niveau «hoch zu fahren». Von den 451 beiden CDC in Atlanta vorhandenen Isolaten wurden 49 ausgewählt, die von Pockenkranken in Asien, Afrika, Südamerika, Nordamerika und Europa stammten - mithin Proben, die als repräsentativ für die Pockenviren der Welt angesehen werden können zur Zeit, als der Erreger noch auf natürliche Weise eine ubiquitäre Bedrohung war.

Von drei dieser Isolate ist mittlerweile der genetische Code komplett, von drei anderen grösstenteils sequenziert. Gleichzeitig wurden auch die weniger bekannten Mitglieder der Familie der Poxviridae (das Affenpockenvirus, das Kamelpockenvirus und das Windpockenvirus) bis in die hintersten Ecken ihrer Erbsubstanz «durchleuchtet». Auch wurden 274 chemische Substanzen auf ihre Wirksamkeit gegen das Variola-Virus getestet. Eine Substanz namens Cidofovir, die ein DNA-Polymerase genanntes Schlüsselenzym des Erregers inaktiviert, zeigte sich dabei als ausgesprochen wirksam. In Erwartung, dass von Terroristen unter Umständen genetisch veränderte Pockenviren als B-Waffen eingesetzt werden, reichte dieser Erfolg den amerikanischen Gesundheitsbehörden allerdings nicht. Systematisch wurde nach chemisch analogen Substanzen vonCidofovir gesucht, und auch hier wurde man fündig. Es wurde eine völlig neue Klasse von Medikamenten entdeckt, die sowohl das Variola- als auch andere Pockenviren abtöten und deren Wirksamkeit bis zu 150-mal besser ist als die von Cidofovir.

Mit Affen die Wirksamkeit testen
Um die neuen Medikamente dieser Substanzen unter möglichst echten Bedingungen überprüfen zu können, wurde in den Hochsicherheitslabors von Atlanta mit Hochdruck nach einem geeigneten Tiermodell gesucht (bisher war man davon ausgegangen, dass das Variola-Virus sich nur im Menschen vermehren kann). Dabei zeigte sich, dass sogenannte Cynomolgus-Affen, wenn über die Atemwege mit Pockenviren infiziert, unter ähnlichen Symptomen erkranken wie der Mensch. Diese Affenart bietet sich also an, um nicht nur die Wirksamkeit neuer Medikamente, sondern auch die der in Entwicklung befindlichen Impfstoffe zu überprüfen.

Schliesslich wurde eine Batterie von Testverfahren entwickelt, mit denen man zuverlässig und schnell - weil vollautomatisierbar - Zigtausende von Blutproben untersuchen kann, ein Tribut an mögliche Schreckenszenarien, in denen die Gesundheitsbehörden innerhalb kürzester Zeit entscheiden müssten, welche Teilnehmer beispielsweise einer Grossveranstaltung, auf die ein Anschlag mit Pockenviren verübt wurde, in Quarantäne genommen werden müssten.

Die jüngsten Anschläge mit Anthrax-Sporen dürften all diese Aktivitäten im Bereich der Pocken nochmals beschleunigen, denn die amerikanischen Gesundheitsbehörden haben bereits verschiedentlich in der Öffentlichkeit erklärt, dass ein Anschlag mit einer von Mensch zu Mensch übertragbaren Krankheit noch wesentlich schlimmer sein könnte als ein solcher mit Anthrax. Ein Krankheitserreger, den selbst Medizinhistoriker schon ad acta gelegt hatten und für den, geht es nach der WHO, in 12 Monaten das endgültige Aus besiegelt sein soll, erscheint damit ganz plötzlich in neuem Licht.



Viren im Permafrost Sibiriens
hfl. An einer Tagung in Washington haben russische Wissenschafter vor einiger Zeit auf einen bisher gänzlich unberücksichtigten Faktor hingewiesen, die voraussichtliche Erwärmung des Klimas: Im Permafrost Sibiriens liegende Leichen ehemaliger Pockenkranker könnten im Zuge der globalen Klimaerwärmung auftauen und, da sie aller Voraussicht nach vermehrungsfähige Viren enthalten, zu einer Bedrohung für die Bevölkerung werden.Darüber, dass solche Leichen vorhanden sind, beispielsweise in der Provinz von Gorno-Altaiskaja, besteht fürdie Fachleute kein Zweifel, haben russische Wissenschafter doch bereits einige solcher Leichen exhumiert (angeblich mit dem Argument, die Evolution des Pockenvirus erforschen zu wollen). Dass sie allerdings eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen, ist eher unwahrscheinlich.







Viele Menschen ohne Impfschutz
hfl. Da seit 1977 die Bevölkerung nicht mehr gegen Pocken geimpft wurde - von einzelnen Berufsgruppen im Gesundheitswesen und im Militär einmal abgesehen -, hat der überwiegende Teil der derzeit lebenden Menschen keinerlei Impfschutz gegen das Pockenvirus. Wie lange eine früher geimpfte Person gegen eine Infektion mit Variola geschützt bleibt, ist nie genau untersucht worden.

Experten gehen davon aus, dass nach der ersten Impfung bei etwa 95 Prozent der Geimpften Antikörper füretwa fünf Jahre vorhanden sind. Jemand, der anschliessend noch ein zweites Mal geimpft wurde, ist vermutlich für weitere fünf bis maximal 20 Jahre geschützt. Dies bedeutet, dass - bis auf wenige Ausnahmen - heute weder in den USA noch in Europa die Menschen gegen das Pockenvirus geschützt sind.





Neue Zürcher Zeitung, 16. Oktober 2001


Sonntag, 26. Januar 2003 Berlin, 13:30 Uhr

Eine Pocken-Impfung gibt jahrzehntelangen Schutz

Geimpfte besitzen auch noch nach 35 Jahren genügend Immunzellen

New York -
Erwachsene, die in der Kindheit gegen Pocken geimpft wurden, besitzen immer noch einen relativ großen Impfschutz. Bisher glaubte man, dass die Wirkung der Impfung nur etwa zehn Jahre anhält. Forscher der University of North Carolina haben nun gezeigt, dass Geimpfte auch noch nach 35 Jahren genügend Immunzellen besitzen, die bei Kontakt mit den Impfviren aktiviert werden.

Seit 1980 gelten die Pocken (Variola major) als ausgerottet. Eine Schutzimpfung ist auch hier zu Lande nicht mehr vorgeschrieben. Der Lebendimpfstoff gegen Pocken besteht aus Vaccinia-Viren. Diese nur schwach infektiösen Viren bewirken eine Immunreaktion, die vor einer Pocken-Infektion schützt. Angesichts einer Bedrohung durch Pocken-Biowaffen stellt sich die Frage, ob für vor Jahrzehnten Geimpfte noch ein Impfschutz besteht.

Der Immunologe Jeffrey Frelinger untersuchte Blutproben von 13 Laboranten, die gegen Pocken geimpft worden waren. Er testete, wie CD8-T-Zellen, auf den Kontakt mit Vaccinia-Viren reagieren. CD8-Lymphzellen verhindern die Ausbreitung einer Virusinfektion, indem sie befallene Zellen erkennen und töten. Dabei setzen sie auch Gamma-Interferon frei. Bei denen, die vor fünf Jahren geimpft wurden, produzierten 6,5 Prozent der CD8-Zellen nach Kontakt mit den Impfviren Interferon. Lag die Impfung 35 Jahre zurück, betrug der Anteil noch 4,8 Prozent. "Es ist erstaunlich, dass der Verlust der Aktivität so gering ist", so die Forscher. wsa
Ich kann dir Gasmasken verkaufen.
Nur für den Fall dass Saddam Raketen nach Deutschland abfeuert mit chemischen Kampfstoffen im Sprengkopf.
Mach doch einfach 2 Monate Urlaub auf den Bahamas - bis dahin fliegen seine Raketen nicht und in der Bild-Zeitung steht dann, ab wann alles vorbei ist.
Die Deutschen sind ein Volk von Angsthasen !!:mad:
...da steht im aktuellen "Stern " , dass Mütter hysterisch
bei der Firma Bavarian Nordic anrufen und Impfstoff gegen Pocken verlangen, weil Ihre Kinder ungeschützt sind. Bayerische Landespolitiker fragen bei der gleichen Firma an, was sie ihren Wählern sagen sollen. Sind die alle krank im Kopf oder was ist los? Was soll diese Hysterie, von Medien und verantwortungslosen Politikern, von Staatsbeamten, und Wichtigtuern geschürt?
Die Gefahr einer Verseuchung unserer Umwelt, atomar ( auch durch friedliche Nutzung ) biologisch durch Luft und Wasser sowie die Auswirkungen auf das Weltklima sind weitaus bedrohlicher. Hysterie und Panikmache sind überflüssig und nicht geeignet Gefahrenpotentiale zu begegnen.

Gruß
Homer


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