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Bundestagswahl 2002: Meine Analyse ! - 500 Beiträge pro Seite



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Dieses Jahr kann man überhaupt keine Partei wählen ! Die regierenden rot/grün haben reagiert, aber nicht agiert. Verdächtig schon alleine, daß der Kanzler werden soll, der sich ( angeblich ) medienwirksam vermarktet. Ich rauche auch mal gerne ´ne Zigarre und trink ne´Flasche Bier in schönen Klamotten, damit ist man allerdings noch weit von den Bürgern entfernt. Einen inkompetenten Minister ( Verteidigung ) durch einen respektablen, aber ebenso nicht geeigneten auszuwechseln, spricht für sich. Hinsichtlich Irak fängt die SPD an, umzufallen. Vor vier Jahren gab es einen Grund SPD zu wählen, nämlich um Kohl abzuwählen, aber jetzt ? Die Grünen haben außer ihren Politstars auch nichts mehr zu bieten und sind inhaltlich zerstritten. Aber was tut man nicht alles, um an der Macht zu bleiben. Eine Lachnummer liefert im Wahlkampf die Opposition der CDU/CSU, die inhaltlich keine Alternativen hat. Es war auch besser, die von Kohl´s Gnaden erhobene Alibi-Frau aus dem Osten nicht zur Kandidatin zu küren. Innenminister Beckstein? Nein danke ! Deutschland ist nicht Bayern. Die FDP mit Ihrem Narbengesicht 18% reduziert uns auf´s Stimmvieh. 18%, was is´n das für ein Inhalt ? Die wollen jedenfalls nur an die Macht, egal mit wem ! Und die Ossis, die heute noch PDS wählen, sollen von mir aus mit ihren gerne genommennen Vorteilen nach Kuba auswandern. Den Rest kann man sowieso vergessen. Der Kohl hat übrigens 1994 vor der Wahl lauthals versprochen, die damalige Arbeitslosenzahl von 3,5 Mio. zu halbieren. Hähähähä... vor diesem Hintergrund sind die heutigen Argumente der Opposition ein Brüller.
nicht wählen gehen ist falsch! Richtig, man kann im Moment nur das kleinere Übel wahlen weil die alle total unfähig sind. Das liegt aber auch am Parlamentarismus und Parteiensystem, Gewaltenteilung, Lobbyismus, Gewerkschaften, Medien usw. Das Problem ist meiner Meinung nach dass es uns noch viel zu gut geht. Hier ändert sich erst was wenn die Leute auf die Strassen gehen und demonstrieren, die Regierungsmitglieder (egal wer und welche Partei) bei jedem öffentlichen Auftritt mit Eiern und Tomaten bombardiert werden und die Medien kräftig auf den Putz hauen (wird aber erst passieren wenn es uns so richtig dreckig geht)
Vor vier Jahren bat mich meine Bank, dass Soll auf meinem Konto zu halbieren. Letztens mußte ich leider erklären, daß mir dies aufgrund privater Verwerfungen nicht möglich war. Neulich bin ich mit dem Auto meines Chefs privat gefahren, leider habe ich den Eintrag ins Fahrtenbuch vergessen. Natürlich bin ich von meinem Job sofort zurückgetreten, und muß nun von den spärlichen Arbeitsamtleistungen leben. Und neulich im Urlaub auf Norderney bin ich spontan nach Passau geflogen, um mir persönlich ein Bild vom Hochwasser zu machen. Ein schlechtes Gewissen bleibt mir, was den 30-Stunden-Flug nach Südafrika angeht, immerhin 5 min. Anwesenheit,... aber die Ökobilanz?
#2
Richtig, solange es den Bürgern nicht spürbar schlechter geht, wird sich nichts ändern. Man wählt die Parteien, die man immer gewählt hat, in der Hoffnung, es wird schon so weitergehen. Und die großen Parteien unterstützen diese Trugschluß auch noch tatkräftig, und versprechen wie jede Wahl, das Füllhorn der Steuergeschenke auszuschütten. Und das bei Überschuldung und leerer Kassen.
Warum glaubt der Bürger eigentlich noch diesen Parteien, die in den letzten Jahrzehnten unser Land ruiniert haben.
Leider brauchen wir wohl erst die Katastrophe, bevor sich etwas ändert!
Schröder auf dem Weg zu seinem neuen Arbeitsplatz und Union auf dem Weg zur SPD Beerdigung!
# 2 / # 4
Alles volkommen richtig! Nur habe ich allergrößte Bedenken dass sich in unserem Michel-Land überhaupt etwas ändert. Wenn heute abend der nächste Kindergarten-Rhetorik-Klamauk wieder auf der Mattscheibe erscheint dann sind sowohl die "Kids" (wenn sie denn überhaupt zuschauen), welche oftmals nicht einmal die Parteienlandschaft geschweige denn die dazugehörigen Personen auseinanderhalten können als auch die ältere Generation (mit dem letzten halbverfaulten Stockzahn Chips kauend, um am Montag wieder Stütze zu beantragen, weil eben der Arbeitsplatzabbau Methode hat) unisono über die Ausstrahlung der Kandidaten überschwänglich entzückt.
Kommt jetzt zwar etwas sehr zynisch rüber, aber wenn man allen Ernstes sich ein Szenario ausmalt dass das Land der Dichter und Denker zu einem gehirnlosen Vasallenstaat einer selbsternannten Weltmacht degeneriert ist, und eventuell sogar um deren materiellen Interessen bedingungslos deren Vorgaben nachkommt, dann, ja dann hat Stoiber, abgekupfert von Trapp, vielleicht doch Recht mit der Aussage: "Wir haben fertig"
Solange sich unsere demokratischen Rechte darauf beschränken,alle vier Jahre die gleichen mittelmässigen und austauschbaren Personen zu wählen, wird sich auch nichts ändern. Solange unsere Volksvertreter die Bezeichnung Minister(lat.:Diener)mit Selbstbedienung falsch übersetzen,wird sich nichts ändern. Solange wir Politikern immer wieder zeigen, dass es nicht auf Inhalte ankommt, sondern auf medienwirksame Veranstaltungen unmittelbar vor den Wahlen,wird sich nichts ändern. Es wird sich erst dann etwas ändern, wenn wir den grossen Parteien die Gewissheit nehmen, immer wieder auf die gleichen Prozentzahlen von Wählervieh zurückgreifen zu können. Die Unzufriedenheit der meisten Deutschen mit ihren Parteien, egal welcher Farbe, liesse sich am besten mit einer sehr geringen Wahlbeteiligung zeigen.
Deshalb: I have a dream : max 10%


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