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Märkte (4. Teil) - und die Zukunft der Weltwirtschaft - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)


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..."I expect the crisis to end in the early part of `03"...
..."I have never been more optimistic on the future than I am right now, even in the middle of a recession," Barrett said, adding that he has named one of the horses on his ranch in Arizona "Nasdaq."...*g* *wieher*

aus

Reuters Company News
Intel`s Barrett sees sector crisis ending in 2003
Sunday October 6, 9:22 am ET
http://biz.yahoo.com/rc/021006/tech_intel_spain_1.html

ist das ein pfeifen im walde oder ist da wirklich was dran?


also, `mal ganz vorsichtig ausgedrückt: In den nächsten 3 tagen kommen keine wichtigen volkswirtschaftlichen daten der usa. ein paar solcher meldungen kurz hintereinander könnten doch eventuell der auslöser eines kurzfristigen (bärenmarkt-)rally sein.
wenn dann auch noch wider erwarten "lula" nicht gewinnt...

starshine
@woernie (#471)

Der „nationalist“ taugt kurzfristig meist eher als Kontraindikator, und auch seine wirtschaftspolitischen Überlegungen finde ich teilweise nebulös (oder ich begreife sie einfach nicht).
Aber eins muss ich ihm lassen: er beschäftigt sich mit interessanten Autoren und verweist manchmal auf gute Quellen!

Es ist etwas dran, wenn er sagt: die diskrepanz im lebensstandard zwischen der `spekulierenden klasse` die es sich leisten kann ihr kapital in inflationierten anlagen zu parken und der klasse die ihren lebensunterhalt mit arbeit oder verwaltung der produktionsprozesse verdient, wird sich dramatisch ausweiten.

Wobei es vielleicht eher die bereits „deflationierten“ Anlagen sind, in denen man Kapital parken sollte. Ich persönlich glaube immer noch daran: Tech ist das Gold der Zukunft. Es können nur neue, Ressouren sparende Technologien sein, die uns aus der gegenwärtigen Krise führen. Wer sie rechtzeitig identifiziert (nicht mehr Internet und Software, aber vielleicht Transport, Energie, Gesundheitswesen), wird möglicherweise zur neuen „spekulierenden klasse“ gehören.

Auch die Goldspekulation mag eine Rolle spielen, sie wird aber schnell wieder verschwinden.

N`s These von gleichzeitiger In- und Deflation verstehe ich nicht. Ich gehe von einem sehr tiefen, aber kurzen Fall der Industieländer aus, der sich zur Zeit mit einem raschen Umschwung von Deflation zu Inflation fortsetzt. Deshalb auch meine Rede vom „Platzen der Bond-Bubble“. Du hast natürlich Recht: Ein „knall, bumm, peng“ würde den Aktien nicht nützen. Aber ein plötzlicher Umschwung bei den Zinsen könnte auch eine Erholung suggerieren. Zumal die aktuellen US-Wirtschaftszahlen bisher besser als erwartet erscheinen, Manipulationen eingerechnet. Ein wirklicher Absturz des US-Massenkonsums wird wohl nicht vor Ende des 4.Q auf dem Radarschirm erscheinen. Dann könnte es für weitere Zinssenkungen schon zu spät sein.

Bis dahin haben wir jedoch noch eine zeitliche Lücke: Die gegenwärtige Gemengelage aus politisch gedrückten Aktien und Überbewertung der Bonds kann jedenfalls Überraschungen produzieren. Ob es jetzt schon so weit ist, werden wir Mo/Di erleben.
@chart junkie

weil ich`s gerade lese, auf dem weg in die badewanne...
ganz kurz. als kontraindikator habe ich den `nationalisten` eigentlich nicht kennengelernt, und ich lese ihn jetzt schon beinahe 2 jahre regelmäßig. allerdings hat es ca. 1 jahr gedauert , bis ich seine charts verstanden habe.:rolleyes:
unter dem strich steht sein system seit juni 2000 mindestens 90 % der zeit short. ueber sein haupt-trading-signal acc/dist bzw. neg.-vol.-ind. gekoppelt mit stochastik kann man geteilter meinung sein und ich folge seinen signalen auch nicht. aber die sentiment-charts sind doch erste sahne.:)
tut mal richtig gut jemanden zu hören der nicht haus und hof darauf verwettet, dass alles in die grütze geht.:):):)
vom naturell her bin ich eigentlich auch eher jemand der glaubt, dass es weiter und wieder aufwaerts geht. aber es sind schon einige , sagen wir `bedrueckende` faktoren da, über deren letztendliche bedeutung ich als `nicht-oekonom`
nur ambivalent urteilen kann. was mich im kern zweifeln laesst, ist einfach die `matemathische` tatsache der `endlichkeit` eines zinses-zins-systems. du kennst sicher das beispiel mit dem `josefs-pfennig`? oder malik hat es mal mit einem dollar angelegt im jahr 1500 zu 5 % zinsen vorgerechnet. das `erwirtschaftete` kapital wuerde sich heute auf eine astronomische summe belaufen , ein vielfaches des BIP der vereinigten staaten. wo genau die `borderline` fuer dieses unser finanzsystem im zeitlichen kontext verläuft, ist die spannende frage. sind wir unmittelbar dran wie @DUF und einige andere hier meinen oder haben wir noch eine `gnadenfrist`? oder kommt alles ganz anders...?

zu den zinsen: interessanterweise zeigen die renditen am langen ende indikatoren-technisch erste kaufsignale, waehrend die `kurzen` noch auf `sell` stehen. zeichnet sich da eine `trendwende` ab?

und tschüss, badewasser wird kalt...

gruss woernie

p.s.:wollte eigentlich später noch was schreiben, speziell @cabinda.
04.10. 17:20
US-Firmenbosse bewerten Irakkrieg negativ
(©BörseGo - http://www.boerse-go.de)
Ein Krieg gegen den Irak wurde von Firmenbossen unter dem Strich negativ bewertet. Es könnte der Wirtschaft das Momentum geraubt werden, dass langsam aufgebaut werde, hieß es.

So ist mit höheren Ölpreisen zu rechnen, wodurch Amerikaner Reisepläne verschieben. Dadurch würde sich aber die Nutzung von Telefon- und Internet-Diensten erhöhen.

Die US Regierung fordert nach wie vor eine bedingungslose Wiederaufnahme der Inspektionen - auch in den Präsidentschaftspalästen, die bisher vom Irak ausgeklammert werden. Sollte Saddam Hussein dies ablehnen, so droht US Präsident Bush mit einem Krieg.

"Das ist einfach noch ein Nachteil ... wenn man es aus Sicht der Kapitalmärkte und Aktienmärkte betrachtet," sagt Bill Harrison von J.P. Morgan Chase & Co. Inc.

Ein kurzer Militärschlag gegen den Irak würde die negativen Wirkungen auf die Wirtschaft verringern, so der allgemeine Tenor auf der Business Council Sitzung in West Virginia. Allerdings würde ein langer Krieg die negativen Effekte verstärken, so Harrison, der Vice Chairman des Business Coucil.

Die CEOs großer Unternehmen aus dem Tech- bis hin zum Pharmasektor fanden sich an dem Treffen ein. Sie wurden von dem Chef des CIA George Tenet und dem Verteidigungsminister John Ashcroft über den Stand der Situation unterrichtet.

Ein Umfrageergebnis von der Sitzung zeigt, dass der Großteil der Firmenbosse einen Rückgang des Wachstums im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten erwarten. Im ersten Halbjahr lag das Wachstum bei 3.2%.

"Ich glaube nicht, dass eine $100 Milliarden Belastung für die US-Bürger so gut ist," sagt Scott McNealy, Chef von Sun Microsystems und spricht damit die geschätzten Kosten eines Krieges gegen den Irak an.

Der Chef von Fannie Mae, Franklin Raines, sieht eine weitere Verschlechterung des Investitionsklimas durch einen Krieg. Ein Angriff würde Unternehmen dazu bewegen, ihre Investitionen noch weiter aufzuschieben.

Der Chef von Delta Air Lines, Leo Mullin, sieht einen unausweichlichen Rückgang der Zahl der Fluggäste. Während des Golfkrieges im Jahr 1991 war die Zahl der Fluggäste bei Transatlantikflügen um 10 Prozent und bei Inlandsflügen in den USA um 5 Prozent zurückgegangen, sagt Mullin.

Der CEO von DuPont, Charles Holliday, sieht eine Gefahr durch den Ölpreis. Dieser werde wahrscheinlich weiter ansteigen, wenn ein Angriff durchgeführt werde. Seit dem die Spekulationen über einen Krieg auftauchten, stieg der Ölpreis bereits um $5, so Holliday.

Bill Esrey, Chef von Sprint, dem zweigrößten Festnetzanbieter und dem viertgrößten Mobilfunkkonzern der USA, betont, dass durch große Ereignisse mehr telefoniert und mehr eMails verschickt würden. So seien die Netzwerke in den USA am 11. September doppelt so stark wie normal belastet gewesen.


@woernie
wie kannst du nur baden gehen, wenn ich hier sehnsüchtig auf deine allesniederwalzende antwort und die entkräftung meiner supergau-argumente warte ;) - wie gerne würde ich es anders sehen! ich finde vor allem den chart zum geldmengenwachstum interessant und ziemlich `(er)schlagend`. hast du evtl. aktuelle zahlen oder einen chart dazu?

gruss
cabinda
für die kurzfristige stimmungslage ganz interessant -
die meisten wetten auf einen fallenden dow:

Optionsscheine: Anleger geben dem Dow-Jones-Index keine Erholungschance
Von Jörg Leichinger

Im Index-Bereich verfolgten die Anleger in der vergangenen Handelswoche erneut kurzfristige Tradingstrategien auf den Dax. Nachgefragt wurden überwiegend Wave-Calls sowie Wave-Puts.

Während bei den Wave-Calls Basispreise um 2650 Punkte und Laufzeiten bis November gewählt wurden, standen bei den Puts Basispreise von 3150 Punkten und ebenfalls Fälligkeiten bis November hoch im Kurs. Angesichts der momentanen Marktverhältnisse wurden die Positionen meist nur wenige Handelsstunden oder bis zum nächsten Tag gehalten.

Während die Anlageszenarien für den Dax noch uneinheitlich waren, überwogen die Marktpessimisten bei Investments auf den Dow-Jones-Index. Hier kauften die Investoren über die gesamte Woche Puts. Sie halten den Index für überbewertet und spekulieren auf einen weiteren Rückgang. Bevorzugt wurden Verkauf-Optionsscheine mit einem Basispreis von 7000 Punkten und Laufzeiten bis Dezember 2002.

Gerüchte über eine mögliche Gewinnwarnung setzten die Aktie der Deutschen Bank gegen Wochenschluss erheblich unter Druck. Zu Wochenbeginn wurden noch Kauf-Optionsscheine auf den Titel gekauft, die meist zum Wochenschluss mit Verlust veräußert wurden. Die Investoren hatten Calls mit weit aus dem Geld liegenden Basispreisen um 80 Euro und Laufzeiten bis Juni 2003 gewählt. Aus dem Geld heißt, dass der aktuelle Kurs des Basiswerts unter dem Basispreis des Calls notiert.


Bei Engagements auf den Stuttgarter Automobilbauer DaimlerChrysler überwogen die langfristigen Optimisten. Im Vordergrund standen Calls mit einem Basispreis von 50 Euro und langen Laufzeiten bis Dezember 2005.


Auch beim Technologiekonzern Siemens engagierten sich die Anleger überwiegend in Kauf-Optionsscheinen. Zu Wochenanfang wählten sie Basispreise um 30 Euro und Laufzeiten bis Dezember 2002. Diese Positionen wurden gegen Wochenmitte mit Gewinnen von bis zu 10 Prozent honoriert. Grund für die positive Entwicklung des Aktienkurses war eine überraschend optimistische Quartalsprognose des US-Computerherstellers Dell.


Bei der Deutschen Telekom wurden die weiteren Kursverluste gegen Wochenschluss zu erneuten Käufen in Calls genutzt. Gefragt waren Calls mit einer Basis von 10 Euro und Laufzeiten bis Dezember 2003. Auch hier überwogen strategisch längerfristige Überlegungen.


Jörg Leichinger ist Derivatehändler bei der Euwax Broker AG in Stuttgart

© 2002 Financial Times Deutschland

(aus der FTD vom 7.10.2002)
@starshine
für mich ist das zwar ein pfeifen im walde, für die börse aber nicht unbedingt... du hast schon recht, wichtige unterstützungen plus solche meldungen plus für die banken positiver wahlausgang in brasilien, und onischka sieht sowieso das baldige ende der baisse...

aber der hinweis von @ken (#487) zeigt genau den schwachen punkt auf.

@chart junkie
das gleiche gilt, wie ich das sehe, für neue technologien. da wären tolle chancen gewesen, sie für den bereich transport und umweltschutz zu fördern und weiterzuentwickeln. ich sag das jetzt bewusst im konjunktiv, weil ich fürchte, die chance ist schon vertan. das ginge ja nur, wenn genügend investitionsbereitschaft vorhanden wäre. sonst müssen wir die träume wohl oder übel um ein *paar* jahre verschieben.

gruss
cabinda
WIRTSCHAFTSWOCHE

Metro Abwärtspotenzial ausgeschöpft Datum: 03.10.2002


Nach Meinung der Experten vom Magazin "Wirtschaftswoche" hat die Metro-Aktie (WKN 7257550) mit ihrem Crash nicht nur die fundamentalen Belastungen abgearbeitet, sondern auch ihr Abwärtspotenzial ausgeschöpft. Trotz der schwachen Konjunktur habe das Management der Metro AG auf der Halbjahrespräsentation an der Gesamtjahres-Prognose festgehalten. Der Umsatz solle um 5,5 bis 6% und der Gewinn sogar um 10% klettern. In der ersten Jahreshälfte sei der Umsatz um gut 3% auf 23,9 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sei dabei um gut 14% auf 176 Mio. Euro gefallen. Käuferstreik und Börsenmisere hätten auch den Aktienkurs von Metro einstürzen lassen. Mittlerweile sei der Titel auf ein Viertel seines Wertes von 1999 geschrumpft. Anstelle des traditionell für Metro üblichen KGVs von 40, erscheine das KGV von gut 12 für 2003 geradezu moderat. Bei einem Umsatz von 53 Mrd. Euro belaufe sich die Marktkapitalisierung auf rund 6 Mrd. Euro. Negativ würden die Experten den Schuldenstand von 7 Mrd. Euro sowie die geringe Eigenkapitalquote von 18% werten. Nach unten sei der Titel mit einer wohl sicheren Dividendenrendite von 5,5% solide abgesichert. Ein neues Übernahmegerücht oder eine überraschende Belebung der Konjunktur würden den Aktienkurs wieder beleben. Nach Meinung der Experten vom Magazin "Wirtschaftswoche" könnten mittelfristig orientierte Anleger mit der Metro-Aktie auf der momentanen Kursbasis nicht viel verkehrt machen.
Hier mal was fürs Auge(Prognose aus Januar dieses Jahres)

Langfrist-Investoren sollen Cash und risikofreie Papiere wie T-Bills halten. Der Bär hat weiter den Vorteil. Das Jahr 2002 wird ein wirkliches “Katastrophenjahr” für den weltweiten Aktienmarkt. Ziehen Sie sich warm an! Die “sieben mageren Jahre” liegen vor uns. Wir sind in einem langjährigen “Bärenmarkt”. Das Ziel für den DJIA liegt im Jahr 2002 bei “6300” Indexpunkten. Die totale Kapitalisierung der U.S. Aktien war im März 2000 bei US$ 25 Billionen (25000 Milliarden). Im September 2001 liegt diese Gesamtsumme bei US$ 16 Billionen (16000 Milliarden), ein Verlust von US$ 9 Billionen (9000 Milliarden) oder 36%. Der Baissemarkt bleibt noch viele Jahre erhalten. Zwischendurch gibt es kurze Rallies, die jedoch nicht nachhaltig sind. Diese Gelegenheiten benutzt man für Verkäufe. Natürlich besteht k e i n e Chance, daß es in der zweiten Jahreshälte 2002 wieder aufwärts geht. Solche Prognosen werden nur von ignoranten Analysten und Ökonomen, die das Naturgesetz nicht kennen, aufgestellt. Banken und abhängige Analysten dürfen keine Negativ-Prognose stellen. Deshalb werden jene Marktteilnehmer, die diesen “diabolischen Geschöpfen” folgen, heftig zur Kasse gebeten. Vergessen Sie die “Gurus”, die sich ständig im Fernsehen präsentieren. Im Jahr 2002 wird man sie steinigen!



NH
Und hier der aktuelle Chart (mit Crashwarnung!) ;)

Der Zyklus: Crash 1987 bis Crash 2002

19. Oktober 1987 bis 30. September 2002 = 5460 Kalendertage oder 14,9491 Jahre. 14,9491 * Pi = 46,9640; 1,618^8 = 46,9708! In Wochen gerechnet: 780 Wochen. 780*Pi = 2450,44; LN(LN2450,44) = 2,0546^2 = 4,2214. 4,2214^(1/3) = 1,6162! Analog wiederholt sich ein fulminanter Crash ähnlich 1987. Sep/Okt. 2002.




04.Oktober 2002 Die CRASH WARNUNG besteht weiter!

Das erste Zeitziel am 30. September 2002 wurde mit einem Tief quittiert. Siehe SINUS. Das zweite Ziel liegt am 10. Oktober 2002 an. Das dritte Zeitziel visieren wir mit dem 18. Oktober 2002 an. Siehe DOW-Chart vom 18. Januar 2002 Außerdem haben wir das Kursziel für 2002 bereits in unserer Prognose 2002 vom Dezember 2001 formuliert. Damals sprach die Analysten-Meute noch von einem Aufschwung. Die wirtschaftlichen Fundamental-Daten verschlechtern sich zunehmend. Wir stehen am Beginn einer deflationären Depression. “Double Dip” und andere Erfindungen können Sie vergessen. Die verantwortlichen Zentralbänker werden erkennen müssen, daß ihre Geldsteuerungspolitik versagt hat. Sie tragen die Hauptschuld an dem bevorstehenden Desaster.

Wir erwarten einen “Wasserfall”, sobald der DOW unter die Marke 7530 im Schlusskurs fällt.

Bitte anschnallen!




NH :D
@cabinda
Ich lasse mich von der Stimmung hier nicht anstecken.
Wenn wir noch einmal 80% weiter unten sind, können wir gern über eine neue Wirtschaftsordnung etc. diskutieren.
Aber momentan haben wir es, jedenfalls was die Indexstände betrifft, durchaus noch mit einer normalen Korrektur zu tun.
Alles andere sind ungelegte Eier. Ich bin ja auch der Meinung, dass sie irgendwann gelegt werden, aber eher später. Denn es geht nunmal nicht immer alles in einem Rutsch. Klar die Versicherungen und so... Aber die haben sich doch längst abgesichert, so gut es geht. Das bedeutet riesige Short-Positionen! Dazu, Du hast es selbst zititert, die ganzen Hobby-Shorter, die am Freitag von den Untergangspropheten nochmal richtig angestachelt wurden. Glaubst Du, man wird denen das Geld überlassen? Wenn Shorten zum Volkssport wird, dreht der Markt in der Regel sehr schnell und heftig.
@chartjunkie

1987 ist die Welt auch nicht grundsätzlich neu geordnet worden geschweige denn untergegangen.

Ein Kursziel für den Dow von 6300 wäre durchaus eine "normale" Korrektur. Auch in Deinem Sinne, wenn ich Dich recht verstehe, oder?

NH
@chart junkie
ich unterscheide immer zwischen trading und langfristig relevanter fundamentaler perspektive. das macht die sache hier schwierig, weshalb der thread von den schreibern lebt, die ich einfach nur klug und weltoffen finde. was das trading betrifft, bin ich momentan an der seitenlinie, weil ich alles für möglich halte. was die langfristigen aussichten für uns alle angeht, sehe ich zugegebenermaßen ziemlich schwarz. die möglichkeit, sich über beides zu unterhalten, ist absolutes glatteis - punkt an dich!

aber auch einer für mich, denn ich mach das schon einige zeit und bin selbst erstaunt, dass der seiltanz zwischen philosophie, idealismus, pragmatismus und schlichtem coolen daytrading immer noch funktioniert.

gruss
cabinda
#503 woernie

...mal mit einem dollar angelegt im jahr 1500 zu 5 % zinsen vorgerechnet. das `erwirtschaftete` kapital wuerde sich heute auf eine astronomische summe belaufen , ein vielfaches des BIP der vereinigten staaten.

1 Dollar 500 Jahre zu 5% p.a. angelegt ergibt 39 Mrd, also z. B. ungefähr die Marktkapitalisierung der Deutschen Telekom. So weit so gut. Das große Problem besteht aber darin, das Kapital über 500 Jahre nicht zu verlieren. Man muß es schaffen, Kriegen, Naturkatastrophen, Kreditausfällen, Betrügereien, Diebstahl, sonstigen Schadensfällen etc. zu entkommen - das gelingt niemanden, schon gar nicht über einen so langen Zeitraum. Es ist eine alte Erfahrungstatsache, daß es oft leichter ist, ein Vermögen zu erwerben, als dieses Vermögen zu erhalten.

Andere Betrachtung: 1 Dollar zu 5% auf 70 Jahre ergibt 30 Dollar. Jetzt stellt sich die Frage: was konnte man sich 1930 für einen Dollar leisten und was bekommt man heute für 30? Dazu kommt, daß es viele Dinge, die man heute für 30 Dollar kaufen kann, 1930 gar nicht gab. Am einfachsten wäre es vielleicht, z. B. die Preise im Dienstleistungsgewerbe zu vergleichen, z. B. von Freudenmädchen. Ich habe keine Ahnung, wie die einschlägigen Preise 1930 waren, vermute aber mal, daß man heute für 30 Dollar nicht wesentlich mehr bekommt als damals für einen. Die 5% Verzinsung hätten dann gerade den Wert über die 70 Jahre erhalten, aber nicht vermehrt.
@cabinda
Den Seiltanz vollführen wir ja alle: Man muss die massenpsychologische Lage zwar kennen, sollte sich aber gleichzeitig möglichst wenig von ihr beeinflussen lassen. Und die Diskussionen hier tragen ihren Teil dazu bei, dass jeder seine eigene Position aktiv ausloten kann - und nicht nur passiv den Analysten ausgeliefert ist. Weil oft widersprüchliche Ansätze aufeinander treffen (auch in jedem selbst), ist der thread so interessant.

@woernie
Ich schaue mir den nationalisten hauptsächlich nur wegen der Sentimentcharts an - auch wenn sie meiner Meinung nach eigentlich wenig Prognose hergeben. Deshalb kommt er auch mehr und mehr ins Schwimmen und tauscht seine Charts häufig aus.
Mein liebster Sentimentchart ist ohnehin dieser (und nach diesem wäre tatsächlich noch Luft nach unten, sehe ich gerade :eek: )
http://www.vtoreport.com/sentiment/sentiment.htm

@newhenry
Klaro, 6300 wäre auch normal - bei den gegenwärtigen KGVs allemal. Und die übrigen Argumente kennen wir ja auch alle. Ich glaube deshalb auch, dass es noch viel weiter runter geht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es alles auf einmal geschieht.
Die "höchstkritische Phase" sehe ich auch im Chart.
Für den Rest warte ich aber lieber ab, bis es soweit ist.
Meines Wissens entwirft eine seriöse technische Analyse deshalb auch immer ein Gegenmodell und wertet erst in einem zweiten Schritt nach der Wahrscheinlichkeit.

Mathias Onischka macht es meines Erachtens richtig:

>>Anhand der Chart- und Markttechnik kann leider nicht ermittelt werden, ob sich der Dow für ein Low bei 7.428 (ggf. 7.100-37) oder für die tiefere Variante bei 6.429 entscheidet. Da es sich um ein mittel- bzw. langfristiges Tief handelt, wäre der tiefere Zielbereich aus charttechnischer Sicht sicherlich optimal.<<




guten morgen,

dbk kämpft mit der 40e-marke. darunter dürfte es spannend werden. coba bei 5,50. mlp -18,6%...
gruss
cabinda
@ChartJunkie

Sicher, zwischendurch geht`s nunmal wg. Shorteindeckungen
und PPT-Manipulationen immermal ein wenig rauf. Ich hatte mehr auf die mittelfristige Sicht abgestellt - auch wenn
hier jetzt der 10./11. Oktober im Gespräch ist.

Bei uns ist dann bekanntlich Ferienbeginn!! Der ein oder andere Kleinanleger und Hobbyzocker wird dann sicherlich noch zusätzlich für Verkaufdruck im Dax bei kaum vorhandener Kaufneigung sorgen.

NH
@topfenpalatschinke

okay, dann war das malik beispiel mit 100 $ im jahre 1500 zu 5 % angelegt? bin zu faul zum rechnen. dein argument mit der inflationsrate sticht natuerlich nur , solange diese im durchschnitt in der nähe von 5 % liegt und/oder die geldmenege nicht überproportional ansteigt. sonst läuft das system auf zeit eben doch in diese , ich will es mal `mathematische falle` nennen. eine genaue terminiereung wann die entstehenden ungleichgewichte `zuschlagen`, wird wohl wegne der komplexität der wirtschaftlichen zusammenhänge bei aller vorhandenen `rechnerkapazität` nicht möglich sein...

gruss woernie
@woernie,
schau mal im Fundi Board unter "Deflationierter Dax" von Pfandbrief nach.

Viele Grüße
ST
Kleiner Tip am Rande: wer ein Konto bei Kommschmerz hat und sich demnächst umständlichen Bürokratiekram ersparen möchte,
sollte dieses jetzt woanders hin bewegen.

Die Negativmeldungen kommen viel zu schnell hintereinander;
der Laden stinkt.



"FT": Commerzbank plant weitere
Stellenkürzungen

Zuletzt aktualisiert: 07 Oktober 2002 05:22 CEST

London (Reuters) - Die Commerzbank plant der Zeitung

"Financial Times" zufolge, hunderte weiterer Stellen
abzubauen.

Wie die Zeitung in der Nacht zum Montag berichtete, sollen die
Stellen zusätzlich zu den bereits bis Ende 2003 angekündigten
4300 entfallen. Die Entlassungen sollten nach einer
Überprüfung der Geschäftsaktivitäten vorgenommen werden.

Im Zuge des schwachen Geschäfts im Investmentbanking und
sinkender Aktienkurse leiden die deutschen Banken wie ihre
europäischen Konkurrenten unter einer Ertragsschwäche. Die
steigende Zahl von Insolvenzen in Deutschland hat zudem zu
einer höheren Risikovorsorge im Kreditgeschäft geführt. Um
möglichst schnell wieder profitabler zu werden, versuchen nun
die Institute, ihre Kosten drastisch zu senken und bauen unter
anderem zehntausende Arbeitsplätze ab.

Am Samstag hatte die Bank einen Zeitungsbericht über
angebliche Probleme im Geschäft mit Kreditderivaten
dementiert. Die Commerzbank-Aktie schloss am Freitag 5,3
Prozent tiefer auf 6,06 Euro. Im Handelsverlauf hatte sie ein
neues Jahrestief bei 5,84 Euro markiert. Einen Höchststand
hatte das Papier Mitte März mit 21,29 Euro.

Quelle: Reuters
SPIEGEL 07.10.02

Schwere Zeiten für Bärentöter

(...)

New York - Wird der Dow Jones an Silvester bei 11.000 oder bei 5000 Punkten stehen? Das wollte das "Wall Street Journal Online" kürzlich von seinen Lesern wissen. Die Antworten fielen gemischt aus, aber viel interessanter war die Frage selbst. Der Dow bei 5000? Was für eine verrückte Idee. Oder?

Die provokative Zahl hatte Anleihenkönig Bill Gross von Pimco vor einigen Wochen in die Diskussion geworfen. Nun hat Gross ein professionelles Interesse an fallenden Aktienkursen, von daher ist seine "Prognose" mit Vorsicht zu genießen. Aber die Märkte scheinen trotzdem hingehört zu haben: Seit Wochen marschiert der Dow zielstrebig auf die 5000 Punkte zu.

Die Marke scheint auch durchaus in Reichweite zu sein. Schließlich steht der Dow inzwischen auf dem Stand von November 1997. Fünf Jahre Aktiengewinne sind bereits ausradiert, fehlen nur noch zwei. Im November 1995 hatte der Index zuletzt bei 5000 Punkten notiert. Wie weit kann der Weg vom Fünf-Jahres-Tief zum Sieben-Jahres-Tief sein?

Diese Woche wird sich der Dow dem Ziel voraussichtlich weiter nähern. Die Quartalszahlensaison kommt langsam in Gang, und die Börsianer an der Wall Street rechnen mit weiteren Gewinnwarnungen und enttäuschenden Prognosen. Analysten fahren fort, ihre Erwartungen für das dritte Quartal zu senken. Inzwischen rechnen sie nur noch mit einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 5,9 Prozent. Noch vor zwei Monaten waren sie von 16,6 Prozent ausgegangen.

bei dieser Gelegenheit mal ein ehrliches Dankeschön :)
an "Cabinda und die Clique" - vom stillen Leser

konradi
windstille.

hier mal die zehn-jahres-charts von dbk und dax.





jetzt müssten positive impulse her, um die sache in gang zu bringen.


@konradi
:)

gruss
cabinda
#522 Ken_meyer

Kleiner Tip am Rande: wer ein Konto bei Kommschmerz hat und sich demnächst umständlichen Bürokratiekram ersparen möchte,
sollte dieses jetzt woanders hin bewegen.

Die Negativmeldungen kommen viel zu schnell hintereinander;
der Laden stinkt.


Kleiner Hinweis: Wer wechselt, sollte nicht zur Credit Suisse gehen. Deren Aktien haben heuer nämlich 70% verloren - genauso wie die "Kommschmerz".

Übrigens: aktuelle Dividendenrenditen:

Credit Suisse: 10%
"KommSchmerz": 7%
da schau her!!!!

AOL mit verdacht auf luftbuchungen !!!

wie gut das ich schon vor einer woche drauf hingewiesen hab und dementsprechend investiert bin. da lob ich mir doch das wöchentliche schafkopfen

DUF
@ken

ad kommschmerz: gut möglich!
möglich aber auch , dass gezielte `stimmungs-manipulationen` von `interessierter` seite stattfinden. wie kann ein email das merrilslynchteam an s&p schickt an die öffentlichkeit gelangen?
dummer zufall?

gruss woernie
02.26 Marktbericht vom 07.10.2002
Autor: Uwe Warmbein

Nach Agonie folgt Panik

Inzwischen sehen wohl nur noch die Politiker den Bärenmarkt nicht. So ziemlich alle hier in der Vergangenheit aufgezeigten Entwicklungen sind eingetroffen (Lediglich beim Bondmarkt habe ich kräftig daneben gelegen) und die Bären sind fett und strotzen vor Kraft. Die Realität spült die Bullen regelrecht hinweg und es gibt keine Anzeichen, dass sich dies in nächster Zukunft ändern wird. Bestenfalls werden sich die Bären etwas ausruhen bei der nächsten Rallye nach oben - verdauen muss ja auch mal sein.

Ist bald alles vorbei?

So hoffen viele Investoren, die noch auf ihren Verlusten sitzen. Aber dieses Mal wird alles anders sein als in den vergangenen 3 Dekaden. Die hergebrachten Börsenweisheiten werden nicht funktionieren. Ein Blick auf den S & P 500 macht das auch ziemlich deutlich. Nach klassischer Charttechnik haben Head & Shoulders Tops ein leicht errechenbares Mindestkursziel. Man trägt die Entfernung vom Top bis zur Nackenlinie nach unten ab. Aber man kann getrost davon ausgehen, das dieses Mindestkursziel noch unterboten werden wird.



Keiner will mehr Aktien kaufen - so leuchtet es uns von den Laufbändern im Fernsehen entgegen. Dies ist ein klarer Fall von Agonie. Verharren in der Erstarrung. Selbst Versicherungen haben große Bestände noch zu Höchstpreisen in ihren Büchern. Die Debatte über die Darstellung der (noch nicht realisierten) Verluste in den Bilanzen konnte man in der letzten Woche der Tagespresse entnehmen. Wer soll denn die Aktien kaufen, die auf den Markt gespült werden?

Investmentfonds leiden unter Mittelrückflüssen
Der kleine Anleger sitzt ebenfalls aus
Banken haben große finanzielle Probleme
Insolvenzen steigen
Arbeitslosigkeit steigt
Länder und Kommunen sind hoch verschuldet
Der Staat ist hoch verschuldet


Man möchte meinen, ein Großteil der Anlegerschafft ist damit beschäftigt, sich die Wunden zu lecken. Mit der linken Hand hält sie krampfhaft den Strohhalm "Aufschwung" fest, mit der rechten die Mullbinde. Nur Herr Eichel hat alle Hände voll zu tun, den im Sommer propagierten Aufschwung in seinen Akten zu suchen, denn dort wird dieser sich verstecken.

Im Marktbericht vom 08.06.02 habe ich die sich abzeichnende Schwäche der Finanzwerte beschrieben. Sie waren in den letzten Wochen die Hauptschuldigen für die fallenden Aktienmärkte. Ein Ausbruch aus einem "Rising Wedge" nach unten hat sich vollzogen. Am nachfolgenden Chart ist zu erkennen, dass da noch einiges an Kursverlusten folgen wird.



Die letzten Hoffnungsträger der Wallstreet - die großen Konsumwerte - sind (ebenfalls wie angekündigt) bereits unter die Räder gekommen. Nach dem Motto - konsumiert wird immer - waren sie lange Zeit ein sicherer Hafen für konservative Anleger. Philipp Morris, sogar noch vor einigen Monaten von R. Leuschl empfohlen, hat seinen Charme verloren und ist von 58$ auf 38$ gefallen. Im Langfristchart ist dies jedoch nur Fliegendreck. Selbst ein Rückgang des Kurses bis auf 22$ korrigiert nur einen Bruchteil der bisherigen Kursgewinne.






Der vielbeschriebene Boom am Immobilienmarkt ist bereits gekippt. Die Hausverkäufe (Neubauten) sind rückläufig. Die sich dort aufbauende Druck wird bald aus dieser Blase entweichen. Gut abzulesen an den Firmen, die im wesentlichen von diesem Boom profitiert haben. Home Depot und Fannie Mae sollen hier als Beispiele verwendet werden. HD hat erst bei unter 10$ seine nächste wesentliche Unterstützung. Fannie Mae als einer der größten Immobilien-Finanzierer in den Staaten nimmt die Immobilienschwäche vorweg und hat bereits 30% von seinen Höchstkursen eingebüßt.






Ein Beleg von der

Ahnungslosigkeit der Amerikaner von der heranziehenden Krise

ist deren Bereitschaft, sich immer weiter zu verschulden. Eine Umfinanzierung der Immobilienschulden - bedingt durch niedrige Zinssätze - wird nicht etwa dazu genutzt, Schulden abzubauen, warum denn? Mit der gewonnenen Liquidität wird die nächste Kreditkarte bestellt und munter weiter konsumiert. So zeigt folgende Grafik den ungebrochenen Verschuldungsgrad der Bevölkerung. Während in früheren Rezessionen (farbig) sich die Anzahl der ausstehenden Kredite und die Konsumneigung ebenfalls abschwächte, ist in den letzten beiden Jahren davon nichts zu spüren, die Kurve steigt weiter munter an.

Es gehört nicht allzu viel Scharfsinn dazu, den Eigenheimbesitzern harte Zeiten vorauszusagen, denn die Steigerung der Einkommen hat in keinster Weise mit den Steigerungen der Immobilienpreise Schritt gehalten. Laufen die Aktien nicht, scheinen Immobilien als sichere Anlageform zu gelten. Dies ist ein fataler Trugschluss. Als Geldanlage eignet sich am Höhepunkt einer Blase auch keine Immobilie. Das mussten die Japaner und die Hongkong-Chinesen bereits am eigenen Leibe erfahren.





Dies sind nur wenige Beispiele von vielen, die andeuten, dass der Bärenmarkt noch eine lange Strecke zurückzulegen hat und die Stimmung noch wesentlich schlechter werden wird, als wir sie jetzt erleben. Panik haben wir noch nicht gesehen, allenfalls wird vielen Propagandisten steigender Kurse etwas mulmig angesichts der nicht stattfindenden Erholungen. In einem starken Bullenmarkt hoffen die Zauderer auf Rücksetzer, um günstig einsteigen zu können. In einem starken Bärenmarkt hoffen die Zauderer auf die nächste Rallye, um nicht ganz so ungünstig verkaufen zu müssen

Können wir kurzfristig mit einer Erholung rechnen?
Es gibt einige Anzeichen, dass der Dow in diesem Monat eine Erholung starten kann, die etwas kräftiger ausfallen wird. Anzeichen sind Divergenzen beim Momentum und beim MACD. Der Dow könnte eine rechte Schulter ausbilden. Der augenblickliche Kursbereich zeigt zwei Unterstützungen im Bereich 7200 bis 7400 an. Wenn diese halten, könnte eine Rallye bis ca. 9000 Punkten möglich sein. Allerdings erwarte ich kommende Woche noch fallende Kurse. Ein Durchbruch durch diese Unterstützungen hätte jedoch sicherlich crashartige Kursverluste zur Folge.



Die negative Variante könnte bei einer Extension der Welle 3 (blau) Kurse um 6420 mit sich bringen. Von dort würde dann eine nachhaltige Erholung stattfinden können. Die positive Variante geht davon aus, dass die rote 2 noch nicht beendet ist und sich in Form eines Flat ausbildet. Dann könnte die noch ausstehende C eines Flat Kurse bis ca. 9.000 erreichen.

Negative Variante:



Positive Variante:



Wie immer in solchen Situationen ziehe ich die gleitenden Durchschnitte als Entscheidungshilfe hinzu (DAX). Da der DAX bereits sehr weit unter sein Juli-Tief gefallen ist, kommt ein Flat als 2 eigentlich nicht mehr in Frage. Somit tendiere ich eher zur negativen Variante mit Welle 2 als Zigzag.



Sentiment

Unsere gewohnte Sentimentanalyse gibt uns ebenfalls keine Hinweise auf Extrempunkte, so dass wir auch von dieser Seite eher von noch schlechteren Aktienmärkten ausgehen können. Der 38MA des Put-Call-Ratio`s strebt weiter gegen 1 und zeigt sogar niedrigere Werte an als beim Juli-Tief. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Marktteilnehmer jetzt mehr bullish sind als im Juli. Die Volatilität im Monatschart zeigt Indikatoren, die eher auf weiter steigende Volatilität hinweisen. Die vielfach vertretene Anschauung, dass Vola über 50 ein Kaufsignal darstellt, teile ich zur Zeit nicht. Wir befinden uns nicht mehr in einem Bullenmarkt und haben somit andere Voraussetzungen als in früheren Jahren.

Angenommen, die Temperaturen schwanken im Sommer zwischen 12° und 30°. Dann ist es durchaus angemessen, bei Temperaturen um 12° davon auszugehen, dass es bald wieder wärmer wird. Es kommt jedoch niemand auf die Idee, im Winter bei 12° in Sommergarderobe zu investieren, weil ja im Sommer die Temperaturen an dieser Marke gedreht haben. Es ist eine Erfahrung, die wir alle jedes Jahr neu machen, dass die Untergrenze der Temperatur im Winter wesentlich niedriger liegt als im Sommer.
Diese Erfahrung macht man am Aktienmarkt nun leider nicht jedes Jahr, denn hier haben wir es mit wesentlich längeren Zyklen zu tun. Nun kann der Mensch denken, sollte man meinen. Aber auch in unserer Börsenwelt wird vielfach nur das nachgeplappert, was irgendwer vorgeplappert hat, ohne selbst seinen Grips zu bemühen. Im Jahr 1987 hatten wir eine Volatilität von ca. 150 im Maximum, dies nur als Hinweis.






Gold wird steigen

Wie wird sich Gold entwickeln? Als ein überzeugter Anhänger der Elliott-Wave-Theorie informiere ich mich selbstverständlich auch darüber, was andere von mir geschätzte Analysten zu diesem Thema zu sagen haben. Robert Prechter geht von einer kommenden Deflation aus und ist der Meinung, dass Edelmetalle und insbesondere Gold in Analogie zu deren Verhalten Anfang der dreißiger Jahre fallen werden. Auffällig in seinem jüngsten Buch (Conquer the Crash) ist seine offensichtliche Unsicherheit, was die Entwicklung von Gold betrifft. Ich persönlich gehe nicht unbedingt von einer Deflation, sondern eher von einer Stagflation aus (zu diesem Thema werde ich mich demnächst in einem Special ausführlicher äußern).
Dementsprechend teile ich auch nicht die Prognose des geschätzten Kollegen J. Küßner, der den Goldpreis noch auf 200$ fallen sieht. Aber schauen wir nicht mit Elliott-Augen, sondern ziehen einmal die klassische Charttechnik heran. Ziehen wir vom 2. Hoch Anfang der 90iger Jahre Fibonacci-Fanlinien, so ist gut zu erkennen, dass diese Linien als Widerstände für die Kurse dienen.



Eine eingezeichnete Ellipse dient dann auch als Haltepunkt für die 3 letzten großen Tiefs in den vergangenen Jahren. Die Nützlichkeit von Ellipsen habe ich bereits in vergangenen Marktberichten aufgezeigt. Der Goldkurs korrigiert zur Zeit an der Linie F1, das Potenzial nach unten dürfte begrenzt sein vom Schnittpunkt der Abwärtstrendlinie T mit der Ellipse.

Zusätzlich ist der 38 Monatsdurchschnitt (grün) eingezeichnet. Er entspricht in etwa der 200 Tage-Linie. Zu erkennen ist, dass die Kurse nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend genau bis an diese Linie korrigiert haben und dort abgeprallt sind. Eine Ausschnittsvergrößerung belegt dann auch, dass der Price of Gold (POG) komfortabel über seinem steigenden 200 Tage-Durchschnitt liegt.



Die Kurschancen (nach erfolgreichem Bruch der Fan-Linie F1) sind begrenzt durch die Fan-Linie F2, also bei ca. 400$. Einen weiteren Hinweis auf einen steigenden POG gibt das Momentum im Monatschart, welches im Begriff ist, aus einem Dreieck nach oben auszubrechen.




Somit ist festzuhalten, dass das Kursrisiko bis in den Bereich 290 $ reicht.
Die Kurschance liegt bei ca. 400 $.
frage an die `bank-experten`:

für wie gefährdet haltet ihr einlagen bei der credit suisse?
würde mich hart treffen...:rolleyes:

danke!

gruss w.
#530 woernie

Einlagen bei der Credit Suisse sind in gleichem Maße gefährdet wie bei der Hypovereinsbank und der Commerzbank: diese Aktien haben heuer alle 70% Kursverlust hingelegt.
@woernie

die letzten verkäufe bei csg fanden unter hohem volumen statt. greift da im zweifel nicht der bankeinlagensicherungsfonds, oder ist das in der schweiz anders? hier auf die schnelle ein paar links, die dir vielleicht weiterhelfen:


http://www.ftd.de/ub/fi/1033542524664.html?nv=se

(du kannst dir von der ftd auch regelmäßig newsletter dazu bestellen)

http://www.datamonitor.com/~c9995f03b5bc4fa093272e53fd446db6…

(reports leider kostenpflichtig, ausführlicher report über csg vom sept. 02)

http://www.snb.ch/d/download/banken/bankwesen_2001_d.pdf

http://www.credit-suisse.com/en/csgn/fact_sheet.html

gruss
cabinda
@woernie

zu #435
500 dow p. mit 300 im dax in relation zu setzen fand ich jüngst schon zu optim.

auch wenn die dekorrelation noch kommt, schon beeindruckend wie der dax bei negativem dow wegbricht (dow just keine 1% im minus, der dax dagegen fast 3% im minus)

starshine
@ cabinda...soviel ich weiss...greift der bankeinlagensicherungsfond nur bis zu einem bestimmten maximum...per Einlage...wer also sehr viel Geld drin hat...für den dürfte es im Falle eines Falles....düster aussehen...
wie hoch das max ist...das müsste aber rauszufinden sein...denke ich...es sei denn...das wird prozentual geregelt...was ich fast eher glaube...

@ woernie...kannst du da nicht noch auf die Schnelle raus???

gruss Dallas
glaube, ich krieg nochmal ne chance zum short nachlegen. :-)

starshine
Der Einlagensicherungsfonds: Bankguthaben geschützt wie in Abrahams Schoss

Das Guthaben von Kunden bei Groß- und Privatbanken ist mit dem Einlagensicherungsfonds der privaten Banken ("Feuerwehrfonds" ) vor Pleiten gesichert. Mit bis zu 30 Prozent des Grundkapitals - haftendes Eigenkapital zum Zeitpunkt des letzten veröffentlichten Jahresabschlusses - der Pleite-Bank (je Gläubiger - hat man mehrere Konten, wird nur eine Entschädigung gezahlt!) haftet dieser Fonds. Der Auslöser für das in Europa für deutsche Anleger fast einmaligen Schutzsystems war das Aus des Kölner Privatbankhauses Herstatt 1974. Aber auch die Betroffenen des jüngeren Bankenchrash des Hamburger Bankhauses Fischer konnten sich auf eine Hilfe des Bankenverbandes freuen.

Das Nachsehen haben deutsche Anleger dagegen oft im Ausland. Denn hier greift "nur" die gesetzliche Sicherung (in Deutschland: Entschädigungseinrichtung deutscher Banken" ) per EU-Gesetz (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz vom 1. August 1998). Dabei werden 90% des Wertes aller Einlagen von Banken und Bausparkassen in Deutschland, jedoch maximal 20.000 Euro pro Anleger geschützt. In den anderen Ländern der EU unterscheidet sich der maximale Entschädigungsbetrag (z.B. Italien 103.000 Euro, Frankreich 70.000 Euro, Dänemark 40.000 Euro - bei den restlichen EU-Mitgliedern zwischen 20 und 25.000 Euro). Damit liegt die Bundesrepublick Deutschland gesetzlich am untersten Limit.

Sehr vorsichtig sein sollte man vor allem bei kleinen Banken und Brokern, da diese entweder dem Einlagensicherungsfonds überhaupt nicht angehören oder durch versteckte Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) oder Ausnahmeregelungen nur unzureichenden Schutz bieten. Seien Sie hier auf der Hut! Im Zweifelsfall lassen Sie die AGBs von einem Rechtsanwalt prüfen.


www.tradewire.de
zuletzt aktualisiert 4.10.02

gruss
cabinda
12:19PM Breadth overwhelmingly negative on both exchanges by Michael Baron
Breadth has been overwhelmingly negative on both exchanges, a fact belied by the plus 50-point rise in the Dow Jones Industrial Average, and just a slight loss in the Nasdaq Composite. On the New York Stock Exchange, decliners are trouncing advancers, 2,051 to 968, while the Nasdaq is seeing a similar disparity, 2,109 to 978. The blue-chip index ($INDU) is now up 56.59 points, or 0.7 percent, to 7.584.99, while the Nasdaq Composite (COMPQ) is off 1.53 points, or 0.1 percent, to 1,138.37.

jetzt schau sich einer den DOW an...PPTeam @ work...:eek:
@woernie
Ich würde an Deiner Stelle zwar keine Hektik aufkommen lassen, aber schon in den nächsten zwei Monaten gezielt Bankalternativen aussuchen. Da gebe ich cabinda recht.
Einem Einlagensicherungsfonds traue ich allerdings auch nicht, weil er doch nur einzelne Institute auffangen kann, nicht den halben Sektor. In Deutschland sind die öffentlich-rechtlichen Sparkassen noch bis 2006 durch den Staat abgesichert. Vielleicht gibt es in der Schweiz ein ähnliches Modell (auch für ausländische Anleger?)
bin gespannt,was das heutige bush gefasel wieder punkte kostet
Reuters Business Report
Bush Intervenes in W. Coast Port Lockout
Monday October 7, 2:07 pm ET

http://biz.yahoo.com/rb/021007/transport_ports_12.html


starshine
danke fuer die antworten.:)
also ihr meint im ernst , selbst bei einer `schweizer bank` ist das geld nicht mehr sicher...

mmhh. zur belohnung/strafe gibt`s ein bisschen sentiment.:)

das barron`s weekly confidence update. zur erinnerung: gemessen wird der rendite-spread (risiko-aufschlag) zwischen bonds bester und minderer qualität:





waere interessant historische daten zu sehen. habe mal 98 und gegenwart rausgezoomt. sieht ziemlich furchterregend aus. hoffen wir , dass das ein `laggard` indikator ist.

gruss woernie
@artmann

Wie`s aussieht hat Bush wieder mal alles gegeben.

Der Dow wird wahrscheinlich gleich mit Schmackes die 7.500 von oben nehmen - und zwar zum 4.-mal. Ich glaub nicht das wir die in der nächsten Zeit nochmal von oben sehen.

NH
@all

Würdet Ihr das Shortzerti von der Coba auf die DB (WKN 735126) jetzt verkaufen. Eigentlich erwarte ich noch Kurse von ca. 30 Euro.

Allerdings ist mir irgendwie nicht wohl dabei. Wenn`s die DB
erwischt, könnte es mit der Coba ja schon aus sein! ;)

NH
Uih, habe nur die letzten 100 gelesen :eek:

Respekt, respekt... :)

was aktuell mit Allianz long?

bischen eine mögliche Bearmarket-ralley reiten?

Oder weiter an der Seitenlinie stehen?
@starshine
#534
wirklich unglaublich schwach der dax. er hat ja praktisch die ganze nachmittagsrally in amiland ausgelassen. als hätte er`s geahnt...

@ken
etwas ist hier am brodeln, vielleicht ist es ja die coba, irgendwie müffelt es. vielleicht die schweißperlen von ehlerdings gläubigern. die cbk ist ein dominospiel. einigen steht das wasser bis zum hals, übernahmespekulation am scheitern? keine ahnung, aber mir kommt es so vor, als würde einer den anderen beäugen, wer als erstes zum notausgang rennt.

@artmann
bin wieder im 721721 (dax-short, barrier 3200).


@herr.motzki
große klasse der artikel. ich habe die statements schon vermisst. fasst ja auch viel diskutiertes schön zusammen; interessante charts dazu.

@woernie
:kiss: - endlich! :)
noch nicht richtig gelesen, ich war noch etwas in der presselandschaft unterwegs.

@sittin
zur allianz gleich noch was.



ein kurzkommentar zum thema brasilien:

2:50PM BNP Paribas sees more volatility ahead after Lula win by Allen Wan
BNP Paribas` chief economist for Latin America Rafael de la Fuente expects more volatility for the Brazilian markets in the weeks leading up to the second-round presidential runoff between front-runner Luiz Inacio Lula Da Silva and ruling party candidate Jose Serra, who is trailing far behind. "I think ultimately it was not unexpected (of Lula`s strong showing) but whether it`s bad or not remains to be seen," he said. "But his comments weren`t reassuring," he added, referring to a ratcheting up of Lula`s socialist rhetoric. Nevertheless, the economist doesn`t expect a Brazilian debt default regardless of who wins, though de la Fuente subscribes to a consensus view that it will be hard for Serra to catch up given Lula`s 20+ percentage point lead.

und dies für den hintergrund:

Now for round two
Oct 7th 2002
From The Economist Global Agenda


It has been confirmed that the election battle for the Brazilian presidency will go to a second round of voting. The front-runner, Luiz Inacio Lula da Silva, has just failed to get the votes he needed for a first-round victory


ALMOST, but not quite. Luiz Inacio Lula da Silva came within a whisker of an outright victory in the first round of voting for a new Brazilian president, which took place on October 6th. But with nearly all the 115m or so votes counted, the Electoral Tribunal announced on October 7th that Mr da Silva got just under 47% of the votes, thus failing to get the 50% needed. So Mr da Silva—the man Brazilians call Lula—and the runner-up, Jose Serra, who got a little more than 23% of the vote, will have to fight it out in a second round on October 27th. Mr Silva’s supporters are confident he can win, but Mr Serra, the candidate of the governing centre-right coalition, says he thinks he can garner enough anti-Lula votes to take the presidency for himself.

Prolonging the political excitement, though, also means prolonging the political uncertainty that has blighted the Brazilian economy in recent months. The prospect of the left-wing Lula running Latin America’s biggest economy has terrified the financial markets. They fear he will abandon the free-market policies of the outgoing president, Fernando Henrique Cardoso, give up the fiscal discipline needed to service Brazil’s huge foreign debt and, possibly, let inflation rip.

The price of the uncertainty has been high. The Brazilian real has collapsed along with investors’ confidence, and the risk premium on Brazil’s public debt—the amount over the interest rate on American Treasury bonds it is forced to pay—has soared.



If Mr da Silva does win, it would be fourth time lucky—three previous campaigns ended in defeat. This time, he has worked hard to overcome the markets’ worries. The former metal worker and union leader long ago abandoned jeans for business suits. He has gone out of his way to promise that he will stick to the fiscal plans of the outgoing government and that he will meet Brazil’s international commitments.

On the other hand, he has fuelled anxieties by, for instance, saying he would not ask the widely respected governor of the central bank, Arminio Fraga, to stay on. Nor has he committed himself to making the central bank independent, something many economists believe would do much to soothe nerves. Mr da Silva has made it clear he does not think he should be constrained in such issues before the outcome of the election is known.

In fact, a victorious Mr da Silva would face some difficult political choices. His strong showing in the first round owes much to the fact that he represents a shift from the centre-right coalition that has governed Brazil for the past eight years. His working-class origins strike a chord with many poorer voters who believe that he would introduce policies that benefit them. He has, for instance, promised a sharp increase in the minimum wage—though many of his promised social improvements are vague on specifics.

Once in office, Mr da Silva would not want to disappoint his supporters. But he would find it difficult to govern without the confidence of the financial markets and without the support of the International Monetary Fund (IMF). The outgoing government recently negotiated a $30 billion loan with the IMF—the largest loan ever advanced by the Fund. This was intended to reinforce market confidence in Brazil during the period of electoral uncertainty. But four-fifths of the loan is payable only after the election, and only once the new government has agreed a programme which satsifies the IMF. Failure to agree terms for disbursement of the rest of the loan would, inevitably, alarm the markets.



So Mr da Silva would be stuck in the dilemma common to many left-wing governments taking office for the first time. He could ignore the market fears and press on with his reform programme, vague though that might be. That would, in the short-term, satisfy his supporters. But if he were to lose the confidence of the markets—or, more accurately, fail to gain it in the first place—he could find himself lurching from one financial crisis to another. It would not take much of a deterioration in the country’s budget position, for instance, to make Brazil’s large public-debt burden unsustainable. Default would then be inevitable, and with it damage to both market confidence and the domestic financial system.



Mr da Silva has tried to convince the market sceptics that their fears are unfounded, that he has turned over a new leaf. Even if he wins them over, however, it may not be enough to stave off catastrophe. A growing number of economists and market participants believe that Brazil’s problems don’t just reflect political uncertainty: the numbers, they worry, simply do not add up. The combination of slow economic growth, a rising debt-to-GDP ratio and a very high ratio of debt to exports make the debt burden unsustainable. This school of thought believes that a debt restructuring is therefore inevitable no matter who wins the election, and no matter how hard the new president tries to stick with conservative economic policies.



For either Mr da Silva or Mr Serra, that would be a calamitous start to their term of office. Help from the IMF, though, might at least ensure that the crisis was brought to a head quickly and might, ultimately, make life easier for either man. For now, however, the IMF continues to insist that Brazil’s fundamentals are sound and shows every sign of wanting to help a new president meet the country’s debt commitments. If the sceptics are right, that could mean nothing more than a painful postponement of the inevitable.

(www.economist.com)


gruss
cabinda
Neues Bärenfutter von Warmbein. Prädikat "wertvoll"!!! ;)

http://www.stockmove.de/02.26mb071002.htm

Hier eine kleine Kostprobe vorab:

"...Nach Agonie folgt Panik



Inzwischen sehen wohl nur noch die Politiker den Bärenmarkt nicht. So ziemlich alle hier in der Vergangenheit aufgezeigten Entwicklungen sind eingetroffen (Lediglich beim Bondmarkt habe ich kräftig daneben gelegen) und die Bären sind fett und strotzen vor Kraft. Die Realität spült die Bullen regelrecht hinweg und es gibt keine Anzeichen, dass sich dies in nächster Zukunft ändern wird. Bestenfalls werden sich die Bären etwas ausruhen bei der nächsten Rallye nach oben - verdauen muss ja auch mal sein.



Ist bald alles vorbei?

So hoffen viele Investoren, die noch auf ihren Verlusten sitzen. Aber dieses Mal wird alles anders sein als in den vergangenen 3 Dekaden. Die hergebrachten Börsenweisheiten werden nicht funktionieren. Ein Blick auf den S & P 500 macht das auch ziemlich deutlich. Nach klassischer Charttechnik haben Head & Shoulders Tops ein leicht errechenbares Mindestkursziel. Man trägt die Entfernung vom Top bis zur Nackenlinie nach unten ab. Aber man kann getrost davon ausgehen, das dieses Mindestkursziel noch unterboten werden wird.



Keiner will mehr Aktien kaufen - so leuchtet es uns von den Laufbändern im Fernsehen entgegen. Dies ist ein klarer Fall von Agonie. Verharren in der Erstarrung. Selbst Versicherungen haben große Bestände noch zu Höchstpreisen in ihren Büchern. Die Debatte über die Darstellung der (noch nicht realisierten) Verluste in den Bilanzen konnte man in der letzten Woche der Tagespresse entnehmen. Wer soll denn die Aktien kaufen, die auf den Markt gespült werden?

Investmentfonds leiden unter Mittelrückflüssen
Der kleine Anleger sitzt ebenfalls aus
Banken haben große finanzielle Probleme
Insolvenzen steigen
Arbeitslosigkeit steigt
Länder und Kommunen sind hoch verschuldet
Der Staat ist hoch verschuldet
Man möchte meinen, ein Großteil der Anlegerschafft ist damit beschäftigt, sich die Wunden zu lecken. Mit der linken Hand hält sie krampfhaft den Strohhalm "Aufschwung" fest, mit der rechten die Mullbinde. Nur Herr Eichel hat alle Hände voll zu tun, den im Sommer propagierten Aufschwung in seinen Akten zu suchen, denn dort wird dieser sich verstecken.

Im Marktbericht vom 08.06.02 habe ich die sich abzeichnende Schwäche der Finanzwerte beschrieben. Sie waren in den letzten Wochen die Hauptschuldigen für die fallenden Aktienmärkte. Ein Ausbruch aus einem "Rising Wedge" nach unten hat sich vollzogen. Am nachfolgenden Chart ist zu erkennen, dass da noch einiges an Kursverlusten folgen wird.

...usw.

NH
und da sprießt grad das nächste hoffnungspflänzchen. die 7400 im dow haben gehalten :)
dann können wir ja morgen von vorne anfangen.


@newhenry,
meine bank haftet nicht, wenn der emittent des os` pleite ist. bis die dbk bei 30e ist, können noch ein paar wochen ins land gehen, da wird das halten der 7400 im dow gefeiert und dann das der 7200...usw... aber was macht inzwischen die coba? ich will jetzt nicht unken, aber als langfristanleger ( ;) ) ist ein bisschen vorsicht vielleicht angebracht.

gruss
cabinda
HUI und XAU gehen in die knie, trotz stabilem POG.
ein fact der fuer die indizes moderat optimistisch stimmt.
charts lügen eben nicht...:D
jedenfalls nicht bewusst.
@newhenry,
#547

sehr schön. hatten wir allerdings schon von herrn motzki in #529. das engagement ist ja toll, aber nicht nur posten, sondern auch lesen, meine süßen ;)

gruss
cabinda
@woernie

glaubst du etwa, ich stelle das Audio-Interview mit Malik
zur CSG zum Spass hier rein und sag dann auch noch dass ich
CSG short bin, wenn das alles nicht so ernst gemeint ist?!!
für die gilt exakt dasselbe wie CBK. Selbst, wenn deine
Werte gesichert sind, würde ich mir an deiner Stelle den
Bürokratieaufwand ersparen wollen. Das kann ne Menge Zeit und
Nerven kosten. Erwarte nicht, dass du dein Geld nach nur einer Woche wieder siehst!! :):)
Für den morgigen Tag gebe ich meinem momentanen Bullen-Sentiment noch eine reelle Chance (einen moderaten sell off eingeschlossen). Ich sehe immer noch eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine mittelfristige Trendwende!
Sollte die Wallstreet aber übermorgen (Mittwoch) schon wieder schwächeln, verwandeln ich mich zurück in einen Bären. Es macht nämlich keinen Spaß, immer auf der Verliererseite zu stehen... ;)
@newhenry
weißt du,was ich an dem mann so gern mag?.
@cabinda
willkommen,hab es seit letzte woche zu meinem langzeit 48er.
@woernie
ja,"moderat"

gruß
artmann
@cabinda
aber nicht nur posten, sondern auch lesen, meine süßen.
huch.bitte um befreiung bei längeren texten.

gruß
artmann
wenn ich mir den vix angucke, müßte southbound eigentlich jeden moment um die ecke kommen und "koofen!" rufen.

also knockouts außer reichweite und gestählte nerven ;-)


starshine
@artmann
na klar. du glaubst doch nicht, dass ich auf meinungen wie deine - und die anderer ernstzunehmender kurzposter, die nicht alles lesen - verzichten will. war nur spaß. jeder wie er mag und zeit hat.


@sittin

manager-magazin.de, 06.10.2002, 16:47 Uhr
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,217095,00.html
A L L I A N Z

"Werden nicht in die Falle laufen"

Vorstandschef Schulte-Noelle weist Gerüchte über eine Kapitalerhöhung erneut zurück. Die Aktienquote des Konzerns ist nach Worten des Vorstandschefs weiter gesunken.


Zürich - Der Vorstandsvorsitzende der Allianz , Henning Schulte-Noelle, hat bekräftigt, dass die Allianz derzeit keine Kapitalerhöhung plane. "Eine Kapitalerhöhung steht im Moment nicht auf unserer Tagesordnung", sagte der Chef des Versicherungskonzerns im Gespräch mit der Schweizer Zeitung "Finanz und Wirschaft". Mitte September hatte der Konzern bereits entsprechende Gerüchte zurückgewiesen, nachdem andere Versicherer wie die Swiss Life und Zurich Financial Services angekündigt hatten, sich auf diese Art Kapital beschaffen zu müssen.

Aktienverkäufe, wie sie derzeit vor allem von Lebensversicherern betrieben werden, stünden ebenfalls zur Zeit nicht im großen Stil zur Debatte: "Die Allianz-Gruppe wird nicht in die Falle laufen, den Aktienanteil zu sehr herunterzufahren, um der Entwicklung hinterher zu laufen, wenn der Markt dreht", erklärte Schulte-Noelle.

so, jetzt sag mir mal, was das bedeutet. in meinen augen nichts als *hoffnung*. dann gäbe es vielleicht noch die möglichkeit, dass sie über ihre hedge-fonds was regeln können, indem sie eine positive spirale nach oben in gang setzen. aber wenn käufer fehlen, wie man heute gesehen hat? ppt müht und müht sich, und der dax kommt nicht aus den puschen?

@starshine,

onischkas ziel für den v-dax lag bei knapp 60, und irritieren tut mich das auch. komisch, manchmal gibt es hier im i-net so geheime bänder. ich denke öfters an das gedicht, was du hier vor urzeiten mal reingestellt hast und witzigerweise so wie du auch an southbound`s vix. ich glaube aber, dass der v-dax locker noch bis 150 laufen kann. da kommt noch was, und ich bin mir im moment nach etwas seitenlinie doch wieder ziemlich sicher - das kommt bald. hoffentlich werd ich nicht vorher ausgeknockt :rolleyes:

gruss
cabinda
@cabinda

Bin zwar auch noch im dax und dow short, aber ich überlege ernsthaft, ob ich nicht ausschliesslich "ausgewählte" Einzeltitel shorte. Sozusagen nur Premiumqualität! :laugh:

Warum den gesamten Index shorten? Man läuft ja Gefahr das ein paar Graupen gegen den Trend steigen!! Dafür ist mir mittlerweile mein Geld zu schade.

Also meine Empfehlung lautet, nur noch absolute Qualität wird geshortet. Will sagen, Downpotential vom aktuellen Kurs mindestens 30 % (kurzfristig) - 50 % (langristig).

Hier meine aktuellen Kandidaten:

1. Banken

Fannie Mae (Kursziel 50)
Citigroup (Kursziel 16, für`s erste) ;)
American Express (Kurziel 9) :rolleyes:
Deutsche Bank (Kursziel 30)Gewinnwarnung folgt :D

2. Konsumer/Autos

Home Depot (Kursziel 15-17)Bald platzt die Immo- und damit auch die "Schuldenblase" der Konsumer

Wal Mart (Kursziel 40-45) je nach Steikverlauf auch darunter

General Electric (Kursziel 9-12):rolleyes: die "Pensionäre" lassen güssen

General Motors (Kursziel? Keine Ahnung. Mir fehlt ein Langfristchart. Auf jeden Fall ist mit dem Autowahnsinn bald Schluss! ;)

Ich erhebe mit meiner kleinen Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Allerdings muss ich natürlich darauf achten, das mein Depot immer schön übersichtlich bleibt.

NH :)
@ NH...welcome to the Club...bin schon einige zeit in ShortZerties ABN Amro von Fannie Mae...Walmart...und hab noch einen...der in deiner Liste fehlt...Porsche...;)..
leider gibt es keine Shortzerties für Procter&Gamble und 3M...Henkel ist auch nicht zu verachten..da gibt es einen von der bank Pariba...allerdings nur mit ner basis von ca. 90...:rolleyes:...der hebel geht noch mit knapp 2

gute nacht...Dallas...:)
@ Cabinda
zu deiner Frage 548 ergänzend meine Frage: Was passiert denn mit unseren Konten und Depots, wenn unsere jeweiligen Hausbanken pleite gehen? Werden wir dann durch die Einlagensicherung 100% abgefangen, oder nur die Giro- und Sparkonten? Was ist mit OS, Aktien, Festverzinslichen und so weiter?
Nun zu deiner Frage: Wenn der Emittent eines OS kaputt ist, ist möglw. auch der OS kaputt. Könnte aber einen interessanten Rechtsstreit geben, weil ja auf der andern Seite des Trade-Grabens irgendwo die gegengeshorteten Aktien liegen müssen. Vielleicht gilt auch die englische Banker-Regel:
"Ihr Geld ist nicht weg, es hat jetzt nur jemand anderes".:D:D:D
Gruß Skywoolf
cabinda, :-),

...doch wieder ziemlich sicher - das kommt bald.

dito (seit gestern ist dieses gefühl stärker denn je), und das kurzfristige herausgehen aus den shorts war zuletzt eher nachteilig. Aber wenn der knock out bei 3100 liegt,sollte doch etwas vorsicht geboten sein... *g*
was gibt denn die crashhistorie zu den vdax extrema her?

starshine
Moin allerseits, (bitte nicht mit Fassbender verwechseln);)

irgendwie ist hier etwas faul mit unserem Dax, darum an dieser Stelle mal ein gewagte Prognose.

Die Deutsche Bank fällt weiter wie ein Stein und unser putziges Pelztierchen feiert die Wiederauferstehung.

Ich würde mich nicht wundern, wenn der Dax noch innerhalb der ersten Handelsstunde wieder unter 2.700 zurückfällt.

15 Minuten sind`s ja noch hinne!

NH
Uupps. Hoffentlich ist mir da nicht der gute Wim dazwischengekommen!?

NH;)
@newhenry
:laugh: - aber ich glaube, das war es noch nicht. kurze verunsicherung durch duisenberg:

08.10 09:53/***Duisenberg: In aktueller Situation Zinsen angemessen

08.10 09:49/***Duisenberg: Erholung in Eurozone langsamer als erwartet

08.10 09:51/***Duisenberg: Unsicherheiten kurzfristig hoch anzusetzen
(aus dem board)

mal schauen. bei 2770p. etwa liegt ein größerer widerstand.

so, ich muss was tun.
gruss
cabinda
it`s time to say goodby ???

bei JPM gehen die pink slips aus, ebenso die shorts. sind seit tagen dabei die vorwärtsverkäufe zu 340$ einzudecken. deshalb hat auch db und besonders kommschmerz selbige.
bei den ami-kost-nix-autos ist seit 2.september essig. die flotte vor den küsten gibt ihr scherflein bei.

al hat gesprochen und keiner hats ihm geglaubt. wie sich doch die zeiten ändern. chart hin oder her, da kocht was auf großer flamme!!!!!

strong sell: dax,dow
strong buy; edelmetalle, euro

komm da was wolle. das ende schau ich mir auch noch an.

DUF
@newhenry

das Problem bei GM und F sind die Schulden und Pensionsverpflichtungen.

Natürlich sind die Karren
Schrott und man versucht sie dem Käufer zum Nulltarif anzudrehen. Aber das ist nicht der springdende Punkt
BÖRSENCRASH

"Helfen kann nur eine riesige Pleitewelle"

Nach Überzeugung des Vermögensberaters Jens Ehrhardt hat der Börsencrash auf Raten gravierendere Ursachen als die pessimistische Stimmung der Anleger. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE führt der Finanzexperte den Niedergang auf die hohe Verschuldung zurück. Verantwortlich dafür sei US-Notenbank-Chef Alan Greenspan.



Macht die Überschuldung als Ursache der Börsenbaisse aus: Vermögensverwalter Ehrhardt


SPIEGEL ONLINE: Ist bei der Entwicklung der Aktienkurse allmählich der Boden in Sicht?
Jens Ehrhardt: Auf kurze Sicht kann man das nicht so genau sagen. Auf mittlere und lange Sicht bin ich sehr pessimistisch. Denn die wirtschaftlichen Rahmendaten stimmen nicht. Egal ob Unternehmen oder ganze Volkswirtschaften - wo man hinschaut, findet man riesige Schuldenberge. Die kamen nicht zuletzt deshalb zusammen, weil sich die Anleger angesichts der Höhenflüge der Börsenkurse vor zwei Jahren reich gefühlt haben. Und wenn ich mich reich fühle, dann kaufe ich mir ein Auto oder dies und jenes - in der Regel auf Kredit. Für den Einzelnen mag das angehen, wenn man die Volkswirtschaft insgesamt betrachtet, ist das natürlich verheerend, denn die Überschuldung wächst ins Unermessliche.

SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie damit sagen, wir haben in den letzten Jahren so weit über unsere Verhältnisse gelebt, dass wir das jetzt erst einmal zurückzahlen müssen?

Ehrhardt: Betrachten Sie die USA. Auf deren Volkswirtschaft - öffentliche Hand, Unternehmen und Privathaushalte - lastet ein Schuldenberg in Höhe von 30.000 Milliarden Dollar. Das ist praktisch dreimal so viel wie das Bruttoinlandsprodukt und kostet rund 2000 Milliarden an Zinsen im Jahr. Wie ernst die Situation ist, lässt sich daran erkennen, dass die Summe aller in der US-Wirtschaft aufgenommen Kredite in den letzten Jahren ungefähr genau so hoch war. Die USA sind also faktisch pleite. Ein Unternehmen müsste jedenfalls Insolvenz beantragen, wenn seine Schulden so hoch sind wie der Jahresumsatz. Eine höhere Relation konnten sich zeitweise lediglich einige Telekommunikationsunternehmen leisten.

SPIEGEL ONLINE: Aber viele Unternehmen konnten die hohen Schulden lange Zeit durch Umsatzsteigerungen kompensieren. Wieso funktioniert das jetzt nicht mehr?

Ehrhardt: Aus der Schuldenfalle führt so eine Geschäftspolitik allenfalls, wenn die Umsatzsteigerungen gewaltig sind. Im Prinzip ist das ein einfaches Rechenexempel: Angenommen, bei einem Unternehmen wären die Schulden so hoch wie der Jahresumsatz und man würde einen Zinssatz von sechs bis zehn Prozent zu Grunde legen. Dann müssten also schon sechs bis zehn Prozent Rendite herausspringen, um allein ihre Zinsen zu bezahlen.

SPIEGEL ONLINE: Die Baisse ist also kein Stimmungstief der Anleger, wie es viele Analysten immer wieder beschwören?

Ehrhardt: Nein, das sind Probleme substanzieller Art. Das ist schon an den nicht enden wollenden Gewinnwarnungen zum Ende es Quartals zu erkennen. Und von der Entwicklung der realen Wirtschaft können sich die Finanzmärkte nicht abkoppeln. Wenn es da nicht voran geht, läuft an den Finanzmärkten über kurz oder lang nichts mehr.

SPIEGEL ONLINE: Könnte sich der Irak-Feldzug zusätzlich verschärfend auf die Krise auswirken?


Kein Rezept gegen die Baisse: Börsenhändler in Frankfurt . . .


Ehrhardt: Das bestimmt, aber er wird eher von den tatsächlichen Problemen ablenken. Insgesamt wiegen die grundsätzlichen Ursachen stärker und unabhängig von einem Krieg. Aber niemand traut sich an die grundsätzlichen Ursachen heran, auch US-Notenbank-Chef Alan Greenspan nicht. Ich vermute, die USA wollen sich mit dem vorgehen gegen den Irak einen niedrigen Ölpreis sichern, der für ihre Volkswirtschaft von existentieller Bedeutung ist.

SPIEGEL ONLINE: Hat man die Signale nicht rechtzeitig wahrgenommen?

Ehrhardt: Diejenigen, die sie hätten wahrnehmen können - Börsenbriefe, Anlegermagazine, Analysten, etc. - hatten wenig Interesse daran, ihren potenziellen Kunden reinen Wein einzuschenken. Wenn man die Entwicklung kritisch analysiert, werden Sie feststellen, dass der Niedergang seit längerem andauert - in Japan bereits seit Anfang der neunziger Jahre, bei uns seit 1998.

SPIEGEL ONLINE: Börsenbriefe und Anlegermagazine legen aber keine Zinssätze fest.

Ehrhardt: Das ist richtig. Dafür trägt Greenspan die wesentliche Verantwortung. Durch seine Niedrigzinspolitik hat er jahrelang Geld in den Markt gepumpt. Damit hat er die Unternehmen dazu verleitet, Engpässe per Kredit zu überbrücken und die notwendigen Strukturanpassungen zu vermeiden. Die Einstellung war verbreitet: "Der Greenspan haut uns raus und bringt die Wirtschaft wieder auf Touren". Tatsächlich führte das auch immer wieder zu einem kurzen Zwischenspurt der Wirtschaft, aber die Verschuldung blieb jeweils immer auf einem noch höheren Level. Allmählich, so fürchte ich haben wir ein Toplevel erreicht, um im Bild zu bleiben. Die Zinslast der Schulden ist es, die alles bremst.

SPIEGEL ONLINE: Aber 1998 hat bei uns doch erst der große Börsenboom eingesetzt.



Ehrhardt: Wenn man genauer hinschaut, waren für die Hausse in erster Linie Technologiekonzerne zuständig, die in Folge ihres Börsenwertzuwachses auch in den Indizes höher gewichtet wurden. Dazu gehört zum Beispiel die Aktie der Deutschen Telekom, die den Dax nach oben getrieben hat. Der Nemax war sogar ausschließlich von dieser Entwicklung getragen. Die traditionellen Branchen sind dem nicht wirklich gefolgt. Wenn man die Situation an den Börsen um den beschriebenen Effekt bereinigt, kommt über einen längeren Zeitraum betrachtet ein kontinuierlicher Abschwung heraus. Das war das Alarmsignal, das die Experten hätte hellhörig werden lassen müssen.

SPIEGEL ONLINE: Sie demontieren damit ein Denkmal.

Ehrhardt: Trotzdem bleibt Greenspan für die Kursblase und für die riesige Verschuldung. Er hatte sich vorgenommen, den Märkten immer genügend Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit es nicht zu einem Crash kommt, wie 1929. Die Folge davon ist die enorme Verschuldung, unter der wir zurzeit zu leiden haben.

SPIEGEL ONLINE: Und auf welche Weise ließe sich eine radikale Wende herbeiführen?

Ehrhardt: Um es klar zu sagen: Helfen kann nur eine riesige Pleitewelle. Damit würden zwar die Gläubiger etwas verlieren, aber die Schuldner könnten wieder anfangen zu wirtschaften. Anders kommen wir von diesem riesigen Schuldenberg nicht herunter.

SPIEGEL ONLINE: Das scheint ein reichlich utopischer Ansatz zu sein.

Ehrhardt: Bei vielen Entwicklungsländern haben wir das schon erlebt. Da sind die Schulden einfach gestrichen worden. Auch Argentinien wird seine Schulden nicht zurückzahlen. Die Anleihen, die dahin geflossen sind, kann man vergessen, da bin ich sicher.



SPIEGEL ONLINE: Wir müssen uns also auf eine Serie von Pleiten einrichten, die wir in der Form bislang nicht für möglich gehalten haben?

Ehrhardt: Genau das ist der Fall.

SPIEGEL ONLINE: Welche Branchen wird das betreffen?

Ehrhardt: Zuerst wird es wohl die Finanzbranche erwischen. Viele der Banken haben sich ja von der Börsenhysterie anstecken lassen. Auch für einige Versicherer, die ihre Rücklagen in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich häufig in Aktien investiert haben, könnte die Lage schwierig werden.

SPIEGEL ONLINE: Welche Großpleite werden wir als nächstes vermelden müssen?

Ehrhardt: Für die Commerzbank könnte es eng werden. Weniger wegen der tatsächlichen Finanzlage, die kenne ich nicht genau genug, um die Lage beurteilen zu können. Aber allein die Nachrichten über finanzielle Engpässe könnte das Institut in ernste Schwierigkeiten bringen, wenn die Anleger ihr Geld abziehen. In dieser hochnervösen Stimmung könnte das schnell passieren. Auch MLP und die Beteilungsgesellschaft WCM sind echte Wackelkandidaten. Es werden zwar noch eine Menge Ausreden für die schlechte Lage angeführt, doch darunter leiden in der Regel zuerst die Unternehmen, die über wenig Substanz verfügen.

SPIEGEL ONLINE: Gut, das sind jetzt die üblichen Verdächtigen . . .

Ehrhardt: Die Vorhersage der nächsten spektakulären Pleite ist natürlich eine schwierige Übung. Ich könnte mir vorstellen, dass es in Großbritannien noch etliche Versicherungen und Banken treffen wird. Denn diese haben noch viel mehr in Aktien investiert als deutsche Unternehmen. Einzelne Versicherer haben rund achtzig Prozent ihrer Anlagen in Aktien. Die deutschen Versicherer haben den Aktienanteil ihrer Investitionen teilweise bereits auf deutlich unter zehn Prozent reduziert.

Das Interview führte Michael Kröger
Jens Ehrhardt
Der Münchner Vermögensverwalter ist seit rund 30 Jahren im Geschäft. Insgesamt verwaltet er im Auftrag von rund 200 Kunden 250 Millionen Euro. Im schwierigen Börsenjahr 2001 war sein Unternehmen eines des wenigen, das eine positive Rendite erzielte. Der promovierte Betriebswirt wurde mit seiner Warnung vor dem Wall-Street-Crash 1987 bekannt. Ehrhardt beschäftigt in seinem Unternehmen 27 Mitarbeiter und managt zugleich mehrere Fonds. Gute Ergebnisse erzielte Ehrhardt mit so genannten Value-Werten aus dem MDax wie K+S, Krones, Bilfinger Berger oder Stada. "Ich schaue auf ein vernünftiges Chance-Risiko-Verhältnis und achte auf die Bilanz: Hohe Schulden mag ich nicht", erklärt Ehrhardt seine Strategie. Den Grundstein für seine jüngsten Erfolge legte Ehrhardt mit dem rechtzeitigen Ausstieg aus Technologiewerten im Frühjahr 2000.



© SPIEGEL ONLINE 2002
meine herren und damen

jetzt wird`s aber wirklich eng. jetzt soll auch eine große bank in england ihr fähnlein in den wind hängen, das weiße halt. haben die nicht auch noch ein kollabierenden immo-bereich. west-lb läßt grüßen, bei denen kocht`s mehr als 100 grad. kernschmelze ?????

DUF ..
@duf
gibt es dazu schon offizielle nachrichten?

@starshine
zum vdax in der crashhistorie: ich kenne nur das beispiel aus 87, das auch von uwe warmbein zitiert wird:

>Unsere gewohnte Sentimentanalyse gibt uns ebenfalls keine Hinweise auf Extrempunkte, so dass wir auch von dieser Seite eher von noch schlechteren Aktienmärkten ausgehen können. Der 38MA des Put-Call-Ratio`s strebt weiter gegen 1 und zeigt sogar niedrigere Werte an als beim Juli-Tief. Was nichts anderes bedeutet, als dass die Marktteilnehmer jetzt mehr bullish sind als im Juli. Die Volatilität im Monatschart zeigt Indikatoren, die eher auf weiter steigende Volatilität hinweisen. Die vielfach vertretene Anschauung, dass Vola über 50 ein Kaufsignal darstellt, teile ich zur Zeit nicht. Wir befinden uns nicht mehr in einem Bullenmarkt und haben somit andere Voraussetzungen als in früheren Jahren.

Angenommen, die Temperaturen schwanken im Sommer zwischen 12° und 30°. Dann ist es durchaus angemessen, bei Temperaturen um 12° davon auszugehen, dass es bald wieder wärmer wird. Es kommt jedoch niemand auf die Idee, im Winter bei 12° in Sommergarderobe zu investieren, weil ja im Sommer die Temperaturen an dieser Marke gedreht haben. Es ist eine Erfahrung, die wir alle jedes Jahr neu machen, dass die Untergrenze der Temperatur im Winter wesentlich niedriger liegt als im Sommer.

Diese Erfahrung macht man am Aktienmarkt nun leider nicht jedes Jahr, denn hier haben wir es mit wesentlich längeren Zyklen zu tun. Nun kann der Mensch denken, sollte man meinen. Aber auch in unserer Börsenwelt wird vielfach nur das nachgeplappert, was irgendwer vorgeplappert hat, ohne selbst seinen Grips zu bemühen. Im Jahr 1987 hatten wir eine Volatilität von ca. 150 im Maximum, dies nur als Hinweis.<

das erwähnte zertifikat hat einen basiswert von 3300 und eine barrier bei 3.200p. sollte der dow eine rally auf 9.000p. starten, könnte das knapp werden, gelinde gesagt, aber bei der marktschwäche ist das für mich kaum noch vorstellbar :confused:.

gruss
cabinda
@ cabina nix offiziell aber gleiche quelle wie AOL

DUF
Gold schmiert ab, Euro hängt in den Seilen - das müsste der Rallye-Start sein. :D
"Helfen kann nur eine riesige Pleitewelle"

Nach Überzeugung des Vermögensberaters Jens Ehrhardt hat der Börsencrash auf Raten gravierendere Ursachen als die pessimistische Stimmung der Anleger. Im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE führt der Finanzexperte den Niedergang auf die hohe Verschuldung zurück. Verantwortlich dafür sei US-Notenbank-Chef Alan Greenspan.

SPIEGEL ONLINE: Ist bei der Entwicklung der Aktienkurse allmählich der Boden in Sicht?

Jens Ehrhardt: Auf kurze Sicht kann man das nicht so genau sagen. Auf mittlere und lange Sicht bin ich sehr pessimistisch. Denn die wirtschaftlichen Rahmendaten stimmen nicht. Egal ob Unternehmen oder ganze Volkswirtschaften - wo man hinschaut, findet man riesige Schuldenberge. Die kamen nicht zuletzt deshalb zusammen, weil sich die Anleger angesichts der Höhenflüge der Börsenkurse vor zwei Jahren reich gefühlt haben. Und wenn ich mich reich fühle, dann kaufe ich mir ein Auto oder dies und jenes - in der Regel auf Kredit. Für den Einzelnen mag das angehen, wenn man die Volkswirtschaft insgesamt betrachtet, ist das natürlich verheerend, denn die Überschuldung wächst ins Unermessliche.

SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie damit sagen, wir haben in den letzten Jahren so weit über unsere Verhältnisse gelebt, dass wir das jetzt erst einmal zurückzahlen müssen?

Ehrhardt: Betrachten Sie die USA. Auf deren Volkswirtschaft - öffentliche Hand, Unternehmen und Privathaushalte - lastet ein Schuldenberg in Höhe von 30.000 Milliarden Dollar. Das ist praktisch dreimal so viel wie das Bruttoinlandsprodukt und kostet rund 2000 Milliarden an Zinsen im Jahr. Wie ernst die Situation ist, lässt sich daran erkennen, dass die Summe aller in der US-Wirtschaft aufgenommen Kredite in den letzten Jahren ungefähr genau so hoch war. Die USA sind also faktisch pleite. Ein Unternehmen müsste jedenfalls Insolvenz beantragen, wenn seine Schulden so hoch sind wie der Jahresumsatz. Eine höhere Relation konnten sich zeitweise lediglich einige Telekommunikationsunternehmen leisten.

SPIEGEL ONLINE: Aber viele Unternehmen konnten die hohen Schulden lange Zeit durch Umsatzsteigerungen kompensieren. Wieso funktioniert das jetzt nicht mehr?

Ehrhardt: Aus der Schuldenfalle führt so eine Geschäftspolitik allenfalls, wenn die Umsatzsteigerungen gewaltig sind. Im Prinzip ist das ein einfaches Rechenexempel: Angenommen, bei einem Unternehmen wären die Schulden so hoch wie der Jahresumsatz und man würde einen Zinssatz von sechs bis zehn Prozent zu Grunde legen. Dann müssten also schon sechs bis zehn Prozent Rendite herausspringen, um allein ihre Zinsen zu bezahlen.

SPIEGEL ONLINE: Die Baisse ist also kein Stimmungstief der Anleger, wie es viele Analysten immer wieder beschwören?

Ehrhardt: Nein, das sind Probleme substanzieller Art. Das ist schon an den nicht enden wollenden Gewinnwarnungen zum Ende es Quartals zu erkennen. Und von der Entwicklung der realen Wirtschaft können sich die Finanzmärkte nicht abkoppeln. Wenn es da nicht voran geht, läuft an den Finanzmärkten über kurz oder lang nichts mehr.

SPIEGEL ONLINE: Könnte sich der Irak-Feldzug zusätzlich verschärfend auf die Krise auswirken?


Ehrhardt: Das bestimmt, aber er wird eher von den tatsächlichen Problemen ablenken. Insgesamt wiegen die grundsätzlichen Ursachen stärker und unabhängig von einem Krieg. Aber niemand traut sich an die grundsätzlichen Ursachen heran, auch US-Notenbank-Chef Alan Greenspan nicht. Ich vermute, die USA wollen sich mit dem vorgehen gegen den Irak einen niedrigen Ölpreis sichern, der für ihre Volkswirtschaft von existentieller Bedeutung ist.

SPIEGEL ONLINE: Hat man die Signale nicht rechtzeitig wahrgenommen?

Ehrhardt: Diejenigen, die sie hätten wahrnehmen können - Börsenbriefe, Anlegermagazine, Analysten, etc. - hatten wenig Interesse daran, ihren potenziellen Kunden reinen Wein einzuschenken. Wenn man die Entwicklung kritisch analysiert, werden Sie feststellen, dass der Niedergang seit längerem andauert - in Japan bereits seit Anfang der neunziger Jahre, bei uns seit 1998.

SPIEGEL ONLINE: Börsenbriefe und Anlegermagazine legen aber keine Zinssätze fest.

Ehrhardt: Das ist richtig. Dafür trägt Greenspan die wesentliche Verantwortung. Durch seine Niedrigzinspolitik hat er jahrelang Geld in den Markt gepumpt. Damit hat er die Unternehmen dazu verleitet, Engpässe per Kredit zu überbrücken und die notwendigen Strukturanpassungen zu vermeiden. Die Einstellung war verbreitet: "Der Greenspan haut uns raus und bringt die Wirtschaft wieder auf Touren". Tatsächlich führte das auch immer wieder zu einem kurzen Zwischenspurt der Wirtschaft, aber die Verschuldung blieb jeweils immer auf einem noch höheren Level. Allmählich, so fürchte ich haben wir ein Toplevel erreicht, um im Bild zu bleiben. Die Zinslast der Schulden ist es, die alles bremst.

SPIEGEL ONLINE: Aber 1998 hat bei uns doch erst der große Börsenboom eingesetzt.


Ehrhardt: Wenn man genauer hinschaut, waren für die Hausse in erster Linie Technologiekonzerne zuständig, die in Folge ihres Börsenwertzuwachses auch in den Indizes höher gewichtet wurden. Dazu gehört zum Beispiel die Aktie der Deutschen Telekom, die den Dax nach oben getrieben hat. Der Nemax war sogar ausschließlich von dieser Entwicklung getragen. Die traditionellen Branchen sind dem nicht wirklich gefolgt. Wenn man die Situation an den Börsen um den beschriebenen Effekt bereinigt, kommt über einen längeren Zeitraum betrachtet ein kontinuierlicher Abschwung heraus. Das war das Alarmsignal, das die Experten hätte hellhörig werden lassen müssen.

SPIEGEL ONLINE: Sie demontieren damit ein Denkmal.

Ehrhardt: Trotzdem bleibt Greenspan für die Kursblase und für die riesige Verschuldung. Er hatte sich vorgenommen, den Märkten immer genügend Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit es nicht zu einem Crash kommt, wie 1929. Die Folge davon ist die enorme Verschuldung, unter der wir zurzeit zu leiden haben.

SPIEGEL ONLINE: Und auf welche Weise ließe sich eine radikale Wende herbeiführen?

Ehrhardt: Um es klar zu sagen: Helfen kann nur eine riesige Pleitewelle. Damit würden zwar die Gläubiger etwas verlieren, aber die Schuldner könnten wieder anfangen zu wirtschaften. Anders kommen wir von diesem riesigen Schuldenberg nicht herunter.

SPIEGEL ONLINE: Das scheint ein reichlich utopischer Ansatz zu sein.

Ehrhardt: Bei vielen Entwicklungsländern haben wir das schon erlebt. Da sind die Schulden einfach gestrichen worden. Auch Argentinien wird seine Schulden nicht zurückzahlen. Die Anleihen, die dahin geflossen sind, kann man vergessen, da bin ich sicher.



SPIEGEL ONLINE: Wir müssen uns also auf eine Serie von Pleiten einrichten, die wir in der Form bislang nicht für möglich gehalten haben?

Ehrhardt: Genau das ist der Fall.

SPIEGEL ONLINE: Welche Branchen wird das betreffen?

Ehrhardt: Zuerst wird es wohl die Finanzbranche erwischen. Viele der Banken haben sich ja von der Börsenhysterie anstecken lassen. Auch für einige Versicherer, die ihre Rücklagen in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich häufig in Aktien investiert haben, könnte die Lage schwierig werden.

SPIEGEL ONLINE: Welche Großpleite werden wir als nächstes vermelden müssen?

Ehrhardt: Für die Commerzbank könnte es eng werden. Weniger wegen der tatsächlichen Finanzlage, die kenne ich nicht genau genug, um die Lage beurteilen zu können. Aber allein die Nachrichten über finanzielle Engpässe könnte das Institut in ernste Schwierigkeiten bringen, wenn die Anleger ihr Geld abziehen. In dieser hochnervösen Stimmung könnte das schnell passieren. Auch MLP und die Beteilungsgesellschaft WCM sind echte Wackelkandidaten. Es werden zwar noch eine Menge Ausreden für die schlechte Lage angeführt, doch darunter leiden in der Regel zuerst die Unternehmen, die über wenig Substanz verfügen.

SPIEGEL ONLINE: Gut, das sind jetzt die üblichen Verdächtigen . . .

Ehrhardt: Die Vorhersage der nächsten spektakulären Pleite ist natürlich eine schwierige Übung. Ich könnte mir vorstellen, dass es in Großbritannien noch etliche Versicherungen und Banken treffen wird. Denn diese haben noch viel mehr in Aktien investiert als deutsche Unternehmen. Einzelne Versicherer haben rund achtzig Prozent ihrer Anlagen in Aktien. Die deutschen Versicherer haben den Aktienanteil ihrer Investitionen teilweise bereits auf deutlich unter zehn Prozent reduziert.

Das Interview führte Michael Kröger

Jens Ehrhardt

Der Münchner Vermögensverwalter ist seit rund 30 Jahren im Geschäft. Insgesamt verwaltet er im Auftrag von rund 200 Kunden 250 Millionen Euro. Im schwierigen Börsenjahr 2001 war sein Unternehmen eines des wenigen, das eine positive Rendite erzielte. Der promovierte Betriebswirt wurde mit seiner Warnung vor dem Wall-Street-Crash 1987 bekannt. Ehrhardt beschäftigt in seinem Unternehmen 27 Mitarbeiter und managt zugleich mehrere Fonds. Gute Ergebnisse erzielte Ehrhardt mit so genannten Value-Werten aus dem MDax wie K+S, Krones, Bilfinger Berger oder Stada. "Ich schaue auf ein vernünftiges Chance-Risiko-Verhältnis und achte auf die Bilanz: Hohe Schulden mag ich nicht", erklärt Ehrhardt seine Strategie. Den Grundstein für seine jüngsten Erfolge legte Ehrhardt mit dem rechtzeitigen Ausstieg aus Technologiewerten im Frühjahr 2000.
@ChartJunkie

Unverbesserlicher Bulle! ;)

Noch ca 2-3 Pünktchen, dann sollte bei 2.640 Schluss sein.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müssten wir diese Woche noch ca. 200 Punkte runterrauschen.

NH :D
OK, OK, bis 2665-2670 gebe ich ihm noch. Aber dann ist schluss. Sonst steig ich aus.

NH
warum läßt die EZB den euro fallen ??? export ist nicht das zauberwort. binnenkonsum !!!! der fehlt bei allen. also muß der import billiger werden damit die inflation runter geht was spielraum für die zinsen bringt.

das weiß natürlich alles düsen-wim. wieso tut`s er also nicht. will er europa vor die hunde gehen lassen. sind wir das bauernopfer für amiland. wo ist gerd mirt einem machtwort zu welteke.
wer wird deutscher meister ??? fragen über fragen

ICH WILL EINE DEUTSCHE PPT ODER SO.

DUF
@artmann

Von wegen immer mit der Ruhe.

Bitte anschnallen!!!!

NH :D
So ruhig hier. Ist noch jemand an Bord? Oder sind schon alle ausgestiegen?? :laugh:

NH
@newhenry
Ich bin noch da, auch wenn ich nicht zur Stammcrew dieses Threads gehöre.
Sitze hier und blicke "talwärts"
Dreht der Dow heute oder morgen noch (Sticwort "letztes aufbäumen")?
Skywoolf
beim HUI waere auch mal eine gegenreaktion drin. erwarte die eigentlich morgen an der 200 tage linie. koennte man mal mit einer kleinen portion 720538 darauf spekulieren.
feines long zerti auf den HUI basis 90 lz 10/03 von ABN Amro.
nur so `ne idee...:D

@newhenry

was einzelwerte anbelangt: hast grundsaetzlich recht. ist (an manchen) noch mehr fleisch dran...:D

was haelste von MSFT?

gruss woernie
jeden tag das selbe.

jeden tag 12.00 uhr - al

DUF
so cabinda und @all :), habe den ganzen Thread ausgedruckt, waren nur 206 Seiten, werde erstmal nachlesen...

Bis so in 20 Minuten! ;)
hi leute,

nochmal zum HUI. scheint mir ein ganz vielversprechendes setup zu sein. wenn der 6 er RSI von unter 30 nach oben dreht. idealerweise koennte das morgen an der 200 tage linie passieren in kombination mit einem sto-ks. bestaetigung macd ein paar tage spaeter, dann kann`s mehr werden. wenn nicht wieder raus. long mit dem 720538 von abn. dann hat man nicht die qual der wahl welche minen man kauft.KZ 120.

ich warte auf jeden fall ab , ob die 200 tage linie haelt. wenn nicht retest juli low.

@sittin
bist du mit nr.5 verwandt*g*
@cabinda,woernie,
habe meine shorts in calls gewechselt sl 2100

gruß
artmann
@woernie
Ich glaube, der Ellioter Jürgen Küßner meint sowas ähnliches wie Du:
http://www.technical-investor.de/content.asp?P=anl/analyse.asp&id=3673
Ich würde allerdings die Finger vom HUI lassen, weil eine kleine Panik unter den Fans nicht ausgeschlossen werden kann, wenn der Goldpreis unter 300 rutscht - und das kann ich mir sehr wohl vorstellen. Schließlich müssen da noch ein paar einflussreiche Herren aus ihren Short-Positionen herausgelassen werden, bevor es mal richtig nach oben geht. Das Juli-Tief könnte daher deutlich unterboten werden...
@artmann
ich habe auch alles eingecasht bis auf einen schering-put, der zugegebenermaßen brenzlig ist und aufpassen angesagt.
ansonsten habe ich heute keine schreiblust, obwohl es viel stoff gibt. uns hat man vom hausparkplatz das auto geklaut - das 2. mal in sechs jahren - den schock muss ich erstmal verdauen und eine menge dinge organisieren.

gruss
cabinda
@chart junkie

yep, das küssner szenario deckt sich mit meinem. nur hat er seine shorts zu früh eingecasht. so nahe an der 200 tage linie !! ist eigentlich klar , dass die getestet wird. und evtl. auch noch das august tief. da ist ein `kurzer` rsi (5 e3/6 er) eine echte hilfe. wenn die korrektur nach oben so laufen wuerde wie angedacht (120 +/-) dann koennten wir eine sks formation ausbilden die im ziel etwa wieder bei der elliot zielzone von kuessner liegen wuerde.

gruss woernie
artmann, kalte füße bekommen? *g*
cabinda, wie gewohnt bodenständig, o.k., ist `ne tugend.

ich hab` nicht eingecasht, zu oft an der seitenlinie das eincashen bereut, wie heute morgen gepostet. bleib jetzt straight. da ist viel mehr im busch. wer die up and downs jetzt getradet kriegt, glückwunsch, aber mir mir viel zu zeitaufwendig.

cabinda, ärgerlich die geschichte mit eurem auto, nicht zu viel streß mit dem formellen!!

starshine
@starshine
danke für die guten wünsche!
was index-trading angeht, komme ich ein bisschen ins schwimmen, denn wenn man sich die index-stände ansieht, wäre nach `altem muster` jederzeit eine rally drin. deshalb (auch an @newhenry) trade ich den dax als index nur, wenn keine zeit für recherche von einzeltiteln ist und nehme momentan schon beim leichtesten geruch schwelender beafsteaks gewinne mit.

der schering-put 640354 zu 0,48e bleibt stehen. das ist mein neues as. ich poste dann auch den verkauf, selbst wenn es ein desaster wird. bitte nicht nachtraden, heiße kiste - bei rally geht schering ab, und zwar nach oben.

gruss
cabinda
die möglichkeit einer rally sehe ich auch, aber solange es nur bis 1 pkt. unterhalb knockout und dann irgendwann < 2500, vielleicht sogar bis 2000 oder darunter geht...
that`s what i meant. und da vertraue ich jetzt `mal meinem gefühl. muß auch `mal sein.

ich kann tagsüber nicht monitoren. besser so.

starshine
@all
Also ich bin seit 7.600 im Dow wieder short. Morgen stehen die 7.300 und bis spätestens Freitag Kurse unter 7.000 auf
dem Plan!! Ermuntert short zu gehen, hat mich das Abprallen
bei 7.640. Somit hätten wir 50 % des letzten Downmoves bis zum heutigen Tagestief korrigiert - das sollte reichen!

Sollte der nächste Abwärtsschub genauso lang werden, stünden
uns zum Wochenende Kurse um 7.000 ins Haus. Bei der dann zu erwartenden Panik erwarte ich allerdings eher Kurse unter 7.000.

Immer vorausgesetzt Grünspan senkt nicht die Zinsen.

Fällt allerdings irgendwo etwas brennendes vom Himmel oder sollte Osama in NY beim Shopping gesehen werden, geht natürlich alles noch viel schneller.

NH :D

PS: Ach so, was war eigentlich heute bei Fannie Mae los. Bin ganz übel ausgestoppt worden und habe über die Hälfte meiner schönen Gewinne verloren.
@starshine
bei mir sind auch die besten trades immer dann gelaufen, wenn ich nicht monitoren konnte und stur den wochenendplan verfolgt habe. wenn man zeit hat, kann man zwar die performance verbessern. wenn man nur glaubt, sie zu haben, wird man oft wuschig und zahlt nur unnütz gebühren. es ist unglaublich schwierig, diesen markt zu traden ohne konzept und standvermögen. ich sag es mal so, wenn ich auf einen fallenden dax setze und der dax fällt 3-4%, dann ist es nach der erfahrung der letzten wochen gut, diese gewinne mitzunehmen, weil man die short-zertis am nächsten tag billiger kriegt. man muss dann aber auch die zeit haben, das nächste tageshoch abzupassen, um wieder neu einzusteigen. ansonsten fährt man mit stehenlassen und nicht-hinschauen besser.

gruss
cabinda
@ NH...bei Fannie Mae musst du höllisch aufpassen...;)...da sie Uncle Sam gehören...sind das die ersten mit...die *gestützt* werden...und solche Flaggschiffe wie Walmart...Procter&Gamble...etc...
sobald also auch nur der *Geruch* einer kurzen rallye in der Luft liegt...gehen die ab wie Schmidts Katze...hatte meine...weil meine nase juckte;)...vor USA Börseneröffnung versilbert...und suche nun den Neueinstieg in die Shorts...könnte mir gut vorstellen...dass selbige Korrektur morgen noch weiter läuft...es kommen keine zahlen...erst am 10.10. wieder...und der markt ist schwer überverkauft...was aber in 2 Tagen schon wieder anders aussehen kann...

gruss und gute Nacht...Dallas...:)
@dallas

Versuche gerade dem Chart etwas zu entlocken.

Momentan läuft ja die Korrektur des letzten Absturzes von ca. 77 bis runter auf 59. Davon haben wir - wie es sich gehört - 50 % nach oben korrigiert. Davon wiederum knapp 62 % down.

Und heute diese kleine unerwartete Rally bis 65 Dollar. Ich glaub das waren dann wieder 50 % Korrektur vom letzten Abstieg. Sollte es etwa morgen wieder runter gehen?! ;)

@all

Ist hier einer, der sich mit Elliottwellen besser auskennt
als ich? Dürfte nicht schwer sein. ;)

Oder sollte ich vieleicht bei den "Chartisten" anfragen?

NH

Was ich noch vergessen habe. Das Gap von letzter Woche wäre auch noch zu schliessen!;)

Sollte somit morgen mit dem Schliessen des Gap die Korrektur beendet werden, müsste es wieder abwärts gehen.

Ziel 46 Dollar!! (Ok, bei 55 und bei 50 verschnaufen wir ein wenig)

NH
Ich mal kurz zwischendurch, nach abendlicher Schnelllektüre, bevor ich nochmal abtauche... sonst wird mein nächstes Posting ja überlang, :D;)

@starshine, @woernie, @cabinda,
danke für Eure nette Verabschiedung damals. Muß sagen, es hat zwischenzeitlich öfters gejuckt, aber ich bin ja doch diszipliniert, wenigstens in diesem Punkt, *g*

@woernie,
falls es sich nicht schon geklärt hat mit Deiner Bank: Laß` Dir doch einfach verbindlich Auskunft erteilen über die Höhe der individuellen Absicherung (die von Bank zu Bank differieren kann).

@all,
Kompliment für Eure fruchtbaren Beiträge!
Ich vermisse mich gar nicht, *g*

@cabinda,
SCH-Put? - Mutig. Gab`s nichts besseres, *g*?

@cabinda / #483:
dass unsere `weltuntergangs-postings` in den wochenenddiskussionen nicht als kontraindikator taugen, haben wir wohl letzte woche bewiesen. der dax ist leider trotzdem weiter gefallen...;)
;) - IKB stand seinerzeit schon wieder >12... Naja, war da in Spekulation auf ein Halten der 12 etwas früh, jetzt müssen die 11 halt herhalten, *g*
Also, DAX hin oder her: Ich habe stets meinen Bottom-Up-Ansatz, d.h. meine Stockpicking-Präferenz betont. Den DAX habe ich im Feb. das letzte Mal versucht und mir dabei mit Puts die Finger verbrannt, dieses überinstitutionalisierte (Fonds, Versicherer, Terminspieler) Teil ist für mich einfach nicht (mehr) kalkulierbar, ergo lasse ich die Finger seither davon. Den DAX betreffend gehe ich "nur" von einer mfr. De-Korrelation zum DJIA aus, dabei bleibe ich nachwievor. Wann die einsetzt, weiß ich natürlich auch nicht, aber der Zeitpunkt rückt doch deutlich näher, sehe ich die Ekeligkeiten, die inzwischen hochköcheln, um DAX-Werte regelrecht IN den Boden zu pressen (s. ML-eMail-Anfrage bzgl. CBK via FTD oder die Herabstufung dt. Banken durch US-Institute [Warum kehren die nicht vor ihrer eigenen Türe? - Ablenkung?!]). Auch wenn ich bei der CBK inzwischen gewisse Bedenken habe (Charts desinformieren zwar schon mal, aber sie lügen nicht), ich denke, daß die Probleme derer, die das in so einem Umfeld lancieren, größer sind als unsere, oder daß da gewisse Interessen im Spiel sind. Groß wäre es da, eine DBK würde mal eine GS und JPM herabstufen, :D

Ihr taugt in Eurer Mehrheit als Kontraindikator in der Tat nicht, diese Lektion nehme ich aber wohlwollend mit einem :) zur Kenntnis.

Zur Warmbein-Kolumne [Falls er zugegen ist: Kompliment für Deine Arbeit!]:
Stagflation - jo, habe ich vor ein paar Monaten auch ins Feld geführt, so was könnte es geben, Vielleicht läuft es auch nach "Schema F": Inflationierung aller in den letzten Jahren deflationierten Werte (imo auch der immateriellen, ethischen), Deflationierung der inflationierten (vor allem Geld-/Papier-)Werte, soweit da in Einzelfällen nicht eine gewisse Substanz und/oder Nachhaltigkeit (Produkte/Leistungen werden benötigt) im Spiel ist.
Und da kommt mein Ansatz wieder ins Spiel. Auch bei einem `end of equities` gibt`s/gab`s lohnende Aktien. Aber ich gebe zu, zzt. sieht optisch so ziemlich alles angefressen aus, selbst die von Ehrhardt (und z.T. von mir) präferierten `Value Stocks`. Immerhin erhält man dort mittlerweile Nettoverzinsungen, die es auf inflationierte Anleihen fast nur noch im Junk-Status brutto gibt...

Und spätestens wenn `end of equities` überall angesagt ist (ich denke, das wird kommen), habe ich nicht den DAX, sondern DEN Hebel darauf, *g*, dann ohne SL (mein SL dafür ist physisches Gold).
Elliot Waves sind mir dann (eigentlich sowieso) wie alles andere, auch eine FNM, egal.
Apropos: Macht Euch doch mal endlich frei von den Amis... Schaut Euch mal FNM-Korrekturen Anfang der 90er oder gar in den 80ern an - da ist das zzt. nicht mal ein leiser Fur. Und @Dallas sagte es: Man unterschätze nicht deren PPT, wenn`s da wirklich ernst wird.
Will nichts schön reden, aber wenn alle reden, "Hilfe, Amiland verrottet, der Rest verrottet zwangsläufig(!) mit", dann passiert`s natürlich, aber erst DANN, `selffullfilling prophecy`.

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Nochmal zu dem, was letztendlich vielleicht nur die Wende in D bringen könnte:
Nachtrag - aus divesen Postings, Artikeln und meinem Kopf Ergänzungen zur Deutschland-Kollekte in #345:

ad 5.b)/Soziales:
>Abschaffung des Ehegatten-Splittings, Umwandlung in Familien-Splitting (#368)

ad 8./Steuern:
> Keine neue Steuern i.S.v. 2., Abschaffung von Steuern, die sich unter ehrlicher Gegenrechnung des (bürokratischen) Aufwands nicht oder nur marginal rechnen.
> Maßvolle Erhöhung der Erbschaftssteuern.
> Keine Ausnahmen bei der Ökosteuer.
> Senkung des Spitzensteuersatzes resp. diesbzgl. Einkommensgrenzen nur aus den Effekten von 9.

ad 10./Kapital:
> Banken: Verbot der einfachen Gutschrift anonymer Überweisungen aus dem Ausland.

ALLES machen, einen richtig GROSSEN Schnitt, und Schritt...
DAS würde nicht nur motivieren, den besagten `Ruck` bringen, sondern auch das noch vorhandene (*g*) Auslandskapital nachhaltig beeindrucken.
Wichtig wäre, dass (dann) auch in der EU / auf EU-Ebene Reformen kommen, damit ein erstarktes D nicht eine maßlose, ineffiziente EU-Bürokratie verstärkt finanzieren muß. Da hätte hierzulande wohl keiner Lust, dann würde das im Sande verlaufen.

investival
>„Wir haben heute gescherzt, dass es sicher sei, für 10 Minuten Aktien zu kaufen. Dann haben wir uns wieder daran erinnert, wie schlecht die Wirtschaftszahlen zuletzt ausgefallen sind und wie groß die Kriegsbedrohung ist. Schnell haben wir selbst diesen Gedanken wieder verworfen. In diese Rallyes steckt wohl niemand irgendwelches Vertrauen“, erklärte Andrew Baker, ein Händler für Wedbush Morgan. <
(aus: `marktanalyse und stimmen`© Godmode-Trader.de)

...finde ich eine treffende tageszusammenfassung.


@investival
schönen gruss, leider muss ich mich ja tagsüber auch mit dem schreiben zurückhalten, daher erst abends was dazu.

gruss
cabinda
@cabinda,
SCH-Put? - Mutig. Gab`s nichts besseres, *g*?
gute frage

gruß
artmann
hallo investival,

welcom back on board.

woernie,

habe beim hui die selbe meinung wie du, allerdings muss der pog mitziehen, sonst wird es nichts.

nochmal kurz zur seite valuepro.net.

entscheidend für die berechnung des intrinsic value sind die wahl der parameter!!!

diese sind so wie ich das dort sehe vollkommen unrealistisch.

bei blue-chips (keine techies) kann die seite aber bei vorliegen von solidem zahlenmaterial interessant sein.

thanx

cu gulliver
@ investival

schön von Dir zu hören -
und weiterhin gute Besserung !

konradi :)
anfang oder ende ??????

die 1 million $ frage. wir schauen auf die märkte, charts etc. und kommen zum schluß das es keinen sinn ergibt.
alle kräfte die vorher irgendwie miteinabder verbunden waren werden außer kraft gesetzt. nichts passt mehr macht einen wuschelig.

was bleibt ist der verstand und bauch !!!! das ende kann es bei weiten nicht sein. derivate-schulden kann man nicht über unternehmensgewinne - falls real und vorhanden - abbauen. andere varianten außer schenkung sind nicht vorhanden. nicht genug, die schulden werden täglich mehr, tilgung wird aus dem wortschatz verbannt. es muß also einen finalen schuldenauskehrungsprozess geben, womit wir wieder beim thema sind.

wie sieht der aus, kennen wir eigentlich sowas ??? meine meinung und bauch verrät mir nur eine einzige lösung.

aus freunde weden feinde.

jeder ist sich selbst der nächste. japan gegen usa, wir gegen japan, usa gegen uns.usw. wie es im detail von statten geht weiß ich nicht, daß es schlimm wird sehr wohl.

was bleibt ist ein flaues gefühl in der magengegend, einem bauch der mir seit jahren gute dienste geleistet hat, jedoch jetzt anfängt ein ulcus chronisch auszubilden.

DUF
vor lauter sinieren das wichtigste vergessen;

jetzt offiziell: warum bei banken und versicherungen die steppe brennt . in den 90er jahren waren rückversicherer auf der suche nach neue geschäftsfelderund sind bei den investmentbanken fündig geworden in erster linie handelt es sich um die absicherung von unternehmensanleihen UND darlehensgeschäfte . im speziellen haben sie garantien für kreditDERIVATE und kreditausfälle übernommen. namentlich wurden münchner rück und AXA genannt und einige banken . quelle : FTD

deckt sich also mit meinem schafkopfmemo

DUF
Auf NTV zeigen sie gerade die "Höhepunkte" der Pariser Modeschauen. Wer wissen will, wie die Menschen (insbesondere die Bullen ;) ) in einigen Jahren aussehen
werden, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Die armen Mädels sehen jedenfalls schlimm aus, so als ob sie die Weltwirtschaftskrise bereits hinter sich gebracht haben.

Ausgezogen bis auf`s letzte Hemd, blutleer, an Auszehrung leidend und offensichtlich dem Hungertod nah.

NH:laugh:
@DUF
Auf lange Sicht magst Du Recht haben, aber ich finde Deine Trauergesänge zum bevorstehenden Weltuntergang etwas voreilig. Daher sind sie für mich eher ein Kontraindikator.
Die sind auch nicht mehr neu, also schon eingepreist.
Der Verkaufsdruck im Dax dürfte schon seit Tagen nachlassen.
Da aber niemand kaufen mag, wird nur hin- und hergeschoben.

Mittlerweile erscheint mir alles eingepreist: Deine nicht mehr ganz neuen Gruselgeschichten, die deutsche Einbahnstraßen-Denke und sogar die Tatsache, dass Deutschland in New York und Washington jetzt als das Bruderland des Irak gehandelt wird, (wofür wir sicherlich auch einen Preis zahlen mussten) ;)
Ich glaube daher an eine enorme technische Reaktion, und zwar ab heute oder morgen.
Auf Sicht einiger Wochen dürfte die Schere zwischen Dax und Dow dabei wohl deutlich kleiner werden.

@Chart Junkie

hatte kürzlich @woernie vorgeschlagen, er sollt doch mal
ein Werk über die Anwendbarkeit technischer Indikatoren in einem Bärenmarkt ( huuh, hört sich eher nach Diplomarbeit an)
schreiben. Vielleicht sucht er noch einen Co-Autor? ;);)

Vielleicht ist mir was Wichtiges entgangen, aber ich kenne
DAX und Co nur als treu ergebene Sklaven ihrer amerikanischen
Herren, One-Day-Wonders inclusive.
@ chartjunkie

das sind keine trauer- sonder totenklänge.

hast du eine lösung auf den finanzkollaps. es gibt keine. wie kann man einen krieg einpreisen wenn die jungs zu dämlich dafür sind den eigenen markt zu taxen. ist ja wie wenn sich schweine den eigenen metzger aussuchen.

was heißt lange sicht. 1 monat, 1 jahr, 10 jahre. fakt ist das es wir und unsere kinder es erleben und ausbaden dürfen.

meine schäfchen sind a.) im trockenen und b.) bin ich darauf vorbereitet. die letzten beißen bekanntlich die hunde. ich hab vorsorge für meine famiile und tiere zu tragen , praktisch meinen micropcosmos den ich zum leben brauche. und der ist gesichert.

deine erhoffte reaktion sei dir gegönnt auch wenn ich sie nicht sehe. halte weiter meine puts an db, fannie , index und porsche. meine calls sind euro/$, euro/yen, gold und silber und so soll`s auch bleiben.

DUF
@DUF
Lange Sicht heißt in diesem Fall vielleicht 3 bis 6 Monate, aber in dieser Zeit kann viel passieren. Ich würde Dir aber ebenfalls den sofortigen Weltuntergang gönnen, wenn er denn kommt. ;)

@Artmann
Puts glatt gestellt? Hast ja in den letzten Tagen richtig gelegen. Auch wenn es momentan so aussieht, als würden wir etwas verpassen. :rolleyes:

@Ken
Die Frage steht tatsächlich im Raum - und entscheidet sich für mich in den nächsten Tagen. Bisher verlasse ich mich noch auf die Technik.
Aber wenn alles in Frage gestellt wird, sogar die Markttechnik, könnte das auch eine Kontraindikation sein...
@chart junkie
tagen??.frag mal cabinda,wieviel monate ich sie schon mit negativ mails zugedeckt habe.
ansonsten.gegenreaktion kommt.2 nachkäufe und der fall ist erledigt.

gruß
artmann
@Chart Junkie

mein Eindruck ist, dass die "Kontraindikatoren"
unter Hyperinflation leiden und die wenigsten, die dieses
Wort in den Mund nehmen jemals was von David Dreman gehört,
geschweige denn gelesen haben ( The New Contrarian Investment Strategy, 1983 - ein Grundlagenwerk für Contrarians ). Ich meine nicht Dich persönlich damit, fällt mir nur grade zu dem Thema ein. :)


grüsse

Ken
@Ken
Auch wenn ich Herrn Dreman nicht kenne, behaupte ich einfach mal:
Vom contrarian-Standpunkt her wäre die Sache momentan völlig klar - aber die contrarians haben selbst die Hosen voll und verleugnen ihre eigenen Theorien.
Das macht einen möglichen bounce noch viel furioser - wenn er denn kommt.
ach ja hab ja vergessen das meine meinung nichts bedeutet. abbey und kollegen wissen das besser. scheint sind sie heut beim comp auf gold gestoßen. immer wieder interessant wie die pferde gewechselt werden.

es ist alles in vollkommener harmonie, blühenden landschaften und einem BIP von mindesten 6% pro quartal.

so muß es sein also ist es auch so

DUF.. wie konnt ich vergessen...
Zombie-Abby und ihr Horrorladen Goldman Sachs sollten tatsächlich lieber schweigen.
Sobald von dort optimistische Botschaften kommen, packt die Investoren doch sofort das Grauen.
:laugh:
wie es aussieht laufen wir ein zweites mal an die 7330 heran. wenn die nicht halten, na servus ansonsten wird die sache aufgeschoben

DUF
ein schlapper nachkauf und alle calls schön im plus.geht doch.
schätze gleich kommt wieder 12.00 uhr-charly

DUF
also der dax hat in der letztem 1/2 stunde 1 % abgegeben, der dow geht ziemlich schnell down, alles momentaufnahmen und spannend.

nichtdestotrotz war der dax ab etwa 16:00 so fest gegen den abgesang des dows, wie ich es schon längere zeit nicht gesehen habe. alarmglocken FÜR PUT BESITZER? holzauge sei wachsam.

starshine
mit put besitzter meine ich natürlich dax short. (zum besseren verständnis, ;-) )

starshine
@starshine
das misstrauen gegen puts auf den index hege ich im moment auch. aber dax -2,34% und nemax +0,28% (der grünt neuerdings öfter mal) ist genau das spiegelbild zu dow und nasdaq heute: bei den techs war eine erholung fällig, während der dow noch abzugeben hat; im dax haben heute siemens, sap und infineon gut zulegen können, während die autotitel ausverkauft wurden (zeitw. bis zu -8%), auch viele standardwerte wie z.b. thyssen, man, degussa sind schwach. und schering tut sich eben auch schwer, wieder an die 50e heranzukrabbeln. (es gibt hier einen chartwatcher mit intraday-charts, wo sich das gut beobachten ließ).
an dem schnellen 50-punkte-verlust eben, nachdem die 2.600p. nicht sofort überwunden wurden, sieht man, wie alle nervös am monitor hocken, um ihre gewinne sofort wieder einzusacken.
gruss
cabinda
wird der Thread jetzt umgetauft in Kommentare zu `Random Walk`?
@cabinda
Vielleicht geschieht ja noch das Undenkbare - und ein paar verwegene Investoren werden Dax-Aktien über Nacht halten...
:D
@cabinda
den rückgang haben meine calls nicht mehr erlebt(siehe mail vor ca.1 stunde).

gruß
artmann
@artmann

wieso? haste `se zerrisssen? :laugh:
der tod eines calls. boerse kann grausam sein.

beim HUI scheint der 200 dma zu halten. habe mal eine kleine position von dem long zerti gebunkert.

gruss woernie
@woernie
meine nächste lachfalte geht auf dein konto

gruß
artmann
kein comment zum "random walk" *g*: (ist eigentlich irgenwas zufällig an der börse


umfrage:
Wie wird sich die deutsche Bankenlandschaft verändern?

http://www.handelsblatt.com/hbiwwwangebot/fn/relhbi/sfn/buil…

starshine
wie war es? beim 4. Mal gehts durch?

7300 im Dow meine ich!
#635
@starshine, investival
auf derselben seite lese ich:
umfrage: `ein flexibler arbeitsmarkt wäre eine bessere familienpolitik als jede kindergelderhöhung.` 71% stimmen dieser these zu. interessant. das ist auch meine meinung, wie neulich mal beschrieben.

#630
@chart junkie
du könntest recht haben. es gibt diese verwegenenen investoren, die jetzt vermehrt auftauchen und daimler und siemens zu 30e billig finden oder die telekom nachkaufen. sähe der chart der deutschen bank nicht so desillusionierend aus, was die zukunft hier betrifft, wären das wirklich tolle einkaufskurse ;)

im grunde ahnen die meisten, was kommt. ein partythema ist es nicht gerade, aber so entspannt beim friseur kommt man schon mal ins plaudern. da hört man die älteren vom krieg oder der graupensuppe in den 50ern erzählen und dass sie das nicht noch mal erleben möchten. ich glaube schon, dass viele spüren, dass etwas nicht stimmt, aber die verdrängung als selbstschutz hat die oberhand, und jeder kleine stimmungsumschwung wird gerne in tatendrang verwandelt. (`daimler jetzt billig, wir investieren!` ;) )

#616
@artmann,
stimmt, ich weiß auch nicht mehr, wie lange wir schon bearish sind, nur, dass wir uns vor einiger zeit mal gefragt haben, wie wir eigentlich jemals aktien traden konnten :rolleyes: ?

#626
@starshine
`der dax war fest gegen den abgesang des dow` - da stellt sich jetzt die frage, ob sich wirklich die schere zum dow schließt? das sieht im moment zwar so aus, aber ich glaube nicht, s.o., dass das von dauer ist.

@woernie
der barrons-indikator hat ja im dezember 01 ein perfektes verkaufssignal gegeben, das offenbar bis heute gilt? historische charts würden mich auch interessieren, aber ich habe keine ahnung, wo ich suchen soll.

gruss
cabinda
>3:58PM Dow poised to post plus-200 point decline ($INDU, $COMPQ) by Michael Baron
The Dow Jones Industrial Average ($INCU) is falling 213.01 points, or 2.8 percent, to 7,288.42 in late action. Leading the blue-chip index lower are plus-5 percent drops in Caterpillar (CAT), Boeing (BA), General Electric (GE), General Motors (GM), Home Depot (HD), International Paper (IP), JP Morgan Chase (JPM), and McDonald`s (MCD). Eleven of the Dow`s 30 components scraped 52-week lows intra-session. Only a trio of blue-chips are positive: Philip Morris (MO), Intel (INTC), and Exxon Mobil (XOM).


3:49PM Taxable money market yields hit record lows -- again by Craig Tolliver
Taxable money market yields again dipped into record-low territory during the week ended Tuesday, according to IMoneyNet. The average seven-day simple yield for all taxable funds slid by 3 basis points to 1.22 percent, just below the previous low-water mark of 1.23 percent. Tax-free fund average yields also dropped, down 7 basis points to 1.01 percent in the just-concluded week, the Westborough, Mass.-based analyst said. Institutional investors put back some $19.2 billion into taxable funds, which registered an overall boost of $23 billion to $1.88 trillion. Tax-free funds, with inflows of about $8.5 billion, settled at nearly $274 billion.<

poise und poison - gleichgewicht und gift. hübsch.

da fällt mir ein spiel ein von den letzten kindergeburtstagen, das immer für begeisterung gesorgt hat. die kids haben eine schüssel bunter haribos vor sich, und zwei müssen vor die tür. die anderen bestimmen derweil, welches bonbon `vergiftet` ist. nach einer spannungsvollen minute kommen die zwei kinder erwartungsvoll ins zimmer und dürfen sich aus der schüssel bis zum abwinken bonbons nehmen. auf einmal aber schreien die anderen: vergiftet!!! dann ist immer das spiel zu ende, und eine neue runde beginnt.

;)
gruss
cabinda
Den heutigen Tag hatte ich positiver erhofft. Aber eine Bodenbildung halte ich doch noch für wahrscheinlich. Morgen entscheidet es sich: Der S&P hat heute auf dem Julitief aufgesetzt. Die Nasdaq müsste weiter stabilisierend wirken.
schaugt so aus, als sähen wir die 6 vorneweg im Gau Jones schneller als erwartet ...

@investival

sieht ein klein wenig so aus, als hätte ich meine "Querbeet-Wette" gegen die GrossFinanz doch ein bischen gewonnen,
was meinst?! ... :)

****************************

Kleiner Trip nach Shanghai gefällig? Ein Muss in meinen
Augen. Gelegentlich treibts unsereins auch mal raus aus diesem unseren dekadenten Land, zwecks Frischluft.

http://www.reuters.com/news_article.jhtml?type=search&StoryI…
Ich höre ihn schon reden , unseren Knecht des Brit-Empire( ex cathedra versteht sich):
wir haben keine Inflation, wir brauchen keine und wir werden
auch nie eine bekommen ... read my lips!


http://www.businesscycle.com/showstory.asp?storyID=412
Und hier das ultimative Shortie-Paradies. Ich hab wirklich fast alles durchgeguckt. Aber die Branche ist einfach nicht mehr zu toppen! Aber seht selbst.

http://www.technical-investor.de/content.asp?p=wpa/matrix.as…

NH
@Ken

Hier ist der Chart zur Meldung:



Zum Vergleich der S&P500 (braucht etwas Ladezeit):




Ok, die Charts sind nicht gerade XXL-Format. Oder besser gesagt, man sieht fast nix. Trotzdem glaube ich zu erkennen: Tiefpunkte im Infla-Chart waren gleichzeitig solche im Aktienindex. Das stützt meine These von einem unmittelbar bevorstehenden kräftigen Anstieg (auch wenn er nur kurzfristig sein mag).
cabinda, cabinda, ein thema über das man endlos diskutieren kann. flexibel wird bestimmt nie unwort des jahres. so weit zur fragestellung. zu persönlicher selbstverwiklichung gehört für viele der beruf, zufriedenheit mit der persönlichen situation (letztendlich sind und bleiben wir individuen). dies strahlt natürlich auch auf die partnerbeziehung und die kinder ab. meine volle zustimmung. aber bedeutet das mehr an flexiblität eine beschränkung der finanziellen verhältnisse (kann sich das jede familie leisten?), eine beschränkung der karrieregeilheit (*g*) eines der/beider partner (stichw. mehr halbe stellen ), etc, etc. etc.

schließen wird die schere (dax/dow) sich meiner meinung nach nicht, bedingt durch die unterschiedliche zusammensetzung der indizes. im dax haben finanz- und versicherungewerte ein relativ starkes gewicht.

ken, ein bißchen frischluft kann in diesen tagen nicht schaden *g*

starshine
@newhenry

der Kandidat in der unteren rechten Ecke (KRB) war für mich ein ziemlich harter Brocken; Anfang Nov/2001 viel zu früh zugelegt gings erst mal brutal gegen mich. Aber wie man sieht: mit ein bischen Geduld und ner Portion Glaube kriegt man auch solche
Oschis klein :)
Übrigens sehen wir zur Zeit - ähnlich wie 1999 (!) - so eine Art "Branchen-Rotation".

Nach dem Motto: Welche Branche hat bislang underperformend?

Wer ist als nächstes an der Reihe? Wem fehlt noch eine Tracht Prügel? Wen haben wir noch vergessen? Wo sitzt noch ein wenig Fleisch dran?

Gestern die Internets. Vorgestern die Biotechs. Davor die Softwares oder die Hardwares.

Aktuell die Autobauer. Nicht zu vergessen unsere Dauerbrenner Banken und Versicherungen.

Wer könnte als nächstes überdurchschnittliches Abwärtspotential haben?

Oder gibts schon wieder was, was steigt und was man/frau kaufen könte? Abgesehen vom Euro oder Gold.;)

NH