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Herbert Wehner - ein stalinistischer Denunziant ? - 500 Beiträge pro Seite


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Wer hat heute abend in der ARD (WDR) den Film über die Tätigkeiten von Herbert Wehner in Moskau im Jahre 1937 gesehen? Er soll laut einem (unabhängigen) Historiker
mehrere 1000 Deutsche Kommunisten in der Stalinzeit als Verräter bzw. vermeintliche Gegner des Stalinregimes
denunziert haben. Dabei waren auch Opfer des Naziregimes, die sich aus dem Konzentrationslager befreit, in die SU retten wollten.

Ca. 70 000 Deutsche sind in Stalins Lgern umgekommen, viele davon unter Mithilfe von Herbert Wehner.

Herbert Wehner war seit 1946 SPD-Miltglied, nachdem er aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen wurde.

Er war aber nicht irgendeiner, sondern (so meine Erinnerung) bis 1983 Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag und lange Zeit stellveretender Parteivorsitzender.

Wäre schön, wenn einer der Sozis on Board zu diesem Beitag einmal Stellung nehmen würde.
Oh Mann - was willst du denn damit sagen?
Dass manche Leute Dreck am Stecken haben und trotzdem Karriere in der Politik gemacht haben?

Filbinger, Kiesinger, Strauß, Graf Lambsdorff, Helmut Kohl...willst du noch mehr hören? Kein Problem.

Sozis sind nicht die besseren Menschen. Aber gewiss auch nicht schlechter als die Schwarz-Braunen.
Wenn die Dokumentation stichhaltig ist, stellt sich der olle Wehner als echter Schlächter heraus.

Es handelte sich nicht nur um " kleine Denunziationen", sondern er wußte, daß seine Opfer grausamst gefoltert und ermordet wurden, bzw. in den Lagern elend umkamen.

Dazu gehört schon sehr viel Niedertracht. Im Vergleich zu ihm wäre dann der ehemaliger Marinerichter Filbinger, dem nur "ein einziges" Todesurteil zum Ende der Karriere reichte, der reinste Gutmensch.

Aber mit den Kommunisten geht man ja auch heute sehr sanft um. Die ganzen SED-Leute, Personen, die die Ermordung Tausender, und die Unterdrückung von Millionen, mitgetragen haben, beziehen jetzt fette Renten, oder sitzen immer noch in den Verwaltungen.

Nach der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur wird es langsam Zeit, auch die Kommunisten zur Rechenschaft für ihre Verbrechen heranzuziehen.
WEHNER und FRAHM-BRANDT hätten beide standrechtlich......

Zu Zeiten, als noch echte Mannsbilder Politik machten, wurde soetwas nicht nur offen ausgesprochen, selbst die CDU hatte Wahlplakate zum Thema WEHNER:

Schwarzes Plakat mit dem hässlichen Wehner-Konterfei und darunter der Spruch:

> Es gibt viele Gründe, SPD NICHT zu wählen -
DIESER genügt !!! <

Heute in dieser Weichei - und Politpromipartygesellschaft undenkbar !!!
Ein Berliner Partyochse beißt dem anderen kein Ei ab...oder so !
Hallo Leute,

es gilt mittlerweile als gesichert, daß Herbert Wehner noch zu Zeiten seines Fraktionsvorsitzes der SPD im Bundestag eine ergiebige Quelle des sowjetischen Geheimdienstes KGB war.

Die americanische CIA wußte offensichtlich Bescheid und sorgte dafür, daß keine brisanten Informationen an die deutsche Regierung und auch den BND ging.

Als zusätzlicher Beleg landesverräterischer Beziehungen Herbert Wehners dürfte gelten, daß er in gewissen Abständen immer wieder in die damalige DDR reiste, um "Informationsgespräche" zu führen - und hier wurden die Informationen in Form von Protolollen an den KGB gegeben.

Herbert Wehner wurde vom KGB vermutlich mit der Drohung erpreßt, seine im erwähnten Fernsehbericht geschilderten Denunziationen und die dadurch verursachten Ermordungen in der Öffentlichkeit publik zu machen.

mfg BaBa
Ich glaube die Geschichte. Man muss sehen, dass Ende der Zwanziger und in den frühen Dreißigern in Deutschland teilweise bürgerkriegsähnliche Zustände herrschten. Saalschlachten, politische Attentate und Säuberungen waren an der Tagesordnung. Wer da mitgemischt hat, kann durchaus Dreck am Stecken haben.

Ich frage mich allerdings, warum "die Sozis hier im Board dazu Stellung nehmen sollen." Man kann der SPD wohl nicht vorwerfen, so jemanden an ihrer Spitze gehabt zu haben, weil die Fakten ja erst jetzt ganz neu auf dem Tisch sind (das Argument "Ich wusste es ja immer schon" reicht nicht). Wäre das schon früher herausgekommen, wäre Wehners Karriere beendet gewesen.

Was ich einer Partei vorwerfen würde, wäre, so jemanden zu halten, obwohl seine Verbrechen bekannt sind. das gilt auch für die oben genannten Nazis in den reihen der CDU/CSU.

Übrigens:

Verbrechen der Kommunisten mit denen der Nazis "aufrechnen" zu wollen, um in innenpolitischen Diskussionen Pluspunkte zu sammeln, ist entweder hochgradig naiv oder äußerst unmoralisch. Ihr solltet Euch nicht auf dieses Glatteis begeben.


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