DAX+0,92 % EUR/USD-0,45 % Gold-0,95 % Öl (Brent)+1,30 %

KarstadtQuelle: Wer verkauft ??? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Die Aktie ist nun den 12 Handelstag dick im Minus, das ganze bei gestiegenen Umsätzen. Kommt jetzt bitte nicht damit, dass Konsumaktien derzeit out sind, andere Werte haben eine deutlich stabilere Performance.
Allein der Immobilienbesitz beläuft sich auf 2,7 Mill., die MK nur noch lediglich auf 1,8 Mill. Dazu wurde auf der letzten HV ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm angekündigt.
Könnte möglicherweise die Allianz ihre Hände im Spiel haben (hält rund 18%)??
ist da was im Busch.? bin nicht in der Aktie. denke über einen Call nach. hast du einen Vorschlag.
mfg
Steht auf meiner Liste, momentan habe ich aber kein Bedarf, der Aufbau eines Handwerker-Dienstes ist ein richtiger Weg für die Zukunft.
Hab vor ein paar Tagen bei der Investor-Relationsabteilung von Karstadt angerufen, die meinten dieser auffällige Absturz der Aktie der allgemeinen Flaute von Konsumaktien zuordnen zu können und verneinten die Möglichkeit daß die Allianz reduziert. Das einzig Positive was mein Gesprächspartner zu berichten hatte war daß der letzte Samstag im September gut gelaufen sei (sic!).
Hallo Martok, kannst Du die Quelle für Deine Zahlen nennen (Immobesitz-Marktkapitalisierung)?
Danke Andrija
MK laut onvista 1,638 Mill., das mit dem Immobilienbesitz findest du auf der Homepage www.karstadtquelle.com, dort auf Investor Relation, dann auf "Zahlen und Fakten".

Gruss
Martok
Und jedesmal ab 15.30 wird der Wert massiv abverkauft. Bei einer MK von 1,6 Mill. und einer Mitarbeiterzahl von 115000 wird jeder Mitarbeiter mit knapp 14Euro bewertet:laugh:
Umsatz beträgt 16 Mill.->KUV 0,1:eek:
Die Aktie der Douglas Holding AG aus Hagen, ebenfalls ein MDAX-Wert, ist eindeutig die beste börsennotierte Einzelhandelsaktie in Deutschland. Im direkten Vergleich mit Karstadt-Quelle ist diese Aktie allemal die bessere Alternative.
zu 7

1,6 Milliarden geteilt durch 115000 = 13913, nicht 14!
Offensichtlich Milliarden mit Millionen verwechselt.

Bei Karstadt sehen wir langfristig wieder Kurse über 20 €.

Gruß he
Hallo zusammen!

Durch einen Artikel in der BÖRSE-ONLINE (Heft Nr. 42: "Karstadt-Quelle: Handelsgeschäft zu verschenken") von Anfang Oktober inspiriert habe ich mich mal etwas mit der Firma beschäftigt. Trotz "Konsumverweigerung" der Kunden siehts für KQ nicht schlecht aus, da die Firma mit den Immobilien in Top-Lagen echte Substanz aufweißt. Der gesammte Immobilienbesitz hat einen Buchwert von 2,7 Mrd. E. und einen Marktwert von ca 5 Mrd. Euro (Quelle: Homepage KQ). Börse-Online beziffert den Marktwert gar auf insgesammt 6,4 Mrd. Euro. Die MK der Firma beträgt zur Zeit knapp 2,4 Mrd. Euro. KQ gibts also momentan unter Buchwert!
Sollte das normale Handelsgeschäft nicht total einbrechen und dauerhaft defizitär werden, müßte KQ doch ein echtes Schnäppchen sein, oder nicht?

Negativ sehe ich die branchenüblich niedrigen Margen. Das führt dazu, das solche Firmen sehr schnell in die Verlustzone laufen können.


Ein Schmankerl am Rande: Hab mir gerade mal unter.....

http://www.insidergeschäfte.de

.....die Aktivitäten der Herren angeschaut. Ein Herr L. Herl vom Vorstand, der in den letzten Monaten bei Kursen von 20-22 Euro immer auf der Käuferseite stand, hat doch tatsächlich 70.000 Stück bei 14 Euro verhöckert. :eek:

Soviel zum Indikator Insideraktivitäten :laugh:


Gruß Ignatz
Uups, falscher link. Sollte heißen


http://www.insiderdaten.de


Und, gibts keine Meinungen zur Karstadt-Quelle?
Begrüßendswert ist die Mitteilung das Jürgen Weber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa, neuer Aufsichtsratvorsitzender bei Thomas Cook wird.
Fortis nimmt die Aktie aktuell von buy auf reduce zurück, target 21

Greetinxx Michael
Nur zur Info: der Marktwert der Immobilien beträgt ca 5-6 Mrd. Euro, das sind ca 40 -48 Euro/Aktie. (Kurs momentan ca 20 E). Das operative Geschäft vermag ich nicht ausreichend zu beurteilen, ich glaube aber, das das desolate Konsumklima bereits im Kurs eingepreist ist.

Ignatz
Hallo ignatz
Karstadt steht auf meiner Wunschliste auch ganz oben.
Das einzige was mich TA-mässig stört, ist das gap-up bei 14 Euro (wo auch ein Limit von mir drin liegt: 14,5).
Ich kenn von AMGN abgesehen kein einziges gap-up, was über einen längeren Zeitraum offen geblieben ist, lass mich aber an der Ecke gern belehren.
http://bigcharts.marketwatch.com/intchart/frames/frames.asp?…

grüsse Andy
+ viel Erfolg.
@Ignatz: Da gebe ich Dir vollkommen recht; davon abgesehen glaube ich, daß das Weihnachtsgeschäft nicht sooo schlecht laufen wird wie befürchtet...

Greetinxx Michael
Goldman beläßt sie bei underperform, senkt EPS-Schätzung 2002+2003.

Greetinxx Michael
Deutsche Bank nimmt sie von buy auf hold zurück, target 18 (vorher 21), senkt EPS-Schätzung 2003+2004.

Greetinxx Michael
MM Warburg nimmt sie von buy auf hold, senkt EPS-Schätzungen 2002-2004.

Greetinxx Michael
HypoVB nimmt den Titel gerade von outperform auf underperform zurück.

Greetinxx Michael
Commerzbank nimmt den Titel von buy auf hold zurück, target 19 (vorher 23.10).

Greetinxx Michael
die können ihre Schätzungen zurücknehmen wie sie wollen, das Papier hat längst genug geblutet und der Konsum zieht gerade an, die Analysten sind mal wieder 2 Monate hintendran, denke ich (oder wollen billig einsteigen!):rolleyes:
Das sehe ich genauso, wenn Karstadt ihre Grundstücke verkaufen würde wäre der Cashbestand um einiges höher als die derzeitige Marktkapitalisierung. Ich denke, daß Karstadt im nächsten Jahr wieder über 30 Euro tendiert.

Karstadt ist für mich eine Langfristanlage und ich bin seit 16 EUR dabei. Bei 30 EUR kommen dann wieder die Kaufempfehlungen der Banken, wettten.

Jetzt gut nacht
Kurzer Nachtrag:

Außerdem würde Karstadt kaum die eigenen Aktien auf diesem Niveau zurückkaufen, wenn ......... (das könnt ihr euch ja denken).:D
Trotzdem stellt sich hier die Frage:
Wer verkauft auf diesem Niveau und warum?

Wäre nicht das Rückkaufprogramm, welche schon zum Rückkauf von mehr als 5% der Aktie geführt hat, würden wir vermutlich Kurse unter 15 Euro sehen.

Einige negative Punkte -abgesehen von der allgemein schlechten Lage- fallen mir auf:

-die Weigerung des Managements zu unbequemen Schritten wie der Schließung kleiner unrentabler Häuser, welche selbst wenn sie in guten Zeiten mal in die Gewinnzone kommen sollten, nie eine adequate Rendite aufs Eigenkapital erbringen werden.

-Verzettlung in unheimlich viele neue Geschäftsfelder und Kooperationen, welche bestimmt gutgemeint sind, aber eine klare Linie nicht recht erkennen lassen.

-sehr ungünstige Kommunikation des Management, zunächst ermutigende Umsatzzahlen Anfang Oktober (+0,8%), dann das doch enttäuschende Quartalsergebnis mit negativen Ausblick für das gesamte nächste Jahr. Die Gewinnwarnung für dieses Jahr wurde auch nur en passante den Märkten untergejubelt, anstatt sie klar und rechtzeitig auszusprechen.
Dann ständig der Verweis auf die äusseren Umstände (Zitat: Mit einer kurzfristigen Belebung der Konsumneigung im Einzelhandel sei nicht zu rechnen. Das verfügbare Einkommen der Verbraucher in Deutschland werde im nächsten Jahr sinken.), welche doch ohnehin jedem in diesem Land klar sind.
Auf jeden Fall hat es Karstadt geschafft im 3 Quartal in die Gewinnzone zurückzukommen. Schau Dir mal Allianz etc. an, die waren auf jeden Fall nicht in der Lage. Wer in der momentanen Lage bereits Gewinn erwirtschaftet der wird in besseren Zeiten bestimmt keine Verluste schreiben.

PS
Auf mehreren Beinen steht man bekanntlich besser als auf einen.:D
Das strategische Geschäftsfeld Immobilien der KarstadtQuelle AG wurde mit der Ausgliederung des Immobilienvermögens in die Karstadt Immobilien AG & Co. KG begründet. Diese erfolgte zum 1. Januar 2001. Anfang 2002 erfolgte die Gründung der ECM EuroCenter Management GmbH und der Karstadt Hypothekenbank AG.

Die Karstadt Immobilien AG & Co. KG als Führungsgesellschaft bündelt den weitaus größten Teil des Konzern-Immobilienvermögens. Das Gesamtportfolio mit einem geschätzten Marktwert von ca. 5 Mrd. € umfasst im wesentlichen Einzelhandels-Immobilien in innerstädtischen Spitzenlagen sowie Logistikstandorte. Mit seinem umfangreichen und wertvollen Immobilien-Portfolio nimmt der KarstadtQuelle-Konzern eine führende Rolle auf dem deutschen Immobilien-Markt ein. Grundlage für die Steuerung der Vermögenswerte bildet dabei ein aktives Asset-Management.

Diesen Passus habe ich gerade von der Karstadt Page kopiert. Es ist doch m.E. lächerlich, daß die Aktie derzeit mit einer unter 2 Mrd Marktkapitalisierung bewertet wird.
:cool: :cool:
Karstadt/Quelle notiert z.Z. auf historisch tiefem Kursniveau.
Hier die Kurse jeweils zum Jahresanfang:
93:25 €, 94:30, 95:28, 96:30, 97:26, 98:32, 99:44, 00:38, 01:37, 02:44
Löhne und Preise sind Jahr für Jahr gestiegen. D.h. für einen Konsumwert wie K/Q, daß selbst im Fall stagnierender Verkaufsstückzahlen (im Sortimentsdurchschnitt) der Umsatz langfristig steigt. Das heutige Kursniveau deutlich unter dem Niveau von vor 10 Jahren ist auch deshalb wahrscheinlich ein Ausreißer nach unten.
Ich denke, schon das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wird den Kurs wieder auf über 20 € schieben.
Der 10-Jahres-Chart von K/Q bei WO ist übrigens falsch (93:7 € ?). Zutreffende Charts findet man unter www.onvista.de oder www.informer2.comdirect.de

Gruß he
Erweiterung der Ladenschlußzeiten am Samstag ist nach Schröder vorgesehen. Wer könnte davon am meißten provitieren (lol)?



:lick:
Hilft unser dieser Artikel aus dem Manager Magazin vom 6.12.2002 bei der Frage weiter wer verkauft?

R E I C H S T E D E U T S C H E

Die Versandhaus-Diva


Von Martin Scheele

Nach anfänglichem Zögern mischte Madeleine Schickedanz im elterlichen Versandhaus Quelle kräftig mit - mittels ihrer Ehemänner, die sie an die Vorstandsfront schickte. Heute deutet einiges daraufhin, dass die milliardenschwere Erbin sich aus dem fusionierten KarstadtQuelle-Konzern zurückzieht.

Hamburg - Als im Juni 2002 die Quelle-Belegschaft den 75. Geburtstag ihres Versandhauses feierte, hielt sich die mächtigste Person dezent im Hintergrund. Kein Wunder, Madeleine Schickedanz scheut das Rampenlicht. Dieser Charakterzug unterscheidet sie deutlich von ihren Eltern.


Firmengründer Gustav Schickedanz und seine zweite Ehefrau Grete hätte ein solcher Auftritt gefallen. Beide genossen den Applaus beim Eintreffen der häufig besuchten Bayreuther Festspiele. Madeleine mag zwar auch Werke von Wagner und Mozart, den Genuss dieser Musik frönt sie aber lieber in den eigenen vier Wänden.

In ihrem bevorzugten Wohnort, im schweizerischen St. Moritz, trifft man sie und ihren dritten Ehemann, Leo Herl, höchstens beim Shoppen, sonst lebt das Paar heute zurückgezogen in einer Villa auf dem feinen Suvretta-Hügel. Um die in St. Moritz residierende und einfallende Jetset- und Schickeria-Gesellschaft machen sie einen großen Bogen.

Das Leben frei von materiellen Sorgen kennt die einzige Tochter aus der Ehe von Gustav und Grete Schickedanz seit ihrer Geburt 1943 in Nürnberg. In ihrer frühen Kindheit erlebt sie bald den zweiten Aufstieg des Fürther Versandgeschäfts.

Erst spät in die Fußstapfen der Eltern getreten

Der erste kometenhafte Aufstieg wird durch den 2. Weltkrieg jäh gestoppt. Vater Gustav, Sohn eines Werkmeisters hatte 1923 – in Zeiten einer galoppierenden Inflation – den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt – mit einer Großhandlung für Kurz-, Weiß- und Wollwaren, aus der vier Jahre später das Versandgeschäft Quelle hervorgeht.

Die Rechnung des Jungunternehmers, Qualitätsware zu kleinen Preisen feilzubieten und diese als Versender auch Menschen außerhalb der gut versorgten Ballungsräume zugänglich zu machen, geht auf – seine Quelle sprudelt. Nachdem die Amerikaner befinden, Gustav habe sich allzu gut mit dem NS-Regime arrangiert, wird er nach dem Krieg mit einem Berufsverbot belegt.

Da kommt seine zweite Ehefrau gerade recht, die als Lehrmädchen bei Quelle startet und zur rechten Zeit am richtigen Ort einen wahrhaft reichen Mann kennen lernt. Ihr wird das Verdienst zugeschrieben, das Unternehmen wieder aufgebaut zu haben. Bald darf der Gatte auch wieder mitmischen, und die Umsätze sollen jahrzehntelang stetig wachsen.

Regiment der Mittelmäßigkeit

Madeleine, nach der die Eltern eine exklusive Quelle-Modetochter tauften, zeigt zunächst wenig Interesse, in die Fußstapfen der Eltern zu treten. Während des Betriebswirtschaftsstudiums heiratet sie, 22-jährig, Hans-Georg Mangold, Mitglied einer angesehenen Fürther Spielwarenfamilie. Beide genießen das Leben in vollen Zügen.

Für ihre anfängliche Zurückhaltung in den elterlichen Betrieb einzusteigen, wird als Motiv auch ihre Erziehung herangezogen. So meint Schickedanz-Biograph Christan Böhmer zu wissen, dass die Eltern ihr zwar jeden Wunsch von den Lippen abgelesen, aber so gut wie keine Zeit für die Tochter hatten. Nach der Schule sei sie vom väterlichen Büro in das der Mutter hin- und hergeschoben worden.

Doch mehr und mehr findet die Tochter Gefallen an dem Konzern, besonders an Machtspielen. Dabei agiert die Brünette wie der Familienstamm um Enkelin Margarete: Die Ehemänner werden an die vorderste Frontlinie, in den Vorstandsbereich, geschickt. Branchenexperten sollen später bilanzieren: Das Regiment der Schwiegersöhne erreicht allenfalls nur Mittelmäßigkeit.

Zwanghaft das Konzept weitergeführt

Dass der Versandfrachter "Quelle" Anfang der achtziger Jahre an Fahrt verliert, hat neben den vielen Streitigkeiten zwischen den beiden Familienstämme, wohl auch mit der konservativen Strategie der Witwe ("wichtigste Kauffrau Europas") zu tun. Madeleines Mutter wollte nach dem Tod ihres Mannes zwanghaft dessen Konzept fortführen, anstatt auf den Markt zu achten. Folge: Ein Sammelsurium an Beteiligungen wurde aufgebaut. Im Endeffekt rutschte Quelle 1984 in die roten Zahlen.

Nachdem die Witwe entnervt die Zügel aus der Hand gab, wurde Madeleines zweiter Ehemann Wolfgang Bühler auf den Vorstandssessel der Holding gehievt. Er hatte nach der Heirat mit Madeleine rasch Karriere im Versandhaus gemacht.

Unter seiner Regie blieben die Zeiten rau und unruhig, vor allem für seine Untergebenen. Madeleines Ehemann verschliss als Holding-Vorstand ein halbes Dutzend Manager, allein vier Quelle-Vorstandschefs strichen in acht Jahren die Segel. Den jeweils neuen Unternehmenskapitän handelten die beiden Familienstämme wie auf einem orientalischen Basar aus.

Für Bühler endet die Ära Quelle abrupt, als die Ehe mit Madeleine 1997 in die Brüche geht. Glaubte er am Ende seiner Amtszeit durch den Verkauf etlicher Unternehmen und Beteiligungen den Versandriesen fit für die Zukunft gemacht zu haben, kam doch alles anders. Eine Fusion erschütterte die deutsche Handelsbranche.


Das letzte Kapitel

Karstadt und Quelle fusionierten. Über die Motive des Mega-Mergers von 1999 gehen die Meinungen auseinander. Eine Variante besagt: Ex-Karstadt-Chef Deuss schwatzte mittels seines Duzfreundes und Schickedanz-Intimius Hans Meinhardt der Fürther Sippe den Deal auf. Gefreut haben sich Banken und die Hertie-Stiftung, die ihre Beteiligungen schon lange abstoßen wollten.
Nach den Zahlen erwuchs aus der Fusion ein gewaltiger Konzern: 112.000 Mitarbeiter erwirtschafteten in 2001 einen Umsatz von 16 Milliarden Euro. Ergebnis vor Steuern: 333 Millionen Euro. Dennoch: Ob die größte Einzelaktionärin mit 36,4 Prozent, Madeleine Schickedanz, die sich durch ihren neuen Ehemann, Leo Herl, im Aufsichtsrat vertreten lässt, immer noch an die vermeintlich gute Idee der Fusion glaubt?

Es muss bezweifelt werden. Das Investment zahlt sich noch nicht aus. Hartnäckig halten sich deshalb Spekulationen, wonach der Quelle-Clan sich lieber heute als morgen von seinen Anteilen trennen möchte. Der Anfang dafür ist gemacht. Ursprünglich hatten die Nachfahren Gustav Abrahams ihren knapp 50-prozentigen Anteil in der Schickedanz-Holding gepoolt. Damit war der Verkauf einzelner Aktienpakete unmöglich.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Einen Großteil der Aktien haben die beiden Familienstämme bereits aus der gemeinsamen Holding herausgezogen, und in eine eigene Vermögensverwaltung eingebracht. So können die Erben getrennt agieren und ihre Anteil jederzeit versilbern. Nebenwirkung: Ein Streitgrund fällt weg.

Möglicherweise ist das letzte Kapitel der Schickedanz-Beteiligung an KarstadtQuelle also geschrieben. Falls ja: Der Öffentlichkeit wird die Honorarkonsulin von Griechenland zumindest durch ihr soziales Engagement erhalten bleiben und ihr publicitywirksames Werben für die Belange ihrer gleichnamigen Kinder-Krebs-Stiftung - für dass sie gerne eine Ausnahme von der Regel macht, ins Rampenlicht zu treten.
Börse Online Nr. 48 (21.11.-28.11.) zu KarstadtQuelle:

"K/Q hat zwar unter der katastrophalen deutschen Konjunktur zu leiden. Doch die Neugestaltung der unterschiedlichen handelsformen Warenhaus, Fachgeschäft, Versandhandel und Internethandel wird die Profitabilität rasch verbessern. Wertvoll macht die Karstadt-Aktie zudem der umfangreiche Immobilienbesitz. Allein der Wert der stillen Reserven in Häusern und Grundstücken übersteigt die Börsenkapitalisierung. So bekommt der Anleger derzeit die starken Marken Karstadt, Quelle und Neckermann quasi geschenkt..."
Empfehlung BO: Kaufen:confused:

gruß he
diese Aktie reagiert aber überhaupt nicht gut auf die bombigen Neuigkeiten von gestern.

Wer verkauft?
Die Aktie sinkt weiter, allerdings hat das Volumen deutlich abgenommen.
Evtl. ist das 10-prozentige Aktienrückkaufprogramm ja abgeschlossen. Vielleicht ganz gut, damit in den nächsten Wochen endlich ein tragfähiger Boden gefunden wird.

Was meint Ihr?
Schau Dir mal die Metro an, Konsumtitel sollte man eher untergewichten.
@ #16 Hi AndyBusch!

Karstadt heute bei 14 Euro. Du hattest Recht mit deinem Gap. Und, bist du eingestiegen?

Gruß Ignatz,

der bisher die Finger gelassen hat von Konsumaktien. Aber deren Zeit wird kommen. Ganz sicher!! :)
Bin heute mit der 1.Position zu 14 Euro eingestiegen, wandert ab ins mittelfristige Depot. Erwarte in 1-2 Jahren wieder Kurse um die 20 Euro:D
Stimmt es das Schickedanz ein Squeeze Qut bei KarstadtQuelle plant, wie ist der Free Float.?
Aus der FTD vom 20.2.2003
Karstadt sucht sein Heil in neuer Werbung
Von Christiane Ronke, Hamburg

Europas größter Warenhauskonzern Karstadt will angesichts herber Umsatzeinbrüche im Sommer eine millionenschwere Markenkampagne starten. Dies bestätigte am Mittwoch ein Karstadt-Sprecher der FTD.

Der neue Markenauftritt, mit dem KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban das etwas angestaubte Image seines Unternehmens aufpolieren will, war eigentlich schon für Mai geplant. Doch der Beginn hat sich verzögert. Die Markenkampagne ist Teil der von Urban im November präsentierten Strategie "2003+", mit der er die Warenhauskette wieder nach vorn bringen will.

Karstadt verbuchte im vergangenen Jahr in den 190 Warenhäusern einen drastischen Umsatzrückgang von über 500 Mio. Euro. Im vierten Quartal sackten die Erlöse nach einer leichten Erholung in den Monaten zuvor sogar um fast neun Prozent ab.


Der Gesamtgewinn von KarstadtQuelle wird voraussichtlich rund ein Drittel niedriger ausfallen als geplant. Urban hat einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen in Höhe von 250 Mio. Euro prognostiziert.



Kein guter Jahresauftakt


Das neue Jahr hat auch nicht viel besser angefangen, eine Trendwende ist nicht in Sicht. Zum einen ist die allgemeine Konsumflaute für die missliche Lage verantwortlich. Zum anderen hat Karstadt auch mit Imageproblemen zu kämpfen. Zwar ist die Marke einem breiten Publikum bekannt. Laut einer Befragung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Herbst 2001 kennen 96 Prozent der Deutschen Karstadt. Allerdings ist das Profil der Marke unklar, das Image zu blass. Darüber hinaus gilt das Warenhaus an sich vielfach als unmodern. Karstadt wie auch seine Wettbewerber kämpfen schon seit langem gegen die wachsende Konkurrenz durch innovative Discounter wie zum Beispiel Hennes & Mauritz oder moderne Spezialanbieter wie Douglas.


Der Marktanteil der Warenhäuser am gesamten Einzelhandelsumsatz ist in den vergangenen 30 Jahren von über zehn Prozent auf mittlerweile nur noch 3,5 Prozent geschrumpft. Durch die extreme Kaufzurückhaltung der Verbraucher im vergangenen Jahr hat sich die ohnehin schon schwierige Situation der Warenhäuser noch verschärft.


Laut Unternehmenskennern ist 2003 für Urban das entscheidende Jahr. Er muss beweisen, dass er den Turnaround bei den Warenhäusern schaffen kann. Um den Umsatz von Karstadt anzukurbeln und das Image zu modernisieren, dreht Urban zurzeit an vielen Schrauben. So will er in den nächsten Jahren 20 Warenhäuser zu modernen Shoppingcentern umbauen, die höhere Renditen versprechen. Insgesamt sollen die Sortimente für den Kunden attraktiver werden, indem zum Beispiel mehr Mode- und Sportartikel angeboten werden.



Imagepflege mit Starbucks


Auch die Kooperation mit dem amerikanischen Kaffeehausbetreiber Starbucks dient zu einem Großteil der Imagepflege: So hofft Urban darauf, dass die positive Wahrnehmung der Coffeeshop-Kultmarke auf Karstadt abfärbt. Auch das Internet soll zum Imagewandel beitragen und wird daher in erster Linie als Marketinginstrument genutzt. Zudem soll die Marke Karstadt aufgepeppt werden. "Wir wollen die Marke Karstadt emotionalisieren", sagte ein Sprecher.


Urban hatte im vergangenen November für das Frühjahr 2003 eine breit angelegte neue Markenkampagne angekündigt, mit der er die Kunden stärker als bisher an die Karstadt-Warenhäuser binden will. Nun wird es nur eine Frühjahrsaktion geben. Zu der konkreten Ausgestaltung wollte sich das Unternehmen nicht äußern.


Ende vergangenen Jahres kam es zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten im Unternehmen, berichtet ein Karstadt-Kenner. Im Dezember benannte der Konzern einen neuen Marketingchef. Dass in den Warenhäusern nicht alles reibungslos läuft, zeigt sich auch daran, dass KarstadtQuelle-Chef Urban den Vorstandsvorsitz bei der KarstadtQuelle-Tochter noch nicht wie geplant an seinen Stellvertreter Benedikt Best abgegeben hat. Nach der ursprünglichen Planung sollte Best zum Jahreswechsel den Chefposten bei der Karstadt Warenhaus AG übernehmen.



--------------------------------------------------------------------------------


Missliche Lage

Umsatzeinbruch Die 190 Warenhäuser machten im vergangenen Jahr einen Umsatz von 6,3 Mrd. Euro (ohne Mehrwertsteuer) - ein Minus von 8,1 Prozent.

Häuser im Abwind Die gesamte Branche leidet seit Jahren unter Umsatzrückgängen. Der Marktanteil der Warenhäuser am gesamten Einzelhandelsumsatz ist auf rund 3,5 Prozent geschrumpft.



© 2003 Financial Times Deutschland



Der Verkaufsdruck der auf der Aktie lastete hat scheinbar nachgelassen, die Nachrichten sind nach wie vor trostlos, die Zweifel ob Urban wirklich der richtige Mann ist um den Turnaround zu schaffen wachsen.
Zu allen schlechten Nachrichten hat sich die charttechnische Situation weiter eingetrübt. Mit 12,86 wurde heute ein neues ATL markiert, das Ganze unter gestiegenen Umsätzen:cry:



Keine Ahnung, wie tief der Wert noch fallen wird, allerdings kommt mir das Verhältnis von MK zu Buchwert immer spanischer vor. Hier scheint wirklich noch nicht alle Wahrheit bekannt zu sein!
ftd.de, Di, 25.2.2003, 12:46
KarstadtQuelle hofft auf schwachen Dollar

Niedrige Zinsen und ein schwacher Dollar sollen KarstadtQuelle ein gutes Geschäftsjahr sichern. Im vergangenen Jahr hatte Europas größter Warenhauskonzern die Prognosen nicht einhalten können.




"Wir haben exzellente Chancen für 2003 und der schwache Dollar sowie die niedrigen Zinsen werden einen positiven Einfluss auf unser Ergebnis haben", sagte Konzernchef Wolfgang Urban am Dienstag in Frankfurt. Damit gab er erstmals einen Ausblick auf das laufende Jahr.

KarstadtQuelle hatte Mitte Januar erklärt, für 2002 das angepeilte Ergebnis vor Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebta) von 250 Mio. Euro zu erreichen. Zum Ausblick hatte sich das Unternehmen aber nicht äußern wollen.



Quelle-Jubiläum erhöht Umsatz


Im vergangenen Jahr hatte der Konzern seine ursprüngliche Umsatzprognose zwar verfehlt, der Rückgang war allerdings weniger stark als von Analysten erwartet ausgefallen. Die Analysten hatten dies vor allem auf kräftige Umsatzsteigerungen bei der Versandhandelssparte Quelle zurückgeführt, die wegen ihres 75-jährigen Firmenjubiläums zahlreiche Sonderaktionen gestartet hatte.


Das vergangene Jahr gilt als eines der schwächsten Jahre für den deutschen Einzelhandel überhaupt. KarstadtQuelle-Konkurrent Metro hatte 2002 dank seines hohen Auslandsanteils von rund 45 Prozent den Umsatz steigern können, sein Umsatzziel allerdings verfehlt. KarstadtQuelle verbucht dagegen rund 90 Prozent seiner Umsätze im Inland.



© 2003 Reuters Limited. Nutzerbeschränkungen



Na immerhin gibt es noch etwas Hoffnung, wenn schon nicht auf die eigenen Fähigkeiten zur Sanierung dann doch auf externe Faktoren wie den steigenden Dollar!
Auch diese Aktie ist viel, viel zu billig.

Falls das heutzutage überhaupt noch wen interessiert...


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.