Bis zu 90% sparen! Kostenloser Depotgebühren-Check
030-275 77 6400
DAX-0,17 % EUR/USD+0,42 % Gold-0,13 % Öl (Brent)0,00 %

Radeberger Gruppe - kommt die Übernahme bei > EUR 1.000 ? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Radeberger Gruppe, WKN 719500, die ehemalige Binding Gruppe, besteht aus

nationalen Marken: Radeberger, Clausthaler, Schöfferhofer und Selters

regionalen Marken und osteuropäischen Beteiligungen.

Seit dem Verkauf der 10,6%-Beteiligung Brauerei Schwechat in Österreich ist der Konzern (netto-)schuldenfrei.

Wenn von den großen dt. Brauereigruppen die 3 großen privaten (Warsteiner, Bitburger und Krombacher) nicht verkauft werden sollen, Gilde an Interbrew geht, verbleiben besonders die börsennotierten:

Radeberger, Umsatz ca. € 870 Mio
Brau und Brunnen, Umsatz ca. € 500 Mio
Holsten, Umsatz ca. € 850 Mio

Holsten hat mit König und Holsten zwar bundesweit bekannte Marken, diese sind aber nicht so zugkräftig. Holsten ist mit € 366 Mio verschuldet, macht mit der market cap von € 250 Mio (Kurs € 18,10) einen enterprise value von € 616 Mio. Die Ertragslage ist auch aufgrund der eher schwierigen Markenpositionierung schwach.

Brau und Brunnen soll zwar schuldenfrei sein nach dem Appollinaris Verkauf, die market cap ist mit € 250 Mio eher niedrig, die ab 2003 geplanten Gewinne dürften jedoch nicht übermäßig hoch ausfallen. Die einzige wirklich nationale Marke ist Jever, der Rest eher im Stammland NRW verbreitet (diverse Kölsch und Schultheiss Marken sowie Schlösser Alt).

Kleinere Anbieter mit starken Marken sind z.B. Stuttgarter Hofbräu. Diese hat zwar in BW eine starke Stellung, ist aber mit ca. € 60 Mio Bierumsatz recht klein. Die Erträge werden i.w. mit Immos erwirtschaftet. Das dürfte für einen Bierkonzern aus dem Ausland nicht so attraktiv sein.

Verbleibt die Radeberger Gruppe, die zu ca. 90% der Oetker Gruppe gehört.

Die Bewertung der internationalen Bierkonzerne wird oft am EBITDA festgemacht und verglichen. Die Bewertung liegt um den Faktor 8. Heineken und Interbrew liegen etwas darüber, SAB darunter. Bei der Übernahme von Gilde soll ebenfalls mehr als das 8-fache gezahlt werden.

Wenig beachtet veröffentlicht Radeberger seit Q1/02 Quartalsberichte, nachlesbar unter www.binding.de service Quartalsberichte.

Danach hat Radeberger im H1/02 bereits € 15,77 Gewinn pro Aktie erzielt. Das H2 soll etwas schlechter ausfallen, da man u.a. von den Überschwemmungen im Sommer betroffen war. Die in der BPK und den Q-Berichten ausführlich erläuterten Rationalisierungsmaßnahmen, die erst teilweise umgesetzt sind, sollten aber weiter steigende Gewinne ermöglichen. Außerdem fallen Sondererträge aus dem Verkauf von Beteiligungen an wie bei Schwechat (BBAG-Gruppe).

Die Bilanzierung ist extrem konservativ, wozu man zahlreiche Details findet. Nicht betriebsnotwendige Immos sollten ebenfalls in erheblichem Umfang vorhanden sein. Aus den Finanzanlagen in der Konzernbilanz wurde gerade einmal ein Beteiligungsergebnis von € 1,22 Mio vereinnahmt (dürften Zinsen aus Ausleihungen sein, keine Ausschüttungen).

Als EBITDA Ergebnis für 2000 und 2001 wurden € 125 Mio genannt, aufgrund von Bewertungsmaßnahmen fielen die Gewinne in 2001 eher gering aus, nachdem man operativ deutliche Fortschritte erzielt hat. In H1/02 wurden jedoch bereits € 71,5 Mio EBITDA erwirtschaftet.

Sofern man also das EBITDA vorsichtig auf € 140 Mio für 2002 schätzt, ergibt sich eine vergleichbare Bewertung von 8 X € 140 Mio, i.e. € 1.120 Mio. Bei 1,0925 Mio Aktien ist das pro Aktie eine Bewertung von € 1.025 oder 118% des Umsatzes 2002.

Nicht berücksichtigt sind angekündigte Zukäufe in Dt. sowie die genannten Reserven in Beteiligungen und Immos.

Der Kurs hat heute ein ATH erreicht mit € 347. Bisherige Höchstkurse lagen bei € 300 (Basis 10-Jahreschart). Die Umsätze sind seit Januar bei steigenden Kursen erhöht. Kursfeststellung ist einmal täglich um ca. Uhr 12.10 in Frankfurt.

Die aktuelle Bewertung mit € 379 Mio entspricht wohl noch den geringen ausgewiesenen Gewinnen aus 2001.

Sofern also ein Bierkonzern wie Heineken in Dt. richtig einsteigen will - entsprechende Absichtsbekundungen liegen vor - kommt man um die Radeberger Gruppe nicht herum. So wie man Oetker kennt, müßte der Kaufpreis aber eine besondere Prämie aufweisen, um ihn zum Verkauf zu motivieren.

CU, goldmine
glaubst du wirklich die oetker-gruppe verkauft?
oder haben die nicht als breit aufgestellter
nahrungsmittelkonzern ein interesse an einer eigenen
brauereigruppe.

oder hast du dich bei dem marktengen wert nur eingedeckt
und willst jetzt den preis treiben. zu dieser theorie würde
auch dein geheimnisvoller hinweis gestern passen:


http://www.wallstreet-online.de/ws/community/board/threadpag…

heute sind bisher gerade mal 135 stück umgesetzt wurden.

wie auch immer, die entscheidende frage ist, ob die oetker gruppe verkauft. und warum sollte sie das tun?
Eine Angabe will ich noch nachtragen: die Finanzanlagen im Konzernabschluß - also nicht konsolidiert - betragen € 121 Mio.

@sternenstaub
Ich hatte gestern keine Zeit, so ausführlich zu schreiben. Ich denke aber, Du findest nun selber heraus, warum die Käufer kaufen.

Die Umsätze der letzten Wochen liegen ja doch recht hoch, so daß ich Deine Befürchtung, ich wäre da der wesentliche Käufer, nicht bestätigen möchte.

Synergien zwischen Backpulver, Sekt& Wein, Schiffahrt, Versicherungen, Luxushotels und was weiß ich noch und der Radeberger Gruppe kann ich keine erkennen und werden auch von Binding oder Oetker nicht genannt. Oetker ist ja gerade ein Mischkonzern auf privater Ebene. Ein Verkauf hängt sicher von der Reputation des Käufers, mehreren Präzedenzfällen (wie Beck´s und Gilde) und dem Preis ab.

Das interessante an dieser Spekulation ist, je mehr Interbrew kauft, desto weniger bleibt für Heineken, SAB und Carlsber zur Auswahl und desto höher steigen die Preise. Das ist wie in der Telekom Branche bis 2000.

Ich denke, bei Preisen unter € 400 macht man nicht viel falsch, sollte aber etwas Zeit mitbringen.

CU, goldmine
Auch die Vorzüge haben heute mit Teilausführung und einem 17%-Sprung ein ATH erreicht. Ganz ohne Meldungen oder Empfehlungen.

CU, goldmine
@goldmine

>Die Umsätze der letzten Wochen liegen ja doch recht hoch, >so daß ich Deine Befürchtung, ich wäre da der wesentliche >Käufer, nicht bestätigen möchte.

möchten möchte ich auch manches nicht und tu es trotzdem. bestätigst du nun oder bestreitest du es, oder würdest du nur gern bestreiten? und so hoch waren die umsätze nun auch nicht.
ein paar käufe und ein paar verkäufe am tag...
undenkbar ist nichts.


synergien zwischen schiffen, luxushotels und ner bierbrauerei könnte man schon erblicken, denn die müssen
ja was trinken auf den schiffen und in den luxushotelbetten.;-)

und wegen der verkaufbereitschaft der oetker gruppe.
die radeberger gruppe sieht sich selber als:

"...eine zukunftssichere Alternative zum Auftritt ausländischer Bierkonzerne in Deutschland.."
http://www.binding.de/service/news/news-20021114.html


wieviel prozent hält den oetker nun genau. im abhängigkeitsbericht des geschäfstberichtes 2001 ist nur von mehr als 75% die Rede. woher hast du die 90%.

insofern was wäre wenn oetker nur seinen anteil auf 95% aufstocken will und dann ein squeeze out machen will.

welche preise da bezahlt werden, sieht man beim squeeze out
der dab ag. da werden 6,51 Euro pro Aktie von radeberger bezahlt.
das ergibt eine markapitalisierung von 4.296.600 Euro.
der umsatz von dab lag 99 ( neuere zahlen finde ich leider nicht) bei 223,9 Mill Euro und die Verbindlichkeiten bei 77,2 Mill. Euro.

somit liegt der preis für dab bei 81,5 mill. euro bei einem umsatz von 223,9 mill. euro, also großzügig gerechnet halber umsatz.

der umsatz der radebergergruppe lag 2001 bei 850 mill. Euro. die nettoverschuldung lag im ersten halbjahr 2002 bei 40 mill euro. also wären wir, wenn wir die dab maßstäbe ansätzen,
bei einem squeeze out preis von 425 - 40 mill. euro =385 mill euro. das entspricht fast der aktuellen marktkapitalisierung von 365 mill. euro.

insofern wäre bei einem squeeze out kein großer gewinn zu erwarten.

mmm 1000 euro würden mir zwar auch gefallen, aber woher nimmst du die übernahmefantasie. du hast doch noch was im ärmel! oder etwa nicht.:(
@sternenstaub

Das wird ja richtig unterhaltsam mit Dir. Ich darf Dir aber sagen, daß ich keinem Privatanleger und auch mir selbst nicht raten könnte, in Radeberger 7-stellige Beträge zu investieren. Konkrete Fragen zu meinen Dispositionen beantworte ich generell nicht. Allein in den letzten 2 Wochen gingen bei steigenden Kursen (also wohl nur Käufe interessierter Seite) ca. 5.000 Stück um - ca. € 1,5 Mio. Da nur eine Notiz am Tage erfolgt, trifft Deine trading Vermutung nicht zu.

Ich denke aber, wer da kauft, legt nun mal eine kleine Pause ein, sonst wird es zu auffällig.

Die Profilierung als nationaler Bierkonzern - wer macht das denn nicht? Siehe auch bei Gilde. Ich habe ja geschrieben, was Oetker zum Verkauf bewegen könnte. Übrigens ist Schörghuber bereits eine Kooperation mit Heineken eingegangen.

Die Bewertung des schwächsten Teils der Gruppe, der DAB, ist hier nicht relevant. Die Bewertung mit dem 8-fachen EBITDA wird jedoch wohl nur im Übernahmefall erreicht. Oder wenn Radeberger selbst sich zu einer führenden Gruppe entwickelt. Das ist alles eine Spekulation.

CU, goldmine
@goldstaub

es ist zwar unterhaltsam, aber du beantwortest meine frage nicht

1. woher hast du die 90% oetker beteiligung

2. du hast immernoch keine antwort gegeben, ob du den kurs
mit deinen käufen hochgetrieben hast. dazu bedurfte es nicht eines kaufes von 5000 aktien. in frankfurt wurden diesen monat bisher 3000 aktien umgesetz. und es kaufen sicher auch noch andere. 1000 aktien pro monat sind es im durchschnitt.

3. wieso sollte der ominöse käufer jetzt aufhören?

also du weißt mehr als du erzählst. ;-)
BPK 8.5.2002:

... des inzwischen mit annähernd 90% beteiligten Familienunternehmens aus Bielefeld ...

Folglich kauft Oetker zu. Aber keine Angst, free float von gut 10% heißt 110.000 Aktien. Seit Mai kann er höchstens 15.000 Stück gekauft haben, eher aber unter 10.000. Ein SQO ist nicht aktuell. Das wäre nur etwas für einen Biermulti, nicht für einen Privatunternehmer.

CU, goldmine
@Goldmine

Du schreibst: "Ein SQO ist nicht aktuell. Das wäre nur etwas für einen Biermulti, nicht für einen Privatunternehmer."


Oetker hat während der vergangenen Monate bei mehreren kleineren Brauereibeteiligungen die Minderheitsaktionäre (großzügig!) abgefunden.



@Sternenstaub

Werd lockerer, nicht so paranoid sein. Goldmine ist bislang nicht gerade als Pusher in Erscheinung getreten.
Heute dürfte der Kurs einen Rücksetzer bekommen - der threat hier stößt wohl nicht auf Begeisterung beim Käufer.

Interessant ist die Beobachtung von Anheuser Busch, dem größten und erfolgreichsten Bierkonzern der Welt.

Kurs USD 51,5, market cap bei 855,9 Mio Aktien ca. USD 44,1 Mrd., Umsatz 2002 13,5 Mrd., EBITDA 4,0 Mrd., EBIT 3,1 Mrd., Gewinn nach Steuern 1,9 Mrd., EBITDA Faktor also sogar knapp 11 !, KGV (2002) 23,4.

Hauptmarkengruppe Budweiser. Anheuser Busch schreibt in ihrem Q-Bericht, der Fokus liegt auf Premiummarken, da sie, entsprechendes Volumen vorausgesetzt, für hohe Gewinnmargen sorgen und Preissteigerungen sich überproportional auswirken.

Ich habe mal die Durchschnittserlöse pro Mio hl bei diversen Anbietern verglichen:

Warsteiner UE 01 ca. 586 Mio, Absatz ca. 6,6 Mio hl, D.-preis ca. 88 Mio/hl
Radeberger UE ca. 890 Mio, Absatz (inkl. Wasser) 11,08 Mio hl, D.-preis ca. 80,3 Mio/hl
Stuttgarter Hofbräu D.-preis ca. 83 Mio/hl
Gilde UE 01 306 Mio, 4,4 Mio hl, D.-preis ca. 70 Mio/hl
Brau und Brunnen Biersparte D.-preis ca. 66,80 Mio/hl
Holsten Biersparte D.-preis ca. 62,20 Mio/hl

Bei Radeberger sind auch die polnische und tschechische Brauerei enthalten sowie Selters Wasser, die den Wert nach unten drücken. Offenbar steht man aber gut dar, selbst im Vergleich zu Warsteiner.

Die Absatzentwicklung von Radeberger´s nationalen Marken war im H1 mit 4,6% positiv, Holsten unverändert, Brau und Brunnen legt bei den regionalen Marken zu (billigeres Segment), aber Jever mit 6,4% minus, Warsteiner hat Absatzminus im H1.

CU, goldmine
@goldminenstaub

soso der käufer liest also wo. hey käufer, schick mir doch ne message per boardmail, warum du kaufst.:D

aber zu den fakten

anheuser busch Umsatz 2000

12.499 Mill USD


http://www.marketone.de/research/bilanz.php?mode=guv&ID=1193…

ausstoß 2000

115 Mill. hl

http://www.bierclub.net/rund_ums_bier/brauerei_top_welt.htm


ergibt

108 USD/hl

so warsteiner als primus mit 88 eur (und nicht mio)/hl,
sieht da ziemlich alt aus.
Mehr Details zur Aktienzahl:

1.092.806 Aktien, davon 39.364 Vorzüge.

Davon sind per 31.12.01 Hr. Rudolf August Oetker 87,66% oder ca. 957.955 zuzuordnen (GB Seite 38).

Es ist naheliegend, wer kauft. Ich schätze, von Januar bis Mai konnten 8.000 Aktien gekauft werden. Dann stimmt nahezu 90% mit 88,5% Anteil als Aussage auf der BPK am 8.5.02. Mit weiteren 10.000 Stück ist Oetker aktuell bei 89,4%.

Übrigens hat auch Oetker selbst seine 16,6% an der österreichischen Schwechat Gruppe an BBAG verkauft. Zusammen mit Radeberger hatte man 27,2%. Sofern der Preis stimmt, verkauft man also.

Zu Anheuser: in den Umsätzen sind auch solche aus den Sparten Unterhaltung und Verpackung enthalten, die Kennzahl sieht also etwas schlechter aus. Bei Radeberger muß man auch etwas korrigieren, da Getränkegroßhandelsumsätze enthalten sind. Aber die Richtung in 2002 stimmt und die Ausgangslage ist besser als bei BuB und Holsten.

CU, goldmine
macht spass mit dir ein bild zu basteln.

also in frankfurt gingen bis ende juni 6063 (mai 5283) aktien um.
da in den vorzügen und an anderen börsen so gut wie keine
umsätze erfolgen, hat er also keine 8000 einsammeln können.
und da es noch andere käufer geben wird (du z.b.), werden es wohl nur 5000 sein.

seit juli gingen bis heute 7479 aktien in frankfurt um.
die vorzüge stiegen in den monatlichen 200 bereich.

also schätze ich, dass oetker dieses jahr bis jetzt max 11.000 stück eingesammelt hat.

nur was beabsichtigt er bis 95% für ein sqo sind es noch 70.000 aktien, oder reichen auch 95% der stämme?

in diesem aufkauftempo braucht er noch mindestens 6 jahre.

und den unternehmenswert von radeberger hochzuschrauben,
wäre auch nicht sehr sinnvoll. stille reserven sind doch viel schöner.

also was ist der zweck der übung?

wo hast du eigentlich den ge her, auf der binding seite finde ich nur die html seiten?
wenn du ihn in digitaler form hast, wäre eine boardmail mit ihm sehr nett. :D
@sternenstaub

Die Umsätze habe ich ganz simpel aus dem chart herausgelesen, das muß also nicht ganz richtig sein.

Den GB gibt es nur per Post, Tel.: 069 6065-247.

Übrigens kommt der Q3 Bericht am 27.11.02.

CU, goldmine
Da stehen nochmal die alten 87,66%. Oder muß das der aktuelle Stand sein? Ich denke nicht.

CU, goldmine
Heute wurde alles bei den Vorzügen abgeräumt: 171 Stück. Soviel Umsatz gab es da zuletzt im Jahre 2000.

Auch die Stämme wurden mit 281 Stücken im Rahmen des erhöhten Handelsvolumens der letzten Wochen umgesetzt. Jeden Tag neues ATH - und fast keinen interessiert es. Ob Oetker aufkauft und in / bis welcher Höhe bleibt allerdings bis Erreichen der 95% Schwelle eine Spekulation. Sinnvoll für ihn wäre ein Aufkauf bis zur Höhe eines möglichen Abfindungsangebotes. Aufgrund der vorliegenden Zahlen sollte das > € 500 betragen.

CU, goldmine
heute stämme 364 allerdings geringe Umsätze

wann kommen am 27.11 die q3 zahlen raus?
die Q3 zahlen sind da:

http://www.binding.de/service/quartalsbericht.html

nach 9 monaten liegt der gewinn pro aktie bei 27,35€, das
wären hochgerechnet zum jahresende 36 € gewinn pro aktie.

scheint gut zu laufen bei radeberger.
Zur Abwechslung wurden heute 100 Stück Vorzüge gekauft mit neuem ATH.

Der Q3 Bericht sollte in der Börsenzeitung Erwähnung finden, versuche aber die vollständige Fassung heute zu erhalten.

CU, goldmine
@sternenstaub

Danke! Die wollten den Q3 nicht sofort auf der website veröffentlichen - nun also doch.

Die Zahlen sind extrem stark und über Erwartungen:

Umsatz +9%
EBITDA bereits € 121,6 Mio!
Absatz nationale Marken +6,2%
Ertragsteuerquote noch sehr hoch mit 47,0%
Abschreibungen auf Finanzanlagen € 8,061 Mio (das sehe ich als Gewinn an)
Gewinn pro Aktie offiziell € 27,35 per 09/02, tatsächlich dürfte er über € 31,- liegen. Gewinnschätzung für 2002 müßte dann > € 35,- liegen.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit unglaubliche € 84,05 Mio.

Also da sollte ich die Bewertung anpassen:

EBITDA Schätzung 2002 > € 150 Mio
Faktor 8,0 bedeutet Wert pro Aktie ca. € 1.100.

Tendenz steigend. Mit der Übernahme der Gilde werden weitere bedeutende Veränderungen in der dt. Brauereiszene immer wahrscheinlicher.

CU, goldmine
@ goldmine:
würdest du die vorzüge oder die stämme kaufen?
und wieso..

besten dank
tdwzb
@goldmine

aber was ist mit den einnahmen aus dem verkauf der österreichischen brauerei.

die sind doch einmalig. kannst du die rausrechnen?
@tdwzb

Also wenn man denn Radeberger kaufen will, so würde ich außschließlich die Stämme berücksichtigen, da es weniger als 4% Vorzüge gibt - entspr. markteng.

@sternenstaub

Der Verkauf der Schwechat Brauerei erfolgte nach dem Q3 Stichtag. Per 31.12.02 hat Radeberger dann auch einen positiven Nettofinanzsaldo. Auch sonst ist die Bilanz gut gepflegt worden. Die Bewertung ist - soweit man das beurteilen kann - sehr HGB-niederstwertorientiert *g*.

CU, goldmine
@goldmine

hmmm ich mach mir so meine überlegungen.

1. warum hat sich bindging in radeberger umbenannt? wenn
das nur die holding der brauereiaktivitäten von oetker bleiben soll und damit wenig aussendarstellung wäre das ganze doch nicht notwendig gewesen.

2. warum kauft hier jemand die aktie, in einem umfang das
die kurse steigen.

3. warum wurden die österreichischen aktivitäten abgestoßen.


sinn würde das unter anderem machen, wenn radeberger fit
gemacht werden soll für den einstieg eines internationalen
biermultis.

allerdings denke ich, dass oetker nicht alles verkaufen
wird sondern nur eine beteiligung, weil für
ein lebensmitteltunternehmen eine bierbeteiligung schon
ins konzept paßt.

und solang er mehr als 30% verkauft, müßte es ein angebot an die freien aktionäre geben.
@sternenstaub

So in etwa könnte es sein.

Allerdings wird kein Biermulti einen Minderheitsanteil erwerben wollen, die brauchen mind. 51%, um zu konsolidieren.

Das Ergebnis wäre für den free float aber das gleiche.

CU, goldmine
Da man bei Radeberger scheinbar Gewinne lieber solange versteckt, bis nichts mehr übrigbleibt, was man abschreiben kann, habe ich mal das Ergebnis 09/02 bereinigt.

So wurden bisher in 2002 € 8,061 Mio Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen, das ist bereits fast soviel wie in 2001, wo € 2,27 Mio a.o. Abschreibungen anfielen. In den vergangenen Jahren enthielten die Abschreibungen regelmäßig a.o. Posten. Insgesamt kann man in 2002 wohl von mind. € 4,0 Mio a.o. Gewinnminderungen ausgehen. Nach Steuern von 47% macht das € 1,94 pro Aktie aus.

Die Steuerquote ist mit 47% höher als üblich. Das dürfte an nicht verrechenbaren Auslandsverlusten und einem steuerlich höheren Gewinn liegen.

In 2003 ist ein ausgeglichener Zinssaldo zu erwarten.

Wenn man vom per 09/02 ausgewiesenen Gewinn von € 34,017 Mio ausgeht, beträgt dieser € 31,13 pro Aktie, zuzügl. die Anpassung geschäftzter a.o. AfA von € 1,94, macht einen bereinigten Gewinn 09/02 € 33,07. Für Q4/02 schätze ich vorsichtig € 5,00 Gewinn pro Aktie, macht für 2002 ca. € 38,0. Ggf. fällt noch ein a.o. Gewinn aus dem Verkauf der Schwechat Brauerei an.

In 2003 sollten weitere Rationalisierungen, höhere Gewinne der nationalen Marken, Gewinne statt Verluste im Ausland und der Wegfall der Zinsen von € 2,55 Mio möglich sein. Die Steuerquote müßte außerdem von 47% auf 42% sinken.

Das sollte für einen Gewinn von € 46 - 48 pro Aktie gut sein.

Die Gewinnreihe sieht dann so aus:

1999 € 10,5
2000 € 18,6
2001 € 22,4
2002 e € 38,0
2003 e € 46 - 48

Damit wäre eine deutlich erhöhte Dividende, ggf. mit Bonus zu erwarten.

CU, goldmine
Das Areal der Binding-Brauerei in Frankfurt-Sachsenhausen soll künftig vor allem als Wohngebiet genutzt werden ... Die Grünen sprechen damit als erste Partei öffentlich einen Gedanken aus, der schon seit Monaten in Frankfurter Immobilienkreisen diskutiert wird ... Binding-Brauerei soll zu einem Standortwechsel bewogen werden ... (FAZ vom 29.11.02).


Wenn´s dazu kommen sollte (alles sieht danach aus), dürfte Binding/Radeberger enorme stille Reserven mobilisieren!
Was soll denn der Unsinn?

Die Lage: Sachsenhäuser Berg mit Blick auf die Frankfurter Skyline. Angrenzend: Frankfurter Lerchesberg, beste Wohngegend.

Erst Informationen einholen, dann tippen, verehrter Herr lombardos!
habe mir die Lage angeschaut, wenn das Frankfurts beste Lage ist: Gute Nacht !
Über den Lerchesberg (Villensiedlung aus der Retorte) kann man geteilter Meinung sein, aber dort werden (zusammen mit Diplomaten- und Holzhausenviertel) die mit Abstand höchsten Immobilienpreise Frankfurts bezahlt.

Kleiner Anruf bei Eschner & Partner oder ein Blick in die Immobilienseiten der FAZ/FR sollten reichen, um eine Bestätigung meiner Aussage zu erhalten.

Gruß
JS
@JoschkaSchröder

Ich habe den Artikel in der FAZ vom Freitag nicht finden können.

Könntest Du ihn vollständig hier reinstellen?

Die Sache mit der Betriebsverlagerung ist ja eigentlich ein alter Hut und war wohl bereits beim Kauf von Henninger durch Hopp wesentlicher Teil der Überlegungen, die sich aber nicht rechtzeitig für ihn realisieren ließen. Der Henninger Betrieb ist jetzt eh stillgelegt, da ist eine große Bereinigung möglich.

Da hätten wir ja bereits 3 Gründe für steigende Kurse:
- stark steigende Gewinne operativ
- Sondererträge aus Beteiligungsverkäufen und Immos (wenn es denn so käme)
- Übernahmephantasie

CU, goldmine
@ goldmine

habe Dir eine Boardmail geschickt (die übersehe ich bei mir immer).
@goldmine

Bericht war im Rhein-Main-Teil der FAZ (nicht in der Deutschlandausgabe).

Hab momentan leider keine Gelegenheit zu scannen.
Heute neues ATH: auf Xetra zu € 400,- !!!

Umsatz: eine einzelne Aktie *************g*************

Heute auch mal wieder Umsatz in Hamburg nach dem FWB fixing zu € 364,-bG.

Die Standortverlagerungsdebatte halte ich nicht für ursächlich für den Kursanstieg. M.E. ist das zur Beurteilung der Aktie wenig relevant.

CU, goldmine
@ goldmine:
wie realistisch ist in deinen augen eine baldige übernahme?
und sind die rechnungen was EBITDA angeht in deinen augen richtig und berechtigt? (sprich etwa 1.100 euro)

danke und grüsse
tdwzb
@tdwzb

Da ist zunächst die Frage, ob Oetker weiter kauft und selbst ein Übernahmeangebot und evt. danach ein SQO anstrebt. Ich meine es ist eindeutig, daß er in 2002 zugekauft hat. Wieviel weiß man nicht, er kann ja zusätzlich auch außerbörslich gekauft haben.

Dann ist es möglich und durchaus wahrscheinlich, den bereits genannten Biermultis Interesse an Radeberger zu unterstellen. Besonders SAB-Miller und Heineken haben bereits bei Gilde mitgeboten (sie haben sogar höhere Gebote abgegeben!), es liegen Beteiligungen vor (Heineken kooperiert mit Schörghuber) und eindeutige Absichtserklärungen.

Daher hatte ich untersucht, welche Brauereien zur Auswahl stehen. Siehe #1 + #11. Die anderen Gruppen sind also entweder nicht zu haben oder wenig attraktiv - hinsichtlich Marken und Zahlen (Holsten und BuB).

Die Relevanz der EBITDA Bewertung kann man anhand der Gilde Übernahme nachlesen. Interbrew stellt bei ihrer eigenen Bewertung und zur Rechtfertigung der Gilde Akquisition wesentlich auf diese Kennzahl ab (Faktor 8,6). Anheuser Busch ist noch deutlich teurer bewertet (siehe #11).

Die Angaben von Radeberger dazu sind nachvollziehbar. Außerdem hatte ich ja geschrieben, wie deren Bilanzierungspolitik einzuordnen ist. Auch als Teil der Oetker Gruppe darf man von stockkonservativer Bewertung ausgehen. Also sind € 1.100 ein realistischer Übernahmepreis. Interbrew hat im Fall Gilde bereits das nicht betriebsnotwendige Vermögen (Grundstücke und cash) abgezogen, um auf 8,6 zu kommen.

Alles weitere bleibt abzuwarten. Daher etwas Zeit mitbringen. Unabhängig von der Übernahme- und Abfindungsphantasie reicht die Gewinnentwicklung schon für einen erfreulichen Kursverlauf.

CU, goldmine
@goldmine

meinst du, dass oetker an sab-miller verkaufen würde.
schließlich gehören 36% von sab-miller Philip Morris(jacobs suchard, kraft) und
damit einem wettbewerber von oetker auf dem
lebensmittelmarkt.
@sternenstaub

Ich sehe da keine nennenswerten Überschneidungen. Oetker bietet Produkte an in den Bereichen:

Backen, Einmachen, Süße Desserts / Mahlzeiten, Pizza, Müsli, Eiscreme und Creme fraiche.

Ph. Morris würde sicher gerne den SAB Anteil verkaufen. Kraft ist m.W. in den o.g. Bereichen nicht schwerpunktartig im Geschäft.

Heineken wäre aber evt. der bessere Kandidat, auch eine Familien-AG, da könnte man sogar einen share deal andenken.

Sehe das aber nicht als so unmittelbar aktuell an.

CU, goldmine
Premiere:

In Xetra steht die Spanne € 350,- mit 100 St. zu € 400,- mit 29 Stück.

CU, goldmine
War heute nochmals da, habe eklige Hochhäuser und sozialschwache Mieter gesehen. Am Lerchesberg war ich auch, da ist aber schon zugebaut, ausserdem Flugschneise zum/vom Flughafen. War ziemlich laut. Ein Anwohner klagte über Wertminderungen ...

Mir zu heiss, diese Spekulation !
Die Konsolidierung des Anstiegs von € 170,- bzw. letzter Zwischenkonsolidierung bei € 260,- auf € 370,- dürfte nun langsam beendet sein.

Schließlich liegt das KGV aktuell für 2002 bei ca. 10 und für 2003 bei ca. 8,5.

Interessant war der Bericht in der gestrigen FAZ über die Möglichkeiten ausländischer Bierkonzerne, sich in Dt. einzukaufen.

Wie bisher hier dargestellt, sind die großen privaten Gruppen unverkäuflich. Das dürfte auch für Spaten und andere gelten. Es bleiben somit nur Holsten, Radeberger und BuB übrig, abgesehen von regionalen Brauereien. An den kleineren haben die Biermultis aber kein Interesse. Als Negativbeispiele für mißlungene kleinere Übernahmen gelten Diebels (Interbrew) und Hannen (Carlsberg).

Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Vergleich der Bewertung von Gilde und Radeberger. Obwohl Gilde nur gut ein Drittel so groß ist wie Radeberger, wurde sie auf Radeberger Aktien umgerechnet mit € 526,- bezahlt (€ 575 Mio).

CU, goldmine
Stuttgarter Hofbräu gliedert die Brauereisparte aus. Etwa 1 Mio hl, Premiummarke Stuttgarter Hofbräu, gute Marktstellung in Baden-Württemberg.

Ohne Verkaufsabsicht würde man die Aufteilung kaum vornehmen.

Das wäre z.B. etwas für Radeberger.

CU, goldmine
Wenn ALDI wirklich das Bier aus den Regalen nimmt, dann hat Radeberger aber wieder was zum Abschreiben. Und die Lage der Dortmunder Actien-Brauerei ist nicht unbedingt top in Dortmund :D
Bei Binding wird es wg. der Dosenpfand-Problematik Kurzarbeit geben (FAZ, Rhein-Main-Teil vom 18.12.).

Der Kursrückgang der vergangenen Tage hat also fundamentale Gründe.
+ 20 St. Xetra und 820 Vorzüge.

Da muß wohl zum Jahresende noch Umsatz generiert werden *g*. Es fahren eben die Käufer seit Jahresanfang (Kurs € 175) ihre Gewinne ein.

Aktuelle Bewertung € 317 Mio, 55% vom Gilde takeover.

Übrigens zieht Holsten etwas gegen den Trend an seit Anfang Dezember und Stuttgarter Hofbräu seit Mitte November. BuB sowie Sedlmayr konsolidieren ihre Gewinne.

CU, goldmine
Aber wer kauft?

Oder tritt hier auf beiden Seiten der selbe auf und
drückt den Kurs?
@goldmine

Wie beurteilst Du die Dosenpfandproblematik bei Radeberger.
Ich finde es Spitze, dass jemand wie Goldmine seine hochqualifizierten Rechnungen hier publik macht. Vielleicht versteht Goldmines Rechnungen nicht jeder, aber man merkt doch, dass hier ein alter Bilanzfuchs analysiert.
Zudem teile ich die Meinung von goldmine, man solle hier nur mit "kleineren Beträgen" rein gehen.
2teidie hat hier dankenswerterweise den aktuellen Chart eingefügt. Wie man am Chart erkennen kann, wäre das keine schlechte Gelegenheit auf diesem Niveau ein Engagement einzugehen. Wer aber keine Nebenwerte mag, der sollte vielleicht besser bei den Blue-Chips bleiben.
@DonV

Das ist zuviel der Ehre;) .

Zu der Frage nach den Auswirkungen der Dosenpfandregelung bzw. der erst im Herbst zu erwartenden einheitlichen Regelung. Ich sehe hier zwar Auswirkungen auf den Ertrag, kann diese aber nicht abschätzen. Generell hat Radeberger bereits in den Q-Berichten auf die geplante Rückführung von Handelsmarken Mengen hingewiesen, bis Q3 waren es 10% Volumenrückgang. Der Anteil an der Gesamtmenge beträgt 17,5%, der Umsatzanteil liegt sicher noch einiges darunter. In diesem Zusammenhang sind dann die Meldungen über Kurzarbeit zu sehen. Ist auch besser, weniger zu brauen, als über den Preis den Absatz zu forcieren. Entscheidend für den Wert der Radeberger Gruppe sind nicht die Absatzmengen im Handelsbereich oder Spekulationen über eine eher unwahrscheinliche Betriebsverlagerung in Ffm., sondern der Ausbau der Markenstrategie. Dafür zahlen die Biermultis, nicht für den Aldiabsatz.

Insgesamt sollte man wohl die Gewinnschätzung 2003 etwas nach unten anpassen, sagen wir mal auf € 32 - 35 pro Aktie.

Am investment case ändert sich jedoch nichts. Die Kurse Ende 2002 von bis zu € 260,- waren sicher bewußt herbeigeführt angesichts der riesigen Umsätze von über 1.000 Stück täglich und sind ja bereits korrigiert worden. Technisch gesehen hat die Aktie sogar eine mustergültige Konsolidierung vollzogen (Rückfall auf die 200-Tage Linie) und notiert wieder oberhalb der langjährigen highs von ca. € 300,-.

CU, goldmine
340 Euro bei doch recht großen Umsätzen in Frankfurt !

Schon erstaunlich der Kursverlauf der letzten paar Wochen !
Könnte ja ein Übernahmeangebot in Vorbereitung sein?

Die Kursfeststellung heute bot ja einen gewissen Unterhaltungswert: zuerst 325,-B, dann 290,-G zu 325,-B, dann 349,-G zu 350,-B und der Umsatz zu 350,-.

CU, goldmine
Radeberger Gruppe bleibt weiter gesucht.

Hohe Umsätze, neues ATH. Technisch ist der Weg für weitere Kurssteigerungen frei.

Interessanterweise wird Holsten ebenso heraufgekauft.

CU, goldmine
@goldmine

Aber es kann genausogut auch demnächst wieder zu einem
Runterprügeln wie um Weihnachten/ Neujahr kommen.

Hier scheint jemand mit dem Kurs nach belieben zu spielen.

Warum verkauft ein "Insider" zu 260 1000 Stück, wenn
nun der Kurs wieder nach oben schießt.

Was ist das für ein Spiel?
@sternenstaub
Die (negative) Kurspflege zum Jahresende basierte auf dem Überraschungseffekt und der geringen Aufmerksamkeit in dieser Zeit sowie scheinbar relevanten Unternehmensmeldungen (Kurzarbeit / Dosenproblematik, keine Betriebsverlagerung an einer Braustätte des Konzerns). Wenn der Aufkäufer über eine eigene Bank verfügt, muß die doch auch mal zeigen was sie so drauf hat.

Nochmal wird auf so ein Spielchen kaum einer hereinfallen, eher würden dann Spekulanten zusätzlich einsteigen (ich meine keine Kleinanleger). Außerdem will der Aufkäufer ja zum Ziel kommen und das erreicht er nur mit steigenden Kursen. Zudem ist die Aktie fundamental immer noch unterbewertet.

Daher hatte ich eingangs geschrieben, man solle etwas Zeit mitbringen. Die aktuelle Bewertung ist 72% der Gilde Übernahme - bei 280% des Umsatzes sowie 4 überregional/bundesweit bekannten Marken im Vergleich zu einer. Der Gilde Umsatz wurde also mit 390% der aktuellen Radeberger Kurse bezahlt.

CU, goldmine
Goldmines Interpretation bzgl. des ultimo-Kursverlaufs ("Wenn der Aufkäufer über eine eigene Bank verfügt, muß die doch auch mal zeigen was sie so drauf hat.) erscheint mit Verlaub etwas abenteuerlich.

Eher wahrscheinlich: Umschichtungen des Großaktionärs zum Jahresende aus steuerlichen Gründen (steuerfreie Realisierung von Buchgewinnen). Großaktionär verkauft Aktien z.B. an eine eigene Vermögenswerwaltungsgesellschaft, bei denen die Aktien dann zu den aktuellen Kaufkursen in den Büchern stehen.
Ja, das könnte sein, aber auch JoSchroeder vermutet. Seine letzte Vermutung eines fundamentalen Hintergrunds können wir wohl für Rückgang und Anstieg ad acta legen.

In diesem Sinne hatte ich es gemeint, der Großaktionär und Aufkäufer verkauft an sich selbst - ich hätte also erwartet, daß er das über seine eigene Bank laufen läßt. Wie auch immer die orders liefen, es gab ja einige Tage mit ständig sinkenden Kursen, bei denen das Volumen angepaßt wurde, um einen bestimmten Kurs zu erreichen. Für eine Umplazierung müßte man dann noch außerbörslich tätig geworden sein, denn das Volumen war doch in den letzten 10 Tagen von 2002 nicht so gewaltig.

Ist aber Schnee von gestern und völlig unwichtig.

Interessanter finde ich, daß kaum einer dabei ist, wie man an den postings ablesen kann.

CU, goldmine
@goldmine

Also warum soll der Käufer den Kurs nicht mal wieder kurz runterprügeln, Stops damit einsammeln und schwache
Nerven dazu bewegen bei einem Wiederanstieg zu verkaufen.

Also ich denke das ist ein billigerer Weg Stücke einzusammeln als nur an der Preisschraube nach oben zu drehen.

Und es mißfällt mir, wenn ein Teilnehmer am Markt bei
Höchsttagesumsätzen den Kurs nach unten drücken kann.

Je nach belieben.
Hallo zusammen! Bin neu in der Runde und verfolge die Bierdiskussion seit geraumer Zeit sehr aufmerksam.

Ein Gedanke dazu: ist es nicht denkbar, dass Redeberger gezielt Kurspflege betreiben lässt, um selbst Unternehmen kaufen zu wollen. Pflege der Akquisewährung.

Die Braut putzt sich heraus, um später noch attraktiver zu sein.

Bedenkenswert?
@sternenstaub
Stop-loss kann man nur einmal auslösen, das hatten wir bereits. Das läßt sich aus den geanannten Gründen kaum ohne Risiko wiederholen.

@LittleBuffett
Nö, Kurspflege paßt nicht zu dem Rückgang auf € 260 Ende Dezember. Außerdem hat Radeberger genügend Finanzierungsmöglichkeiten für die geplanten mittleren Übernahmen wie z.B. eine Stuttgarter Hofbräu Brauereisparte. Für aktuelle Kurse würde man sicherlich keine eigenen Aktien hergeben, wenn für Gilde 375% der Radeberger Bewertung gezahlt wurde.

Auffällig ist der Anstieg u.a. von Holsten - auch dort gezielte Käufe und hohe Umsätze.

Ich bleibe bei meinem Übernahmeszenario.

CU, goldmine
@goldmine

So die Aufwärtsbewegung seit Jahresanfang hat heute Ihren
ersten Tag Pause und Konsolidierung ist angesagt.

Die Umsätze waren aber noch hoch.

Geht es jetzt erstmal wieder südwärts oder nur seitwärts
oder nordwärts?

Stop Loss kann man sicher nur einmal auslösen,
aber ich denke nach der Achterbahnfahrt sind von einigen
Aktionären neue Stop-Loss gesetzt wurden, schließlich über 30% Kursverlust in wenigen Tagen nicht ohne gewesen.
Habe gerade mit Interesse die Bier-Studie in den share-info´s gelesen.

Dort wird sehr konkret mit der Übernahme der meisten großen dt. Bierfirmen gerechnet, zuerst mit Holsten und auch Radeberger.

Die Bewertung wird allgemein auf das 10-fache des EBITDA abgestellt - so wurde dies bei Gilde bezahlt. International werden sogar das 13 bis 15 -fache bezahlt.

Die Synergieeffekte sollen extrem hoch sein, sobald man die Marktanteile deutlich über 10% steigern kann.

Da hat sogar Interbrew noch erheblich Nachholbedarf in Dt. - wie sie es selbst ja auch schon angekündigt haben.

Die Bewertung für Radeberger erhöht sich somit:
10mal EBITDA von € 150 Mio ergibt einen Übernahmepreis von € 1.370 pro Aktie. Das wären immer noch erst 87% der Gilde Bewertung, obwohl Radeberger einen viel höheren Marktanteil hat (wichtig für die Synergien).

Wer will denn da bei unter € 400 verkaufen? Übrigens war der Kurs heute bG (und über Xetra höher als das ATH in FWB gestern), die Vorzüge neues ATH.

Der Vorteil von Radeberger gegenüber Holsten (wie hier bereits en detail erläutert):
- schuldenfrei (Holsten hat ca. € 360 Mio FinanzVb)
- profitable Töchter in Polen und Tschechien
- erheblich profitabler, KGV ca. 11, Holsten eher das Doppelte
- besserer Vertrieb, mehr überregional bekannte Marken, Holsten hat dagegen 2 Pilsmarken (KöPi und Holsten - beide nicht gerade top)

Die Studie unterstellt, daß Oetker zuerst selbst die freien Aktionäre herauskauft mit SQO um dann 100% von Radeberger anbieten zu können.

Außerdem erwarte ich Übernahme(n) von mittelgroßen Marken in Dt. seitens Radeberger, die das Szenario noch anheizen.

CU, goldmine
@goldmine

also das bG kannst Du in in den Skat drücken, da
der Kurs oft ein bG hat.

Und wer unter 400 verkaufen will? Siehe Ende Dezember.

Außerdem ich will doch nur nochmal billiger rein.;-)
Sinnvoll aus Sicht des Aufkäufers wäre es, den Kurs einige Wochen bei 420 / 422 einzubetonieren.

Dann springen keine Zocker auf und Schnäppchenjäger kommen auch nicht zum Zuge. Mittlerweile dürfte es genug Interessenten unter den Abfindungsspezialisten und Investmentbanken geben, die Radeberger verfolgen. Mit Kurs Drücken sollte man da also vorsichtig sein.

Wenn ich mir ansehe, wie positiv die Ergebnisentwicklung (EBITDA) bei Holsten gesehen wird, sollte ich für Radeberger eigentlich positivere Schätzungen abgeben:

2001 vs 2002

Umsatz 849 900 +6%
EBITDA 125 158 +26%

Für 2003 erwarte ich zumindest keinen Rückgang. Nach der Bewertung von Gilde oder Holsten in der Studie ergeben sich dann phantastische Kursziele von € 1.450 bis über € 2.000 im Falle eines Bieterwettstreits (EBITDA mal 10 bis 15).

Als Aufkäufer würde ich allerdings nur ein Übernahmeangebot machen, vorher aber soviel wie möglich über die Börse kaufen. Den SQO sollte dann der Käufer (Biermulti) durchführen in Höhe des Kaufpreises.

Da aber ein mögliches Übernahmeangebot sicher einiges unter oben genannten Kursen liegen dürfte (man will ja die Differenz zum Verkaufspreis verdienen), ist die Masse der Aktien eher durch weitere Aufkäufe an der Börse oder außerbörslich zu erwarten.

Kein Verkauf an einen Biermulti ist angesichts der zu erwartenden Konzentration und der nun auch nicht über jeden Zweifel erhabenen Marktstellung von Radeberger nicht realistisch.

Wenn die Gilde Übernahme abgeschlossen ist, wird wohl ein Teil des free float von ca. € 70 Mio in andere Bieraktien umgeschichtet werden. Der free float von Radeberger ist aktuell insgesamt maximal ca. € 47 Mio schwer.

CU, goldmine
@goldmine

Es ist interessant zu sehen, wie Du immer optimistischer
wirst.

Ist das nur wegen der Studie von share-info?

Interbrew jedenfalls hat sich erstmal übernommen
und konsolidiert mit neuem CEO.

Insofern dürften die als Bieter ausscheiden.

Und ob wirklich weiterhin diese Mondpreise gezahlt werden,
wie für die Gilde Brauerei erscheint fraglich.

Zu hoffen wäre es zwar, aber..

Und wie sieht es damit aus, dass eine nicht börsennotierte Brauerei übernommen wird? Bitburger oder
so on?

Bei Radeberger sehe ich das sich am Problem Oetker
nichts geändert hat und Holsten ist nicht gerade sehr
profitabel und Brau und Brunnen hat schwache Marken und
rote Zahlen.

Am schönsten wäre so eine Übernahme wie bei Gilde
mit Ansage. :D

Und wegen dem Kurs bei 42x. Die Umsätze fallen. Noch
werden zwar die Vorzüge nachgezogen, das dürfte aber
die nächsten Tage abgeschlossen sein.

Und dann mal sehen ob Du Recht hast. Du meintest ja auch bei 330 wäre beim letzten Anstieg das Ende der Konsolidierung gekommen. Es kam aber erst bei 260.

Aber ansonsten super Nasse.
:D :D
Man vergleiche mal das chart des österreichischen Braukonzerns BBAG (heute +10%) mit dem von Radeberger. Bemerkenswerte Parallelität.

Aktuell ist BBAG bewertet mit 65% des Umsatzes, EBITDA Faktor ca. 4,5 , KGV 2003 ca. 26.

Es wird die Beteiligung eines internationalen Bierkonzerns angestrebt.

CU, goldmine
Der Aufkäufer war heute nicht am Markt.

Heute nur 43 Stück bzw. 1 Stück beim Kassa der
Stämme bzw. Vorzüge in Frankfurt.
Heutige PM:

Brauereien Radeberger, Warsteiner und Krombacher verhandeln mit Nestlé Waters über Beteiligung an deren Getränkedistributor Drinks (Blaue Quellen AG Tochter).

Quelle Radeberger-Gruppe.de.

Damit läßt sich die Vertriebskraft von Radeberger sicher deutlich verstärken, auch für die Wassermarke Selters, die ja noch in der Restrukturierung ist.

Offenbar hat man die Zeichen der Zeit bei Radeberger erkannt und handelt. Biermarken Zukäufe sollten sich danach noch besser ergänzen.

CU, goldmine
sorry, der Laden schreibt sich Trinks. LOI wurde bereits unterzeichnet.

CU, goldmine
Die story geht weiter:

Die polnische Tochter Brauerei Dojlidy wurde zu Anschaffungskosten an SAB Miller verkauft.

Radeberger plant, ihren Marktanteil in Dt. auch mit diesem Verkaufserlös sukzessive auszubauen.

Heute daraufhin die Aktie weiter stark gesucht mit neuen ATH´s für Stämme und Vorzüge.

Die Ertragslage sollte sich somit weiter verbessern.

CU, goldmine
Verkauf der polnischen Brauerei (= Verlustmacher) ist zu begrüßen, da der polnische Biermarkt unter extrem großen Wettbewerbsdruck steht.

Radeberger-Kursentwicklung sieht gut aus.
Was mir weiterhin gefällt:

Bei den Pensionsrückstellungen rechnet Radeberger mit einem Zinsfuß in Höhe von 3 % (nahezu alle anderen Unternehmen kalkulieren mit einem gewagten Zinsfuß in Höhe von 6 %).
@JoSchröder
Hatte es bereits mal als Beispiel für die extrem konservative Bilanzierung von Radeberger erwähnt.

Heutige PM:
Radeberger stockt ihre Beteiligung an der Allgäuer Brauhaus AG (503550) von bisher 57,3% auf 89,4% durch Übernahme des 32,1% Paketes der HypoVereinsbank auf.

__________________________________________

Damit ist hier ein Abfindungsangebot mit anschließendem SQO zu erwarten.

CU, goldmine
@goldmine

Warum rechnest Du mit einem Abfindungsangebot.
Ein Pflichtangebot müssen sie jedenfalls nicht machen,
da sie vorher schon die Kontrolle hatten.
@sternenstaub

Analog zu den anderen (ehemals) börsennotierten Beteiligungen MAB, Berl. Kindl, DAB, Henninger.

Bestehe aber nicht auf dieser Einschätzung *g*. Ich beabsichtige nicht, Allg. Brauhaus Aktien zu kaufen und würde (und wollte) das auch nicht empfehlen.

Mal schaun, was aus der Kooperation mit Krombacher und Warsteiner noch wird - Bitburger ist ja diesmal nicht dabei. Evt. hat das tatsächlich nur etwas mit Logistik und regionaler Nähe zu tun. Andererseits ist Bitburger bundesweit tätig, hat aber in Konkurrenz zu Radeberger die Mineralwassersparte Gerolsteiner. Das paßte dann evt. nicht zusammen. Jedenfalls ein strategischer Punkt für Radeberger.

CU, goldmine
@goldmine

Gut, dass Du die Kooperation ansprichst.
Das riecht doch ganz danach als würden
sich da größere Brauereien zusammen tun,
um sich gegen die internationalen Multis,
aufzustellen, die sich in den Markt einkaufen
wollen.

Somit scheint es nicht in der Strategie
von Radeberger zu liegen, sich schlucken zu
lassen, sondern selber schlagkräftig genug
zu werden, um als stand alone am Markt zu agieren.

Insofern sehe ich hier Luft aus dem Übernahme-
fantasiebalon weichen.

Oder wie siehst Du das?:cool:
@sternenstaub

Für mich ist Radeberger eine gute Investition aufgrund der Gewinnentwicklung und des Potentials. Die erkennbaren Aufkäufe durch Oetker sorgen nur für eine Beschleunigung und bessere Einpreisung.

Wir ich in #82 geschrieben habe, vermute ich keinen Zusammenschluß der 3 Kooperationspartner. Für den Ertrag dürfte es aber weiteres erhebliches Potential bedeuten. Radeberger profitiert ja zusätzlich beim Mineralwasser.

Wir auch schon anfangs dargestellt, vermute ich, wird Oetker nur bei einem Angebot verkaufen, bei dem er nicht nein sagen kann. Das wäre dann ab dem im Titel genannten Preis zu erwarten, mittlerweile gehe ich aber von weitaus mehr als € 1.000 aus.

Die gute operative und strategische Entwicklung hebt Radeberger m.E. ab von den anderen beiden. Meine seinerzeitige Analyse von BuB und Holsten hier hat sich nicht verändert. Holsten sehe ich wg. dem hohen Dosenanteil aber eher kritischer - da lebt der Kurs nur von der Übernahmephantasie, die aber in 2001 auch schon mal folgenlos da war.

Also ist die gute Geschäftsentwicklung von Radeberger günstig für den Gewinn, den Unternehmenswert und die Aufkauf- und ggf. danach dann mal Abfindungsphantasie.

Evt. erinnerst Du Dich daran, daß ich eingangs empfohlen habe, etwas Zeit mitzubringen und nur einen begrenzten Depotanteil zu investieren.

CU, goldmine
@goldmine

Was hälst Du eigentlich von der Übernahmespekulation
auf die österreichische BBAG.

Die Marktkapitalisierung liegt so bei 650 Mio €
und die Deutsche Bank sieht den Unternehmenswert bei
1,7 Mrd €.
@sternenstaub

Siehe #73

BBAG hat 8,64 Mio Aktien und ein EBITDA 2001 von € 188,6 Mio sowie ca. € 200 Mio Schulden.

Sofern man wieder das 10-fache EBITDA nimmt und die Schulden abzieht, kommt man auf ca. € 1.500 Mio. Evt. steigert sich das EBITDA, dann kommt die Zahl der DB hin. Das wären € 197 pro Aktie oder ca. 160% Aufschlag.

Allerdings sucht BBAG nur einen Partner - was immer das bedeutet. Wunschpartner ist wohl Interbrew.

Im Vergleich mit Radeberger fällt der geringe Gewinn (€ 3,- pro Aktie 2003e) im Verhältnis zum EBITDA auf. Daher halte ich die obige Bewertung für übertrieben. Das KGV ist bereits jetzt schon mehr als doppelt so hoch (Kurs € 75,- KGV 2003e 25) wie bei Radeberger (KGV 2003e ca. 11-12).

CU, goldmine
Frage an die Experten: Hat der vermutliche Einstieg von Scottish Newcastle Breweries bei der Holsten-Brauerei Auswirkungen auf Radeberger?
Wer Experte ist weiß ich leider nicht. Können eigentlich nur insider oder Biermultis sein.

Jedenfalls läuft alles nach Plan.

Holsten wird übernommen, der Übernehmer von Holsten wird (mind.) einen weiteren Zukauf zu Holsten machen wollen (oder tätigen müssen). Das könnte sogar BuB sein. Wenn S+N dieser Käufer sein sollte, stehen als weitere Käufer bereit:

Heineken, Anscheuser & Busch, SAB Miller, Carlsberg und Interbrew.

Zur Auswahl als Kaufobjekte mit nennenswerter Größe sind dann:

Radeberger und sonst keiner, da die 3 großen privaten nicht verkaufen wollen. Und es evt. auch nicht müssen, da das Preisniveau eher anziehen sollte.

CU, goldmine
Die Umsätze sind ja äußerst dünn seit gestern... zusammen gerade mal 5 Stämme in 2 Tagen gehandelt.

WANN erwartet ihr wieder News von Radeberger (Zahlen etc.)???

Bin selbst noch nicht investiert... spiele aber mit dem Gedanken - darauf ein Schöfferhofer!!! ;-)
Am 28. Mai findet die BPK statt und wird der Q1 Bericht veröffentlicht.

Übrigens stehen nun 200 Stück zu € 445,- im Geld auf Xetra, aber nur 1 Stück im Brief zu € 500,- :look:.


CU, goldmine
@ goldmine

Woher hast Du diese Kursinfo?
Kann das über Onvista oder Finanztreff nicht nachvollziehen...

PS: Klasse Thread zur Radeberger Gruppe!
lasst euch nicht in radeberger treiben! goldmine war auch einer der hauptpusher der tag tegernseebahn, die mittlerweile total abgekackt ist! vorsicht!
@Pacific
Die Kursinfo stammt ganz simpel von comdirect.de.

CU, goldmine
PS:
der Genuß von zuviel Radeberger kann zu Kopfschmerzen führen :laugh:

Der Oberleutnant - noch so ein Komiker wie der, der hier bei € 300,- einen klaren push erkennen konnte.

Der threat dient dem Meinungsaustausch und stellt keine Handlungsaufforderung dar.

CU, goldmine
Also einen Push bei Radeberger kann ich nicht erkennen - sehe nur täglich so ab 11 Uhr die 100 Stück im Geld bei den St. und Vz. so zwischen 440 und 445 EUR die letzten Tage!

So long...
@goldmine

Wie sieht Du die weitere Entwicklung?
Sei ein paar Tagen schein der große Aufkäufer
dem Markt fernzubleiben.

Jedoch dürfte Oetker noch keine 95% zusammenhaben.
Darüber hinaus dürften die Q1 Zahlen doch
keine positiven Überraschungen beinhalten, eher
negative auf Grund der Dosenproblematik.
@Herr Oberleutnant (guter Nickname),

was bist Du denn für ein schräger Vogel? Ich vermute, Du hast Dich im Forum verirrt ... und suchst eigentlich woanders Anschluss.

Nun ja, nichts für Ungut. Tob Dich ruhig hier aus.
@Oberleutnant

Ab Marsch zurück ins Glied!
Und degradiert zum Unterfeldwebel, wegen Wahrnehmsstörungen auf dem Schlachtfeld.

Aber im Ernst. Schau Dir mal die Umsätze seit
November an.
Die kann goldmine garnicht pushen, denn soviele
wohlbegüterte Leser, die noch dazu dann auch
Radeberger kaufen, gibt es hier im Thread nicht.
@sternenstaub
Die weitere Entwicklung hängt von den Nachrichten ab. Ggf. werden wir auf die BPK warten müssen.

Könnte mir vorstellen, der Kurs legt mal wieder eine Verschnaufpause ein.

Auf mittlere Sicht wird es aber bekanntermaßen Veränderungen geben und das ist die Spekulation.

Über das Q1/03 und die Dosenprobleme würde ich mir nicht zuviel Gedanken machen - das ist irgendwann in diesem Jahr erledigt und man schaut auf 2004. Operativ war Q3/02 doch sehr erfreulich gelaufen, die nationalen Marken haben um ca. 9%, die regionalen um 6% und insgesamt der Bierabsatz um 6,1% zugelegt. Das sind starke Zahlen.

CU, goldmine
Es gibt mal wieder Neuigkeiten zu Radeberger:

Radeberger Bier wird teurer
Preisanstieg zum 1. Mai
DPA

FRANKFURT A. M., 4. März. Nach Warsteiner will in diesem Jahr auch die Radeberger Gruppe die Preise erhöhen. Zum 1. Mai 2003 würden die Bierpreise um 2,5 bis 5 Prozent angehoben, sagte Radeberger-Vorstandschef Ulrich Kallmeyer am Dienstag. Pro Kasten Mehrweg-Flaschenbier bedeute das einen Preisanstieg um 20 bis 40 Cent. Außerdem stiegen auch die Bierpreise bei der Einwegverpackung um 1,5 bis drei Cent je Dose. Dagegen hebe die Braugruppe die Fassbierpreise für die Gastronomie nicht an.
Zusätzliche Belastungen

Andere Brauereien beobachten zunächst die Marktentwicklung. Durchweg werden Zusatzbelastungen durch die steigende Öko-Steuer und die neue Autobahngebühr für Lastwagen als Preistreiber gewertet. Bei der Preiserhöhung der Radeberger Gruppe spielt nach Darstellung des Vorstandes auch das Dosenpfand eine Rolle. Durch die gesunkene Nachfrage seien die Kosten je Dose gewachsen.

Die Bierpreise waren erst 2002 im Durchschnitt um sieben Prozent gestiegen. Das war die höchste Preiserhöhungsrunde der vergangenen Jahrzehnte. Kallmeyer begründete die Preisanhebung mit gestiegenen Kosten bei Energie und Verpackung. Radeberger ist nach Interbrew (Diebels, Becks, Gilde) und Holsten (König, Licher) die drittgrößte Brauereigruppe in Deutschland. Zur Radeberger Gruppe gehören vor allem die Marken Radeberger, Binding Lager, Berliner Kindl, Krostitzer, Henninger Radler, Clausthaler alkoholfrei, Schöfferhofer Weizen, DAB, und Dortmunder Kronen. Kallmeyer geht davon aus, dass auch andere Brauer den Preis erhöhen. (dpa)
11:04, 11.03.2003
INTERVIEW: Bierabsatz schrumpft 2003 deutlich - Kurzarbeit in Dortmund


DORTMUND (dpa-AFX) - Nach der Einführung des Dosenpfands ist der Absatz der
deutschen Brauwirtschaft drastisch zurückgegangen. In den ersten beiden Monaten
dieses Jahres sei der Biermarkt um etwa 10 Prozent geschrumpft, sagte der
Vorstandsvorsitzende der drittgrößten deutschen Braugruppe Radeberger
(Frankfurt), Ulrich Kallmeyer, in einem dpa-Gespräch. So starke Schwankungen
habe es bislang nur im Sommer gegeben, wenn mal ein ganz kühler Monat auf einen
ganz heißen gefolgt sei. "Aber in einem Nicht-Sommer-Monat hat es das noch nicht
gegeben", betonte der Chef der Oetker-Tochter.

Auf das Gesamtjahr 2003 hochgerechnet werde der Bierkonsum in Deutschland
voraussichtlich um etwa 5 Prozent auf rund 95 Millionen Hektoliter schrumpfen.
Dieser Rückgang entspräche dem Ausstoß von etwa 60 bis 70 mittelständischen
Brauereien, der 2003 verloren gehe. "Die Tatsachen, dass die Einweg-Einbrüche
dramatisch sind und die Mehrwegzuwächse das nicht kompensieren, ziehen den
ganzen Biermarkt nach unten", schilderte Kallmeyer. Die Einführung eines
einheitlichen Rücknahmesystems für Einweggebinde im Oktober könne den
Bierrückgang nicht verhindern: "Das Jahr bei Getränken besteht aus dem Sommer."

GESUNKENER AUSSTOSS

Bei der Radeberger Gruppe, zu der auch Binding Lager, Krostitzer und
Dortmunder Kronen gehören, sei der Ausstoß in den ersten beiden Monaten 2003
unter dem Strich um 16 Prozent gesunken. Diese mache sich vor allem bei der
Dortmunder Actien-Brauerei (DAB) bemerkbar. Dort sei zwar der
Mehrweg-Flaschenbierabsatz um 17 Prozent gestiegen. Der Einwegabsatz sei aber um
zwei Drittel eingebrochen. Deshalb seien bei DAB 10 Entlassungen und Kurzarbeit
für 56 Mitarbeiter geplant. "Wenn es so weitergeht wie bisher, wird das nicht
langen", befürchtet Kallmeyer. Ende April werde man klarer sehen, ob weitere
Entlassungen unumgänglich seien. Die DAB hat gut 400 Mitarbeiter.

"Der Dortmunder Standort ist der einwegintensivste der ganzen Gruppe",
erläuterte der Vorstandschef. Im Gesamtjahr 2003 erwartet Kallmeyer nach
bisherigem Stand einen Rückgang beim Ausstoß der DAB um bis zu 750.000
Hektoliter. 2002 habe der Inlandsabsatz bei 2,5 Millionen Hektolitern gelegen.
"Wir haben die Einweg-Produktion in Dortmund konzentriert und richtig viel Geld
ausgegeben. Durch die politische Entscheidung wurde das konterkariert", sagte
er. Ob die Dose durch das geplante bundeseinheitlichen Rücknahmesystem eine
Renaissance erleben wird, sei unklar. "Wir wissen das alle nicht."/tst/DP/st
Interessanter Artikel.

Bei den 16% Absatzminus ist der Verkauf der polnischen Tochter zu berücksichtigen. Allerdings ist DAB schon recht stark betroffen.

Ein Verkauf der Radeberger Gruppe seitens der Oetker Gruppe wird somit deutlich wahrscheinlicher. Ähnlich wie die beiden anderen auf dem Markt befindlichen Gruppen Holsten und BuB reicht offensichtlich die Marktstellung nicht aus, um eine hohe Profitabilität zu erreichen oder zu halten. Die angekündigte Preisrunde von 2-5% wird sicher weitere Nachahmer finden. BuB z.B. wird es schwer haben, in 2003 operative Verluste zu vermeiden.

Sofern Interbrew einen der 3 Kandidaten kauft, könnte ein weiterer Übernehmner die beiden anderen schlucken. Das ergäbe dann für Interbrew ca. 16-17% Marktanteil, die andere kombinierte Gruppe hätte ca. den gleichen Marktanteil. Längerfristig ist die Übernahme jeweils einer weiteren großen Brauereimarke wahrscheinlich.

Damit rückt der threat Titel in den Focus.

CU, goldmine
@goldmine

Kannst Du aus den 16% Absatzminus die verkaufte polnische Brauerei herausrechnen? Das dürfte ja kein so großes Ausstoßvolumen sein...

cu - pacific
Super, posting weg, also nochmal in Kürze:

Dojilidy Q1/02 ca. 0,14 Mio hl, Anteil an 2,285 Mio hl ca. 6,1%. In 2002 gesamt 0,734 Mio hl.

Damit liegt der Absatzrückgang genau im Branchenmittel. Nur mit dem Unterschied, daß DAB mit dem größten Rückgang der schwächste Teil der Radeberger Gruppe ist mit hohem Handelsmarkenanteil.

Die bewußt vorsichtigen Bewertungen des Managements sollten mittlerweile bekannt sein.

CU, goldmine
Übrigens - Dojlidy richtig geschrieben - wurde an SAB Miller verkauft, die für Gilde einen höheren Preis als Interbrew geboten haben. Man wollte aber keine Standortgarantien abgeben.

Quelle: wwww.Radeberger-Gruppe.de

CU, goldmine
@goldmine

Danke!
Klasse Infos...
Den (unbekannten) Aufkäufer hat`s nicht gestört... heute waren fast 200 Stück zur Kasse im Geld!

cu - pacific
Es wird weiter zu höheren Preisen gekauft. Heute 456bG (20 Stück) in Frankfurt. Und fast täglich wird der eine oder andere Euro mehr geboten ...
Heute im Handelsblatt Aussage des Finanzvorstands der Interbriew, gewöhnlich werde in der Branche bei Übernahmen das 10fache EBITDA gezahlt.

Bei einem Radeberger-EBITDA (2002) in Höhe von 140 Mio. Euro (Schätzung Goldmine) entspräche dies einem Wert von 1281 Euro.

Der Titel des Threads hat seine Berechtigung.

JS
Der Aufkäufer ist wieder da. Heute in Frankfurt 430 Stück zu 500 Euro (neuer Höchstkurs) umgesetzt.
RADEBERGER - Konzernmutter Oetker setzt auf Bier

Bielefeld * Die zum Oetker-Konzern gehörende Brauereigruppe Radeberger plant mittelfristig die Übernahme mehrerer Bierhersteller. "Wir suchen nach starken Regionalmarken", sagte der Vorstandschef der Radeberger-Gruppe, Ulrich Kallmeyer. Die Mutter Oetker habe Bier zu einem Kerngeschäft erklärt. Damit seien die Weichen auf Wachstum gestellt. Die drittgrößte Brauerei-Gruppe in Deutschland nach Holsten und Interbrew ist auf Expansionskurs und plant die Übernahme von mehreren Bierherstellern. Branchengerüchten, wonach für Zukäufe bis zu 1 Mrd. Euro bereit stehen sollen, kommentierte das Unternehmen nicht. Radeberger werde aber nicht um jeden Preis zukaufen.

dpa
Aus sehr sicherer Quelle habe ich erfahren, dass Radeberger langfristig ernsthaft Akqusitionen plant und international durch Tochtergesellschaften wachsen will.

Gruß aus Hamburg
Akquisitionen kann ich mir nur in Dt. vorstellen. International macht das wenig Sinn. Die Marktstellung in Dt. sollte deutlich verbessert werden, wenn Oetker langfristig im Biermarkt tätig sein will.

Ein mögliches Objekt wäre BuB. Man hat ja bereits gute Erfahrungen mit dem Kauf benachbarter Brauereien gemacht (Henninger). Danach wird stark rationalisiert und Standorte geschlossen / zusammengelegt. Das wäre gut realisierbar mit der Radeberger Tochter DAB und BuB.

CU, goldmine
Erfreuliche Kursentwicklung: In Frankfurt heute schon 550.

Das schöne ist: Gegenüber anderen Bieraktien ist Radeberger immer noch weit unterbewertet.

Auf Xetra, in Hamburg usw.: Sowohl für die Satmmaktien als auch für die Vorzüge täglich Nachfrageblöcke für 100, 200 und mehr Aktien bei steigenden Kursen. Spricht alles für einen aktiven Aufkäufer (Oetker).
Die BBAG / Brau Union wurde heute von Heineken zu € 1.100 Mio übernommen.

Sofern die älteren Angaben noch ungefähr stimmen (siehe #86), hat BBAG ca. € 200 Mio Nettofinanzschulden, macht also € 1.300 Mio Kaufpreis zu ca. € 200 Mio EBITDA.

Faktor 6,5. Das wären bei Radeberger mit ca. € 150 Mio EBITDA also ca. € 890,- pro Aktie.

Allerdings kenne ich die Güte der BBAG Bilanz nicht und evt. wurde das Nicht-Bier Geschäft nur gering bewertet.

CU, goldmine
Nach der dpa Meldung beträgt der Kaufpreis € 1.900 Mio - mehr Schulden und die komplizierte Konzernstruktur sind dafür verantwortlich.

Das 2002 EBIT beträgt nur € 79,5 Mio - da hat man einen Wahnsinnspreis gezahlt. Mit EBITDA von sagen wir mal € 220 Mio ergibt sich ein Faktor von ca. 8,6. Wenn der Gewinn € 50 Mio beträgt, wäre das KGV bei € 1.500 Mio vor Schulden bei ca. 30.

Radeberger mit Faktor 8,6 ergibt € 1.185,- pro Aktie. Also nichts neues.

CU, goldmine
Kurs € 600,-.

Nun ist die Bewertung jenseits der fundamentals und lebt von der Phantasie weiterer Aufkäufe durch Oetker, um einen SQO oder einen Verkauf vorzubereiten.

Sollte er mit den Käufen nachlassen, wären starke Rückschläge kurzfristig einzuplanen.

Allerdings sieht es eher nach anhaltendem Interesse aus.

Sofern Radeberger BuB kaufen soll, wäre die Finanzierung abzuwarten, ggf. auch reine Bankfinanzierung möglich. Bei BuB Kurs von € 90,- wären ca. € 400 Mio netto Kaufpreis erforderlich. Radeberger wird aktuell mit € 656 Mio bewertet. Ich könnte mir also auch einen Aktientausch vorstellen, jedoch zu höheren Radeberger Kursen (€ 700 - 1.000).

CU, goldmine
Umsatz in F 551 Stück (300600 Euro). Briefseite weggeräumt. Offensichtlich kauft jemand (Oetker) mit Nachdruck.
Umsatz in F: 300 Stück zu 606 Euro.

Abgabebereitschaft nimmt zu, auf der Angebotsseite immer größere Positionen, die jedoch schnell abgeschöpft werden.

Schließe mich Goldmine an: Es bleibt spannend (wobei ich kaum mehr nachvollziehen kann, was sich derzeit auf dem Biermarkt abspielt).
Neben Radeberger existieren auch noch andere BRAU-Perlen

Über Radeberger, Holsten und BuB reden ja alle. Ich bin auch drin bei Holsten und es läuft gut. Von mir aus weiter so. BuB + Radeberger hab ich abgestoßen, mein Kursziel war erreicht. Aber interessant ist doch, dass nach und nach alle Brauereien in Deutschland aufgekauft werden. Nach intensiver Recherche habe ich die nachfolgenden interessanten Werte gefunden, über die momentan kein mensch redet. Aber wer sich an Gilden Brauerei erinnert, über die hat auch keiner gesprochen und dann der Ver-3-facher. Also hier was zum Nachdenken:

DOM Brauerei - die wollen sich auch verkaufen. Das Ding war schon mal auf 50 € und ist runter auf 32 € jetzt wieder bei 38 €

Kulmbacher - stabiler 5-Jahreschart - also Risiko nach unten kaum, aber Potential nach oben

Einbecker - dito

und wenn man dann bedenkt, dass BuB gestern gesagt hat ".. wir wollen einen Weißbierhersteller aufkaufen ..." da hab ich meine Kulmbacher schnell aufgestockt.

Analysiert mal selber und entscheidet dann. Mir war wichtig mal ein paar andere Werte ins Spiel zu bringen, die abgehen können. Ansonsten drück ich uns alle die Daumen, dass Eisenb... verkauft und zwar TEUER.

Good investing - Citymap :p
Großaktionär von Kulmbacher ist die Bayrische Brau Holding. Wo da Übernahmephantasie ist weiß ich nicht, allenfalls ein SQO möglich.

DOM ist in der Hoch Risikokategorie. Schwache Marke, geringe Auslastung. Die würden gerne für andere Brauen. Aber wer braucht das schon?

Einbecker ist wg. der Immos bereits ziemlich teuer.

Ich sehe bei etablierten Werten sichere und größere Chancen. Neben den 3 bekannten evt. noch Stuttgarter Hofbräu und Sedlmayr.

CU, goldmine
Klasse Feedback - die beiden hatte ich noch gar nicht auf dem Radar.

Ich gehs halt locker an: Habe mit Radeberger und BuB bereits gut geld verdient. Wenn jetzt noch Holsten läuft => Urlaub.

Deine Kritik an den Werten ist absolut berechtigt, jedoch sehen die Charttechnisch einwandfrei aus und irgendwo muss die Liquidität ja geparkt werden ;)

Werde mir mal Stuttgarter genauer ansehen, die gefallen mir.

Danke noch einmal für Dein Feedback. Das ist hier ja dausend mal besser als bei Consors, wo nur "Kinder" sich gegenseitig beschimpfen.

Erfolgreiches Trading :p
Jetzt ist es offiziell:


Radeberger will Brau und Brunnen schlucken

veröffentlicht am 08.07.2003, 12:51 Uhr

Bielefeld (rpo). Die Oetker-Tochter Radeberger scheint mächtig Durst zu haben. Denn die Nummer drei des deutschen Marktes will die Nummer vier, den Getränkekonzern Brau und Brunnen, übernehmen.
Radeberger hat dem Vernehmen nach bereits Interesse an der Nummer vier bekundet, die mehrheitlich noch der HypoVereinsbank gehört. "Wir haben eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben", sagte der Radeberger-Chef Ulrich Kallmeyer am Dienstag in Bielefeld bei der Oetker-Bilanzpressekonferenz. Die Verkaufsverhandlungen sollen aber erst in den kommenden Wochen beginnen, hieß es in Branchenkreisen.
08.07.2003 14:00

Radeberger an Brau und Brunnen interessiert

Die Übernahmespekulation um Brau und Brunnen wird allmählich konkreter. Jetzt hat einer der drei "Hauptverdächtigen" für einen Einstieg Farbe bekannt.


Die Oetker-Tochter Radeberger bestätigte ihr Interesse an dem Getränkekonzern. Doch viel mehr war nicht zu erfahren: "Wir haben eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben", sagte Radeberger-Chef Ulrich Kallmeyer auf der Bilanzpressekonferenz von Oetker. Aus Branchenkreisen hieß es aber, die Verhandlungen sollten erst in den kommenden Wochen beginnen. Radeberger ist die Nummer drei im deutschen Biermarkt, Brau und Brunnen die Nummer vier.

Schon seit einer ganzen Weile wird über eine Übernahme von Brau und Brunnen spekuliert. Immer deutlicher wurde zuletzt die Absicht der HypoVereinsbank, ihre Mehrheitsbeteiligung von 55,6 Prozent bald zu verkaufen, um ihre Kapitalstruktur zu verbessern.

Nachdem zuletzt der dänische Interessent Carlsberg abgewunken hatte, konzentrierten sich die Spekulationen neben Radeberger auf die britische Scottish & Newcastle und SAB Miller als mögliche Käufer.


2003 soll schwarze Null geschrieben werden
Um sich für neue Interessenten zu schmücken, hat Brau und Brunnen einiges unternommen. Nach zwei harten Jahren der Sanierung verspricht Konzernchef Michael Hollmann in diesem Jahr trotz des Dosenpfands ein kräftiges Wachstum und ein ausgeglichenes Ergebnis. 2004 soll es dann einen deutlichen Gewinn geben. Für Investoren sei Brau und Brunnen daher "hochinteressant".
Zur Information: Auf der Hauptversammlung der Radeberger Gruppe AG wurde bekannt, daß Oetker unterdessen die Schwelle von 95 % der Aktien überschritten hat.
Ob und wann ein squeeze out durchgeführt wird wurde nicht gesagt, Dr Schröder, persönlich haftender Gesellschafter der Dr August Oetker KG äusserte sich dazu nur insoweit, daß man im Hause Oetker auch über die Möglichkeit eines squeeze out nachdenkt.

Ansonsten war es wie immer eine nette HV mit guter Stimmung, für den Bundesumweltminister und sein Dosenpfand hatte Vorstand Kallmeyer in seiner Rede einige bissige und treffende Kommentare übrig.
AKTUELLE REUTERS-NEWS


09/07/2003 17:43
FOKUS 3-Brau und Brunnen - Viele Interessenten für Übernahme~

(Neu: HVB-Chef Rampl)
- von Klaus Lauer -
Berlin, 09. Jul (Reuters) - Der zum Verkauf stehende
Dortmunder Getränkekonzern Brau und Brunnen [BBA.GER] stößt nach
Worten von Vorstandschef Michael Hollmann auf großes Interesse
bei in- und ausländischen Investoren.
Hollmann deutete am Mittwoch vor etwa 370 Aktionären auf der
Hauptversammlung in Berlin an, dass er einen internationalen
Bieter favorisiere. "Wir bieten einem Ausländer eine
Ausgangsbasis, eine Distribution, eine Strategie und eine
Plattform, die er sonst nicht findet", sagte er. Auch der Chef
von Mehrheitsaktionär HVB (HypoVereinsbank) [HVM.GER] , Dieter
Rampl, sprach sich indirekt für einen ausländischen Investor
aus.
Damit dürfte sich der hart umkämpfte deutsche Biermarkt
weiter konsolidieren. Der belgische Konzern Interbrew
war zuletzt durch den Kauf der Brauereien Gilde, Beck`s und
Diebels Alt auf den Spitzenplatz im deutschen Bier- und
Getränkemarkt geklettert.
Die HVB hat jüngst ein Bieterverfahren eingeleitet, an dem
Hollmann zufolge nationale und internationale Unternehmen
beteiligt sind. Namen nannte er nicht. Der durch Nahrungsmittel
bekannt gewordene Bielefelder Oetker-Konzern hatte am Dienstag
angekündigt, seine Brauerei-Tochter Radeberger habe ebenso
Interesse.
Brau und Brunnen hat unterdessen erneut zugekauft und die
Nürnberger Privatbrauerei Tucher Bräu übernommen. Hollmann sieht
den viertgrößten deutschen Bierkonzern mit seinen Marken wie
Jever, Berliner Pilsener oder Sion-Kölsch und einem Jahresumsatz
von rund 580 Millionen Euro inzwischen bei der Sanierung auf
gutem Kurs. Er kündigte für 2004 einen operativen Gewinn von
mehr als 30 Millionen Euro und erstmals seit zehn Jahren eine
Dividende an. An der Börse stiegen die Aktien von Brau und
Brunnen am Mittwoch um knapp fünf Prozent auf 87,10 Euro.

HVB WILL SICH VON MEHRHEITSANTEILEN TRENNEN
Die HVB will ihren Anteil von 55,59 Prozent an Brau und
Brunnen verkaufen, da er nicht zu ihrem Kerngeschäft gehört.
Rund ein Dutzend Interessenten aus der Getränkebranche und
Finanzinvestoren haben im Bieterverfahren erste
Informationsunterlagen erhalten. Hollmann rechnet mit dem Beginn
konkreter Verhandlungen in vier bis sechs Wochen. Ein Abschluss
des Verkaufsverfahrens sei bis Jahresende zu erwarten.
Brau und Brunnen ist Hollmann zufolge bundesweit aufgestellt
und könnte über seine Vertriebswege die Produkte eines
internationalen Investors gut vermarkten. "Wir haben sicherlich
(...) einen Riesenvorteil, dass wir so viel Direktgeschäft
haben."
Auf dem deutschen Biermarkt muss es nach den Worten von
HVB-Chef Rampl zu einer Konsolidierung kommen. Deshalb sei es
nicht überraschend, wenn ausländische Investoren "so peu à peu
einsteigen", sagte Rampl, der auch Aufsichtsratschef von Brau
und Brunnen ist, der Nachrichtenagentur Reuters nach Ende der
Hauptversammlung. "Es macht logischerweise Sinn für einen
Branchenkenner" fügte er mit Blick auf den Einstieg beim
Dortmunder Getränkekonzern hinzu.
In jüngster Zeit waren mehrfach Spekulationen laut geworden
über ein Interesse etwa von Interbrew, Scottish &
Newcastle, der britisch-südafrikanischen Brauerei SAB
Miller und des niederländischen Anbieters
Heineken. Der dänische Branchenriese
Carlsberg hatte zuletzt in einem Zeitungsinterview
angekündigt, kein Interesse an Brau und Brunnen zu haben.

RAMPL - INVESTOR KÖNNTE AUCH AKTIENPAKET VON 75 VH ERHALTEN
Rampl bestätigte ferner jüngste Angaben aus Finanzkreisen,
dass dem Investor auch ein Aktienpaket von etwa 75 Prozent
angeboten werden könne. Darüber gebe es Gespräche, sagte er. Die
Beteiligungsgesellschaft Donath KG ist mit 11,05 Prozent
beteiligt. Durch ein Aktienrückkaufprogramm hält Brau und
Brunnen zudem rund zehn Prozent. Der Börsenwert des Unternehmens
lag zu Schlusskursen vom Dienstag bei 372,6 Millionen Euro. Der
HVB-Anteil wäre damit rund 207 Millionen Euro wert.
Die Aktionäre von Brau und Brunnen begrüßten weitgehend den
bevorstehenden Verkauf des Konzerns. Mit einem finanzkräftigen
Investor könne die Restrukturierung der Gesellschaft fortgesetzt
werden, hieß es. Neben der rückwirkenden Übernahme der
Tucher-Brauerei zum 1. Januar 2003 kündigte Brau und Brunnen die
Schließung der Oderland-Brauerei in Frankfurt an der Oder an.
Nach vier verlustreichen Jahren hatte Brau und Brunnen 2002
durch Unternehmensverkäufe erstmals wieder einen Netto-Gewinn
von 82 Millionen Euro verbucht.
kla/zap/fun
Auf der Hauptversammlung des Kaufinteressenten Radeberger Gruppe gab Dr. Oetker indessen am Mittwoch eine Aufstockung seines Anteils auf nun 95,45 Prozent bekannt. Der Hauptaktionär wolle die Möglichkeit eines Squeeze Out prüfen, sagte ein Radeberger-Sprecher. Mit einem solchen Verfahren werden Kleinaktionäre gegen Abfindung aus dem Unternehmen gedrängt. (mit dpa, AP)
Der Kurs wirkt wie einzementiert (715,-€). Kann man das so interpretieren, dass Oetker, nachdem er die notwendigen Anteile für einen squeeze out erworben hat, den Kurs für einen eventuellen Aktientausch (BuB) hoch hält? Wie schätzt ihr die weitere Entwicklung ein?
Gruß, Algol
... nur der Vollständigkeit wegen: Der Großaktionär besitzt 95,45 % des Grundkapitals, davon 95,6 % der Stammaktien und 29,2 % der Vorzugsaktien (Stand: 8.7.2003).

Dies sind Angaben von Dr. Ernst F. Schröder (persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Radeberger Gruppe AG), die er auf der Hauptversammlung der Radeberger Gruppe AG am 9.7.2003 machte.

Wörtlich fügte er dort hinzu: "Die Möglichkeit eines Squeeze-out wird durch den Großaktionär sorgfältig geprüft."
So, und weiter geht`s!
Heute haben wir ein neues ATH mit 762 EUR bei den Stämmen! :-) Und die obligatorischen 200 Stück auf der Geldseite stehen mit 760 drin!

Bin mal gespannt, wie das noch weiter geht...
... und auch die Vorzugsaktien werden im 200er Block bei 750 in Hamburg gesucht.
Es ist so weit - zwar keine 1000 aber 945,32 sind auch nicht schlecht...


Radeberger Gruppe AG
Frankfurt am Main
Einladung und Tagesordnung
zur außerordentlichen Hauptversammlung
Wir laden die Aktionäre unserer Gesellschaft zu der am Donnerstag, dem 25. September 2003, um 10.00 Uhr (Einlass ab 9.00 Uhr), im Carolus-Saal der Gesellschaft, Darmstädter Landstraße 185, in Frankfurt am Main stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung ein.

Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Barabfindung auf die Dr. August Oetker KG gem. §§ 327 a ff. AktG.

Die Firma Dr. August Oetker KG ist persönlich und über das mit ihr verbundene Unternehmen, die Dr. August Oetker Finanzierungs- und Beteiligungs GmbH, Bielefeld, als Aktionärin Eigentümerin von Aktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von mehr als 95% des Grundkapitals. Sie hält unmittelbar 382 561 Aktien der Radeberger Gruppe AG und über die Firma Dr. August Oetker Finanzierungs- und Beteiligungs GmbH, Bielefeld, indirekt 662 229 Aktien, insgesamt unmittelbar und indirekt also 1 045 190 Aktien. Das Grundkapital der Radeberger Gruppe AG beläuft sich auf Euro 27 937 141,78 und ist eingeteilt in 1 092 806 auf den Inhaber ausgestellte Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Die von der Firma Dr. August Oetker KG direkt und indirekt gehaltenen Aktien entsprechen einem Anteil von 95,64% am Grundkapital der Radeberger Gruppe AG. Die Firma Dr. August Oetker KG ist damit Hauptaktionär im Sinne des § 327 a Abs. 1 Satz 1 AktG und deshalb berechtigt zu verlangen, dass die Hauptversammlung der Gesellschaft die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär beschließt.

Die Voraussetzungen für die Übertragung sowie die Erläuterung und Begründung der Angemessenheit der Barabfindung sind in einem gesonderten schriftlichen Bericht der Firma Dr. August Oetker KG an die Hauptversammlung dargestellt. Die Angemessenheit der von der Firma Dr. August Oetker KG festgelegten Barabfindung wurde durch die vom Landgericht Frankfurt/Main gemäß Beschluss vom 06. 06. 2003 bestellte Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in ihrem Prüfungsbericht vom 8. August 2003 bestätigt. Die Firma Dr. August Oetker KG hat dem Vorstand der Gesellschaft eine Erklärung der Bankhaus Lampe KG, Bielefeld, vom 5. August 2002 übermittelt, durch die die Bankhaus Lampe KG im Wege einer Bankgarantie die Gewährleistung für die Erfüllung der Verpflichtung der Firma Dr. August Oetker KG übernimmt, den Minderheitsaktionären nach Eintragung des Übertragungsbeschlusses unverzüglich die festgelegte Barabfindung für die übergegangenen Aktien zu zahlen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen auf Verlangen der Firma Dr. August Oetker KG vor, zu beschließen:

„Die Aktien der übrigen Aktionäre der Gesellschaft (Minderheitsaktionäre) werden gemäß § 327 a ff. AktG auf den Hauptaktionär, die Firma Dr. August Oetker KG, Lutterstraße 14, 33617 Bielefeld (HRA 8242), übertragen. Diese Übertragung wird mit der Eintragung dieses Beschlusses in das Handelsregister rechtswirksam.

Die Minderheitsaktionäre erhalten für ihre Aktien — Stammaktien oder Vorzugsaktien — eine Barabfindung in Höhe von Euro 945,32 je Stückaktie. Diese Barabfindung ist von der Bekanntgabe der Eintragung des Übertragungsbeschlusses in das Handelsregister an mit jährlich 2 vom Hundert über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 BGB zu verzinsen.

Die Auszahlung der Barabfindung erfolgt durch die Bankhaus Lampe KG, Bielefeld, und ihre Filialen als Zahlstelle.

Wer Auszahlung der Barabfindung verlangt, hat nachzuweisen, dass er Inhaber eines Anspruchs auf Auszahlung ist. Die Auszahlung erfolgt Zug um Zug gegen Aushändigung der Aktienurkunden des Minderheitsaktionärs bzw. bei Depotverwahrung gegen Übertragung des Mitbesitzes und Miteigentums des Minderheitsaktionärs an solchen Aktienurkunden zur Aushändigung an den Hauptaktionär.

Die Gesellschaft ist berechtigt, die Minderheitsaktionäre zur Entgegennahme der Barabfindung durch Bekanntmachung in den Gesellschaftsblättern aufzufordern. Soweit die Barabfindung nicht innerhalb eines Jahres nach Bekanntmachung ausgezahlt wurde, kann sich der Hauptaktionär von seiner Leistungspflicht durch Hinterlegung der Barabfindung nach den Bestimmungen des BGB unter Verzicht auf die Rücknahme befreien, wenn diese Rechtsfolge in der Bekanntmachung angekündigt und nach Ablauf eines Jahres dreimal durch Bekanntmachung in den Gesellschaftsblättern angedroht wurde. Im Übrigen gilt § 214 AktG entsprechend.“

Vom Zeitpunkt der Einberufung der Hauptversammlung an liegen folgende Unterlagen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft, Darmstädter Landstraße 185, 60598 Frankfurt/Main, zur Einsichtnahme der Aktionäre aus:

― der Entwurf des Beschlusses über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Barabfindung;

― die Jahresabschlüsse einschließlich der Konzernjahresabschlüsse und Lageberichte der Radeberger Gruppe AG und des Konzerns für die Geschäftsjahre 2000, 2001 und 2002;

― der Bericht der Firma Dr. August Oetker KG über die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre;

― der Prüfungsbericht der Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft über die Angemessenheit der Barabfindung für die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre (§ 327 c Abs. 2 Sätze 2—5 AktG).


Die vorgenannten Unterlagen werden auch in der Hauptversammlung ausliegen. Auf Verlangen wird jedem Aktionär unverzüglich und kostenlos eine Abschrift dieser Unterlagen erteilt.

Teilnahmevoraussetzungen und Stimmrecht

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind die Aktionäre berechtigt, die bis spätestens 19. September 2003 ihre Aktien bei der Gesellschaftskasse oder bei einem deutschen Notar oder bei einer Wertpapiersammelbank oder bei folgenden Banken in den üblichen Geschäftsstunden hinterlegen und bis zur Beendigung der Hauptversammlung dort belassen.

ING BHF-BANK AG

Commerzbank AG

Deutsche Bank AG

DZ BANK AG
Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank

Dresdner Bank AG

Bankhaus Lampe KG

Landesbank Hessen-Thüringen
– Girozentrale –

Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG


Im Falle der Hinterlegung bei einem deutschen Notar oder bei einer Wertpapiersammelbank ist die von diesen auszustellende Bescheinigung spätestens am 22. September 2003 bei der Gesellschaftskasse einzureichen.

Die Hinterlegung ist auch dann ordnungsgemäß erfolgt, wenn die Aktien mit Zustimmung einer Hinterlegungsstelle bei einem anderen Kreditinstitut bis zur Beendigung der Hauptversammlung gesperrt werden.

Jeder Aktionär kann sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auch durch einen Bevollmächtigten, z. B. eine Vereinigung von Aktionären, ausüben lassen.

Anfragen zur Hauptversammlung bitten wir unter dem Stichwort „außerordentliche Hauptversammlung 2003“ an die

Radeberger Gruppe AG
60591 Frankfurt am Main
Telefax: 0 69/60 65-2 87

zu richten. Das ist auch die Adresse, an die Anträge von Aktionären i. S. d. § 126 Aktiengesetz (Gegenanträge) übersandt werden müssen; anderweitig adressierte Gegenanträge können nicht berücksichtigt werden.




Frankfurt, im August 2003

Radeberger Gruppe AG

Der Vorstand
Ok, das war´s.

Ich empfehle, das Angebot anzunehmen und wünsche der Oetker Gruppe eine weiterhin glückliche Hand bei ihren Brauereiaktivitäten.

CU, goldmine
Eigentlich schade... heute lagen in Frankfurt 255 St. bei 800,00 im Brief und keiner wollte sie haben... ;-)
Ich frage mich, warum die Radeberger jetzt sogar leicht über dem Angebot liegen. 212 Stück Umsatz für 955,55 heute. 945,32 ist das Angebot. Ist es realistisch davon auszugehen, daß Oetker noch nachbessert. Ich kann es mir nicht vorstellen, weil ich das Angebot eigentlich für fair halte, nur normalerweise sollte der Kurs leicht unter dem Übernahmeangebot liegen
Wer das Angebot annimmt, profitiert automatisch an eventuellen Nachzahlungen / Aufstockungen durch Spruchstellenverfahren oder eine Anhebung seitens Oetker.

CU, goldmine
Ist ziemlich ruhig geworden um unsere Radeberger... Auf der HV lief für Oetker jedoch nicht alles ganz so ruhig ab - es gab teilweise Widerspruch gg. den Squeeze-Out Beschluß und die SdK erwägt ein Spruchstellenverfahren. (das dürfte bisher allerdings noch nicht eingeleitet sein). Hat jemand weitere News???
Der Vollständigkeit halber:

Mitteilung gem. § 246 Abs. 4 AktG
Der Beschluss unserer außerordentlichen Hauptversammlung vom 25.09.2003, die Aktien der Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung in Höhe von EUR 945,32 je Stückaktie auf den Hauptaktionär, die Dr. August Oetker KG, Bielefeld, zu übertragen, ist angefochten worden. Termin zur mündlichen Verhandlung dieser Angelegenheit ist vor der 5. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Frankfurt (Az.: 3-05 O 107/03) für den 20. Januar 2004, 10.45 Uhr, bestimmt.
Hallo Leute!

Hier ist es aber ruhig geworden!

Nachdem Stuttgarter Hofbräu von der Radeberger Gruppe übernommen wurde /erstmal 50%, dann in drei Jahren wohl ganz!
Und bei Holsten alles (erstmal) beim alten bleibt!

Was sagt jetzt" Goldmine" zu der Entwicklung, wie geht es weiter mit Radeberger!?


Gruß
Bernd, der übrigens bei Hofbräu schafft und doch etwas überrascht war, daß es so schnell geht!
@Pacific1
Was ist aus dem Widerspruch gegen den HV-Beschluß in Sachen squeeze-out-Verfahren geworden?
Weiß jemand mehr. Der Termin sollte am 20.1.04 vorm LGFrankfurt stattfinden.
Ich habe nichts darüber gelesen ?
ms
@muschelsucher

Habe auch leider keinerlei Infos bezüglich des Termins vor dem LG Frankfurt.

Naja... noch knapp 2 Wochen und mein 2. Teil Radeberger rettet sich auch die Ein-Jahresfrist - und dann mal sehen, was kommt.
Aber Hallo, GSC Research meldet heute, der Anfechtungsklage sei stattgegeben worden. Welche Konsequenzen das wohl hat. Mindestens dauerts länger, oder?
Hier (nur zur Vollständigkeit) die Meldung von GSC Research im Wortlaut:

Das Anfechtungsverfahren diverser Kläger vor dem Landgericht Frankfurt am Main gegen den Squeeze-Out-Beschluss der letzten Hauptversammlung zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Oetker-Gruppe als Großaktionär gegen eine Barabfindung in Höhe von 945,32 Euro hatte Erfolg. In einem noch nicht rechtskräftigen Urteil wurde den Klagen statt gegeben. Die Verkündung des Urteils erfolgte bereits vor rund einer Woche. Eine Urteilsbegründung liegt derweil noch nicht vor.
Kurs mitlerweile bei 1.013 und damit jetzt schon deutlich über dem squeeze out Kurs. Ich habe meine Radberger immer noch, finde aber leider keinerlei Informationen bezüglich des laufenden Verfahrens. Wer kauft zu diesem Kurs, sind das Spekulanten, die darauf hoffen in einigen Jahren wirklich deutlich mehr als 1000 Euro zu erhalten oder kauft Oetker selbst noch zu diesem Kurs.
Gibt es irgendeinen Zeitplan für die Abwicklung des SO, bzw ist schon bekannt, wann Radberger letztmals gehandelt werden ? Danke !
Ok , wer suchet der findet, aus dem geschäftsbericht 2003:

Die auf der Hauptversammlung am 25.9.2003 mit großer Mehrheit beschlossene Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre konnte noch nicht ins Handelsregister eingetragen werden, weil anhängigen Anfechtungsklagen inzwischen erstinstanzlich stattgegeben wurde. Das Berufungsverfahren hat gerade erst begonnen, so dass eine endgültige Entscheidung noch aussteht. Insofern muss zum einen die eigentlich vorgesehene Informationsveranstaltung für ehemalige Aktionäre der Radeberger Gruppe AG entfallen zugunsten einer weiteren regulären Hauptversammlung im bekannten Rahmen, zum anderen die Hauptversammlung im Rahmen eines so genannten Bestätigungsbeschlusses (Punkt 6. der Tagesordnung) sich erneut mit diesem Thema befassen.
--------
Heisst ich kann noch mal auf die HV gehen, habe ich nichts dagegen, die ist zünftig und bei mir praktisch um die Ecke.
Trotzdem würde mich interessieren wie die Chancen im Verfahren eingeschätzt werden, falls sich noch jemand mit dem Wert beschäftigt.
@Insolvenzverwaltung: Wie du vielleicht weißt, bin ich bei Brau und Brunnen investiert! Dadurch ergeben sich gewisse Kontakte zur "Radeberger-Gemeinde". Nach meiner Ansicht könnte es spätestens 2005 auf dem aktuellen Kursniveau oder etwas darüber zur Einigung kommen. :)
Nun hat Radeberger / Oetker-Gruppe doch noch meinem thread Titel entsprochen:

€ 1.100,- Abfindung bei Verzicht auf Klagen.

Ein sehr fairer Preis.

CU, goldmine
@goldmine
Hast Du Dich mal mit chinesischen Brauereien beschäftigt oder kennst Du einen Thread, der das tut??
ms
auch von mir gratulation

was meint ihr? die 1100 nehmen, oder die 999 und dann später auf eine nachbesserung hoffen?


philipp
Ich würde die € 1.100 nehmen, da sie ein hervorragender Preis sind.

Zu chinesischen Aktien kann ich nichts sagen, Tsingtao Breweries wäre mir wohl zu teuer.

CU, goldmine
@PhilippSteinhauer: Ich würde zu 1.100 verkaufen (keine Nachbesserung möglich!) und das gesamte Kapital in Brau und Brunnen investieren (Ziel 120 Euro + X im 2. Halbjahr 2005). :)
Zu finden auf der Seite der Frankfurter Börse:

Bekanntmachung
Amtlicher Markt ? General Standard
Radeberger Gruppe AG,
Frankfurt am Main
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. August 2003 hat die Übertragung der Aktien der
Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär, die Dr. August Oetker KG, Bielefeld, gegen Gewährung einer
angemessenen Barabfindung je Stammaktie und Vorzugsaktie gemäß § 327a AktG (Ausschluss von
Minderheitsaktionären) beschlossen.
Der Ausschluss der Minderheitsaktionäre wurde am 6. August 2004 in das Handelsregister des Amtsgerichts
Frankfurt am Main eingetragen.
Damit gehen alle Aktien der Minderheitsaktionäre der Radeberger Gruppe AG auf die Dr. August Oetker KG über.
Gemäß § 327e AktG verbriefen die Aktienurkunden bis zu ihrer Aushändigung an den Hauptaktionär nur noch einen
Anspruch auf Barabfindung.
Antragsgemäß werden die
ISIN
1. Inhaberaktien ohne Nennwert DE0007195000
2. Vorzugsaktien ohne Nennwert DE0007195034
eingestellt.
Notierungseinstellung mit Ablauf des: 9. August 2004
Frankfurt am Main, den 9. August 2004
Frankfurter Wertpapierbörse
Geschäftsführung
i. A. Ulrike Lukas-Rother


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um einen ältere Diskussionen, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier ein neue Diskussion.