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Samstag, 30. November 2002
Minister auf Abruf?
Gerüchte um Eichels Ablösung

Nach dem schwierigen Start der Bundesregierung plant Bundeskanzler Gerhard Schröder angeblich, sich von Finanzminister Hans Eichel (SPD zu trennen. Dies berichtet das "Hamburger Abendblatt" unter Berufung auf hohe SPD-Kreise. Regierungssprecher Bela Anda dementierte die "völlig falschen und frei erfundenen Gerüchte" gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Nach Informationen der Zeitung lastet die SPD-Spitze Eichel den weithin als missglückt angesehenen Start von Rot-Grün in die neue Legislaturperiode an. Außerdem soll Schröder Eichel nachtragen, dass er im Sommer mit dem Amt des Vizekanzlers in einer großen Koalition geliebäugelt habe, als die Umfragewerte von SPD und Grünen schlecht waren, schreibt das Blatt.

Einer der Kandidaten als Eichel-Nachfolger sei Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Ortwin Runde, die meisten Aussichten habe aber Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel für den Fall, dass er die am 2. Februar die Landtagswahl verliert.

Fehlerbewusster Minister

Eichel räumte unterdessen erneut Fehler beim Start von Rot-Grün ein. "Als wir unseren Sparkurs einleiteten, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich gegen das Lobbyisten-Geschrei durchsetzen kann, wenn man seine Ziele klar definiert. Da hapert es aber gerade. Wir haben nicht klar genug beschrieben, was wir eigentlich wollen und wohin die Reise geht", sagte der Minister der "Welt am Sonntag".

Eichel zeigte sich wie zuvor bereits Kanzler Schröder besorgt, dass unter der massiven Kritik die politische Kultur in Deutschland leidet. "Man kann streiten, man kann Differenzen haben, man kann sogar der Meinung sein, die Regierung mache alles falsch. Aber die Sprache, in der diese Kritik inzwischen daher kommt, die ist einfach schlimm." Ihn erschrecke "die Verrohung der politischen Kultur und das dauerhafte Miesmachen des Standortes". Der Union warf Eichel vor, Oppositionspolitik als "Klamauk" zu betreiben.


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