Der sachlich geführte Cargolifter-Pleite-Thread - 500 Beiträge pro Seite



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Liebe Miesmacher und Miesmacherinnen, liebe Schönfärber und Schönfärberinnen,

das Niveau in den diversen CL-Threads hat inzwischen die unterste Schublade erreicht. Ich habe mich entschlossen, das Thema Cargolifter aus der Ecke des Nörgelns und Pöbelns zu führen und deshalb diesen Thread eröffnet. Bitte nur sachliche Beiträge, damit vernünftig und intelligent über das weitere Schicksal von Cargolifter diskutiert werden kann.

Nun zur Kernfrage: Wie geht es mit Cargolifter weiter?

Ich schlage ein methodisches Vorgehen vor. Jede Nachricht wird zunächst auf ihren Inhalt geprüft. Danach wird der Track-Record des Nachrichtengebers berücksichtigt, d. h. die Zuverlässigkeit der vergangenen Nachrichten. Waren sie zu optimistisch oder waren sie treffsicher? Schließlich werden die Interessen der Personen beleuchtet, die für die jeweilige Nachricht verantwortlich sind. Und dann gehts mit der Logik und den Odds weiter.

Dazu ein einfaches Beipiel. Bald sind Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen. Wenn jetzt z. B. das Bundespresseamt verkünden würde, daß Herr Bundesminister Eichel (wie Herr Trittin ein gelernter Lehrer) nicht beabsichtigt, die Mehrwertsteuer zu erhöhen, würde ich das so analysieren:

Inhalt: Die Nachricht ist inhaltlich unbedeutend. Was Herr Eichel jetzt beabsichtigt, ist uninteressant, denn nach den Wahlen könnte er seine Meinung ändern. Politiker machen so etwas regelmäßig.

Track-Record: Die Nachrichten des Bundespresseamtes vor den Bundestagswahlen waren nicht besonders offen und ehrlich, wie man an den vielen enttäuschten Bürgern sieht.

Interessen: Das Bundespresseamt ist das Sprachrohr der Regierung und die Regierung kann kein Interesse daran haben, den Wählern in Niedersachsen und Hessen vor den Wahlen die Wahrheit auf die Nase zu binden.

Fazit: Die Nachricht ist völlig wertlos. Daß überhaupt so eine Meldung kommt, läßt eher auf eine geplante Mehrwertsteuer-Erhöhung nach den Landtagswahlen schließen.

Logik: Alle Bundesländer - auch die CDU-Länder - hätten was von dieser Steuer. Und die meisten Länder sind klamm. Außerdem ist diese Steuer ohne großen Aufwand zu erhöhen, man braucht keine neue Bürokratie, um die zusätzlichen Einnahmen zu erzielen und es gibt eine erstklassige Begründung für die Erhöhung, denn in Deutschland ist die Mehrwertsteuer vergleichsweise niedrig. Systematisch betrachtet wäre es kein Beinbruch, denn das Verhältnis zwischen direkten und indirekten Steuern würde nicht gestört werden. Dies freilich nur, weil die direkten Steuern in Deutschland zu hoch sind, aber das interessiert kein Schwein. Sicher würde der Konsum weiter einbrechen, was insbesondere für den Einzelhandel verheerend wäre, aber auch das interessiert kein Schwein, weil die Deutschen sich als Exportnation sehen. Daß Deutschland zu 60% von der Binnenkonjunktur abhängt, weiß nicht mal Herr Schröder, der sonst immer alles weiß.

Odds: 3:1 (Die Mehrwertsteuererhöhung kommt im nächsten Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 75%). Komsumgüteraktien = underweight.

Jetzt gehts mit den zwei neuesten Nachrichten weiter. Versucht es mal mit dem o. a. Schema. Wer zu dumm dazu ist oder lieber pöbelt (oder beides), kann sich ja weiter in den diversen anderen Threads austoben. Verschwörungstheoretiker loggen sich bitte bei http://www.zukunftinbrand.de/ ein und schreiben dort über ihre Sicht der Dinge, ihre Erfahrungen und ihre Ängste.

LewisCypher

PS: Nur Mut, es ist ganz einfach.
Berlin (vwd) - Der frühere Technologie-Vorstand der insolventen CargoLifter AG, Berlin, will Anfang des nächsten Jahres die Voraussetzung für eine Auffanglösung des Luftschiffbauers in Brand schaffen. "Ich erwarte dann klare Entscheidungen darüber", sagte Bernd Kröplin am Freitag zu vwd. Der Luftschiffexperte führt nach eigener Darstellung seit Monaten Gespräche mit internationalen Geldgebern. Diese wollten am Ort der Luftschiffwerft in ein geplantes Firmen-Netzwerk der Leichter-als-Luft- und verwandter Technologien insgesamt bis zu eine Mrd EUR investieren, bauten dabei aber auch auf staatliche Fördermittel, erläuterte Kröplin.

Ein erster Businessplan für ein solches Technologie-Cluster mit dem Namen "Technopolis" über Investitionen von rund 220 Mio EUR sei von den in Fonds-Gesellschaften organisierten Investoren bereits gebilligt worden, sagte Kröplin. In diesem Rahmen sei auch Geld für die Cargolifter AG vorgesehen, die in der Form der bisherigen Aktiengesellschaft erhalten bleiben und künftig Produktionsaufgaben übernehmen soll. Die Gespräche mit dem CargoLifter-Insolvenzverwalter und der brandenburgischen Landesregierung über das Projekt liefen noch.

Gerald Dietz - vwd/6.12.2002/§gd/rio
Aktionärsschützer wollen Cargolifter-Pleite durchleuchten

Von Gerhard Hegmann, München

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz will die Pleite des Luftschiffunternehmens Cargolifter mit juristischen Schritten durchleuchten, falls es zur praktischen Enteignung der 72.000 Kleinaktionäre kommen sollte.

"Wir erwägen eine Detailprüfung auf Ansprüche, wenn die Reorganisation der Aktiengesellschaft nicht doch noch gelingt", sagte der Berliner Landesgeschäftsführer der DSW, Malte Disselhorst, am Freitag auf Anfrage.

Nach Ansicht des Sprechers der Kleinaktionärsvereinigung hatte Cargolifter zum Zeitpunkt des Börsengangs im Mai 2000 kein schlüssiges Finanzierungskonzept. Es müsse durchleuchtet werden, wie es passieren konnte, dass die Kleinaktionäre über 300 Mio. Euro einbezahlten und die Gesellschaft dann zahlungsunfähig wurde.

Wie der Cargolifter-Aufsichtsratschef Heinz Herrmann bei einer Live-Diskussionsrunde im ORB-Fernsehen am Donnerstag Abend sagte, zahlten die Kleinaktionäre beim letzten Aufruf zur Rettung der Aktiengesellschaft lediglich 1,4 Mio. Euro ein. Mindestens 20 Mio. Euro wären notwendig gewesen, um die Kapitalgesellschaft aus der Insolvenz herauszuführen Der Insolvenzverwalter hatte jüngst die Reorganisation für gescheitert erklärt und sucht jetzt nach einer Auffanglösung. Die AG würde damit praktisch wertlos.

Bei der TV-Diskussionsrunde sagte der Ex-Cargolifter-Vorstand und -Aufsichtsrat, der Stuttgarter Prof. Bernd Kröplin, er könne angeblich über private Investoren und Fondsgesellschaften 220 bis 250 Mio. Euro Kapital für einen Firmenverbund in der Leichter-als-Luft-Technologie mobilisieren. Für den Aufbau des Netzwerkes am Cargolifter-Produktionsstandort in Brand bei Berlin seien zudem Landes- und Bundesmittel erforderlich.

Die angeblichen neuen verfügbaren Geldmittel stehen im Widerspruch zu Angaben des Cargolifter-Aufsichtsrates und Insolvenzverwalters, dass es derzeit keine Investoren für die AG gebe, die damit gerettet wäre. Unternehmenskenner sprechen von unterschiedlichen Strategien und Interessen zwischen Kröplin und dem früheren Cargolifter-Management um Ex-Chef Carl von Gablenz. "Entweder Kröplin hat das Geld nicht, oder er will es nicht in die AG investieren", sagt ein intimer Firmenkenner, der anonym bleiben möchte.

Wie der Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg, Reinhard Oehler, bei der TV-Diskussion sagte, will das Land den Standort für die Leichter-als-Luft-Technologie nutzen, dabei sei "die Struktur zunächst zweitrangig". Es seien verschiedene Kombinationen auch unter Einbindung der ehemaligen Cargolifter AG denkbar. Dies sei jedoch eine Entscheidung des Insolvenzverwalters.

© 2002 Financial Times Deutschland - 6.12.2002
:cool:

ich gebe zu, der viele Stoff kann so manchen Durchschnittsleser überfordern. Für intellektuell Anspruchsvolleres noch ein kleiner Tipp (ältere VWD-Meldung):

14.11.2002 - CargoLifter-Insolvenzverwalter rechnet mit Ende der AG

Berlin (vwd) - Der Insolvenzverwalter der CargoLifter AG, Berlin, rechnet offenbar nicht mehr mit einer Rettung des Unternehmens durch die eigenen Aktionäre. Er selbst sei äußerst skeptisch, dass die den Aktionären noch bis Freitag um 24.00 Uhr angebotene Teilschuldverschreibung die nötigen 20 Mio EUR bringe, sagte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning im Gespräch mit vwd. Er wolle auf der Gläubigerversammlung in der nächsten Woche für den Fall eines Scheiterns die Konsequenzen ziehen und Vorschläge für Auffangkonzepte nach einer Liquidation machen.

Die 20 Mio EUR sollten das notwendige Eigenkapital sein, dass das Unternehmen vorweisen muss, um einen Bundeskredit über 45 Mio EUR beantragen zu können. Bislang sollen nach unbestätigten Berichten kaum mehr als 500.000 EUR zusammengekommen sein. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens Heinz Herrmann, wollte sich auf Anfrage dazu aber nicht äußern. "Das bedeutet nicht das Ende des Standorts, aber dann das Ende der Aktiengesellschaft", sagte Mönning. Eine Auffanglösung durch einen externen Erwerber sei auch noch möglich, wenn eine Liquidation des Unternehmens eingeleitet sei.

Ein entsprechendes Konzept für den künftigen wirtschaftlichen Betrieb des Werftstandortes Brand liege bereits vor, und die Suche nach möglichen Partnern habe längst begonnen, sagte Mönning. Ziel eines Weiterbetriebs der Werft sei, die Produktion der meisten existenten Luftschiffbauer für Personen-, Lasten- oder Militärtransporte mit Hilfe öffentlicher Fördermittel auf dem CargoLifter-Werftgelände zu konzentrieren. Auch mit der britischen Advanced Technologies Group Inc, Bedford, die im Falle einer Reorganisation mit CargoLifter kooperieren wollte, sei eine Beteiligung an einer solchen Auffanglösung vereinbart worden.

Der Stuttgarter Luftfahrtexperte und frühere Technik-Vorstand von CargoLifter, Bernd Kröplin, ist nach eigenen Angaben unterdessen in Kontakt mit Investoren, die nach einem in anderen Ländern bereits praktizierten sogenannten Technopolis-Modell erhebliche Summen in ein entstehendes Firmen-Cluster für die Leichter-als-Luft-Technologie Cargolifters und verwandte Technologien investierten. Bei einer entsprechenden staatlichen Kofinanzierung könnte so ein Gesamtinvestionsvolumen von fast einer Mrd EUR zusammenkommen, sagte Kröplin vwd.

Über dieses Modell, das auch die Rettung von CargoLifter als AG beinhaltete, habe er jetzt auch das brandenburgische Wirtschaftsministerium informiert. Dessen Sprecher Dirk Reitemeier bestätigte entsprechende Gespräche. In der nächsten Woche wolle er sich mit Insolvenzverwalter Mönning treffen, um ihm das bereits mit einem Businessplan unterlegte Konzept und die Kapitalpartner vorzustellen. Kröplins eigenes in das Konzept eingebundene Unternehmen Trans-Atmospheric Operations GmbH (TAO), Stuttgart baut vornehmlich Prototypen für Höhenplattformen unter anderem als Träger für Telekommunikationtechnik.
:laugh: "für intellektuell anspruchsvolleres
:laugh: ich kann nicht mehr :laugh: :laugh:
mfg.wangert:laugh:
:cool:

Nun ja, "pffffft" fand ich inhaltlich nicht so aufregend. Dein zweiter Beitrag ist schon besser. Zwar immer noch keine zusmmenhängenden Sätze, aber wenigstens ein paar Wörter mehr. Ich sehe, Dein Ausdrucksvermögen entwickelt sich rapide fort.

Recht so, Lachen ist gesund. Stärkt das Immunsystem und das ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig.

Sag mal, hast Du Dich verirrt oder was willst Du sonst hier? Das ist gar nicht Dein übliches Revier. Du schreibst Deine Einzeiler doch sonst woanders.

:D
ech kann verstinn,dass de dir suergen em cargolifter mess,ech gief et och soe maen,ech wenschen der awer alles gudds mat dengem pushen hei:) :cool: so,bei deinem"ausdruckvermögen und zusammen hängenden sätzen,wirds ja wohl ne kleinigkeit sein,das obige zu übersetzen.
mfg.wangert;)
Klasse wangert :)

mein Thread wird immer länger und die click-rate steigt. Du bist ein echter Freund! Schaffen wirs noch über 20?

Ich hab herausgefunden, daß die Threads mit 20+ Beiträgen viel öfter angeklickt werden als die bis 19. Das liegt daran, daß die mit 20+ in der Übersicht das kleine Buchsymbol rechts haben. Weil die meisten User bei WO nicht wissen, was ein Buch ist, klicken sie aus Neugier halt drauf und man ist wieder im Geschäft.

Leider bin ich kein Übersetzer und weiß daher nicht, was Du geschrieben hast. Ich bin von Beruf bezahlter Cargolifter-Basher. Jedenfalls glauben das einige der Aktionäre, die hier noch schreiben, daß alles gut wird mit dem Carli. Ich Wirklichkeit bin ich pensionierter Heiratsschwindler (Vorruhestand!). Wenn meine Alte endlich stirbt, lasse ich mich aber wieder reaktivieren. Ich mochte meinen Job. Jetzt ist es so öde.

Du hast auch Langeweile, stimmts?

Lewis :)
Hi Lewis,

also, das ist einfach. Zu #1 und #2:

Inhalt:

220 Mio. sollen fast bereitstehen, zur Verfügung gestellt von Fondsgesellschaften/ internationalen Investoren zur Forschung und Entwicklung von Luftschifftechnik im Rahmen eines noch zu erstellenden Firmennetzwerks. Von der Kohle soll auch was für Cargolifter abfallen. Ansonsten sind Steuermittel dringend nötig.

Track Record:

Die Vorstandschaft von CargoLifter war immer gut für gute Nachrichten (Erstflug 2000,2001,2002,2005,2008, Produktionsbeginn, Design Freeze, CL-75, usw.). Also immer extrem optimistisch. Auch die vielen bisherigen "guten Gespräche mit Großinvestoren" haben bisher noch nicht zu größeren Mengen Kapitals geführt. Obwohl seit über 2 Jahren geredet wird.

Andererseit hat dieser spezielle Ex-Vorstand selbst bisher wenig gesagt in der Vergangenheit.

Interessen:

Die Vorstände und Ex-Vorstände müssen alle noch von den Aktionären entlastet werden. Also ist es wichtig, weiterhin für gute Stimmung bei den Aktionären zu sorgen. Wenn bei der nächsten HV 50% plus 1 Aktie des Kapitals sauer ist, dann wirds eng für die Vorstandschaft.

Auch gibt es nur wenige Menschen, die eine Niederlage offen zugeben können.

Drittmitel für Großprojektforschung werden immer knapper, also muß man irgendwie dafür sorgen, daß sowohl private, als auch öffentliche Quellen angezapft werden.

Logik:

CL ist ein Projekt, das bisher trotz weit über 320 Mio. Euro keine greifbaren Ergebnisse gebracht hat. Kein einziger Plan wurde bisher eingehalten, weder finanziell, noch terminlich.

Fondsgesellschaften sind zur Zeit arg gebeutelt. Ob die bereit sind, 220 Mio. Euro in ein Projekt maximalen Risikos und unbekannten Potentials zu stecken, das zudem bereits massiv schiefgegangen ist, darf man getrost bezweifeln. Wenn die TSV typisch für das Potential ist, dann gibt es bestimmt weniger riskante Projekte mit deutlich mehr Potential für Risikokapital.

Um die Politiker und Beamten dazu zu bringen, massiv Geld locker zu machen, dazu sind Investoren durchaus geeignet. Ob das private Kapital kommt, ist eine Frage, die sich nicht mehr stellt, wenn die Steuermittel mal da sind. Wenn die Investoren wieder abspringen ist es auch egal, alles was die Beamten brauchen, ist die formelle Erfüllung bestimmter Voraussetzungen, um Geld fliesen lassen zu können. Solange alles "rechtens" ist, darf ein Beamter mit Geld machen, was er will, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

Selbst wenn sie kommen sollten, dann sind 220 Mio. Euro Peanuts. Damit kommen die nicht weit. Wieviel soll laut Expertenrunde nochmal nötig sein? 800 Mio? 1 Mrd.?

Odds:

Privatkapital in ausreichender Höhe <1%
Öffentliche Mittel: Keine vorhanden, aber >1%, in ausreichender Höhe <1% daß das Geld irgendwann zurückkommt, <0,00001%

Gruß

Geldmatratze
P.S.:

Weitere Ausssagen zu den Odds:

- Man kann in der Luftfahrt ein kleines Vermögen machen, wenn man ein großes investiert (Richard Bransom)

- Es gibt interessantere Investments in der Luftfahrt (Eclipse500, Cessna, usw., und für Zocker gibts Fairchild-Dornier)

Geldmatratze
Das war Klasse, Geldmatratze :)

Noch ein paar Kleinigkeiten:

Der Hegmann von der FTD war immer sehr gut informiert. Das Zitat des anonymen Firmenkenners "Entweder Kröplin hat das Geld nicht, oder er will es nicht in die AG investieren" halte ich für interessant. Interessant finde ich auch, daß der Kröplin Mitte November Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium Brandenburg geführt hat und das Wirtschaftsministerium danach (`in der nächsten Woche`) mit Prof. Mönning reden wollte, um den Businessplan und die Kapitalpartner vorzustellen (ältere VWD-Nachricht). Prof. Mönning und der Aufsichtsrat sagen jetzt, daß es derzeit keine Investoren gebe. Derzeit? Die Gespräche über den Businessplan und die Kapitalgeber müßten doch längst stattgefunden haben.

Die angelsächsischen Private-Equity-Fonds haben schon noch einen Haufen Kohle und wollen investieren. Auch in Deutschland. Sie kaufen sich jedoch nur in Unternehmen ein, die gesund und für ein günstiges EBIT-Multiple zu haben sind (z. B. Edscha/Carlyle-Group). In Unternehmen wir Cargolifter würden die nie einsteigen. Der Kröplin sagt ganz offen, wie er sich die Kiste vorstellt, nämlich nur mit staatlichen (stattlichen?) Subventionen. Klar redet er mit potentiellen Investoren. Wenn mir der Bundeskanzler in einer Jubelschlange die Hand drücken und fragen würde "Wie gehts?", könnte ich behaupten, ich hätte mit dem Bundeskanzler geredet. Wie intensiv Kontakte wirklich sind, ist immer eine Interpretationsfrage. Das weiß der Gerald Dietz von VWD auch. Deshalb zitiert er ganz vorsichtig und schreibt "es sei" und "es sollen". Jetzt eine Rechenaufgabe. "Bei einer entsprechenden staatlichen Kofinanzierung könnte so ein Gesamtinvestionsvolumen von fast einer Mrd EUR zusammenkommen, sagte Kröplin vwd" (ältere VWD-Meldung). Wenn er 220-250 Millionen in der Hinterhand hätte, wären das ... 1.000 Millionen minus 220-250 Millionen ... macht .... hmmm ... eine stattliche Summe. Warum fragt der Gerald Dietz den Kröplin eigentlich nie, was der Staat genau dazulegen müßte? Sehr blumige Berichterstattung.

Jeder redet mit jedem. So ist Business. Sogar ZiB verhandelt angeblich mit Großinvestoren. Und ZiB hat sogar einen richtigen Businessplan. Tatsächlich finden die interessanten Gespräche aber nur zwischen Prof. Mönning und den staatlichen Geldgebern statt. Der Denkfehler der verzweifelten Aktionäre ist nämlich das Gerede von der "Enteignung der Aktionäre". Darum geht es gar nicht. Es geht um die (teilweise) Enteignung der Gläubiger. Die größten Gläubiger sind staatliche Stellen. Deshalb zählt nur das, was Prof. Mönning mit dem Wirtschaftsministerium Brandenburg abmacht. Die Äußerung des Vertreters aus dem Wirtschaftsministerium Brandenburg in der ORB-Sendung (das Land wolle den Standort für die Leichter-als-Luft-Technologie nutzen, dabei sei die Struktur zunächst zweitrangig) ist deutlich genug. Die Interessen der Aktionäre stehen schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Die haben erst dann Ansprüche anzumelden, wenn die Gläubiger zufrieden sind. Und genau das ist die Rechtslage in einem Insolvenzverfahren.

Nochmal das Zitat des intimen und anonymen Firmenkenners aus der FTD. "Entweder Kröplin hat das Geld nicht, oder er will es nicht in die AG investieren". Kanns sein, daß sich der Anonymus irrt? Entweder? Vielleicht trifft beides zu. Kröplin hat das Geld nicht und will es außerdem nicht in die AG investieren. Das wäre aber schade, weil er doch einer der Männer der ersten Stunde bei Cargolifter war.

Die vielen Altaktionäre und ihre damaligen Aktienbestände. Die Trennung ist ihnen bestimmt schwergefallen. Scheiden tut weh, das weiß jeder von uns. Aber die Aktien sind jetzt in guten Händen. Bei Ugur und den vielen anderen Schnäppchenjägern. Bei solchen Preisen mußte man einfach zugreifen! So ist Business.

Noch eine sanfte Ermahnung, Geldmatratze. Mit Deinen kümmerlichen Odds bringst Du eine unnötige Schärfe in die Diskussion. Wir wollen doch, daß sich auch die Jungaktionäre mit lichtvollen Beiträgen beteiligen. Jetzt hast Du sie alle verschreckt.

Schönen 2. Advent
Advent, Advent ...

Lewis :)
Hi Lewis,

wieso verschreckt? Ich dachte, ernsthafte Investoren ignorieren dieses Board? ;)

Außerdem, ich war ja noch so rücksichtsvoll, den "Track Record" (finanziell wie technisch) der bisherigen Großluftschiffe nicht auf das 21. Jahrhundert zu extrapolieren. Dafür bräuchte man nämlich einen negativen Exponenten ... :laugh:

Gruß

Geldmatratze
LC,
zur Steigerung der Klickrate in diesem Thread, wenn sich schon bei CL, den Zibbos, den Einzelkämpfern für CL und dem Körbchenpreisträger nichts zu Gunsten der LTA-Technologie
steigern läßt.
hava zum 1.en
LC,
zur Steigerung der Klickrate in diesem Thread, wenn sich schon bei CL, den Zibbos, den Einzelkämpfern für CL und dem Körbchenpreisträger nichts zu Gunsten der LTA-Technologie
steigern läßt.
hava zum 2.en
LC,
zur Steigerung der Klickrate in diesem Thread, wenn sich schon bei CL, den Zibbos, den Einzelkämpfern für CL und dem Körbchenpreisträger nichts zu Gunsten der LTA-Technologie
steigern läßt.
hava zum 3.en
LC,
zur Steigerung der Klickrate in diesem Thread, wenn sich schon bei CL, den Zibbos, den Einzelkämpfern für CL und dem Körbchenpreisträger nichts zu Gunsten der LTA-Technologie
steigern läßt.
hava zum 4.en
Verfasst am: Mo, 09.12.2002 15:59 Titel: Insolvenzverwalter - ein Beruf mit Zukunft


stern.de - 2002-12-09 10:51:32
URL: http://www.stern.de/wirtschaft/news/tagesthema/artikel/?id=3…


PLEITENREKORD
Insolvenzverwalter haben Hochkonjunktur


Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform erwartet, dass sich die Zahl der Firmen-Zusammenbrüche wegen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit bis zum Jahresende auf 37.700 summieren wird. Darunter auch bekannte Unternehmen wie der Medienkonzern Kirch, der Bauriese Holzmann, der Flugzeugbauer Fairchild Dornier oder der Luftschiff-Entwickler CargoLifter. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 38 Milliarden Euro geschätzt.

Beruf mit Zukunft
Arbeit genug also für einen Berufsstand, der noch im Kommen ist. Vor zwei Jahren zählte die Bundesanwaltskammer erst 30 Fachanwälte für Insolvenzrecht, heute sind es fast 300. Die Riege der Insolvenzverwalter gilt als »geschlossene Gesellschaft«. Bei großen Fällen fällt die Wahl der zuständigen Amtsgerichte nach einem Insolvenzantrag fast immer auf die selben Experten - Anwälte mit viel Erfahrung, die Hunderte Verfahren gleichzeitig betreuen. Alles in allem sind bundesweit etwa 1.200 Insolvenzverwalter im Geschäft, auch Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Manchmal glückt die Rettung
Einer der bekanntesten Experten ist der Berliner Rechtsanwalt Peter Leonhardt. Ihm gelang es 2002, den traditionsreichen Papier- und Schreibwarenhersteller Herlitz wieder aus der Insolvenz herauszuführen - was auch daran lag, dass der Vorstand mit dem Gang zum Amtsgericht nicht zu lange zögerte. »In der Regel kommt der Patient zu spät«, sagt Leonhardt. »Allzu häufig gibt es ein Kartell aus Gewerkschaften, Betriebsräten, Banken und Lieferanten, die das unter allen Umständen verhindern wollen.«

Insolvenz ist Jobkiller
Das liegt natürlich daran, dass mit der Insolvenz Existenzängste verbunden sind. Wenn plötzlich ein Außenstehender die Geschäfte übernimmt und die Konten sperrt, fürchtet die Belegschaft immer auch um die Arbeitsplätze. Meist zu Recht: In diesem Jahr ging mehr als eine halbe Million Stellen nach einer Insolvenz verloren. »Man kann einen schwer kranken Patienten nicht mit Akupunktur behandeln«, sagt Leonhardt. »Da muss man mit Messer und Schere ran.« Ziel muss jedoch stets sein, das Unternehmen zu retten.

Sanieren statt Liquidieren
»Schließlich hat man zur Aufgabe, möglichst viel für die Gläubiger herauszuholen. Dem wird man am ehesten gerecht, wenn eine Firma im Kern erhalten wird.« Auch die seit 1999 geltende
Insolvenzordnung steht unter dem Motto »Sanieren statt Liquidieren«. In Abstimmung mit den Gläubigern kümmert sich der Verwalter um ein Sanierungskonzept, sucht nach Käufern und sorgt dafür, dass die Beschäftigten drei Monate lang Insolvenzgeld vom Arbeitsamt bekommen. »Wir verstehen uns mehr als Geburtshelfer denn als Bestatter«, sagt Rainer Bähr vom Arbeitskreis Insolvenzrecht des Deutschen Anwaltvereins.

Guter Verdienst
Die Vergütung richtet sich nach der so genannten Teilungsmasse - also dem, was im Unternehmen an Geld, Maschinen und Immobilien noch vorhanden ist. Zusätzlich können Anwälte
die normalen Anwaltsgebühren in Rechnung stellen. »Als Insolvenzverwalter kann man Millionen verdienen«, gibt einer der Jüngeren zu. »Nach einem Verfahren wie Holzmann würde ich mich zur Ruhe setzen.«

Erst kommen Privatkonkurse
Allerdings müssen sich Anfänger zunächst einmal um Insolvenzen von Privatschuldnern kümmern, mit denen nicht viel zu verdienen ist. Etwa 23.000 Fälle davon gab es in diesem Jahr, mit einer durchschnittlichen Vergütung von 250 Euro. Meist bekommt ein Verwalter erst dann eine größere Pleite zugewiesen, wenn er bei Kleinverfahren gezeigt hat, was er kann. Auch Leonhardt begann einst mit einer Würstchenbude.

Lage bleibt kritisch
Trotzdem ist Insolvenzverwalter ein Beruf mit Zukunft. Schließlich rechnet Creditreform im nächsten Jahr wieder mit einem Rekord. 42.000 Firmenpleiten erwartet die Wirtschaftsauskunftei 2003 - und die Zahl der Verbraucherinsolvenzen soll sich sogar auf 48.000 verdoppeln.
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Zukunft in Brand - wir sind die Feuerwehr!

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Prof. Mönning braucht ZiB als Undertaker, um im nächsten Jahr Platz und Zeit für attraktivere Insolvenzen zu haben. Was noch nicht kaputt ist, schafft ZiB in Kürze. Investoren werden sich verwundert fragen, warum noch kein Kapital durch ZiB gebracht wurde, obwohl allein davon seit Gründung der Initiative die Rede war.
Kein Investor wil mit Aktionären dieser Art, die immer so eine Art Oberlehreraufsicht führen wollen, etwas zu tun haben. Daneben taugt die Technologie natürlich auch nichts, genauer: Nichts um den Preis, den die Entwicklung kosten wird, weil Firmen den schlichten Wunsch verspüren in einer kalkulierten Zeit ins Verdienen zu kommen.
hava
so lewis:) jetzt haben deine drei threads die gleiche anzahl an postings,ist doch auch schon was:D den rest machste aber jetzt selber:kiss:
mfg.wangert;)
Wer wird Millionär?

1. Frage: Wer von diesen Personen hat keinen Investor für Cargolifter an der Hand?

A: Prof. Kröplin
B: Heiko Teegen
C: Mirko Hörmann
D: Udo Effertz

Sie haben noch alle Joker und können jetzt das Publikum fragen, Ihren Experten anrufen oder den 50/50-Joker einsetzen, wenn Sie sich nicht sicher sind.

teuflische Grüße
LC

PS: Wer jetzt zuschlägt, ist eine Runde weiter. Danach kommt die nächste Frage.
1. Welche Währung?
2. Falsche Frage, sie müsste lauten "hat einen Investor und dieser will in CL und zwar die CL AG mehr als 100 Mio E investieren"

3. Zur Frage: Effertz nach der Logik der falschen Frage, alle nach meiner Logik

Kröplin: Investor ja, Betrag zu gering, in CL investieren ja aber mit geringem Betrag und nur als Auftraggeber, von seiner Mrd sprach er schon vor Monaten und zwar eindeutig: "nicht für CL" ; nun verspricht er sich vielleicht etwas davon, im Verbund zu werben, in der AG landet kein Pfennig.

Teegen: Investor ja, Betrag unbekannt aber irrelevant er baut ja nun selbst Fliegerchen und das scheint voran zu gehen (Nur COLANI: igittigitt :)), keinen Pfennig für Cargolifter, das ist sicher

Hörmann: Investor ja, die Zibbos mit definitv weniger als 0,5 Mio und vielleicht noch ein paar sonstige Gschaftlhuber und Träumer und Hallenmieter, behauptet in die CL AG investieren zu wollen - völlig unglaubwürdig, da wird nichts draus

Effertz: Investor - nein, der Landkreis stiftet nicht ohne das Land und nicht für die AG sondern den Standort

In der Logik der falschen Frage hat tatsächlich Effertz als einziger keinen Investor.
In meiner Logik hat keiner Gelder in ausreichender Höhe für die AG.
Und falls die Frage witzig gemeint ist: Teegen

:laugh: :yawn:
Stimmt genau!

Alterego ist eine Runde weiter!

Er hat sich trotz der ganzen Board-Jauche nicht von seiner eigenen Meinung abbringen lassen!!

Es geht um EURO, Alterego!!!

Gleich kommt die nächste Frage...

LC

:laugh: :laugh: :laugh:
Jetzt die nächste Runde...

Wird Alterego Millionär?

Frage 2:

Welcher Cargolifter-Schreiber arbeitet nicht für Geld?

A: LewisCypher
B: pestw
C: Alterego
D: BGTrading

Noch alle Joker, Alterego! Wollen Sie das Publikum fragen?

:)
#27 bei diesem Spiel definitiv nicht, ansonsten: falsche Grammatik, empfehle past tense.

Frage zwei: mit Verlaub, wieder falsche Frage
- ist prinzipiell käuflich
- hat es nicht nötig zu arbeiten oder arbeitet nicht für das täglich mürbe Brot
- schreibt nicht für CL / gegen CL weil er/ sie dafür bezahlt wird oder monetären Nutzen zieht

A: ist käuflich, die Summe ist hoch, erarbeitet sich das mürbe Brot aber derzeit gerade nicht und wird nicht für das posten bezahlt (wie ohnehin nahezu niemand um nicht zu sagen in deutschen Spaßboards eh niemand, Finanzberater mal außen vor)
B: ist käuflich, da leicht beeinflussbar und daher billig, erarbeitet sich das mürbe Brot und schreibt und wütet für CL weil er um sein Investment kämpft
C: ist nicht käuflich würde aber ab 20 Mio E überlegen soweit es mit dem Gewissen vereinbar ist, arbeitet nicht für das mürbe Brot, läßt es aber auch nicht liegen und hat null monetären Nutzen in dem CL Spiel
D: ist käuflich, mittlere Hemmschwelle, erarbeitet sich das mürbe Brot um des Brots und ein wenig fun willen und wird nciht fürs posten bezahlt, hat ab und an mal monetären Nutzen oder Verluste mit CL eingefahren. Postet daher aus mehreren Gründen.

Welches Publikum? Welche Frage?
:):):)
@Alterego

Humorloser A....! So findest du nie eine Frau, die es länger als 12 Sekunden mit dir aushält. Küss weiter deine Bierflasche. Kein Wunder, daß dich niemand mag.

:laugh: :laugh: :laugh:
Wird der Vorstandsvorsitzende der CLAG, Dr.-Ing. Wolfgang Schneider, das neue Feindbild der Zibbos? Denn erstmals hat er etwas deutlicher das Versagen unseres selbsternannten - Depp der Nation in seiner Presseerklärung zur Sprache gebracht.
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"Es ist nunmehr müßig, über die Gründe dafür noch lange zu diskutieren, zumal bei aller berechtigter Kritik gegenüber den Gründern des Unternehmens auch eine teilweise unqualifizierte Polemik das Bemühen um eine Fortführung der Gesellschaft erheblich behindert hat."

"Dass es dabei die vielen Fehler des ersten Versuches zu vermeiden gilt, ist eine Grundvoraussetzung."

"Entwicklung und Produktion müssen eher einem "Musterbau" als einer Großserienfertigung entsprechen."

"Die einzigartige Fertigungshalle, das Flugfeld und das Grundstück von CargoLifter repräsentieren nach wie vor hohe Werte, die gerade in der jetzigen Situation für Investoren interessant sind"

http://www.cargolifter.com/C1256B02002FDB08/html/24a89a3d418…
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Die einzigartige Fertigungshalle, das Flugfeld und das Grundstück von CargoLifter repräsentieren nach wie vor hohe Werte, die gerade in der jetzigen Situation für Investoren interessant sind

Damit impliziert er, dass nichts außer Halle und Gelände vorhanden sind, keine verwertbaren Pläne, nichts, nichts nichts.

Gruß afkabx

Für Murksi und die Zibbos - implizieren = gleichzeitig beinhalten
# afkabx

bein-halten ???

für die zibbos ein total missverständliches wort.

also nochmal zibbos: implizieren = be-inhalten bzw. umfassen.:D

sorry, aber ich will nur jegliches missverständnis in der wurzel ersticken.:laugh: :laugh: :laugh:
Nur, daß der Vorstand momentan wenig zu sagen hat!

Das entscheidende letzte Wort muß vom Insolvenzverwalter

kommen, der schweigt aber immer noch, warum?
Lieber "afkabx"

"Damit impliziert er, dass nichts außer Halle und Gelände vorhanden sind, keine verwertbaren Pläne, nichts, nichts nichts."
Schön dass Du da anscheinend mehr weisst. Bis du ein Ex-CLer?? Wohl eher nicht.

Mein Gott - armes Deutschland. :cry:
Also extra für Dich und die Deinen.

Halle und Gelände sind sogenannte Real Estates. Die kann man direkt bewerten. Die vorhandenen Pläne und Forschungsergebnisse sind sehr schwer bewertbar und im konservativsten (!) Fall nichts Wert.

Für Dich zum nachvollziehen:
Bei der Bank würdest Du auch kein Geld geliehen bekommen wenn Du kein Haus oder Grundstück als Sicherheit hast. Will sagen Dein Hirn oder Fleisch würden im konservativsten Fall auch nur den Kilopreis für Menschenfleisch ergeben und der ist null (0).

Das findest Du jetzt sicherlich empörend, wo Du doch so schlau bist und so viele Ideen hast.
Nun da geht es Dir wie CL.
Ideen und Pläne sind aber nun mal keine Real Estates sondern illiquid assets wie der Banker sagt und dafür gibt es keine Kohle.

Meinst Du das hast Du verstanden??

Ich hoffe Du kannst jetzt nachvollziehen warum die Meldung von Herrn Dr. Schneider NICHT impliziert das es keine Pläne usw. gibt.

Als Tip für das nächste Mal.

1. Hirn einschalten
2. Nicht nur die Fremdwörter übersetzen sondern auch den Inhalt verstehen
3. Dann erst Tippen

Denn mit Deinem Beitrag hast Du Dich ganz schön ins Abseits geschossen.

Kurz zur Info für Dich:
illiquid assets => schwer zu liquidierende Aktivposten (wie Deine Ideen oder Fleisch)

real estate => Immobilien (schiesse schon wieder ein Fremdwort)=> unbewegl. Besitz, Grundbesitz, Liegenschaft (Halle, Grundstück, Gebäude)


Viele Grüße

Jack
:rolleyes: :cry: :cry: :cry:

mein gott jack:

>>Damit impliziert er, dass nichts außer Halle und Gelände vorhanden sind, keine verwertbaren Pläne, nichts, nichts nichts."<<

>>illiquid assets => schwer zu liquidierende Aktivposten<<
also schwer zu verwertende illiquid assets

:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:

er hat es genau so geschrieben wie du es meintest nur du hast es wieder nicht kapiert! :mad: :mad:


Cargolifter: Weiter Hoffen in Brand

Brand - Nachdem die Reorganisation der insolventen Cargolifter AG gescheitert ist, arbeitet das Unternehmen daran, wenigstens den Standort Brand zu halten. Vorstandschef Wolfgang Schneider berichtete am Dienstag, es solle darüber gesprochen werden, den Bau von Luftschiffen in Brand zu konzentrieren. Mit wem, sagte er nicht. Zudem gibt es offenbar Kontakte zu potenziellen Investoren.

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf dem Kreis um den Stuttgarter Luftfahrtexperten und früheren Technik-Vorstand des Unternehmens, Bernd Kröplin. Er hatte wiederholt erklärt, internationale Investoren seien unter bestimmten Bedingungen bereit, 220 bis 250 Mio. Euro in mehrere sich ergänzende Produktlinien zu investieren. Wer die Investoren sind, ist bisher nicht bekannt. dpa - 11.12.02

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Zum Thema illiquid assets, real estate, Baupläne und Bein-hochhalten :laugh:

Bei Cargolifter gibts nichts, was illiquide ist, weil die AG jetzt über eine Auffanglösung liquidiert werden wird. Inklusive real/unreal estate - liquid oder nicht - und möglicherweise vorhandener Baupläne. Alles wird liquide gemacht. Dieser Fakt ist fatale Sicherheit. Implizit bedeutet Bein-hochhalten, und daß es sich um einen Dackel oder einen anderen Hund handeln muß, der gerne an Bäume pinkelt. Vor allem an dicke Eichen, die sich nicht um Borstentiere scheren, wenn diese sich an der Borke reiben.

Es geht so weiter, wie schon lange vermutet, befürchtet und erhofft. Jetzt ist die übertragende Sanierung am Zuge. Alles wird verkauft, damit die Gläubiger wenigstens ihre kleine Scheibe von einem ehemals großen Kuchen abbekommen. Nur noch wenige hoffen auf die Rettung. Aber halt!

Ganz Gallien ist von Römern besetzt. Ganz Gallien? Ein kleines Dorf im Norden leistet erbitterten Widerstand gegen die römischen Besatzer. Das kennt ihr doch aus Asterix und Obelix. Das kleine Dorf liegt in Berlin-Tegel, gegenüber der Strafanstalt. Hoffentlich haben sie auch einen Miraculix mit Zaubertrank, damit sie das Böse da draußen ordentlich aufmischen können. Prof. Miraculix wirds schon richten, wenn Freiherr von Troubadix, der Lautenspieler wie im Comic...

Was ist aus diesem sachlichen CL-Thread geworden? Die Logik und die Sachlichkeit hat sich nach dem erfolgreichen Versuch von Geldmatratze verabschiedet. Bah, watt haben wir für nen fiesen Charakter!

Schönen dritten Advent - falls wir uns nicht mehr sehen
LC

PS für Jack: Schau dir mal "Titanic" mit Jack und Rose an (`Jaaaack, ich fliege...`). Leider laufen die Schotten jetzt voll und das Lustschiff kippt. Rette sich wer kann...
Lieber Push Daddy,

ich bin mir sicher afkabx (toller Nick übrigends) hat es NICHT so gemeint wie Du Ihm unterstellst. Ist aber ein feiner Zug von Dir. Vielmehr geht aus seinem Beitrag hervor das bei CL keine verwertbaren Pläne vorhanden sind.
Er meint damit sicherlich das die Pläne Schrott sind oder nicht die Status haben die CL behauptet. Zumindest geht es aus dem zusammenhang so hervor.

Wenn er wüsste wovon ich spreche dann hätte er nicht so einen Beitrag geschrieben.

Baupläne egal in welchem Stadium sind solange nichts Wert bis sie zumindest per Prototyp bewiesen sind. Es könnte daher sein das CL schon recht weit war und trotzdem keine Pläne hat die man in Cash umsetzten kann. Sein "nichts, nichts, nichts" deutet darauf hin, dass er meint dort wurde nur heisse Luft produziert.
Von daher bin ich immer noch der Meinung, dass afkabx gemient hätte man bekäme für "gute" Pläne Geld bei der Bank.

Vielleicht irre ich mich aber auch.


@Lewis
Ich habe mich sehr um Sachlichkeit und Logik bemüht - oder nicht. Die Logik von afkabx war nur hanebüchend und musste geradegerückt werden.
Den Film Titanic habe ich schonmal gesehen. Die Schotten sind schon längst voll und das Schiff ist untergegangen. Es kann nur noch aufgesammelt werden was auf dem Meer herumtreibt. (In einem Bott sintzt entgegen dem Film noch die Kapelle und spielt;))
Die Idee mit einem Schiff diese Route zu befahren hat sich aber letztendlich doch durchgesetzt:p
Übrigends Souveniers von der Titanic werden heute zu Höchstpeisen verkauft. Vielleicht sollte man sich ein wenig Material sichern......

Ebenso einen friedvollen 3. Advent

Jack
@#37 (JackBurton)

>Ich habe mich sehr um Sachlichkeit und Logik bemüht...

Stimmt!

>Den Film Titanic habe ich schonmal gesehen. Die Schotten sind schon längst voll und das Schiff ist untergegangen.

Stimmt auch!

>Es kann nur noch aufgesammelt werden was auf dem Meer herumtreibt.

Titanic ist historisch, und da hat der Egoismus zu einem massenhaften Ertrinken/Erfrieren geführt.

>Im Boot sitzt anders als im Film noch die Kapelle und spielt.

Selbst die ZiB`ler glauben nicht mehr an ihre Aktien.

>Übrigens, Souveniers von der Titanic werden heute zu Höchstpeisen verkauft. Vielleicht...

Habe bei Ebay schon zugeschlagen! Die Cargolifter-Story wird nach dem Ende publizistisch groß herauskommen.

>Ebenso einen friedvollen 3. Advent.

Und ein frohes Fest, trotz allem.

Ich mache keinen Hehl aus meiner negativen Meinung zu Cargolifter, aber das ist was anderes. Kann nicht mal sagen, ob mir die eine oder die andere verbissene Haltung lieber ist. Finde es nur komisch, wie sich eine solche - an sich unwichtige - Sache so sehr hochschaukeln konnte. Und das seit Jahren! Eben die übliche Paranoia, die jede vernünftige Auseinandersetzung verhindert. Bitte nicht persönlich nehmen...

Grüße...
LC
:kiss: Es fehlt die wichtige Nachricht:

:kiss::kiss: Investoren wollen 250 Millionen Euro für den Standort lockermachen
Hoffnung für Cargolifter


KLAUS STARK

BRAND :kiss: Die Aktionäre der Pleite gegangenen Cargolifter AG können wieder
Hoffnung schöpfen. :kiss: Nach Angaben des Stuttgarter Luftfahrtexperten Bernd
Kröplin sind internationale Fondsgesellschaften bereit, 220 bis 250 Millionen
Euro in den Standort Brand (Dahme-Spreewald) zu investieren. Die
Verhandlungen seien so weit gediehen, so Kröplin gegenüber der MAZ, dass
"wir Verträge machen und die Mittel fließen können".


:kiss: Der Professor am Institut für Luft- und Raumfahrtkonstruktion der Universität
Stuttgart will in Brand eine Art Technologiezentrum "Leichter-als-Luft" mit
mehreren sich ergänzenden Produktlinien errichten. Als Zugpferd sind fliegende
Höhenplattformen für den Mobilfunk geplant. :kiss: Mit dem offenbar reichlich
vorhandenen Geld soll aber auch Cargolifter saniert und das Projekt
Schwerlasttransport weiterverfolgt werden. :kiss: Kröplin: "Ich möchte, dass die
Aktionäre nicht enteignet werden."


:kiss: Voraussetzung für das Engagement der Investoren sei allerdings, dass die
Produktionsstätte nicht zu klein ausfalle. Auch müssten Bundesregierung und
Land einen eigenen Anteil leisten. Im Potsdamer Wirtschaftsministerium hieß es
dazu, Gespräche mit Investoren seien Sache des Insolvenzverwalters. Im
übrigen hätten potenzielle Geldgeber um Vertraulichkeit gebeten.

Cargolifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning hatte erst kürzlich versucht,
bei den Altaktionären neues Eigenkapital für die Beantragung eines
Bundeskredits aufzutreiben. Statt der erforderlichen 20 Millionen Euro waren
jedoch nur karge 1,4 Millionen Euro zusammengekommen. Ehemalige
Cargolifter-Beschäftigte fürchten nun, dass Mönning statt einer möglichen
Reorganisation der Aktiengesellschaft deren Liquidation beabsichtigt - damit
würden alle Anteilseigner ihr Geld verlieren.

"Er hat bisher nur Schritte unternommen, um das Unternehmen gegen die Wand
zu fahren", heißt es dazu aus Reihen der Ex-Belegschaft kritisch. Auch Mirko
Hörmann, Sprecher der Aktionärsinitiative "Zukunft in Brand", wirft dem
Insolvenzverwalter vor, nicht alle "gebotenen Möglichkeiten zur Fortführung des
Unternehmens zu prüfen".

Rolf-Dieter Mönning war gestern nicht zu erreichen. Cargolifter-Sprecherin Silke
Rösser sagte, es hätten mehrfach Gespräche zwischen dem Insolvenzverwalter
und Interessenten stattgefunden: "Aber so weit, dass Herr Kröplin das Geld auf
den Tisch gelegt hat, ist es noch nicht gekommen."

:kiss: Hochfliegende Pläne

Das Luftschiff sollte 260 Meter lang sein und Lasten von 160 Tonnen Gewicht
transportieren. 72 000 Aktionäre steckten mehr als 300 Millionen Euro in das
Projekt. Doch aus den hochfliegenden Plänen wurde nichts: Im Juni musste die
Cargolifter AG mit ihren Tochterunternehmen Insolvenz anmelden. Knapp 500 Beschäftigte sind
nun arbeitslos. Bis Ende Januar 2003 will Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning
über die Zukunft des Standortes entscheiden. Kra
@MarcMr

Danke! Ich hatte das übersehen. Auf Dich ist Verlaß, alter Freund. Jetzt wird mein Thread ausgewogener und übersichtlicher.

Herzig willkommen und weiter so...

LC - :)
#31: peinlich, daß Schneider nur Standortargumente anführt, aber wenigstens ehrlich.

#30+29: Sperrung pöbelnder Leut find ich in Ordnung, also folge ich gerne Deinem Wunsch mich darum zu bemühen. Das ist aber recht sinnlos, solche pöbelnden Typen kommen mit anderer ID wieder zurück.


#39: Investoren für Cargolifter verhandeln gerade mit dem Weihnachtsmann, das fällt unter die Kategorie Märchen. Wahrscheinlich könnt ihr nicht mal den Standort und ein Mini-Team retten. Selber schuld.
Hallo,

anscheinend sind die Leute speziell in der jetztigen wie der damaligen Landesregierungen in der Region besonders anfällig dafür, aufs falsche Pferd zu setzen. Lausitzring, CargoLifter, und jetzt womöglich noch die Frankfurter Chipfabrik (heutiger Spiegel) ...

Jemand sollte diesen Pfeifen mal erklären, daß nur zum Denkmal taugt, was auch fertiggestellt werden kann. Aber das sind noch die alten DDR- Reflexe. Da wurd ja auch selten was fertig. Dafür konnte man es damals noch als fertig erklären und mit viel Pomp einweihen. Warum die DDR wohl Pleite gegangen ist? Heute sitzen die selben Blockflöten und Apparatschicks schon wieder auf netten Posten in Politik und Verwaltung ...

Früher konnte der Souverän (Landesfürst) sich bei solchen Pleiten wenigstens noch die Köpfe der Verantwortlichen holen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der heutige Souverän (das Volk) kann das nicht mal mehr im übertragenen Sinne. Weil, von den Entscheidern ist ja keiner schuld, und keiner verantwortlich, weil alles rechtmäßig (oder eher recht mäßig) entschieden wurde.

Und alles mit meinen Steuergeldern.

Wie war das noch mit Zar Peter und den schlecht gegossenen Geschützen? "Der zuständige Waffenmeister ist zu verbannen und jeden Tag mit dem Stock zu schlagen ... "?

Gruß

Geldmatratze
@ geldmatratze

Da kann ich Dir nur heftig zustimmen, der Artikel im Spiegel triffts auf den Kopf. Wenn ich diesen Stolpe schon sehe .... und ausgerechnet der soll jetzt den Aufbau Ost managen, nachdem der buchstäblich alles in DDR-Manier gegen die Wand gefahren hat. Schön auch die Bezeichnung "Fürnix".
Hallo Eurofuchser,

und in den gleichen Ämtern sitzen bestimmt noch mehr Gallier:
- Kannnix
- Tutnix
- Weißnix
- Geldfürnix
- Fürnixundwiedernix

Da kann man sich als Steuerzahler nur anschließen: "Wegwienix". Aber dem normalen Steuerzahler stehen da ein paar römische Kastelle im Weg, und Zaubertrank gibts für uns auch nicht.

Andererseits ist da der Bsirske, oder wie der sich schreibt, und die anderen Genossen, die da Listen verbreiten mit den "bösen Reichen" wie weiland der alte Sulla. Dabei sind die ja nicht schuld. Diese "bösen Reichen" haben die Steuergesetze ja nicht gemacht (das waren die lieben Politiker). Von daher liegt der Vergleich vom Koch ja nicht so weit daneben.

Und sie wären blöd, wenn sie solche Geschenke nicht ausnutzen würden. Aber wirkliche Reformen wirds bei uns eh nie geben. Da stehen 2-3 Millionen Beamten dagegen und wehren sich.

Was eine wirkliche Reform wäre? ganz einfach: Alle Arten von Einkommen werden gleich behandelt, sowohl vor der Steuer, als auch vor den Sozialkassen. Egal, ob Einkommen aus abhängigem Beschäftigungsverhältnis, Sold, Zinsen, Beamtenbezüge, Immobilien, Vermietung, Verpachtung, Dividende, Gewinnausschüttung, Spekulationsgewinne, Einkommen aus selbständiger Arbeit, usw. usw. usw. Ohne wenn und aber und ohne Ausnahmen und ohne Abschreibungen von einer Einkommensart in die andere.

Das wäre einfach, effizient, transparent und damit gerecht. Die Hebungssätze würden mangels Ausnahmen dramatisch fallen. Damit wäre allen geholfen, die Reichen wie die Armen hätten niedrige Steuersätze, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer niedrige Sozialkosten, und die Finanzverwaltung würde auch viel weniger kosten.

Leider auch viel zu einfach, daher wird sowas nie passieren. Außerdem, wo kämen wir da hin, wenn 95% der Finanzbeamten zwecks Steuerfahndung auf die Straße müßten, anstatt sich ihren Hintern über Standard- Steuererklärungen gemütlich breitsitzen zu können.

Gruß

Geldmatratze
Hallo Geldmatratze,

wieder Zustimmung von meiner Seite, auch was den von Koch angestellten Vergleich angeht, über den sich alle so schrecklich aufgeregt haben.

Wie es steuerlich richtig geht, steht übrigens auf Seite 67 im aktuellen Spiegel oder unter www.chancenfueralle.de. Professor Paul Krichhof, Steuerjurist und ehemaliger Richter beim Bundesverfassungsgericht sagt es deutlich und richtig. - Schade, dass unsere Politiker nicht lesen können, aber mit Bildung bekommt man ja einen ordentlichen Job.
Hi Eurofuchser,

bin mal gespannt, ob sich einer zu fragen traut, wer denn der alte Sulla war ;)

Gruß

Geldmatratze
Bald ist Weihnachten!

Das Fest der Liebe...

Ich habe mich dazu durchgerungen, ab heute nur freundliche Texte zu schreiben. Bis zum 24. Dezember (happy birthday, dear Jesus...) und danach gehts wieder los mit der ätzenden Kritik.

#41
Die Speerung und Vierteilung des Pöbels war damals die einzige Chance der arroganten Fürsten, ihre Macht zu verteidigen. Warum bist Du so humorlos, mein Alter? Dünne Haut? Wenn ich gespeert oder gevierteilt werden würde, käme ich nicht wieder. Auch nicht mit einer anderen ID. Schon aus Stolz. Verstehst Du das, mein Alter? Frohes Fest, weil wir uns bis zum Geburtstag nicht mehr schreiben werden.

:)

#42
Der Spiegel-Bericht zur Chipfabrik soll eine Ente sein. Zwar habe Intel (INTEL!) was ähnliches entwickelt, aber es sei so wie im Tierreich. Intel mache den Elefanten und ... auf die Frage des Reporters, ob Frankfurt/Oder die graue Maus machen würde, sagte der Sprecher, sie würden den Panther spielen. Das war wie bei Peter Lustig! FürNix und der Kredit lassen grüßen.

:)

#43
Ist ruhig geworden um den Empfänger alter Bibeln und neuer Orden. M. E. der graue Quoten-Ossi im Bundeskabinett, der nix aber auch garnix zu sagen hat. Schon wegen seiner Vergangenheit. Er soll nur die Ossis an der Leine halten. Und das kann er sehr gut, wie die Zeit vor 1990 und nach 1990 gezeigt hat. Trotzdem war er ein erstklassiger Landesvater in Brandenburg. Nur mit Geld konnte er nicht umgehen. Wie alle Sozis und Kommunisten.

:)

#44
Steuerexperte? Die Ideen sind sehr gut. Alles schon bekannt und auch bekannt, daß es nicht kommen wird. Es wäre zu einfach für unsere komplexe Gesellschaft.

:)

#45
Professor Paul Kirchhof ein Steuerjurist und ehemaliger Richter beim Bundesverfassungsgericht? Du untertreibst! Das war der Mann, der die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Steuerrecht über lange Zeit geprägt hat. Leider ist er jetzt weg. Wo kam der eigentlich her? War das nicht Bayern?

:)

#46
"... wer denn der alte Sulla war?" Der alte Sulla war ein Arsch mit Ohren!

:)

Schönen 4. Advent und frohes Fest,
falls wir uns nicht mehr sehen...
Auch an unsere "Feinde" von ZiB&Co.
Weihnachten ist nur einmal im Jahr!
Wie wärs mir einer Sylvesterparty aller Miesmacher und Schönredner?
(Böller verboten!)

LC :) - mal sentimental
Hi lewis,

Zitat
Es wäre zu einfach für unsere komplexe Gesellschaft.
Ende Zitat

Mein erstes Axiom hierzu:

Wenn es kompliziert ist, dann ist es einfach, die Allgemeinheit abzuzocken (nur für die Eingeweihten und Angehörigen der "Eliten", natürlich). Wenn es einfach ist, dann ist es schwierig, abzuzocken.

Damals im Mittelalter hatten die Steuereintreiber Schwerter und komplizierte Rüstungen, die Bauern dafür nicht. Als dann die einfache Armbrust und das Schießgewehr erfunden wurden, mußten sich die "Eliten" was Neues ausdenken.

Mein zweites Axiom:

Alles, was unnötig kompliziert ist, funktioniert nicht, und/oder nur ineffizient, und/oder nicht so wie es sollte.

Sorry, ich bin nunmal zynisch, was meine Chancen als mündiges Melk- und Stimmvieh angeht. Wir sind seit Rousseau (wars der oder der andere - ich bring die beiden Franzosen immer durcheinander) nicht viel weitergekommen: Es gibt nur eine Wahrheit und ein Gemeinwohl, nur die Erleuchteten erkennen sie, und haben dafür das Recht, den unerleuchteten Rest zu ihrem Glück zu zwingen. Zum Glück der Erleuchteten natürlich. War schon immer der philosophische Aufhänger für die ganzen "..ismus"se.

Gruß

Geldmatratze
# 46 Geldmatratze,
Da fällt mir nur ein der Herr Marius und irgendwas mit Feld.
r
:) In 90 Tagen... (ooops!) ...sorry, in einer Woche ist Weihnachten, das Fest der Besinnung. :)

Die heiße Nachricht:

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Verwalter - Universal Express ist an Cargolifter interessiert

Berlin, 17. Dez (Reuters)
- Das US-Logistik-Unternehmen Universal Express ist nach Angaben des Cargolifter-Insolvenzverwalters Rolf-Dieter Mönning an dem zahlungsunfähigen deutschen Luftschiffbauer interessiert.

"Universal Express hat sein Interesse bekundet, den gesamten Standort im Rahmen einer Auffanglösung zu übernehmen", sagte Mönning am Dienstag in einem Reuters-Interview. In der vergangenen Woche sei ein Vorvertrag mit dem US-Unternehmen unterzeichnet worden. "Universal Express verfolgt ein globales Logistikkonzept und im Rahmen dieses Logistikkonzeptes spielt der Einsatz und die Entwicklung von Luftschiffen eine gewisse Rolle", sagte Mönning, ohne jedoch Details zu nennen. Der Plan von Universal Express solle in den nächsten 90 Tagen im Detail geprüft werden. Mitte Januar würden Kernfragen mit Vertretern der US-Firma in Deutschland beraten.

Sollte es zu einer Auffanglösung mit Universal Express kommen, wäre nach den Worten des Insolvenzverwalters der Cargolifter-Standort in Brand nahe Berlin gerettet, nicht aber die börsennotierte Aktiengesellschaft. "Die bleibt weiter in der Insolvenz", sagte Mönning. Zwei andere Optionen für die Zukunft von Cargolifter seien weiterhin die Bildung einer internationalen Luftschiff-Produktionsgesellschaft sowie Pläne des ehemaligen Cargolifter-Technik-Vorstandes Bernd Kröplin für die Entwicklung von so genannten Höhenplattformen.

In Luftfahrtkreisen hatte es zuvor geheißen, Cargolifter verhandele mit einem US-Fracht-Dienstleister, bei dem es sich womöglich um FedEx handele. Mönning wies dies zurück. "Das ist nicht Federal Express".

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Reuters ist eine gute und zuverlässige Quelle. Der Fettdruck ist jedoch nicht von Reuters, sondern von mir. Ich habe das von MarcMr gelernt, der die wichtigen Textstellen in seinen Beiträgen immer wieder sehr erfolgreich markiert hat. Von MarcMr lernen, heiß siegen lernen! Seit er wieder da ist, fällt die Aktie nicht mehr. Bravo, mein Freund!

Jetzt ein erneuter hilfloser Versuch, die ganze Story analytisch zu durchleuchten:

1. ...im Rahmen einer Auffanglösung = Die Aktionäre bekommen nichts!

2. ...gewisse Rolle = Die wollen den Carli nicht bauen und deshalb wird er nicht fliegen.

3. ...in den nächsten 90 Tagen = Schon wieder eine neue Frist! Darauf hätte ich fast gewettet.

4. ...Cargolifter-Standort ... gerettet, nicht aber die börsennotierte Aktiengesellschaft. = Siehe 1.

5. Zwei andere Optionen... = Die einzige spannende Aussage. Ich sage nichts. Jetzt seid Ihr dran.

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Lucius Cornelius Sulla, aus dem patrizischen Geschlecht der Cornelier, geb. 138 v. Chr., zeichnete sich zuerst 107 als Quaestor des Marius im Iughurthinischen Krieg in Afrika aus, indem er durch eine abenteuerliche Fahrt zu Bocchus nach Mauretanien, dem Schwiegervater Iugurthas, dessen Auslieferung erreichte. Er kämpfte z.T. unter Marius, gegen Kimbern und Teutonen und wurde 97 Praetor und dann Propraetor in Cilicien.

Vom Senat wurde er als Gegenspieler gegen Marius ausersehen, der als Führer der Popularen der Nobilität sehr unangenehm war. Zum Kampf zwischen beiden kam es, seit Sulla den Oberbefehl gegen Mithridates erhielt, den Marius erstrebte und nach Sullas Abzug sich durch Volksbeschluß übertragen ließ. Sulla kehrte zurück und vertrieb und ächtete seine Gegner; Marius entkam mit Not nach Afrika.

Dann besiegte Sulla Mithridates in Griechenland und Asien. Nach der Rückkehr nach Rom rächte er sich 83 furchtbar an den Marianern. 4000 Bürger wurden proskribiert, ihre Güter versteigert; unter den Bundesgenossen wurden ganze Stämme (Etrusker, Samniter) fast ausgerottet. Das Ackerland erhielten die Legionen. Sulla wurde Dictator ohne zeitliche Befristung. Durch Gesetze sicherte er 81 (?) die bisher nur durch Herkommen festgelegte Herrschaft des Senates; Tribunat und Volksversammlung wurden bedeutungslos gemacht.

79 legte er die Diktatur nieder und zog sich auf sein Landgut zurück, wo er 78 starb. Sulla war in griechischer Literatur und Wissenschaft gebildet, aber zügellos im Genuß. Besonders unerhört war seine Mordlust, mit der er kaltblütig Tausende seiner Gegner abschlachten ließ. Er pochte auf sein Glück und nannte sich selbst nach seiner Rückkehr aus Asien Felix, der Glückliche. Über keinen Römer gehen die Urteile der Nachwelt so auseinander wie über ihn. Manche Forscher nennen ihn ein blutbeflecktes Ungeheuer (Niebuhr), andere (Mommsen) preisen ihn als Staatsmann ersten Ranges.

Quelle: Wörterbuch der Antike, Stuttgart 1976

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Wie ich schon sagte, war der Sulla ein Arsch mit Ohren.
Aber er hatte sich nicht geirrt. Mit den großen Schweinereien kommt man meistens durch.
Alles ein Frage der Nerven und des Geschicks.

Weihnachtliche Grüße
LC
Hi,

wer oder was ist "Universial Express"?

Nie gehört ...

Gruß

Geldmatratze
:laugh:

http://www.bigcharts.com

Und dann USXP als Tickersymbol eingeben...

NEW YORK, Dec 16, 2002 (BUSINESS WIRE) -- Universal Express, Inc. (OTC BB:USXP) announced the extension of the payment date for its warrants` dividend from December 20, 2002 to January 20, 2003, to assure the complete distribution of the four warrants to its shareholders on such payment date. USXP announced on October 17, 2002 its 4% dividend of four (4) warrants to shareholders with a payment date on December 20, 2002, now changed to January 20, 2003.

Die haben anscheinend auch kein Geld mehr. Nach ATC der zweite klamme Investor, der sich outet? Geht es hier nur noch darum, die Fördermittel von Schröder&Co. abzufassen? Auf Kröplins Investoren bin ich mal gespannt. Wahrscheinlich wieder solche Kunden, die keine Kohle mitbringen und nur auf deutsche Subventionen aus sind. Achtung, die WO-Zocker sind wieder mal unterwegs! Das ist kein gutes Zeichen für Cargolifter. Wann kommt der Ausstieg der Zocker und der rapide Kursverfall der Aktie?

LC
:laugh: die verlogenen unternehmensnahen Kreise....
ansonsten, alles gesagt, sie wollen den Standort. Vorausgesetzt sie erhalten das Geld, schließlich macht die Firma traditionell Verluste und scheint schwächlich auf der Brust.:laugh: :laugh: :laugh:
Armes Brandenburg, scheint Pleitiers richtig anzuziehen, woran liegt das nur?
:laugh:

Ich kanns kaum fassen! Noch 90 Tage bis zur wahrscheinlich nächsten Fristverlängerung. Wie lange lassen sich die Cargolifter-Aktionäre noch verladen? Oh, Mann! Wie werden sie gequält und gegrillt. Seit so vielen Monaten! Wie leidensfähig müssen die sein. Wann kommt der nächste Investor ohne Geld? In 120 Tagen steht bestimmt wieder was in den Nachrichten.

Das Zocken klappt auch nicht mehr. Treue Hand, gib ihnen die Legionen wieder (Kaiser Augustus)!

:laugh:

LC
:)

Hallo!

Nach den aufgeregten Beiträgen von heute mal wieder was Besinnliches zum anstehenden Weihnachtsfest.

Die Fakten sind wie folgt:

1) Der "Investor" ist anscheinend kein besonders solider Laden (penny-stock/OTC)

2) Wie der Insolvenzverwalter selbst sagt, will der "Investor" nicht die AG, sondern dern Standort retten

3) Ob der "Investor" einsteigt, wird sich erst später herausstellen

4) Der "Investor" will es nicht ohne Staatsknete machen

5) Die Taktik von Nummer 4 kennen wir schon von Herrn Kröplins "Investoren"

6) Nummer 4 und Nummer 5 sind daher Konkurrenten

7) Konkurrenten um Staatsknete

8) Die Frage ist also, ob Schröder&Eichel Geld für die Enteignung der Aktionäre herausrücken

9) Der Kurs steigt trotzdem

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Der Kurs von Cargolifter steigt immer dann, wenn die Schneeball-System-Zocker aufspringen. Dafür brauchen sie eine Nachricht, die gut klingt. Ob sie auch wirklich gut ist, spielt dabei keine Rolle. Es gibt einige wenige sehr fleißige, fähige und vor allem talentierte Zocker, die mit den Pleite-Aktien richtiges Geld verdienen. In anderen Börsen-Boards reden sie ganz offen darüber. Hier natürlich nicht, weil hier die Nachrichten-Zentrale für das Volk ist. Und dem Volk schaut und haut man nur aufs Maul. Man erzählt ihm aber nichts, damit das Denken nicht in Gang kommt.

Es werden noch einige Nachrichten kommen und der Kurs wird sich weiter heftig bewegen. Davon werden die Schönredner aber nichts haben, weil sie sogenannte Langfristinvestoren sind und nicht traden. Sie werden bis zum bitteren Ende dabei bleiben und erfahren müssen, wie ihre Aktien wertlos werden. Dazwischen werden sie immer wieder die eine oder andere Beleidigung gegen die Miesmacher lostreten.

Die Miesmacher werden sich - wie heute - bei jedem spike nach oben an den Kopf fassen und die Schönredner beleidigen, weil sie so dumm sind, an Seifenblasen zu glauben. Die Miesmacher liegen inhaltlich richtig, aber sie machen bei ihrem Engagement trotzdem alles falsch:

a) Energieverschwendung - wenn die echten Zocker einfallen, steigt die Aktie sowieso

b) Physikalische Ignoranz - was höher steigt, wird um so schneller tief fallen (Gravitation)

c) Zeitverschwendung - Texte reinstellen kostet Zeit

d) Geldverschwendung (evt.) - ohne flat-rate kostet das auch noch Geld

e) Aufregung - erhöht das Herzinfarktrisiko

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Mal eine ganz einfache Frage:

Der Insolvenzverwalter ist ein Mann mit hoher Reputation und bestimmt kein Dummkopf. Warum verhandelt dieser kluge und erfahrene Professor mit einem Unternehmen, das unsolide erscheint, nur am "over-the-counter-market" notiert und dessen Aktie ein "penny-stock" ist?

Eine ganz einfache Frage...

Und was hat das alles mit dem Kröplin zu tun? Auch ein Mann mit gewisser Reputation und auch ein Professor, der bestimmt nicht dumm ist.

Weihnachtliche Grüße
LC

PS: Eine reale Zocker-Fallstudie gefällig? Nicht von mir. Aber ich könnte sie erzählen...
@LewisCypher

Der Insolvenzverwalter ist ein Mann mit hoher Reputation und bestimmt kein Dummkopf. Warum verhandelt dieser kluge und erfahrene Professor mit einem Unternehmen, das unsolide erscheint, nur am "over-the-counter-market" notiert und dessen Aktie ein "penny-stock" ist?

Und was hat das alles mit dem Kröplin zu tun? Auch ein Mann mit gewisser Reputation und auch ein Professor, der bestimmt nicht dumm ist.


Deine Fragen sind beinahe eines UGURS würdig, LOL.
Denke mal nicht so kompliziert und über 5 Ecken.

Der IV muss mit denen (USXP) verhandeln, weil es keine besseren oder solventeren Interessenten gibt und immerhin sind die (USPX) wenigstens physisch vorhanden. Dass er nicht auch mit dem Körbchenpreisträger oder dessen angeblichen Geldgebern einen Vorvertrag abgeschlossen hat, entlarvt diesen als, im CLAG-Umfeld vielfach anzutreffenden, Dummschwätzer.

Gruß afkabx
spiegel:

US-Investor will Cargolifter-Halle kaufen

Den eigentlich geplanten Riesenzeppelin ist Cargolifter seinen Investoren bis heute schuldig geblieben. Zumindest besitzt das insolvente Unternehmen aber eine monumentale Werfthalle, für die sich nun ein amerikanischer Investor interessiert.


Brand/Cottbus - Die Cargolifter-Halle gilt als einziges vorzeigbares Produkt das der Luftschiffbauer über die Jahre hergestellt hat. Es handelt sich nach Angaben von Cargolifter um die größte frei tragende Halle der Welt. Das beeindruckende Gebäude lockte bis vor kurzem regelmäßig Besuchergruppen nach Brand, das Unternehmen hat die Halle gar in einem Buch verewigt: " CL 21 - die CargoLifter Werfthalle".
Möglicherweise kommt CL 21 bald unter den Hammer: Das US-Logistikunternehmen Universal Express ist an der Übernahme des CargoLifter-Standorts in Brand interessiert und will dort eigene Luftschiffe bauen. Der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter würde bei dieser Lösung jedoch aufhören zu existieren, sagte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning. Die Aktiengesellschaft würde bei dieser Variante abgewickelt, sagte Mönning. "Der Kaufpreis dient zur Befriedigung der Gläubigerforderungen."

Vor einigen Tagen sei mit den Amerikanern in New York intensiv gesprochen worden. Sie hätten nun 90 Tage Zeit, um das Angebot zu prüfen. CargoLifter ist seit dem Sommer zahlungsunfähig.

Der Amerikaner hat Angst vor Deutschland

Universal Express habe klare Vorstellungen, welche Beiträge Land und Bund zu leisten hätten. "Da geht es nicht nur um Geld", sagte der Verwalter. Amerikaner hätten immer auch Angst, dass sie in Deutschland in ein investitionsfeindliches Gebiet gerieten.

Die Lösung mit Universal Express gilt als eine von drei möglichen. Szenario Zwei: Der frühere Technikvorstand von CargoLifter Bernd Kröplin möchte mit Hilfe internationaler Investoren mehrere sich ergänzende Produktlinien rund um den Luftschiffbau in Brand aufbauen. Mönning äußerte sich allerdings skeptisch: "Ich sehe im Moment aber nicht, wie das gehen soll."

Universal Express will alles übernehmen


Als dritte Variante käme die Bildung einer internationalen Luftschiff-Produktionsgesellschaft mit dem britischen Unternehmen ATG und der Zeppelin Lufttechnik GmbH in Friedrichshafen in Frage. Hier wäre laut Mönning eine weitere Beteiligung der CargoLifter-Aktionäre denkbar. Das Problem: "Das ist so, als hätte man drei Automobilbauer, die völlig unterschiedliche Autos bauen", so Mönning.

Das Unternehmen Universal Express wolle keine Dritten an seiner Lösung beteiligen, sondern alles übernehmen, einschließlich der Patente von CargoLifter. Mönning sagte, er stehe allen Angeboten völlig offen gegenüber. "Ich muss nur nachher bewerten, welches Angebot das überzeugendste und das beste für die Gläubiger ist."
Hi,

zu #58, alles wie erwartet, jede Menge unpräzise und inkonkrete Worthülsen von Möchtegern-Subventions-Abzockern.

Aber blöde wie unsere Politrickser sind, werden die prompt drauf reinfallen. Und solche Vertäge machen, daß die "Investoren" auf jeden Fall mit Gewinn aus der Sache hervorgehen, egal, wie es ausgeht. Die Verfahrensweise bei der Chipfabrik ist ja noch ausbaubar.

Keiner weiß, was USXP mit der Halle tatscächlich anfangen will, außer "investieren", vorzugsweise und ausschließlich das (Steuer-) Geld anderer Leute.

Zeppelin weiß wahrscheinlich gar nicht, daß sie in CL investieren sollen (die haben Erfahrung in der Branche, werden es also bleiben lassen, außer, es ist für sie finanziell risikofrei - ich verweise auf die vergangenen Interviews mit dem Zeppelin-Chef).

Wie man es wendet, der (west-) deutsche Steuerzahler soll alles zahlen, und vorzugsweise noch mehr. Es kotzt mich an, wie verantwortungslos mit meinem Geld verfahren wird.

Gruß

GM
@ all

was ich nicht verstehe ist....man hat sich doch vor langer zeit mit vielen großbetrieben zusammen gesetzt und ist zum ergebnis gekommen, wir brauchen so ein luftschifft für schwerlasttransporte...wieso setzen sich heute nicht die gleichen unternehmen zusammen, sorgen dafür das sie einen vernünftigen techn.seriösen luftfahrsmanager bekommen und verwirklichen dieses projekt unter deutscher führung..?? wo ist das problem..??? weil das intersse der bevölkerung ist doch sehr groß und ich denke wenn auch sichtbare erfolge zu sehen sind würde auch ein aktie wieder geld in das unternehmen bringen...

das was an geld benötigt wird treiben 3-4 großunternehmen locker auf.

gr coco
Nanu?

Schon dreht man sich für ein paar Stunden um, kommen lauter Beiträge!

@#57 von afkabx

Denke mal nicht so kompliziert und über 5 Ecken. Der IV muss mit denen (USXP) verhandeln, weil es keine besseren oder solventeren Interessenten gibt und immerhin sind die (USPX) wenigstens physisch vorhanden. Dass er nicht auch mit dem Körbchenpreisträger oder dessen angeblichen Geldgebern einen Vorvertrag abgeschlossen hat, entlarvt diesen als, im CLAG-Umfeld vielfach anzutreffenden, Dummschwätzer.

So sehe ich das auch. Was Du bestimmt auch denkst und was noch für die ZiB`ler (die was anderes denken) hinzuzufügen wäre: Herr Prof. Mönning erhöht damit den Druck auf Herrn Prof. Kröplin. Das ist der Sinn der Sache.

@#58 von relation

Danke, das kannte ich nicht nicht. Paßt ganz genau ins Bild.

@#59 von geldmatratze

Keine Angst. Deine Steuergelder werden bestimmt nicht für so ein Abenteuer verschwendet. Die Abwicklung im Interesse der Gäubiger, die inzwischen die Nase voll haben, kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche.

@#60 von coco1310

Die ganze Sache war immer und ist immer noch unwirtschaftlich und deshalb wird sich kein Unternehmen ohne finanziellen Sicherheitsgurt beteiligen. Die Unternehmen, die ihr Interesse bekundet haben, wollen nur einsteigen, wenn es Fördermittel gibt. Weil sie wissen, daß ohne Staatsknete das Chance/Risiko-Verhältnis zu schlecht ist. Was Du nicht vergessen darfst: Cargolifter ist kein normaler Geschäftsbetrieb, der ein verkäufliches Produkt hat, mit dem man kalkulieren könnte. Es ist ein Projekt, daß mit allerlei Risiken behaftet ist. Der erste User, der darauf hingewiesen hatte, wurde ganz übel behandelt. Wie hieß er noch? Hab ich vergessen. Viel zu lange her. Nach meiner verblaßten Erinnerung wurde im Board schon öfter über ihn diskutiert. Freilich nur auf eine äußerst unsachliche und geschmacklose Art.

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Was die sonstigen Äußerungen in anderen Threads angeht:

A) Die Zibbos drehen durch? - Scheint mir nach den Zitaten auch so zu sein - Ich lese dort nicht mehr...

B) Von Anfang an eine Abzocke? - Dafür gibt es sehr wohl Hinweise! Auf jeden Fall ein diskussionswürdiges Thema.

C) Pressemitteilungen der ZiB? - Schön, daß die hier immer reingestellt werden. Lachen ist gesund.

Weihnachtliche Grüße
LC - heute weniger sentimental...


INTERVIEW: US-Firma hat Interesse an CargoLifter-Standort - Insolvenzverwalter

Das US-amerikanische Logistikunternehmen Universal Express ist an der Übernahme des CargoLifter-Standorts in Brand interessiert und will dort eigene Luftschiffe bauen. Der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter AG würde bei dieser Lösung jedoch aufhören zu existieren, sagte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning in einem dpa-Gespräch. Somit gingen dann auch die Aktionäre leer aus. Vor einigen Tagen sei mit den Amerikanern in New York intensiv gesprochen worden. Sie hätten nun 90 Tage Zeit, um das Angebot zu prüfen. CargoLifter ist seit dem Sommer zahlungsunfähig. Die Aktiengesellschaft würde bei dieser Variante abgewickelt, sagte Mönning. "Der Kaufpreis dient zur Befriedigung der Gläubigerforderungen." Universal Express plane im Rahmen eines globalen Logistikkonzeptes auch, Luftschiffe für den Lastentransport in Brand (Dahme-Spreewald) zu entwickeln und zu bauen. Dabei habe das Unternehmen klare Vorstellungen, welche Beiträge Land und Bund zu leisten hätten. "Da geht es nicht nur um Geld", sagte der Verwalter. Amerikaner hätten immer auch Angst, dass sie in Deutschland in ein investitionsfeindliches Gebiet gerieten.

EHEMALIGER TECHNIK-VORSTAND WILL CARGOLIFTER ERHALTEN

Die Lösung mit Universal Express steht im Wettbewerb mit zwei weiteren Möglichkeiten. So will der frühere Technik-Vorstand von CargoLifter und Luftfahrtexperte Bernd Kröplin mit Hilfe internationaler Investoren mehrere sich ergänzende Produktlinien rund um den Luftschiffbau in Brand aufbauen. Während Universal Express jedoch von der öffentlichen Hand Fördermittel erwarte, stelle sich Kröplin eine Art echte Beteiligung des Landes ähnlich wie bei der Chip-Fabrik in Frankfurt (Oder) vor. "Das Land hat sich dazu bislang in keiner Weise positioniert", sagte Mönning. Kröplin wolle die CargoLifter AG erhalten. "Ich sehe im Moment aber nicht, wie das gehen soll." Als dritte Variante käme die Bildung einer internationalen Luftschiff-Produktionsgesellschaft mit dem britischen Unternehmen ATG und der Zeppelin Lufttechnik GmbH in Friedrichshafen in Frage. Hier wäre laut Mönning eine weitere Beteiligung der CargoLifter-Aktionäre denkbar. Auch die Prüfung dieser Lösung dauere an. Die Unternehmen hätten aber unterschiedliche technologische Ansätze, umriss Mönning das Problem: "Das ist so, als hätte man drei Automobilbauer, die völlig unterschiedliche Autos bauen."

UNIVERSAL EXPRESS WILL ALLE PATENTE

Das Unternehmen Universal Express wolle keine Dritten an seiner Lösung beteiligen, sondern alles übernehmen, einschließlich der Patente von CargoLifter. Mönning sagte, er stehe allen Angeboten völlig offen gegenüber. "Ich muss nur nachher bewerten, welches Angebot das überzeugendste und das beste für die Gläubiger ist." CargoLifter wollte ursprünglich riesige Luftschiffe zum Transport schwerer Lasten bauen. In das Projekt steckten 72.000 Aktionäre rund 300 Millionen Euro. Die Projekte selbst sind bis heute umstritten.

19.12.2002 - 08:28 Quelle: dpa-AFX
Cargolifter zukünftig ein Logistikzentrum

20. Dezember 2002, 11:35

Einem Zeitungsbericht zufolge soll der Luftschiffbauer Cargolifter AG durch den für eine Übernahme bereit stehenden US-Logistikkonzern Universal Express in ein Logistikzentrum umgewandelt werden. Ein entsprechender Vorvertrag für eine jetzt anstehende Detailprüfung wurde bereits mit dem Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning unterzeichnet. So plant Universal Express neben dem Bau von Luftschiffen am Standort Brand bei Berlin auch den Flugplatz als Cargo-Umschlagplatz zu nutzen. Zudem sollen die Aktiva aus der insolventen Cargolifter AG herausgelöst werden. Ob die Übernahme mit einem Baranteil und Aktien zustande kommt, hängt im Wesentlichen von der Gläubigerversammlung ab.

http://www.aktienmarkt.net/?fn=1&template=fn&ide=dw2002-12-2…

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Siehst Du, Frau IDA? So geht das mit dem Link.

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Übernahme mit Aktien der Universal Express...

:laugh:

Das wär doch wieder Fürnix...

:laugh:
Hi,

"... stelle sich Kröplin eine Art echte Beteiligung des Landes ähnlich wie bei der Chip-Fabrik in Frankfurt (Oder) vor."

Na, genauso habe ich mirs auch vorgestellt.

Der "Investor" (INTEL bzw. UE) bekommt (für ihn) kostenfrei alle Rechte, und alle Rechnungen werden vom Steuerzahler bezahlt. Wie bei der Chipfabrik.

Und am Ende steht da eine teure Investitionsruine, die man aber nicht einstampfen will wegen des Gesichtsverlusts. Also noch mal ein paar Milliärdchen draufgelegt. Wie bei der Chipfabrik.

Das Geld wird dann (so es Verwertbares gibt), woanders verdient. Wie bei der Chipfabrik.

Na, Prost Mahlzeit. Und dafür soll ich Steuern zahlen wie ein Blöder? Damit sich unfähige und inkompetente Politiker und Beamte als "Unternehmer" aufspielen können?

Gruß

Geldmatratze
@all,

ihr habt schon recht betr steuerschwendung etc aber ob es sinn macht kurzfristig einen ausländischen investor zu präsentieren der nach 1-2 jahren die türe dann wieder zumacht....??? leider hört man betr steuerverschwendung zu wenig auf das jährlich bedruckte buch betr steuerverschwendung.....mir geht es nicht um den erhalt meine aktien...die habe ich schon abgeschrieben bzw vergessen...allerdings was jetzt um cargolifter läuft hat nichts mehr mit der realisation zu tuen sondern..wie komme ich schnell an die möglichen steuergelder dran..??? und wie pumpe ich sinnlos weiter geld in den osten ( ist nicht böse gemeint ) laussitzring, chipfabrik etc..mußte das sein?? davon haben klein/mittelständige unternnehmen nichts...dann lieber das geld mit sehr günstigen krediten in klein bzw mittelständigen unternehmen gesteckt..das ich nicht nur das rückgrad im westen sondern auch im osten
@coco1310

nein, es macht natürlich keinen Sinn "kurzfristig einen ausländischen Investor zu präsentieren der nach 1-2 jahren die türe dann wieder zumacht" Ich glaube, dass war auch nur ein -Schachzug- von Mönning um Druck auf den Körbchenpreisträger auszuüben. Der schwafelte ja schon über Investoren, die über 1 Milliarde Euro in die "Leichter als Luft-Technik" investieren wollen. Jetzt muss der Prof. die Hosen runterlassen, oder steht ziemlich schnell aus neuer Dummschwätzer da.

Apropro Steuerverschwendung, hier was aus dem Zibbo-Board, es geht um die Absage einer Autofirma, welche nicht invstieren wollte, g*
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Verfasst am: Fr, 20.12.2002 17:26

Wow. In dieser Mail steckt ja 1000x mehr Persönlichkeit als in allen Standardantworten der Ministerien zusammen. Und das, obwohl so eine Autofirma den Cargolifter-Aktionären rein gar nichts schuldet, die Regierung als Dienstleister des Volkes allerdings schon. Nämlich neben Fairness wenigstens etwas Respekt, der aber in deren Antworten schwerlich zu finden ist.
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Welche fehlgeleitete gesellschaftliche Einstellung hat dieser Verfasser nur, kaum zu glauben.

mfg
afkabx
Hi afkabx,

immerhin waren die bei den ZiBs veröffentlichten Antwortschreiben sehr aufschlußreich. Sie zeigen, daß es im Bundeskanzleramt und in den Ministerien das Thema Cargolifter nicht mehr gibt.

Normalerweise unterschreibt der jeweilige Minister ein Schreiben selbst, wenn er selbst angeschrieben wird und wenn das Thema für ihn von gewissem Interesse ist. Hier haben Ministerialbeamte unterschrieben und den Textentwurf hat ein kleiner Beamter gemacht. Der Text selbst ist mehr als deutlich. Wir geben nix, aber auch gar nix mehr für nix und wieder nix.

Wer war denn die Autofirma? Fiat?

:laugh: :laugh: :laugh:

Frohes Fest
LC


Insolvenzverwalter: US-Firma hat Interesse an CargoLifter-Standort

Brand/Cottbus (dpa) - Das US-Logistikunternehmen Universal Express ist an der Übernahme des CargoLifter-Standorts im brandenburgischen Brand interessiert und will dort eigene Luftschiffe bauen. Der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter würde bei dieser Lösung aufhören zu existieren, sagte Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning in einem dpa-Gespräch. Somit gingen dann auch die Aktionäre leer aus. Anm. von Lewis: Kicher...

Vor einigen Tagen sei mit den Amerikanern in New York intensiv gesprochen worden. Sie hätten nun 90 Tage Zeit, um das Angebot zu prüfen. CargoLifter ist seit dem Sommer zahlungsunfähig. Die Aktiengesellschaft würde bei dieser Variante abgewickelt, sagte Mönning. «Der Kaufpreis dient zur Befriedigung der Gläubigerforderungen.» Universal Express plane im Rahmen eines globalen Logistikkonzeptes auch, Luftschiffe für den Lastentransport in Brand zu entwickeln und zu bauen. Dabei habe das Unternehmen klare Vorstellungen, welche Beiträge Land und Bund zu leisten hätten. Anm. von Lewis: Weghören, Geldmatratze!

Die Lösung mit Universal Express steht im Wettbewerb mit zwei weiteren Möglichkeiten. So will der frühere Technik-Vorstand von CargoLifter und Luftfahrtexperte Bernd Kröplin mit Hilfe internationaler Investoren mehrere sich ergänzende Produktlinien rund um den Luftschiffbau in Brand aufbauen. Während Universal Express jedoch von der öffentlichen Hand Fördermittel erwarte, stelle sich Kröplin eine Art echte Beteiligung des Landes ähnlich wie bei der Chip-Fabrik in Frankfurt (Oder) vor. «Das Land hat sich dazu bislang in keiner Weise positioniert», sagte Mönning. Kröplin wolle die CargoLifter AG erhalten. «Ich sehe im Moment aber nicht, wie das gehen soll.» Anm. von Lewis: Ich auch nicht!

Als dritte Variante käme die Bildung einer internationalen Luftschiff-Produktionsgesellschaft mit dem britischen Unternehmen ATG und der Zeppelin Lufttechnik GmbH in Friedrichshafen in Frage. Hier wäre laut Mönning eine weitere Beteiligung der CargoLifter-Aktionäre denkbar. Anm. von Lewis: Huuuuaaaarrrrrhhhh! Auch die Prüfung dieser Lösung dauere an. Die Unternehmen hätten aber unterschiedliche technologische Ansätze, umriss Mönning das Problem: «Das ist so, als hätte man drei Automobilbauer, die völlig unterschiedliche Autos bauen.»

Das Unternehmen Universal Express wolle keine Dritten an seiner Lösung beteiligen, sondern alles übernehmen, einschließlich der Patente von CargoLifter. Anm. von Lewis: Pruuuuuuhhhst! Mönning sagte, er stehe allen Angeboten völlig offen gegenüber. «Ich muss nur nachher bewerten, welches Angebot das überzeugendste und das beste für die Gläubiger ist.» Anm. von Lewis: Na, dann macht mal hin, Prof. Rolfi und Prof. Berni!

CargoLifter wollte ursprünglich riesige Luftschiffe zum Transport schwerer Lasten bauen. Anm. von Lewis: Grööööööhhhhhl!! In das Projekt steckten 72 000 Aktionäre rund 300 Millionen Euro. Die Projekte selbst sind bis heute umstritten. Anm. von Lewis: Ach was?

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Lesen bildet! Das war eine neue Variante der MarcMr-Beiträge. Zwei andere Threads werde ich mal mit Depri-Meldungen aus der Region versorgen.

CU - LC :)
@ all

was heißt hier unterschiedliche möglichkeiten...??!!!

atg und universilexpress sind doch unternehmen die mit unseren steuergeldern höchsten 6-12 monate überleben und dann..??? :cool: :cool:

das projekt sollte weiterhin in deutscher hand bleiben..meine steuer den amys oder den briten zu geben..no thank very much..!!!:cool: :cool:
Jahresabschlußbewertung!

Hallo,

während ich gestern genüßlich meinen Weihnachts-Joint (THC aus der Türkei - nur zum straflosen Eigenverbrauch, Herr Staatsanwalt) rauchte, kam mir eine Idee. Wir machen ein Bewertungsspiel und üben gleichzeitig moderne Demokratie. Wär das nichts zum Jahreswechsel?

Die Demokratie leidet unter der selben Krankheit wie die Cargolifter-Threads. Wir können die CDU wählen oder die SPD (will heute keiner mehr gewesen sein), aber wen wir als Parlamentarier ins Rennen um die Bonusmeilen *ähh* in den Bundestag schicken, bestimmen nicht wir selbst. Das bestimmen die Parteien. OK, es gibt Direktmandate, aber selbst wenn der Hansel *ähh* der Herr Kandidat in seinem Wahlkreis durchfällt, rutscht er eben über die Landesliste in die Business-Bonusmeilen-Class der Lufthansa, sprich in den Bundestag. Das ist doch Scheiße, oder?

Deshalb haben sich kluge Staatsrechtler was ausgedacht, und das nennt man `panaschieren und kumulieren`. Die Parteien stellen z. B. eine Liste ihrer Hansels zusammen, denen sie die Bonusmeilen gönnen, und der Wähler hat - sagen wir mal - 10 Stimmen. Diese 10 Stimmen kann er alle einem Hansel geben, weil ihm seine Partei so gut gefällt und der dort ganz oben auf der Liste steht. Er kann aber auch seine Stimmen auf mehere Hanseln, sogar von verschiedenen Parteien, verteilen. Z. B. bekommt das Fünfgesicht von der ABC-Partei 5 Stimmen von mir, weil er so nett lächelt. Jeweils eine Stimme bekommen die anderen Kerle, die ich aus dem Kegelklub kenne. Alle sind in unterschiedlichen Parteien. So ist sichergestellt, daß der Wähler sich die Gesichter aussuchen kann, die ins Parlament einziehen. Keine Sorge, so wird eine Bundestagswahl nie aussehen, weil die Generäle der jeweiligen Parteien dann nicht mehr so einen großen Einfluß hätten. Es wäre nämlich egal, wer Direktkandidat ist und wie weit oben jemand auf der Landesliste steht. Die innerparteilichen Intrigen wäre nicht mehr so wichtig, und das wollen wir doch nicht, oder? Die oben beschriebene Art und Weise der Wahl gibt es aber schon im kommunalen Bereich, z. B. in BW.

Stellen wir uns die Cargolifter-Threads wie ein Zwei-Parteien-System vor. Da gibt es die Cargolifter-Fortschritts-Partei (CFP) mit ihrem Ehrenvorsitzenden Carl von Gablenz. Auf der Kandidatenliste stehen Namen wie: Wolfgang, MarcMr, IDACL und wie sie sonst noch alle heißen. Die zweite Partei ist die CKP (Cargolifter-Kritiker-Partei) mit ihrem Ehrenvorsitzenden Heiko Teegen. Auf ihrer Liste findet man Namen wie: Reportr, Geldmatratze, afkabx und wie sie sonst noch alle heißen.

Jeder von uns hat 10 Stimmen und kann wählen, wen er will und die Stimmen so verteilen, wie er will. Z. B. kann er 10 verschiedenen Usern jeweils eine Stimme geben oder alle 10 an einem User. Oder z. B. 5 an MarcMr, weil der sich immer so engagiert und jeweils eine an Kehinde, Alterego, Parabellum, Geldmatratze und Pfandbrief. Ist das nicht eine tolle Idee? Was THC so alles bewirken kann!

Wenn Ihr Lust habt, sollten wir erstmal die Kandidatenlisten zusammenstellen. Wer übernimmt das als Treuhänder? Wir könnten dafür auch ein Treuhandgremium zusammenstellen. Dann muß aber ein Rechtsanwalt dabei sein. Ich würde die Abschlußauswertung übernehmen. Natürlich nur unter Drogeneinfluß.

Teuflische Grüße
Lewis

PS: Ach so, die Wahl ist öffentlich, Doppel-IDs sind zugelassen, wahlberechtigt ist jeder, der am 25.12.2002 bei WO registriert war.
@ all

....alle lachen sich über die chinesen kaputt...aber schlau sind sie schon...wird bestimmt eine schöne einweihungsfeier(transrapied)und diese wird auch noch von deutschland bezahlt..lol...
....aber ob er pünktlich ankommt..?? hoffentlich fährt er nicht mit der DB zum Flughafen...

gr coco
Lew,

das nenne ich Basisdemokratie: 5 an MarcMr, weil der sich immer so engagiert und jeweils eine an Kehinde, Alterego, Parabellum, Geldmatratze und Pfandbrief

Und was bleibt dann für Lew? Weil Weihnachten ist, kannst Du meine Stimme ganz billig haben. Im Sonderangebot, halt so wie bei den richtigen Parteien.

Gruss, Kehinde
Penny Stock Universal Express bestätigt Interesse an Cargolifter

Von Gerhard Hegmann, München

Der kleine US-Logistikkonzern Universal Express hat jetzt offiziell bestätigt, dass er an der Übernahme von Vermögenswerten des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter interessiert ist. Nach Besprechungen mit Beratern und Bankern sei eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Das als so genannter Penny Stock (Billigaktie) an der US-Technologiebörse Nasdaq gehandelte Unternehmen mit etwa 20 Beschäftigten macht keine Detailangaben zum beabsichtigten Aufkauf. Universal Express-Vorsitzender Richard A. Altomare, der seit knapp elf Jahren an der Spitze von Universal Express steht, sieht nach eigenen Angaben eine Zukunft für in Deutschland konstruierte Luftschiffe für Lasten und Personentransporte in Verbindung mit seiner Logistikgruppe.

Das 1983 gegründete US-Unternehmen hat eine wechselvolle Vergangenheit und stand Anfang der 90er Jahre selbst vor dem Zusammenbruch. Der Investmentbanker Altomare führte zunächst als Insolvenzverwalter das Unternehmen aus der Krise. In den vergangenen Monaten häufen sich die Absichtserklärungen und angeblichen Zusagen über Investitionen sowie Finanzmittel in Millionenhöhe, mit denen Universal Express in eine neue Größenordnung wachsen soll. Nach Universal Express-Vorhersagen soll der Konzernumsatz im Jahr 2002 bei 59,4 Mio. Dollar liegen und bis 2008 auf 137,0 Mio. $ steigen.

Tatsächlich weist das Stammunternehmen allerdings die vergangenen Jahre Nettoverluste aus. Im Geschäftsjahr 2001/2002, das am 30. Juni endete, wird bei rund 431.200 Dollar Umsatz ein Nettoverlust von 3,5 Mio. $ publiziert. Im Vorjahr waren es knapp drei Mio. $ Verlust. Im Geschäftsjahr 1999/2000 fiel bei 5,88 Mio. $ Umsatz ein Verlust von 5,76 Mio. $ an.

Schwerpunkt von Universal Express ist eine Leasingfirma (Universal Express Capital) mit Dienstleistungen für das Netz privater Postversender n in den USA. Im Logistikbereich werden große Hoffnungen auf einen Gepäck-Lieferdienst gesetzt. In den bisherigen Veröffentlichungen gibt es keine Hinweise auf frühere Pläne für den Einsatz von Luftschiffen.

Bei den großen Differenzen zwischen ausgewiesenen Umsätzen und Firmenprognosen sind auch Analysten eher vorsichtig. Die künftige Bewertung hänge davon ab, ob die Prognosen erreicht werden, heißt es in einer im Frühjahr veröffentlichten Prognose. Die Aktie notiert derzeit bei etwa 0,0119 $ und damit am unteren Ende im Jahresverlauf. Universal Express hat nach eigenen Angaben etwa 15.000 bis 20.000 Aktionäre.

Für Außenstehende ist nicht klar, wie Universal Express eine Übernahme von Cargolifter-Vermögenswerten, wie beispielsweise die weltgrößte Luftschiffhalle, finanzieren könnte. Die Gläubigerforderungen belaufen sich auf rund 100 Mio. Euro.

Der Insolvenzverwalter Rolf Dieter Mönning sowie die Gläubiger stehen vor einer Situation, die Parallelen zur Cargolifer-Historie aufweist: Ein Unternehmen mit Verlusten hat visionäre Pläne. Für die Cargolifter-Gläubiger, allen voran die Investitionsbank des Landes Brandenburg mit 52 Mio. Euro Forderungen, stellt sich die nüchterne Frage, wie wirtschaftlich belastbar die Zukunftsmodelle sind und woher tatsächlich Geld kommt.

Neben Universal Express gibt es unter dem Begriff United Airship zudem die Überlegung, aus Cargolifter, dem britischen Luftschiffbauer ATG und dem Friedrichshafener Luftschiffbauer Zeppelin ein Gemeinschaftsunternehmen zu formen. Größtes Handikap: Die drei Firmen verfolgten jeweils unterschiedliche Technologiekonzepte. Auch der Ex-Cargolifter-Vorstand Prof. Bernd Kröplin bemüht sich um eine Übernahme der ehemaligen Cargolifter-Aktivitäten. Das US-Unternehmen hat angeblich bisher noch kein Exklusivrecht bei der jetzt anstehenden Detailprüfung für eine Übernahme.

© 2002 Financial Times Deutschland - 27.12.2002
Kehinde,

ich reiß mir ein Bein aus, um die verlorenen Söhne wieder ins Boot zu holen und ihnen außerdem ein wenig Staatsbürgerkunde beizubringen und Du machst alles zunichte. So geht das doch nicht! Wie sollen die jemals ein solides Verständnis für das Funktionieren der Demokratie lernen?

>"Und was bleibt dann für Lew?"

Nichts! Ich lasse mein aktives und passives Wahlrecht in Deutschland schon lange ruhen.

Halt, so ganz stimmt das nicht. Vor kurzem bin ich im Büro von den weiblichen Lohnknechten wieder mal zum Mr. Lift gewählt worden. Die Frauen stimmen geheim ab, mit wem sie am liebsten im Fahrstuhl stecken bleiben würden. Wir machen diese Wahl zusammen mit der Wahl des Betriebsrates. Ich hab wieder den Mr. Lift ergattert. Das fünfte Jahr hintereinander! Also, die Frauen haben 10 Stimmen und diese können sie einem Kandidaten geben oder sie auf mehrere Kandidaten verteilen. *lol* Die Auswertung übernehme jedes Jahr ich. Natürlich geheim, ohne Treuhandgremium und wie immer unter Drogeneinfluß. Den Betriebsrat zähle ich jedesmal gleich mit aus. Seit 5 Jahren gewinnt die freie Liste und nicht irgendwelche Gewerkschaftsheinis. Die freie Liste bei uns ist OK, da bin ich nämlich Spitzenkandidat. Rate mal, seit wieviel Jahren ich in dem Laden bin. Fünf?

Trotzdem danke für das Angebot, aber wie Du siehst, brauche ich keine Stimmen. Am besten läuft es, wenn man die Wahlen selbst organisiert.

Gruss, Lew :)

PS: Was hältst Du von dem Übernahmeversuch der CL-AG durch die Amis? Steckt wirklich der CIA dahinter?
Da lehnen sich ja einige wieder weit aus dem Fenster. :laugh:

Der Bericht in #73 ist auch irgendwie widersprüchlich.

Der kleine US-Logistikkonzern Universal Express hat jetzt offiziell bestätigt, dass er an der Übernahme von Vermögenswerten des insolventen Luftschiffbauers Cargolifter interessiert ist.

Für Außenstehende ist nicht klar, wie Universal Express eine Übernahme von Cargolifter-Vermögenswerten, wie beispielsweise die weltgrößte Luftschiffhalle, finanzieren könnte. Die Gläubigerforderungen belaufen sich auf rund 100 Mio. Euro.



Was bitte haben die Gläubigerforderungen damit zu tun? Die muss diese komische Firma ja nicht bezahlen, wenn sie nur Vermögenswerte rauskauft.

Abgesehen davon ist das sowieso wieder ein Beschiß. Aber wenigstens diesmal am Feiertag, da werden die Aktien wenigstens augenblicklich drauf anspringen. :D
Richard Altomare (CEO) von USXP (universal express) hat schon immer grosse Ankündigungen gemacht und sein Wort noch nie gehalten.

Der grösste Umsatz macht usxp mit dem Ausgeben neuer Aktien (bereits bei 200...ungerade Millionen)

usxp ist niemals fähig cargolifter zu kaufen. Auch nicht mit dem Ausgeben neuer Aktien.
Hallo Pfandbrief,

so widersprüchlich find ich das gar nicht. Es ist wohl so gemeint, daß Universal Express die Vermögenswerte nicht geschenkt bekommt, weil der Hauptgläubiger (öffentliche Hand) wenigstens ein Teil des Geldes zurückhaben will.

Der Trugschluß der Cargolifter-Aktionäre ist, daß der Insolvenzverwalter über das weitere Schicksal der AG bestimmt, was aber nicht stimmt. Im wesentlichen bestimmen die Gläubiger und damit die öffentliche Hand, wie es weitergeht. Ich glaube, der Insolvenzverwalter hätte den Laden längst aufgelöst, wenn er so könnte, wie er wollte. Sicher hat er ganz schnell gemerkt, auf welches Glatteis er mit der Übernahme des Mandats geraten ist.

Was jetzt alles durch den Blätterwald rauscht, ist Taktieren und das übliche Tauziehen im Hintergrund, weil die Politik mitmischt. Die selbsternannten Retter der AG sind allesamt bekannt und haben Verbindungen. Außderdem hatte das Projekt mal eine gewisse politische Bedeutung. MP Stolpe sprach damals vom "achten Weltwunder", und die Politik hat das Projekt nach Kräften gefördert. Nicht nur mit Geld etc., sondern auch mit gelegentlicher Anwesenheit vor laufenden Kameras. Und an Stolpes "push" in einer bekannten Sonntags-Talkshow vor einiger Zeit kann sich wohl fast jeder erinnern.

Es geht nur noch darum, wie die Politik am besten aus dieser Nummer herauskommt. Ich glaube, dem Mönning ist es egal, ob er den Laden total auflöst oder den Rest an irgendeinen Investor verscherbelt. Er wird froh sein, wenn er den Schrott endlich los ist und seine sauer verdiente Kohle einstreichen darf.

>"Abgesehen davon ist das sowieso wieder ein Beschiß."

Weißt Du, warum es an der Börse keine Klos gibt? Man braucht sie nicht, weil jeder jeden bescheißt.

Für die Aktionäre ist die Sache eh gelaufen, ganz egal, wie es weitergeht. Die werden auch bei einer Übernahme des schäbigen Rests keinen Cent für ihre Aktien sehen, und das ahnen die meisten von ihnen auch. Nur die Verlustaversion hält sie noch drin. Einige wenige haben sich allerdings so vollgeladen, daß sie dabei unter Wasser gehen werden. Man soll eben nicht dort mitmischen wollen, wo die großen Jungs spielen. Oder noch besser als Sprichwort: Wer mit dem Teufel Suppe essen will, braucht einen sehr langen Löffel.

Grüße - LC
Auch die Gläubiger können sich nicht einen Preis für die Halle aussuchen. Was ist die Halle eigentlich wert? :confused:




99 Luftballons ...

Alle zwei Wochen läßt der Luftschiffbauer CargoLifter, der es nicht weiter als bis zum Bau einer Halle gebracht hat, einen weiteren Luftballon steigen. Universal Express, so der Name des Interessenten, ist ein kleines Unternehmen aus den USA mit einer Marktkapitalisierung von ca. 3,3 Mio. Dollar und 20 Mitarbeitern. Im vergangenen Quartal hat Universal Express Erlöse in Höhe von ca. 1,2 Mio. Dollar erzielt. Der dabei angefallene Netto-Verlust lag bei 1,1 Mio. Dollar. Durch Übernahmen soll der Umsatz in den kommenden Jahren allerdings auf über 100 Mio. Dollar pro Jahr ansteigen. Wie soll das gehen, dass ein Unternehmen mit 1,1 Mio Dollar Umsatz ein anderes Unternehmen übernimmt, wenn CargoLifter von Schulden in Höhe von ca. 100 Mio. Euro erdrückt wird? Das Cargo-Papier steigt um einen Cent auf 0,29 Euro.

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@Pfandbrief

In der Bilanz steht die Halle mit einer astronomischen Summe. Nur braucht niemand die Halle so dringend. Und schon gar nicht für so viel Geld.
Hallo LC,

leider werden es manche nie kapieren, daß der Wert, von was auch immer, ausschließlich vom Markt bestimmt wird. Und nicht von
- (Finanz-) Beamten (Stichwort Immo- und Erbschaftssteuern),
- Gutachtern,
- Verkäufern,
- Käufern

Ein "Wert" entsteht immer erst dann, wenn sich ein Käufer und ein Verkäufer einig werden. Im Umkehrschluß: Was nicht auf dem Markt ist, hat "keinen Wert".

Außerdem haben viele Dinge mehrere, sich unterscheidende Werte, als da wären:
- Marktwert
- Buchhalterischer Wert (Abschreibung, usw.)
- ideeller/ emotionaler Wert
- usw.

Man kann bis zu einem gewissen Grad statistische Werte für den "Marktwert" ermitteln (Schwacke-Liste, ortsübliche Vergleichsmiete, usw.), aber solcherart ermittelte "Werte" sind nie absolut. Schadensversicherungen sind ein Sonderfall. Schließlich richtet sich die Prämie nach der vereinbarten Versicherungssumme und dem Risiko, und nicht nach dem tatsächlichen Wert.

Beispiel: Mein 10 Jahre alter Mittelklassewagen steht mit ca. 3500 EUR im Schwacke, allerdings mit dem Doppelten der km, die er tatsächlich hat. Meine geringe Laufleistung spiegelt sich statistisch, und damit auch im Schwacke nicht wieder, sondern nur das absolute Alter des Wagens. Ich würde also mit sehr viel Glück vielleicht 4000EUR bekommen, würde ich mein Auto verkaufen. Aus den offensichtlichen Gründen ist dieses Auto mir aber deutlich mehr wert.

Aber wenn einem als Verkäufer der Marktwert zu wenig ist, dann muß man ja nicht unbedingt verkaufen. Gleiches gilt für Käufer, zu hohe Preise und kaufen. Von daher ist EBAY eines der besten Preisfindungsinstrumente aller Zeiten. Maximale Anzahl von Anbietern und Kunden auf einem Haufen.

Also, wer wissen will, was die Halle auf dem Markt wirklich wert ist, muß sie zur Versteigerung ausschreiben.

Gruß

Geldmatratze
Es geht mir ja nur um eine ungefähre Abschätzung des "Wertes" der Halle.
#76 von BII-Aktionär:laugh: :laugh: genau, Herr Altomare scheint excellent zu Cargolifter zu passen, stilistisch jedenfalls denn beiden Firmen ist, respektive war gemeinsam: Hauptbeschäftigung operativ heißt neue Geldquellen finden, ansonsten alles nur nicht gehaltene dafür vollkommen illusorische Versprechungen (50 Mio als Jahresumsatz geplant für 2002 - geschafft haben sie nicht mal eine bislang, nix als Verluste und üppige Aktienoptionen fürs Management. Ich unterstelle mal ganz bösartig daß der Herr nur den Kurs anregen will, er sitz auf mehr als 10% der Aktien. Kaufen können die schon, für 0,5 Mio warum nicht? Das Problem liegt im Betreiben der Anlage und somit in den laufenden Kosten. Da wünscht das Land sicher solventere Käufer.

#75 von Pfandbrief : der Widerspruch besteht nur insofern, als dies nur dann eine Frage ist, wenn von einer echten Übernahme ausgegangen wird, mit Erhalt der AG, mit Übernahme der Schulden. Davon geht niemand mehr aus, insofern ist der Satz falsch oder sehr mißverständlich formuliert. Oder halt so wie in #77 - frei interpretierbar, insofern schlecht.

#77 "Es geht nur noch darum, wie die Politik am besten aus dieser Nummer herauskommt. " Allerdings, von daher ist sind die Ziele der Gläubiger klar.

#78 von Pfandbrief : aber sicher können sich die Gläubiger den Preis aussuchen, sie können nur nicht zu jedem Preis verkaufen. Das wird entweder eine typische Lösung: Verkauf für einen Bruchteil (1/100, zB) des Buchwertes oder für Null, wenn sonst in den Standort investiert wird. Und wer in den Standort investiert kann den Preis - vor allem bei der offensichtlichen fehlenden Nachfrage von Seiten solventer Investoren - den Preis bestimmen.

#80 von geldmatratze: genau so. Nur das die Halle nicht versteigert wird und bereits auf dem Markt ist in Form der stattfindenden Verhandlungen

#81 von Pfandbrief: siehe 80, die Diskussion hatten wir auch schon vor langer Zeit, die Banken waren treffenderweise eben nicht bereit die Halle zu beleihen. Die Halle ist nicht isoliert zu sehen sondern immer im Kontext dessen was ein Investor dort tun will - generiert er Gewerbesteuer, sieht die Lösung politisch gut aus und werden vielleicht ein paar Arbeitsplätze versprochen - dann gibts das Teil auch geschenkt. So wie Cargolifter für das Versprechen Arbeitsplätze zu schaffen - Land und Fördermittel bekam.
Hi Geldmatratze&Pfandbrief,

ich glaube, mal gelesen zu haben, daß die Halle mit ca. 70 Mio. EUR in den Büchern steht. Kann mich auch irren und bitte um Korrektur, wenns so ist. Diese Summe wäre der buchhalterische Wert (Erstellungskosten minus aufgelaufene Abschreibungen). Soviel ist die Halle natürlich nie wert, denn wer braucht die Halle schon? Daß sie irgendwann mal für ihren ursprünglichen Zweck genutzt wird, nämlich den Carli zu bauen, glaubt kein halbwegs vernünftiger Mensch mehr.

Der Marktwert der Halle dürfte gering sein, denn was soll jemand mit so einer großen Halle in dieser komischen Gegend? In Briesen/Brand sagen sich die Füchse gute Nacht. Da ist doch nichts los. Die eigentlich gute Idee, daraus irgendwas in Richtung Entertainment/Freizeit zu machen, scheidet daher aus. Wenn die Halle jemals versteigert wird, werden wir erfahren, was das Ding dem Käufer wert war. Ich gehe davon aus, daß eine lächerliche Summe herauskommen würde. Kann auch sein, daß niemand die Halle haben will. Und dann?

Ich nehme an, den Gläubigern geht es darum, alles zusammen im Paket zu verscherbeln, weil sie wissen, daß eine Versteigerung kaum Geld zu Tage fördern würde. Außer der Halle ist kaum was da, seit sich der Insolvenzverwalter geweigert hat, den AC-75 bei Sturm persönlich in die Halle zu ziehen und die Hülle nebst Helium sich in Luft aufgelöst haben (kleiner Spaß!). Patente? Die haben außer einem rudimentären Holzmodell nicht zustande gebracht. Was sollen die paar Ergebnisse wert sein?

Die Erlöse für alles zusammen würden in keinem Fall die Schulden in Höhe von ca. 100 Mio. EUR decken, d. h. die Wandelanleihen und natürlich auch alle Aktien sind schon jetzt wertlos. Daß die Aktie noch bei ca. 0.30 EUR notiert, ist allein der emotionale Wert für ein paar Leute, die es nicht wahrhaben wollen.

Der Haken bei der Paketlösung ist, daß sich nur Interessenten melden, die ohne Staatsknete den Laden nicht haben wollen. Die Politiker als Hauptgläubiger müßten also den Kaufpreis, den sie erhalten, durch Subventionen vorschießen und außerdem noch was drauflegen. So dämlich sind die nun auch wieder nicht, nachdem das Abenteuer schon über 300 Mio. EUR ohne greifbare Ergebnisse verschlungen hat. Die Politiker haben die Wahl ziwschen Pest und Cholera: Laden dichtmachen und alles verramschen = Fehlentscheidung eingestehen und Stolpe blamieren oder noch mehr Staatskohle reinpumpen und zusehen, wie es wieder nichts wird.

Was der Kröplin will, sind verdeckte Forschungsmittel für seine Ideen. Und Universal Express kann man vergessen. Das ist eine Luftnummer, es sei denn, der CIA steckt wirklich dahinter (großer Spaß!). Das würde sich der Bush niemals trauen, weil im Guerilla-Krieg in den unübersichtlichen Wäldern von Briesen/Brand zu viele US-Soldaten ihr Leben lassen müßten. Es wäre das zweite Vietnam für die Amis.

:laugh:

Grüße und guten Rutsch
LC
@ all
wenn schon so viel euros investiert worden ist wieso wird kein seriöser luftfahrtsmanager eingestellt dir als schnittstellen zu dem dreierpaket aus deutschland steht und so führt, dass alle drei etwas davon haben..???

gr coco
Jahrelang hat Playboy bei Sportlerinnen und anderen Sternchen gewildert, jetzt können Männerherzen höher schlagen, wenn sich bloß (An-)gestellte bankrotter Firmen der Kamera praesentieren.

Bei Playboy Deutschland hat man sicher schon Pleitefirmen nach den "verborgenen Qualitäten" weiblicher Angestellter sondiert. Kirch Media ist ein gutes Revier, ideal aber wäre wohl Cargo Lifter (540260)ChartArchiv gewesen, wenn sie bereits Stewardessen für ihre Luftschiffe eingestellt hätten. Holzmann oder Babcock Borsig (550700)ChartArchiv würden wegen des Mitarbeiterspektrums bereits in der Vorauswahl ausscheiden. Sie sollten es bei "Playgirl" probieren.


30. Dezember 2002

Ganz großes Theater

Brandenburg stand im Jahr 2002 öfter bundesweit im Blickpunkt, als es seinen Politikern lieb sein konnte – ein Rückblick

Von Michael Mara und Thorsten Metzner

Was für ein Jahr! 2002 hielt Brandenburg und seine Politiker in Atem. Das Jahr war so turbulent, dass das ansonsten provinzielle Brandenburg deutschlandweit immer wieder Schlagzeilen machte, leider meist negative. Auf der Bühne der Bundespolitik spielte es mehr als die sonst übliche Statistenrolle. Vorhang auf!

Zuerst die Machtprobe im Bundesrat: Die Abstimmung über das rot-grüne Zuwanderungsgesetz am 22. März, bei der alles von Brandenburgs Stimmen abhängen sollte, wird zur Zerreißprobe für die Große Koalition. Das inszenierte Ja-Nein-Ja aus der Brandenburger Ecke hilft zwar allen Beteiligten, das Gesicht zu wahren, führt aber zur ersten Vertrauenskrise in der Großen Koalition, weil Regierungschef Manfred Stolpe (SPD) mit seinem Ja den Koalitionsvertrag bricht. Demnach hätte sich Brandenburg wegen Schönbohms Veto der Stimme enthalten müssen. Das Ja-Nein-Ja beschädigt Stolpes Ruf, kann aber das Zuwanderungsgesetz nicht retten: Im Dezember wird es vom Bundesverfassungsgericht gekippt.

Kaum ist die Koalition wieder zur Ruhe gekommen, der nächste Paukenschlag: Manfred Stolpe, dienstältester Regierungschef Deutschlands, räumt am 27. Juni auf dem SPD-Parteitag in Wittenberge freiwillig den Thron und macht so den Weg für Matthias Platzeck frei. Angeblich war alles „lange geplant“, doch Zweifel bleiben, zumindest was den Termin für den Stabwechsel angeht. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass der Eklat im Bundesrat Stolpes Abgang beschleunigt hat. Es geht nun Schlag auf Schlag: Ausgerechnet dem schneidigen Justizminister Kurt Schelter (CDU), für viele ein Mann ohne Fehl und Tadel, wird das Ministergehalt gepfändet. Er hat sich beim Kauf von Mietshäusern in Berlin verspekuliert und obendrein Ärger mit der Steuerfahndung. Sein Rücktritt im Juli ist nicht zu vermeiden – und er zieht sogar einen weiteren nach sich. Als die CDU die junge Juristin und Landtagsabgeordnete Barbara Richstein als Nachfolgerin von Schelter präsentiert, reagiert Platzeck sofort: Er schickt den glücklos agierenden Sozialminister und Stolpe-Genossen der ersten Stunde Alwin Ziel in den vorzeitigen Ruhestand. Und ersetzt diesen durch den Belziger SPD-Sozialdezernenten Günter Baaske. Platzeck, der zunächst mit der alten Mannschaft weiterregieren wollte und dafür aus den eigenen Reihen kritisiert wurde, zeigt erstmals im neuen Amt Führungsstärke.

Platzeck stellt sie auch beim Elbe-Hochwasser im August unter Beweis, wo er wieder in die Rolle des „Deichgrafen“ schlüpft, dem für Katastrophen zuständigen Innenminister Jörg Schönbohm die Schau stiehlt. Beide eilen um die Wette von Damm zu Damm, aber wie seinerzeit an der Oder ist Platzeck am häufigsten in den Medien präsent. Prompt klettert die SPD in den Umfrageergebnisse im September auf 46 Prozent. Für Schönbohm, den rastlosen Reformer, bleibt es ein schweres Jahr. Zwar setzt er die Polizei- und die Gemeindereform gegen alle Widerstände durch. Doch gerät er wegen der „V-Mann-Affäre“ unter Druck. Ein Informant des märkischen Verfassungsschutzes wird in Berlin verhaftet und später verurteilt, weil er mit Wissen des Verfassungsschutzes maßgeblich an der Produktion von rechtsextremistischen CDs mit Mordaufrufen beteiligt war.

Aber damit nicht genug: Schönbohm verliert im November auch noch ein weiteres Kabinettsmitglied, den umtriebigen und schillernden Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß: Er stolpert über einen privaten Millionenkredit eines Scheichs aus den Arabischen Emiraten. Sogleich schießen Spekulationen ins Kraut, weil die Scheichs die Chipfabrik in Frankfurt an der Oder und eine weitere in den arabischen Emiraten finanzieren wollen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, stellt das Verfahren aber mangels Beweisen sein. Trotzdem erntet Brandenburg Hohn und Spott, weil Minister und Ex-Minister auffallend häufig mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So wird im Februar der frühere SPD-Bauminister Jochen Wolf zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt, weil er seine Ehefrau von einem gedungenen Killer umbringen lassen wollte. Hingegen wird Ex-Agrarminister Edwin Zimmermann, der sich wegen der großzügigen Förderung einer Backstube auf dem Familienhof vor Gericht verantworten muss, vom Untreueverdacht freigesprochen.

Affären, Rücktritte, Rückschläge: Es war kein gutes Jahr für Brandenburg. Die Pleiten in Premnitz, von Cargolifter und Lausitzring, die Zitterpartie um die Chipfabrik, die Absage des Großinvestors Bonazzi an Schwedt. Alles Prestigeprojekte Stolpes, der nach der Bundestagswahl plötzlich im rot-grünen Kabinett von Gerhard Schröder wiederzufinden ist. Als Superminister für Bau und Verkehr, zuständig auch für den Aufbau Ost. Gibt es auch gute Nachrichten? Natürlich, Plattner und VW investieren in Potsdam, das Fortunaportal erstrahlt wieder in alter Pracht. In Eberswalde lockt die Landesgartenschau 600 000 Besucher an. ORB und SFB fusionieren. Und endlich kommt der Rote-Adler-Orden.
Sachliche Auswertung neuer Informationen...

aus Thread #664074

In dem genannten Thread ist keine sachliche Diskussion mehr möglich. Deshalb gehts hier im analytischen Thread weiter.

:laugh:

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Ein interessantes Umfrageergebnis aus dem Board der Widerstandskämpfer und Cargo-Guerillas:

Umfrage bei ZIB: Wie verhältst Du Dich nach einer möglichen Liqidation von Cargolifter?

Ich werde in das Nachfolgeunternehmen investieren (z.B. die rückgezahlten Treuhandgelder) 13% [ 2 ]
Ich werde der Idee Cargolifter den Rücken kehren und mein Geld woanders investieren. 6% [ 1 ]
Ich werde mithelfen, den Cargolifter im Ausland zu realisieren. 0% [ 0 ]
Ich bin dann pleite und kann nicht mehr investieren. 33% [ 5 ]
Ich habe dazu keine absolute Meinung. 46% [ 7 ]
Stimmen insgesamt : 15

Quelle: oben angebener Thread, Beitrag #177
Datenlieferant: User reportr
User reportr erhält einen goldenen Extra-Stern für die schnelle Übermittlung von wichtigen Informationen. Weiter so!

Ertsmal eine Frage: ist das Wort `Liqidation` auch der Rechtschreibreform zum Opfer gefallen? Oder ein Übertragungsfehler von reportr oder Pisa bei ZiB?

Was von mir neu beleuchtet wird, ist eine bestürzende Tatsache, von der noch niemand Notiz genommen hat. Kein einziger User will ins Ausland abhauen, um dort den Carli fliegen zu lassen! Nicht ein einziger wird unser mieses Miesmacherland verlassen!! Schade!!! Leute, könnt ihr es euch nicht noch mal überlegen und die Abstimmung wiederholen?

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Einer der bundesweit gefürchteten Beiträge des notorischen Users MarcMr:

Wenn es keine guten Ausichten für Deutschland gibt und in unserem Geldbeutel viel weniger zu finden ist als in den vergangenen Jahren, so haben wir es den Miesmachern zu verdanken, die ja auch hier ihr Unwesen treiben. Der TransRapid ist ein gutes Beispiel, wie technikfeindlich wir in Deutschland geworden sind. Das Ausland hat da gut Lachen und ist im Begriff Deutschland die Butter vom Brot zu nehmen. So schickt sich China an, die deutsche Erfindung sich einzuvereinnahmen. Zwar fallen für Deutschland ein paar Brotsamen ab. China ist sich jedoch bewusst, dass ohne China der TransRapid bei uns begraben wäre, und drängt danach, die Technik selbst in die Hand zu nehmen. - So ging es vielen Erfindungen, was sich in der überaus schlechten wirtschaftlichen Entwicklung nieder schlug. CargoLifter ist da ein weiteres prominentes Beispiel. Deutschland wird auch 2003 wieder die rote Laterne tragen, denn weitere Fehler werden die Situation noch verstärken. In einem Land, wo blöde Miesmacher hochgelobte und preisgekrönte Wissenschaftler so dumm besudeln können, ohne dass eine Flut von Empöhrungen über solch Verhalten hereinbricht, hat mehr wohl auch nicht verdient. Jammern hat jedoch keinen Zweck. Handelt!

Quelle: oben angebener Thread, Beitrag #179
Datenlieferant: User MarcMr
User MarcMr erhält einen rosa Stern für die ständige Verwendung der blow-job-smilies.

Was mir auffällt, ist die preisgekrönte Besudelung von Wissenschaftlern durch blöde Miesmacher. Wer war das? Wenn sich niemand meldet, muß die ganze Klasse nachsitzen! Was meint der eigentlich, wenn er `Handelt!` ruft? Heute ist kein Börsenhandel, uns wie wir aus der Umfrage wissen, haben die meisten keine Kohle mehr, die sie verheizen könnten. Kann mir das jemand erklären?

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Neujahrsansprache:

Bald ist es soweit, liebe Kinder und Aktionäre. Das Jahr 2002 neigt sich dem Ende zu, und wir alle blicken auf ein bescheidenes Börsenjahr zurück. Viele von uns haben schmerzhafte Dinge erfahren müssen, manche haben daraus gelernt, manche nicht. Im nächsten Jahr stehen uns weitere unerfreuliche Ereignisse bevor. Es kann Krieg geben, weltweiten Terror, steigende Ölpreise, das Platzen der Immobilienblase in den USA und das Wiedererwachen der Inflation. Apropos: die Ökosteuer kommt ab morgen. Eine verspätetes Geschenk unserer gewählten Weihnachtsmänner. Habt ihr alle getankt (Benzin, meine ich)? Nein? Da dann nix wie weg zur nächsten Tankstelle! Meinen besonderen Trost will ich allen Cargolifter-Aktionären spenden, die bis heute durchgehalten haben. Gut gemacht! Ihr habt gezeigt, daß es auch anders geht. Während sich die breite (diesmal kein Benzin) Masse bei fallenden Kursen von der Börse verdrückt hat, seid ihr mannhaft dabeigeblieben und habt uns allen gezeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt. Vertrauen in Ideen, Durchhaltevermögen, sachliche und liebe Worte für uns alle und vor allem die absolute Entsagung von allen weltlichen Dingen wie z. B. Geld.

Schweigeminute!

Guten Rutsch ins neue Jahr
Lew
LewisCypher,
Brother in Mind,
Ich beherrsche Rechtschreibung, gelegentlich nach den alten Regeln, manchmal auch nach den Regeln der Rechtschreibreform.
Sincerely Yours,
reportr
reportr!

brother in mind and brother in soul...

keine Zweifel an Deinen Kenntnissen, aber...

heißt es nun Liquidität oder Liqidität...

und was haben die Zibbos in ihrem Board geschrieben...

ich lese da nicht mehr, seit dem ich dort sexuell belästigt worden bin...

:laugh: :laugh: :laugh:

Guten Rutsch
LC


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