checkAd

Faule Studenten kosten Milliarden - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 15.01.03 17:02:41 von
neuester Beitrag 15.01.03 19:47:29 von


Begriffe und/oder Benutzer

 

Fragen

 Ja Nein
Avatar
15.01.03 17:02:41
Beitrag Nr. 1 ()
Bummelstudenten kosten den Staat Milliarden

Deutsche Studenten lassen sich Zeit beim Studium. Ein teures Vergnügen: Die Überschreitung der Regelstudienzeit um durchschnittlich zwei Semester kostete die öffentliche Hand allein im Jahr 2001 mehr als 1,5 Milliarden Euro.
Studenten überschritten Regelstudienzeit
Die Hamburger Unternehmensberatung Mummert Consulting hat nachgerechnet. Demnach haben die insgesamt 208.123 Absolventen des Studienjahrgangs 2001 (Quelle: Statistisches Bundesamt) eine durchschnittliche Gesamtstudienzeit von 12,0 Semester auf dem Buckel gehabt. Über 13 ausgewählte Studiengänge betrachtet ergab sich laut Wissenschaftsrat eine durchschnittliche Überschreitung der Studienzeit von 2,62 Semestern.

Jeder Student kostet den Staat jährlich 7280 Euro
Auf Basis der zuletzt für das Jahr 2000 vom Statistischen Bundesamt ermittelten aufzuwendenden Grundmittel je Student von 7280 Euro pro Jahr (zwei Semester) ergeben sich die Kosten der Überschreitung der Regelstudienzeit: Ausgehend von zwei Semestern Regelstudienzeit-Überschreitung kosteten die 208.123 Absolventen (mit jeweils 7280 Euro) insgesamt also 1.515.135.440 Euro.

Studenten sollten frühzeitig Kontakt zur Wirtschaft suchen
Dabei zahlt sich ein zügiges und praxisnahes Studium aus: Studenten, die früh den Kontakt zur Wirtschaft suchen, haben nach wie vor kaum Probleme, einen Job zu finden. Eine Möglichkeit, um frühzeitig Kontakte zur Wirtschaftswelt aufzubauen, bietet Mummert Consulting aktuell Studierenden aller Fachrichtungen mit dem "E-Commerce-Award 2003". Im Rahmen der CeBIT 2003 prämiert dann die Mummert Consulting AG die besten Ideen für die Zukunft des E-Business. Der Wettbewerb prämiert innovative wissenschaftliche Arbeiten zum E-Business und läuft noch bis zum 17. Januar 2003.
Avatar
15.01.03 17:06:07
Beitrag Nr. 2 ()
allein für die bewertung meiner abschlussprüfung brauchte das prüfungsamt schlanke sieben monate...

niemand fragte, was mich das gekostet hat :mad:
Avatar
15.01.03 17:08:12
Beitrag Nr. 3 ()
Na dann sorgt mal dafür, daß ich ich nicht so lange studieren muss!

Für organisatorische Probleme (fehlendes Personal und Räume etc. etc.) kann kein Student etwas!

Nehmen wir mal die FU Berlin und ihre Sportwissenschaftler, die sind eigentlich als faule Studis bekannt, aber die Regelstudienzeit von 9 Semestern schafft dort kein Mensch! Vielmehr liegt der Schnitt derzeit bei 14 Semestern, und das liegt an den überfüllten Kursen, und dem mangelnden Angebot von Lehrkräften!
Avatar
15.01.03 17:08:25
Beitrag Nr. 4 ()
studenten verdienen nach ihrer ausbildung besser und zahlen mehr steuern.
ich glaube das ganze rechnet sich gegeneinander auf.
und mal neben bei gefragt: wieviel kosten die 25 % der arbeitslosen, die sich überhaupt nicht um einen job bemühen? wieviel kosten die 50 % der arbeitslosen, die lediglich mit geringer intensität suchen? und vor allem: wieviel kosten die ganzen anderen sozialschmarotzer?
studenten leisten immerhin noch etwas.
Avatar
15.01.03 17:09:09
Beitrag Nr. 5 ()
Die "Bummelstudenten" studieren ja nicht. Die sitzen glücklicherweise zuhause, oder arbeiten nebenbei. Wenn diese Studenten auch alle in den Hörsälen und Bibliotheken säßen, wäre das Studieren in den meisten Fächern ja endgültig unmöglich.
Avatar
15.01.03 17:09:14
Beitrag Nr. 6 ()
"Jeder Student kostet den Staat jährlich 7280 Euro "

Was kostet denn 7280 Euro pro Jahr ?

Die überbezahlte verbeamtete Professorenschaft, die aufgeblähte Uni-Bürokratie oder was ?
Avatar
15.01.03 17:11:28
Beitrag Nr. 7 ()
Und wie viel kosten dem Staat weitere 208.000 Absolventen dem Arbeitsamt. Nee Spass beiseite, aber viele Studenten muessen 2-3 Tage arbeiten um sich diesen Spass leisten zu können, ansonsten ist für die meisten ein Studium nicht zu finanzieren, Bafög hin oder her. Am ehesten bekommen noch Kinder von Selbstständigen dieses dh. Arztsöhne usw. obwohl die meisten wahrscheinlich dies nicht brauchen, ebenso Elternunabhängiges Bafög wenn sie mind. 4 JAhre gearbeitet haben, obwohl die meisten für die Studienzeiten sich eh schon ein Batzen zurücklegen konnten, wobei die Konten jetzt ganz einfach auf die Eltern etc. laufen. DAs ist die Ungerechtigkeit, das Geld kommt nicht bei denen an, die es sozial verdient hätten.
Avatar
15.01.03 17:15:32
Beitrag Nr. 8 ()
nabend,
wie bitte, versteh ich das richtig. als student koste ich den staat lächerliche 7.280 € pro Jahr?? was ist den mit den steuern und abgaben, die ich pro jahr an den staat abdrücke?

mfg :confused:
Avatar
15.01.03 17:18:38
Beitrag Nr. 9 ()
Ob einer 10 oder 12 Semester studiert. Das kostet den Staat doch in Wahrheit keinen einzigen Cent mehr.

Hier wird doch wieder mal nur versucht eine neue rot-grüne Neiddiskussion loszutrampeln.

:mad:
Avatar
15.01.03 17:20:42
Beitrag Nr. 10 ()
ich habe es geahnt, nach den arbeitslosen, nach den
sozialfällen, nach den russlanddeutschen............
jetzt auch noch die studenten.
irgendwie kostet alles irgendwas :D
Avatar
15.01.03 17:23:45
Beitrag Nr. 11 ()
Faule und unfähige Politiker kosten uns allerdings am meisten !


Und Typen wie Joschka Fischer, die ihr Studium in den Strassen von Frankfurt absolviert haben, können natürlich gut über sogenannte "Bummelstudenten" schwadronieren.

:mad:
Avatar
15.01.03 17:24:18
Beitrag Nr. 12 ()
#4eisenfritz,irgendwie kommen mir deine begründungen recht komisch vor,du scheinst mir noch ein studierender leistungsträger zu sein.:laugh: Wieviel wird man dir in zukunft fürs händeschütteln erst bezahlen müssen?,damit sich das über deine steuerzahlungen gerecht ausgleicht:confused:
Avatar
15.01.03 17:25:55
Beitrag Nr. 13 ()
stimmt34,

clever von dir, den thread zu zu beginnen, wenn alle studenten aufgestanden sind. jetzt können alle mitmachen ;)
Avatar
15.01.03 17:31:50
Beitrag Nr. 14 ()
Bluemax ueberbezahlt sind die Profs keineswegs - das Gegenteil ist der Fall !!! haengt natuerlich von der Besoldung ab, aber c1 oder c2 nehmen sich zu einem Abteilungsleiter im Passamt einer mittelgrossen Stadt nicht viel ( ca. 150 Euro / Monat).

Auch c4 ist im Vergleich zu den Gehaeltern in der Wirtschaft wenig - da liegt das Problem. Mehr Geld, bedeutet hoehere Qualitaet der Lehrenden. Dies bedeutet bessere Profs., ergo hoeher Motivaton fuer die Studierenden.

Sicher gibt es Augenblick zahlreiche Profs. die ueberbezalht sind, weil sie sich naemlich nicht fuer die Studenten engagieren, ihre 2 Vorlseungen in der Woche halten, aber dann nicht mehr gesehen werden - eine Frage der Qualitaet des Personals, loesbar ueber finazielle Anreize.
Avatar
15.01.03 17:37:37
Beitrag Nr. 15 ()
@pco

Warum werden in D nicht auch Benotungen für Professoren eingeführt, so wie dies in den USA der Normalfall ist ?

Und wenn dort ein Professor schlechte Benotungen durch die Studenten bekommt, kann er sich im nächsten Semester einen neuen Job suchen !
Avatar
15.01.03 17:39:21
Beitrag Nr. 16 ()
c4 ist nicht wenig im vergleich zu den gehältern in der wirtschaft, schließlich muss man sich auch die frage stellen, ob ein prof überhaupt eine besserbezahlte position bekommen würde, wenn er denn wollte.

ich höre jedenfalls sehr selten von hochschullehrern, die ihr warmes plätzchen im schoß des staates verlassen. schließlich steht es jedem frei, sich bei einem unternehmen zu bewerben.
Avatar
15.01.03 17:40:33
Beitrag Nr. 17 ()
#14
soll man jetzt daraus schließen, das nur looser an den deutschen hochschulen lehren. na dann
:confused:
Avatar
15.01.03 17:40:52
Beitrag Nr. 18 ()
Nochmal ganz sachlich gefragt:

Was kostet es den Staat mehr, wenn in einer Vorlesung statt 100 Studenten 200 Studenten sitzen ?

Und ist zB ein Arzt, der 12 Semester fleissig gelernt hat nicht besser als einer der nur 10 Semester lang studiert hat und womöglich immer nur das nötigste gelernt hat ?

:mad:
Avatar
15.01.03 17:57:40
Beitrag Nr. 19 ()
ein hochschullehrer wird nur an seiner leistung gemessen, bis er ebensolcher ist. danach kann er im prinzip tun und lassen, was er will und braucht es nur, wenn überhaupt, mit der freiheit der forschung zu begründen.

das heisst noch lange nicht, daß alle professoren luschen sind, es gibt wie immer solche und solche. aber leider gibt es für die unis kaum eine möglichkeit, die pfeifen auszusortieren.
Avatar
15.01.03 18:00:03
Beitrag Nr. 20 ()
@Blue: Einfuehrung von Noten und Juniorprof. unbedingt dafuer, ja !

#17 In gewisser Weise ja; kommt aber darauf an, wo Du studierst - ich habe selber im Westen und im Osten studiert. Die "Rauswerfquote" wuerde ich im Westen auf ca. 15 - 20 % festmachen - im Osten: 70 - 80 %. Unfaehigkeit und Faulheit wohin das Auge blickt ( sind uebrigens ausnahmslos aus dem Westen, die durch die Wende endlich einen Lehrstuhl bekommen haben).

#16 Da irst Du meines Erachtens - sicher kommt auf den Bereich an, aber Recht - und Wirtschaft Fakultaet, sind die Gehaelter meines Erachtens zu niedrig. in der Tat gibt es da (wenn auch geringe) Abwanderungen in die freie Wirtschaft. Dennoch: Einge Profs. schlagen das auch aus, weil sie sich eben fuer die Lehre und den Umgang mit Studenten entschieden haben.

In der philosophischen Fakultaet schaut es natuerlich anders aus. Ferner: Wirklich ueberbezahlt sind - in der Regel - Architekturlehrstuehle. Die Profs. unterhalten fast ausschliesslich Bueros ( was auch ihr Recht ist)), jetten einmal die Woche ein und kassieren bei c4 netto ca. 5000 Euro - das muss nicht sein, denke ich.
Avatar
15.01.03 18:02:38
Beitrag Nr. 21 ()
Eben, für was brauchen wir eigentlich diese teueren Studenten. Abschaffen! Oder zumindest nur kleine Auswahl treffen wer studieren soll!

Im übrigen kann man auch ohne Studium oder als Studienabbrecher viel Geld verdienen, z.B. als SPD-Minister oder als Aussenminister!

Also auf geht´s, morgen exmatrikulieren!!
Und der Haushalt ist saniert!!!:laugh: :laugh: :laugh:
Avatar
15.01.03 18:15:34
Beitrag Nr. 22 ()
#20 pco,

schau mal bei den medizinern, da wird richtig asche verdient. ein halbwegs renommierter lehrstuhlinhaber an einer uniklinik hat in der regel das recht auf privatliquidation und meist eine reihe von privatbetten oder gar eine ganze station, ohne das ist keiner mehr zu kriegen. so kommt ein chefarzt auf jährliche einnahmen in millionenhöhe(!!!), das eigentliche gehalt ist nur noch zubrot. die assistenz- und oberärzte knechten dagegen für bat-gehälter.

ich finde es grundsätzlich gut, daß profs auch deutlich besser verdienen können, wenn sie nachweislich gut sind. allerdings muss man sich dann auch von den nieten trennen können - und genau daran wird es scheitern.
Avatar
15.01.03 18:16:03
Beitrag Nr. 23 ()
Für mich zeigt die Rechnung in #1 von Mummert Consulting nur, daß die in der PISA-Rangliste einen der vordersten Plätze beanspruchen dürfen.
Hätten die mal lieber selber was Ordentliches studiert oder, falls sie ein Studium absolviert haben, nicht nur darauf geachtet, möglichst schnell wieder von der Hochschule zu verschwinden, sondern sich auch mal die nötige Zeit zu nehmen ihren Grips anzustrengen und was zu lernen, wären sie nicht so doof geblieben.

Wenn die schreiben, jeder Student kostet den Staat jährlich 7280 Euro, müssen sie sich doch darüber im Klaren sein, daß diese Zahl nicht statisch ist, sondern selber wieder von der Anzahl der Studenten (und vielem anderen) abhängt. Es gibt im Bildungswesen, hier Hochschulen, doch jede Menge fixe Kosten, die da einfach da sind. Unterhaltskosten von Hochschulen, Instituten, Mensen, Bibliotheken und und und. Gehälter für Hochschulbedienstete, Ausgaben für Verwaltung und Tausend Sachen mehr.
Um es ganz einfach zu machen, damit es auch Mummert Consulting versteht: wenns weniger Studenten gäbe, wären die Kosten pro Student vielleicht bei 9000 Euro, oder 12000, oder sonstwo. Dann hätten die vielleicht geschrieben, unsere Studenten werden immer teurer. Diese Zahl 7280 ist doch keine Konstante, sondern eine von vielen Faktoren abhängige Größe! Wieviel von den 7280 Euro wären trotzdem angefallen, auch wenn die Studienzeit kürzer gewesen wäre. Was machen denn diese Studenten? "Verbrauchen" die nur diese 7280 Euro, oder zahlen die auch was zurück, z.B. weil sie z.B. einen Nebenjob haben? Wäre vielleicht ein Teil von ihnen (zeitweise) arbeitslos geworden und hätte dann noch mehr "gekostet". Es gibt zig Fragen dazu. Da kann man doch nicht so eine Milchmädchenrechnung wie in #1 aufmachen!

Wenn`s so einfach wäre, könnte man die Bildung nach der fünften Volksschulklasse als abgeschlossen betrachten und als `ready for Mummert Consulting` einstufen .
Also ich würde mich für sowas schämen. Mit solchen Primitv-Rechnungen, die das kümmerliche Niveau des Urhebers herausstellen, blamiert man sich ja vor seinen Kollegen - und nicht nur vor denen - bis auf die Knochen.

Von den vielen anderen - auch persönlichen, individuellen - Umständen, die sich auf die Studienzeit auswirken und von denen Mummert Consulting scheinbar noch nie was gehört hat, fange ich erst gar nicht an zu reden. Das wäre Perlen vor die Säue werfen.
Avatar
15.01.03 18:29:09
Beitrag Nr. 24 ()
#22 Ich denke der Mediziner, der Millionen verdient ist grosse Ausnahme. Ja, von den Nieten trennen: Reform des Bemamtenrechts...aber das wird nicht kommen...

#23 Zurueck zum eigentlichen Problem, ja: Lsg: Studiengebuehren. Es gibt da verschiedene Modelle, die durchaus das Praedikat "sozial sehr vertraeglich" bekommen wuerden.
Avatar
15.01.03 19:47:29
Beitrag Nr. 25 ()
Immer auf die Kleinen!

Gestern in der Glotze, ich glaube bei frontal21, im Rahmen
des Themas
"Bringt eine Abgeltungssteuer (und Quasi-Amnestie für
Steuersünder) Kapital nach Deutschland zurück?"

2002 wurden 1 Mrd. EUR Schwarzgeld alleine an der Grenze
zur Schweiz beschlagnahmt.
Und jetzt schätzt mal, wie viel Prozent erwischt werden...



Aber es ist ja so einfach, wieder einen Sündenbock zu haben.
Ganz genau so, wie es von Euch verlangt wird. Und Ihr fallt
auch noch drauf rein....


twq


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Zu dieser Diskussion können keine Beiträge mehr verfasst werden, da der letzte Beitrag vor mehr als zwei Jahren verfasst wurde und die Diskussion daraufhin archiviert wurde.
Bitte wenden Sie sich an feedback@wallstreet-online.de und erfragen Sie die Reaktivierung der Diskussion oder starten Sie
hier
eine neue Diskussion.
Faule Studenten kosten Milliarden