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02.02.2003 - 11:38 Uhr
Lieber auf Rendite Sicher - Investieren ohne Angst (EurAmS)
Aktienbaisse, Kriegsgefahr, Rezessionsangst: Wie Anleger ihr Geld sicher durch die Krise bringen und dabei ordentlich vermehren



Euro am Sonntag 05/03



Das Ansinnen des älteren Herrn in der Filiale einer großen deutschen Bank war ungewöhnlich: „Ich möchte Allianz-Aktien kaufen“, sagte der Geschäftsführer eines Handelsunternehmens am vergangenen Dienstag und blätterte 17000 Euro in nagelneuen 500-Euro-Scheinen auf den Tisch. Die Beraterin war perplex: „Dass jemand Aktien ordert, haben wir seit Monaten nicht mehr erlebt.“ Ihren Kollegen bei der Konkurrenz geht’s ähnlich. „Aktien,“ bestätigt Peter Knacke, Pressesprecher bei der Commerzbank, „sind derzeit Ladenhüter.“



Die Entwicklung der Aktienmärkte ist aber auch deprimierend. Seit fast drei Jahren schon fallen die Kurse im DAX, Dow und Co. Erst in der vergangenen Woche testeten die Leitindizes ihre Tiefs vom Oktober. So drehte der DAX ganz knapp über dem Oktober-Tief von 2519 Punkten wieder nach oben. Und der FTSE100, der die großen britischen Werte abbildet, fiel gar auf ein neues Siebenjahrestief. Auslöser für die erneute Krisenstimmung war die Rede von US-Präsident George W. Bush. „Wenn Saddam nicht vollständig abrüstet“, tönte Amerikas oberster Waffenkontrolleur am Dienstag vor dem US-Kongress, „werden wir ihn entwaffnen, notfalls auch ohne UNO-Mandat.“ Ein Krieg, urteilten Beobachter denn auch unisono, scheint unvermeidlich.



Die Kriegsgefahr trifft die Märkte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Weltweit schwächelt die Konjunktur, selbst eine tiefe Rezession halten einige Volkswirte inzwischen für möglich. Entsprechend groß ist die Verunsicherung.



Eine sichere Rendite bei möglichst geringem Risiko, das ist es, was derzeit jeder will, der überhaupt Geld zum Investieren übrig hat. Was Wunder, dass konservative Anlageformen wie Anleihen, Festgeld und Immobilienfonds derzeit ihr Comeback erleben: „Seit vergangenem Sommer beobachten wir hier eine deutlich steigende Nachfrage“, sagt auch Sandra Sonntag, Pressesprecherin bei der Deutschen Bank. Daneben gelten inzwischen auch Tagesgeldkonten als lukrativ. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank hatten die privaten Haushalte in Deutschland zum Jahresende 2002 auf Giro- oder Tagesgeldkonten 352,8 Milliarden Euro gebunkert, rund zehn Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Und gegenüber dem Aktienboom-Jahr 1999 fällt die Steigerung mit einem Plus von fast 40 Prozent noch deutlicher aus.



Allerdings sollten Anleger aufpassen. Wer sein Kapital auf dem Girokonto lässt, verschenkt bares Geld: Bei vielen Banken gibt’s gar keine Guthabenverzinsung. Und wenn, dann fällt sie mit Zinssätzen unter einem Prozent ausgesprochen mager aus. Dabei werfen Tagesgeldkonten bei gleicher Sicherheit und Verfügbarkeit deutlich mehr ab. Großzügig zeigt sich hier vor allem die Allgemeine Direkt Anlage Bank (DiBa) mit 3,5 Prozent Zinsen. Dies beschert der DiBa reichlich Neukunden. Allein 2002 flossen über zwölf Milliarden Euro auf die Tagesgeldkonten der Frankfurter. Im Januar dürfte eine weitere Milliarde Euro hinzukommen, schätzt Pressesprecher Ulrich Ott.



Mehr Rendite bei überschaubaren Risiken bieten Anleihen. Bei Bonds mit höchster Bonität winken je nach Laufzeit zwischen drei und fünf Prozent. Vor allem für Anleger, die einen Teil ihres Geldes längerfristig parken wollen, eine gute Alternative.



Schließlich bieten sich derzeit aber auch antizyklischen Investoren gute Chancen. Denn viele substanzstarke Titel gibt’s derzeit zum Schnäppchenpreis und eine ordentliche Dividende obendrein. Allerdings ist das Risiko gegenüber konservativen Anlageformen deutlich höher. „Investoren sollten nicht alles auf eine Karte setzen, sondern ihr Geld breit streuen“, empfiehlt Michael Stammler, Vorstand des Bad Homburger Vermögensverwalters Feri. Wer diesen Rat beherzigt, für den sind auch in Krisenzeiten ein paar Prozent Rendite mehr drin. Es müssen ja nicht immer nur Allianz-Aktien sein.



Festgeld und Geldmarktfonds



Was ist das? Wer sein Pulver noch trocken halten will, der parkt sein Geld. Am einfachsten geht das mit Tages- oder Festgeld. Das sind, vereinfacht gesagt, Konten mit einem festen Zinssatz für eine bestimmte Zeit. Und das ganz ohne Gebühren. Doch Vorsicht, die Zinsen sind insgesamt recht niedrig und bei der Hausbank gibt’s oft nicht mehr als ein mageres Prozent Zins. Auch Geldmarktfonds eignen sich als Parkplatz. Achtung: Hier ist der Zins nicht garantiert. Zudem verlangen einige Fonds Gebühren, die an der Rendite nagen.



Was ist drin? Wer vergleicht und auch bei den „Kleinen“ nachfragt, bekommt teilweise noch erstaunlich gute Zinsen. Bei den Top-Angeboten sind drei bis 3,5 Prozent Zinsen drin.
Was kann schief gehen? Kein Kursrisiko. Kein Ausfallrisiko. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Tages- oder Festgeld-Angebot von einer Bank stammt, die dem Einlagensicherungsfonds angehört. Im Fall einer Pleite springt dieser ein. Die einzige Gefahr bei der Anlage liegt in der Laufzeit. Denn nach dem Ablauf gibt es eventuell weniger Zinsen.



Tagesgeld Zinssatz Kontakt (in %)



DiBa 3,50 01802/4455-88



DaimlerChrysler Bank 3,30 01803/3222-65



E*Trade 3,25 0800/3332-001



Fonds WKN Performance seit 1.1.2002



SKAG Euro Cash 977263 3,6 %



Activest Euro Geldmarkt + 975247 3,4 %



SEB Invest Money Market 976915 3,2 %



EURO-STAATSANLEIHEN mit bester Bonität



Was ist das? Mit Anleihen nehmen Länder oder Kommunen bei institutionellen oder privaten Investoren Kredite auf. Sie verpflichten sich, dem Anleihenbesitzer sein Geld am Ende einer festgelegten Laufzeit komplett zurückzuzahlen. Darüber hinaus erhält der Anleihenbesitzer jährlich einen zuvor festgelegten Zins, den Kupon. Die Kreditwürdigkeit der Schuldner wird von Rating-Agenturen wie Standard & Poor’s und Moody’s bewertet. Während der Laufzeit können Anleihen an der Börse ge- und auch wieder verkauft werden. Die Kurse von Anleihen steigen, wenn der Markt sinkende Zinsen erwartet. Die Rendite einer Anleihe berechnet sich aus den Kupons und den Kursgewinnen oder -verlusten an der Börse.



Was ist drin? Die 2024 ablaufende Bundesanleihe rentiert derzeit mit 4,6 Prozent. Der Kupon liegt bei 6,25 Prozent. Bei kürzeren Laufzeiten sind die Renditen niedriger. Die 2005 auslaufende Frankreich-Anleihe rentiert mit 2,5 Prozent. Der Kupon beträgt 3,5 Prozent.



Was kann schief gehen? Europäische Staatsanleihen bekommen von den Rating-Agenturen Bestnoten, sind also bombensicher. Allerdings können die Kurse von Anleihen bei Zinserhöhungen oder steigenden Aktienkursen fallen.



Emittent WKN Kupon Rendite Laufzeit



Deutschland 113492 6,25 4,6 04.01.2024



Deutschland 113520 5,00 3,9 20.06.2012



Frankreich 927871 3,50 2,5 12.01.2005



Italien 308655 4,25 3,7 01.11.2009



Portugal 410910 7,12 2,5 02.07.2003



Fonds für Unternehmensanleihen mit guter Bonität



Was ist das? Diese Fonds investieren in Unternehmensanleihen, etwa in solche von RWE oder von der Deutschen Telekom. Sie werden von den Unternehmen für Investitionen oder für die Begleichung alter Schulden verwendet. In der Regel halten Fondsmanager die Papiere nicht bis zum Ende der Laufzeit, sondern spekulieren auf Kurssteigerungen. Diese können eintreten, wenn das Unternehmen Fortschritte beim Schuldenabbau macht oder seinen Cash-Flow erhöht.
Was ist drin? Die besten Fonds, die in Euro-Unternehmensanleihen investieren, erzielten 2002 Renditen zwischen 6,4 und 9,1 Prozent.



Was kann schief gehen? Die Kursschwankungen sind höher als bei Staatsanleihen. Anleger sollten daher längerfristig investieren. Da die Fondsmanager in viele Anleihen mit ordentlicher Bonität investieren, ist das Verlustrisiko jedoch gering.



Name WKN Wertentwicklung seit 1.1.02 1.1.03



Ampega Euro Rent 532218 6,4 % 0,9 %



Bayern LB Corporate. 934217 8,8 % 1,0 %



DIT Lux. Corp. Bond 694255 8,5 % 0,9 %



Parvest Europ. Corp. 694255 8,4 % 0,9 %



Uni Euro Renta Corp. 972307 9,1 % 1,3 %



Aktien mit hoher Dividenden-Rendite



Was ist das? Die Dividende ist der Anteil am Unternehmensgewinn, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Dividenden-Rendite ergibt sich, wenn man die erwartete Dividende je Aktie durch den aktuellen Kurs teilt.



Was ist drin? Im DAX liegt die durchschnittliche Dividenden-Rendite bei mageren 2,9 Prozent. Allerdings gibt es mit Metro oder DaimlerChrysler positive Ausnahmen. Sie liegen mit Werten von gut fünf Prozent sogar über dem, was es für Festgeld gibt – allerdings bei deutlich höherem Risiko.



Was kann schief gehen? Die Dividende kann stark schwanken oder sogar komplett ausfallen. Anleger sollten daher auf eine kontinuierlich hohe Gewinnausschüttung achten. Jedoch können Kursverluste auch die schönste Dividende schnell auffressen. Deshalb sollte die Dividende nur ein Kauf-Kriterium von mehreren sein. Entscheidend bleiben die Erfolgsaussichten eines Unternehmens.



Aktie WKN Kurs Dividende Rendite



DaimlerChrysler 710000 27,60 1,50 5,4



Metro 725750 18,75 1,02 5,4



Loewe 649410 11,30 0,70 6,2



Norddt. Affinerie 676650 11,11 0,65 5,8



Stand, Freitag 15 Uhr



DISCOUNT-ZERTIFIKATE



Was ist das? Discount-Zertifikate ermöglicht es Anlegern, Aktien oder Indizes mit einem Preisnachlass zu kaufen. Als Ausgleich für den Rabatt werden die Gewinnchancen begrenzt (Cap).



Was ist drin? Der Discount federt das Risiko ab. Selbst wenn der Basiswert bis Laufzeitende stagniert oder leicht fällt, verbucht der Anleger Gewinn. Beim DAX-Schein mit Basis 2000 Punkte (Bezugsverhältnis 100:1) bedeutet dies ein Plus von 9,46 Prozent, wenn der Index am 19.12.03 über 2000 Punkten schließt.



Was kann schief gehen? Der DAX bricht nochmals mehr als 20 Prozent ein. Dann geraten auch die Discount-Zertifikate ins Minus. Beim oben genannten Schein beginnt die Verlustzone allerdings erst bei 1827 Punkten.



Blindtext Gibt an, wie stark sich der Wert des Optionsscheins ändert, wenn sich die Volatilität des Basiswertes ändert. Je höher das Vega, desto stärker reagiert der Kurs des Optionsscheins auf Veränderungen der Volatilität. Dabei hat das Vega immer einen positiven Wert und ist für Call und Put gleich. tionsscheins auf Veränderungen der Volatilität. Dabei hat das Vega immer einen posiWert und ist für Call und Put gleich. Bei Optionsscheinen, die „am
Name WKN Kurs Basis



DAX (DB) 671355 20,71 2500



DAX (UBS) 736064 18,27 2000



DAX (HSBC) 741555 13,10 1500

Quelle: Finanzen.net
Das Ansinnen des älteren Herrn in der Filiale einer großen deutschen Bank war ungewöhnlich: „Ich möchte Allianz-Aktien kaufen“, sagte der Geschäftsführer eines Handelsunternehmens am vergangenen Dienstag und blätterte 17000 Euro in nagelneuen 500-Euro-Scheinen auf den Tisch.

Die Beraterin war perplex:

„Dass jemand Aktien ordert, haben wir seit Monaten nicht mehr erlebt


Vielleicht sollte man diese Filiale schließen ???????????????????????????????
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