DAX+0,19 % EUR/USD+0,02 % Gold+0,04 % Öl (Brent)0,00 %

Fusionsgerüchte ad absurdum... - Wann verschwindet die Commerzbank vom Kurszettel ? - 500 Beiträge pro Seite



Beitrag schreiben

Begriffe und/oder Benutzer

 

Zigfach, sind in letzter Zeit Fusionsgerüchte in den Markt transferiert worden. :eek:

War dies ein absichtliches Mittel der Kurspflege oder waren dies wirklich nur Anahmen von irritierten Journalisten und Insidern ? :confused:

Zumindest der Chart scheint z. Z. eine eindeutige Kursrichtung vorzugeben !



Viele Anleger (auch ich) werden sich bereits fragen, welche Fundamentaldaten dieser Chart evtl. vorweggenommen hat und welche er noch vorwegnehmen soll !???

Teilweise sollen ja Gerüchte im Umlauf sein, dass einige Kundendepots mit hohen Kreditausfallsrisiken behaftet sein sollen.

Wie sehen die Forumteilnehmer die fundamentale sowie die charttechnische Lage bei der Commerzbank-Aktie ?

Können Kreditinstitute durch Unternehmens- und Verbraucher-Insolvenzen von Kunden evtl. selber in die Insolvenz getrieben werden oder gibt es im Kreditgeschäft dafür gewisse (gesetzlich vorgeschriebene) Absicherungsinstrumente ?

Dieses Posting soll keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung sein, sondern vielmehr eine Diskussionsgrundlage für ein recht heikles Thema sein !

Gruss, der Hexer ;)
Vorschau – Commerzbank mit roten Zahlen

Ein kräftiges Rot wird die Bilanz des Jahres 2002 der Commerzbank zieren. Analysten erwarten ein Minus vor Steuern zwischen 215 und knapp 600 Mio. Euro. Im vierten Quartal soll das Minus zwischen 162 und 637 Mio. Euro liegen. Außerordentliche Effekte schmälern das Minus zwar, schaffen es aber nicht, das Ergebnis in die schwarzen zahlen zu hieven. Die Breite der Spanne zeigt die Verunsicherung, die am Markt bezüglich der Commerzbank herrscht. Eine Verunsicherung, die sich in den vergangenen Monaten auch deutlich im Kurs ausgedrückt hat. Zwar hat sich die Aktie von den Tiefs aus Oktober 2002 wie der Markt lösen können, dennoch bleiben die Kurse vom Frühjahr 2002 in weitester Ferne.

Für Uneinigkeit unter Experten sorgt im operativen Geschäft vor allem das Handelsergebnis. Hier erwarten Analysten zwar unisono einen Gewinn, die Höhe differiert aber mit Schätzungen von 80 bis 197 Mio. Euro allein für das vierte Quartal erheblich. Noch im Vorjahr lag das Plus bei 537 Mio. Euro. Die erneut schwache Börse hat die Commerzbank damit voll getroffen. Der Zinsüberschuss sollte von 888 Mio. Euro Plus im Vorjahr auf rund 700 Mio. Euro zurück gehen. Der Provisionsüberschuss soll leicht unter dem Wert des Vorjahres liegen, in dem 482 Mio. Euro ausgewiesen wurden.

Deutlich anziehen dürften dagegen die Rückstellungen für faule Kredite – eine Konsequenz der lang anhaltenden Krise der Wirtschaft. Im vierten Quartal soll die Dotierung der Risikovorsorge auf bis zu 500 Mio. Euro steigen – nach 356 Mio. Euro im Vorjahr. Positive Nachrichten erwarten Börsianer dagegen von der Kostenseite. Analysten erwarten für das vierte Quartal einen Verwaltungsaufwand zwischen 1,1 und 1,3 Mrd. Euro und gehen damit von einem deutlichen Rückgang der Kosten aus. Im entsprechenden Vorjahresabschnitt lagen die Aufwendungen nahe der Marke von 1,5 Mrd. Euro.

Den Spekulationen um eine baldige Fusion mit der HypoVereinsbank hat Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller allerdings bereits heute erneut den Wind aus den Segeln genommen. Es sei zu früh für eine Fusion, die zum jetzigen Zeitpunkt beide Banken überfordern würde, sagte Müller in einem Presseinterview. Fusionsbefürworter lassen sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen. Die Frage sei nicht ob, sondern wann eine Fusion vollzogen würde, heißt es am Parkett. Es darf also weiter spekuliert werden.

Dieser Ausblick wird Ihnen von www.4investors.de präsentiert.
#2

Die HVB + Coba können sich eigentlich die Hand auf der Titanic geben :D

Gruss, der Hexer ;)
#5

Ein Heidenspass wird das nicht, wenn die deutschen Großbanken vor die Hunde gehen. Das wäre eine Katastrophe..
@debull,

im Gegenteil. Für die Volkswirtschaft wäre es mehr als gesund - auf mittlere Sicht. Kapital ohne Gegenwert MUSS sich irgendwann in Luft auflösen. Die Dummen sind nur diejenigen, denen das Kapital gehörte.

:laugh:
#8

Das Beispiel Japan zeigt die Folgen eines Zusammenbruchs des Bankensystems. Das kann sich niemand wünschen.
@DEBULL - #7

Der Witz wird wahrscheinlich werden, dass die Volksbanken und Sparkassen eigemtlich den Mittelstand evtl. vermehrt (im Rahmen des mögl.) bedienen werden , da viele andere Banken angeblich drauf und dran sein sollen, dem Mittelstand allmählich den Rücken zu kehren (auch bedingt durch verstärkte Anwendung von BASEL II).

Nur problematisch kann diese Politik für die Banken werden, die diese Geschäftspolitik konsequent umsetzen wollen. Diese begeben sich dann noch mehr verstärkt in Abhängigkeit der grossen Firmen. Und wenn dann wenige von den grossen Firmen (s. z. B. Baulöwe Schneider in den 90ern) ins Straucheln kommen, ´kann das die Bilanz ganz schön verhageln.

Wie es um die derz. wirtschaftliche Lage (die von vielen noch schöngeredet wird) bestellt ist, brauche ich ja wohl nicht darzustellen !

Im Bankensektor wird es in den nächsten 2 - 5 Jahren mächtig rundgehen (Konsolidierung wird im europäischen Raum angesagt sein :D )

Nur wenn 2 pot. Wackelkanidaten zusammengehen wollen, könnte das Schiff evtl. schneller unter Wasser gehen ! :D

Ich frage mich sowieso, ob die vermeintlcihen Fusionsabsichten tatsächlich nachhaltig ernstgemeint waren ! Ich bin da ein wenig skeptisch ! :confused:

Gruss, der Hexer ;)
#8

Vielleicht bewahr ich mein Kapital demnächst in einer Stinkesocke auf, dann weiss ich noch, ob mein Geld da ist... :laugh:

Gruss, der Hexer ;)
Der Odnung halber gehört das natürlich auch in diesen Thread, weil es die Coba betrifft:
Nur keine Panik, die Bankentiteln kommen schon wieder. Sind ja schließlich keine Würstelbuden. Der Rebound wird gewaltig sein. Das gilt sowohl für Coba wie auch HVB.

mfg
@Pfandbrief - Deine Kritik zu meinem und Fsch`s Thread

Ich finde es nicht verkehrt heikle Fragen zum Thema Bankenwelt zu stellen.

Schliesslich darf man nicht vergessen, dass die Bankenwelt demnächst vor globalen oder eurokontinentalen Umwälzungen stehen wird.

Ein heikles Thema wird wie in 2002 auch in 2003 das Thema Unternehmens- und verbraucherinsolvenzen werden. Und zum anderen wird auch ein zweites Thema in den Vordergrund rücken. Dies betrifft die Wettbewerbssituation div. Banken in Kontinentaleuropa ! Die deutschen Banken sind häufig von untergeordneter Grösse und teilweise recht zahlreich in Kleinstgrössen vorhanden. Eine Konsolidierung wird mittel- bis langfristig unumgänglich sein !
Die Frage ist nur, wird es einen Fusions- oder einen Verdrängungswettbewerb geben ?

Und wenn mir da jemand im Herbst letzten Jahres erzählen wollte, dass die Banken nicht einer Kapitalschwäche leiden würden, sondern nur an einer vorübergehende Ertragsschwäche leiden sollen, den kann ich leider nicht für ganz voll nehmen !
Insolvenzen können die Kapitaldecke einzelner Banken doch enorm geschmälert haben. (Das ist so ähnlich wie an der Börse. Um 50 % Verlust reinzuholen muss man 100 % gewinn machen !)

Die Banken werden nähmlich (egal ob Coba, Voba oder sonst wer? ) evtl. das Problem bekommen, dass Kredite weniger ausgegekehrt werden (z. B. wegen restriktiver Anwendung von Basel II) und somit die Erträge sinken und zum anderen werden teilweise noch pot. Altlasten mitgeschleppt werden müssen.

Und diese Entwicklung sollte man als Aktionär und auch als gemeiner Konsument stets im Auge behalten.

Ich frage mich sowieso, ob es überhaupt pos. NEWS auf dem Kapitalmarktsektor geben wird, die steigende Aktienkurse rechtfertigen werden.

Und wenn ich bei einer privatwirtschaftlichen Bank Kunde wäre, würde ich ich mir schon gewisse Gedanken um gewisse Vorgänge machen !

Im übrigen, wird diese Bank auch noch nicht pleitegeredet. :D

Vielmehr soll das Zukunftspot. im neg. sowie im pos. spez. und auch allgem. Sinne ausreichend beleuchtet werden ! Das ist eigentlich viellmehr die Intention dieses Threads ! :rolleyes:

Gruss, der Hexer ;)
#12

Wie kommst du darauf, dass die Banken wieder enorm aktienkurstechnisch rauskommen werden !

Eine Aktie zu kaufen, nur weil sie optisch billig aussieht, kann doch eigentlich als Grund nicht ausreichen oder ? :confused:

Gruss, der Hexer :cool:
@#14,

der #12er rechnet wohl mit einem Aktienrückkaufprogramm. Soll wohl über eine noch zu platzierende Anleihe finanziert werden.

:laugh:
#15

Ein Argument mehr, bei den derz. Kontoführungsgeb. das Kapital in der Stinkesocke zu lagern :laugh:

Gruss, der Hexer :rolleyes:
hallo,

ehrlich gesagt, ihr seht alle etwas zu schwarz.
natürlich haben die banken probleme. ursache dafür sind die seit jahren zu hohen kosten. dieses kostenproblem wurde immer wieder durch sondereffekte (deutsche einheit, börsenhausse 1999/2000 usw.) überdeckt.
nunmehr arbeiten alle banken intensiv an diesem problem. indiz dafür ist die drastische reduzierung des personals und die schließung von filialen.
zu den kreditproblemen müsste man die genaue zusammensetzung der kreditportfolios kennen. es ist ja nicht so, dass die banken einfach so ungesicherte kredite vergeben haben. von daher dürften viele wertberichtigungen
bei den krediten auch nicht den tatsächlichen ausfall widerspiegeln. ich persönlich sehe die größeren risiken vielmehr bei den sparkassen und genossenschaftsbanken. dort liegen ungleich mehr risiken als bei den großbanken.
wer langfristig denkt, sollte ruhig ein paar aktien der großbanken im depot haben.

grüße

goldjunge
Ich sehe diesen Thread wie auch einige andere al blödes Short-Seller-Gelabere. Bekanntes ein wenig marktschreierisch neu aufbereitet und als ernsthafte Diskussion anstossen. Fragt euch doch selber wie liquid ihr noch seid und wie oft ihr auf ungedeckte Konten gehandelt hat und ob das immer noch möglich ist. Und es gibt ganz strenge Vorgaben über Liqui und Sicherheiten.

rk
Bundesbank sieht keine Krise der Finanzinstitute, 12.02.2003

Bundesbank sieht keine Krise der Finanzinstitute

Die deutschen Banken taumeln nicht. Trotz schwacher Konjunktur, sinkender Aktien, drohender Rezession und dauernder Kriegsgefahr im Irak seien die deutschen Banken grundsolide, so die Führung der Bundesbank.

Das Vorstandsmitglied der Bundesbank Edgar Meister glaubt nicht an große Pleiten oder schwere Krisen in der deutschen Bankenlandschaft. Er sagte, die Banken hätten das äußerst schwierige Jahr 2002 gut verkraftet und seien auch für die Zukunft gerüstet.

Meister erklärte, die Behörde habe die Bankwirtschaft intern verschiedenen fiktiven "Stresstests" unterzogen. So wurden beispielsweise errechnet, welche Konsequenzen ein enorm hoher Ölpreises oder die Herabstufung einzelner Banken durch Rating-Agenturen für die Geldhäuser haben könnten. Die Banken erwiesen sich dabei als "sehr widerstandsfähig".

Der Bundesbanker schloss jedoch nicht aus, dass einige kleinere Geldhäuser vom Markt verschwinden werden. Schwierigkeiten einzelner Banken seien allerdings nicht symptomatisch für die Branche. Zuletzt war die Kölner Bank ins Gerede gekommen, der möglicherweise der Sicherungsfonds der Volks- und Raiffeisenbanken unter die Arme greifen muss.

Meister äußerte sich kritisch zur Arbeit von Rating-Agenturen. Diese verhielten sich "prozyklisch". Sie würden negative Effekte eines schwächelnden Geschäfts verstärken. "Wenn wir so weiter machen, können wir uns alle downraten," zitiert ihn die Frankfurter Rundschau. Der Bundesbank stehen mehr Informationen als der Öffentlichkeit über die Geschäftsergebnisse der Banken zur Verfügung. Daher hat ihre Stimme besonderes Gewicht. Sie ist ein Teil der Bankenaufsicht. Andererseits hat die Bundesbank ein Interesse, das Vertrauen von Kunden und Anlegern zu den Banken zu stärken.

Quelle: Wallstreet-online.de


Beitrag zu dieser Diskussion schreiben


Es handelt sich hier um eine ältere Diskussion, daher ist das Schreiben in dieser Diskussion nicht mehr möglich. Bitte eröffnen Sie hier eine neue Diskussion.