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Liquiditätsengpass bei MLP !!!!!! - 500 Beiträge pro Seite


MLP
ISIN: DE0006569908 | WKN: 656990 | Symbol: MLP
4,720
20:01:07
Stuttgart
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:look:
Die Analysten sind von einem Gewinn von 85 Mio € ausgegangen.
Tatsächlich gibt es einen Verlust von 115 Mio €.
Die Liquidität betrug aber vorher noch ungefähr 50 Mio.€.
Jetzt ist die Frage wieviel von dem Verlust Liquiditätswirksam ist.
Ich rate jedem aus dem Wert schleunigst auszusteigen !!

Gruss
codiman
Oh ist das Posting bitter.

Ohne Antwort auf die Frage einen Ratschlag auf den Markt werfen. Völlig unabhängig von MLP ist die Denke merkbefreit.
Mir war noch gar nicht bewußt das Abschreibungen und Wertberechtigungen in der Bilanz zu einem Liquiditätsverbrauch führen. Na und durch den operativen Gewinn verschärft sich die Situation natürlich.
@schlier
Du glaubst einer Bilanz von einem Unternehmen das vor ein paar Tage noch Gewinne versprochen hat ?
Dafür ist mir die Liquidität zu Eng !!!:rolleyes:
Codiman

Du bist ein lustiges Kerlchen und von dir ist der legendäre Akademikerthread, da mag die Argumentation verzeihlich sein.

Bleib fröhlich
Fakten !

Der Beweis das es bei MLP rund läuft ist nicht erbracht !
Ich sehe nur hohe Kosten für Restruckturierungen,
Sonderabschreibungen, schlechtes Image, kein Gewinn und
falsche Versprechungen .
Damit ist MLP nicht weit von einem Neuen Markt Unternehmen entfernt.Ein DAX Unternehmen darf sich das nicht erlauben.
Kann es auch nicht.
Sei denn,(Entschuldigung)" die Scheisse steigt so schnell, das man Flügel
braucht um sich darüber zu halten".
Die Frage stellt sich was man sieht, nicht was man sehen möchte.
Aussagen des Untenehmen kann man nicht mehr Vertrauen.
Das ist Fakt !
Klar ist MLP kein Unternehmen der sprudelnden Gewinne und solider Bilanzierung, der Chef ist auch ein Märchenerzähler und linkt die freien Aktionäre gern zu seinem Vorteil.

Nur sollte man MLP den Versuch halbwegs ehrlicher Berichte nicht ankreiden und Ergebnis und Cash Flow nicht vermischen.

Friede den Hütten
Insgesamt nicht unberechtigt nach der Liquidität zu fragen.

In der ad-hoc steht dazu:
"Einmalige Sondereffekte von -145,6 Mio. Euro - davon 137 Mio. Euro nicht zahlungswirksam - Bereinigtes Ergebnis plus 31,1 Mio. Euro "

Über den Dauemn gepeilt für Gesamtjahr: operativ +30 Mio abzgl. 10 Mio zahlungswirksam aus Sondereffekten, verbleiben 20 Mio - aufs Gesamtjahr !

Nur wurden in Q4 allein operativ offensichtlich 30 Mio Verlust produziert. Woher die Gewißheit, dass dies in Q1,Q2 und Q3 nicht so weitergeht ? Dann könnte die Liqui schon aufgebraucht sein ... vielleicht deswegen die "Zusicherung" mind. 65 Mio zu verdienen ?

Man denke an die bisherigen Zusicherungen

- +30% p.a. bis 2010+
- 195 Mio in 2002
- 100 Mio in 2002 (ohne Uniqua)
- deutlich über 100 Mio in 2002 (mit Teil von Uniqua)
=> Ist: 2002 +30 Mio (wären auch mit uniqua komplett nur knapp über 100 Mio gewesen.)

- Q4 sehr zufriedenstellend
=> Ist: Q4 -30 Mio

- keine Forderungen außerhalb der Bilanz
=> Ist: 120 Mio Rückstellungen für Forderungen

Hier besteht tatsächlich die Gefahr eines Liqui-Engpasses für 2003.
RE: Liquiditätsengpass

Drückerkolonnen sind immer klamm. :laugh:

Nee mal im Ernst :

Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass MLP in der Kohle schwimmt. Das Tafelsilber in Österreich ist ja schon verscheuert worden.
Leider muss man hier erst den nächsten Märchen(Geschäfts-)bericht abwarten um das besser zu Beurteilen.

SOM
und wieso steigt der kurs schon wieder ??
der kurs wird nicht gestützt,
es wird gesammelt !!!????
ich hab´s vor Monaten schon gepostet.

MLP sitzt in der Kostenfalle.

Die dringlich Frage: Wie entwickelten sich die Vorschüsse für GLs und Consultants die letzten Monate.
Wieviel bringen die Neuen nicht ins verdienen.

Gute gehen, Anfänger rücken nach.

Sowas kann zu einem Exitus führen.

Was nützen Vorderungen, wenn sie nicht beigebracht werden können?
Ich wage die Prognose dass es operativ so weitergeht, zumindest in den nächsten Quartalen. Nach Fug_gers Rechnung sind es dann ja nicht mehr viele.
Eines, vielleicht noch 2, dann muß ein Investor her.
@Gilles

Kann ich so nicht nachvollziehen.
Die 120 Mio Rückstellungen stellen doch ein finanzielles Polster dar, das im Lauf der Jahre wieder aufgelöst wird.

MLP hat Gewinne vorgezogen,
nun wird ein Teil dieser Gewinne rückgestellt um in der Zukunft wieder zur Verfügung zu stehen.

oder hab ich da was falsch verstanden?
ja oh große Morphium Feh :kiss:

immerhin sind meine Prognosen von 10 und dann 8 Euro eingetreten.
Auch wenn zicklein anderer Meinung war
:p
nutzen ist immer gegeben, wenn die Gesamtperformance am Ende stimmt.
Und bis jetzt hab ich noch kein Jahr mit minus geschlossen.
:cool:
rkb

interessiert hier aber keinen ob deine performance beim onkel doktor gut war - hier gehts dann doch um was anderes....
:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
das wird doch nicht etwa unser Liebhaber der Fekalsprache sein


:confused:
Damit der Bezug zu MLP nicht verlorengeht:

>> Erstaunter Jung-Consultant sucht seinen GL, welcher gerade intensiv auf der Karriereleiter einen Schritt weiterkriecht! <<

Wobei man natürlich auch "im Karriereleiter" sagen könnte ... :laugh: :laugh: :laugh:
rkb

der war schon ganz gut, aber bitte keine jugendbilder mehr ... muss ja nicht jeder wissen, oder?;) ;)
Das ist die Liquidität pro Aktie von MLP,
sie nimmt stark ab.

Quelle: VW-bankdirect.de/MLP/DatenproAktie

Da die Erträge rückläufig sind, die Kosten aber steigen
stellt sich sehr wohl die Frage nach Liqudität.
Einige Boardteilnehmer gehen da mit meiner Meinung
auch konform.
Ich habe nichts davon die Aktie zu bashen (bei so einen Unternehmen geht das sowieso nicht), zeige aber mit dem
Finger in die Wunde.
Guten Tag!

RKB: Rückstellungen sind keine Rücklagen, sondern werden nur dann bilanziert, wenn es eine nennenswerte Wahrscheinlichkeit dafür gibt, daß sie auch gebraucht werden. Insofern sind sie nicht nur liquiditätsbindend, sondern auch durchaus (wenn auch nicht immer in voller Höhe) liquiditätsvernichtend.

Gruß

Quixote
Codiman

Die Vögel sind nach Som.you immer klamm, liegt an der Branche. Die IR von MLP umschifft das Thema auf der Internetseite. Die unsolide FinanzierungsRV ist bei der Liquidität auch wieder Thema, auch wenn Prof. Albrecht das anders verkauft. Bemerkenswert schlecht ist auch das Eigenkapital im Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Da liegen meine Bios dann doch weit vorn:look:

Im Hintergrund wirkt noch ein ganz anderer entscheidender Faktor, der Umbruch in der Versicherungsbranche als Folge der verringerten Renditen. In dem Umfeld sind die abenteuerlichen Provisionszahlungen kaum in Zukunft haltbar.

Die Vertriebspower von MLP wird also in Zukunft an Wert verlieren, ein Kartenhaus bricht zusammen. Über Substanz kann MLP keine ganzen Euros im Kurs halten, über Gewinn auch nicht. Bleibt die Hoffnung auf einen Aufkäufer der Vertriebspower, nur sterben die auf Marktanteile ohne Rücksicht auf Kosten fixierten VUs aus.

MLP ist weiter keine Anlage.
@ Quixote

Einspruch!
Bilanzierung ist nur der Versuch der Abbildung der Realität. Ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten bestehen - egal ob sie bilanziert werden oder nicht. Und man hat MLP ja immer vorgeworfen, dass diese ungewissen Verbindlichkeiten bestehen aber NICHT bilanziert werden.

Schlussfolgerung: Der Ansatz der Rückstellung erhöht logischerweise die Liquidität. Warum? In der Steuerbilanz wird dadurch der Gewinn verringert (Anmerkung: Gewinn <> Liquidität) und dadurch die Steuerlast. Da Steuern in Deutschland kurzfristig fällig sind, erhöht sich logischer Weise die Liquidität. Im Übrigen spricht man in der Finanzwissenschaft auch von "Finanzierung über Rückstellungen".
In Ergänzung zu #26:

Die Steuern werden kurzfristig zurückgezahlt bzw. es muss kurzfristig weniger gezahlt werden (Liquiditätserhöhung). Die ungewissen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden erst in Zukunft oder im besten Fall gar nicht fällig.

Das heißt man hat sofort einen Zufluss und erst später oder gar nicht einen Abfluss.

Ich glaube auch, dass MLP in Liquiditätsprobleme kommen kann. Ein Zeichen dafür sind eben die jetzigen Massnahmen, die die Liquidität kurzfristig erhöhen.
Die Notfinanzierung geht aber nur für die Dauer der Rückstellungen auf, Inanspruchnahme bedeutet Liquiditätsabnahme.

Das ist alles die Welt der kreativen Buchführung.

Bleibt fröhlich.
mal sehen, ob es für 2002 Dividende gibt.

Konsequenterweise müßte sie eigentlich ausfallen, insbesondere dann, wenn es tatsächlich schlecht um die Liquidität bestellt sein sollte.

Oder ?
@ Friseuse

Ich glaube hier liegt ein großes Missverständis vor: Die ungwissen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten bestehen nunmal, egal ob diese bilanziert werden oder nicht.

D.h. den Liquiditätsabfluss hat MLP in Zukunft egal ob sie diese Rückstellungen bilanzieren oder nicht.

Aber der Punkt ist folgender: Wenn sie es nicht bilanzieren (so wie früher) dann weißt MLP einen höheren Gewinn aus und zahlt mehr Steuern. Werden die Rückstellungen jedoch berücksichtigt dann hat MLP im Vergleich zur Nichtbilanzierung einen Liquiditätszufluss.

Für diese Betrachtung ist der Liquiditätsabfluss in Zukunft durch die Rückstellung uninteressant. Diesen Abfluss wird es unabhängig von der Bilanzierungsweise geben.
@ fu_gg_er

Vollste Zustimmung. Ich erwarte, dass diese ausfällt oder zumindest gekürzt wird. Das ist dann ein sehr schlechtes Zeichen. Wenn man in voller Höhe zahlt, dann muss man sich schon fragen, wie MLP das finanziert.
Es ist ein Schritt hin zur realistischen Darstellung wirtschaftlicher Sachverhalte und hat eine Finanzierungswirkung, Glaubwürdigkeit und Transparenz werden damit noch lange nicht erreicht.

Da sind immer noch einige Themen offen und vor dem Fondsgeschiebe sollte MLP nicht aufhören.
Fakt ist, MLP braucht Wachstum um die hohen Provisionen und Kosten für die Berater refinanzieren zu können.
Das wird aber spannend werden, weil ich in der gegenwärtigen Wirtschaftslage kein Wachstum sehe.
Im Gegenteil, die gesamte Versicherungsbranche ist unter Druck geraten.
Eine MLP die ihr Tafelsilber bereits "versilbert"(MLP Lebensversicherung Wien" für 85 Mio. €, schlingert jetzt schon in stürmischer See.
Noch ein paar schwache Monate, und der Kahn sinkt.
Man muss sich nur einmal den Kursverlauf anschauen:
Sieht so ein erfolgreicher Versicherungskonzern aus ?

Gestern wurden ca 3Mio. Aktien gehandelt, viele sind jetzt
raus.
Codi, warum nennst Du die Austria-FLV eigentlich immer Tafelsilber ? So gross war dat Ding doch gar nicht.
Die MLP Lebensversicherung gehörte dem
Organigramm zu Folge zum Kernsegment des Unternehmens.
Ist sogar immer noch im Firmenorganigramm eingebunden:

Die Prämieneinnahmen betrugen in 2001 104 Mio. €.
Der Versicherungsbestand betrug 1,3 Mrd €.
Warum also das Geschäft abgeben ?
:rolleyes:
@codiman

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Im Organigramm ist die MLP Lebensversicherung AG aufgeführt die natürlich nach wie vor zum MLP Konzern gehört.

Verkauft wurden die Anteile an der MLP-Lebensversicherung AG, Wien.

Und die ist natürlich auch nicht mehr im Organigramm.
Guten Tag!

LarsTevede: Ich habe die Bilanz nicht gelesen, von daher kann ich mich nur auf die Aussage verlassen, daß es sich um Rückstellungen und nicht -Lagen handelt.

Allerdings geht es um die HGB-Bilanz, nicht die Steuerbilanz (die ist schließlich nicht öffentlich). Und in der HGB-Bilanz ist es nunmal so, daß Rückstellungen für abschätzbare Risiken gebildet werden MÜSSEN (daran ist nichts freiwillig, obwohl der jeweilige Nachweis natürlich schwierig ist), jedoch nicht auf dumpfen Verdacht gebildet werden dürfen.

Natürlich kann es sein, daß MLP hier einen Posten einbaut,um die Kritikerstimmen verstummen zu lassen und nun Vorsicht signalisieren, obwohl sie in Wirklichkeit gar keine nennenswerten Risiken erwarten. Nur: legal wäre das nicht. Legal ist es dagegen, wenn den gebildeten Rückstellungen gegenüber realistische Risiken stehen.

Gruß

Quixote
@ Quixote

Allerdings geht es um die HGB-Bilanz, nicht die Steuerbilanz (die ist schließlich nicht öffentlich).

Die Steuerbilanz und die Handelbilanz werden nicht unabhängig voneinander aufgestellt. (Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die steuerrechtliche Gewinnermittlung (§5 Abs. 1 EStG))

O.k. davon gibt es auch Ausnahmen, aber es gilt zu beachten, dass im Gegensatz zu IAS und US-GAAP, die Handelsbilanz nach HGB NICHT unabhängig von der Steuerbilanz aufgestellt werden kann.

Und in der HGB-Bilanz ist es nunmal so, daß Rückstellungen für abschätzbare Risiken gebildet werden MÜSSEN (daran ist nichts freiwillig, obwohl der jeweilige Nachweis natürlich schwierig ist), jedoch nicht auf dumpfen Verdacht gebildet werden dürfen.

Das mag nach dem Gesetz so sein, aber in der Praxis sagt meist das Unternehmen wir machen das so und so und der WP setzt sein Häkchen darunter, falls es vertretbar ist (die Spielräume sind hier sehr groß). Der WP will nicht das Mandant verlieren und hat in der Regel viel schlechtere Informationen als der Head of Controlling.

Natürlich kann es sein, daß MLP hier einen Posten einbaut,um die Kritikerstimmen verstummen zu lassen und nun Vorsicht signalisieren, obwohl sie in Wirklichkeit gar keine nennenswerten Risiken erwarten. Nur: legal wäre das nicht. Legal ist es dagegen, wenn den gebildeten Rückstellungen gegenüber realistische Risiken stehen.

Das ist völlig legal, weil es nunmal die "richtige" Meinung für Rückstellungen nicht gibt. Die kann es nur geben, wenn man die Zukunft weiß. Deshalb ist bei Rückstellungen oftmals angefangen einer Auflösung bis zu einer Zuführung alles möglich auch wenn die Theorie etwas anderes sagt.

Die Kapitalmarkttheorie sagt im Übrigen auch, dass Märkte effizient sind...
Guten Abend erneut!

LarsTvede: Natürlich werden die beiden Bilanzen nicht unabhängig voneinander erstellt; schließlich liegt Ihnen die mehr oder minder identische GuV zugrunde. Dennoch aber gibt es, auch in Bezug auf die Liquiditätsbetrachtung, Unterschiede. Die ursprüngliche Frage nämlich war, inwieweit Rückstellungen liquiditätswirksam sind oder nicht. Und Deiner Argumentation, daß solche rein formal gebildet würden und diese Bildung keinen Zusammenhang zu einem echten Risiko haben müßte, kann ich nach wie vor nicht folgen.

Gerade bezüglich Rückstellungen ist es natürlich eine Frage der Argumentation. Jedoch wird jeder WP gerade wegen der vergangenen Vorwürfe gegen MLP mehr als einmal hinsehen (wie übrigens insbesondere das Finanzamt auch; schließlich sind Rückstellungen in der GuV ergebnisrelevant!).
Grundsätzlich hast Du recht, daß die Spielräume groß sind, aber sie sind eben nicht unendlich. Soll heißen: Rückstellungen in signifikanter Höhe sind weder einem WP noch dem Finanzamt zu verkaufen, wenn dem kein Risiko gegenübersteht, was nachvollziehbar ist. Und Deine Argumentation mit auftragsabhängigen WP ist ebenso falsch wie die der besseren Informationen des Controllings. Wenn in der aktuellen Diskussion ein WP-Unternehmen kommunizoert, daß sie MLP wegen des alten Themas nicht testiert haben, ist das eher Werbung als schädigend. Und ein Controller sollte sein aller- allermöglichstes tun, gerade bei so unscharfen Dingen wie Rückstellungen den WP durch maximale Argumente zu überzeugen, anstelle Informationen nicht zu teilen ...

"Die Kapitalmarkttheorie sagt im Übrigen auch, dass Märkte effizient sind..."
Sorry, verstehe ich nicht: was meinst Du damit?

Gruß

Quixote
@ Quixote

Und Deiner Argumentation, daß solche rein formal gebildet würden und diese Bildung keinen Zusammenhang zu einem echten Risiko haben müßte, kann ich nach wie vor nicht folgen.

Risiken existieren immer. Aber was wird wohl der WP sagen, wenn MLP argumentiert, dass das Stornorisiko z. B. bei 0/1/2/3 oder 4% liegt? Ernst & Young hat kein vergleichbares anderes Mandant. Rölfs schon gar nicht.

Jedoch wird jeder WP gerade wegen der vergangenen Vorwürfe gegen MLP mehr als einmal hinsehen (wie übrigens insbesondere das Finanzamt auch; schließlich sind Rückstellungen in der GuV ergebnisrelevant!).

Da stimme ich zu und das ist genau mein Punkt. Wer hätte denn beispielsweise im Jahr 1999 oder 2000 oder ... genau hingesehen oder gar die Aussagen von MLP in Frage gestellt? MLP war zu dieser Zeit das Unternehmen mit dem langfristig höchsten Stockholder Return.


Rückstellungen in signifikanter Höhe sind weder einem WP noch dem Finanzamt zu verkaufen, wenn dem kein Risiko gegenübersteht, was nachvollziehbar ist.

Wenn ein Risiko nicht nachvollziehbar ist (und das dürfte selbst für den WP schwer sein), dann dürfte gerade die Begründung leichtfallen.

Und Deine Argumentation mit auftragsabhängigen WP ist ebenso falsch wie die der besseren Informationen des Controllings.

Mit diesen Aussagen sollte man ganz vorsichtig sein. Wenn Rölfs WP MLP verliert, dann dürften fast deren gesamten Umsatzerlöse wegfallen. Im Übrigen gibt es auch schon Versuche vom Gesetzgeber diese Abhängigkeitsverhältnis zu entschärfen.

Dass der Controller im Vergleich zum WP die besseren Informationen hat, müssen wir jetzt hier nicht groß diskutieren, oder? :confused:

"Die Kapitalmarkttheorie sagt im Übrigen auch, dass Märkte effizient sind..."
Sorry, verstehe ich nicht: was meinst Du damit?


Damit wollte ich nur sagen, dass das Gesetz hinsichtlich Rückstellungen sehr genaue Vorgaben macht, die so jedoch nur in einer Welt mit vollkommenen und vor allem mit einer bekannten Zukunft umgesetzt werden können. In der Realität gibt es immer genug Manipulationsmöglichkeiten, die man plausibel verpacken kann.
Guten Tag erneut!

Lars:
Zunächst einmal braucht man als WP kein anderes Mandat, um Risiken einschätzen zu können, sondern "nur" Zugang zu Verleichszahlen. Ob Rölfs die hat, weiß ich nicht, aber E&Y hat sie ganz sicher.
Und: Gerade die Rückstellungen müssen nun in der HGB- und der Steuerbilanz übereinstimmen. Sie müssen also für den WP UND für das Finanzamt nachvollziehbar sein. Genau hier widerspreche ich Dir: Wenn der WP sie nicht nachvollziehen kann, wird er sie nicht testieren, gerade nicht in der aktuellen Situation, wo ihm alle Welt auf die Finger sieht.

Natürlich hat der Controller die besseren Informationen; er erarbeitet sie ja. Nur hilft ihm das u.U. wenig, wenn er einen oder sogar zwie WP überzeugen muß, denn wenn diese Damen und Herren die Informationen nicht erhalten, die eine Rückstellung begründen, testieren sie nicht. Ebenso wird das Finanzamt nicht alles schlucken, was die Steuerlast redzuziert.

Insgesamt ist natürlich klar, daß jede Gesellschaft die Vorgaben zu ihrem maximalen Nutzen auslegt, daß Papier geduldig ist und aus einem Saulus kein Paulus wird, MLP also wohl weiterhin sehr kreativ bilanzieren wird (wenn auch jetzt vielleicht in die andere Richtung.). Ich würde keiner Bilanz zu 100% glauben.

Nur, um erneut zur ursprünglichen Frage zurückzukommen: Deine Argumentation war, daß die Rückstellungen nicht liquiditätswirksam wären, weil sie nur pro Forma und zur Beruhigung der Anleger gestellt würden, ohne daß ein echtes Risiko gegenüber stünde. Zweifellos ist es so, daß man hier Spielraum hat und wahrscheinlich ist, daß MLP ihn nutzt. Doch daß es KEIN Risiko gibt, glaube ich nicht. Ob nun die Rückstellungen zu 90% oder zu 70% wieder aufgelöst werden, weiß niemand, aber auch 10% der Rückstellungen als Liquiditätsverlust sind für den Laden mehr als nur ärgerlich, wenn die aktuellen Diskussionen über die Liquidität Hand und Fuß haben.

Gruß

Quixote
LarsTvede,

da sieht man den Unterschied zwischen universitärer Theorie und virtueller Praxis. Was für eine Effizienz soll es denn an diesen Märkten geben:confused:
Meinungsbildung von Gazetten und Anas sprechen gegen jede Form von Effizienz. MLP hatte einmal die Aura einer Dauersteigeraktie:laugh: die hat man zu haben und recht hat immer der Kurs:laugh: da kann ich mich noch an ein Interview in Börse Online mit einem Fondsmanager von der Coba erinnern.

Börse ist Wundertütenverkauf:look: Meinungsmache auch gegen Realitäten. Am Beispiel MLP war lange Zeit die Gewinnkreation durch Geschäfte mit Rückversicherern so klar wie bei EM.TV das Pyramidenspiel von Fonds, Banken, Analysten, Geschäftspartnern. Selbst als Börse Online als Zentralorgan der kritischen Berichterstattung auf Ungereimtheiten aufmerksam gemacht hat:look: dauerte es für eine Kursreaktion in einem realwirtschaftlich angesagten Umfang eine Ewigkeit. Börsen sind nicht effizient, sie sind gestaltet von Einzelinteressen und da wo sich genügend Marktteilnehmer mit entsprechender Kursbewegungsmacht auf eine Seite schlagen geht das eine gewisse Zeit in die abgesprochene ineffiziente Richtung.

Wie kann von identischen Analysten ein Kursziel für eine Morphosys in 2000 von 200 propagiert werden und heute stellen die die Aktie auf Sell. Durch kein einziges greifbares Kriterium ist dieses Verhaltensmuster als sinnvoll zu begreifen, nur über die jeweiligen Eigeninteressen.

Solche Beispiele gibt es ohne Ende an ineffizienten Märkten wie der Börse. Mir ist immer die Vita eines Vorstands wichtig, die Art der AdHocs auch als Kontrastprogramm zu den Rohdaten. Wenn ein T. die Aktionäre durch Einbringung von Töchtern über den Tisch zieht:O wird er auch bei nächster Gelegenheit seine Vorteile zu Lasten der freien Aktionäre nutzen. Die neue Offenheit ist taktisch, MLP damit weiter kein Investment.

Glück auf
@ Quixote

Deine Argumentation war, daß die Rückstellungen nicht liquiditätswirksam wären, weil sie nur pro Forma und zur Beruhigung der Anleger gestellt würden, ohne daß ein echtes Risiko gegenüber stünde. Zweifellos ist es so, daß man hier Spielraum hat und wahrscheinlich ist, daß MLP ihn nutzt. Doch daß es KEIN Risiko gibt, glaube ich nicht. Ob nun die Rückstellungen zu 90% oder zu 70% wieder aufgelöst werden, weiß niemand, aber auch 10% der Rückstellungen als Liquiditätsverlust sind für den Laden mehr als nur ärgerlich, wenn die aktuellen Diskussionen über die Liquidität Hand und Fuß haben.

Du hast mich missverstanden. Meine Argumentation war folgende:

1. Falls es Risiken im Geschäftsmodell gibt, dann existieren diese, egal ob die Risiken ausreichend und richtig bilanziert werden.
2. Bilanziell existieren "gewisse" Spielräume bei der Ermittlung der Höhe der Rückstellungen. (Diese Spielräume verändern sich, und damit gebe ich Dir vollkomen recht, mit der öffentlichen Meinung zu einem Unternehmen.)
3. MLP hat meiner Meinung nach in der Vergangenheit diese Spielräume so ausgenutzt, dass die Rückstellungen möglichst gering waren.
4. MLP hat diese Politik scheinbar jetzt geändert und nutzt diese Spielräume für möglichst hohe Rückstellungen aus.
5. Durch die höheren Rückstellungen hat MLP im Vergleich zu niedrigeren Rückstellungen eine höhere Liquidität, aufgrund des geringeren oder gar negativen Steuerabflusses zum Finanzamt.
6. Punkt 5. ist völlig unabhängig von dem Mittelabfluss aufgrund der tatsächlichen Risiken.
eh man um den heissen Brei herumredet:

Die Rückstellungen implizieren erstmal,
dass ein erhöhtes Storno erwartet bzw. bereits eingetreten ist.

Der letzte macht bitte das Licht aus.
@ realKreuzbube

Das ist völlig korrekt und ich erwarte auch, dass MLP aus diesem Grund Rückstellungen erhöht hat. Aber außerhalb dieser Entwicklung versucht MLP m. E. auch konservativer zu bilanzieren und die Liquidität zu erhöhen.
"konservativer zu bilanzieren und die Liquidität zu erhöhen."
:confused:

Wie soll das denn gehen
:confused:

Liquidität erzielt man erstmal durch agressive Bilanzierung.
Und dies war, wie die momentane Situation bei MLP zeigt,
erstmal sehr kurzfristig gedacht.

Konservativ bedeutet, dass längerfristig in schlechten Zeiten Liquidität gegeben ist.

Und bei MLP beginnt sich ein Liquiditätsproblem abzuzeichnen.
Die Kosten für den Aussendienst dürften stark am wachsen sein.

Noch ein Jahr wie 2002 global wirtschaftlich gesehen
dürfte MLP an den Rand der Insolvenz bringen.

Man schaue sich nur die Kurse von Allianz oder MüRück an.

Die Kake ist am dampfen.
Und dies weltweit.
@ realKreuzbube

"konservativer zu bilanzieren und die Liquidität zu erhöhen."


Wie soll das denn gehen


Posting #45

Liquidität erzielt man erstmal durch agressive Bilanzierung.

Das ist falsch. Mir ist keine Methode bekannt, wie man mit aggressiver Bilanzierung die Liquidität erhöhen kann.

Konservativ bedeutet, dass längerfristig in schlechten Zeiten Liquidität gegeben ist.

:confused: Wir betrachten hier Auswirkungen der Bilanzierungsweise auf die Liquidität und nicht Auswirkungen des Geschäftsverlaufes auf die Liquidität.
wenn ich zukünftige Gewinne in die Gegenwart verlagere,
erzeuge ich erstmal kurzfristig erhöhte Liquidität.
@ realKreuzbube

wenn ich zukünftige Gewinne in die Gegenwart verlagere,
erzeuge ich erstmal kurzfristig erhöhte Liquidität.


Ich rede lediglich von der Liquiditätserhöhung durch Bilanzpolitik.

Du meinst den Verkauf von zukünftigen Erträgen. Ja, das erhöht kurzfristig die Liquidität (falls Verkauf cashwirksam). Das würde ich nach meiner Definition aber nicht als Bilanzpolitk bezeichnen, weil die Basis hierfür tatsächliches ökonomisches Geschäft ist - nämlich der Verkauf dieser Erträge. Das ist meiner Meinung nach Liquiditätserhöhung durch Geschäftspolitik.
Um das nochmal zu verdeutlichen:

Stelle dir einfach vor, dass das aktuelle Geschäftsjahr bei MLP vorbei ist, und sich der CFO jetzt überlegt, wie man alle ökonomischen Sachverhalte aus dem vergangenen Geschäftsjahr bilanzieren könnte. Stellen wir uns jetzt noch vor, dass der CFO die Liquidität maximieren möchte. Das erreicht er z. B. dadurch, indem er die Zahlungen an das Finanzamt minimiert, indem er z. B. Spielräume bei der Bewertung von Rückstellungen ausnutzt.
Guten Tag erneut!

Lars: Wir scheinen den Punkt zu finden, in dem wir unterschiedlicher Meinung sind:

"5. Durch die höheren Rückstellungen hat MLP im Vergleich zu niedrigeren Rückstellungen eine höhere Liquidität, aufgrund des geringeren oder gar negativen Steuerabflusses zum Finanzamt.
6. Punkt 5. ist völlig unabhängig von dem Mittelabfluss aufgrund der tatsächlichen Risiken."

Und genau das sehe ich anders. Natürlich kann man Liquidität sehr grundsätzlich, nämlich als abrufbare flüssige Mittel gleich welcher Quelle bezeichnen; unter diesem Blickwinkel hättest Du recht. Gerade bei der Betrachtung einer Bilanz aber macht das m.E. wenig Sinn.
Was Du beschreibst, würde ich eher Cash-Flow-Relevant finden als Liquiditätsrelevant. Denn auch wenn das Geld für Rückstellungen nicht ausgegeben wird, wird es doch aus dem Umlaufvermögen entfernt und damit (zugegeben je nach Definition) aus der Liquidität.

Unabhängig davon aber ist die Frage, ob diese erhöhten Rückstellungen MLP denn nun bewegelicher machen und von eventuell nötigen Bankmitteln unabhängiger. Da aber Steuerbehörden wie WP genauer hinsehen, behaupte ich nach wie vor, daß den erhöhten Rückstellungen auch tatsächlich erhöhte Risiken gegenüberstehen und zumindest aus strategischer Sicht die Bewegelichkeit nicht zugenommen hat.

Gruß

Quixote
Guten Tag erneut oder auch
Halt und Stop!

Das kommt davon, wenn man zu schnell tippt ..
Natürlich wird das Geld für eine Rückstellung NICHT aus dem Umlaufvermögen entfernt, sorry.

Was ich meinte, ist, das der WP die Rückstellungen auch real und nicht nur bilanziell sehen will und sie daher Mittel binden, die aber natürlich dennoch im Umlaufvermögen bleiben.

Sorry erneut



Quixote
@ Quixote

Natürlich kann man Liquidität sehr grundsätzlich, nämlich als abrufbare flüssige Mittel gleich welcher Quelle bezeichnen; unter diesem Blickwinkel hättest Du recht. Gerade bei der Betrachtung einer Bilanz aber macht das m.E. wenig Sinn.
Was Du beschreibst, würde ich eher Cash-Flow-Relevant finden als Liquiditätsrelevant.


Ist ein Guthaben auf dem MLP-Geschäftskonto keine Liquidität? :confused:
MLP hat quartalsweise Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer vorausgezahlt. Nun stellt sich heraus, dass der Gewinn, der für die Vorauszahlungen dieser Steuern benutzt wurde, in Wirklichkeit geringer ist und MLP erhält nun eine Steuerrückzahlung. Die fließt direkt auf das MLP Geschäftskonto. Das erhöht die Liquidität.

Was ich meinte, ist, das der WP die Rückstellungen auch real und nicht nur bilanziell sehen will und sie daher Mittel binden, die aber natürlich dennoch im Umlaufvermögen bleiben.

Das wäre ja ein Skandal, wenn das so wäre. Stell Dir doch mal vor, dass der WP beispielsweise die flüssigen Mittel eines Versorges zum Abbau seiner Atomkraftewerke, für die Rückstellungen in mehrstelliger Milliardenhöhe gebildet worden sind, sehen möchte. Oder dass der WP die flüssigen Mittel sehen möchte, die ein Unternehmen für seine Pensionsrückstellungen hat. Da müßten in Deutschland sofort hunderte oder gar tausende von Unternehmen Insolvenz anmelden.
+++ Gewagte Empfehlung für MLP
Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Geldquelle. Die Analysten vom Bankhaus Merck Finck & Co raten scheinbar nach diesem Motto, die Aktien von MLP (656993) jetzt zu kaufen und stufen die Titel von zuvor "underperformer" auf nun "outperformer" hoch. Den fairen Wert veranschlagen die Merck Finck-Analysten mit 13 Euro. Grund: die radikale Änderung der Bilanzierungsmethode des Unternehmens, mit der das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen werden soll.
Auch wenn der Bericht schon 5 Tage alt ist, ist er doch interessant (aus ftd.de):

Wachstum stagniert


Bei MLP hakt es nicht nur am Ertrag, sondern auch am Wachstum: Die Zahl der Kunden gab das Unternehmen für Ende 2002 mit 505.000 an - die Steigerung um 11,4 Prozent liegt markant unter den 22,3 Prozent des Vorjahres. Die Gesamterlöse stagnierten bei 1,06 Mrd. Euro nach 1,05 Mrd. Euro im Jahr 2001. Die Fluktuation bei den 2994 Vertretern betrug dagegen beachtliche 20 Prozent. Die Quote lag deutlich über den acht bis zwölf Prozent früherer Jahre.


Das schwache Wachstum stelle die MLP-Führung auf die Probe, sagte Analyst Carsten Zielke von der WestLB Panmure. "Ich sehe nicht, wie Termühlen jetzt die Leute motivieren will." Für viele große Anleger werde MLP zunehmend uninteressant. "Der Wert ist einfach zu klein, um bei denen auf dem Radarschirm zu stehen."

Das schlimmste was passieren kann, Stagnation bei steigenen
Kosten - GARANTIERT liqiditätswirksam.
naja hat ja was, nur die herren haben vor nicht all zu langer zeit dann doch deutlich anders lautende urteile abgegeben.... wobei die eben auch in zeiten wie heute irgendwie kohle verdienen múessen, will heissen:
papier ist geduldig, mal sehen.
lass mlp noch ein wenig zulegen und die analysten sind die ersten die den grund kennen....
:look: :look: :look: :) :) :)
Guten Abend erneut!

Lars: Vielleicht solltest Du einfach mal definieren, was Du mit Liquidität meinst respektive welchen Grad Du für einen Finanzdienstleister als besonders entscheidend betrachtest? "Liquidität = Liquide Mittel" beispielsweise wäre viel zu kurz gegriffen.

Was das Beispiel der Atomkraftwerke angeht: genau dort liegt der Punkt. Man muß diese Rückstellungen selbstverständlich nicht FLÜSSIG haben. Man muß sie aber HABEN.
MLP aber hat in den letzten Jahren, um die versprochenen Zahlen zu halten, nicht gerade viel in`s Sparschein gesteckt. Wenn also nun auf einmal eine signifikante Erhöhung der Rückstellungen passiert, muß das Geld irgendwo liegen, in welcher Form auch immer. Einfach behaupten, es wäre da, gilt nicht. Und da stellt sich a) die Frage, woher es kommt (und wenn es aus dem Umlaufvermögen stammt, bindet es sehr wohl Liquidität, gleich welchen Grades) und b) was damit passiert, wenn es gebraucht wird. (Diesbezüglich habe ich ja schon mehrfach gesagt, daß es dann in Teilen sehr wohl liquiditätswirksam werden kann; das will ich nicht noch einmal wiederholen)

Gruß

Quixote
@ Quixote, #59

Einigen wir uns einfach auf: Frage zwei w:o`ler und du bekommst 5 Meinungen, oder? ;)

Ich bleibe bei meiner, weil du in meinen Augen nichts widerlegen konntest und du bleibst bei deiner, weil ich in deinen Augen nichts widerlegen konnte.

Okilidokili?
Der Tag des jüngsten Gerichts kommt noch.



Bis dahin könnt ihr eure Studienerfahrungen tauschen, die Vergangenheit zu verstehen lernen und vor der Zukunft kapitulieren.

Typische Akademikerproblematik.
.. noch was "hairstylist/in"

auf diesen tag warten die glaeubigen dieser welt bereits ca. 2000 jahre, willst du ihn jetzt erneut verkuenden... na dann ....

:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
Guten Tag erneut!

Lars: Weder kann noch wollte ich Dich zu argumentativem Austausch zwingen; von daher können wir die Diskussion gerne beenden. Allerdings lege ich Wert auf die Feststellung, daß meine Äußerungen nicht auf "Meinungen" fußen, sondern auf dem HGB.

Friseuse: War das inhaltsschwanger oder geistreich oder habe ich etwas anderes nicht verstanden?
Zweifellos wird die HGB-Bilanzierung unter anderem auch akademisch vermittelt, aber das bedeutet weder, daß die sich dazu Äußernden ausschließlich diesen Zugang dazu haben noch, daß sie deswegen weniger wichtig wird.

In diesem konkreten Fall war die Frage, ob die Rückstellungen indirekt liquiditätswirksam sind. Im Rahmen einer Diskussion, die sich genau mit dieser Liquidität befaßt, ist die Antwort darauf durchaus von Belang.

Natürlich kannst Du das anders sehen, aber in diesem Fall bitte ich um sachliche Argumente und nicht um einen Tonfall im Stile eines Vorstadt-Nostradamus.

Gruß

Quixote
Quixote

Stimme dir zu. Der nächste Schlag für MLP wird auf der Einnahmeseite kommen. Die veränderten Realitäten bei den Kapitalanlagen erlauben keine exorbitant hohen Provisionen wie bisher in Leben und Kranken. Bei der BU hustet sich mit der Mannheimer schon eine im Segment führende Versicherung die Lunge aus dem Hals, Fonds wollen immer noch auf Ochnerei abgeklopft werden.

Glück auf beim Eierverkauf
Staatsanwalt ermittelt auch gegen MLP-Wirtschaftsprüfer Rölfs WP Partner Mittwoch, 19.02.03, 09:31


MANNHEIM (dpa-AFX) - Die Staatsanwaltschaft Mannheim untersucht im Rahmen der Ermittlungen gegen den MLP-Vorstand und Aufsichtsrat wegen Bilanzbetrugs und Indsiderhandel auch die Rolle des Wirtschaftsprüfers. "Wir ermitteln gegen die Wirtschaftsprüfer von MLP, ob ein unrichtiger Bestätigungsvermerk erteilt worden ist", sagte Oberstaatsanwalt Hubert Jobski der Nachrichtenagentur dpa-AFX auf Anfrage. Namen nannte er dabei nicht. Der für den fraglichen Zeitraum verantwortliche Wirtschaftsprüfer war die Gesellschaft Rölfs WP Partner.

Wie lange die Ermittlungen gegen den Vorstand und Aufsichtsrat von MLP noch andauern werden, konnte Jobski nicht genau sagen. "Es wird sich noch einige Monate hinziehen. Genaueres kann ich im Augenblick nicht sagen." Ob weitere Beweismaterialien bei MLP oder dem Wirtschaftsprüfer gesichert werden müssten,konnte er ebenfalls nicht sagen. "Das wird sich noch herausstellen."

Zuvor hatte das Anlegermagazin "Börse Online" vorab berichtet, dass gegen Rölfs WP Partner ermittelt wird und das Verfahren noch mindestens sechs Monate andauern werde. "Börse Online" bezog sich dabei auf Jobski. Die MLP-Aktie reagierte zunächst kaum und verlor in den ersten 15 Handelsminuten 0,61 Prozent auf 8,21 Euro./zb/aa



Wurde an der Liqiditätsschraube gedreht ???? :eek: :eek:
Nach der neusten Ausgabe des Magazins Börse Online muss
die„Werthaltigkeit“ diverser Bilanzierungsposten „stark angezweifelt“ werden .
Ähnlich äußerte sich auch die SDK.

Ich kombiniere :
Wirtschaftsprüfer von MLP auffällig + neue Vorwürfe von BO +Sdk = Senkung der Glaubwürdigkeit von MLP.
Das Unternehmen braucht schnellstens Kohle um nicht
auffällig zu werden.
Deswgen auch der rasche Verkauf der MLP Lebensversicherung Wien.
@codiman

Der Verkauf der Anteile an der MLP-Lebensversicherung AG, Wien war seit langem geplant und nicht gerade "rasch" durchgeführt.

Erkläre mir bitte Deinen Satz: "Das Unternehmen braucht schnellstens Kohle um nicht auffällig zu werden." ?????
Ich kombiniere :
Wirtschaftsprüfer von MLP auffällig + neue Vorwürfe von BO +Sdk = Senkung der Glaubwürdigkeit von MLP.
Das Unternehmen braucht schnellstens Kohle um nicht
auffällig zu werden.


Und wo siehst du da einen kausalen Zusammenhang? :confused:

Da ist ja ungefähr so, als wenn ich sagen würde: "Sonne scheint heute, Fernsehprogramm heute Abend wird gut."
@ Lars tevede
Nein es ist etwa so :Sonne scheint, es ist heiss ,dass Eis wird schmelzen .
:laugh:
Spass bei Seite, wo viel Rauch ist, ist auch Feuer
das war bei Comroad so, bei Enron so, naja und bei MLP
dampft es ganz gewaltig.
Es ist zu viel was da zur Zeit im Argen liegt.
Das einzig positive ist, dass MLP im DAX bleiben
konnte. :eek:
bei MLP dampft es ganz gewaltig.

Die böse, böse Sonne... :laugh: :laugh: :laugh:

Volle Zustimmung, codiman. :yawn:
Tägliche Gerüchte ...


...."Toptitel sind Infineon, VW und die Energie-Titel RWE und E.ON, während sich MLP heute mal wieder mit negativer Presse seitens eines Börsenmagazins auseinandersetzen muss und knapp 3 Prozent verliert."
:eek:
...der Staatsanwalt bestätigt nach mehreren Monaten Arbeit, dass er gegen den WP von MLP ermittelt.

Der WP ist damit toter als leo kirch nach dem breuer-spruch.

wenn mlp nicht schon so tief stünde, könnte man mal wieder shorten.

nizza
Fakten
Aus dem Manager Magazin vom 21.02.03:
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,237056,00.…

.....
Die Gefahr für MLP ist noch nicht gebannt

"Das ist jetzt die Flucht nach vorn", sagte der Analyst weiter. "So haben sie zumindest die Chance, dass die Stimmung schneller dreht, wenn sie die Karten offen auf den Tisch legen."

Gleichwohl dürften die Vorwürfe der Bilanzmanipulation das operative Geschäft von MLP zunächst weiter belasten, sagte der Analyst. Entscheidend sei, wie schnell es MLP gelinge, aus der Schusslinie zu kommen.

"Wir gehen weiterhin davon aus, dass an den Vorwürfen nichts Wesentliches dran ist. Solange aber die Diskussion anhält, besteht im Zusammenhang mit der schlechten Wirtschaftslage die Gefahr, dass das operative Geschäft weiter einbricht", erklärte der Experte von Merck Finck.
"Börse Online" legt nach

....Zugleich legte das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe vom Mittwoch nach. Von einem "Befreiungsschlag" oder "reinen Tisch" könne keine Rede sein. Das Magazin stellt die Werthaltigkeit diverser Bilanzposten in Frage.
....
Zweifel an Werthaltigkeit

In der Bilanz "schlummern noch einige hundert Millionen Euro, deren Werthaltigkeit stark angezweifelt werden muss", heißt es in dem Bericht. Die von Termühlen erklärten Fortschritte hin zu einer konservativen Bilanzierung seien "Stückwerk".
:eek::eek: :eek:
Da verkauft doch jemand bei Ebay MLP-Tassen.
Wird da etwa ein Liquiditätsengpaß wieder aufgefüllt?

Ebay Nr.: 2615528052:D :D :D :D :D :D :D

Die Tassen werden zum Kultobjekt und Sammlerstück. Klasse Idee.
London (vwd) - Die britische Finanzaufsicht FSA hat gegen die britische Tochtergesellschaft der MLP AG, Heidelberg, eine Geldbuße von 100.000 GBP verhängt. Die FSA begründete dies am Donnerstag mit der mangelnden Ausbildung sowie der geringen Überwachung der Vertriebspraktiken der britischen MLP-Berater. Der Vorwurf bezieht sich auf den Zeitraum von Februar bis Juni 2001, als MLP Private Finance plc mit ihrem Geschäft in Großbritannien an den Start ging.

Wäre die Finanzaufsicht nicht eingeschritten, wäre möglicherweise eine große Zahl britischer Verbraucher mit Produkten versorgt worden, die ihren Bedürfnissen nicht entsprochen hätten, sagte Carol Sergeant von der FSA.

Von Seiten des Mutterkonzerns MLP AG hieß es, er akzeptiere die Geldbuße Die Höhe der Strafe habe MLP bereits zum Jahreswechsel 2003 erfahren, und deshalb sei bereits in der Bilanz 2002 eine Rückstellung vorgenommen worden sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag zu vwd.

Wie der Sprecher erklärte, bezieht sich der Vorgang auf den Start der britischen Tochtergesellschaft. Damals hätten die MLP-Berater die ersten zwei Monate gearbeitet, ohne die in Großbritannien nötige Lizenzerteilung abzuwarten. Daraufhin seien die Geschäfte gestoppt und - nachdem sämtliche Genehmigungen vorgelegen hätten - im Juli wieder aufgenommen worden. Der Vorwurf der falschen Beratung beziehe sich im Grunde auf den Umstand der fehlenden Lizenz, hieß es weiter. +++ Olaf Ridder/Eddy Holetic
vwd/12/27.2.2003/eh/rio
Vielleicht auch für MLP interessant:


Mannheimer-Chef: `Ohne Börsenaufschwung bekommen wir Liquiditätsprobleme` Montag, 03.02.03, 11:18


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Ohne einen baldigen Aufschwung an den Börsen könnte die Mannheimer AG Holding in finanzielle Bedrängnis geraten. Sollte der Deutsche Aktienindex auf dem derzeitigen Niveau verharren, "haben wir sicher ein Liquiditätsproblem bei der Kapitalausstattung der Gruppe", sagte der Chef des im MDAX notierten Versicherers, Hans Schreiber, der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). In diesem Fall sei wahrscheinlich mit einer Kapitalerhöhung zu rechen.

Grund seien die stillen Lasten bei den Kapitalanlagen, die Schreiber zum Jahresende auf knapp 230 Millionen Euro bezifferte. Mannheimer habe bereits in der Bilanz für 2002 gut 110 Millionen Euro auf Kapitalanlagen abgeschrieben, sagte Schreiber. Dies hatte den Jahresüberschuss der Holding um die Hälfte auf 15 Millionen Euro gedrückt und dem Konzern gar einen Fehlbetrag von bis zu 50 Millionen Euro eingebracht.

Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen hätten jedoch nur die Verluste aus 2001 abgebildet, sagte Schreiber. Weitere Abschreibungen "hielten wir nicht für sinnvoll, weil wir denken, dass es an den Börsen wieder aufwärts geht."

Im Falle eine Liquiditätsengpasses, werde sich Mannheimer frisches Geld besorgen, sagte Schreiber weiter. "Wahrscheinlich in Form einer Kapitalerhöhung." Bereits im vergangenen Jahr hatte die Mannheimer AG ihr Kapital um 60 Millionen Euro aufgestockt./sh/cs




:eek:
@ #80 von codiman

Vielleicht auch für MLP interessant:

Das betrifft MLP überhaupt nicht, weil MLP keine Kapitallebensversicherung anbietet.

Die Mannheimer Holding bietet Kapitallebensversicherungen an. Bei diesem Produkt müssen die eingezahlten Beiträge + eine Mindestverzinsung (derzeit 3,25%) an die Kunden zurückgezahlt werden.

Angenommen, die Mannheimer hat zwei Anlagemöglichkeiten für die Kundengelder:

Anlage in festverzinsliche WP zu 5% Rendite
Anlage in Aktien mit durchschnittlich 10% Rendite

Wenn die Mannheimer im Jahr 2002 z. B. 80% des Kundenvermögens in festverzinsliche WP und 20% in Aktien investiert hatte, dann ergibt sich am Ende des Jahres ungefähr folgendes Bild:

festverzinsliche WP 80%*(1+5%)=84%
Aktien 20%*(1-50%)=10%

Gesamtes Kundenvermögen=94%
Mindestauszahlungsbetrag (eingezahlte Kundengelder + Garantiezins)=103,25%
Differenz=9,75%

Diese Differenz muss aus Geldern der Anteilseigner der Mannheimer Holding aufgebracht werden (Eigenkapital). Stellen wir uns jetzt noch vor, dass der Vertrag fällig wird. Ist dann nicht genügend oder nicht genügend liquides EK vorhanden, dann muss die Mannheimer Holding eine Kapitalerhöhung durchführen. Anderenfalls ist sie insolvent.
Bietet SIE doch an...
(aus: http://www.boerseninfos.de/ak/adhoc/news/656990-20000201-074801.html unterer Absatz ?!?)

.....
In der Sparte Vorsorge, dazu zählt man bei MLP fondsgebundene
Lebensversicherung, Risikoversicherung, Kapitallebensversicherung
und Berufsunfähigkeitsversicherung, konnte die Beitragssumme von
3,2 Milliarden auf 4,3 Milliarden Euro um rund
35 % gesteigert werden.
Der Marktanteil bei der selbstständigen
Berufsunfähigkeitsversicherung in Deutschland bezogen auf das
Neugeschäft beläuft sich auf rund 20 %.
....
Falsch!

Nein, sie vermittelt sie nur. Genau wie die Krankenversicherungen.

MLP bietet nur die fondsgebundene
Lebensversicherung an.
#83 war etwas konfus... :laugh:

Also nochmal, MLP vermittelt alle möglichen Produkte. Darunter ist selbstverständlich auch die Kapitallebensversicherung.

MLP selbst produziert jedoch keine Kapitallebensversicherung sondern nur die fondsgebundene Lebensversicherung.
@LarsTevede

Wenn das so ist, dann hat MLP ein Problem weniger...
.... und warten die weitere Nachrichtenlage ab.
@ #85 von codiman

Genau, ein Problem weniger für MLP bedeutet immer noch: Viele Probleme - 1 = ausreichend viele Probleme :laugh:


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