US-Basen im Irak heißen Shell und Exxon - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 27.03.03 20:34:53 von
neuester Beitrag 27.03.03 21:40:19 von


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27.03.03 20:34:53
Kritiker, die den Irak-Feldzug vor allem für einen Krieg ums Öl halten, sehen sich durch die neueste PR-Panne des Pentagons bestätigt. Die wenig subtilen Militärs hatten offenbar keine Hemmungen, zwei Armee-Camps im Kriegsgebiet nach großen Ölkonzernen zu benennen.


AP

Kampf ums Öl: Zwei US-Camps im Irak sind nach Ölkonzernen benannt


New York - Einhaltung der Menschenrechte, Beseitigung von Massenvernichtungswaffen und Stärkung der Demokratie sind angeblich die hehren Ziele, welche die US-Regierung im Irak verfolgt.
Umso peinlicher ist, wie sorglos das US-Militär mit dem für die Regierung heiklen Ölthema umgeht. Wie die "New York Times" berichtet, tragen zwei Lager der 101st Airborne Division im Zentral-Irak die Namen von Ölkonzernen. Eines trägt den Titel "Forward Operating Base Shell", ein weiteres heißt "Forward Operating Base Exxon". Kriegsgegner werfen dem Weißen Haus seit Längerem vor, es gehe den Amerikanern bei der Beseitigung von Saddam Husseins Regime einzig und allein ums Öl.

Beide Konzerne zeigten sich überrascht von der unerwarteten Ehrung durch das US-Militär. Eine Sprecherin von Royal Dutch Shell sagte, das Unternehmen unterhalte im Irak keine Einrichtungen. Wie die US-Armee ihre Basen tituliere, sei nicht Shells Angelegenheit. Etwas enthusiastischer äußerte sich Tom Cirigliano von Exxon Mobil . Er hält die Namensgebung nicht für ein politisches Statement: "Ich glaube, die 101st war recht kreativ und benennt Sachen nach Dingen, die sie an die Heimat erinnern. Ich finde das prima."


IN SPIEGEL ONLINE

· Mobilfunk im Irak: America first (27.03.2003)

· Südirak: Ölquellen fallen länger aus als geplant (27.03.2003)

· IWF-Warnung: Langer Krieg gefährdet die Wirtschaft (27.03.2003)

· Vorausschauende Personalpolitik: Cheneys Ex-Firma im Irak-Fieber (27.03.2003)




Das Pentagon versucht, die Sache herunterzuspielen. "Diese Stützpunkte sind normalerweise zur Versorgung mit Treibstoff da - im Grunde handelt es sich um Tankstellen in der Wüste", so eine Sprecherin gegenüber der "New York Times". Klärend fügte die Sprecherin hinzu: "Ob wir oder ob wir nicht jedem einen Vortrag darüber halten, dass man wegen politischer Empfindlichkeiten darauf achten sollte, wie man seine Tankstellen benennt, ich weiß nicht ob das etwas ist, dass man tun sollte oder das getan werden könnte."

Politische Gegner Bushs halten die derzeitige US-Regierung ohnehin für eine Marionette der der Energie- und speziell der Ölbranche. Das Argument ist nicht ganz aus der Luft gegriffen: Vizepräsident Dick Cheney war früher Vorstandschef des Ölausrüsters Halliburton. Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, nach der sogar ein Öltanker benannt wurde, arbeitete lange für Chevron. Der Präsident verfügte über exzellente Beziehungen zu Enron-Boss Kenneth Lay und nannte seinen Intimus schmeichelnd Kenny Boy. Die Energieindustrie war einer der größten Wahlkampfspender Bushs und hat die Energiepolitik der Regierung maßgeblich beeinflusst.

Quelle: Spiegel Online
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27.03.03 21:40:19
Als ich die Threadüberschrift sah, dachte ich erst dass kein nur ein Fake sein. Aber die Story scheint zu stimmen. Unglaublich.

Zum Glück wird Arroganz im Irak hart bestrafft:

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